Scooter Sharing: Cityscoot sammelt 40 Mio. Euro ein

In Deutschland sind Unternehmen wie Emmy oder Coup von Bosch im Scooter Sharing Markt aktiv. Das französische Scooter Sharing Pendant heißt Cityscoot und das Unternehmen hat jetzt eine Finanzierung in Höhe von 40 Mio. Euro abgeschlossen. Bisher betreibt das Startup seinen Dienst in Paris, mit dem frischen Geld soll in andere französische und europäische Städte expandiert werden. Bisher sind 15 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen.

Scooter Sharing mit 1600 Rollern

Das Modell funktioniert wie bei Coup und Co. Über die App kann einer der 1600 Roller lokalisiert und gebucht werden. Bei Cityscoot funktioniert die Identifikation am Roller per Code und nicht wie bei Coup mittels wenig zuverlässiger Bluetooth-Verbindung. Nach der Fahrt kann der Roller einfach geparkt werden und die Fahrt wird mittel App beendet. Das Unternehmen setzt auf Elektroroller, die mit einem Helm ausgestattet sind.

Operative Kosen müssen gedeckt werden

Die Finanzierung wird für die Fahrzeugbeschaffung und den operativen Betrieb benötigt. Auch wenn die E-Scooter geleast werden, dürften sich die Leasing Raten zu einer ordentlichen Summe pro Monat addieren. Die operativen Kosten, für den Tausch der Batterien und die Re-Positionierung der Roller sind auch nicht zu unterschätzen. Bis Ende 2018 soll die Flotte auf 5000 Roller anwachsen und in den Städten im Großraum Paris, Nizza und in Städten in Italien und der Schweiz ausgerollt werden. Beim operativen Betriebt setzt das Unternehmen auf Unterstützung vom strategischen Partner und Shareholder LeasePlan.

Bisher wurden 1,7 Mio. Fahrten durchgeführt und die Nutzerzahl liegt bei 70.000 registrierten Usern. Pro Tag werden zwischen 7.000 und 9.000 Fahrgen gebucht, die durchschnittliche Dauer liegt bei 15 Minuten. In Paris schafft man es in der Zeit, etwa 4 km zurückzulegen. Anders als bei Coup zahlen die Kunden pro Minute und zwar 20 Cent. Damit erzielt Cityscoot einen Umsatz von 13 – 17 Euro pro Tag und Scooter. Die Roller werden übrigens von Govecs produziert – das Unternehmen liefert auch einen Teil der Roller an den Mitbewerber Emmy aus Berlin.

Bild: CityScoot (alle Rechte vorbehalten)

Weitere Details über Car-Sharing Plattform von DiDi

Schon Anfang Januar haben wir auf GetMobility.de berichtet, dass die Chinesische Mobilitätsplattform DiDi groß in das Car-Sharing Geschäft in China einsteigen wird. Jetzt hat das Unternehmen weitere Details darüber veröffentlicht.

12 Hersteller kooperieren mit der offenen Car-Sharing Plattform

In Form einer offenen Car-Sharing Plattform arbeitet das Unternehmen mit 12 Automobilherstellern zusammen. Außerdem sollen sich auch Betreiber von Ladenetzen, Verkehrsinfrastrukturen und After-Sales Dienstleister an der Plattform Beteiligen. Zu den Automobilherstellern gehören BAIC BJEV, BYD, Chang’an Automobile Group, Chery Automobile Group, Dongfeng Passenger Vehicle, First Auto Works, Geely Auto, Hawtai Motor, JAC Motors, KIA Motors, Renault-Nissan-Mitsubishi, and Zotye Auto. Deutsche Hersteller sucht man vergeblich unter den Kooperationspartnern.

Starkes Wachstum beim Car-Sharing in China erwartet

Flexibles Car-Sharing wird in China immer beliebter. Immer mehr Chinese buchen lieber ein Fahrzeug on-demand per App und verzichten auf den privaten Fahrzeugbesitz. Eine Studie von von GM Insights geht davon aus, dass der Car-Sharing Markt in China um mehr als 40% pro Jahr in den kommenden sechs Jahren wachsen wird.

Didi will auch mit den bestehenden Car-Sharing Diensten einiger Hersteller zusammenarbeiten und die intern entwickelten Technologien für ein effizienteres Management der Flotten anbieten. Die teilweise auf künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmen sollen dabei helfen, die dynamischen Anforderungen der Nutzer zu verstehen und diese dann in effizienteres Plattformmanagement umzumünzen.

Die Plattform soll für Unternehmen und Privatpersonen nutzbar sein und auch weitere Dienste, wie Finanzierung und Versicherungen anbieten. Auch Autovermietungen, Tankstellen, Werkstätten und andere Player in der Wertschöpfungskette sollen Teil der Plattform werden.

Sollte das Plattform Modell in China erfolgreich sein, wird DiDi den Ansatz auch in anderen Ländern ausrollen. Neben Asien setzt das Unternehmen auf den Markt in Süd- und Mittelamerika, der in den kommenden Jahren auch stark wachsen soll.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Waymo, Daimler und Co – wer mit wem arbeitet

Bei Thema autonomes Fahren, setzten viele Unternehmen auf Kooperationen. Für Automobilhersteller, Zulieferer und co. sind Kooperationen nichts ungewöhnliches, nur wurde bisher wenig darüber veröffentlicht oder es war einfach nicht interessant, wer für BMW den Katalysator oder für Daimler die Einspritzpumpe liefert. Anders sieht es beim Thema autonomes Fahren aus. Die beteiligten Unternehmen können nicht schnell genug die geschlossenen Partnerschaften öffentlichkeitswirksam kommunizieren.

Wir haben die auf GetMobility.de veröffentlichten Artikel analysiert und die bekannten Partnerschaften zwischen Automobilherstellern, Zulieferern, Technologieunternehmen, Software Providern und Mobility Plattformen in einer Infografik dargestellt. Die Landschaft der Partnerschaften wird mittlerweile unübersichtlich, die ein oder andere Partnerschaft wird auch in der Grafik nicht abgebildet sein. Nutzen Sie das Formular am Ende des Artikels, um Ergänzungen an uns zu übermitteln.

Bei der Analyse ist auch aufgefallen, dass viele Mitteilungen eher Ankündigungscharakter haben, mit Ziel für Verwirklichung bis 2020/2021. Es wird spannend zu Verfolgen sein, welche Ankündigungen in den kommenden drei bis vier Jahren realisiert werden können.

Warum setzen die Unternehmen auf Partnerschaften

Es gibt unzählige Gründe, warum es Sinn macht, dass Unternehmen unterschiedlicher Bereiche bei dem Thema autonomes Fahren kooperieren. Eine kurze Auswahl ist hier aufgelistet.

  • Die benötigten Technologien und Systeme sind komplex. Automobilhersteller und auch Zulieferer haben häufig nicht die nötigen Experten, um die benötigten Systeme zu entwickeln.
  • Startups und Technologieunternehmen, die sich auf eine spezielle Komponente fokussieren, haben meistens einen Entwicklungsvorsprung, der genutzt werden kann. Es ist schneller und meist auch kostengünstiger, die Erfahrung von spezialisierten Unternehmen zu nutzen.
  • Kostendruck: Die Entwicklung von Komponenten und Systemen für autonome Autos ist teuer, duch Partnerschaften lässt sich das finanzielle Risiko auf mehrere Schultern verteilen.
  • Gemeinsam zu mehr Daten: Ohne große Mengen an Daten wird autonomes Fahren nicht erfolgreich sein. Zum Beispiel müssen Karten mit aktuellen Umgebungsdaten angereichert werden, damit die autonomen Fahrzeuge navigieren können. Es geht nur gemeinsam, diese Datenmengen zu erheben und zu verarbeiten.
  • Wettbewerbsdruck: Gerade Automobilhersteller spüren den Druck durch Technologieunternehmen wie Waymo oder Uber. Durch Partnerschaften versuchen sie, diesen Druck abzumildern.

Veränderungen bei der Zulieferer-Struktur

Im Zuge der Einführung von autonomen Fahrzeugen wird sich die Struktur der Zulieferer grundlegend ändern, wie das aussehen wird, muss sich in den nächsten Jahren zeigen. Ein paar Trends und Hypothesen lassen sich aber schon mal aufstellen:

  • Technologiekonzerne werden zu Zulieferern: Unternehmen wie Nvidia oder Google (vor allem über das Tochterunternehmen Waymo) werden sich als Zulieferer im Mobility Sektor etablieren.
  • Automobilhersteller werden zu Zulieferern für Mobility Plattformen: In den kommenden Jahren werden die Automobilhersteller immer mehr zu Zulieferern für Mobilitätsnetzwerke wie Uber oder Didi.
  • Die Kunden entscheiden sich für eine Mobilitätsplattform und nicht für eine Automarke. Als Vergleich kann das Setup der heutigen Airlines herangezogen werden. Die Passagiere wählen eine Airline (z.B. Lufthansa, Quantas, etc.) und überlassen es der Airline, welche Flugzeuge (e.g. Boing, Airbus) eingesteht werden.
  • Automobilhersteller werden zu Zulieferern für andere Hersteller: Hochspezialisierte Systeme werden anderen Herstellern in einer Kundenbeziehung angeboten. Als Beispiel dafür kann der Ansatz von BMW und seinen Kooperationspartnern gesehen werden.
  • Heutige Werte wie Türgeräusch oder Durchzug des Motors werden weniger wichtig, Formfaktor und Funktionalität rücken in den Vordergrund.

Die Infografik kann hier in einer hochauflösenden Version geladen werden. Bitte nennen Sie GetMobility.de als Quelle bei Verwendung der Grafik.

 

Bike-Sharing: Mobike soll sich nach verfehlter Fusion 1 Milliarde Dollar gesichert haben

Das Chinesische Bike-Sharing Startup Mobike, das auch in immer mehr Städten in Deutschland und Europa aktiv wird, hat sich eine neue Finanzierungsrunde gesichert. Dabei soll eine Summe von einer Milliarde Dollar in das Unternehmen geflossen sein. Mobike und ofo haben zuvor Fusionsgespräche geführt, die aber nicht erfolgreich waren. Investoren stecken Milliardensummen in Bike-Sharing Dienste.

Mobike mit mehreren Milliarden bewertet

Der Bericht über die neue Finanzierung wurde zuerst von der News Seite Caixin Global veröffentlicht, ohne zu nennen, von wem das Geld in der letzten Finanzierungsrunde investiert wird. Auch über die Bewertung ist nichts bekannt, diese dürfte aber für einen Bike-Sharing Dienst enorm hoch sein.

Die Gerüchte über die Fusion von ofo und Mobike existieren schon seit ein paar Monaten und wurden immer wieder von den CEOs beider Unternehmen heruntergespielt. Nach einer Fusion wäre der weltweit größte Anbieter von Bike-Sharing Diensten entstanden. Die beiden Unternehmen liefern sich einen enormen Wettbewerb über die Marktführerschaft unter den Bike-Sharing Anbieter.

Mehr als 100 Mio. Nutzer

Das 2016 in Shanghai gegründete Unternehmen Mobike ist in mehr als 170 Städten in Ländern wir China, Deutschland, Großbritannien oder Japan aktiv. Nach eigenen Angaben hat das Startup mehr als 100 Mio. registrierte Nutzer und eine Flotte von 7 Mio. Fahrrädern.

Das in Peking ansässige ofo soll auf 10 Mio. Fahrräder kommen, die in 250 Städten in 20 Ländern verteilt sind. Pro Monat sollen mehr als 60 Mio. Kunden das Angebot aktiv nutzen. In einem letzten Schritt hat sich Mobike dazu entschieden, einen Car-Sharing Dienst zu starten.

Konsolidierung in Asien bereits gestartet

Vor allem in Asien boomt das Geschäft mit den Leihfahrrädern auf Anbieter und Nachfrage-Seite. Dabei scheint die Nachfrage nicht so schnell zu wachsen, um für alle Anbieter genügend Geschäft abzuwerfen. Das hat zur Folge, dass bereits eine Konsolidierung stattfindet. Am meisten Aufmerksamkeit hat die Übernahme von Bluegogo durch Didi Chuxing gesorgt. Didi ist auch an der Plattform ofo beteiligt, trotzdem soll das übernommen Bluegogo Geschäft extrem ausgebaut und in die Didi App integriert werden.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Uber nimmt sich Beispiel an asiatischen Wettbewerbern und testet Bike-Sharing

Die Wettbewerber von Uber in Asien haben es vorgemacht. Didi hat Bluegogo übernommen und integriert das Bike-Sharing Angebot in die Didi App. Grab kooperiert mit dem Bike-Sharing Anbieter oBike und Ola aus Indien bietet seinen eigenen Bike-Sharing Dienst. Jetzt zieht Uber in San Francisco nach.

Bike-Sharing von JUMP in der Uber App

In San Francisco startet Uber eine Partnerschaft mit dem Startup JUMP. Bisher verfügt JUMP über die einzige Genehmigung, free-floating Bike-Sharing in San Francisco anzubieten. Das Startup hat eine Genehmigung von der Stadt San Francisco für 250 Elektrofahrräder erhalten, später könnte die Flotte um weitere 250 Fahrräder erweitert werden.

Die Partnerschaft integriert das Bike-Sharing Angebot von JUMP in die Uber App. Nutzer der Uber App können die JUMP Fahrräder direkt in der App buchen und abrechnen. Um den Dienst nutzen zu können, muss man sich in eine Warteliste eintragen und von Uber für das Pilotprojekt freigeschalten werden.

JUMP will durch Partnerschaft schneller wachsen

JUMP will durch die Kooperation eine größere Zielgruppe erreichen. Das Ziel des Startup ist es, das Fahrrad zur Verfügung zu stellen, das jeder haben möchte: Ein Fahrrad, das man nicht besitzt und nicht warten muss, aber immer nutzen kann. Ein Rad, mit dem man weitere Strecken schneller und mit Spaß zurücklegen kann. So sollen mehr Leute auf Fahrräder wechseln – um grünere und weniger verschmutze Städte zu bekommen.

Konkurrenten in Asien machen es vor

Uber ist von den Vorstößen der Konkurrenten getrieben. Sollte das Pilotprojekt für Uber erfolgreich sein, wird ein Bike-Sharing Dienst in weiteren Städten ausgerollt. Vor allem in Städten mit massiven Verkehrsproblemen macht das zusätzliche Angebot Sinn. In vielen Metropolen sind Fahrräder immer noch das Verkehrsmittel, mit denen man am schnellste von A nach B kommt.

JUMP ist seit einigen Wochen in San Francisco und Washington DC unterwegs und hat kürzlich eine Series A Finanzierung in Höhe von 10 Mio. US Dollar eingesammelt. Das Unternehmen hinter JUMP existiert schon mehrere Jahre – unter dem Namen Social Bikes als Dachunternehmen wurden seit 2015 lokale Bike-Sharing Netzwerke mit eigenen Markenauftritt aufgebaut. Von den anderen Bike-Sharing Anbietern unterscheidet sich das Startup hauptsächlich bei den Fahrrädern. Anstatt auf günstige Räder ohne Schaltung und andere Komfortausstattung besteht die Flotte aus hochwertigen Elektro-Fahrrädern, mit denen die Kunden auch längere Strecken bei einer angenehmen Geschwindigkeit zurück legen können.

Bild: JUMP (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Hyundai soll letzter Partner in BMW und Intel Allianz werden

BMW und Intel haben 2016 eine Allianz ins Leben gerufen, um gemeinsam die technologische Plattform für autonome Autos zu entwickeln. Das von Intel übernommen Unternehmen Mobileye ist auch seit Beginn ein Teil der Kooperation. Über die Zeit ist die Allianz mit weiteren Partnern gewachsen. Mit Fiat Chrysler kam ein weiterer Automobilhersteller hinzu, mit Continental und Delphi entsprechende Zulieferer. Als letztes Mitglied soll laut einem Pressebericht der Hersteller Hyundai ein Teil der Partnerschaft werden.

Hyundai als asiatischer Player für autonomes Fahren

Mit dem koreanischen Hersteller Hyundai wäre ein asiatischer Player mit von der Partie. Die Gespräche zwischen Hyundai und den anderen Kooperationspartnern sollen schon seit mehreren Wochen laufen und kurz vor dem Abschluss stehen. Ziel ist es, die Gespräche im ersten Quartal 2018 abzuschließen. Eigentlich sollte schon Ende 2017 der letzte Automobilhersteller als Entwicklungspartner dem Projekt beitreten, damit man sich ab Anfang 2018 voll auf die Entwicklung konzentrieren kann. Alle weiteren Interessenten sollten dann als Kunden von dem Gemeinschaftsprojekt profitieren können. Die Entwicklungspartner beteiligen sich aktiv an der Entwicklung der Technologien, die Kunden haben keinen aktiven Part bei der Entwicklung. Der Zeitplan scheint sich verzögert zu haben. Die Zeit drängt, bis 2021 soll das erste vollautomatisierte Fahrzeug produktionsreif sein.

Partnerschaft mit Aurora

Hyundai setzt bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auch auf das amerikanische Startup Aurora, das von Google, Uber und Tesla Veteranen gegründet wurde. Auf der CES in Las Vegas haben Hyundai und Aurora die Zusammenarbeit bekanntgegeben.

Allgemein setzt sich der Trend fort, dass Hersteller, Zulieferer und andere Technologieunternehmen eng zusammen arbeiten, um schneller und effizienter die technologischen Plattformen für autonomes Fahren zu entwickeln. Das BMW bereit ist, die Plattform auch an externe Kunden abzugeben ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. Automobilhersteller können ein weiteres Geschäftsfeld als Systemlieferant aufbauen, das mit der Zeit den herkömmlichen Autoverkauf ablösen könnte.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Shuttle: Waymo kauft mehrere Tausend Minivans von Fiat Chrylser

Die Google Tochter Waymo hat einen Deal mit Fiat Chrysler geschlossen, um die Flotte an autonomen Shuttle Fahrzeuge zu erweitern. Es wurden mehrere Tausend Minivans bei dem Automobilhersteller geordert, die ab Ende 2018 ausgeliefert werden sollen. Eine genaue Zahl an Pacifica Minivans wurde nicht kommuniziert, der Wert des Deals wird aber im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten seit 2016 zusammen

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten schon seit längerem zusammen. Im Moment hat die Google Tochter etwa 600 Chrysler Pacifica Minivans in der Flotte an autonomen Shuttle. Ein Teil davon wird für Entwicklung- und Test-Zwecke genutzt und einige der Fahrzeuge transportieren auch wirkliche Kunden in Arizona. Die Kooperation wurde 2016 gestartet, damals wurden die ersten 100 Fahrzeuge übergeben. Fiat Chrysler liefert die Fahrzeuge als Grundlage und Waymo stattet die Vans dann mit den Systemen für autonomes Fahren aus. Die Aufrüstung geschieht in einer gemeinsam betriebenen Montagewerkstatt in Michigan.

Fiat Chrysler ist Teil der BMW Partnerschaft

Die Partnerschaft ist nicht exklusiv, beide Unternehmen arbeiten mit anderen Partnern an ähnlichen Projekten. Fiat Chrysler arbeitet nicht nur mit Waymo zusammen, sondern ist auch ein Teil der Partnerschaft zwischen BMW, Intel und Mobileye. Gemeinsam werden Systeme für selbstfahrende Autos entwickelt, die in eigenen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen, aber auch anderen Anbietern angeboten werden sollen.

Fiat Chrysler hat erkannt, dass es durch Partnerschaften schneller und effizienter dem Ziel näher kommt, autonome Shuttle ausrollen zu können. Mit Waymo hat sich der Automobilkonzern einen der führenden Anbieter auf dem Feld der Technologien für autonomes Fahren geschnappt.

Uber bestellte 24.000 autonome Shuttle bei Volvo

Kürzlich hat der Fahrdienst Uber mit einer ähnlichen Ankündigung für Aufmerksamkeit gesorgt. Uber hat mit Volvo eine Vereinbarung über den Kauf von 24.000 SUV Fahrzeugen geschlossen. Uber will ähnlich wie Waymo die Aufrüstung der Fahrzeuge mit Systemen für autonome Shuttle übernehmen, Volvo liefert die Fahrzeuge als Grundlage. Beide Partnerschaften deuten darauf hin, dass sich die Automobilindustrie stark verändern wird. Autohersteller laufen Gefahr, zum Zulieferer für die Fahrdienst-Plattformen und Technologie-Konzerne zu werden.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Door2Door lässt sich allygator shuttle vom ADAC bezahlen

Seit 2016 betreibt das Berliner Unternehmen door2Door den Shuttle Dienst allygator shuttle in Berlin, nur am Wochenende und zu einem günstigen Fahrpreis. Die kommenden drei Monate wird das Projekt vom ADAC finanziert und kostenlos angeboten.

Flexible und dynamische Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot

Der On-Demand-Ridesharing-Dienst „allygator shuttle“ ist eine flexible und dynamische Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot, der sich in erster Linie nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer richtet. „allygator shuttle“ bündelt mehrere Fahrgäste, die einen ähnlichen Fahrtweg haben, anhand eines intelligenten Algorithmus in einem Shuttle und bringt sie sicher und komfortabel ans Ziel. So werden Fahrzeuge optimal ausgelastet, der Verkehr und Emissionen reduziert – und die Stadt lebenswerter gemacht.

ADAC möchte aus Kooperation mit door2door lernen

Der ADAC möchte nach dem gescheiterten Fernbus-Experiment mehr über Mobility Services lernen: „Der ADAC ist und bleibt natürlich in erster Linie ein erfolgreicher Automobilclub, gleichzeitig möchten wir aus Kooperationen wie mit door2door lernen. Uns ist es wichtig Erfahrungen zu sammeln, wie neue Mobilitätsangebote im urbanen Umfeld funktionieren, wie sich Nutzerverhalten entwickelt und welche Ableitungen sich für die individuelle Mobilität insbesondere junger Menschen ergeben”, sagt Alexander Möller, Geschäftsführer des ADAC e.V. “Schon heute sind wir in großen Städten immer komplexeren Mobilitätsfragen und Herausforderungen ausgesetzt, denen es intelligente Angebote entgegenzusetzen gilt. Das betrifft Emissionen ebenso wie Verkehrsaufkommen oder die Parkraumbewirtschaftung“, so Möller weiter.

25 Shuttle für den Partyverkehr am Wochenende

Insgesamt werden im innerstädtischen Bereich 25 Shuttle Fahrzeuge jeden Freitag und jeden Samstag zwischen 17 Uhr und 1 Uhr unterwegs sein. Die Fahrzeuge sind von unterschiedlichen Herstellern und teilweise elektrifiziert. Für den Nutzer ist das Angebot kostenlos. Zuvor war der Allygator Shuttle eine günstige Art durch Berlin zu kommen, lediglich 5ct. pro Kilometer wurden fällig. Das Startup hat einen geringen Fahrpreis erhoben, da die Einnahmen so unter den Betriebskosten liegen. Das führt dazu, dass nach dem Personenbeförderungsgesetz keine Lizenzen und Konzessionen für den Betrieb notwendig sind.

Für den operativen Betrieb dürften für Fahrer und Fahrzeuge etwa 5.000 Euro Kosten pro Betriebstag anfallen. Mit dem angekündigten Setup von zwei Tagen pro Woche mit 8 Stunden Schichten und 25 Fahrzeugen, dürften die operativen Kosten im Monat bei 40.000 bis 50.000 Euro liegen. Door2door dürfte sich darüber freuen, dass der ADAC alle bzw. einen Teil der Kosten übernimmt.

Door2door ist mit seinem Allygator Shuttle Mitte 2016 gestartet. Zuerst sollte das Angebot groß ausgerollt werden, später wurde es aber zu einem Testfeld und einem Show Case für Kunden. Das Unternehmen hat das Setup in Berlin genutzt, um die Software weiterzuentwickeln, die mittlerweile in Duisburg eingesetzt wird und demnächst in anderen Städten zum Einsatz kommen soll.  In den letzten Wochen wurde der Dienst nur freitags zwischen 17 und 1 Uhr angeboten und nur im Ostteil der Stadt. Durch die Partnerschaft mit dem ADAC wird das Betriebsgebiet auf den kompletten S-Bahn Ring ausgeweitet.

Was passiert, wenn BVG startet?

In den kommenden Monaten will auch die BVG zusammen mit Via und Mercedes-Benz einen Shuttle Dienst im Osten Berlins anbieten. Gestartet werden soll mit 50 Fahrzeugen, später soll die Flotte auf 300 Fahrzeuge anwachsen. Bleibt abzuwarten, ob sich door2door nach dem ADAC Engagement und nach dem Start des BVG Shuttles noch den teuren operativen Betrieb in Berlin leisten wird.

Neben Berlin sind auch in Hamburg entsprechende Fahrdienste in Planung. Die Deutsche Bahn treibt mit ioki einen Dienst voran und die Volkswagen Tochter Moia will noch in diesem Jahr mit einem Testlauf starten und dann im kommenden Jahr die Flotte hochskalieren.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Google bestätigt Investment in eHailing Dienst Go-Jek

Der eHailing Dienst Go-Jek ist schon länger in Indonesien aktiv. Bisher haben wir die Entwicklung beobachtet, aber noch nicht darüber berichtet. Mit dem Investment von Google in den eHailing Dienst wird es höchste Zeit, das zu ändern.

Google hat bestätigt, dass der Technologiekonzern in den eHailing Dienst aus Asien investiert hat. Go-Jek ist in Indonesien eine große Nummer und fordert Unternehmen wie Uber und Grab heraus. Google freut sich über die Partnerschaft mit dem lokalen Champion, der mittels Technologie das Leben der Einwohner komfortabler gestaltet.

Go-Jek mit mehr als 4 Milliarden bewertet

Über das Investment wurde in den letzten Wochen öfters spekuliert. Zusammen mit Meituan-Dianping und dem Staatsfond Temasek aus Singapur ist das Investment von Google ein Teil der letzten Finanzierungsrunde, in der etwa 1.2 Milliarden US Dollar in das Unternehmen geflossen sind. Die Finanzierungsrunde wird seit April des letzten Jahres aufgestellt und beinhaltet auch Investments von den Chinesischen Größen Tencent und JD.com. Die Bewertung soll bei 4 Milliarden US Dollar gelegen haben.

Go-Jek viel mehr als ein eHailing Dienst

Go-Jek bietet auf den indonesischen Markt zugeschnittenen Mobilitäts- und Lieferdienste. Den Einstieg schaffte das Unternehmen mit einem on-demand Motorrad-Shuttle. Mittlerweile werden mehr als 15 unterschiedliche Dienste angeboten. Die Nutzer können sich mit dem Motorrad oder dem Taxi von A nach B Fahren lassen oder über die Go-Jek eine Reinigungskraft oder eine Massage on-demand bestellen. Für die Zahlung werden eigene mobile Bezahl-Dienste angeboten. In Indonesien ist Go-Jek noch vor Grab und Uber der führende Anbieter. Das Land hat die stärkste Wirtschaft in Südostasien, verfügt über ein gut ausgebautes Datennetz und die Bewohner sind modern und technikbegeistert.

Die Mobility Dienste in den Staaten in Südostasien werden in den kommenden Jahren stark steigen. Ein Report geht davon aus, dass 2025 mehr als 20 Milliarden US$ Umsatz mit eHailing Diensten generiert wird, 2017 lag der Wert bei etwa 5 Milliarden US Dollar. Auf Indonesien könnten davon 40% entfallen.

Bild: Go-Jek (alle Rechte vorbehalten)

Nachfrage für Mobility Services in Südamerika wächst

Eine Studie von Frost & Sullivan kommt zu dem Ergebnis, dass sich der südamerikanische Markt im Bezug auf Mobilität stark ändert. Intermodale on-demand Transportdienste werden immer beliebter. Haupttreiber dafür sind neue Technologien, geänderte Vorlieben und demographische Veränderungen. In der Studie hat sich das Beratungsunternehmen auf die Märkte in Argentinien, Brasilien, Chile und Mexico fokussiert und einen Zeitrahmen von heute bis 2023 gewählt. Der Markt für und Einfluss von neuen Mobility Services wurde analysiert.

Signifikantes Wachstum von Mobility Services in Südamerika

Zusammengefasst kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Angebote wie Bike-Sharing, integrierte Mobilitätsdienste, Ride-Sharing und andere eHailing Angebote ein signifikantes Wachstum erleben werden und von den Einwohnen gut angenommen werden. Bike-Sharing Angebote werden dazu führen, dass sich die Zahl der Fahrräder bis 2023 verdoppeln wird. Car-Sharing Flotten werden sogar um ein Zehnfaches wachsen. Am schnellsten werden aber Ride-Sharing und Ride-Pooling wachsen, ein neuer Milliardenmarkt wird bis 2025 entstehend. Unternehmen wie Uber, das von Didi übernommen 99Taxis und Didi selbst (demnächst starten die Chinesen in Mexico) werden den Markt beherrschen.

Städte und Behörden müssen Intermodalität vorantreiben

Auch Städte und Behörden werden in den nächsten Jahren neue Mobilitätslösungen einführen, um die bestehenden Angebote zu erweitern. Teilweise werden Stadtverwaltungen selbst Angebote aufbauen, häufig werden sie sich aber mit Technologie-Unternehmen bzw. Startups zusammentun, da die nötige Expertise und die nötigen Ressourcen fehlen. Mobility Unternehmen können davon profitieren, wenn sie Lösungen anbieten, die integriert und langfristig genutzt werden können.

Wichtig wird auch sein, dass sich die unterschiedlichen Stakeholder darüber einigen, wie die neuen Angebote in den bestehenden Mix aus öffentlichen und privaten Fahrzeugen integriert werden können. Dafür wird es hilfreich sein, unterstützende Verordnungen zu erlassen und wenn in die Infrastruktur investiert wird, um kostengünstige und Integrierte Dienste zu ermöglichen.

Bild:Rodrigo Soldon 2 (bestimmte Rechte vorbehalten)

CASE Mobility Magazin: Connectivity, autonomes Fahren, Shared Services und Elektrifizierung