Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Scooter Startup Unu bekommt weitere Finanzierung

Das Berliner Startup Unu, das elektrische Roller baut und vertreibt, hat weiteres Kapitel erhalten. Mit der frischen Finanzierungsrunde soll weiter expandiert werden und auch der Roller weiterentwickelt werden.

Unu wurde bereits vor 4 Jahre gegründet und hat in einer ersten Finanzierungsrunde 2015 rund 1.5 Mio. Euro eingesammelt. Das Geld kommt von Investoren wie Iris Capital, Founder.org, oder Capnamic Ventures. In der letzten Runde neu hinzu gekommen sind die NRW.Bank und Privatinvestoren aus dem Automotive- und Consumer-Electronics Bereich. Das Unternehmen hat sich bewusst gegen den Einstieg von strategischen Investoren entschieden, um unabhängiger bei den Themen Entwicklung und Supply Chain agieren zu können. Der Roller wurde von Unu entwickelt, die meisten Komponenten für die Produktion kommen aus China. Beim Motor wird auf dem Zulieferer Bosch zurückgegriffen.

Schlanker Vertrieb und Netzwerk an Partnerwerkstätten

Insgesamt versucht sich das Startup Lean aufzustellen. Vertrieben werden die Roller online und über ein Netzwerk von Unu-Pioneieren, so entfallen die Händlermagen für das Unternehmen. Wir wollten eine Probefahrt mit dem Roller unternehmen. Die Registrierung lief problemlos aber dann ging es nicht voran. Nach einer Weile kam eine Mail von einem Unu Pionier, dass man sich doch an einem Samstag oder Sonntag in Kreuzberg einfinden soll, um den Roller zu testen. Danach kam weiter nichts. Der erste Eindruck war nicht sehr professionell und auch zu kompliziert – ein Bereich, an dem das Startup noch arbeiten kann, um weitere Roller zu verkaufen. Die Wartung und Reparatur der Roller wird von einem Netzwerk and Partnerwerkstätten durchgeführt, darunter auch einige Bosch Werkstätten.

Weiterentwicklung des Rollers geplant

Ein Teil der Finanzierung soll auch in die Weiterentwicklung des Scooters fließen. Die nächste Version des Rollers soll vernetzter werden, so dass auch eine Scooter Sharing Flotte leichter realisierbar ist. Das ist für Unternehmen interessant, die ihren Mitarbeitern ein innovatives Mobilitätskonzept anbieten möchten. Auf der anderen Seite aber auch für Unternehmen, die ein offenes Roller-Sharing Netzwerk betreiben. Anscheinend war die Bosch Tochter Coup zuerst mit Unu im Gespräch, bevor die Wahl dann auf den vernetzten Roller von Gogoro gefallen ist. Mittlerweile befinden sich 1.000 dieser Roller in Berlin in Betrieb, eine weitere Expansion soll folgen.

Unu Expansion in weitere Märkte geplant

Mit der Kapitalspritze soll auch die Präsenz in weiteren Ländern aufgebaut werden. Seit Februar ist Unu in den Niederlanden aktiv, die Aktivitäten dort sollen stark ausgebaut werden. Zusätzlich soll der Markt in Frankreich erschlossen werden. Eine Expansion in die USA wird derzeit noch abgewogen.

Bild: unu by Sebastian Scharnagl (alle Rechte vorbehalten)

Lieferplattform Bringg sammelt weitere 10 Mio. US$ ein

Das Startup Bringg hat in einer Series B weitere 10 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Die Finanzierung kommt von Aleph VC, Coca-Cola und Peres Ventures. In den nächsten Monaten soll die Plattform weiter ausgebaut werden.

Transparenz in der Lieferkette

Mit Bringg können Händler ihre Lieferkette kontrollieren und schnellere Lieferungen für den Kunden ermöglichen. Unternehmen wie Amazon und Uber haben die Erwartungen der Kunden für schnelle und transparente Lieferungen stark verändert. Kunden erwarten schon fast, dass die Bestellungen schnell zugestellt werden und dass sie in der Lage sind, zu überprüfen, wann genau die Lieferung zugestellt wird. Bringg möchte eine Lösung für Unternehmen schaffen, damit diese eine Chance im Wettbewerb mit Amazon und Co. haben.

Mehr Kontrolle für Einzelhändler

Mit Bringg können die Unternehmen ihre eigene Lieferkette kontrollieren und gleichzeitig einen besseren Service für die Kunden bieten. Kunden werden per Nachrichten über den Lieferstatus aufgeklärt und können den Fahrer live trocken. Außerdem wird die Kommunikation zwischen Fahrern und Kunden gesteuert, am Ende wird über einen Bewertungsmechanismus wichtiges Feedback eingesammelt. Gleichzeitig werden die Routen der Fahrer optimiert und die Auslastung der Flotte erhöht, was letztendlich zu niedrigeren Lieferkosten führt. Eine API und ein SDK ermöglichen eine Integration in Websites und anderen Plattformen. Das Management von unterschiedlichen Typen an Lieferflotten ist über die Plattform auch möglich.

Coca-Cola als Partner von Bringg

Zu den Kunden von Brigg gehören hunderte Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen ist in über 50 Ländern aktiv. Alle Kunden haben gemein, dass der direkte Kontakt zum Kunden wichtig für den Geschäftserfolg ist und dass der Kunde eine außerordentlich gute Erfahrung mit der Auslieferung machen soll. Paketdienste, Lieferdienst für Essen, mobile Wäschereien und andere Branchen nutzten die technische Plattform von Bringg. Bringg rechnet über einen Volumentarif ab. Zu den Kunden gehört auch Coca-Cola. Der Getränkehersteller nutzt die Bringg Plattform für mehrere Use-cases. So werden Einzelhändler mit Großhändlern via Bringg verknüpft, um Bestandsengpässe zu vermeiden. Reparaturteams werden über die Plattform genauso gesteuert, ebenso Kundenauslieferungen in einigen Ländern.

Brigg wurde bereits 2013 in Chicago gegründet und betreibt Büros in New York, Chicago und Tel Aviv. Insgesamt arbeiten etwa 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Einer der Gründer hat zuvor bei der Fahrdienstplattform Gett als CTO gearbeitet. Im letzten Quartal konnte die Zahl der Lieferungen um 300 Prozent gesteigert werden. Insgesamt konnte die Lieferplattform 19 Mio. US$ bisher einsammeln.

In den letzten Wochen wurden mehrere Investments im Same-Day Delivery Bereich bekannt. Der Paketdienst Hermes hat die Mehrheit bei Liefery übernommen. Der Ölkonzern Shell hat sich bei Tiramizoo eingekauft und die französische DPD Mutter GeoPost hat das Same-Day Delivery Startup Stuart komplett übernommen.

Bild: Bringg (alle Rechte vorbehalten)

Hermes setzt auf Vans mit Elektro-Antrieb von Mercedes

Hermes und die Daimler Tochter Mercedes Benz haben eine strategische Kooperation vereinbart. In den kommenden Jahren sollen 1500 Elektrotransporter von Mercedes-Benz Vans die innerstädtischen Belieferungen mit in die Flotte aufgenommen werden.

1500 elektrifizierte Lieferwagen bis 2020

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft sollen die batterie-elektrischen Fahrzeuge in einer Pilotphase ab 2018 in den Städten Stuttgart und Hamburg eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von  emissionsfreien Lieferfahrzeugen auf der letzten Meile. Bis 2020 soll die Flotte auf 1500 Fahrzeuge anwachsen und die Zahl der Städte soll ausgeweitet werden. Zum Eisatz kommen Elektrotransporter der Vito und Sprinter Baureihen. Bis zum Jahr 2025 will Hermes Sendungen in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei zustellen. Für die Aufladung der Elektrofahrzeuge wird lediglich Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen eingesetzt. Der Strom wird komplett klimaneutral erzeugt und entsprechend dem Ökostromlabel „Grüner Strom“ der Umweltverbände zertifiziert.

Effizienz und Nachhaltigkeit soll erhöht werden

Hermes und Mercedes-Benz haben es sich als Ziel gesetzt, die Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Paketzustellung zu erhöhen. Auslöser sind dabei unter anderem der rasant wachsende Online-Handel und die damit verbundenen Herausforderungen für Kurier-Express-Paketdienstleister (KEP). Darüber hinaus sollen Ideen erarbeitet und umgesetzt werden, um die Servicequalität gegenüber den Kunden weiter zu erhöhen. Darüberhinaus sollen für den Anwendungsfall optimierte Systemlösungen entwickelt werden und ein Schwerpunkt auf Vernetzung gelegt wird. Anhand von Informationen über den Ladezustand und die mögliche Reichweite, soll Hermes eine optimierte Routenplanung ermöglicht werden.

Mercedes und Hermes sehen Zukunft in Lieferrobotern

In den kommenden Jahren will Mercedes seine Lieferfahrzeuge auch zur Basis für kleine Lieferroboter weiterentwickeln. Um das Ziel zu erreichen, hat sich Daimler an dem Roboter Startup Starship Technologies beteiligt. Starship befasst sich mit der Entwicklung von kleinen Lieferroboter, die autonome die Zustellung auf der letzten Meile erledigen sollen. Auch Hermes arbeitet mit Starship zusammen und ist eines der ersten Unternehmen, das die Roboter für Paketzustellungen in Deutschland testet. Auch das Leasing der Fahrzeuge und die kurzfristige Anmietung soll für die Vertragspartner von Hermes vereinfacht werden.

Auch Konkurrenz setzt auf Elektrotransporter

Auch Hermes Konkurrent DHL testet die Zustellung mit Elektrotransportern. DHL setzte dabei aber nicht auf die Kooperation mit einem großen Automobil- oder Nutzfahrzeugkonzern, sondern setzt auf eine eigene Entwicklung. Die DHL Tochter Streetscooter entwickelt und produziert kleine Elektrotransporter, die für die innerstädtische Zustellung auf der letzten Meile optimiert sind.

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Lyft Line startet Shuttle Dienst mit festgelegten Strecken

Das amerikanische Ride-Hailing Unternehmen Lyft experimentiert weiterhin mit dem Mitfahrest Lyft Line, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. In einer nächsten Stufe werden jetzt feste Routen getestet, die man von Buslinien her kennt.

Berufspendler sollen angesprochen werden 

Mit dem Angebot will Lyft vor allem Berufspendler ansprechen, die sich täglich auf einer festgelegten Route bewegen. Die Nutzer sollen so eine zuverlässige und günstige Alternative zur Verfügung gestellt bekommen, um täglich den gleichen Weg zurück legen zu können. Nicht nur die Route ist festgelegt, sondern auch die Punkte, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Zu Beginn steht das Angebot in den beiden amerikanischen Städten Chicago und San Francisco zur Verfügung, später sollen weitere Großstädte folgen.

Fester Preis für Nutzer

Für die Nutzer ist nicht nur die Route berechenbar, sondern auch der Preis. Für die Nutzung des Lyft Shuttles werden festgelegt Preise aufgerufen, die auch nicht von Surge Pricing bzw. erhöhter Nachfrage abhängig sind. Die Fahrer werden subventioniert, falls Surge Pricing für die andere Nutzer aktiv sein sollte.

Lyft Line Shuttle Beschränkung auf Stoßzeiten

Zeitlich ist der Service auf die Morgen- und Abendstunden und auf Werktage beschränkt. Das Angebot ist also verfügbar, wenn die Menschen zur Arbeit fahren oder nach hause möchten. Das Angebot ist dynamisch in die App integriert. Nutzer sehen das Shuttle Angebot nur, wenn sie sich in der Nähe einer festgelegten Route befinden. Alle anderen Nutzer sehen das normale Lyft Line Angebot.

Fahrgemeinschaften hoch im Kurs

Das Thema Fahrgemeinschaften für Kollegen wird mittlerweile von mehreren Startups bearbeitet. Die Google Tochter Waze experimentiert damit in der Bay Area und hat bereits eine Expansion nach Südamerika angekündigt. Das Hamburger Unternehmen Wunder bietet einen Mitfahrservice in Asien an.

Lyft hat Konkurrenz

Lyft ist nicht das einzige amerikanische Unternehmen, dass einen Shuttle Service auf festen Routen anbietet. Ein Mitbewerber ist unter anderem das Unternehmen Chariot, das im letzten Jahr von Ford aufgekauft wurde. Auch Lyft hat enge Kontakte zu einem Automobilhersteller. Der General Motors Konzern hat Anfang 2016 eine Summe von 500 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, zeitweise wurde über eine komplette Übernahme durch GM spekuliert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Audi kauft das Startup Silvercar

Das Startup Silvercar bietet in einige amerikanischen Städten einen innovativen Mietwagendienst an. Dabei kommen nur Audi A4 Fahrzeuge zum Einsatz. Audi und das Startup arbeiten schon länger zusammen und der Autobauer aus Ingolstadt ist als Investor bei dem Unternehmen eingestiegen. Jetzt folgt eine Komplettübernahme von Silvercar durch Audi.

Innovativer Mietwagenanbieter

Audi kauft den eher im Premium-Segment angesiedelten Mietwagenservice, um sein Angebot an Mobilitätdienste weiter auszubauen. Gleichzeitig soll die Kompetenz von Audi auf der Software-Seite gestärkt werden. Die Software und das Wissen des Unternehmens kann zum Beispiel genutzt werden, um weitere Carsharing-Dienste aufzubauen. Der Teil der Software Dealerware ist für Audi vorallem interessant. Damit lassen sich die Flotten der Autohändler managen. Silvercar liefert eine beeindruckende Technologie, die das Mieten und Teilen von Fahrzeugen aus Kundensicht stark vereinfacht.

Silvercar bietet Mietwagen am Flughafen

Silvercar beschränkt sich im Moment auf das Vermieten von Fahrzeugen an Flughäfen. Mit diesem Angebot ist das Unternehmen in 15 amerikanischen Städten aktiv. Der Sitz des Unternehmens ist seit der Gründung 2012 in Austin, Texas. Audi und Silvercar arbeiten schon seit der Gründung des Startups zusammen. Die Partnerschaft hat sich so gut entwickelt, dass Audi in der letzten Finanzierungsrunde mit eingestiegen ist. Damals hatte das Startup 28 Mio. US$ in einer Series C Finanzierung eingesammelt. Über den jetzigen Deal ist wenig bekannt.

Audi muss aufholen

Audi hat einiges aufzuholen, denn bisher ist der Autobauer nicht sonderlich aktiv gewesen, wenn es um den Aufbau von Mobilitätsdiensten ging. Unterschiedliche Carsharing Programme wurden in keinem Rahmen getestet. Andere Autokonzerne, wie BMW und Daimler können in dem Beriech schon mehr vorweisen. Unter anderem sind Carsharing Netzwerke und Taxi Apps im Programm. International sind amerikanische Autokonzerne recht aktiv. General Motors hat sich mit der Ride-Hailing Plattform Lyft zusammengetan. Ford stärkt sich in dem Bereich autonomes Fahren und hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Bild: Silvercar (Alle Rechte vorbehalten)

Bosch und Daimler kooperieren bei autonomen Autos

Daimler und Bosch kooperieren bei der Entwicklung von vollautomatisierten und fahrerlosen Fahrzeugen. Ziel der Kooperation ist die Markteinführung eines serienreifen Systems für autonome Fahrzeuge. Die fahrerlosen Autos gelten als Zukunft der Mobilität und sollen sich mit der Technologie sicher im öffentlichen urbanen Straßenverkehr fortbewegen.

Schnellere Entwicklung durch Kooperation

Ergebnis der Entwicklungskooperation sollen vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge stehen. Die Systeme für Autos auf SAE-Level 4 oder SAE-Level 5 sollen bis Anfang der kommenden Dekade zur Serienreife entwickelt werden. Bosch ist einer der größten Zulieferer in der Automobilindustrie und genießt das Vertrauen vieler Hersteller. So vertraut auch Daimler auf die Kompetenzen von Bosch, durch die entstehenden Synergien soll eine möglichst frühe und abgesicherte Serieneinführung der Technologie möglich werden.

Systeme von Bosch und Nvidia

Bosch hat kürzlich angekündigt, dass es zusammen mit Nvidia Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Dabei sollen von Bosch die Sensoren und von Nvidia die Rechnerleistung und passende Software kommen. Es ist davon auszugehen, dass Daimler einer der ersten Kunden der für die Systeme aus der Kooperation von Bosch und Nvidia ist. Durch die Bündelung der Fähigkeiten der unterschiedlichen  Unternehmen werden die Systeme für vollautomatisierten Fahrzeuge schneller zur Serienreife entwickelt.

Das Wettrennen um selbstfahrende Autos ist gestartet

Das vollautomatisierte, fahrerlosen Fahren ist ein wichtiger Baustein für den Verkehr der Zukunft. Langfristig wird sich der Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit im Straßenverkehr steigen. Hinzu kommt, dass günstige Transportmöglichkeiten entstehen, die von mehr und mehr Menschen genutzt werden können. Der Einsatz auf Car-Sharing bzw. Ride-Hailing Plattformen ermögliche eine bestmögliche Nutzung der Fahrzeuge. Daimler hat bereits angekündigt, dass es autonomes Autos für die Uber-Plattform bauen und betreiben wird. Daimler Konkurrent BMW hat mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Ford und GM haben Startups für die Serienentwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen übernommen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

BUS2BUS Kongress und Fachmesse feiert am 25-26 April, 2017 ihre Premiere

Messe Berlin und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) e.V. präsentieren eine neue, eigenständige Business-Plattform für Busunternehmer, Bushersteller, Zulieferer, Dienstleister und Visionäre in Deutschland. Als Kombination aus Marktplatz (Fachmesse), Kongress und Future Forum präsentiert sich die BUS2BUS als weltweit einzigartiger Treffpunkt für die Diskussion neuer Businessansätze und branchenübergreifende Partnerschaften.

Marktplatz – Alles für alle, die Busse bauen. Und Busse nutzen

Als zentraler Treffpunkt der BUS2BUS lenkt der Marktplatz den Fokus auf moderne Busse und alles, was dazu gehört.

Namhafte Bushersteller  wie Linkker Oy, Otokar, Scania, VDL, Volvo, EvoBus, Sileo und MAN haben ihre Teilnahme an der BUS2BUS zugesagt. Neben Busherstellern werden sich auf dem Marktplatz der BUS2BUS auch Aussteller aus den Segmenten Dienstleistungen, Wartung, Infrastruktur sowie Komponenten & Zubehör, Digital Services, Komfort & Design und Fresh Travel präsentieren. Eine Gesamtübersicht aller angemeldeten Aussteller ist zu finden im Virtual Market Place® der BUS2BUS.

bdo-Kongress – Bus trifft Wirtschaft trifft Technik trifft Politik

  • Wie sieht die Infrastruktur der Zukunft aus?
  • Heute Busunternehmen, morgen Mobilitätsdienstleister?
  • Wie lässt sich die Fahrzeugflotte auf E-Mobilität umstellen?
  • Hat der Dieselbus noch eine Zukunft?
  • Wann fahren Busse autonom?
  • Ist der EU-Binnenmarkt zukunftsfähig?
  • Hat der PBefG-Kompromiss sein Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten?

Diese und viele andere Fragen, die die Busbranche bewegen, sollen auf der zweitägigen Kongress diskutiert werden. Im Dialog mit der Politik können Busgewerbe und Industrie erstmals in Berlin gemeinsam die Leitplanken für die Mobilität der Zukunft definieren und zusammen Strategien für die digitale Transformation erörtern. Highlights dieses Kongresses sind u.a. eine Impulsvortrag zu „Die digitale Revolution im Busverkehr“ von Prof. Dr. Andreas Knie vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und eine Keynote zur „Mobilität 4.0“ von Internetguru Sascha Lobo. Moderiert wird den Kongress von Radiojournalist, Volker Wieprecht (radio eins).

Future Forum – die digitale Plattform der BUS2BUS

Als integraler Bereich der BUS2BUS Marktplatz ist das parallellaufende Future Forum erste Anlaufstelle für Digitalisierungs- und Zukunftsthemen. Es thematisiert vor allem technologische Innovationen, Infrastrukturkonzepte und neue Services für zukünftige Kundenansprüche in den folgenden drei Bereichen:

  • Nachhaltige Mobilität
  • Autonome Fahrkonzepte
  • Innovative Services

Da auch Startups mittlerweile eine zentrale Rolle bei zukunftsweisenden Innovationen für die Busbranche einnehmen, bekommen sie der Startup Area einen gesonderten Bereich. Die Startup Area ermöglicht den Austausch und eine potenzielle Partnerschaft zwischen klassischen Geschäftsmodellen und neuen Lösungen aus der Digitalszene.

Weitere Informationen zur BUS2BUS 2017 sowie einen Geländeplan finden Sie unter www.bus2bus.berlin.

Bild: BUS2BUS (alle Rechte vorbehalten)

Tencent steigt groß bei Tesla ein

Der Elektroautobauer Tesla hat einen weiteren Großinvestor an Board genommen, um das Projekt Model 3 stemmen zu können. Der Chinesische Konzern Tencent übernimmt 5% der Tesla Anteile und zahlt dafür 1.8 Milliarden US$. Das passt gut, denn Tesla hat Anfang des Monats angekündigt, dass weitere 1.15 Milliarden US$ benötigt werden, um das neue Fahrzeugmodell zu finanzieren.

Weiteres Geld für die Produktion des Model 3 

Tesla bekommt somit weiteres Geld, um die Entwicklung und den Produktionsanlauf des neuen Models Model 3 stemmen zu können. Des Weiteren kann Tencent ein wichtiger Partner für Tesla sein, um die Marktanteile in China zu erhöhen. China ist der größte Markt für Elektromobilität und deshalb auch für Tesla sehr interessant. Tesla geht davon aus, dass China langfristig der größte Markt für das Unternehmen sein wird. Schon heute werden 15% des Jahresumsatzes in China erwirtschaftet.

Tencent im Mobilitätsbereich aktiv 

Für Tencent ist es nicht das erste Investment im Mobiltiätsbereich. Der Konzern aus China hat die Finanzierungsrunde von Nio angeführt. Nio, vormals NextEV, entwickelt ebenfalls ein Elektroauto. Tencent ist auch ein Investor von Didi Chuxing. Didi ist die führende Ride-Hailing Plattform in China und hat im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen. Außerdem ist Tencent bei dem Kartendienst Here mit eingestiegen. Mit dem Zulieferer Foxconn sollen außerdem eigene Elektrofahrzeuge entwickelt werden, die ab 2020 in Serie produziert werden sollen.

Partnerschaft von Didi und Tesla könnte interessant werden

Aus einer möglichen Partnerschaft von Didi und Tesla können interessante Synergien entstehen. Tesla könnte zum Beispiel selbstfahrende Autos für die Didi Plattform produzieren und betreiben. Tesla hat im Masterplan 2.0 angekündigt, dass ein Fahrdienst-Netzwerk mit autonomen Autos auf der Agenda steht. Fraglich ist aber, ob Tesla neben der Produktion der Fahrzeuge auch den Aufbau einer Nutzerbasis schaffen kann. Didi hingegen erreicht bereits über die Apps mehrere Millionen Nutzer in China, verfügt aber nicht über die Fähigkeiten, die für eine Automobilproduktion benötig werden.

Bild: Tesla Motors (Alle Rechte vorbehalten)

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