Mega-Übernahme: Intel kauft Mobileye für 15 Milliarden Dollar

Bei den Entwicklungen der letzten Monate war absehbar, dass Mobileye interessant für eine Übernahme durch einen größeren Tech- oder Automobilkonzern wird. Das Unternehmen aus Israel, das technische Komponenten für autonome Fahrzeuge der Zukunft entwickelt, wird für eine Summe von 15.3 Milliarden US$ vom Komputerkonzern Intel übernommen. Mobileye ist der führende Anbieter von Kamerasystemen für autonome Fahrzeuge. Intel will sich mit der Übernahme eine stärkere Position im Zukunftsmarkt des autonomen Fahrens sichern.

Systeme für autonome Fahrzeuge

Das israelische Unternehmen bietet eine Palette an unterschiedlichen Dienstleistungen und Technologie. Unter anderem befinden sich Sensoren und Kamerasystemen im Angebot. Ein weitere Fokus liegt auf der Entwicklung von Kartenservices und Datenverarbeitung. Im kommenden Jahren sollen auf crowdsourcing Basis visuelle Daten für die Verbesserung von hochgenauen Karten gesammelt und in kürzester Zeit aufbereitet werden. Aktuelle und genaue visuelle Umgebungsdaten sind entscheidend für den Erfolg von selbstfahrenden Autos. Beide Unternehmen betonen, dass autonome Fahrzeuge starke Vorteile für Verbraucher bieten. Autonomes Fahren wird ein höheres Level an Sicherheit bieten, außerdem wird die Flexibilität steigen und die Kosten werden sinken.

Produkte von Mobileye und Intel ergänzen sich

Durch die Übernahme durch Intel gewinnt das israelische Unternehmen weitere finanzielle Durchschlagskraft und vergrößert sein Netzwerk an potentiellen Kunden. Die Produkte beider Unternehmen ergänzen sich gut. Intel liefert die Computer Chips und Teile der benötigten Software, von Mobileye kommen die Komponenten für die Fahrassistenz Systeme. Der Zusammenschluss der Expertise beider Anbieter können die Entwicklung autonomer Fahrzeuge beschleunigen und dazu beitragen, dass die Herstellungskosten gesenkt werden.

Kooperation mit von BMW, Intel und Mobileye

Die beiden Unternehmen Intel und Mobileye arbeiten schon seit längerem zusammen. In Kooperation mit dem Automobilhersteller BMW entwickeln Intel und Mobileye selbstfahrende Autos. Von BMW kommt dabei die Basis für das Fahrzeug, Intel steuert die Rechnerleistung und Software hinzu und von Mobileye werden die visuellen Sensoren mit eingebracht. Intel investiert verstärkt in Technologien rund um autonomes Fahren. Vor kurzem erfolgte unter anderem die Beteiligung an dem Kartendienst Here. Here befasst sich mit der Entwicklung von hochauflösenden Kartendaten, die für die Navigation von autonomen Fahrzeugen benötigt werden.

Bild: Intel (alle Rechte vorbehalten)

Paketdienst Hermes stockt bei Liefery auf

Liefery bietet in vielen Deutschen Städten einen Same Day Delivery Service an und arbeitet mit online Shops, wie Amazon und Zalando zusammen. In einer weiteren Finanzierungsrunde erhält das Unternehmen weiteres Geld von Hermes Germany.

Hermes ist schon seit 2015 an Liefery beteiligt und möchte mit dem Investment weitere Wachstumsfelder jenseits des traditionell betriebenen Paketgeschäfts erschließen.

Hermes übernimmt Mehrheit an Liefery

Hermes wird durch die erneute Kapitalerhöhung Mehrheitseigentümer von Liefery, die Gründer bleiben weiterhin maßgeblich am Unternehmen beteiligt. Das Unternehmen soll von den Gründern eigenständig weitergeführt werden. Die Kooperation zwischen Liefery und Hermes soll in der Zukunft enger sein, um gemeinsam innovative Lösungen für die letzte Meile zu entwickeln. Die Höhe des Investments wurde nicht kommuniziert.

Umsatz im letzten Jahr start gestiegen

Liefery hat in den letzten Monaten ein rasantes Wachstum verzeichnet. Im Jahr 2016 konnte der Umsatz durch Paketzustellungen verzehnfacht werden. Ein Großteil dürfte von der Partnerschaft mit Amazon kommen. Außerdem arbeitet das Startup mit Shops wie Gravis, Depot oder Zalando zusammen. Immer mehr Online-Shops setzten auf Kurierdienste für Same Day Delivery oder Retoure, um den Kunden ein noch besseres Kauferlebnis zu ermöglichen.

Auch der Bereich Lieferung von Lebensmittel entwickelt sich gut und es konnte eine starke Position auf dem Markt erreicht werden. Das Startup soll pro Monat bereits mehr als 500.000 Sendungen insgesamt ausliefern. Ein Netzwerk an 3500 Kurieren ist in mehr als 60 Städten in Deutschland und Österreich aktiv.

Mit dem Investment will das Unternehmen die Software weiterentwickeln und verstärkt im Ausland aktiv werden. Vor allem die Technologieplattform, die Kuriere, Einzelhändler, Lager und Endkunden transparent vernetzt, soll weiter ausgebaut werden. Eine ausgereifte Technologielösung ist für das Unternehmen wichtig, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen.

Shell investiert in Mitbewerber

Das erneute Investment von Hermes in Liefery ist nicht die einzige Neuigkeit aus dem Same Day Delivery Bereich. Tiramizo hat bekanntgeben, dass Shell Technology Ventures in den Spezialisten für taggleiche Lieferungen investiert hat. Die Französische GeoPost hat den Same Day Delivery Anbieter Stuart übernommen.

Bild: Liefery (alle Rechte vorbehalten)

Steigende Investments in Startups aus dem Mobilitätssektor

Ein klares Zeichen, wie interessant der Markt der Startups aus dem Mobilitätssektor ist, die sich mit der Entwicklung von Technologien für die Automobile von morden oder von und innovativen Mobilitätsdienstleistungen beschäftigen, ist zu erkennen, wenn man sich die Investmentsummen in die entsprechenden Unternehmen ansieht.

Mehrere Milliarden für den Mobilitätssektor

Mehr als eine Milliarde US$ wurde im vergangen Jahr in Startups investiert, die sich mit Technologien für autonomes Fahren oder mit innovativen Mobilitätsdiensten befassen. Insgesamt wurden mehr als 85 Deals in Mobilitätsbereich im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman kommt auf eine Summe von mehr als 16 Milliarden US$, die im ersten Halbjahr 2016 in Startups im Automobilsektor investiert wurden.

Zugriff auf Innovationen und neue Schnittstellen zum Kunden

Auf der einen Seite investieren klassische Risikokapitalgeber verstärkt in den Bereich der Mobilitäts- und Transport-Startups. Auf der anderen Seite investieren auch immer mehr Automobilkonzerne in einen Bereich von vielfältigen Kategorien rund um das Thema Automobil. Im Fokus stehen dabei Themen wie Vernetzung, Ride Hailing, autonomes Fahren oder Elektrifizierung. Die etablierten Autohersteller wollen mit den Investments in die Startups und dem damit verbundenen Wissenstransfer die Attacken der neuen Marktteilnehmer abwehren.

Die neuen Marktteilnehmer definieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Geschäftsmodelle neu. Über Beteiligungen sichern sich die Autohersteller aber nicht nur Zugang zu den technischen Innovationen. Außerdem wollen sie Zugriff auf die neuen Schnittstellen zum Kunden erhalten, die durch die unterschiedlichen Apps aufbaut werden. Hinzu kommt, dass die OEMs durch die Beteiligungen ihre Innovationskultur verbessern können. Im Jahr 2016 hat sich General Motors einen großen Anteil an Lyft gesichert und das Technologie-startup Cruise übernommen. Volkswagen hat sich an Gett beteiligt und Toyota setzt auf Uber. Der Daimler Konzern ist an mehreren Fronten aktiv und übernahm Hailo und hat bei Blacklane weiter aufgestockt.

USA im Fokus – Deutschland muss aufholen

Ein Großteil der Investments hat sich in den USA abgespielt. Fast 70% der Deals wurden in den USA getätigt. Deutschland hat einen geringen Anteil von 2%. Deutschland liegt bei der Zahl der Neugründungen in der Automobilbranche zwar vor Frankreich und Indien, aber noch hinter China, den USA und Großbritannien. Seit dem Jahr 2011 sicherten sich hierzulande 127 Start-ups Investitionen in Höhe von 316 Millionen US-Dollar. 45 Prozent davon flossen in junge Firmen, die Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Diese Zahlen sind ein deutliches Signal dafür, dass die Deutsche Automobilindustrie aufpassen muss, dass sie den Anschluss nicht verliert. Die Zukunft der Automobilindustrie wird nicht mehr in Deutschland entwickelt.

Bild: ctj71081 (bestimmte Rechte vorbehalten)

uShip holt sich Investment von DB Schenker

Marktplatz uShip holt sein ein weiteres Investment. Das globale Logistik-Unternehmen DB Schenker investiert im Zuge einer Kapitalerhöhung in die Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen. Der online Logistik-In der letzten Finanzierungsrunde fließen 25 Mio. US$ in das Unternehmen, bisher wurden 50 Mio. US$ eingesammelt. Als Lead-Investor der letzten Runde tritt DB Schenker auf den Plan.

Schenker und uShip arbeiten schon länger zusammen

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn arbeitet schon länger mit uShip zusammen. Im letzten Jahr haben die beiden Unternehmen eine Partnerschaft für die kommenden fünf Jahre geschlossen. Mit Drive4Schenker bietet Schenker seit ca. einem Monat eine Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen, die auf der Technologie und Software von uShip aufbaut. So sollen die rund 30.000 Transportpartner des europäischen Landverkehrsnetzwerkes künftig über eine DB Schenker-Plattform namens „Drive4Schenker“ mit uShip-Technik online mit ihrer Fracht zusammengebracht werden. Der neue Service startet diesen Monat in Deutschland, der Ausbau erfolgt schrittweise.

Digitalisierung der Frachtbranche

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn will mit mit Investment weiteres Umsatzpotential abseits der traditionellen Geschäftsmodelle erschließen. DB Schenker will sich mit dem Investment auch fit für die Zukunft machen. Die Digitalisierung der Frachtbranche wird in den nächsten Jahren für einige Veränderungen sorgen. Unternehmen wie Uber Freight, aber auch Frachtvermittler wie FreightHub, wollen den Markt modernisieren. Für DB Schenker ist es das größte Investment in ein digitales Unternehmen.

Die uShip Plattform, die erfolgreich Absender und Transporteure in mehr als 19 Ländern zusammenbringt, ist in der Branche führend darin, Gütertransporte über mobile Geräte wie Handys und Tablets zu organisieren. Das Unternehmen uShip will mit dem Investment die Entwicklung vorantreiben. Die Plattform geht davon aus, dass in Zukunft mehrere Frachtunternehmen auf Digitalisierung setzen. Dadurch können die großen Player ihren Vorsprung beibehalten und gleichzeitig das operative Geschäft weiter optimieren.

Bild: DB Schenker (Alle Rechte vorbehalten)

Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

eMio heißt jetzt Emmy – weitere Finanzierung für Scooter Sharing Dienst

Unter dem Namen eMio bietet das Berliner Unternehmen bereits seit 2015 einen Roller Sharing Dienst an. Jetzt wird der Name zu emmy geändert, außerdem konnte das Startup eine weitere Finanzierungsrunde abschließen.

Weiteres Geld von der IBB Bet

Die Höhe der Finanzierung und der Bewegung wurde nicht kommuniziert, nur das die Summe von der IBB Bet und weiteren Investoren aus Deutschland, Österreich und Italien stammt. Insgesamt wurde ein siebenstelliger Betrag in emmy investiert. Seit dem Start konnten in Berlin 15.000 Kunden gewonnen werden, die mit den angebotenen Rollern inzwischen über 750.000 Kilometer gefahren sind. Bring man die 750.000 Kilometer mit dem Kilometerpreis von 0.59 Euro in Verbindung, dürfte das Unternehmen bisher weniger als 500.000 Euro Umsatz generiert haben. Deshalb is anzunehmen, dass eine Bewertung im niedrigen siebenstelligen Bereich realistisch ist.

Weitere Expansion von emmy geplant

Mit der eingesammelten Summe sollen weitere 200 Elektroroller in Berlin auf die Straße gebracht werden, damit wird die Flotte mehr als verdoppelt. Außerdem steht eine Expansion in weitere Städte auf dem Plan. Unter dem Namen stella-Sharing ist das Unternehmen seit vergangenem Jahr in Stuttgart aktiv, die Flotte in der Schwabenmetropole soll auf 75 Roller erhöht werden. Der Service soll in weiteren Städten einheitlich emmy heißen, die Abweichung in Stuttgart wird eine Ausnahme bleiben.

Die Änderung des Namens von eMio zu emmy hat rechtliche Gründe. Allerdings sei es auch ein sehr guter Zeitpunkt um mit einer neuen Marke den nächsten großen Schritt zu tun, so das Unternehmen.

Starke Konkurrenz von Bosch Tochter Coup

Seit letztem Sommer hat emmy zumindest in Berlin starke Konkurrenz. Die Bosch Tochter Coup bietet ebenfalls einen Scooter Sharing Dienst an. Dieses Jahr soll die Zahl der Roller bei Coup stark steigen. Coup verfüg durch Bosch über genügend finanziellen Spielraum, um emmy das Leben schwer zu machen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen mit den gogoro Rollern aus technologischer Sicht einen besseren Roller im Program hat.

Bild: emmy (alle Rechte vorbehalten)

Volvo will Carsharing Dienst weltweit ausrollen

Der Autokonzern Volvo hat angekündigt, dass eine neue Unternehmenssparte gegründet wird, die einen Carsharing Dienst anbieten wird. Der Autobauer will den Service global ausrollen. Ob der Service weltweit stationsbasiert oder free-floating sein wird, ist nicht bekannt.

Bisher bietet der Konzern nur in einigen schwedischen Städten einen Carsharing-Service unter der Marke Sunfleet an. Etwa 50.000 Nutzer teilen sich 1200 Volvo Fahrzeuge. Sunfleet ist als ein stationsgebundenes Angebot konzipiert, die Autos müssen an einer Station abgeholt und wieder abgegeben werden.

Free-Floating Angebote wachsen Stark

Bisher ist noch wenig bekannt, wie das globale Carsharing Angebot von Volvo aussehen wird. In den kommenden Monaten will Volvo bekanntgeben, ob der Service stationsgebunden oder als free-floating Carsharing Dienst aufgebaut wird. Die als free-floating Angebot konzipierten Angebote car2go oder DriveNow sind im vergangenen Jahr stark gewachsen und tendenziell interessanter für Nutzer, da die Buchung und Anmietung flexibler abläuft. Die Kunden können die Fahrzeuge überall im Geschäftsgebiet anmieten und wieder abstellen.

Kooperation zwischen Volvo und Uber

Volvo kooperiert auch mit Uber und liefert die Fahrzeuge, die zu autonomen Ubers umgebaut werden. Mit den autonomen Fahrzeugen bietet Uber einen Ride Hailing Dienst an. Langfristig gesehen werden die Angebote von Carsharing und Ride Hailing verschmelzen, Großstädte werden davon zu erst betroffen sein. Entweder will der Autobauer eine Userbase in den Städten aufbauen, um später selber einen Fahrservice anzubieten. Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass sich Volvo auf die kleineren Städte konzentriert und dort einen stationsbasierten Service etablieren möchte. Dort wird es noch länger dauern, bis autonome Shuttle Dienste die Carsharing Angebote ablösen werden.

In Deutschland bietet die Deutsche Bahn mit Flinkster einen stationsgebundenen Service an. Stadtauto und Cambio sind ebenfalls auf dem Markt vertreten. Prominentester Vertreter ist das Unternehmen ZipCar, das in den USA gestartet ist und mittlerweile von Avis aufgekauft wurde.

Bild: Sunfleet (alle Rechte vorbehalten)

BMW beteiligt sich an Mietwagen-Startup Skurt

Der Automobilkonzern BMW tätigt ein weiteres Investment in den USA. BMW hat sich mit einem strategischen Investment an dem Startup Skurt beteiligt. Skurt bietet einen on-demand Mietwagenservice an, bei dem die Autos an die Haustüre geliefert werden. Insgesamt konnte Skurt 10 Mio. US$ in der Series A einsammeln.

Skurt seit 2015 aktiv

Skurt ist schon seit 2015 in den USA aktiv und hat laut eigener Aussage schon mehrere Zehntausend Mietvorgänge durchgeführt. Bisher wird der Service in Miami, Los Angeles und San Diego angeboten. Nachdem der Kunde das Fahrzeug bestellt hat, wird es innerhalb von 60 Minuten von einem Fahrer vorbei gebracht. Nach Ablauf der Buchung wird das Fahrzeug auch wieder abgeholt. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er sich nicht überlegen muss, wie er zu der Mietwagenstation gelangt.

Fahrzeuge von Autovermietern und Autohäusern

Die Autos stammen von Flottenbesitzern – Traditionelle Mietwagen-Anbieter oder auch Autohäuser stellen ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Im Vergleich zu den Peer-to-Perr Plattform ist es  ein Vorteil für die Kunden, dass sie mit neueren Fahrzeugen unterwegs sein können, die auch gut gewartet sind. Auf Wunsch werden die Fahrzeuge auch mit einem OBD-Dongle für die Fahrzeugüberwachung ausgestattet.

Mehrere Investments von BMW in den USA

Für BMW ist es nicht das erste Investment in ein amerikanisches Mobilitätsstartup. Bisher ist der Münchner Konzern schon an Zendrive, RideCell und Scoop beteiligt. Im letzten Jahr hat der Venture Arm von BMW einen Fond mit 500 Mio. US$ aufgesetzt. In Zukunft ist also mit weiteren Beteiligungen von BMW iVentures zu rechnen.

Auch andere Deutsche Autobauer sind an amerikanischen Startups beteiligt. Audi hat sich zum Beispiel an der letzten Finanzierungsrunde von Silvercar beteiligt. Silvercar bietet einen Mietwagenservice mit Audi A4 Modellen an. Der Service wird vorwiegend an Flughäfen angeboten. Die Kunden reservier das Fahrzeug einfach über die App und holen den Mietwagen ab. Das Fahrzeug wird mit der App geöffnet und wieder geschlossen, sobald der Mietvorgang beendet ist, wird sofort die Email mit der Rechnung verschickt.

Bild: Skurt (alle Rechte vorbehalten)

Digitalisierung als Zukunft der Mobilität: Deutsche Automobilhersteller auf dem Mobile World Congress

Zur Zeit findet der Mobile World Congress 2017 in Barcelona statt. Traditionell stellen führende Handyhersteller ihre neusten Modelle auf dem MWC aus. Dieses Jahr hat Nokia angekündigt, dass wieder Smartphones und Handys produziert werden sollen, unter anderem ein Nokia 3310. Wie auch schon bei der CES, treten auch immer mehr Automobilhersteller auf der Messe rund um Mobilfunk-Themen auf. Unter den vier Automobilherstellern, die auf der MWC aktiv sind, befinden sich auch zwei deutsche Automobilhersteller. Neben BMW und Daimler sind auch die Autokonzerne Ford und Peugeot vertreten.

Bei Daimler steht CASE im Mittelpunkt

Daimler ist mit mehreren Initiativen auf dem Mobile World Congress aktiv. Ziel ist es, die CASE Strategie zu präsentieren. Die Konzerntochter smart stellt unter anderem den neuen Service smart ready to share vor. Über diesen Service können smart-Fahrer ihre Fahrzeuge mit Kollegen, Freunden und Verwandten teilen, wenn sie sie selbst nicht nutzen. Für den Service ist die Ausstattung mit der Connectivity Box eine Voraussetzung, die auch bei dem Pilotversuch smart ready to drop zum Einsatz kommt. Neben weiteren Projekten, sind auch die Mobilitäts-Dienstleistungen moovel, myTaxi und car2go vor Ort vertreten. Über eine VR-Brille können die Standbesucher das Concept EQ Fahrzeuge erkunden oder das neue COMAND System der E-Klasse testeten, das auf Vernetzung und verbesserte Daten für das Navigationssystem setzt.

Connected Cars auf der Agenda von BMW

Über die Ankündigungen von BMW ist noch wenig bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass das Unternehmen aus München weitere Pläne rund um die Themen vernetzte Fahren und autonome Fahrzeuge bekannt gibt. BMW Connect vernetzt unterschiedliche digitale Geräte mit dem Fahrzeug. So kann über Alexa von Amazon der Füllstands des Tanks abgehört werden oder über das Smartphone kann das Auto verriegelt und die Klimaanlage aktiviert werden. BMW soll auch eine Weiterentwicklung des automatischen Einparksystems in Barcelona vorstellen, das auf Gestensteuerung reagieren soll. Eventuelle präsentiert BMW auch weitere Details über den Zustellservice, der auf der CES angekündigt wurde und zusammen mit Amazon Prime entwickelt wurde.

Konzeptfahrzeug von Automobilhersteller Peugeot

Der französische Autmobilhersteller Peugeot bring das Konzeptfahrzeug Peugeot Instinct mit nach Barcelona. Das Fahrzeug verfügt über unterschiedliche Einstellungen. So kann der Fahrer entscheiden, ob er selber fahren möchte oder mittels autonomen Fähigkeiten gefahren werden soll. Je nach gewähltem Modus passt sich der Innenraum an. Das Auto demonstriert auch erste Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der Artik Cloud IoT Platform von Samsung. Die Platform vernetzt Daten von Smartphones, Sozialen Netzwerken, smarten Uhren und mehr, um Profile von Nutzern zu erstellen. So wird zum Beispiel der autonome Fahrmodus vorausgewählt, wenn die Smart Watch festgestellt hat, dass der Fahrer müde ist.

Immer mehr Autos mit Mobilfunknetz verbunden

Auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung des Automotive Sektors, ist davon auszugehen, dass weitere Hersteller auf Messen wie der CES oder dem MWC present sein werden. Immer mehr Fahrzeuge erhalten einen Mobilfunk-Zugang serienmäßig und für Unternehmen im Mobilfunksektor werden sich in den nächsten Jahren neue Geschäftsmöglichkeiten im Automotive-Bereich ergeben. Vor allem durch den zukünftigen Mobilfunkstandard 5G und autonome Autos werden sich neue Umsatzmöglichkeiten ergeben.

Bild: Peugeot (alle Rechte vorbehalten)

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