Testbericht: Bike-Sharing Dienst Mobike in Berlin

In den letzten Wochen hat der Bike-Sharing Dienst Mobike seine Flotte an Rädern in Berlin erhöht, wir haben das zum Anlass genommen, um den Dienst zu testen.

Registrierung bei Mobike

Die Registrierung über die App lief problemlos und war innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Als Nutzer muss man nur Namen und Handynummer angeben, sowie Kreditkarten-Daten für die Abrechnung. Was störend war, bei der Registrierung muss der Nutzer undurchsichtigen AGBs und Datenschutz-Erklärungen zustimmen, das erweckt nicht gerade Vertrauen. Von der Hinterlegten Kreditkarte wird 1 Euro als Kaution eingezogen, wahrscheinlich um die Karte zu verifizieren.


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Fahrrad finden und öffnen

Mobike bietet eine übersichtliche App, mittels derer die Fahrräder lokalisiert werden können. Ähnlich wie bei den Car-Sharing Diensten, lassen sich über die App auch Räder reservieren. Die Reservierung ist bis zu 15 Minuten gültig und ist kostenlos. Am Fahrrad angekommen, reicht es, den QR-Code mittels der App zu scannen, um das Fahrrad zu entsperren.

Fahrräder klein und mit Vollgummireifen

Die Fahrräder sind nur für kürzeste Strecken geeignet. Die Räder sind recht klein und haben eher die Größe eines Kinderfahrrads. Eine Gangschaltung fehlt auch. Beides führt dazu, dass die Trittfrequenz sehr hoch sein muss, um vorwärts zu kommen. Die Reifen sind schmal und aus Vollgummi, das wirkt sich negativ auf den Fahrkomfort aus. Fazit ist, dass sich die Fahrräder für eine kurze Strecke mittelmäßig eignen, lange Strecken können damit aber nicht zurückgelegt werden.

Nach der Fahrt

Das gemietete Rad kann einfach abgestellt werden und muss mittels montiertem Bügelschloss verschlossen werden. Sobald das Rad abgeschlossen ist, wird die Fahrt beendet und abgerechnet.

Bezahlung der Bike-Sharing Fahrt

Die Bezahlung bei Mobike ist gewöhnungsbedürftig und wird einige Kunden abschrecken. Um die Kosten von 50 Ct. pro 30 Minuten Fahrzeit zu bezahlen, muss zuerst Guthaben auf das Konto geladen werden. Es können Summen zwischen 5 und 50 Euro in das Wallet geladen werden. Ist das Guthaben aufgebraucht oder negativ, kann der Nutzer kein Fahrrad mehr ausleihen.

Zusammenfassung

Das free-floating Bike-Sharing von Mobike ist eine gute Möglichkeit, um kurze Strecken, wie den Weg zur Bahn oder zu einem Car-Sharing Auto zurückzulegen. Für längere Strecken sind die Räder leider nicht geeignet. Die geringen Kosten von 50 ct. pro 30 Minuten werden bestimmt den einen oder anderen Nutzer zur spontanen Buchung  motivieren.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Bike-Sharing: Mobike soll sich nach verfehlter Fusion 1 Milliarde Dollar gesichert haben

Das Chinesische Bike-Sharing Startup Mobike, das auch in immer mehr Städten in Deutschland und Europa aktiv wird, hat sich eine neue Finanzierungsrunde gesichert. Dabei soll eine Summe von einer Milliarde Dollar in das Unternehmen geflossen sein. Mobike und ofo haben zuvor Fusionsgespräche geführt, die aber nicht erfolgreich waren. Investoren stecken Milliardensummen in Bike-Sharing Dienste.

Mobike mit mehreren Milliarden bewertet

Der Bericht über die neue Finanzierung wurde zuerst von der News Seite Caixin Global veröffentlicht, ohne zu nennen, von wem das Geld in der letzten Finanzierungsrunde investiert wird. Auch über die Bewertung ist nichts bekannt, diese dürfte aber für einen Bike-Sharing Dienst enorm hoch sein.

Die Gerüchte über die Fusion von ofo und Mobike existieren schon seit ein paar Monaten und wurden immer wieder von den CEOs beider Unternehmen heruntergespielt. Nach einer Fusion wäre der weltweit größte Anbieter von Bike-Sharing Diensten entstanden. Die beiden Unternehmen liefern sich einen enormen Wettbewerb über die Marktführerschaft unter den Bike-Sharing Anbieter.

Mehr als 100 Mio. Nutzer

Das 2016 in Shanghai gegründete Unternehmen Mobike ist in mehr als 170 Städten in Ländern wir China, Deutschland, Großbritannien oder Japan aktiv. Nach eigenen Angaben hat das Startup mehr als 100 Mio. registrierte Nutzer und eine Flotte von 7 Mio. Fahrrädern.

Das in Peking ansässige ofo soll auf 10 Mio. Fahrräder kommen, die in 250 Städten in 20 Ländern verteilt sind. Pro Monat sollen mehr als 60 Mio. Kunden das Angebot aktiv nutzen. In einem letzten Schritt hat sich Mobike dazu entschieden, einen Car-Sharing Dienst zu starten.

Konsolidierung in Asien bereits gestartet

Vor allem in Asien boomt das Geschäft mit den Leihfahrrädern auf Anbieter und Nachfrage-Seite. Dabei scheint die Nachfrage nicht so schnell zu wachsen, um für alle Anbieter genügend Geschäft abzuwerfen. Das hat zur Folge, dass bereits eine Konsolidierung stattfindet. Am meisten Aufmerksamkeit hat die Übernahme von Bluegogo durch Didi Chuxing gesorgt. Didi ist auch an der Plattform ofo beteiligt, trotzdem soll das übernommen Bluegogo Geschäft extrem ausgebaut und in die Didi App integriert werden.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Uber nimmt sich Beispiel an asiatischen Wettbewerbern und testet Bike-Sharing

Die Wettbewerber von Uber in Asien haben es vorgemacht. Didi hat Bluegogo übernommen und integriert das Bike-Sharing Angebot in die Didi App. Grab kooperiert mit dem Bike-Sharing Anbieter oBike und Ola aus Indien bietet seinen eigenen Bike-Sharing Dienst. Jetzt zieht Uber in San Francisco nach.

Bike-Sharing von JUMP in der Uber App

In San Francisco startet Uber eine Partnerschaft mit dem Startup JUMP. Bisher verfügt JUMP über die einzige Genehmigung, free-floating Bike-Sharing in San Francisco anzubieten. Das Startup hat eine Genehmigung von der Stadt San Francisco für 250 Elektrofahrräder erhalten, später könnte die Flotte um weitere 250 Fahrräder erweitert werden.

Die Partnerschaft integriert das Bike-Sharing Angebot von JUMP in die Uber App. Nutzer der Uber App können die JUMP Fahrräder direkt in der App buchen und abrechnen. Um den Dienst nutzen zu können, muss man sich in eine Warteliste eintragen und von Uber für das Pilotprojekt freigeschalten werden.

JUMP will durch Partnerschaft schneller wachsen

JUMP will durch die Kooperation eine größere Zielgruppe erreichen. Das Ziel des Startup ist es, das Fahrrad zur Verfügung zu stellen, das jeder haben möchte: Ein Fahrrad, das man nicht besitzt und nicht warten muss, aber immer nutzen kann. Ein Rad, mit dem man weitere Strecken schneller und mit Spaß zurücklegen kann. So sollen mehr Leute auf Fahrräder wechseln – um grünere und weniger verschmutze Städte zu bekommen.

Konkurrenten in Asien machen es vor

Uber ist von den Vorstößen der Konkurrenten getrieben. Sollte das Pilotprojekt für Uber erfolgreich sein, wird ein Bike-Sharing Dienst in weiteren Städten ausgerollt. Vor allem in Städten mit massiven Verkehrsproblemen macht das zusätzliche Angebot Sinn. In vielen Metropolen sind Fahrräder immer noch das Verkehrsmittel, mit denen man am schnellste von A nach B kommt.

JUMP ist seit einigen Wochen in San Francisco und Washington DC unterwegs und hat kürzlich eine Series A Finanzierung in Höhe von 10 Mio. US Dollar eingesammelt. Das Unternehmen hinter JUMP existiert schon mehrere Jahre – unter dem Namen Social Bikes als Dachunternehmen wurden seit 2015 lokale Bike-Sharing Netzwerke mit eigenen Markenauftritt aufgebaut. Von den anderen Bike-Sharing Anbietern unterscheidet sich das Startup hauptsächlich bei den Fahrrädern. Anstatt auf günstige Räder ohne Schaltung und andere Komfortausstattung besteht die Flotte aus hochwertigen Elektro-Fahrrädern, mit denen die Kunden auch längere Strecken bei einer angenehmen Geschwindigkeit zurück legen können.

Bild: JUMP (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Hyundai soll letzter Partner in BMW und Intel Allianz werden

BMW und Intel haben 2016 eine Allianz ins Leben gerufen, um gemeinsam die technologische Plattform für autonome Autos zu entwickeln. Das von Intel übernommen Unternehmen Mobileye ist auch seit Beginn ein Teil der Kooperation. Über die Zeit ist die Allianz mit weiteren Partnern gewachsen. Mit Fiat Chrysler kam ein weiterer Automobilhersteller hinzu, mit Continental und Delphi entsprechende Zulieferer. Als letztes Mitglied soll laut einem Pressebericht der Hersteller Hyundai ein Teil der Partnerschaft werden.

Hyundai als asiatischer Player für autonomes Fahren

Mit dem koreanischen Hersteller Hyundai wäre ein asiatischer Player mit von der Partie. Die Gespräche zwischen Hyundai und den anderen Kooperationspartnern sollen schon seit mehreren Wochen laufen und kurz vor dem Abschluss stehen. Ziel ist es, die Gespräche im ersten Quartal 2018 abzuschließen. Eigentlich sollte schon Ende 2017 der letzte Automobilhersteller als Entwicklungspartner dem Projekt beitreten, damit man sich ab Anfang 2018 voll auf die Entwicklung konzentrieren kann. Alle weiteren Interessenten sollten dann als Kunden von dem Gemeinschaftsprojekt profitieren können. Die Entwicklungspartner beteiligen sich aktiv an der Entwicklung der Technologien, die Kunden haben keinen aktiven Part bei der Entwicklung. Der Zeitplan scheint sich verzögert zu haben. Die Zeit drängt, bis 2021 soll das erste vollautomatisierte Fahrzeug produktionsreif sein.

Partnerschaft mit Aurora

Hyundai setzt bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auch auf das amerikanische Startup Aurora, das von Google, Uber und Tesla Veteranen gegründet wurde. Auf der CES in Las Vegas haben Hyundai und Aurora die Zusammenarbeit bekanntgegeben.

Allgemein setzt sich der Trend fort, dass Hersteller, Zulieferer und andere Technologieunternehmen eng zusammen arbeiten, um schneller und effizienter die technologischen Plattformen für autonomes Fahren zu entwickeln. Das BMW bereit ist, die Plattform auch an externe Kunden abzugeben ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. Automobilhersteller können ein weiteres Geschäftsfeld als Systemlieferant aufbauen, das mit der Zeit den herkömmlichen Autoverkauf ablösen könnte.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Shuttle: Waymo kauft mehrere Tausend Minivans von Fiat Chrylser

Die Google Tochter Waymo hat einen Deal mit Fiat Chrysler geschlossen, um die Flotte an autonomen Shuttle Fahrzeuge zu erweitern. Es wurden mehrere Tausend Minivans bei dem Automobilhersteller geordert, die ab Ende 2018 ausgeliefert werden sollen. Eine genaue Zahl an Pacifica Minivans wurde nicht kommuniziert, der Wert des Deals wird aber im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen.

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten seit 2016 zusammen

Waymo und Fiat Chrysler arbeiten schon seit längerem zusammen. Im Moment hat die Google Tochter etwa 600 Chrysler Pacifica Minivans in der Flotte an autonomen Shuttle. Ein Teil davon wird für Entwicklung- und Test-Zwecke genutzt und einige der Fahrzeuge transportieren auch wirkliche Kunden in Arizona. Die Kooperation wurde 2016 gestartet, damals wurden die ersten 100 Fahrzeuge übergeben. Fiat Chrysler liefert die Fahrzeuge als Grundlage und Waymo stattet die Vans dann mit den Systemen für autonomes Fahren aus. Die Aufrüstung geschieht in einer gemeinsam betriebenen Montagewerkstatt in Michigan.

Fiat Chrysler ist Teil der BMW Partnerschaft

Die Partnerschaft ist nicht exklusiv, beide Unternehmen arbeiten mit anderen Partnern an ähnlichen Projekten. Fiat Chrysler arbeitet nicht nur mit Waymo zusammen, sondern ist auch ein Teil der Partnerschaft zwischen BMW, Intel und Mobileye. Gemeinsam werden Systeme für selbstfahrende Autos entwickelt, die in eigenen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen, aber auch anderen Anbietern angeboten werden sollen.

Fiat Chrysler hat erkannt, dass es durch Partnerschaften schneller und effizienter dem Ziel näher kommt, autonome Shuttle ausrollen zu können. Mit Waymo hat sich der Automobilkonzern einen der führenden Anbieter auf dem Feld der Technologien für autonomes Fahren geschnappt.

Uber bestellte 24.000 autonome Shuttle bei Volvo

Kürzlich hat der Fahrdienst Uber mit einer ähnlichen Ankündigung für Aufmerksamkeit gesorgt. Uber hat mit Volvo eine Vereinbarung über den Kauf von 24.000 SUV Fahrzeugen geschlossen. Uber will ähnlich wie Waymo die Aufrüstung der Fahrzeuge mit Systemen für autonome Shuttle übernehmen, Volvo liefert die Fahrzeuge als Grundlage. Beide Partnerschaften deuten darauf hin, dass sich die Automobilindustrie stark verändern wird. Autohersteller laufen Gefahr, zum Zulieferer für die Fahrdienst-Plattformen und Technologie-Konzerne zu werden.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Door2Door lässt sich allygator shuttle vom ADAC bezahlen

Seit 2016 betreibt das Berliner Unternehmen door2Door den Shuttle Dienst allygator shuttle in Berlin, nur am Wochenende und zu einem günstigen Fahrpreis. Die kommenden drei Monate wird das Projekt vom ADAC finanziert und kostenlos angeboten.

Flexible und dynamische Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot

Der On-Demand-Ridesharing-Dienst „allygator shuttle“ ist eine flexible und dynamische Ergänzung zum bestehenden Mobilitätsangebot, der sich in erster Linie nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer richtet. „allygator shuttle“ bündelt mehrere Fahrgäste, die einen ähnlichen Fahrtweg haben, anhand eines intelligenten Algorithmus in einem Shuttle und bringt sie sicher und komfortabel ans Ziel. So werden Fahrzeuge optimal ausgelastet, der Verkehr und Emissionen reduziert – und die Stadt lebenswerter gemacht.

ADAC möchte aus Kooperation mit door2door lernen

Der ADAC möchte nach dem gescheiterten Fernbus-Experiment mehr über Mobility Services lernen: „Der ADAC ist und bleibt natürlich in erster Linie ein erfolgreicher Automobilclub, gleichzeitig möchten wir aus Kooperationen wie mit door2door lernen. Uns ist es wichtig Erfahrungen zu sammeln, wie neue Mobilitätsangebote im urbanen Umfeld funktionieren, wie sich Nutzerverhalten entwickelt und welche Ableitungen sich für die individuelle Mobilität insbesondere junger Menschen ergeben”, sagt Alexander Möller, Geschäftsführer des ADAC e.V. “Schon heute sind wir in großen Städten immer komplexeren Mobilitätsfragen und Herausforderungen ausgesetzt, denen es intelligente Angebote entgegenzusetzen gilt. Das betrifft Emissionen ebenso wie Verkehrsaufkommen oder die Parkraumbewirtschaftung“, so Möller weiter.

25 Shuttle für den Partyverkehr am Wochenende

Insgesamt werden im innerstädtischen Bereich 25 Shuttle Fahrzeuge jeden Freitag und jeden Samstag zwischen 17 Uhr und 1 Uhr unterwegs sein. Die Fahrzeuge sind von unterschiedlichen Herstellern und teilweise elektrifiziert. Für den Nutzer ist das Angebot kostenlos. Zuvor war der Allygator Shuttle eine günstige Art durch Berlin zu kommen, lediglich 5ct. pro Kilometer wurden fällig. Das Startup hat einen geringen Fahrpreis erhoben, da die Einnahmen so unter den Betriebskosten liegen. Das führt dazu, dass nach dem Personenbeförderungsgesetz keine Lizenzen und Konzessionen für den Betrieb notwendig sind.

Für den operativen Betrieb dürften für Fahrer und Fahrzeuge etwa 5.000 Euro Kosten pro Betriebstag anfallen. Mit dem angekündigten Setup von zwei Tagen pro Woche mit 8 Stunden Schichten und 25 Fahrzeugen, dürften die operativen Kosten im Monat bei 40.000 bis 50.000 Euro liegen. Door2door dürfte sich darüber freuen, dass der ADAC alle bzw. einen Teil der Kosten übernimmt.

Door2door ist mit seinem Allygator Shuttle Mitte 2016 gestartet. Zuerst sollte das Angebot groß ausgerollt werden, später wurde es aber zu einem Testfeld und einem Show Case für Kunden. Das Unternehmen hat das Setup in Berlin genutzt, um die Software weiterzuentwickeln, die mittlerweile in Duisburg eingesetzt wird und demnächst in anderen Städten zum Einsatz kommen soll.  In den letzten Wochen wurde der Dienst nur freitags zwischen 17 und 1 Uhr angeboten und nur im Ostteil der Stadt. Durch die Partnerschaft mit dem ADAC wird das Betriebsgebiet auf den kompletten S-Bahn Ring ausgeweitet.

Was passiert, wenn BVG startet?

In den kommenden Monaten will auch die BVG zusammen mit Via und Mercedes-Benz einen Shuttle Dienst im Osten Berlins anbieten. Gestartet werden soll mit 50 Fahrzeugen, später soll die Flotte auf 300 Fahrzeuge anwachsen. Bleibt abzuwarten, ob sich door2door nach dem ADAC Engagement und nach dem Start des BVG Shuttles noch den teuren operativen Betrieb in Berlin leisten wird.

Neben Berlin sind auch in Hamburg entsprechende Fahrdienste in Planung. Die Deutsche Bahn treibt mit ioki einen Dienst voran und die Volkswagen Tochter Moia will noch in diesem Jahr mit einem Testlauf starten und dann im kommenden Jahr die Flotte hochskalieren.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Google bestätigt Investment in eHailing Dienst Go-Jek

Der eHailing Dienst Go-Jek ist schon länger in Indonesien aktiv. Bisher haben wir die Entwicklung beobachtet, aber noch nicht darüber berichtet. Mit dem Investment von Google in den eHailing Dienst wird es höchste Zeit, das zu ändern.

Google hat bestätigt, dass der Technologiekonzern in den eHailing Dienst aus Asien investiert hat. Go-Jek ist in Indonesien eine große Nummer und fordert Unternehmen wie Uber und Grab heraus. Google freut sich über die Partnerschaft mit dem lokalen Champion, der mittels Technologie das Leben der Einwohner komfortabler gestaltet.

Go-Jek mit mehr als 4 Milliarden bewertet

Über das Investment wurde in den letzten Wochen öfters spekuliert. Zusammen mit Meituan-Dianping und dem Staatsfond Temasek aus Singapur ist das Investment von Google ein Teil der letzten Finanzierungsrunde, in der etwa 1.2 Milliarden US Dollar in das Unternehmen geflossen sind. Die Finanzierungsrunde wird seit April des letzten Jahres aufgestellt und beinhaltet auch Investments von den Chinesischen Größen Tencent und JD.com. Die Bewertung soll bei 4 Milliarden US Dollar gelegen haben.

Go-Jek viel mehr als ein eHailing Dienst

Go-Jek bietet auf den indonesischen Markt zugeschnittenen Mobilitäts- und Lieferdienste. Den Einstieg schaffte das Unternehmen mit einem on-demand Motorrad-Shuttle. Mittlerweile werden mehr als 15 unterschiedliche Dienste angeboten. Die Nutzer können sich mit dem Motorrad oder dem Taxi von A nach B Fahren lassen oder über die Go-Jek eine Reinigungskraft oder eine Massage on-demand bestellen. Für die Zahlung werden eigene mobile Bezahl-Dienste angeboten. In Indonesien ist Go-Jek noch vor Grab und Uber der führende Anbieter. Das Land hat die stärkste Wirtschaft in Südostasien, verfügt über ein gut ausgebautes Datennetz und die Bewohner sind modern und technikbegeistert.

Die Mobility Dienste in den Staaten in Südostasien werden in den kommenden Jahren stark steigen. Ein Report geht davon aus, dass 2025 mehr als 20 Milliarden US$ Umsatz mit eHailing Diensten generiert wird, 2017 lag der Wert bei etwa 5 Milliarden US Dollar. Auf Indonesien könnten davon 40% entfallen.

Bild: Go-Jek (alle Rechte vorbehalten)

Nachfrage für Mobility Services in Südamerika wächst

Eine Studie von Frost & Sullivan kommt zu dem Ergebnis, dass sich der südamerikanische Markt im Bezug auf Mobilität stark ändert. Intermodale on-demand Transportdienste werden immer beliebter. Haupttreiber dafür sind neue Technologien, geänderte Vorlieben und demographische Veränderungen. In der Studie hat sich das Beratungsunternehmen auf die Märkte in Argentinien, Brasilien, Chile und Mexico fokussiert und einen Zeitrahmen von heute bis 2023 gewählt. Der Markt für und Einfluss von neuen Mobility Services wurde analysiert.

Signifikantes Wachstum von Mobility Services in Südamerika

Zusammengefasst kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Angebote wie Bike-Sharing, integrierte Mobilitätsdienste, Ride-Sharing und andere eHailing Angebote ein signifikantes Wachstum erleben werden und von den Einwohnen gut angenommen werden. Bike-Sharing Angebote werden dazu führen, dass sich die Zahl der Fahrräder bis 2023 verdoppeln wird. Car-Sharing Flotten werden sogar um ein Zehnfaches wachsen. Am schnellsten werden aber Ride-Sharing und Ride-Pooling wachsen, ein neuer Milliardenmarkt wird bis 2025 entstehend. Unternehmen wie Uber, das von Didi übernommen 99Taxis und Didi selbst (demnächst starten die Chinesen in Mexico) werden den Markt beherrschen.

Städte und Behörden müssen Intermodalität vorantreiben

Auch Städte und Behörden werden in den nächsten Jahren neue Mobilitätslösungen einführen, um die bestehenden Angebote zu erweitern. Teilweise werden Stadtverwaltungen selbst Angebote aufbauen, häufig werden sie sich aber mit Technologie-Unternehmen bzw. Startups zusammentun, da die nötige Expertise und die nötigen Ressourcen fehlen. Mobility Unternehmen können davon profitieren, wenn sie Lösungen anbieten, die integriert und langfristig genutzt werden können.

Wichtig wird auch sein, dass sich die unterschiedlichen Stakeholder darüber einigen, wie die neuen Angebote in den bestehenden Mix aus öffentlichen und privaten Fahrzeugen integriert werden können. Dafür wird es hilfreich sein, unterstützende Verordnungen zu erlassen und wenn in die Infrastruktur investiert wird, um kostengünstige und Integrierte Dienste zu ermöglichen.

Bild:Rodrigo Soldon 2 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferdienst für Essen: UberEats wird für Uber immer wichtiger

Der Lieferdienst für Essen UberEats scheint sich auf Order-Seite erfolgreich zu entwickeln. Auf der DLD in München hat der Uber CEO Dara Khosrwshahi das Ziel ausgeben, dass UberEats in diesem Jahr der weltweit größte Lieferdienst für Essen wird. Hierzulande haben fast zeitgleich Fusionsgerüchte über Lieferheld und Lieferando für Aufmerksamkeit gesorgt, was mittlerweile von beiden Unternehmen dementiert wurde.

UberEats Geschäft wächst rasant

Dara Khosrowshahi hat auf der DLD Konferenz in München betont, dass das UberEats Geschäft explodiert und dass die Unternehmenssparte in diesem Jahr der größte Lieferdienst für Essen weltweit wird, noch vor Delivery Hero oder Deliveroo. Genaue Zahlen, um sein Statement zu untermauern, hat Khosrowshahi nicht geliefert. Sein Unternehmen befindet sich auch im Food Delivery Bereich in einem harten Wettbewerb mit gut finanzierten Wettbewerbern. Die angekündigte Marktführerschaft wird mit hohen Verlusten erkauft worden sein. Kunden werden durch Rabatt-Aktionen zum Bestellen motiviert und Fahrer erhalten hohe Bonuszahlungen, wenn sie Aufträge annehmen.

Unklar ist, ob UberEats auch in Deutschland starten wird oder ob der Markt hier den Anbietern Foodora, Lieferando und der Foodora Mutter Delivery Hero überlassen wird.

Übernahme von Ando 

Um seinen Lieferdienst zu stärken, hat Uber die Restaurant-Kette Ando übernommen. Ando hat sich auf Lieferdienste fokussiert und bietet seine angesagten Gerichte hauptsächlich über diese an. Bisher war die Uber-Plattform Vermittler zwischen Restaurants und den Kunden und hat sich um den Transport gekümmert. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt weiter und wird auf Restaurant-Seite aktiv. Es ist nicht bekannt, ob UberEats jetzt selbst in die Produktion der Gerichte einsteigt oder ob der Fokus auf der Technologie von Ando liegt. Durch diesen Schritt kann sich die Plattform einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten und höherer Margen erzielen. Konkurrent Deliveroo hat angekündigt, sogenannten Deliveroo Kitchens zu eröffnen, in denen ausschließlich Gerichte für den Lieferdienst gekocht werden. Das soll auch dafür sorgen, dass die Gerichte schneller beim Kunden sind und mehr Kunden erreicht werden.

Bild: UberEats (alle Rechte vorbehalten)

eHailing Dienst: Cabify sichert sich weitere Finanzierung

Der eHailing Dienst Cabify, der in Spanien, Portugal und Südamerika aktiv ist, hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt flossen 160 Mio. US Dollar bei der letzten Runde, die Bewertung lag bei 1.4 Milliarden US Dollar.

Restrukturierung bei eHailing Dienst Cabify

Maxi Mobility, das Unternehmen hinter Cabify hat sich auch einer Restrukturierung unterzogen. Insgesamt 120 – 150 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, was fast 10% der Belegschaft entspricht. Die Reduzierung soll durch Zentralisierung einzelner Operations Bereiche erzielt werden. Gleichzeitig wird die Unternehmensführung neu aufgestellt. Der bisherige COO und Mitgründer Vincente Pascual übernimmt die Rolle des CEO. Der bisherige CEO Ricardo Weder soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsident agieren.

Die Finanzierung kommt von bestehende und neuen Investoren wie Rakuten Capital, TheVentureCity, Endeavor Catalyst, GAT Investments, Liil Ventures und WTI. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen eine Summe von 100 Mio. US Dollar aufgenommen. Wahrscheinlich auch, um die Übernahme von Easy Taxi zu finanzieren. Easy Taxi wurde von Rocket Internet gestartet und war hauptsächlich in Südamerika und dem Mittleren Osten aktiv. Insgesamt hat Cabify mehr als 400 Mio. US Dollar bis heute eingesammelt.

Mehr Wettbewerb im Zukunftsmarkt Südamerika

Der Wettbewerb in Südamerika wird stärker. Uber hat sich die Region verschrieben und auch lokale Anbieter wie 99 werden stärker. Anfang des Monats hat die chinesische Plattform Didi Chuxing 99 übernommen, der Preis lag bei einer Milliarde Dollar. Mit dem Verkauf an Didi gehört die Mobility Plattform jetzt einem finanzstarken und aggressiven Player.

Cabify und Easy Taxi sind in 14 Ländern aktiv und die Strategie sieht vor, dass das Geschäft in den bisherigen Märkten ausgebaut werde soll und weniger Expandiert werden soll. Das Funding fließt somit in die Stärkung der bestehenden Märkte und nicht in die kostenintensive Expansion. Obwohl das Unternehmen regional unterwegs ist, konnte eine beachtliche Zahl an Nutzern akquiriert werden. Insgesamt kommt der Anbieter auf 13 Mio. Kunde, der Umsatz soll im letzten Jahr um 500% gestiegen sein. Uber kommt in Brasilien auf 17 Mio. Kunden und 99 auf 14 Millionen.

Trotz schnellem Wachstum zeichnet sich Cabfiy durch eine Kostendisziplin aus und soll in einigen Märkten profitabel sein. Das Gesamtunternehmen soll kurz vor der Profitabilität stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

CASE Mobility Magazin: Connectivity, autonomes Fahren, Shared Services und Elektrifizierung