Autokauf oder Carsharing?

Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing. Auch die Redaktion von Netzsieger.de hat sich mit dieser Thematik beschäftigt und vor kurzem alle relevanten Infos in der abgebildeten Grafik zusammengefasst. Bereits 1,26 Millionen Autofahrer sind bei den verschiedenen Anbietern im Land registriert. Dieses Wachstum dürfte nicht zuletzt mit einer hohen Kundenzufriedenheit und der damit einhergehenden Mund-zu-Mund-Propaganda zu tun haben. Denn von 33 überprüften Carsharing-Anbietern erhielten lediglich drei die Note “ausreichend”. Demgegenüber wurde viermal mit “sehr gut” bewertet. Alle übrigen Angebote erhielten die Note “gut”. Bewertet wurden dabei sowohl die Verfügbarkeit der Fahrzeuge als auch deren Ausstattung und Zustand. Außerdem wurden die vertraglichen Rahmenbedingungen einer genauen Prüfung unterzogen. Insofern erweisen sich die verschiedenen am Markt befindlichen Carsharing-Modelle sämtlich als tragfähig.

Nicht zuletzt eine Kostenfrage

Zwar spielt bei der Beteiligung an einem Carsharing bei vielen Menschen auch der Umweltgedanke eine Rolle. Vor allem aber geht es beim Teilen eines Autos darum, Kosten zu sparen. Finanztip.de hat errechnet, dass sich Carsharing generell bis zu einer jährlichen Fahrstrecke von 10.000 Kilometern lohnt. Wer längere Strecken zurücklegt, fährt im eigenen Wagen günstiger. Umgekehrt wird die Nutzung von Carsharing Angeboten im Vergleich umso günstiger, je weniger gefahren wird. Denn viele Fixkosten bleiben beim eigenen Wagen bestehen, selbst wenn er nicht bewegt wird. Wer einen neuen Golf kauft und damit rund 15.000 Kilometer im Jahr fährt, kommt durchschnittlich auf 107 Euro an reinen Betriebskosten. Die Gesamtkosten betragen demgegenüber aber 590 Euro. Grund hierfür ist vor allem der monatliche Wertverlust von 346 Euro. Hinzu kommen die anteiligen Kosten für Versicherung, Steuern, Reparaturen, Reifen sowie Inspektion und Wartung. Insofern geht es in Bezug auf die Entscheidung, Carsharing oder eigenen Wagen, vor allem darum, die Kosten realistisch miteinander zu vergleichen. Wer lediglich die Benzinkosten gegenrechnet betreibt Augenwischerei. Denn in den meist auf Zeitbasis berechneten Nutzungspauschalen sind die aufgezählten Fixkosten mit enthalten, die den Löwenanteil der tatsächlichen Kosten ausmachen.

Der Autokredit für Vielfahrer

Wer viel Auto fährt bzw. Auto fahren muss, kommt um ein eigenes Fahrzeug nicht herum. Neben den reinen Kosten für das Carsharing fallen dann nämlich auch die Zeitverluste durch das Abholen der Fahrzeuge ins Gewicht. Häufig ist es sinnvoll das eigene Auto über einen Kredit zu finanzieren. Gerade in Zeiten niedriger Leitzinsen gilt es hier aber, genau zu vergleichen. Die Redaktion von Netzsieger.de hat sich nicht nur mit Carsharing beschäftigt, sondern auch mit der Finanzierung von Fahrzeugen und hierfür eine nützliche Übersicht der besten Anbieter von Krediten für Autos erstellt. Außerdem wurden in einem Ratgeber unter dem Vergleich ebenfalls unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten wie z. B. der Ratenkredit oder der Ballonkredit erklärt. Die von Autohäusern angebotenen Null-Prozent-Finanzierungen sind oft wenig attraktiv. Grund hierfür ist, dass man gegenüber dem Autohaus als Barzahler auftritt, wenn der Kredit über eine Bank läuft. Entsprechend höher sind dann die möglichen Rabatte auf den Kaufpreis, weil die eigene Verhandlungsposition entsprechend stärker ist. Neben einem klassischen Ratenkredit ist hier auch der Abschluss eines so genannten Ballonkredits möglich, bei welchem nur niedrige Raten dafür aber eine hohe Abschlusszahlung zu leisten sind. Außerdem spielt, vor allem für Selbständige, weiterhin auch das Leasing eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von neuen Fahrzeugen.

Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing.
Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing.

Bild: Netzsieger.de

Digitale Gruppe der CDU fordert sinnvolle PBefG-Reform

cnetz, die digitale Gruppe der CDU fordert eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Die Gruppe hält das Personenbeförderungsrecht für überreguliert, es wird gefordert, dass es für gewerbliche Anbieter einen Wettbewerb auf Augenhöhe geben muss. Es muss zwischen sinnvoller Auflagen und protektionistischen und technisch überholten Auflagen unterschieden werden. Kleinteilige Regelungen, wie die Anzahl der Türen bei Taxen seien heute nicht mehr angemessen. Es besteht auch kein zwingender Bedarf, dass Taxifahrer und Chauffeure eine Ortskundeprüfung ablegen müssen.

Die Forderungen der cnetz Gruppe

Die vier Forderungen der cnetz Gruppe sehen für Taxis und Mitfahrdienste wie folgt aus:

  1. Sicherheit: Jedes Fahrzeug muss technisch einwandfrei sein und es muss ein Versicherungsschutz für gewerbliche Fahrten bestehen. Die Fahrer müssen in Besitz eines Führerscheins sein (das ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr) und dürfen über keine Vorstrafen verfügen. Der Personenbeförderungsschein muss modernisiert werden, eine Ortskundeprüfung kann auch in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern entfallen. Zum Thema Sicherheit könnte auch ein transparentes Bewertungssystem vorgeschrieben werden, mit Fahrer und Mitfahrer bewertet werden können.
  2. Beförderungspflicht: Unabhängig von der Distanz und der Gepäckmenge müssen Fahrgäste befördert werden.
  3. Mindestversorgung: Es muss sichergestellt sein, dass ausreichend Fahrzeuge auch nachts und in ländlichen Gebieten verfügbar sind. Um die Kosten für die Mindestversorgung zu decken, findet eine Quersubventionierung durch eine Umlage auf alle andere Fahrten statt.
  4. Vermeidung unnötiger Fahrten: Bei App-gestützten Netzwerken müssen die Fahrer keine Werbefahrten durchführen, um Fahrgäste zu finden. Das reduziert die Umweltbelastung. Auch die Rückkehrpflicht für Mietwagen-Fahrer soll entfallen, denn dafür gibt es keinen sinnvollen Grund. Mietwagenfahrer sollen sich auch für weitere Fahrten an zentralen Stellen bereithalten dürfen.

Des weiteren soll die Preisfestsetzung entfallen, also jeder Marktteilnehmer soll die Möglichkeit besitzen, eigene Fahrpreise festzulegen.

Die CDU Gruppe hat das Ziel, den Markt für Innovationen durch die Deregulierung des Personenbeförderungsgesetzes zu öffnen. Außerdem würde die Akzeptanz der Bevölkerung steigen und mehr Wettbewerb würde zu besserer Qualität und mehr Angebot führen.

Staatliche Stellen, kontrollierte Selbstorganisationseinrichtungen der Wirtschaft oder Dritte können die Aufsicht übernehmen. Auch die Monopolkommission fordert eine Reformierung des Personenbeförderungsgesetztes, um mehr Wettbewerb zu ermöglichen. Eine Anpassung würde den Betrieb von Uber, Wundercar und Blacklane vereinfachen.

Bild: O.Horbacz (bestimmte Rechte vorbehalten)

Cabify sammelt 120 Mio. US$ ein

Die Spanische on-demand App für Transportdienstleistungen Cabify hat eine Finanzierung in Höhe von 120 Mio. US$ (ca. 105 Mio. Euro) bei einer Bewertung von 320 Mio. US$ (ca. 280 Mio. Euro) eingesammelt. Cabify ist in Spanien und Latein-Amerika aktiv. Die Finanzierung soll für die Expansion auf beiden Kontinenten genutzt werden. Das Angebot kann bisher in 14 Städten genutzt werden. Demnächst sollen weitere in Brasilien und Argentinien hinzukommen.

Die Finanzierungsrunde wird von dem japanischen Rakuten Konzern angeführt. Rakuten hat sich schon in einer der letzten Runden an Cabify beteiligt. Der japanische E-Commerce Konzern besitzt ebenfalls Anteile an dem Uber-Konkurrenten Lyft.

Weltweite Kooperation

In der letzten Zeit haben anderer Taxi- und Fahrdienst Apps strategische Beteiligungen in Mitbewerbern abgeschlossen. So hat sich Didi Kuaidi an Lyft beteiligt. Außerdem sind einige Investoren an mehreren Transport-Apps auf unterschiedlichen Kontinenten beteiligt. Ganz vorne dabei ist zum Beispiel SoftBank. Das Unternehmen ist sowohl an Lyft, Ola und Grab beteiligt. Es sieht so aus, dass sich weder Lyft, Didi oder Softbank an Cabify strategisch beteiligt haben. Trotzdem wollen die Transport-Netzwerke eng kooperieren, um ein weltweites Netz aufzubauen, das Uber die Stirn bieten kann

Die Didi und Lyft Apps sind seit ein paar Tagen verbunden, so dass chinesische Didi Nutzer bei einem Besuch in den USA Lyft über die Didi App buchen können. Ola aus Indien und Grab aus Süd-Ost-Asien sind ebenfalls Teil des grenzübergreifenden Konsortiums. Die Startups teilen sich nicht nur die Investoren, sondern tauschen sich auch über technologische Verbesserungen und Wachstumsmöglichkeiten aus. Dieses Konsortium verfügt noch nicht über einen starken Partner in Europa oder Lateinamerika. Deshalb ist Cabify eine geeignete Ergänzung. Bleibt abzuwarten, ob sich Cabify in Europa weiter ausbreitet oder ob sich das Unternehmen verstärkt auf den Markt in Südamerika beschränkt.

Kooperation mit Autokonzernen der nächste Schritt

Cabify will sich nach dem erfolgreichen Funding auch mit Autokonzernen über Partnerschaften austauschen. Für Automobilkonzerne stellen die neuen Ridesharing-Netzwerke sowohl eine Gefahr als auch eine Chance dar. Durch die Verfügbarkeit der Mitfahrdienste, reduziert sich das Bedürfnis, ein eigenes Auto zu besitzen. Auf der anderen Seite kann durch die Teilnahme am Ridesharing Markt Geld durch den Mobilitätsservice verdient werden. Der amerikanische GM Konzern ist bereits in die Offensive gegangen und hat sich an Lyft mit einer Summe von 500 Mio. US$ beteiligt.

Starkes Wachstum

Bisher hatte Cabify 30 Mio. US$ eigesammelt. Das Unternehmen ist trotz der geringen Summe (im Vergleich zu Uber und Lyft) schnell gewachsen. Im Jahr 2014 hat sich der Umsatz verneunfacht, 2015 immerhin versiebenfacht. In einigen Märkten ist das Unternehmen laut eigenen Angaben profitabel. Cabify hat sich bisher auf Unternehmenskunden fokussiert und konnte so ohne enorme Ausgaben für Werbung schnell wachsen.

Wettbewerber in Spanien sind Hailo und MyTaxi, in Südamerika sind das von Rocket Internet finanzierte Startup EasyTaxi und Uber aktiv. In beiden Ländern existieren natürlich auch lokale Taxiunternehmen, die im Wettbewerb zu den Beförderungs-Apps stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

Uber zahlt 100 Millionen Dollar

 

In der letzten Woche hatten wir darüber berichtet, dass Uber bisher mehr als 55 Mio. US$ an Strafen und Vergleichssummen zahlen musste. Als offener Fall wurde die Sammelklage der Fahrer im Bezug auf ihre Stellung als unabhängige Partner aufgeführt. Uber Fahrer haben in Kalifornien und Massachusetts geklagt, da sie sich als Angestellte und nicht als unabhängige Partner gesehen haben.

Sammelklage der Fahrer

Auch in diesem Fall haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt, wie Uber mitteilt. Uber zahlt eine Summe von 100 Mio. US$ und kann im Gegenzug dazu die Fahrer weiterhin als unabhängige Partner betrachten. Die Summe wird unter den etwa 385.000 Fahrern aufgeteilt. 94 Mio. US$ der Summe werden sofort fällig, die restlichen 16 Mio. US$ erst, wenn Uber an die Börse geht und der Börsenwert im ersten Jahr auf mehr als 95 Milliarden US$ steigt.

Langfristig spart sich Uber Kosten

Der Vergleich bringt für Uber hohe einmalige Kosten mit sich. Langfristig wird sich Uber dadurch höhere Kosten sparen. Müsste Uber alle Fahrer als Festangestellte betrachten, wären Kosten für Sozialversicherung, Krankenversicherung, Ausgleich für Überstunden und Krankheit fällig. In Summe übersteig das leicht die Vergleichssumme von 100 Mio. US$. Hätte Uber die Fahrer einstellen müssen, wäre das eine Bedrohung für das Geschäftsmodell von Uber gewesen.

Fahrer wollen selbstständig sein

Uber hat immer darauf verwiesen, dass die Fahrer es vorziehen, unabhängig zu sein. So können sie sich ihre Zeit frei einteilen und auch für weitere Plattformen, z.B. Lyft fahren.

Uber verpflichtet sich auch dazu, den Fahrern weitere Informationen zukommen zu lassen, warum ihnen der Zugang zur Plattform verwehrt wird. Uber Fahrer dürfen beziehungsweise nicht ohne ersichtlichen Grund ausgeschlossen werden. Uber wird den Nutzern mitteilen, dass Trinkgeld nicht im Fahrpreis enthalten ist. Außerdem dürfen die Fahren Schilder in ihren Fahrzeugen anbringen, auf denen sie um Trinkgeld bitten.

Weitere Fälle noch offen

Einige Lieferstartups haben den Fall mit Interesse verfolgt, auch auch deren Modell auf selbstständigen Fahrer beruht. Gegen Startups wie Postmates laufen ebenfalls Sammelklagen. Auch in Deutschland müssen sich die Fahr- und On-Demand Dienste mit dem Thema auseinandersetzten. Hier besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Bild: 5chw4r7z (bestimmte Rechte vorbehalten)

Seit 2009 musste Uber 61.9 US$ Strafe zahlen

Seit dem Start im Jahr 2009 musste Uber hohe Summen an Strafe bezahlen. Die Summe von fast 62 Mio. US$ (ca. 54 Mio. Euro) übertrifft die Finanzierung, die einige Uber Konkurrenten bisher erhalten haben. Uber hat bisher mehrere Milliarden US$ eingesammelt und wird aktuell mit 62 Milliarden US$ bewertet. Bisher wurde Uber allein in den USA mehr als 170-mal angeklagt.

„Safe ride fee“ Urteil: 25 Mio. US%$ (22 Mio. Euro)

Status: beigelegt

Im vor kurzem beigelegten Verfahren in Kalifornien hat Uber eingewilligt, seine Marketingstrategie zu ändern. Eine Uber Fahrt wird nicht mehr als sicherste Alternative bezeichnet. Die Fahrerüberprüfung wird nicht mehr als „der Goldstandard“ bezeichnet. Die 1 US$ „Safe ride fee“ wird in Buchungsgebühr umbenannte. Uber wurde vorgeworfen, dass es nicht richtig ist, dass Uber führend bei der Überprüfung der Fahrer ist. Uber hat eingewilligt, 10 Mio. US$ an Strafe zu zahlen. Weitere 15 Mio. US$ werden fällig, wenn sich Uber in den nächsten 2 Jahren nicht an die Vereinbarung hält.

Sammelklage wegen Sicherheitsbedenken: 28.5 Mio. US$ (25 Mio. Euro)

Status: beigelegt

In zwei Sammelklagen, die sich beide mit dem Thema Sicherheit beschäftigt haben, hat Uber eingewilligt, 25 Mio. Euro zu zahlen, um zu einer Einigung zu gelangen. Uber-Nutzer haben gegen Uber geklagt, da sie ihre Sicherheitsgebühr “Safe ride fee” zurück haben wollten. Begründet wurde es mit den missverständlichen Informationen, die Uber über die Sicherheitsgebühr verbreitet hat. Jeder der Kläger hat das Anrecht auf einen kleinen Teil der Summe von 25 Mio. Euro. Uber hat einige PR-Desaster im Bezug auf die Sicherheit erlebt.

Verstöße in Frankreich: 1.3 Mio. US$ (1.2 Mio. €)

Status: beigelegt

Im Januar 2016 wurde Uber in Frankreich zu einer Strafe von 1.2 Mio. Euro verurteilt. Uber wurde verklagt, da die Uber-Fahrer gegen die Regeln des französischen Transportgesetztes verstoßen haben. Wie bei Uber üblich haben sich die Fahrer in den Straßen bereitgehalten, um auf Aufträge zu warten. Dieses Vorgehen ist aber nur für lizensierte Taxi Fahrer zulässig, die für ihre Lizenz bezahlen. Ein vergleichbares Gesetz existiert in Deutschland. Nur Taxis dürfen sich bereithalten, um Fahrgäste aufzunehmen. Mietwagenfahrer müssen zu ihrem Betriebssitz zurück kehren, wenn sie keine im Voraus gebuchte Fahrt haben.

Datenfehler: 7 Mio. US$ (6 Mio. Euro)

Status: beigelegt

Uber hat in Kalifornien gegen die Berichtspflicht der Transportbehörde California Public Utilities Commission verstoßen. Im Januar 2016 haben sich die Behörde und Uber darauf geeinigt, dass Uber 5 Mio. Euro Strafe zahlen muss. Hätte sich Uber geweigert, die Gebühr zu zahlen, wäre es Gefahr gelaufen, die Betriebslizenz zu verlieren. Uber wurde vorgeworfen, nicht genügend Daten über das operative Geschäft geliefert zu haben. Unter anderem wurde Zahlen über Kunden zurückgehalten, die eine Anfrage bezüglich der Beförderung von körperlich eingeschränkten Personen gestellt haben. Über Unfallursachen von Uber-Fahrern wurden auch nicht ausreichend Daten geliefert. Vor ein paar Tagen hat Uber den ersten Transparency-Bericht an die Behörden übermittelt.

Fahrer übernachten in Fahrzeug: 15.000 US$ (13.000 Euro)

Status: beigelegt

Eine bei Uber registrierte Fahrerin hat Uber auf mehr als 13.000 Euro verklagt. Sie hat im ihren Auto gelebt und hat von Uber eine Entschädigung für nicht gezahlten Verdienst, nicht gezahlte Auslagen und fälschlicherweise abgezogene Beträge verlangt. Uber war zwar anderer Meinung, hat sich aber dazu entschlossen, den Fall beizulegen.

Einigung in New York: 20.000 US$ (17.000 Euro)

Status: beigelegt

Im Jahr 2014 hat ein Fall für Aufregung gesorgt. Der General Manger von Uber in New York soll eine Journalistin damit verunsichert haben, dass Uber im God Mode nachverfolgen kann, wohin sie sich bewegt. Daraufhin wurden die Datenschutzregeln bei Uber in einer 14-monatigen Untersuchung unter die Lupe genommen. Als Folge musste Uber die Geo-Daten der Fahrten verschlüsseln.

Auseinandersetzung in Alaska: 78.000 US$ (68.000 Euro)

Status: beigelegt

In Alaska musste Uber 68.000 € Strafe zahlen, da Fahrer fälschlicherweise als unabhängige Vertragspartner und nicht als angestellte Fahrer eingestuft wurden. Die Behörden haben Uber vorgeworfen, dass sich das Unternehmen so Arbeitslosenversicherung, Steuern und Zuschläge spart. Uber war in Anchorage für sechs Monate aktiv. Da keine Einigung mit den Behörden gefunden wurde, wurde der Fahrservice wieder eingestellt.

Tragischer Unfall mit Todesfolge: unbekannte Summe

Status: beigelegt

Silvester 2013 wurde in San Francisco ein Kind von einem Fahrer überfahren und getötet, der zwar keinen Fahrgast an Board hatte, aber in der Uber Fahrer-App online gewesen ist. Uber wollte sich erst darauf berufen, dass der Fahrer keinen Auftrag am Unfallzeitpunkt hatte. In Kalifornien wurde daraufhin ein Gesetz erlassen, das besagt, dass Ridesharing Dienste auch eine Versicherung abschließen müssen, die Fahrer auch zwischen Fahrten versichert.

Massenklage der Fahrer

Status: noch offen

Diese Massenklage könnte weitreichende Folgen für die gesamte Sharing Economy in den USA haben. Uber wurde von Fahrer verklagt, die fordern, dass sie als Angestellte und nicht als unabhängige Partner anerkannt werden. Sie fordern die Rückerstattung von Auslagen, inklusive Benzingeld und Reparaturkosten.

Wenn Uber die Fahrer als Angestellte beschäftigen muss, dann verliert das Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil. Die Fahrerkosten würden steigen, da Beiträge für Arbeitslosenversicherung und Sozialversicherung fällig wären. Außerdem hätten die Fahrer Anspruch auf die Rückerstattung von Benzingeld.

Insgesamt musste Uber bisher mehr als 60 Mio. US$ Strafe zahlen. Da viele Fällen nach offen sind, wird diese Summe in den nächsten Monaten und Jahren steigen.

Bild: 5chw4r7z (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ridelink von Rocket, Lyft und Didi legen los

Kurznachrichten: Die beiden Taxi- und Fahrdienst-Apps Lyft und Didi starten ihre Kooperation. Rocket startet Carsharing Plattform Ridelink demnächst in Deutschland. Uber unterstützt neue Fahrer mit bis zu 1000 Euro.

Lyft und Didi Kuaidi starten ihre Partnerschaft für chinesische Reisende

Lyft und Didi haben sich zusammengeschlossen, um dem Fahrdienst Uber die Stirn zu bieten. Beide Unternehmen verfügen teilweise über die selben Investoren. Chinesische Reisende, die sich in den USA aufhalten, können ab sofort über die Didi Kuaidi App einen Fahrservice buchen. Diese Fahrten werden dann von den Lyft-Fahrern durchgeführt.

Diese grenzübergreifende Kooperation wird bald auf Indien und Süd-Ost Asien ausgeweitet. In Indien haben sich Didi und Lyft mit Ola zusammengeschlossen, in Süd-Ost Asien mit Grab.

Lyft und Didi arbeiten auch daran, dass Lyft Nutzer über die Lyft-App den Ridesharing Dienst in China buchen können. Diese Kooperationen wurden bereits im letzten Dezember angekündigt. Lyft hat sich dazu entschieden, auf Kooperationen zu setzten und nicht selbst vor Ort den Service aufzubauen. Konkurrent Uber baut hingegen in jeder Stadt eine eigene Flotte an Fahrern auf. (via Forbes)

Rocket verzögert den Start von Ridelink

Rocket verzögert den Start der Ridesharing Plattform Ridelink. Die Plattform soll in den kommenden Wochen starten. Ridelink basiert auf dem selben Geschäftsmodell, wie Drivy, Carunity und Tamyca. Autobesitzer können über die Plattform ihre Privatfahrzeuge vermieten, wenn sie diese nicht selber benötigen. Die potentiellen Mieter finden im Vergleich zu den großen Autovermietungen meist günstigere Angebote und im Idealfall steht das Auto auch gleich um die Ecke. Der Autobesitzer kann durch die Vermietung seines Fahrzeugs Geld verdienen. Für die Verzögerung in Deutschland soll die schwierige Suche nach einer Versicherung verantwortlich sein. Ridelink wurde unter dem Namen Drivejoy in Großbritannien gegründet. Zusätzlich ist das Unternehmen auch in Spanien aktiv. Das Team in London wurde in den letzten Monaten aufgelöst, das Unternehmen wird jetzt aus Barcelona und Berlin gesteuert.  (via Gründerszene)

Uber stattet Fahrer nach Bedarf mit Bargeld aus

In Kalifornien und Michigan hat Uber ein neues Pilotprogramm gestartet. Ab sofort können Fahrer bis zu 1000 US$ erhalten, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen. Der Fahrdienst hat sich mit einem Anbieter für Finanzdienstleistungen zusammengetan. Mit dem Angebot sollen Fahrer angesprochen werden, die kurzfristig Ausgaben decken müssen. Bisher können nur neue Fahrer dieses Angebot in Anspruch nehmen. Ein Teil der Summe wir bei Registrierung ausgezahlt, der Rest, nach dem die erste Fahrt durchgeführt wurde. Die Fahrer haben 15 Wochen Zeit, um den Betrag zurückzuzahlen. Alternativ werden die Raten einfach von dem wöchentlichen Gehalt der Uber-Fahrer abgezogen. Uber will so weitere Fahrer gewinnen und hat mit ähnlichen Programmen bereits positive Erfahrungen gesammelt. Der Kampf um Fahrer in den USA wird immer schwieriger. Deshalb entwickeln die Konkurrenten Uber und Lyft laufend spannende Angebote für ihre Fahrer. Lyft arbeitet mit Hertz, Shell und GM zusammen, um attraktive Pakete für die Fahrer anbieten zu können. (via Venturebeat)

Bild: NASA Goddard Space Flight Center (bestimmte Rechte vorbehalten)

Daimler mit Moovel in USA und car2go in China

Zwei Nachrichten aus dem Hause Daimler. Daimler bemüht sich als Automobilkonzern im Bereich alternativer Mobilität zu etablieren. In den USA werden die Investitionen in RideScout und GlobeSherpa unter der schon hierzulande bekannten Marke Moovel gebündelt. In China startet die Daimler-Tochter Car2Go ein Carsharing-Angebot. Neben Daimler investieren auch die Konzerne Ford und General Motors in alternative Mobilitätsdienstleistungen.

Daimler bündelt RideScout und GlobeSherpa in Moovel

Daimler bündelt die beiden Startups RideScount und GlobeSherpa in Moovel North America. RideScout wurde von Daimler im Jahr 2014 übernommen. Das Unternehmen bietet den Nutzern ein App, mittels derer der schnellste Weg von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt wird. GlobeSherpa ist eine App für mobiles Ticketing für öffentliche Verkehrsmittel. Moovel soll global als führender Anbieter von alternativer Mobilität und alternativen Mobilitätslösungen aufgebaut werden. In Deutschland ist Moovel schon seit ein paar Jahren aktiv, konnte sich aber noch nicht richtig durchsetzen. Zu Moovel gehört auch der Taxi Dienst MyTaxi. (via Automobil Produktion)

Car2go startet in China

Mit 400 Smarts expandiert die Daimler-Tochter Car2Go nach China. In der chinesischen Großstadt Chongqing können seit heute die Carsharing-Fahrzeuge per App gebucht werden. Insgesamt sind 400 Fahrzeuge im Einsatz, die auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern verteilt sind. Bis Herbst soll die Flotte um weitere 200 Fahrzeuge aufgestockt werden. In China trägt die Marke den Zusatz JiXing. Auch in der 30-Millionen-Stadt Chongqing sind die Fahrzeuge im Free-Floating System unterwegs, sprich sie können im Stadtgebiet angemietet und einfach wieder abgestellt werden. Wenn das Experiment in Chongqing erfolgreich ist, sollen weitere chinesische Städte hinzukommen. Car2go ist somit in 32 Städten aktiv und betreibt eine Flotte von 14.400 Fahrzeugen. Über eine Millionen Kunden sind bereits registriert, Tendenz steigend. Konkurrent BMW verfügt bei seinem DriveNow bzw. ReachNow Angebot über 4000 Fahrzeuge und mehr als 500.000 Nutzer. Erst letzte Woche wurde der ReachNow Carsharing Service in de USA gestartet. (via Automobilwoche)

Bild: Car2Go von Open Grid Scheduler / Grid Engine (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Lieferfahrzeuge

Dispatch sammelt 2 Mio. US$ für selbstfahrende Lieferfahrzeuge ein

Dispacht entwickelt eine Flotte an kleinen autonomen Lieferfahrzeugen, die sich auf dem Geh- oder Fahrrad fortbewegen sollen. Mit den Lieferfahrzeugen sollen autonome Warensendungen an Kunden zugestellt werden. Dispatch hat nun 2 Mio. US$ von Andreessen Horowitz und weiteren Investoren eingesammelt. Das Unternehmen hat im Moment nur 2-3 Festangestellte, mit dem Funding soll unter anderem das Team aufgestockt werden.

Dispatch will mit den selbstfahrenden Gefährten die Lieferkosten reduzieren. Das erste Fahrzeug hört auf den Namen Carry und kann bis zu 50 Kg transportieren. Der Laderaum ist in vier Bereiche unterteilt, so dass pro Tour mehrere Lieferungen transportiert werden können. Bisher testet das Unternehmen die Lieferfahrzeuge in einem Pilotprogram an einer amerikanischen Universität. Dort werden Pakete, Briefe und andere Gegenstände der Studenten zugestellt.

Per App können die Studenten das Fahrzeug verfolgen, sobald das es angekommen ist, wird der Laderaum per App geöffnet. Die Fahrzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, außerdem sind sie lernfähig. Dank künstlicher Intelligenz können sie mit der Zeit immer besser in komplexeren Situationen navigieren.

Dispatch könnte das Problem einiger on-demand Startups lösen, die mit hohen Kosten für die Lieferung auf der letzten Meile zu kämpfen haben. Im Moment müssen dafür Fahrer bezahlt werden, deren Kosten die Marge dahin schmelzen lassen.  (via WSJ)

Amazon und Microsoft kurz vor Beteiligung an Here

Laut Daimler stehen die beiden Unternehmen Amazon und Microsoft kurz vor einer Beteiligung an dem Kartendienst Here. Here wurde im vergangenen Jahr von einem Konsortium an Automobilkonzernen von Nokia übernommen. Here wird weiterentwickelt und soll den Herstellern BMW, Audi und Mercedes als Grundlage für die Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge dienen. Amazon und Microsoft kommen dabei in erster Linie als Provider für die Cloud-Technologie in Betracht, die Here benötigt, um die Datenmengen zu speichern. Für Amazon könnte Here auch unter anderen Gesichtspunkten interessant sein, falls das Unternehmen eine Flotte an selbstfahrenden Lieferfahrzeugen entwickeln sollte. (via The Verge)

Bild: Screenshot Dispatch Website (alle Rechte vorbehalten)

Wirbel bei Valk Fleet: Management bedroht, Gehälter nicht gezahlt

Vor ein paar Wochen hat Delivery Hero angekündigt, dass das Tochterunternehmen Valk Fleet aufgegeben wird. Valk Fleet hatte eine Lieferflotte für Restaurants angeboten, die über keine eigenen Fahrer verfügen oder die Lieferungen auslagern wollen.

Wie TechCrunch berichtet, scheint die Abwicklung von Valk Fleet nicht ganz reibungslos zu verlaufen. Ehemalige Fahrer und Angestellte beschweren sich, dass ihnen das Unternehmen noch ausstehendes Gehalt schuldet. Außerdem haben Angestellte und Manager des Unternehmens Todesdrohungen von Fahrern erhalten, da sie nicht bezahlt wurden. Begründung von Delivery Hero ist, dass das Unternehmen unter Aufsicht gestellt wurde. Alle Zahlungen wurden von dem zuständigen Verwalter eingefroren. Fahrer und Angestellte müssen nun ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen. Es ist nicht bekannt, wie viele Fahrer und Angestellte betroffen sind.

Die hohe Burn Rate in den letzten Monaten soll dem Unternehmen das Genick gebrochen haben. Der Fokus lag ausschließlich auf Wachstum, was zu einem monatlichen Burn von etwa 700.000 britischen Pfund (ca. 870.00 Euro) geführt habe soll. Zu Hochzeiten wurden etwa 100.000 Bestellungen pro Monat ausgeliefert, was sich durchaus sehen lassen kann. Laut Delivery Hero war es nicht möglich, mit einer Bestellung genügend Umsatz zu generieren, um die Kosten der Lieferung zu decken. Die Restaurants haben zwischen 3.50 und 4.50 Pfund für eine Lieferung bezahlt, die Kosten auf Valk Fleet Seite lagen aber bei 8 Pfund pro Bestellung. Neben den hohen Kosten hatte das Geschäftsmodell von Valk Fleet einige Schwächen. So wurde der Service für eine fixe Gebühr angeboten, am Umsatz war Valk Fleet nicht beteiligt.  Valk Fleet hat mit Schnellrestaurants, wie Burger King zusammengearbeitete. Der durchschnittliche Warenkorb bei Schnellrestaurants dürfte gering sein, im Vergleich zu den hochwertigen Restaurants, mit denen Deliveroo und Foodora  zusammenarbeiten.

Delivery Hero hat im letzten Jahr die Beteiligung an Food Express fallengelassen, um Valk Fleet aufzuziehen. Food Express musste damals Insolvenz anmelden und wurde letztendlich von  Lieferando übernommen. Die meisten Fahrer dürften bereits bei anderen Lieferstartups untergekommen sein. Delivery Hero konzentriert sich nun voll auf Foodora.

Bild: McDonald’s Delivery Fleet von lamoix (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi kann mit „WhatsApp Taxi“ bestellt werden

Zwei Kurznachrichten aus dem Taxi- und Mobilitätsbereich: Über WhatsApp kann direkt ein Taxi bestellt werden. Der ehemalige Gründer und CTO von Sidecar wechselt von GM zu Uber.

Taxi kann mit WhatsApp Taxi bestellt werden

Ab sofort kann in einigen Deutschen Großstädten ein Taxi per WhatsApp Nachricht bestellt werden. Taxi Deutschland beschreitet mit WhatsApp Taxi neue digitale Wege, um mehr Bestellungen zu erhalten. Der Nutzer muss die Servicenummer 0170 3398423 als Kontakt abgespeichert haben, damit ein Taxi per Chat bestellt werden kann. Bestellt wird das Taxi über das Teilen des eigenen Standorts. Danach muss die Bestellung nur noch bestätigt werden. Mit einer ähnlichen Funktion sind andere Messangerdienste bereits vor einiger Zeit gestartet. So kann über WeChat ein Taxi in China bestellt werden. Google hat vor kurzem Taxidienste in die Karten-App Google Maps integriert. Taxi Deutschland versucht sich mit dem WhatsApp Taxi Angebot besser von der Konkurrenz MyTaxi und Uber abzugrenzen. (via FAZ)

Sidecar Gründer verlässt GM und wechselt zu Uber

Sidecar musste wegen der Übermacht von Uber aufgeben. Einer der Gründer wechselt jetzt zu Uber, nachdem Sidecar von General Motors übernommen wurde. Der Mitgründer und CTO von Sidecar Jahan Khanna übernimmt bei Uber das „Vehicle Solutions Growth Team“. Dieses Team ist dafür verantwortlich, dass interessierte Fahrer mit Fahrzeugen versorgt werden. Unter anderem wird von dem Team das Leasing Programm für Fahrer betreut. Sidecar war einer der ersten Ridesharing Anbieter auf dem amerikanischen Markt und kam mit einigen interessanten Features auf den Markt, die dann von Lyft und Uber kopiert wurden.

Sidecar hat weit weniger Finanzierung erhalten, als Uber und Lyft. Deswegen konnte das Startup den Preiskampf der beiden Kontrahenten nicht mitgehen und musste letztendlich aufgeben. Anfang 2016 wurde Sidecar von GM übernommen. Kurz danach hat GM 500 Mio. US$ in Lyft investiert und mit Maven seine eigene Carsharing Plattform gestartet. (via Business Insider)

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