Bye Bye Lodon, car2go zieht sich aus UK zurück

Aus Hallo London wird Bye Bye London. Wie car2go über die Website mitteilt, wir der Service in London und Birmingham Ende des Monats eingestellt. Somit wird sich car2go komplett aus dem britischen Markt zurück ziehen.

Wie car2go schreibt, besitzen die Engländer lieber ihr eigenes Auto, als dass sie Car Sharing Angebote nutzen. London wurde im Jahr 2012 gestartet, Birmingham ist dann im Jahr darauf gestartet.

Vor allem mit dem Free-Floating Modell hat sich car2go schwer getan, die benötigten Genehmigungen zu erhalten. So konnte in London z.B. kein Gebiet abgedeckt werden, das groß genug ist, ummehr Neukunden von dem Modell zu überzeugen. Wie das Handelsblatt schreibt, musste mit jeder Verwaltung der 32 Bezirke einzeln verhandelt werden, um die Parkraumnutzung genehmigt zu bekommen. Insgesamt konnten weniger als 10.000 Kunden in den beiden Städten gewonnen werden, was im Vergleich zu anderen Städten sehr gering ist.

In Berlin und Hamburg gibt es etwa 70.000 registrierte Kunden, in Mailand und Rom kamen in den ersten 5 Monaten zusammen 110.000 Registrierungen hinzu. Damit sich das Modell lohnt, müssen in pro Tag 5-8 Fahrten pro Fahrzeug absolviert werden. In Berlin gibt es ca. 1200 car2go Fahrzeuge, d.h. es werden im Schnitt sechs- bis zehntausend Fahrten absolviert. Auf jeden registrierten Nutzer entfallen im Schnitt also 3-4 Fahrten pro Monat.

Laut Wikipedia hatte car2go in London 500 und in Brimingham 250 Fahrzeuge auf der Straße. Um die Autos in London auszulasten, wären mehr als 25.000 Nutzer nötig gewesen, in Birmingham mehr als 12.500.

Bleibt abzuwarten, ob car2go eine neue Stadt startet (z.B. Sydney), in der die Rechtslenker Fahrzeuge eingesetzt werden können, oder ob die Fahrzeuge auf dem freien Markt verkauft werden

Car2go wird sich weiter auf die erfolgreicheren Märkte fokussieren, mittlerweile ist man in 25 Städten weltweit und mehr als 700.000 Kunden sind registriert. Schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen noch nicht. Seit kurzem ist auch eine europaweite Nutzung von car2go möglich, dank des Moovel-Accounts muss man sich nicht mehr in jeder Stadt extra anmelden, sofern das denn überhaupt möglich war.

GrabTaxi, das myTaxi aus Südost-Asien erhält 15 Mio. US$ in weiterer Finanzierung

Das Taxi-Startup GrabTaxi hat verkündet, dass es in ein weiteren Finanzierungsrunde (Series B) 15 Mio. US$ eingesammelt hat. Interessanterweise wurde im letzten Monat erst der Abschluss der letzten Finanzierungsrunde verkündet. Vertex Venture Holding hat die erste Runde angeführt und in der Series B ebenfalls investiert. Angeführt wurde die letzte Finanzierungsrunde von GGV Capital, die Travel-Plattform Qunar (ebenfalls von GGV Capital unterstützt) hat auch investiert. Die Summe, die in der Series A geflossen ist, wurde nicht genannt, CEO Anthony Tan betont aber, dass es mehr als 10 Mio. US$ waren.

Das Konzept von GrabTaxi ist mit myTaxi vergleichbar, über eine Smartphone App kann per Knopfdruck ein Taxi geordert werden und das Taxi kann verfolgt werden, wie es zu einem fährt. Die Bezahlung ist wohl noch nicht über die App möglich, evtl. auch weil die Kreditkartenabdeckung in Südost-Asien nicht sehr hoch sein wird.

Weitere ähnliche Konzepte in der Region sind Uber und das von Rocket Internet finanzierte EasyTaxi. Das deutsche Startup myTaxi hat es noch nicht nach Asien geschafft, mal sehen, ob sie sich irgendwann auch in diesen Markt trauen.

Laut Ankündigung von GrabTaxi, wird die Series B genutzt, um weitere Städte zu eröffnen. Ausserdem sollen Fahrer durch Motivations-Programme näher an das Unternehmen gebunden werden und Fahrgäste mehr animiert werden, häufiger zu fahren. Bisher ist GrabTaxi in 5 Ländern und 13 Städten aktiv, darunter sind z.B. Bangkok, Manila oder Kuala Lumpur. Jakarta in Indonesien wird wohl als nächstes gestartet. Die App (neben iOS und Android auch für Blackberry und Windows Phone verfügbar) wurde bisher mehr als 1,2 Millionen mal geladen. In den Städten, die live sind, wurden mehr als 20.000 Fahrer on-geboarded und mehr als 250.000 Kunden nutzen die App mindestens einmal im Monat, um ein Taxi zu rufen.

Laut Jixun Foo, Managing Partner von GGV Capital versteht das Team rund um Anthony Tan, wie die lokalen Märkte funktionieren. Er geht davon aus, dass GrabTaxi die Transport-App in Südost-Asien wird und Didi für China.  GGV ist übrigens auch am Berliner Startup Soundcloud beteiligt, sowie an Square, Pandora, Alibaba oder hoteltonight.  Didi Dache hat vor ein paar Monate eine Runde über 100 Mio. US$ abgeschlossen.

Uber bestätigt “rekordverdächtige” Finanzierungsrunde und kooperiert mit AT&T

Wie schon vor einigen Tagen berichtet, ist Uber dabei, eine weitere Finanzierungsrunde abzuschließen. Auf der CODE Konferenz hat Uber CEO Travis Kalanick eine rekordbrechende Bewertung seines Unternehmens bestätigt. Insgesamt könnten zusätzlich mehr als 500 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, seit der Gründung im Jahr 2010 wurden schon mehr als 300 Mio US$ Risiko-Kapital aufgenommen.

Für Uber interessieren sich Private-Equity Funds, wie BlackRock, die z.B. auch einer der größten Aktionäre der Deutschen Bank sind.  An der Bewertung von 17 Milliarden US$, die vom Wall Street Journal in den Raum gestellt wurden, scheinen nicht aus der Luft gegriffen zu sein. Den Rekord, den Uber wohl brechen wird, ist die 10 Milliarden Bewertung von Startups wie Dropbox oder Airbnb.

Was rechtfertigt die Bewertung?

Travis Kalanick hat ebenfalls bestätigt, dass sein Unternehmen an den selbstfahrenden Fahrzeugen von Google interessiert ist. Er sagte: “Wenn kein Fahrer im Fahrzeug ist, sind die Kosten für ein Uber günstiger, als würde man ein eigenes Auto besitzen.”

Man kann davon ausgehen, dass Uber ein Teil von Googles Pilot-Phase sein wird, um die Fahrzeuge zu testen. Bis es soweit sein wird, wird allerdings noch einige Zeit verstreichen, da sich die Fahrzeuge noch in einem frühen Entwicklungsstatuts befinden. Über die Uber-App können, falls die Fahrzeuge straßenverkehrstauglich sind und falls genügend Prototypen vorhanden sind, die fahrerlosen Fahrzeuge bestellt werden.

Bis es soweit ist, werden noch mehrere Jahre ins Land gehen, zuvor werden Uber und Google schon näher zusammen rücke. Seit dem 258 Millionen US$ Investment von Google in Uber wurde in einem ersten Schritt die Möglichkeit zu Google Maps hinzugefügt, ein Uber über die App zu bestellen. Zur Zeit wird noch die Uber App geöffnet, wenn man auf die Option drückt, in der Zukunft sieht man vielleicht die Uber Fahrzeuge direkt in Google Maps. Außerdem hat Uber ein neues Programm für Fahrer un Fahrgäste  angekündigt, das auf Android Smartphones basiert.

Die Uber App wird auf jedem Android Smartphone vor-installiert sein, das vom größten amerikanischen Telefonanbieter AT&T verkauft wird. Ausserdem wird AT&T Provider für die Fahrer-Smartphones, die sich auf ein schnelles un zuverlässiges Netz verlassen können müssen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Schön zu sehen, dass Uber nicht nur die Fahrgast, sondern auch dir Fahrerseite berücksichtigt, wenn es um Verbesserungen geht. Die Uber App wird dank des Deals auf etwa 50 Millionen Smartphones in den USA sein. Das deutsche Taxi-Startup myTaxi hatte bereits vor einiger Zeit einen Deal mit Samsung geschlossen, die myTaxi App wurde auf jedem Samsung Smartphone und Tablet vor-installiert. Mit Telekom (T-Ventures) als Investor, wurden auch Mobilfunk-Verträge an die Taxifahrer verkauft, Gerüchten zu Folge war auch jeder Taxifahrer verpflichtet, die myTaxi Fahrer App auf einem Smartphone mit Telekom Karte zu betreiben.

Ausserdem ist Uber dabei, aggressiv zu expandieren, mittlerweile ist der Service in mehr als 100 Städten weltweit verfügbar, die jährliche Run-Rate liegt laut WSJ bei 1,5 Milliarden US$. Die Versicherungssituation wurde mittlerweile ebenfalls gelöst, sogar die Versicherungslücke zwischen den Fahrten wurde geschlossen. Uber experimentiert ausserdem mit weiteren Services, so wurde in New York UberRush gestartet, ein Kurierservice für Same Day Delivery.

Nicht nur die wachsende Run-Rate, auch die Aussicht auf Uber mit fahrerlosen Fahrzeugen, evtl. als Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr und die weitere Diversifikation können die hohe Bewertung rechtfertigen.

Google stellt erstes eigenes selbstfahrendes Auto vor – ohne Lenkrad und Pedale

Nach dem Goolge schon seit einigen Jahren mit selbstfahrenden Fahrzeugen auf Basis eines Toyota Prius experimentiert, folgt jetzt das erste Auto, das von Grund auf selbst entwickelt wurde. Es verfügt über 2 Sitze, sieht aus wie ein Tata Nano und fährt max. 40 km/h.

Das erste Auto sieht niedlich aus, fast wie ein Kinderspielzeug. Das Aussehen ist wahrscheinlich gewollt, um die Bedenken rund um selbstfahrende Fahrzeuge zu minimieren. Der Fokus wird so auch nicht auf ein cooles Aussehen gelegt, sondern auf den Innovationsfaktor und das Veränderungspotential, das das Fahrzeug mit sich bringt. Um Aussehen soll sich später gekümmert werden, am Anfang steht die Lernerfahrung im Vordergrund.

httpv://www.youtube.com/watch?v=CqSDWoAhvLU

Vom Formfaktor her ist das Fahrzeug mit einem Tata vergleichbar, im entfernten auch mit dem eines VW Käfers. Die Front besteht komplett aus Schaumstoff und die Windschutzscheibe ist nicht aus Glas, das zersplittern kann, sondern aus Kunststoff. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist auf 25 Meilen/Stunde, entspricht etwa 40 km/h begrenzt, um schwere Verletzungen bei Unfällen zu vermeiden.

Das Fahrzeug verfügt über 2  Sitze, Lenkrad, Pedale und Schaltung existieren nicht. An Board sind 2 mechanische Kontrollsysteme, eines als Backup, falls eines ausfällt. Wie das mechanische Kontrollsystem aussieht, wird nicht genauer detailliert.

Wie schon bei den ersten Prototypen, befindet sich ein Turm auf dem Dach des Fahrzeugs, der mit unterschiedlichen Lasern bestückt ist. Die Laser tasten die Umgebung ab und sind für den 360-Grad Blick des Fahrzeugs verantwortlich. Die Form des Fahrzeugs wird für die bessere Rundumsicht der Laser sorgen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, befinden sich an der Front  und am Heck des Fahrzeugs ebenfalls eine Sensor-Einheit, welche die Umgebung überwachen.

Bei früheren Fahrzeugen wurde das selbstfahrende System auf existierende traditionelle Fahrzeuge montiert. Das vorgestellte Fahrzeug ist der erste Entwurf, der komplett neu von Google gestaltet wurde. Das hat den Vorteil, das das Auto besser an die Technik angepasst werden kann und jedes Teil des Fahrzeug so gestaltet werden kann, wie man es gerne hätte. So kann z.B. das Fahrzeug sicherer und zuverlässiger gestaltet werden.

Die Ausstattung der Fahrzeuge ist übersichtlich und wenig luxuriös. An Board befinden sich 2 Sitze, Getränkehalter und ein Not-Knopf. Wie es aussieht, ist der erste Prototyp auch noch nicht mit Spätere Versionen sind bestimmt mit einem Android betriebenen Entertainment-System ausgestattet. Unklar bleibt auch, wie die Zieleingabe funktioniert, bevor auf den Go-Knopf gedrückt wird, um die Fahrt zu starten.

Google plant, 100 – 200 Fahrzeuge produzieren zu lassen, bis zum Ende des Jahres sollen die Genehmigungen der Sicherheitsbehörden abgeschlossen sein. Wer die Autos produziert, wird nicht verraten.

Bisher gab es noch keinen Unfall mit den neuen Fahrzeugen, es wurde aber auch in einer abgesicherten Umgebung getestet.

Für Goolge ist das selbstfahrende Auto ein Teil der großen Vision, die Transportwelt zu revolutionieren. Vor allem für ältere, junge und körperlich eingeschränkte Personen wird es durch selbstfahrende Fahrzeuge ganz neue Möglichkeiten geben.

 

Tesla mit mehr als 100 Supercharger Stationen weltweit

Tesla hat vor kurzem die 100. Supercharger Station installiert. Tesla Besitzer können ihr Fahrzeug an den Supercharger Stationen umsonst aufladen. Innerhalb von 30 Minuten kann an einer Supercharger Station genügend Energie für etwa 250 km geladen werden.  Besitzer eines Tesla S können über den 17″ Bildschirm im Auto den Weg zur nächsten Station finden.

Das Ziel von Tesla ist, dass im Umkreis von 160 km eine Supercharger Station erreichbar ist. In den USA ist das Netz der Stationen bereits so dicht, dass die meisten Langstreckenfahrten ohne Probleme gemeistert werden können, bis Ende des kommenden Jahres sollen etwa 98% der US Bevölkerung abgedeckt sein.

Ein Großteil der Stationen steht in den USA, gefolgt von Europa und Asien. In den kommenden Monaten soll die Anzahl der Stationen schnell ausgebaut werden. In Deutschland werden die Stationen in Kooperation mit der Deutsch Bahn aufgebaut.  DM Energie, eine Tochter der Deutschen Bahn kümmert sich um die Installation der Säulen, gemeinsam mit dem Elektroauto-Dienstleister The Mobility House wird auch der Betrieb der Stationen übernommen.

Laut Manager Magazin sollen bis Ende des Jahres etwa 50 Stationen stehen und damit eine Flächendeckende Versorgung möglich sein.

Ein Tesla hat eine Reichweite von mindestens 390 km, manche Modelle sogar ca. 500 km, somit muss dass Netz der Tankstellen nicht so dicht sein.

Supercharger Stationen, die aktuell in Europa Betrieb sind (Quelle: Tesla Motors)
Supercharger Stationen, die aktuell in Europa Betrieb sind
(Quelle: Tesla Motors)
Supercharger Stationen von Tesla, die Ende des Jahres in Betrieb sein sollen
Supercharger Stationen, die in Europa im Winter 2014/15 in Betrieb sein sollen (Quelle: Tesla Motors)

Die Grafiken von Tesla verdeutlichen, wie schnell das Netz ausgebaut werden soll und welche Bereiche dadurch abgedeckt werden.

Hier noch einige Zahlen, die Tesla jüngst veröffentlicht hat:

  • 2.161.171 Liter Benzin wurden durch Supercharger ersetzt, das entspricht ca. 31.000 Tankfüllungen einer Deutschen Oberklasse Limousine
  • Basierend auf dem amerikanischen Benzinkosten wurden mehr als 2 Mio. US$ and Spritkosten eingespart.
  • Es wurde Energie für 23 Mio. Kilometer geladen, das würde ausreichen, um mit einem Tesla etwa 575 mal um die Erde zu fahren.
  • Die Bereitgestellte Energie beträgt 4,9 Mio. kWh
  • Pro Woche werden aktuell mehr als 5200 Fahrzeuge geladen
  • Eine Supercharger Station Lädt einen Tesla Model S um die 16 mal schneller, als eine normale öffentliche Ladesäule

 

In New York wechselt Taxifunktionär zum Startup Uber

Wie die New York Times berichtet, wechselt der frühere Taxifunktionär Ashwini Chhabra zum Mobilität-Startup Uber.

Am Anfang war Ashwini Chhabra gegen die neuen Taxidienste, wie Uber und Hailo. In einem längeren Verfahren, in dem darüber entschieden wurde, ob Fahrgäste per Knopfdruck auf ihrem Smartphone ein Fahrzeug ordern können, hat er die Taxi Lobby von New York vertreten und war er wenig überzeug von der innovativen Technologie. Wahrscheinlich aus Angst, dass das seit Jahren bestehende Geschäft mit den Fahrgästen, die eine Taxi per Wink auf der Straße rufen, schaden nehmen könnte.

Und nun 1 1/2 Jahre später, nach dem die Verwaltung der Stadt die neuen Technologien zugelassen hat und auch die Fahrgäste davon überzeugt sind, scheint sich seine Beziehung zu Veränderungen verbessert zu haben.

Ashwini Chhabra verlässt die Taxi und Limousinen Kommission und schließt sich dem Startup Uber an, um deren Head für Policy Development und Community Engagement zu werden.

Kurz vor dem Wechsel wurde noch bekannt gegeben, dass das Pilot Programm für Smartphone-Apps, über die eine Taxi gerufen werden kann, verlängert wird. Hailo und Taxi Magic sind auch mit dabei.

In einem Bericht der Taxi Kommission bescheinigt den Smartphone Apps, dass sie erfolgreich sind. Sowohl Fahrer als auch Fahrgäste finden die Apps wertvoll, vor allem um sich besser zu finden. Einige Kritiker aus den Reihen der Taxi Lobby halten dagegen, dass Personen ohne Smartphone so einen schwereren Zugang zu Taxis bekommen. Die Limousinenfahrer habe sich beschwert, dass die Apps ihr Geschäft untergraben, was aber nicht zu belegen ist. Dem Bericht zufolge findet jeder 200. Taxiruf über eine App statt, daraus wird geschlossen, dass es kaum Einfluss auf die Umsätze der Limousinenunternehmer hat, da die meisten Aufträge noch über “alte” Kanäle kommen.

Bei seinem Abgang gibt sich Ashwini Chhabra selbstkritisch, in dem er zugibt, dass sie bei der New Yorker Taxi und Limousinen Kommission nicht immer alles richtig gemacht haben und sich Behörden öfters langsamer bewegen, als Entrepreneure.


 

UPDATE: Wie das Wall Street Journal berichtet, steigt die Bewertung auf 17 Milliarden US$. General Atlantic ist bei der Bewertung von 14 Milliarden US$ ausgestiegen.


 

Des weiteren versucht Uber eine nächst Finanzierungsrunde in höhe von 500 Mio. US$ abzuschließen, bei einer Bewertung von 12 Milliarden US$. Damit würde Uber von der Bewertung her mehr Wert sein als der Autovermieter AVIS  und etwa gleich viel, wie der Autovermieter Hertz. Bei der letzten Finanzierungsrunde im August hat Uber bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden US$ eine Summe von 258 Mio. US$ eingesammelt.

Mit den Finanzierungsrunden vertraute Personen trauen Uber zu, im nächsten Jahr mehr als 1.5 Milliarden US$ netto Umsatz zu generieren. Im letzt November hatte Uber eine wöchentliche Run Rate von 22 Mio. US$, was einem Aussenumsatz von ca. 1 Milliarde US$ und Innenumsatz von ca. 200 Mio. US$ ergibt. Um auf 1.5 Milliarde US$ Innenumsatz zu kommen, müsste der Aussenumsatz bei 7,5 Milliarden US$ sein, was einer Steigerung von mehr als 600% entspricht, das ist eine ordentliche Leistung. Bei einem durchschnittlichem Fahrpreis von 20-25 US$, wären das etwa 350 Mio. Fahrten im Jahr, oder 6,7 Mio. Fahrten in der Woche.

 

 

Car2Go testet Fremd-Werbung auf den Fahrzeugen

Das Carsharing-Unternehmen car2go testet in Berlin Fremd-Werbung auf den Heckscheiben. Einige Fahrzeuge der Daimler-Tochter sind ganzflächig mit Werbung von dem Parkplatzvermittler-Startup Park2gether überzogen.

Bei Park2gether handelt es sich ebenfalls um ein Projekt, das von der Daimler-Tochter Moovel unterstützt wird, genau wie car2go. Park2gether verbindet Parkplatzsucher und Parkplatzinhaber einfach über eine App. Nutzer können einfach Parkplätze in der Stadt finden oder als Besitzer eines Parkplatzes, zusätzlich Geld mit der Vermietung verdienen.

Die Werbung für Park2Gether ist schwer als solche zu erkennen, man kann auch meinen, dass es sich um Werbung für car2go direkt handelt. Erst bei genauerem Hinsehen, wird einem bewusst, dass es sich um Reklame für einen weiteren Service handelt, da die Schrift schlecht lesbar ist und die Farbgestaltung der Werbung sehr ähnlich zu den Farben von car2go ist.  Der Slogan “Kein Parkplatz für dein eigenes Auto?” könnte genau so auch für car2go stehen. Car2go Nutzer direkt spricht die Werbung auch nicht an, da die Smarts ja fast überall im Stadtgebiet auf öffentlichen Parkplätzen ohne Zusatzkosten abgestellt werden dürfen.

Der Effekt für Park2gether wird überschaubar bleiben, da die Werbung zusätzlich zu den genannten Punkten bei einem fahrenden Smart fast gar nicht wahrnehmbar ist. Interessanter wird  zu beobachten sein, ob car2go die Flächen auf dem Auto auch Unternehmen zur Verfügung stellt, die nicht von Daimler unterstützt werden, um so einen weiteren Umsatzkanal anzuzapfen. Der Umsatz durch externe Werbung könnte auch dazu führen, dass die Preise für die Nutzung von car2go sinken. Dafür müsste car2go dann auch Werbung zulassen, die auffälliger und nicht in den eigenen Farben gehalten ist. 😉

Media-Saturn testet Same Day Delivery mit Tiramizoo

Erfolg für das Münchner Startup tiramizoo. Media-Saturn testet ab sofort in mehreren Deutschen Städten einen Lieferservice, um online oder im Markt gekaufte Waren innerhalb von 3 Stunden zuzustellen. In 7 Großstädten können ab sofort Artikel, die online bei Media Markt oder Saturn bestellt wurden, per Expressservice zugestellt werden, dieser Expressservice wird von tiramizoo durchgeführt. Sollte sich der Test als erfolgreich erweisen, soll das Angebot schrittweise auf weitere Städte ausgeweitet werden.

Voraussetzung ist, dass der Kunde im Liefergebiet in der jeweiligen Stadt wohnt und der Artikel im Markt vor Ort vorrätig ist. Ob der Service buchbar ist, bekommt der Kunde beim Bestellvorgang angezeigt. Die online kaufte Ware wird direkt vom Markt mit einem Kurier von tiramizoo verschickt und an der Haustür übergeben.

Expresslieferung für 9.90€ extra.
Expresslieferung für 9.90€ extra.

Der Service mit tiramizoo kostet 9.90 € zusätzlich zu den 4.99 € Versandgebühr und die Lieferung ist innerhalb von 30 Minuten bis 3h nach Bestelleingang möglich. Wer die Ware nicht sofort haben möchte, kann auch einen Wunschtermin innerhalb von 4 Tagen wählen, um sicherzugehen, dass man auch zuhause ist.

Das Lieferangebot kann derzeit für alle Produkte in Anspruch genommen werden, ausgenommen Artikel mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren sowie Großgeräte und TV-Geräte ab 42 Zoll. Unmittelbar nach Bestelleingang bereiten Mitarbeiter im jeweiligen Markt den Versand der Ware vor. Zugleich werden Bestellungen von tiramizoo über eine Plattform an Kuriere vermittelt, welche die Produkte im Markt abholen und zum Kunden nach Hause bringen.

Das Unternehmen kooperiert bereits mit dem Hamburger Taxi-Startup myTaxi, um im Markt gekaufte Lieferungen aus den Hambuger Märkten von einem Taxi-Fahrer für einen Fixpreis von 15€ innerhalb von 90 Minuten nach hause transportieren zu lassen. Es wird interessant zu beobachten sein, ob weiterhin die beiden Lösungen für die Sofort-Lieferungen angeboten werden oder ob myTaxi den kürzeren zieht. Über myTaxi Delivery hat man schon länger nichts mehr gehört, Sven Külpers, einer der Geschäftsführer gab letztens auch keine Auskunft, ob das Same-Day-Delivery Angebot gut angenommen wird und bereits von weiteren Shops genutzt wird.

Media-Saturn hat also einen Sofort-Lieferservice für Kunden, die sich die Mühe machen und die Märkte besuchen und auch für Kunden, die online bestellen und setzt sich so von der Konkurrenz ab und nutzt gleichzeitig sein Filialnetz, um Waren schneller zum Kunden zu bringen.

Das Logistik-Unternehmen Tiramizoo wurde 2010 in München gegründet und konnte seit dem Investoren, wie Daimler, Bayern Capital und den HTGF überzeugen, außerdem stieg der Paketdienst DPD ein, der wiederum mehrheitlich zur französischen Post gehört. Daimler ist interessanterweise über die Tochter car2go auch bei dem Taxi-Anbieter myTaxi investiert.

UberPOP Fahrer erhalten 15€ pro Stunde, Wundercar Fahrer bekamen sogar 16.50 € pro Stunde

In Berlin erhalten die Fahrer von UberPOP anscheinend einen fixen Betrag von 15.00 € pro Stunde, um eine Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ein UberPOP Fahrer, der anonym bleiben möchte, hat erzählt, dass Uber Berlin die Fahrer mit einem fixen Gehalt lockt und im Moment noch wenig zu tun. Den Fahrern wird laut der anonymen Quelle auch nicht mitgeteilt, dass sie sich gewerblich anmelden müssen und Steuern abführen müssen.

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UPDATE: Wundercar hat den Fahrern am Anfang 16.50 € netto pro Stunde bezahlt, damit sie in Berlin aktiv im Stadtgebiet unterwegs sind und sich bereit halten. Damit war Wundercar lukrativer als UberPop. Nach dem Verbot in Hamburg und der Umstellung auf 35 ct. Trinkgeld pro Kilometer, wurde diese Praxis eingestellt.


Mal sehen, wie lange es dauert, bis einige Ärger mit dem Finanzamt bekommen, da ja alle Bezahlvorgänge dokumentiert sind und die Fahrer auch die 19% Mehrwertsteuer von den Fahrten abführen müssten, die Uber wahrscheinlich wie bei Uber Black an die Fahrer überweist.


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Viele Fahrzeuge, die bei UberPOP unterwegs sind, sind wahrscheinlich schon abbezahlt und die Versicherung ist auch nicht so hoch, wie bei den konzessionierten Mietwägen. Kosten für Benzin und sonstige Ausgaben halten sich auch in Grenzen. Insgesamt ist von Kosten um die 3-4 € pro Stunde auszugehen, so werden die Fahrer im Moment 11-12 € netto pro Stunde verdienen.

Interessant wird es, wie viele Fahrer übrig bleiben, wenn Uber von der stündlichen Bezahlung Abstand nimmt und die Fahrer ihr Geld durch absolvierte Fahrten verdienen müssen. Da die Fahrer netto nur ca. 64% vom Brutto Fahrpreis in der Tasche haben, nachdem die 19% Mehrwertsteuer und 20% Uber Anteil abgezogen wurden, müssen sie auf einen Umsatz von ca. 24 € pro Stunde kommen.

Schätzen wir mal, dass eine durchschnittliche UberPOP Tour in Berlin ca. 7 km lang ist und 20 Minuten dauern wird (reine Fahrzeit mit Fahrgast, ohne An- und Abfahrt), dann kämen wir auf einen Fahrpreis von ca. 15 €. Die Fahrer müssten also im Schnitt mehr als 1,5 Touren pro Stunde absolvieren, um auf den gleichen Verdienst zu kommen. Das 1,5 Touren/Stunde und Fahrer im Schnitt absolviert werden, scheint unrealistisch, gerade unter der Woche, wenn wenig los ist.

Bei der Konkurrenz von Wundercar müssen noch mehr Fahrten pro Stunde absolviert werden, um durch Trinkgeld auf einen ähnlichen Verdienst zu kommen. Bei meinen Wundercar-Fahrten war das vorgeschlagene  Trinkgeld ca. bei 1 € pro Kilometer, eine Zeitkomponente scheint es nicht zu geben. Für eine Tour von 7 km würde ein Wundercar-Fahrer um die 5,6 € Trinkgeld erhalten, um auf 15 € pro Stunde zu kommen, müssten also ca. 2,7 Fahrten pro Stunde absolviert werden.

Für die Peer2Peer Fahrer ist UberPOP im Moment also die lukrativere Alternative im Vergleich zu Wundercar. Es ist auch davon auszugehen, dass die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge bei Uber schnell sinken wird, sobald Uber das Bezahl-Modell der Fahrer umstellt. Bis es soweit ist, werden einige Fahrer das Modell ausnutzen und sich über die gute Entlohnung freuen, solange sie daheim auf der Couch sitzen und auf eine Fahrt warten, wenn sie denn günstig wohnen. 😉

Interessant wäre auch zu wissen, ob die UberBlack Fahrer nun auch stündlich gebucht und bezahlt werden und nicht nach Fahrten, um eventuellen Problemen, die die einstweilige Verfügung nach sich zieht, zu umgehen.

Der anonyme Tipgeber ist übrigens auch im Besitz eins Personenbeförderungsscheins und als Taxifahrer unterwegs, es gibt also auch Taxifahrer, die Uber Berlin nutzen, um ihren Lebensunterhalt mit UberPOP aufzustocken.  Das ist auch nicht verwunderlich, da die 11-12€ netto wahrscheinlich weit mehr sind, als sie im Taxi verdienen.

Katz- und Maus-Spiel geht weiter: UberXL als Antwort auf Lyft Plus

Wie erwartet hat Uber schnell auf die neue Kategorie von Lyft reagiert. Wie berichtet und von Lyft bestätigt, sind in der neuen Klasse Lyft Plus gepimpte SUVs unterwegs, die von Privatpersonen gefahren werden und per Lyft App gerufen werden können.

Uber hat nun reagiert und UberXL in San Francisco und anderen amerikanischen Städten gestartet. Auch UberXL basiert auf einem peer-2-peer Modell, wie auch schon UberX, bietet aber größere Fahrzeuge, die bis zu 6 Passagiere befördern können.

Preislich bewegt sich das neue Angebot auf Lyft Plus Niveau und ist ca. 50% günstiger, als der Uber SUV Service mit professionellen Fahrern und für gewerblichen Personentransport lizensierten Fahrzeugen.

Die Frage ist, wer dankt des günstigeren Angebots noch auf die teurere SUV Variante zurück greift?

Langsam wird auch die Landschaft der Kategorien bei Uber unübersichtlich. Von Uber Black und Uber SUV, bis hin zu UberFamily, UberX, UberXL oder UberPOP gibt es viele unterschiedliche Kategorien, die alle zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.

UberXL ist nicht nur in San Francisco verfügbar, sonder auch in Boston, Chicago, Sydney und Singapore. In Sydney und Singapore sind in der Kategorie UberXL anscheinend keine SUVs sondern Minivans unterwegs.