In New York wechselt Taxifunktionär zum Startup Uber

Wie die New York Times berichtet, wechselt der frühere Taxifunktionär Ashwini Chhabra zum Mobilität-Startup Uber.

Am Anfang war Ashwini Chhabra gegen die neuen Taxidienste, wie Uber und Hailo. In einem längeren Verfahren, in dem darüber entschieden wurde, ob Fahrgäste per Knopfdruck auf ihrem Smartphone ein Fahrzeug ordern können, hat er die Taxi Lobby von New York vertreten und war er wenig überzeug von der innovativen Technologie. Wahrscheinlich aus Angst, dass das seit Jahren bestehende Geschäft mit den Fahrgästen, die eine Taxi per Wink auf der Straße rufen, schaden nehmen könnte.

Und nun 1 1/2 Jahre später, nach dem die Verwaltung der Stadt die neuen Technologien zugelassen hat und auch die Fahrgäste davon überzeugt sind, scheint sich seine Beziehung zu Veränderungen verbessert zu haben.

Ashwini Chhabra verlässt die Taxi und Limousinen Kommission und schließt sich dem Startup Uber an, um deren Head für Policy Development und Community Engagement zu werden.

Kurz vor dem Wechsel wurde noch bekannt gegeben, dass das Pilot Programm für Smartphone-Apps, über die eine Taxi gerufen werden kann, verlängert wird. Hailo und Taxi Magic sind auch mit dabei.

In einem Bericht der Taxi Kommission bescheinigt den Smartphone Apps, dass sie erfolgreich sind. Sowohl Fahrer als auch Fahrgäste finden die Apps wertvoll, vor allem um sich besser zu finden. Einige Kritiker aus den Reihen der Taxi Lobby halten dagegen, dass Personen ohne Smartphone so einen schwereren Zugang zu Taxis bekommen. Die Limousinenfahrer habe sich beschwert, dass die Apps ihr Geschäft untergraben, was aber nicht zu belegen ist. Dem Bericht zufolge findet jeder 200. Taxiruf über eine App statt, daraus wird geschlossen, dass es kaum Einfluss auf die Umsätze der Limousinenunternehmer hat, da die meisten Aufträge noch über “alte” Kanäle kommen.

Bei seinem Abgang gibt sich Ashwini Chhabra selbstkritisch, in dem er zugibt, dass sie bei der New Yorker Taxi und Limousinen Kommission nicht immer alles richtig gemacht haben und sich Behörden öfters langsamer bewegen, als Entrepreneure.


 

UPDATE: Wie das Wall Street Journal berichtet, steigt die Bewertung auf 17 Milliarden US$. General Atlantic ist bei der Bewertung von 14 Milliarden US$ ausgestiegen.


 

Des weiteren versucht Uber eine nächst Finanzierungsrunde in höhe von 500 Mio. US$ abzuschließen, bei einer Bewertung von 12 Milliarden US$. Damit würde Uber von der Bewertung her mehr Wert sein als der Autovermieter AVIS  und etwa gleich viel, wie der Autovermieter Hertz. Bei der letzten Finanzierungsrunde im August hat Uber bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden US$ eine Summe von 258 Mio. US$ eingesammelt.

Mit den Finanzierungsrunden vertraute Personen trauen Uber zu, im nächsten Jahr mehr als 1.5 Milliarden US$ netto Umsatz zu generieren. Im letzt November hatte Uber eine wöchentliche Run Rate von 22 Mio. US$, was einem Aussenumsatz von ca. 1 Milliarde US$ und Innenumsatz von ca. 200 Mio. US$ ergibt. Um auf 1.5 Milliarde US$ Innenumsatz zu kommen, müsste der Aussenumsatz bei 7,5 Milliarden US$ sein, was einer Steigerung von mehr als 600% entspricht, das ist eine ordentliche Leistung. Bei einem durchschnittlichem Fahrpreis von 20-25 US$, wären das etwa 350 Mio. Fahrten im Jahr, oder 6,7 Mio. Fahrten in der Woche.