Deutsche Post und ADAC weiten Fernbusangebot aus

Die Kooperation von Deutsche Post und ADAC scheint erfolgreich zu verlaufen, aber noch keine schwarzen Zahlen zu schreiben. Nach dem Start vor einem Jahr werden die angefahrenen Städte ab August verdoppelt, mit Zürich ist erstmal auch ein nicht deutsches Ziel buchbar.

An Anfang lief es nicht rund für den Postbus, da versucht wurde mit einer Hochpreis-Strategie in den Markt zu starten. Die höheren Preise sollten sich durch mehr Service  und Platz in den Bussen rechtfertigen.

Jetzt soll das Angebot an Haltestellen verdoppelt werden, ab August sollen insgesamt 60 Städte angefahren werden. Eine Verdoppelung der Fahrten heißt diese Erweiterung aber nicht, es wird einfach öfters gehalten, um auch kleiner Städte zu bedienen. Eine Expresslinie soll die Reisezeit auf den wichtigen Strecken verkürzen und es werden ausländische Städte, wie Zürich in den Routenplan mit aufgenommen. Die Anzahl der Busse bleibt mit 60 Fahrzeugen konstant. An den Wochenenden werde wahrscheinlich fast alle Busse auf den angebotenen Strecken unterwegs sein, unter der Woche sind weniger Fahrgäste unterwegs, deswegen werden einige Busse stehen gelassen oder anderweitig eingesetzt, z.B. bei  Veranstaltungen des ADACs oder der Post.

Schätzungen der Bahn zufolge beträgt das Geschäftsvolumen im Fernbusmarkt in diesem Jahr 160 Millionen Euro, 2015 soll es sich auf 350 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass sie in diesem Jahr durch das Fernbusangebot Umsatzeinbußen von 40 Mio. € hat. Der deutsche Fernbusanbieter MeinFernbus.de kooperiert mit DriveNow, um die Fahrgäste auf eine komfortable Möglichkeit aufmerksam zu machen, um vom Busbahnhof zur Zieladresse zu kommen.

Photo: ADAC Postbus 19-12-2013 von Hans-Jörg von Schroeter, Lizenz: CC BY-ND 2.0