Google steckt große Summe in Google Shopping Express

Google will eine große Summe, im Raum stehen 500 Mio. US$, in den seinen Lieferdienst Google Shopping Express stecken. Die Summe soll dafür verwendet werden, das Angebot, das es bis jetzt nur in Städten, wie New York City oder San Francisco gibt, auf ganz USA auszuweiten. Mit dem ausgeweiteten Angebot soll auch Amazon angegriffen werden.

Mittels Google Shopping Express lassen sich Waren, die bei lokalen Händlern über Google bestellt wurden, per Kurier am selben oder nächsten Tag nach hause liefern.

Google wollte die 500 Mio. US$ Spritze nicht kommentieren, gleichzeitig macht der Leiter von Google Shopping Express, Tom Fallows, keinen hehl aus seinen Ambitionen: ” Sie können sehr davon ausgehen, dass wir wir viel Geld in das investieren werden und wir begeistert sind, das Investment über die Zeit aufrecht zu halten.”

Bisher wurde in Marketing in jeder Stadt und in eine Flotte investiert.  Außerdem wurde für ein Netzwerk an Kurierfahrern und Packern investiert, die die Waren einpacken und zu den Kunden liefern.

Google möchte mit dem Service seine Suchanzeigen verbessern. Auf Amazon kann man nach Produkten suchen und sie gleich kaufen. Bei einer  Google Suche war das bis jetzt nicht der Fall, seit fünf Jahren wurde nur die Information angezeigt, ob ein Artikel um die Ecke verfügbar ist oder nicht. Den Google-Nutzern wurde nicht geholfen, die Artikel auch einfach zu beschaffen. Eventuelle wird Google in den Suchanzeigen einblenden, dass der gewünschte Artikel in einem Shop in der Nähe ist und per Shopping Express sofort geliefert werden kann.

Anders als bei Amazon verfügt Google nicht über riesige Lagerhallen, in denen die Artikel eingelagert und verschickt werden. Google nutzt die lokalen Geschäfte als Quelle und erfüllt die Wünsche der Kunden, in dem ein Kurier die Ware in einem lokalen Geschäft abholt, die dann zum Kunden gebracht werden.

Google erhält eine Provision für jede Transaktion, normalerweise einen einstelligen Prozentsatz, außerdem müssen die Einkäufer 4.99 US$ pro Geschäft zahlen, das von einem Kurier besucht werden muss, um die Bestellung abzuschließen.
Der Chef von Shopping Express kann sich auch vorstellen, dass sie eine Flatrate-Mitgliedschaft starten, ähnlich wie bei Amazon Prime.

Bleibt abzuwarten, ob die Technologie von Uber eine Rolle spielen wird, in die Google Ventures im letzten Jahr investiert hat. Bisher wurde der Service von Uber in Google Maps eingebunden. Uber hat mit UberRush in New York City ebenfalls einen Kurierservice gestartet.

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