Lyft schnappt sich Mitfahrgelegenheit Hitch

Lyft kauft den amerikanischen Mitfahrdienst Hitch, um das eigene Produkt Lyft Line zu stärken. Bei der Akquisition handelt es sich wohl um eine Talent-Akquisition. Die beiden Gründer werden an Lyft Line arbeiten und Hitch wird eingestellt. Die bisherigen Hitch-Fahrer werden zu Lyft-Fahrern.

Hitch wurde vor UberPool, Lyft Line und Sidecar Shared Rides gestartet und ist mit dem deutschen Anbieter flinc vergleichbar. Flinc vermittelt Mitfahrer an Fahrer, die auch ohne Mitfahrer auf einer Kurzstrecke unterwegs sind. Es werden Fahrer angesprochen, die andere ohne rein gewerblichen Gedanken mitfahren lassen.

Die beiden Hitch Gründer Snir Kodesh und Noam Szpiro haben zuerst versucht, einen Aggregator für on-demand Fahrservices mit dem Namen Coral aufzubauen. Services wie Uber, Lyft, Sidecar wurden mit den Abfahrtzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel in einer App verknüpft. Es hat aber nicht lange gedauert, bis die sich gegenseitig bekämpfenden Unternehmen Lyft und Uber den Zugang zu ihren Daten unterbunden haben.

Die fehlende operative Kompetenz war wahrscheinlich einer der Hauptgründe, warum sich Hitch dafür entschieden hat, in Lyft aufzugehen. Hitch hätte schnell in andere Märkte expandieren müssen, um mit den großen Fahrservice-Anbietern mithalten zu können. Lyft ist wie Uber in vielen Märkten in Nordamerika aktiv und der Fahrservice wird von vielen Kunden genutzt. Eine kritische Masse an Passagieren ist erforderlich, um möglichst viele Nutzer für eine gemeinsame Fahrt zu matchen.

Hitch hat bisher 600.000 US$ Finanzierung eingesammelt, unter anderem von Winlkevoss Capital. Hitch ist bisher die dritte Akquisition von Lyft. Davor wurden das on-demand Autowäsche Startup Cherry und Rover gekauft. Rover hat versucht, einen Mitfahrservice auf Basis einer Lyft-API aufzubauen.