Nachrichten Übersicht: Lyft CEO sollte ausgetauscht werden, DeinBus ist insolvent, ADAC steig aus, Uber sucht weitere Milliarde

In den letzten Tagen sind wieder einige Nachrichten aus dem Mobilitätsbereich bekannt geworden. In einer Gerichtsverhandlung wird ausgesagt, dass der bisherige CEO von Fahrservice Lyft ausgetauscht werden sollte. Das Unternehmen hinter DeinBus.de ist insolvent, der ADAC steigt aus dem Fernbussegment aus und das Mobilitäts-Unternehmen Uber will eine weitere Finanzierung in Milliardenhöhe einsammeln.

DeinBus.de ist insolvent

Der Pionier im Fernbus-Markt DeinBus.de musste letzte Woche Insolvenz anmelden. Damit geht innerhalb von kurzer Zeit der zweite Anbieter auf dem Deutschen Markt pleite. Vor ein paar Wochen hat sich bereits City2City zurückgezogen. Als Gründe werden vom Insolvenzverwalter der herausfordernde Wettbewerb mit Kampfpreisen und eine drohende Überschuldung genannt. DeinBus ist in der Zeit gestartet, als die Bahn noch Monopol auf Fernverkehrsverbindungen hatte, damals war das Konzept noch als Mitfahrzentrale mit Bus ausgelegt. Wenn sich genügend Reisende für eine Strecke gefunden haben, wurde ein Bus organisiert. Nach der Lockerung des Fernverkehrs konnte DeinBus.de nicht richtig Fuß fassen, zuletzt lag der Anteil am deutschen Fernbusmarkt bei mageren 2%. Anders als FlixBus, MeinFernbus und co. konnte oder wollte das Unternehmen keine Investoren gewinnen. (via Wirtschaftswoche)

ADAC steigt beim Postbus aus

Auch der ADAC zieht sich noch im November aus dem Fernbusmarkt zurück und überlässt der Deutschen Post AG die Unternehmensanteile. Die Deutsche Post hat sofort bekundet, dass das Netz ausgebaut werden soll und dass sich für die Kunden nichts ändert. Schon vor einigen Wochen wurde über das Ende des ADAC Postbusses spekuliert, damals wurde mit einer Ausweitung des Netzes reagiert. Auch bei ADAC Postbus wird der Bahnstreik finanzielle Mittel in die Kasse gespült haben, auf lange Sicht wird es aber schwierig sein, mit den aktuellen niedrigen Preisen dauerhaft in die Gewinnzone zu fahren. (via Handelsblatt Online)

Lyft CEO sollte ausgetauscht werden

In der Auseinandersetzung zwischen Lyft und dem ehemaligen Lyft CEO Travis VanderZanden kommen neue Details ans Licht. VanderZanden ist zu Uber gewechselt und Lyft wirft ihm vor, dass er geheime Dokumente auf seinem privaten Computer gespeichert hat, um diese Uber zukommen zu lassen. Laut Aussage von VanderZanden war er im Gespräch, um CEO Logan Green zu ersetzen. Mit zwei Investoren, die auch Mitglieder im Lyft-Aufsichtsrat sind, wurde dieser Schritt diskutiert und auch Green war eingeweiht. Die beinen Vertreter der Investorenseite haben ihre Unterstützung für Green beteuert und abgestritten, dass es solche Pläne gab. (via Yahoo.com)

Uber soll weitere Milliarde einsammeln wollen

Obwohl Uber nach der Milliarden Finanzierungsrunde am Anfang des Jahres noch einiges an Cash übrig haben sollte, ist das Unternehmen auf der Suche nach einer weiteren Finanzierung in Milliardenhöhe. Was Uber mit der Finanzierung vor hat, bleibt abzuwarten, evtl. wird der Dauer-Rivale Lyft übernommen. Die neue Finanzierung könnte auch als Wandelanleihe ausgelegt sein, um keine weiteren Unternehmensanteile abgeben zu müssen. Als Bewertung sind 25 – 30 Milliarden US$ im Gespräch, in der letzten Runde im Juni 2014 wurde Uber mit etwa 17 Milliarden US$ bewertet. In Deutschland war das Unternehmen in den letzten Monate auf Grund der Auseinandersetzung mit dem Taxi-Gewerbe im Gespräch. (via re/code)

Bild: ADAC Postbus von calflier001 (via flickr), Lizenz: CC BY-SA 2.0