Kurznachrichten: Drivy startet in Deutschland, UberPop nur noch am Wochenende, car2go mit neuer App

Übersicht: In den letzten Tagen hat es wieder einige interessante Meldungen aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Das amerikanische Unternehmen Uber reduziert die Verfügbarkeit von UberPop aufs Wochenende, car2go launcht eine neue Version der Smartphone App mit neuen Funktionen und Peer-to-Peer Marktplatz für Autovermietungen Drivy startet in Berlin.

Drivy startet in Berlin, weitere Städte folgen

Das französische Startup Drivy, das eine Plattform für die Vermietung von Fahrzeugen zwischen Privatpersonen anbietet, ist diese Woche in Berlin gestartet.

Das Unternehmen wurde bereits 2010 gegründet und hat in Frankreich bereits 350.000 Nutzer und 20.000 registrierte Fahrzeuge. Vor ein paar Wochen wurde eine neue Finanzierungsrunde für die bevorstehende Expansion verkündet.

Im Vergleich zum free-floating Carsharing, wie z.B. DriveNow, wird das Angebot von Drivy für längere Strecken, bzw. eine längere Mietdauer genutzt. Laut Angaben des Startups beträgt die durchschnittliche Mietdauer 3-5 Tage. Das Einstellen von Fahrzeugen und die Nutzung der Plattform ist kostenlos, Kosten entstehen erst, wenn ein Mietvertrag zwischen Fahrzeugbesitzer und Mieter zustande kommt. Drivy behält 30% der Umsätze, 70% gehen an den Autobesitzer. Von den 30% Provision wird auch eine Ad-hoc Versicherung bezahlt, damit die Vermietung abgedeckt ist. Drivy arbeitet hier mit der Allianz zusammen. Anfang 2015 sollen weitere deutsche Städte hinzu kommen. Konkurrenten in Deutschland sind unter anderem Tamyca oder Autonetzer, die ähnlich lange aktiv sind. (via Drivy.de)

Uber reduziert Verfügbarkeit von UberPOP aufs Wochenende

Weiterer Rückschlag für Uber, demnächst kann der Ridesharing-Service UberPOP nur noch am Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr in Berlin und Düsseldorf gebucht werden. Unter der Woche ist der Service nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Laut Aussagen von Fahrern wurden alle sie alle zu einer Versammlung einbestellt, um über die Veränderungen zu sprechen. Angeblich wurde als Begründung für den Schritt, die zu hohen Kosten für die Subvention der Fahrer genannt. Uber sieht wohl, dass die Nachfrage unter der Woche nicht so hoch ist und möchte sich die Subvention für die Fahrer ohne Fahrten sparen. Der Fahrpreis wurde nach den rechtlichen Auseinandersetzungen auf 35 Cent pro Kilometer reduziert, deshalb ist eine Subventionierung der Fahrer nötig, um Fahrzeuge auf der Straße zu haben. Zuletzt wurden die stündlichen Umsätze der Fahrer wohl auf 10 € die Stunde aufgestockt. Uber argumentiert in einer Mail an die Kunden, dass die Nachfrage so gestiegen ist, dass sie nicht hinterherkommen, genügend Fahrer zum System hinzuzufügen. (via Bloomberg)

Car2go mit neuer App

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler-Konzern hat eine neue Version der Smartphone App veröffentlicht. Mit der aktuellen Version können Fahrzeuge auch per Smartphone geöffnet werden, die bisherige Kundenkarte oder ein Chip auf dem Führerschein ist somit nicht mehr nötig. Das Design wurde überarbeitet und die Bedienung ist intuitiver geworden. Bleibt abzuwarten, ob der App auch eine modernere Website folgt. Zuvor hat bereits der Konkurrent DriveNow eine überarbeitete App mit ähnlichen Features gelauncht. (via Geekwire)

Uber Zahlen geleakt

Auf Business Insider wurde vor kurzem Zahlen und Umsätze von Uber aus Dezember 2013 veröffentlicht. Setzt man das Verhältnis der Umsätze von Uber in London in der Silvesternacht mit den wöchentlichen Umsätzen in Vergleich, wurden etwa 35% der wöchentlichen Umsätze in der Silvesternacht eingefahren. Daraus kann man schließen, dass Uber in der Woche rund um Silvester 2013 ca. 10.000 € Umsatz in Berlin generiert hat, in München müssten es um die 20.000 € pro Woche gewesen sein. In Berlin dürfte das etwa 400 Fahrten pro Woche entsprechen und in München etwa 650 abgeschlossene Fahrten pro Woche.  (via Business Insider)

Bild: Stefan Wieland / Drivy.de (alle Rechte vorbehalten)