Nachrichtenübersicht: Lyft mit bester Woche, MyTaxi scheint Druck durch Uber zu spüren, MyDriver darf nicht mit Taxi werben, Ebay testet Same Day Delivery

Kurze Zusammenfassung aktueller Meldungen aus dem Transport und Mobilitäts-Bereich: Lyft hat in der Woche nach dem PR Desaster von Uber so viele Fahrten wie noch nie abgeschlossen. Außerdem versucht MyTaxi mit einer Marketing-Aktion gegen Uber in Hamburg anzutreten und MyDriver wurde es verboten, mit dem Begriff Taxi bei Google zu werben.

MyTaxi übernimmt in Hamburg 50% der Taxikosten

Das vor kurzem von Daimler übernommene Unternehmen MyTaxi startet am 1. Dezember eine Marketingaktion, die bis zum 24. Dezember andauert. Für alle Fahrten, die in dem Zeitraum in Hamburg über die App gebucht und auch durchgeführt werden, übernimmt MyTaxi 50% des Fahrpreises. Voraussetzung ist, dass die Taxifahrt auch über die MyTaxi-App bezahlt wird.

Einerseits möchte MyTaxi dadurch mehr Kunden dazu bewegen, gleich mit der App zu bezahlen, auf der anderen Seite scheint das Unternehmen den Druck von Uber zu spüren. Die amerikanische Konkurrenz ist vor ein paar Wochen mit einem Taxiservice gestartet und hat seinen Kunden 20% des Fahrpreises erstattet. Ausserdem bietet das Unternehmen in Hamburg einen Fahrservice mit Privatfahrern an, dafür werden für die Kunden nur 35 Cent pro Kilometer fällig. Das entspricht einer Ersparnis gegenüber dem Taxi von teilweise 80% und mehr. MyTaxi scheint sich durch die Übernahme von Daimler diese Marketing-Aktion leisten zu können. (via Hamburger Abendblatt)

MyDriver darf nicht mit Begriff Taxi bei Google werben

Die Taxivereinigung Frankfurt, die auch schon gegen Uber geklagt hat, hat den deutschen Vermittler von Limousinenfarhrten MyDriver verklagt und vor Gericht Recht bekommen. MyDriver hat bei Google mit dem Suchbegriff Taxi geworben, was die Taxivereinigung als unlauter fand. MyDriver hat mit dem Text “Taxi für Frankfurt buchen” geworben, obwohl kein Taxi sondern ein Fahrservice mit hochwertigen Limousinen und Chauffeur gebucht werden kann. Sollte sich das Tochterunternehmen der Sixt Autovermietung nicht daran halten, droht die Taxi-Vereinigung mit einem Ordnungsgeld oder sogar Ordnungshaft. Mit dem Slogan “MyDriver statt Taxi” darf das Unternehmen wohl weiter werben, im August hatte das Landgericht München dem Unternehmen in der Auseinandersetzung mit der Taxivereinigung Frankfurt recht gegeben und eine einstweilige Verfügung der Taxilobby abgelehnt. (via F.A.Z. und hr)

Ebay testet Same Day Delivery mit DHL

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft testet das Unternehmen Ebay die Zustellung am selben Tag. Um die verkaufte Ware noch am selben Tag zustellen zu können, wir mit dem Paketdienst DHL zusammen gearbeitet. Zuerst ist der Service nur in Berlin verfügbar, über andere Städte wurden noch keine Angaben gemacht.  Das Projekt wird erstmal bis Ende 2014 laufen. Die Ware muss vor 14 Uhr bestellt werden und wird für eine Gebühr von 5 Euro am selben Tag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr zugestellt. Der Service gilt nur für Artikel von sechs ausgewählten Händlern, weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Interessant auch, dass das Pilotprojekt mit DHL gestartet wurde und nicht mit Startups, wie MyLorry, die sich auf Same Day Delivery spezialisiert haben. Ebay und DHL wollen mit dem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, wie das Angebot von Händlern und Kunden genutzt wird. (via Ebay)

Lyft mit Rekordzahlen an absolvierten Fahrten

Das Ridesharing Unternehmen Lyft, dessen größter Konkurrent Uber in letzter Zeit viel negative Presse auf Grund von Äußerungen einiger Manager bekommen hat, hat so viele Fahrten pro Woche wie noch nie absolviert. Demnach scheinen einige Kunden Uber zu meiden und zum Konkurrenten mit dem Rosa Schnauzbart zu wechseln. Wäre interessant zu wissen, ob Unternehmen wie Sidecar oder Flywheel ebenfalls einen stärkeren Zuwachs als sonst hatten. Bisher hat sich Lyft noch wenig PR-Kapital aus den Schwächen der Konkurrenz geschlagen, wahrscheinlich auch, weil es selber mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat und auch nicht sicherstellen kann, dass die gesammelten Kundeninformationen von Mitarbeitern missbraucht werden. (via VentureBeat)

Bild: Taxi von Moyan Brenn (via flickr), Lizenz: CC BY-ND 2.0