Uber in Indien und den Niederlanden geblockt, Blacklane kooperiert mit Qunar, Instacart mit 100 Mio. $ Runde

Nachrichtenübersicht – Der Berliner Vermittler von Limousinenfahrten Blacklane arbeitet mit Chinesischer Plattform Qunar zusammen, Uber in Neu Delhi und den Niederlanden verboten und Instacart sammelt hohe Finanzierung ein.

Blacklane kooperiert mit Qunar

Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)
Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)

Das Berliner Limousinen-Startup Blacklane, das auch von Daimler finanziell unterstützt wird, hat eine Kooperation mit der chinesischen Reise-Suchmaschine Qunar abgeschlossen. Die Fahrten werden dabei zu Festpreisen verkauft und in lokaler Währung abgerechnet.Die Kooperation startet vorerst für 30 Städte, darunter Bangkok, London, Los Angeles, Paris, New York, Sydney, Tokio und Toronto. Weitere Städte sollen folgen. Interessanterweise sieht das Design der Qunar-Website dem der amerikanischem Uber ähnlich. (via Blacklane Blog)

Lebensmittel-Lieferdienst Instacart sammelt mehr als 100 Mio. US$ ein

Das amerikanische Lebensmittel on-demand Startup Instacart soll in einer Series C Finanzierungsrunde mehr als 100 Mio. US$ eingesammelt haben, die Bewertung soll bei mehr als 2 Milliarden US$ gelegen haben. Erst im Juni hat das Unternehmen 44 Mio. US$ bei einer Bewertung von 400 Mio. US$ eingesammelt. Die Bewertung ist also in kurzer Zeit um das fünffache gestiegen. Bei Instacart können Lebensmittel bestellt werden, die dann innerhalb einer Stunde zugestellt werden. Das Unternehmen ist in 10 Städten, die Lieferkosten liegen zwischen 3.99 und 5.99 US$. (via The Wall Street Journal)

Uber in Neu Delhi und den Niederlande verboten

Das amerikanische Unternehmen Uber ist in Neu Delhi und den Niederlanden verboten worden.

In Neu Delhi kam das Verbot nach einem schwerwiegenden Vorfall, eine Kundin wurde anscheinend von einem Uber-Fahrer vergewaltigt. Der Fahrer war wohl der Polizei bekannt und saß bereits wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Bleibt die Frage, warum Uber keine ausführliche Überprüfung der Fahrer vornimmt. Als Folge hat die Regierung in Delhi dem Unternehmen untersagt, den Service weiter anzubieten. (via The Economic Times)

In den Niederlanden wurde dem Unternehmen untersagt, den UberPOP Ridesharing-Service durch Privatpersonen weiter anzubieten. Ähnlich ist es dem Fahrservice schon in Deutschland ergangen, hier wird der Ridesharing-Service mittlerweile in einigen Städten auf non-profit Basis angeboten und die Fahrer werden subventioniert. Laut Gericht verstößt das Angebot gegen niederländisches Recht, das lizensierte Fahrer für die gewerbliche Personenbeförderung vorschreibt. Uber hat angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen und der Service wird weiter angeboten. Uber beruft sich auf ein Gesetzt, das erlassen wurde, als es noch keine Smartphones gab. (via Reuters)

Beide Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen im Mobilitätsbereich an lokale Begebenheiten anpassen und mit den lokalen Behörden zusammen arbeiten.

Bild: Screenshot Qunar.com