Ridesharing Startup Lyft will nach Europa

Wie das Magazin Wirtschaftswoche auf der Le Web Konferenz in Paris erfahren hat, will das Unternehmen Lyft, das in den USA zu einem der größten Konkurrenten von Uber zählt, demnächst in Europa starten.

Lyft etwa 1/5 so groß wie Uber

Lyft betreibt einen ähnlichen Service, wie Uber. Privatpersonen bieten mit ihrem Privatfahrzeug einen Taxi-Service an, der über eine Smartphone App gebucht werden kann. Der Fahrgast bezahlt dafür einen Betrag je nach Dauer und Distanz der Fahrt, davon gehen üblicherweise 20% an das Unternehmen und 80% an den Fahrer. Im Gegensatz zu Uber wird der Service von Lyft bisher nur in USA angeboten und über eine Internationalisierung wird schon seit längerem spekuliert. Die Fahrzeuge, die bei Lyft im Einsatz sind, lassen sich durch die pinkfarbenen Schnurrbärte identifizieren. Um ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, versucht sich Lyft erfolgreich als das gute Laune Taxi zu verkaufen.

In den USA werden über die Plattform monatlich 2 Mio. Fahrten vermittelt. Die Plattform verfügt über etwa 100.000 registrierte Fahrer. Damit dürfte das Unternehmen etwa 1/5 der Größe von Uber erreicht haben, was Anzahl der Fahrer und Fahrten betrifft.

Rechtliche Herausforderungen in den westlichen Städten

Da Uber in vielen westeuropäischen Städten zuletzt mit rechtlichen Auseinandersetzungen zu kämpfen hat, bleibt abzuwarten, wie und wo Lyft starten möchte. Das Geschäftskonzept von Lyft und auch von Uber verstößt in den meisten europäischen Ländern gegen das bestehende Recht. Auch wenn es mit den lokalen Gesetzten vereinbar ist, gehen die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz vor. Lyft schaut sich laut WiWo Städte wie Paris oder London an. Vorstellbar ist, dass das Unternehmen erstmal den deutschen Raum meiden wird, auf Grund der starken Konkurrenz durch das Taxigewerbe.

Wundercar mit ähnlichem Modell in Osteuropa

Ein ähnliches Geschäfts-Konzept betreibt auch das Startup Wundercar, das sich mittlerweile aus den deutschen Städten zurückgezogen hat und die Arbeit auf den Osteuropäischen Raum fokussiert. Aus Deutschland hat sich das Unternehmen auf Grund der Proteste der Taxiindustrie und der verhängten Verbote zurückgezogen. In Städten wie Prag, Budapest oder Istanbul scheint das Angebot besser angenommen zu werden und dem Unternehmen scheinen weniger Steine in den der gelegt zu werden.

Bild: Lyft von SPUR (bestimmte Rechte vorbehalten)