Gogoro startet Elektroroller-Pilottest mit in Taiwan

Das sharing System für elektrische Roller, über das wir schon vor paar Monaten berichtet hatten, startet im Sommer in eine Pilotphase in Taipeh.

Das Gogoro-System basiert auf einem intelligenten Netzwerk an Batterie-Ladestationen. Die leeren Akkus können an den Stationen einfach gegen einen vollen Akku getauscht werden. Somit geht keine Zeit verloren, die man warten müsste, um den Akku wieder aufzuladen.  Zuerst werden damit Elektroroller betrieben, andere Use-Cases für die Batterien sind in Zukunft auch möglich.

Wie Re/Code berichtet, hat das Unternehmen einen “Experience Center” in Taipeh eröffnet. In den nächsten Wochen sollen etwa 100 Personen für das Beta-Programm eingeladen werden.

Gogoro hat in den letzten 3 Jahren um die 150 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt, ohne dass ein Produkt offen kommuniziert wurde.

Meiste Nachfrage für Elektroroller aus Schwellenländern

Bisher ist unklar, was der Roller kosten soll. Die meisten Anfragen nach der Präsentation auf der CES kamen aus Indien, China, Brasilen und Thailand. In diesen Ländern sind Motorroller ein viel genutztes Verkehrsmittel. Um in diesen Ländern erfolgreich zu sein, müsste der Elektroroller zu einem günstigen Preis angeboten werden. Ansonsten würde die Attraktivität im Vergleich zu einem Motorroller gering sein.

Kooperation mit Behörden

In Taipeh arbeitet das Unternehmen mit den Behörden zusammen, um eine Infrastruktur an GoStations aufzubauen. Ein dichtes Netzwerk an Ladestationen wird neben dem attraktiven Preis entscheidend für einen Erfolg sein.

Weitere Informationen können auf dem Gogoro Blog gelesen werden.

Bild: Gogoro.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi App Ola startet Lieferservice, Uber reagiert auf UberPOP Verbot

In der letzten Woche gab es wieder einige Nachrichten aus dem Transport bzw. Mobilitätsbereich. Unter anderem will Uber die Fahrer unterstützen, wenn sie einen Personenbeförderungsschein erlangen möchten. Die indische Taxi-App Ola startet einen Lieferservice für Gerichte. Außerdem wurde das neue Tesla Model X bei Testfahrten in Kalifornien gesichtet.

Uber reagiert auf UberPOP Verbot

Uber reagiert auf das deutschlandweite UberPOP Verbot. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, unterstützt Uber zukünftig Fahrer finanziell, wenn sie die Prüfung für einen Personenbeförderungsschein ablegen wollen. Die Kosten für Prüfung und Vorbereitung zur Pürfung werden von Uber übernommen. Außerdem werden laut dem Magazin die Kosten für die  Fach- und Sachkundeprüfung bei der IHK bezuschusst. Hintergrund ist, dass ab Sommer ein neuer Service mit Fahrer angeboten werden soll, die über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Vermutlich müssen die eingesetzten Fahrzeuge ab Sommer auch für die gewerbliche Personenbeförderung konzessioniert sein. Um eine Konzession beantragen zu können, muss eine erfolgreich bestandenen Fach- und Sachkundeprüfung nachgewiesen werden. Schon 2013 wurden diese Arten von Unterstützungen den Fahrern und Interessenten in Berlin angeboten, mit wenig Resonanz auf der Fahrerseite.

Die verfügbaren Plätze für die Fach- und Sachkundeprüfung bei der IHK sind häufig sehr begrenzt. In Berlin wird die Prüfung einmal im Monat durchgeführt die Plätze sind meist mehrere Monate im Voraus ausgebucht. Nachdem die Fach- und Sachkundeprüfung bestanden wurde, muss die Konzession beantragt werden. Dieser Prozess dauert in Berlin bis zu drei Monate und es muss ein Umlaufvermögen von mehr als 2.000 € nachgewiesen werden. Vergleichbar dürfte es in anderen Städten sein. Der Plan von Uber ist ambitioniert und dürfte noch nicht ganz durchdacht sein.

Der UberPOP Service mit Privatchauffeuren wurde vor kurzem vom Landgericht Frankfurt verboten, das Urteil wurde aber noch nicht vollstreckt, da die klagende Taxi Deutschland Genossenschaft noch nicht die Sicherheitsleistung in Höhe von 400.000 € hinterlegt hat.

Taxi-App Ola startet Lieferdienst für Gerichte

Die indische Taxi-App Ola hat einen Lieferservice für Gerichte angekündigt. Der Service soll in den vier größten Städten unter dem Namen OlaCafe angeboten werden. Der Service ist vergleichbar mit dem von Uber angebotenen UberFresh oder UberEat Service. Das Unternehmen arbeitet mit einer Auswahl an hochwertigen Restaurants zusammen, die Kunden können aus einer Liste an Gerichten wählen. Innerhalb von 15 Minuten sollen die Lieferungen bei OlaCafe zugestellt werden, was im chaotischen Verkehr in Indien eine große Herausforderung ist. Der Service wird zur Zeit in Delhi, Mumbai, Bangalore und Hyderabad getestet. Für Ola ist es die zweite große Ankündigung in kurzer Zeit. Erst vor ein paar Wochen hat Ola den kleineren Wettbewerber TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen. Ola behauptet, dass pro Tag mehr als 1000 Fahrer zum Netzwerk hinzugefügt werden. (via International Business Times)

Tesla Model X bei Probefahrten erwischt

Erstmals wurde das Model X von Tesla auf einer öffentlichen Straße in Kalifornien gesichtet. Beim Model X handelt es sich um ein rein elektrisches SUV Fahrzeug, das die Modellpalette von Tesla Ende 2015 erweitern soll. Die Tests werden als Zeichen gewertet, dass das neue Modell tatsächlich kurz vor der Produktionsreife steht. Der Produktionsstart des Model X wurde in der Vergangenheit bereits mehrmals nach hinten verschoben. (via TechCrunch)

Bild: Olacabs.com (alle Rechte vorbehalten)

BMW vor Einstieg bei Mitfahrdienst Wundercar

Über Wundercar hat man in Deutschland schon länger nichts mehr gehört, nachdem sich das Unternehmen aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat und sich auf Städte im Ausland konzentriert. Nun scheint die nächste Finanzierungsrunde anzustehen.

Der Autobauer BMW aus München ist einem Bericht des Manager Magazins zufolge an einem Einstieg beim Mitfahrdienst für Kurzstrecken Wundercar interessiert. Das Magazin beruft sich dabei auf mehrere Branchenkenner.

Carsharing Angebot DriveNow soll aufgefrischt werden

Die Gespräche zwischen beiden Parteien sollen in einem weit gediehenen Stadium sein. Die neue Finanzierung soll für eine Expansion des Ridesharing Services nach Russland, in die Türkei und nach Südamerika eingesetzt werden. Auf seitens BMW soll die Mobilitätsplattform rund um den Carsharing Service DriveNow aufgefrischt werden. Neben BMW sind auch weitere ausländische Investoren mit Wundercar im Gespräch. Bisher bekam Wundercar Geld von Partech Ventures und einigen Business Angels.

Schnelles aus von Wundercar in Deutschland

Wundercar ist Anfang des vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Recht schnell wurden aber Verbote gegen das Unternehmen ausgesprochen, da gewerbliche Personenbeförderung angeboten wurde, die nicht mit dem Personenbeförderungsgesetz vereinbar ist. Fahrer ohne Personenbeförderungsschein, gewerbliche Versicherung und ohne Konzession haben Fahrgäste transportiert. Kurz nach dem Start von Wundercar in Hamburg und Berlin ist Uber mit dem UberPOP Service nachgezogen, der ebenfalls von Verboten betroffen ist. Anders als Uber konnte es sich Wundercar nicht leisten, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten und Subventionen für Fahrer zu zahlen. Wundercar ist weiterhin mit den Behörden in Deutschland im Gespräch, um den Service wieder unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen anbieten zu können.

Auch Daimler finanziert Fahrservice

BMW scheint mit dem Investment dem Konkurrenten Daimler nacheifern zu wollen. Die Daimler Tochter Moovel betreibt die Carsharing Plattform car2go und hat sich vor über einem Jahr an dem Fahr- und Limousinenservice Blacklane beteiligt. Im letzten Jahr wurde die Taxi-App MyTaxi übernommen. Die unterschiedlichen Mobilitäts-Services sollen auf der Moovel-Plattform verbunden werden.

Bild: BMW i8 von Falcon® Photography (bestimmte Rechte vorbehalten)

Landgericht Frankfurt verbietet UberPOP in Deutschland

Der Fahrservice UberPOP wird in Deutschland vom Landgericht Frankfurt verboten. Das amerikanische Unternehmen Uber darf damit nicht mehr seinen Ridesharing Service , bei dem die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein besitzen und die Fahrzeuge nicht konzessioniert sind unter kommerziellen Bedingungen anbieten, falls der Kläger, Taxi Deutschland eine Sicherheitsleistung von 400.000 € hinterlegt. Nur durch die Sicherheitsleistung wird das Urteil rechtskräftig. Taxi Deutschland hat angekündigt, die Sicherheitsleistung unverzüglich einzuzahlen, damit das Urteil vollstreckt wird. Uber will Berufung vor dem Oberlandesgericht einlegen.

Die Richter begründen das Verbot mit dem Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz, laut dem die Fahrer einen Personenbeförderungsschein benötigen und die Fahrzeuge über eine Konzession verfügen müssen, um gewerbliche Personenbeförderung anbieten zu dürfen.

Das Verbot bedeute einen Eingriff in die Berufsfreiheit sowie in die europäische Niederlassungs- und Dientsleistungsfreiheit. Der Eingriff sei bei überragenden Interessen der Allgemeinheit gerechtfertigt. Der Richter verwies dabei darauf, dass nicht sichergestellt sei, dass das Unternehmen mit Europasitz in Amsterdam verlässlich Steuern zahle und das die Fahrzeuge ausreichend versichert seien. Uber wand hingegen ein, dass alle Abrechnungen elektronisch via Smartphone und Kreditkarte abgewickelt würden und damit transparent und nachvollziehbar seien.

UberPOP in einigen Städten bereits für 35 Ct.

In den Städten Berlin, Hamburg und Düsseldorf wird der uberpop Service schon für 35 ct. Pro Kilometer angeboten. Mit dem Trick verdient über zwar kein Geld, aber der Service wird nicht als gewerbliche Personenbeförderung eingestuft. Vergleichbar ist das mit Mitfahrgelegenheiten, der auch nicht als gewerblich eingestuft werden, da die Einnahmen unter den Betriebskosten des Fahrzeugs liegen.
Es ist davon auszugehen, dass Uber auch in München und Frankfurt den UberPOP Service vorübergehend für 35 Ct. pro Kilometer anbieten wird, falls Taxi Deutschland die Sicherheitsleistung zahlen wird.

UberBlack nicht betroffen

Der UberBlack Service ist von dem Urteil nicht betroffen. Nur in Berlin darf der Service nicht mehr angeboten werden, da das Landgericht Berlin den Service mit professionellen Fahrern verboten hat.

Auch Probleme in Frankreich und Süd Korea

Auch in Frankreich hat Über akute Probleme. In Paris wurden die Geschäftsräume von Über von 30 Polizisten durchsucht.

In Süd-Korea wurden Anklagen gegen mehr als 30 Angestelle und Fahrer der Uber-Plattform erhoben.

Lyft in Zahlen: Lyft Line für Mehrheit der Fahrten in San Francisco verantwortlich, Umsätze 2015 & 2016

Kurz nach der letzten Finanzierungsrunde gibt Lyft CEO Logan Green laut VentureBeat auf der SXSW Konferenz bekannt, dass die meisten Fahrten in San Francisco über den Service Lyft Line gebucht werden.

Bei Lyft Line teilen sich Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, ein Lyft Ridesharing Fahrzeug. Das günstige Angebot ist zum beliebtesten Angebot von Lyft seit dem Start vor sechs Monaten geworden. Insgesamt ist Lyft um 500% im Jahr 2014 in den USA gewachsen, in den meisten Städten dürfte der Service noch nicht profitabel sein.

In der Keynote-Präsentation geht Green auch auf die Verwendung der Mittel aus der letzten Finanzierungsrunde ein. Der Betrag soll dazu genutzt werden, das Fahrernetzwerk auszubauen.

Internationalisierung von Lyft

Angesprochen auf die Internationalisierung von Lyft hält sich der CEO noch sehr bedeckt. Man lerne laut Green sehr viel von internationalen Wettbewerbern. Wenn Lyft expandiert, soll nicht einfach ein Taxi Service gestartet werden, vielmehr sollen alle Teile, die Lyft so einzigartig machen, in die internationalen Märkte expandiert werden. Green sieht den Marktanteil von Konkurrent Uber in den meisten internationalen Städten als sehr gering an und ist der Meinung, dass die Internationalisierungsstrategie von Uber nicht funktioniert.

Wie wird sich Lyft im Jahr 2015 entwickeln?

TechCrunch hat einen interessanten Artikel veröffentlicht, wie sich die Zahlen von Lyft 2015 entwickeln werden. 2015 soll mehr als 1 Milliarde US$ Außenumsatz generiert werden, im Jahr 2016 soll der Service profitabel arbeiten.

Umsatzprognose 2015-16 von Ridesharing Dienst Lyft
Umsatzprognose 2015-16 von Ridesharing Dienst Lyft

In diesem Jahr sollen 1.2 Milliarden US$ Außenumsatz generiert werden, geht man davon aus, dass Lyft davon 20 – 25% einbehält und den Rest an die Fahrer auszahlt, bleiben davon etwa 300 Mio. US$ übrig.

Der Umsatz wird zwischen dem klassischen Lyft Service und dem Lyft Line Service, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Auto mit Fahrer teilen, gesplittet. Über Lyft Line sollen im Jahr 2015 40 Mio. US$ generiert werden, über den normalen Lyft Service mehr als 250 Mio. US$. Zusammen ergibt das die 300 Mio. US$, die das Unternehmen als Ziel ausgegeben hat. Im Vergleich dazu, der Konkurrent Uber hat bereits im Jahr 2013 eine jährliche Runrate von 1.2 Milliarden US$ erzielt. Lyft is also was den Umsatz betrifft etwa 2 Jahre hinter Uber.

Im Jahr 2016 soll sich der Umsatz mehr als verdoppeln, es wird ein Außenumsatz von 2.7 Milliarden US$ angestrebt, davon sollen ca. 700 Mio. US$ bei Lyft verbleiben. Der Großteil des Umsatzes soll weiterhin durch den normalen Lyft Service erzielt werden, nämlich 80%. Die restlichen 20 % sollen durch den Lyft Line Service generiert werden.

Wie viele Fahrten werden abgewickelt?

Das Unternehmen geht davon aus, dass Ende des Jahres 13 Mio. Fahrten pro Monat durchgeführt werden, am Anfang des Jahres wurden etwa 2.5 Mio. Fahrten pro Monat durchgeführt. Im Vergleich dazu: Über die Uber-Plattform wurden Ende des letzten Jahres etwa 3.4 Mio. Fahrten pro Monat durchgeführt, im Moment dürften es um die 15 Mio. Fahrten pro Monat sein.

Im Jahr 2015 sollen etwa 90 Mio. potentielle Fahrgäste in den USA angesprochen werden, 2016 sollen es 205 Mio. Fahrgäste sein.

Welche Kosten fallen an?

Lyft unterscheidet auf Kostenseite zwischen Kosten für Kreditkartengebühren, Versicherungen, Steuern und Kosten, um das Geschäft am Laufen zu halten. Dem gegenüber stehen die Kosten für die Akquisition der Fahrgäste und Fahrer.

Nach Abzug des ersten Kostenblocks geht Lyft davon aus, dass im Jahr 2015 170 Mio. US$ Gewinn erwirtschaftet werden, 2016 sollen es 400 Mio. US$ sein.

Wie schon erwähnt, diese Berechnung bezieht keine Kosten für Fahrer-Recruiting und Marketing auf Kostenseite mit ein. Lyft erwartet, dass das Unternehmen im Jahr 2015 150 Mio. US$ für die Akquise von neuen Kunden ausgeben wird und zusätzliche 50 Mio. US$, um neue Fahrer an Board zu holen.

Zusammengefasst geht Lyft davon aus, dass im Jahr 2015 ein Verlust von 30 Mio. US$ anfallen wird, ein Jahr später sollen 250 Mio. US$ Gewinn erwirtschaftet werden.

Kurznachrichten: Lyft Finanzierung, Carsharing, Ridesahring Fahrer Angestellte oder Freiberufler?

Kurzübersicht der aktuellen Meldungen aus den Bereichen Carsharing und Ridesharing. Das Ridesharing Unternehmen Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein, Jury muss entscheiden, ob die Fahrer der Ridesharing Netzwerke als Angestellte oder selbstständige Unternehmer zu sehen sind. Der Carsharing Anbieter car2go spendiert den Fahrzeugen ein Technik-Update, so dass die Fahrzeuge per App zu öffnen sind.

Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein

In letzter Zeit haben wir schon mehrmals darüber berichtet, nun ist es soweit. Das amerikanische Ridesharing Startup Lyft sammelt in einer weiteren Finanzierungsrunde einen Betrag von 530 Mio. US$ ein und wird dabei mit mehr als 2.5 Milliarden US$ bewertet. Die Finanzierungsrunde wurde von dem japanischen E-Commerce Unternehmen Rakuten angeführt. Das zusätzliche Investment soll Lyft im Wettbewerb gegen Uber mehr Luft verschaffen. Laut Lyft Mitgründer und Präsident John Zimmer soll das Kapital genutzt werden, um Uber Marktanteile in den USA abzugewinnen. Ende des Jahres soll eine Internationalisierung stattfinden, Lyft will dabei von Uber lernen und profitieren. (via Wall Street Journal)

Car2Go zieht nach – Auto öffnen per App

Nachdem im letzten Jahr DriveNow die Funktion eingeführt hat, dass die Carsharing Fahrzeuge per Smartphone-App zu öffnen und zu schließen sind, zieht Carsharing-Anbieter Car2Go nun nach. Kleine Unterschiede gibt es aber weiterhin. Bei Anbieter DriveNow lassen sich alle Fahrzeuge mit Smartphone oder Kundenkarte öffnen, bei car2go gibt es Einschränkungen. Die älteren Fahrzeuge können anscheinend nicht mit einem Software-Update auf den neusten Stand gebracht werden und die neuen Fahrzeuge scheinen nicht mit der Kundenkarte kommunizieren zu können. Entweder lassen sich die Fahrzeuge ausschließlich mit dem Smartphone öffnen oder ausschließlich mit der Kundenkarte. Zu erkennen sind die neuen Fahrzeuge mittels blauem „Smartphone only“ Aufkleber. Zuerst sollen Fahrzeuge in Wien und Hamburg ausgetauscht werden, die anderen Städte folgen später. (via car2go)

Jury entscheidet darüber, ob Uber und Lyft Fahrer als Angestellte zu sehen sind

Gegen Uber und Lyft laufen in Kalifornien zwei Gerichtsverfahren, die klären sollen, ob die Fahrer der beiden Netzwerke als Angestellte oder unabhängige Partner anzusehen sind. In beiden Fällen muss nun eine Jury die Entscheidung treffen. Sollte die Jury zu dem Ergebnis kommen, dass die Fahrer als Angestellte zu sehen sind, hätte das gravierende Folgen für das Business Model der beiden Unternehmen. Uber und Lyft müssten für Zusatzleistungen, Verdienstausfälle und Versicherungen der Fahrer bezahlen. Die Fahrer-Seite argumentiert, dass sie sich an bestimmte Regeln halten müssen, den Preis nicht selber festsetzten können und auch gefeuert werden können. Die Gegenargumente von Uber und Lyft beziehen sich auf die frei wählbaren Arbeitsstunden und deren Häufigkeit. Die Fahrer der Ridesharing Plattformen sind auch nicht an eine Plattform gebunden. Die Richter sind sich bisher noch uneinig, ob es sich bei den Fahrern um Angestellte oder selbstständige Unternehmer handelt. Die Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf weitere Sharing Economy und on-demand Unternehmen haben, die auf unabhängige Partner setzen. (via Forbes)

Uber scheint weiter wenig Nutzer in Berlin zu finden

Der Taxi-Dienst Uber bietet in diesen Tagen den UberTaxi Service in Berlin für Neu- und Bestandskunden kostenlos an. Nutzer in Berlin können über die App bis zu fünf Taxi-Fahrten kostenlos buchen. Der Schritt kann als Zeichen gewertet werden, dass Uber auch zwei Jahre nach Marktstart über zu wenig Nutzer verfügt. Normalerweise werden Fahrten bei Markteintritt verschenkt, um schnell neue Nutzer zu finden. Warum Uber in den meisten deutschen Städten wenig Nutzer finden dürfte, liegt an dem guten öffentlichen Nahverkehr, der hohen Verfügbarkeit von Taxen und an bürokratischen Herausforderungen. (via Firmenpresse)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Karten mit rechtlichen und regulatorischen Problemen von Ridesharing Dienst Uber

In welchen Städten/Ländern wird gegen Uber vorgegangen?

Alle Probleme von Uber weltweit, nutzen Sie die Filter, um die Auswahl einzugrenzen. Vorausgewählt ist in dem Fall Europa. In den USA ist auch meistens der Konkurrent Lyft betroffen, wenn rechtlich gegen Ridesharing vorgegangen wird. Ausserhalb der USA sind in einzelnen Fällen lokale Mitbewerber, wie Wundercar oder ähnliche betroffen.

Wann wurde gegen Uber vorgegangen?

Aus der oberen Grafik geht hervor, dass gegen Uber im Jahr 2014 am meisten vorgegangen wurde. Allein im Jahr 2014 wurden etwa doppelt so viele Beschwerden gegen Uber gestartet, wie insgesamt in den 4 Jahren zuvor.

Wer geht gegen Uber vor, woher kommen die Beschwerden gegen Ridesharing?

Das war die Woche: Postbus, Uber kauft zu, Blacklane wird in Amadeus implementiert

Nachrichtenübersicht: Aus ADAC Postbus wird Postbus. Erfolg für Blacklane, der Fahrservice wird bei Amadeus implementiert. Uber kauft Kartenservice deCarta, um unabhängiger von Google und Apple Maps zu werden.

Aus ADAC Postbus wird Postbus

Nach dem Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post wird aus ADAC Postbus die Marke Postbus. Ab Mai 2015 wird ausserdem das Liniennetz erweitert, statt wie bisher 60 Städten sollen dann 120 Städte angefahren werden. Neu im Programm sind Nachtfahrten und ab Sommer auch internationale Ziele. Der ADAC Postbus ist der viertgrößte Anbieter auf dem deutschen Markt, der Marktanteil liegt bei etwa 8%. Angeführt wird der Markt von MeinFernbus Flixbus, die sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen haben. Dahinter folgen die Marken der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat kürzlich ebenfalls angekündigt, alle Marken zusammenzufassen. Außerdem soll das Fernbuslinien-Netz ausgebaut werden. (via Handeslblatt)

Blacklane demnächst über Amadeus buchbar

Der Service der Limousinenplattform Blacklane wird in Amadeus Taxi & Transfer integriert, damit Reisebüros und Fluggesellschaften ihren Kunden auf einfache und nutzerfreundliche Weise einen Service für die letzte Meile anbieten können. Ab Juni diesen Jahres soll die Lösung für Online-Reisebüros verfügbar sein, ab dem vierten Quartal ist es für Fluggesellschaften möglich, die API einzubinden. Irgendwann später soll die Lösung über alle Amadeus Kanäle zugänglich sein, also auch für Travel Management in Unternehmen und in offline Reisebüros. Ende letzten Jahres wurde Blacklane schon in die Reise-Suchmaschine Qunar aus China integriert. (via Amadeus)

Uber kauft erstmals zu, Kartendienst deCarta wird übernommen

Das Unternehmen hinter der Ridesharing App Uber übernimmt den Kartendienst deCarta. Es ist die erste Übernahme durch Uber, die offiziell kommuniziert wird. DeCarta bietet eine ganze Reihe an Lokalisierung- und Karten-Services an, darunter in Karten Suche, Lakalisierungs-API, Turn-by-Turn Navigation und mehr. Offiziell soll durch die Übernahme von deCarta der UberPOOL Service und die Vorhersage der Ankunftszeit verbessert werden. Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, dass Uber durch die Übernahme unabhängiger von Google und Google Maps werden möchte. Google ist zwar ein Uber Investor, in letzter Zeit gab es mehrere Anzeichen, dass sich das Verhältnis der beiden Technologie-Unternehmen abgekühlt hat. Uber hat angekündigt, mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh an einem selbstfahrendem Auto zu arbeiten, über Google gab es Gerüchte, dass das Unternehmen an einem eigenen on-demand Ridesharing Service arbeitet. Auch für das eigene selbstfahrende Fahrzeug würde die Akquisition der Kartentechnologie Sinn ergeben. DeCarta wurde bereits 1996 gegründet und hat mehr als 55 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Trotz der Übernahme wird deCarta weiter mit externen Kunden zusammen arbeiten. (via Wall Street Journal)

Bild: Der neue Postbus (Quelle: Deutsche Post, alle Rechte vorbehalten)

Carsharing App CarJump wird verkauft

Die App CarJump, die verschiedene Carsharing Anbieter aggregiert, wird nach einem Bericht von GründerSzene von Investor Henri Kühnert übernommen. Die CarJump Gründer bleiben erstmal als Berater an Board, die Geschäftsführung übernehmen Michel Stumpe und Fabian Kofler. Beide bezeichnen sich bei Xing interessanterweise als CEO & Founder. Henri Kühnert war früher Geschäftsführer der SinnerSchrader Mobile Agentur, nach seinem Ausscheiden investiert er in Early Stage Startups und berät ausgewählte Unternehmen, darunter citeecar.

Die Carsharing App CarJump aggregiert die verfügbaren Fahrzeuge verschiedener Carsharing Anbieter und stellt diese auf einer Karte gesammelt dar. Der Nutzer sieht die verfügbaren Fahrzeuge in seinem Umkreis und kann sich entscheiden, welchen Carsharing Anbieter er nutzt.

CarJump dürfte damit zu kämpfen habe, dass die meisten Nutzer nur bei einem Anbieter angemeldet sind und somit kurzfristig keinen wirklichen Nutzen durch die App haben. CarJump versucht bisher noch nicht die Nutzer dazu zu bewegen, sich bei weiteren Carsharing Anbietern zu registrieren.

Den Nutzern werden auch keine ausgewerteten Daten zur Verfügung gestellt, die ihn dazu animieren würden, sich bei einem anderen Anbieter zu registrieren. Zum Beispiel könnte die Technologie hinter der App die Umgebung um den gewünschten Abfahrtort analysieren, um dem Nutzer den bestmöglichen Carsharing Anbieter zu empfehlen. Es könnte ja sein, dass ein Nutzer bei DriveNow registriert ist, ein car2go oder Spotcar Fahrzeug meistens näher am Abfahrtort ist.

Interessant wäre auch ein Feature, das den ungefähren Preis für die zu fahrende Strecke ausrechnet. Somit könnte der Nutzer entscheiden, ob er vielleicht einen etwas längeren Fußmarsch in Kauf nimmt, um ein paar Cent oder Euro zu sparen.

Es sind sowohl Free-Floating als auch stationsbasierte Anbieter bei CarJump gelistet, eine aktive Kommunikation der Vorteile des jeweiligen Modells an die Nutzer wäre auch hilfreich.

Das Unternehmen CarJump wurde 2013 gegründet und hat letztes Jahr eine Finanzierung von High-Tech Gründerfond eingesammelt. Üblicherweise stellt der High-Tech Gründerfond 500.000 € zur Verfügung, die meist gesplittet nach erreichen von Meilensteinen fließen. Wie viel Geld aus dem High-Tech Gründerfond bisher in CarJump geflossen ist, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich eine geringere Summe, als 500.000 €. Für welche Summe das Startup übernommen wurde, ist nicht bekannt, die Summe dürfte sich aber im niedrigeren Bereich bewegen.

Das CarJump Team hat wohl auch die App für den Carsharing Anbieter Spotcar entwickelt. Spotcar ist seit dem vergangenen Jahr mit Opel Adam Fahrzeugen in Berlin unterwegs.

Bild: CITROËN Multicity Charsharing Berlin von Tony Webster (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi App Ola übernimmt TaxiForSure, Uber stellt UberPOP ein

+++ Kurznachrichten +++ Die indische Taxi-App Ola übernimmt den Konkurrenten TaxiForSure, ebenfalls aus Indien. Der Ridesharing Service Uber stellt wohl den UberPOP Service in einigen deutschen Städten ein. Das Carsharing Unternehmen DriveNow will weiter expandieren.

Ola übernimmt Taxi-App TaxiForSure

Nach der Konsolidierung in China durch die Fusion von den Taxi-Apps Kuaidi und Didi Dache steht in Indien ebenfalls eine Konsolidierung an. Der ebenfalls von SoftBank finanzierte Taxi-App Anbieter Ola übernimmt den kleineren Anbieter TaxiForSure für 200 Mio. US$. Der Deal wird in Anteilen an Ola und Bargeld bezahlt. Beide Marken sollen separat weitergeführt werden. Ola ist im Moment in 67 Städten in Indien verfügbar und hat etwa 100.000 registrierte Fahrer. TaxiForSure hate 15.000 registrierte Fahrer in 47 indischen Städten. Die beiden TaxiForSure Gründer sollen für einen absehbaren Zeitraum als Berater an Board bleiben, die 1700 angestellten sollen weiter beschäftigt werden. (via TechCrunch)

Uber reduziert den UberPOP Service

Am Wochenende hat die Wirtschaftswoche berichtet, dass Uber vorerst von einer weiteren Expansion in Deutschland absieht. In absehbarer Zeit sollen keine weiteren Städte gestartet werden, da der UberPOP nicht unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen angeboten werden kann. Die Akquisition von weiteren UberPOP-Fahrern soll eingestellt werden. Nun berichtet das Startup Magazin GründerSzene, dass sogar der UberPOP Service in eineigen deutschen Städten vor dem Aus steht. In Berlin, Hamburg und Düsseldorf ist Uber gezwungen, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten, die Fahrer werden mit Bonuszahlungen bei Laune gehalten. Nun soll Uber diese Zuschüsse einstellen. Was dazu führen dürfte, dass sich keine Fahrer finden lassen und bereits registrierte Fahre nicht weiter aktiv sind. Auf ein Personenbeförderungsschein und wahrscheinlich auch eine Konzession soll für UberPOP zur Vorschrift werden. In Berlin kann dann nur noch UberTaxi angeboten werden, evtl. wird auch der Lieferservice für Essen UberEats gestartet. (via GründerSzene und WiWo)

Carsharing Anbieter DriveNow will durch Städte im Ausland wachsen

Das Wachstum für DriveNow soll durch die verstärkte Expansion ins Ausland erzielt werden. Insgesamt sollen 25 ausländische Städte hinzugefügt werden, bis zu 15 in Europa und 10 in Nordamerika. Bisher ist DriveNow in 5 deutschen und drei internationalen Städten verfügbar. In Deutschland sollen erstmal keine neuen Standorte hinzu kommen. Frankfurt wäre für das Unternehmen wünschenswert, die Stadt hätte aber nur 80 Fahrzeuge genehmigt. Diese geringe Anzahl ist für ein flexibles Carsharing Angebot viel zu gering. In den anderen deutschen Städten ist die eingesetzte Flotte im Schnitt etwa 450 Fahrzeuge groß. Konkurrent car2go ist vor kurzem im Frankfurt gestartet, mit etwa 190 Fahrzeugen. Warum DriveNow nur 80 Fahrzeuge einsetzten darf, ist unverständlich. (via Focus)

Bild: Ambassador taxi von shankar s. (bestimmte Rechte vorbehalten)