Fernbus Preise ziehen an – nur MegaBus mit Kampfpreisen

Die Preisentwicklung in den letzten Wochen bei den Fernbussen ging nach oben. Die Fernbus-Anbieter rücken von den Kampfpreisen ab, bieten aber immer noch ein Preis-Niveau, das auf reges Interesse stoßt. Eine Ausnahme stellt ein Neueinsteiger dar. Der schottische Anbieter MegaBus startet mit mehreren Linien in Deutschland und das zu Preisen ab 1 €.

Fahrkarten werden teurer

Laut einer dpa Meldung normalisiert sich das Preisniveau unter den Fernbusanbietern.  Nach der Fusion von MeinFernbus und FlixBus, sowie dem Ausstieg einiger Anbieter, war das zu erwarten. In dem Zeitraum von Januar bis April haben sich die Fahrpreise mit einem Spartarif für eine Fahrt mit dem Fernbus durchschnittlich um 11 Prozent erhöht. Die Zahlen hat das Berliner Marktforschungsinstitut IGES erhoben. Es wird weiterhin mit einem   Wachstum im Fernbus Segment. Im letzten Jahr ist der Markt um 100 % im Vergleich zum Jahr davor gewachsen. Insgesamt wurden zwischen 17 und 19 Millionen Fahrgäste mit Fernbussen in Deutschland befördert. In diesem Jahr soll das Wachstum im Vergleich zu 2014 zwischen 60 und 90% liegen. In der Vergangenheit haben sich die Anbieter der Fernbus-Linien auch über die Streiks der Lokführer gefreut. Massenweise Kunden haben Statt der Bahn einen Fernbus genutzt. Einige davon dürften dauerhaft umgestiegen sein.

Neueinsteiger Megabus mit Kampfreisen

Die Marke Megabus gehört zu der schottischen Unternehmensgruppe Stagecoach. Wie das Handelsblatt berichtet, ist der Anbieter mit Kampfpreisen auf dem deutschen Markt gestartet. Fahrkarten gibt es ab 1 Euro, wenn auch für kürzere Strecken. Die Fahrpreise bewege sich teilweise auf einem Niveau von 1 ct. pro Kilometer. Das bedeutet, dass eine Strecke von 500 Kilometern um die 5 € kostet. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen damit Anteile auf dem deutschen Fernbusmarkt erobern will und nur zum Markteintritt die absolut günstigen Preise anbietet.

Langfristig will Megabus mit größeren Bussen günstiger als die Konkurrenz sein. Hinzu kommt, dass die Busse dem Unternehmen gehörten und nicht Subunternehmern, wie bei MeinFernbus Flixbus und co.

Ryanair-Effekt

Durch den Preiskampf könnte ein sogenannter Ryanair-Effekt entstehen. Das heißt, dass Kunden erwarten, für einen günstigen Preis von 5 € quer durch Deutschland mit dem Bus fahren zu können. Damit sich das für die Fernbus-Anbieter rechnet, kann mit Zusatzgebühren, für Gepäck und weitere Services gerechnet werden. Bisher rechnet sich der Fernbusmarkt noch für einen Anbieter. Auch der Marktführer MeinFernbus Flixbus fährt noch jährlich Verluste ein.

Mehrere Opfer

Der Preiskampf bei den Fernbussen hat schon mehrere Unternehmen zur Aufgabe bewegt. Der britische Anbieter city2city hat sich zuerst zurückgezogen. Kurz darauf folgte der Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post. Aus ADAC Postbus wurde Postbus. Auch der Pionier DeinBus ist in die Insolvenz geschlittert, wurde aber vorerst durch einen Investor gerettet. Die Deutsche Bahn hat auf den Druck durch die Fernbus-Anbieter reagiert. Das Liniennetz soll ausgebaut werden und die unterschiedlichen Fernbus Marken sollen unter einer Marke zusammengefasst werden.

Bild:  54216 YX63NHC MEGABUS von Eddie (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi und Transport Apps für Apple Watch

Seit gestern wird die Apple Watch Smartwatch offiziell ausgeliefert, bzw. kann in einigen Shops gekauft werden. Einige Mobilitäts-Apps und Fahrservices haben bereits darauf reagiert und Funktionalitäten für die Apple Watch hinzugefügt. Hier ist eine Auflistung einiger Apps aus dem Transport und Taxi Bereich, die auf der Apple Watch genutzt werden können .

Taxi App MyTaxi

Die MyTaxi App ist schon Apple Watch kompatibel. Öffnet man die App auf der Uhr, wird der eigene Standort angezeigt. Mit einem Tap auf Bestellen, wird ein verfügbares Taxi angefragt. Auf der Uhr sieht der Nutzer dann auch, wenn der Taxi-Fahrer angekommen ist.

Fahrdienst Uber

Die Uber App war schon ein Teil der Präsentation, als die Watch von Apple offiziell vorgestellt wurde. Ähnlich wie bei MyTaxi kann ein Fahrzeug mit Chauffeur mit einem Klick bestellt werden. Der Fahrgast sieht, wie lange es dauert, bis das Fahrzeug da ist. Infos über den Fahrer und das Fahrzeug werden ebenfalls über die Apple Watch angezeigt. Die abgeschlossene Fahrt kann über die Watch bewertet werden.

Ally (ehemals Allryder)

Aus Allryder wird Ally. interessanterweise schon die zweite Namensänderung innerhalb von 2 Jahren. Gestartet ist die App mit dem Namen Waymate, im letzten Jahr wurde sie in Allryder umbenannt, nun Ally. Über die App kann der beste Weg von A nach B gefunden werden, mit Fokus auf Kurzstrecken. Verknüpft werden die Daten über öffentlichen Nahverkehr, Carsharing und Taxen. In der iPhone App können die Adressdaten für Zuhause und Arbeitsplatz gespeichert werden. Über die Apple Watch App können dann mit einem Klick die Informationen über den Weg zum Arbeitsplatz oder nach Hause angezeigt werden.

Carsharing Dienst DriveNow

Der Carsharing Anbieter DriveNow hat seine iPhone App ebenfalls an die Apple Wacht angepasst. Über die App auf der Uhr wird eine Liste mit Fahrzeugen im Umkreis angezeigt, inkl. Entfernung zwischen dem Standort des Fahrzeugs und des Nutzers. Mittels App kann ein Fahrzeug reserviert und geöffnet werden. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, dann wird auch car2go mit einer Apple Watch App am Markt sein.

DB Navigator der Bahn

Auch die Bahn hat bereits auf die Apple Wach reagiert und die iOS App angepasst. Über die App kann der Reiseplan inkl. Umstiege angezeigt werden. Die App zeigt ausserdem Stationen in der näheren Umgebung an und Benachrichtigungen über verspätete oder ausgefallenen Züge werden angezeigt.

Bild: Apple Watch Sport von Shinya Suzuki (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi Deutschland hinterlegt Sicherheitsleistung – Uber reagiert

Taxi Deutschland hat es geschafft, die Sicherheitsleistung von 400.000 € aufzubringen und beim Landgericht zu hinterlegen.
Diese Hinterlegung war notwendig, um das Urteil in der Auseinandersetzung mit der Taxi-Alternative Uber zu vollstrecken. Über wird es nun untersagt, den Ridesharing-Service UberPOP unter gewerblichen Bedingungen anzubieten. Taxi Deutschland hat mehr als einen Monat benötigt, um die Summe aufzubringen. Es wurde schon daran gezweifelt, ob sie dazu überhaupt in der Lage sind.

Uber reagiert

Uber hat nach der Benachrichtigung durch das Landgericht Frankfurt reagiert und bietet den Service UberPOP nun in allen deutschen Städten zum Preis von 35 ct. pro Kilometer an. Bei diesem Fahrpreis gilt der Taxi-Service nicht als gewerbliche Personenbeförderung, ist aber für Fahrer wenig lukrativ. Uber geht deshalb davon aus, dass die Verfügbarkeit der Fahrer drastisch abnimmt. Das wird zur Folge haben, dass die Nutzer länger auf ein freies Fahrzeug warten müssen.
Uber hat auch schon eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht, die zur Zeit geprüft wird.

Uber unterstützt Fahrer mit Bonus

In der Vergangenheit hat Uber die Fahrer häufig mit zusätzlichen Bonuszahlungen fürs Warten motiviert. Es ist durchaus vorstellbar, dass Uber diese Methode weiterhin nutzt, um Fahrer zu motivieren. Durchaus haben die Fahrer bis zu 15 Euro pro Stunde zusätzlich bekommen.

Gerichtliche Auseinandersetzungen

Die Taxi Vertreter versuchen schon seit dem Start von Uber im Januar 2013 gegen das Unternehmen vorzugehen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz. Zum einen wird Uber vorgeworfen, dass der angebotene Service gegen die Rückkehrpflicht von Mietwagen verstößt. Aus diesem Grund wurde der Service in Berlin verboten. Zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass der UberPOP-Service mit Privatfahrern gegen zwei weitere Punkte verstößt. Die Fahrer verfügen weder über eine Konzession für das Fahrzeug, ebenso fehlt ein Personenbeförderungsschein inkl. Ortskundeprüfung.
Bild: getmobility.de

BlaBlaCar übernimmt Carpooling.com

Das französische Startup BlaBlaCar übernimmt laut Medienberichten den Deutschen Konkurrenten Carpooling.com, hier besser bekannt als Mitfahrgelegenheit.de.

BlaBlaCar ist, wie auch Carpooling.com eine Plattform über die sich Fahrer und Mitfahrer finden können, der Fokus liegt dabei auf längeren Strecken.

BlaBlaCar möchte mit der Akquisition seine Position in Europa stärken. Durch den Kauf soll es auch möglich sein, den Fokus mehr auf die Expansion in Südamerika und Asien zu legen.

Kaufrpreis unbekannt

Für welche Summe Carpooling.com den Besitzer wechselt, wurde nicht bekannt. An Carpooling hatte sich vor ein paar Jahren Daimler beteiligt, Early Bird war ebenfalls an Board. Der Kaufpreis dürfte nicht all zu hoch ausgefallen sein, sonst hätten beide Unternehmen ihn kommuniziert. Carpooling ist vor kurzem in die USA expandiert und eine Kooperation mit Uber wurde geschlossen. BlaBlaCar hat sich bisher von einer Expansion nach Nord-Amerika distanziert, da dort der Markt und die Rahmenbedingungen nicht attraktiv genug seien. Bleibt abzuwarten, ob die Präsenz von Carpooling in USA bestehen bleibt oder wieder geschlossen wird.

BlaBlaCar, das im letzten Jahr eine Finanzierung in Höhe von 100 Mio. US$ abgeschlossen hatte, ist vor zwei Jahren in Deutschland gestartet, konnte sich aber gegen den bereits 2001 gestarteten Konkurrenten Mitfahrgelegenheit.de nicht durchsetzen.

Das Unternehmen möchte durch Akquisitionen und schnelles Ausrollen des eigenen Services seine Position weltweit ausbauen. Je schneller, desto besser.Bisher hat das Unternehmen 20 Mio. Nutzer in 18 Ländern in Europa und Asien. In diesem Jahr soll Südamerika hinzukommen.

Bild: RIDESHARING COMMUNITY #BLABLACAR ON THE RISE von motorblog.com (bestimmte Rechte vorbehalten)

Rocket Internet investiert in Take Eat Easy

Vor ein paar Tagen hatten wir berichtet, dass sich Rocket Internet für den Bereich Lieferservice für Essen als Logistik-Lösung mit eigener Flotte interessiert.

Das Gerücht bestätigt sich nun, dass sich Rocket Internet neben dem Marktplatz für Gerichte Lieferungen auch für das Logistik-Geschäft mit eigener Flotte interessiert.

Nicht Volo sondern Take Eat Easy

 


Update, 16.4.15: Wie heute von TechCrunch und Gründerszene berichtet wurde, übernimmt Rocket Internet Volo komplett. Mit unserem ersten Bericht lagen wir also doch nicht falsch.


Nicht wie vermutet in Volo investiert Rocket Internet, sondern in den Lieferservice Take Eat Easy. Das berichtet Techcrunch. Via Take Eat Easy können Nutzer Essen online bei Restaurants bestellen, die bisher keinen Lieferservice angeboten haben. Einen ähnlichen Service bietet Deliveroo an, die vor einem Start in Deutschland stehen. Mittels intelligenten Technologie werden die Lieferaufträge über eine Smartphone App an unabhängige Fahrrad Kuriere vermittelt. Der Besteller sieht in seiner App, wie lange es dauert, bis die BestelluUpng geliefert wird, teilweise kann auch der Fahrer getackt werden.

Finanzierung für Expansion nutzen

In das Startup aus Brüssel, das bisher in Belgien und Frankreich aktiv ist, investieren Rocket Internet, DN Capital und Piton Capital 6 Mio. €. Mit der Finanzierung sollen die bestehenden Märkte ausgerollt werden, weitere sollen gestartet werden, darunter Deutschland, Großbritannien und Spanien.

Rocket Internet an Delivery Hero beteiligt

Interessant ist die Beteiligung, da Rocket an Delivery Hero beteiligt ist und selbst mehrere Marktplätze für Essen Lieferservices aufgebaut hat und betreibt. Delivery Hero hat sich vor kurzem erst an MyLorry beteiligt. MyLorry bietet mit Food Express ebenfalls einen Lieferservice mit eigenen Fahrern, den Restaurants nutzen können, die bisher keine Gerichte geliefert haben.

Bild: Dinner is served. von Boudewijn Berends (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Nokia will Here verkaufen, EU will Taxi-Markt prüfen, Ola mit Finanzierung

Kurznachrichten: Nokia will den Kartendienst Here verkaufen, deutsche Automobilhersteller und Uber werden als Interessenten genannt. Die EU will den deutschen Taxi-Markt nach einer Beschwerde von Uber prüfen. Die indische Taxi-App Ola sammelt 310 Mio. US$ ein. Der Münchner Autohersteller BMW startet mit der BMW Startup Garage einen Startup Accelerator.

Nokia will HERE Kartenservice verkaufen

Der finnische Nokia Konzern möchte den Kartenservice Here loswerden, um sich in Zukunft auf die Netzwerktechnik fokussieren zu können. Nokia hat potentielle Interessenten kontaktiert, darunter befindet sich auch der Ridesharing Anbieter Uber. Eine Gruppe an deutschen Autoherstellern soll auch Interesse an Here bekundet haben. Uber hatte bereits vor kurzem den Kartenanbieter deCarta übernommen, um unabhängiger von Google Maps zu werden. Nokia möchte für Here laut Medienberichten mehr als 4 Milliarden US$ haben, der Service wird aber nur auf ca. 2 Milliarden US$ geschätzt. (via Bloomberg)

Ola Cabs Taxi-App mit neuer Finanzierung

Über Ola Cabs, die führende Taxi App aus Indien haben wir schon mehrmals berichtet. Nun schließt Ola eine große Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich ab. Von DST Global, Tiger Global und weiteren Investoren fließen 314 Mio. US$ in das Unternehmen. Die Finanzierungsrunde ist der nächste Schritt im Konkurrenzkampf zwischen den Taxi Apps Uber und Ola. Vor kurzem hatte Ola den kleineren Wettbewerber TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen und einen Lieferdienst für Essen gestartet. Ola wurde in der Runde mit etwa 2.4 Milliarden US$ bewertet. Erst letzten Oktober flossen mehr als 200 Mio. US$ in einer Finanzierungsrunde, die von SoftBank angeführt wurde. (via Financial Times)

BMW startet BMW Startup Garage

BMW startet mit der Startup Garage einen eigenen Accelerator für innovative Startups aus dem automotive Bereich. Vor allem die Prozesse der Zusammenarbeit, vor denen in der Vergangenheit viele Startups zurückgeschreckt sind, sollen durch die BMW Startup Garage vereinfacht und beschleunigt werden. Bisher war es für junge Unternehmen mit innovativen Ideen schwierig, an den Großkonzern heranzutreten. Die aufgenommenen Startups durchlaufen ein mehrmonatiges Förderprogramm. Für Startups wichtige Informationen, z.B. wie viel Anteile abgegeben werden müssen und ob auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, wurde nicht kommuniziert.BMW ist schon mit der VC Gesellschaft BMW i Ventures an einigen Startups aus dem Mobilitätsbereich beteiligt, vor kurzem kamen Gerüchte über einen Einstieg von BMW beim Ridesharing Dienst und Taxi-Alternative WunderCar auf. (via BMW Group)

EU -Kommission prüft Beschwerde von Uber

Nach dem Verbot durch das Landgericht Frankfurt hat sich Uber bei der EU-Kommission beschwert. Nun hat die EU-Kommission auf Anfrage mitgeteilt, dass die Klage geprüft wird. Ob ein Verfahren eröffnet wird, das in einer Anklage wegen Verstoß von Ländern wie Deutschland oder Frankreich gegen den EU Vertrag enden kann, wurde nicht bekannt. Die Kommission betont zwar, dass neue Anbieter die lokalen Regeln nicht umgehen dürfen. Diese müssen allerdings den europäischen Vorgaben für Verhältnismäßigkeit, Gleichbehandlung und Niederlassungsfreiheit entsprechen. Uber bietet in Deutschland unter anderem den Fahrdienst UberPOP mit Privatpersonen an, der im März verboten wurde, nachdem die Taxi-Vereinigung geklagt hatte. Auch die zuständige Kommissarin hat sich für eine einheitliche europaweite Regulierung von Ridesharing Diensten und Taxi-Alternativen ausgesprochen. (via heise online)

 Bild: Taxi, Nachtfahrt von blue-news.org (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: EU will Ridesharing regulieren, Unternehmen fahren auf Ridesharing ab

Kurznachrichten: Die EU könnte Ridesharing in der Europäischen Union regulieren. Außerdem hat eine Auswertung ergeben, dass immer mehr Geschäftsreisende auf Ridesharing Dienste vertrauen. Der erste Uber CEO launcht eine neues Startup für Mitfahrgelegenheiten und die Transit-App Via sammelt 27 Mio. US$ ein.

EU zieht Regulierung von Ridesharing Diensten in Betracht

Die Europäische Kommission hat angedeutet, dass die Regulierung der Ridesharing Dienste auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene stattfinden soll. Es soll eine tiefgreifende Studie angefertigt werden, um genügend Hintergrundwissen zur Verfügung zu stellen, um auf EU Level reagieren zu können. Die Kommission hat Beschwerden von Uber erhalten, nachdem der Service mit Privatfahrern in Frankreich und Deutschland verboten wurde. Die Europäische Kommission befürwortet innovative Mobilitätsdienstleistungen und die Mitgliedsstaaten müssen die Prinzipien des EU-Rechts respektieren, darunter die Verhältnismäßigkeit, die Nichtdiskriminierung und die Niederlassungsfreiheit. Es soll ein Standart für alle Europäischen Länder geschaffen werden. (via Financial Times)

Geschäftsreisende fahren auf Ridesharing-Dienste ab

Eine Studie des Anbieters für Reisekosten-Abrechnungen Certify hat ergeben, dass Ridesharing Dienst Uber für 47 % der über Certify abrechneten Fahrten verantwortlich ist. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 15%. Die Summe, die für traditionelle Taxen, Limousinen und Airport Shuttles ausgegeben wurde, ist von 85% auf 52% gefallen. Auf den weiteren Ridesharing Anbieter Lyft entfallen 1 % der Ausgaben. Die Studie beinhaltet nur Ausgaben von Geschäftsreisenden aus Nord-Amerika. In Städten wie San Francisco entfallen sogar 71 % der abgerechneten Fahrten auf Uber, 29% auf Taxifahrten. In New York entfallen die meisten abgerechneten Fahrten weiterhin auf Taxis, nur 21 % der Fahrten entfallen auf Uber. Die Certify Studie besagt auch, dass die durchschnittliche Uber Fahrt 31.24 US$ gekostet hat. Der Durchschnitt für die Verkehrsmittel Taxi, klassischer Limousinen Service und Shuttle Bus lag bei 35.40 US$. (via Bloomberg)

Ride App startet mit Unterstützung von Uber’s erstem CTO

Mittels der Ride App sollen sich Arbeitnehmer vernetzten und somit Geld bei der täglichen Fahrt zur Arbeit und zurück sparen. Die App für Mittfahrgelegenheiten wird von Uber’s erstem CTO Oscar Salazar unterstützt. Der Service wird dabei vom Unternehmen für die Mitarbeiter als Anreiz angeboten. Vorteil ist, dass nur Personen aus dem gleichen Unternehmen miteinander fahren. Die Angestellten mit Fahrtweg laden sich die App runter und beantworten einen kurzen Fragebogen, um festzustellen, ob sie als Fahrer oder Mitfahrer in Betracht kommen. Außerm werden weitere Daten, wie Abfahrtszeiten und Arbeitstage erhoben. Für Fahrer hat die App einige Empfehlungen für eine bessere Auslastung parat. Die Bezahlung findet auch mittels der App statt. Die Mitfahrer bezahlen pro Fahrt, der Fahrpreis setzt sich aus der Distanz und dem lokalen Benzinpreis zusammen. Ride kooperiert mit GM, um bei Bedarf interessante Angebote für größere Fahrzeuge anbieten zu können. Ein ähnliches Konzept verfolgt die deutsche Mitfahr-App flinc. (via VentureBeat)

Transport App Via erhält 27 Mio. US

Investoren pumpen weiter Geld in Transport und Mobilitäts-Startups. Das Unternehmen hinter der App Via hat 27 Mio. US$ in einer Series B eingesammelt, insgesamt sind somit 37 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen. Mit der Geldspritze sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Außerdem soll mehr Geld für Marketing ausgegeben werden und die Expansion in andere Städte steht auf dem Plan. Via ist zur Zeit nur in Manhattan verfügbar. Mittels der App werden bis zu fünf Fahrgäste zusammengetan, die in die gleiche Richtung fahren. Innerhalb von 10 Minuten werden die Fahrgäste abgeholt, die Fahrt kostet je nach Strecke einen fixen Betrag von 5 oder 7 US$. Die Fahrer werden von dem Startup pro Stunde und nicht pro Fahrten bezahlt. Somit müssen sie keine Angst haben, wie viele Fahrten sie pro Stunde machen. Zuerst sollen weitere Stadteile in New York hinzukommen, im Herbst ist eine Expansion nach Chicago und Washington geplant. Eventuell soll die Technologie hinter Via zu einem späteren Zeitpunkt auch kleiner Städten zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen verfügt über 40.000 registrierte Nutzer. (via The Wall Street  Journal)

Bild: Crazy car pools von Charlotte Marillet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferservice für Essen: Delivery Hero steigt bei MyLorry ein, Rocket bei Volo?

Delivery Hero steigt bei MyLorry ein, um mit dem Service Food Express die Auswahl an Restaurants zu erweitern, bei denen Essen bestellt werden kann. Die beiden Unternehmen arbeiten schon seit Ende des letzten Jahres zusammen.

Lieferservice mit eigener Flotte

MyLorry ist als Same-Day Delivery Plattform gestartet. Nach einiger Zeit kam der Lieferdienst für Restaurants auf Basis der MyLorry-Technologie hinzu. Food Express ist ein Lieferservice für Restaurants, die keine eigenen Fahrer beschäftigen. Diese Restaurants können über Food Express einfach einen Fahrer nach Bedarf buchen.

The easiest way to your favourite food

Für Delivery Hero ist das Modell interessant, da so die Auswahl an Restaurants auch um Restaurants ohne eigene Flotte erweitert werde kann. Dabei dürfe es sich meistens um gehobenere Restaurants handeln. So kommt das Unternehmen seiner Mission “The easiest way to your favourite food” näher. Laut Deutsche Startups sicherte sich Delivery Hero einen Unternehmensanteil von 16% an My Lorry. Einige der Business Angels, die sich bereits in einer früheren Runde an MyLorry beteiligt hatten, ziehen ebenfalls mit. Delivery Hero hat laut MyLorry einen zweistelligen Millionenbetrag für den Anteil investiert. Damit dürfte die Unternehmensbewertung bei mehr als 50 Mio. Euro liegen.

Deliveroo mit ähnlichem Konzept

Ein ähnliches Konzept verfolgt Deliveroo. Über die Website und bald auch App können Gerichte bei einer Auswahl an gehobenen Restaurants bestellt werden. Deliveroo bietet anders als MyLorry keine Schnittstelle für Restaurants. Bei dem Unternehmen bestellt der Nutzer über die Deliveroo Seite sein Essen, das dann mittels Deliveroo Fahrer zugestellt wird. Deliveroo arbeitet seit Anfang des Jahres an einem Start in Deutschland, im April soll es schließlich soweit sein.

Rocket vor Einstieg?

Gerüchteweise interessiert sich Rocket Internet auch für einen Einstieg in dem Bereich. Das Münchner Startup Volo bietet den gleichen Service, wie Deliveroo an. Bisher nur in München. Gerüchen nach soll sich Rocket für einen Einstieg bei Volo interessieren. Vorstellbar ist aber auch, dass Rocket einen Lieferservice mit eigenen Fahrern ohne den Einstieg bei einem Startup startet und hochzieht.

Auf Geschwindigkeit kommt es an

Um eine führende Position zu erreichen, müssen die Unternehmen schnell bei der Expansion sein. Auch bei den Lieferservices mit eigener Flotte wird es darauf hinauslaufen, dass es einen Markteilnehmer geben wird, der den Markt beherrschen wird. Finanziell gut ausgestattet sind alle drei Unternehmen. Deliveroo hat vor kurzem eine Finanzierung von 25 Mio. US$ abgeschlossen, damit dürften sich einige Länder starten lassen. Delivery Hero dürfte auch über genügend finanzielle Mittel für die Expansion von Food Express verfügen. Rocket Internet verfügt auch über ausreichend Möglichkeiten für eine schnelle Expansion, falls sie sich für einen Einstieg entscheiden.

Bild: Pakketdienst Amsterdam von FaceMePLS (bestimmte Rechte vorbehalten)

Drivy Carsharing sammelt 8 Mio. € ein

Das französische Startup Drivy sammelt laut Le Figaro weitere 8 Mio. Euro an Finanzierung von unterschiedlichen Investoren ein. Neu beteiligen sich BPI France und Via-ID, die Alt-Investoren Index Ventures und Alven Capital beteiligen sich ebenfalls an der letzten Runde. Außerdem wird der kleinere Wettbewerber Buzzcar übernommen,  der in der Vergangenheit bereits von Via-ID finanziert wurde.
Erst im letzten Jahr hat das Startup 6 Mio. € eingesammelt, um damit die internationale Expansion zu starten. Ende des Jahres ist Drivy in Deutschland gestartete, dieses Jahr dürften weitere Länder hinzukommen.

Autovermietung zwischen Privatpersonen

Bei Drivy können die Nutzer ein Auto von irgendjemandem Mieten. Das bringt Kostenvorteile im Vergleich zu den gewerblichen Autovermietungen, wie Sixt oder Europcar.
Fahrzeugbesitzer können über die Plattform ihr Auto vermieten und damit etwas Geld verdienen. Gerade wenn man sein Auto selten benötigt, ist das eine gute Möglichkeit, für mehr Auslastung zu sorgen. Der Vermietvorgang ist durch eine zusätzliche Versicherung abgedeckt.

Expansion steht im Fokus

Nach dem Zusammenschluss mit Buzzcar hat Drivy nun 500.000 Nutzer und 26.000 registrierte Fahrzeuge in Frankreich und Deutschland. Der größte Teil davon entfällt auf Frankreich. Neben der Expansion sollen die zusätzlichen  finanziellen Mittel für die Verbesserung der Apps und der Website verwendet werden. Außerdem soll das Netzwerk in den kommenden drei Jahren auf 3 Millionen Nutzer und 300.000 Fahrzeuge wachsen.
In Deutschland steht Drivy unter anderem im Wettbewerb zu Autonetzer und Tamyca. Autonetzer hat etwa 70.000 Nutzer und 10.000 registrierte Fahrzeuge in Deutschland, Tamyca dürfte kleiner sein.
Bild: drivy.de via Flickr (alle Rechte vorbehalten)