Kurznachrichten: Volo wird zu Foodora, Apple und Postmates

Kurznachrichten: Der Lieferdienst für Restaurants ohne eigene Flotte benennt sich von Volo in foodora um. Der amerikanische Same-Day Delivery Anbieter Postmates geht eine Kooperation mit Apple ein. Der Mitfahrservice Uber ist mit Verboten in Italien und Südkorea konfrontiert. Die riesige chinesische Plattform für Taxi-Dienstleistungen Didi Kuaidi sammelt weitere Millionen Finanzierung ein.

Volo will als foodora durchstarten

Anfang April hatten wir zuerst berichtet, dass Volo von Rocket Internet übernommen wird. Nach der Übernahme ändert Volo seinen Namen und weitet sein Angebot auf neue Städte aus. Ab sofort heißt der Dienst foodora. Durch die Expansion kommen Köln, Düsseldorf und Hamburg zum Netzwerk hinzu. Ursprünglich wurde damit gerechnet, dass sich der dienst in Volocity umbenennt. Über Foodora können Malzeiten bei Restaurants bestellt werden, die keine eigene Lieferflotte unterhalten. Aktuell sind deutschlandweit 260 Restaurants teil der Plattform. Mit einem ähnlichen Konzept ist auch Deliveroo am Start, Delivery Hero betreibt ebenfalls mehrere Projekte mit eigener Flotte. Seit der Übernahme ist das Team um das Dreifache gewachsen, aktuell werden 50 Mitarbeiter beschäftigt. (via Gründerszene)

Apple kooperiert mit Postmates

Der Elektronikkonzern Apple ist eine Partnerschaft mit Postmates eingegangen, um einen Same-Day Delivery Service für einige Artikel aus dem Apple Store anbieten zu können. Der Same-Day Delivery Service wird dabei direkt in die Apple Store App integriert. Voraussetzung ist, dass die Lieferadresse in einem Bereich liegt, in dem Postmates aktiv ist. Anscheinend soll Postmates auch eine weitere Finanzierung in Höhe von 50 Mio. US$ abgeschlossen haben. (via Techcrunch)

Uber mit Problemen in Italien und Südkorea

Vor ein paar Tagen hat Uber ein Verbot in Italien hinnehmen müssen, jetzt folgt ein Verbot in Südkorea. In beiden Fällen geht es um die Fahrservices mit privaten Fahrern, die nicht über die nötigen Lizenzen verfügen. In Südkorea darf Uber ab Ende des Jahres den Service Uber X nicht mehr anbieten. Der Uber X Service wurde bereits im März diesen Jahres zurückgefahren, nach heftigem Gegenwind von Gewerkschaften und Behörden. Der Fokus in Südkorea ist auf UberTaxi und UberBlack. In Italien muss Uber innerhalb von 14 Tagen den Mitfahrservice UberPOP einstellen, ansonsten werden 20.000 € Strafe pro Tag fällig. Uber will sich daran halten und nur noch den Service UberBlack in Rom und Mailand anbieten. UberBerlin hat heute angekündigt, dass UberPOP in Berlin eingestellt wird. Wann und ob UberX mit lizensierten Fahrern in der Hauptstadt startet, ist noch unklar. (via derStandard und Wall Street Journal)

Didi Kuaidi nimmt weitere Millionen auf

Der Chinesische Internetkonzern Weibo investiert 142 Mio. US$ in die größte chinesische Taxi-Plattform Didi Kuaidi. Didi Kuaidi ist aus der Fusion von Didi Dache und Kuaidi Dache hervorgegangen. Die Summe soll für die Kundengewinnung genutzt werden und um den Abstand zu anderen Markteilnehmern zu vergrößern. Didi Kuaidi wird in der Finanzierungsrunde mit 6 Milliarden US$ bewertet. Das Unternehmen ist in 360 Städten in China aktiv und hat 1.35 Millionen registrierte Fahrer. Ein Premium Fahrservice mit 400.000 Fahrern ist in 61 Städten verfügbar. Pro Tag werden 4 Millionen Taxifahrten über das Netzwerk bestellt. (via Reuters)

Bild: Pizza Delivery, Chinese Style von David Baron (bestimmte Rechte vorbehalten)

Peer-to-Peer Carsharing Markt konsolidiert sich

Autonetzer.de, der deutsche Marktplatz für Autovermietungen von privat zu privat geht an den französischen Mitbewerber Drivy. Wir hatten schon mehrmals über die peer-to-peer Carsharing Plattform berichtet, unter anderem über den Deutschland-Start und diverse Finanzierungsrunden. Was sich Drivy die Übernahme hat Kosten lassen, ist nicht bekannt.

11.000 Autos auf Drivy

Die beiden Plattformen werden zum 10. Juni 2015 zusammengelegt. Auf der Plattform stehen den Nutzern dann 11.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Da Drivy seit Start nur einige hundert Fahrzeugbesitzer überzeugen konnte, ihr Auto zu vermieten, kommt der Großteil der Flotte von Autonetzer. Leider wird nicht kommuniziert, welcher Anteil der Fahrzeuge regelmäßig vermietet wird und wie viele der 100.000 registrierten Nutzer aktiv sind. Drivy erkauft sich durch die Übernahme eine deutschlandweite Präsenz, die erweitert werden kann. Die Fahrzeuge sind alle auf Drivy umgestellt, die Nutzer können dann nur noch über Drivy.de ein Fahrzeuge mieten. Trotzdem hat das Peer-2-Peer Carsharing Startup ehrgeizige Ziele. Die Zahl der Kunden soll sich bis Ende 2016 auf 200.000 verdoppeln.

Französische Mobilitäts Startups übernehmen

Autonetzer hat sich erst vor kurzem mit dem Berliner Anbieter Nachbarschaftsauto zusammengeschlossen. Einziger ernstzunehmender Wettbewerber in Deutschland ist nach dem Zusammenschluss Tamyca aus Aachen. Drivy ist bereits das zweite französischen Shared Mobility Startup, das sich dieses Jahr einen deutschen Wettbewerber einverleibt und so zum Marktführer in Deutschland aufsteigt. Der Marktplatz für Mitfahrgelegeneheiten BlaBlaCar hat den deutschen Anbieter Mitfahrgelegenheit.de übernommen.

Über Drivy

Drivy ist eine peer-to-peer Carsharing Plattform, über die Autobesitzer ihre privaten Fahrzeuge vermieten können. Anders als bei den gewerblichen free floating Anbieter werden Personen angesprochen, die auf klassische Autovermieter wie Sixt und Europcar setzen. Drivy ist im November 2014 in Berlin gestartet, im Juli diesen Jahres soll der Service in Spanien an den Start gehen. Gegen Ende des Jahres soll ein weiteres Land folgen. Finanziert wird Drivy durch Index Ventures und Alven Capital, insgesamt sin 16 Mio. € in Drivy geflossen.
Bild: DRIVY.DE – Photos: Stefan Wieland  (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: myTaxi Vermittlungsgebühr, UberX Deutschland Start

Zwei Kurznachrichten über MyTaxi und UberX Deutschland Start. MyTaxi verändert die Vermittlungsgebühr, Uber führt Mitfahrservice UberX in Deutschland ein.

MyTaxi verändert Auftragsvergabe – Auktion wird abgeschafft

Anfang letzen Jahres hat myTaxi seine Vermittlung von Fahrten an Taxifahrer geändert. Die Fahrer sollten nicht mehr 80 ct. pro Fahrt zahlen, sondern eine Gebühr von 3 – 30% des Fahrpreises. Die Obergrenze wurde nach Protesten der Taxifahrer auf 15 % reduziert. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte die vom Fahrer eingestellte Preisstufe einen Einfluss auf die Vergabe der Fahrten haben. Fahrer, de einen hohen Prozentsatz eingestellt haben, erhalten mehr Fahrten. Über diesen Vergabemechanismus hat sich myTaxi höhere Umsätze erhofft. Soweit kam es wohl nie. Zum 1. Juli wird die Vermittlungsgebühr pauschal auf 7% festgesetzt, eine Einstellung auf Fahrerseite ist dann nicht mehr möglich. Die durchschnittliche Taxifahrt dürfte bei einem Fahrpreis von 15 bis 20 € liegen, was einer Provision von 1.00 – 1.40 € entsprechen dürfte. (via iphone-ticker.de)

uberX Deutschlandstart – legaler Rahmen soll eingehalten werden

Uber startet nach den gerichtlichen Auseinandersetzungen und dem Verbot von UberPOP einen neuen Fahrservice unter dem Namen uberX. Dabei will sich das Unternehmen an das deutsche Personenbeförderungsgesetz halten. Die Fahrer sollen über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Die Fahrzeuge sind laut Uber als Mietwagen zugelassen, konzessioniert und gewerblich versichert. Gestartet wird der Service in München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt. In Berlin soll der Service in ein paar Wochen starten. Diese Ankündigung ist als fraglich einzuschätzen, da in Berlin auch der Service UberBlack mit professionellen Chauffeuren und schwarzen Limousinen verboten ist. uberX entspricht in den meisten Punkten den Anforderungen im Personenbeförderungsgesetz. Gegen die Rückkehrpflicht der Mietwagen verstößt das neue Angebot aber trotzdem. Der Verstoß gegen die Rückkehrpflicht ist ein Grund, warum UberBlack in Berlin verboten ist. Eigentlich wollte Uber mit dem Service UberPOP groß durchstarten. Bei UberPOP wurden Privatfahrer ohne Genehmigung für gewerbliche Personenbeförderung vermittelt. Der Service wurde vom Landgericht Frankfurt nach etwa einem Jahr deutschlandweit verboten. (via Uber Blog)

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Ärger für myTaxi – WunWun Aus – Marihuana – SherpaShare

Das war die Woche: Aus für WunWun Same Day Delivery. Ärger für myTaxi in Stuttgart. SherpaShare will Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen. Das Ridesharing-Unternehmen Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco.

Alfred übernimmt WunWun Same Day Delivery Service

Drei Jahre nach dem Start in New York City werden Teile des on-demand Delivery Startups WunWun von dem Startup Alfred übernommen. Einerseits wird die von WunWun entwickelte Technologie übernommen, andererseits wechselt ein Teil des Teams zu Alfred. Wir hatten schon mal über WunWun berichtet, das Startup hatte eine Kooperation mit dem Limousinen- & Fahrservice Gett abgeschlossen. Alfred ist ein Concierge-Service, bei dem die Nutzer per SMS und Web-App eine Vielzahl von Services rund um den Haushalt bestellen können. Unbekannt ist, welche Summe für die Übernahme von WunWun geflossen ist. Da es sich um einen Fire-Sale handelt, dürfte die Summe überschaubar gewesen sein. (via Techcrunch)

Taxi-Zentrale geht gegen Rabattaktion von myTaxi vor

Mit einer einstweiligen Verfügung hat sich die Taxi-Zentrale in Stuttgart gegen die aktuelle Rabattaktion von myTaxi gewehrt. Die Taxi-App myTaxi wollte den Kunden bis zum heutigen Sonntag einen Rabatt von 50 % auf Taxifahrten gewähren, wenn die Fahrt bargeldlos per App bezahlt wird. Als Reaktion hat myTaxi die Gebietet Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt von der Aktion ausgeschlossen. Die Taxi-Zentrale führt als Begründung das Personenbeförderungsgesetz an. Laut dem Gesetzt darf der festgelegte Taxitarif weder über noch unterschritten werden. Die Taxi-Zentralen haben Angst, durch Apps wie myTaxi an Bedeutung zu verlieren. Deswegen gehen vermehrt Taxi-Zentralen gegen die Aktionen von Taxi- und Fahrservice-Apps vor. (via FAZ)

Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco

Die Ridesharing App Sidecar rollt einen neuen Service in San Francisco aus. Nach einem erfolgreichen Testprojekt werden nun Kunden in San Francisco mit medizinischem Marihuana beliefert. Die Lieferung soll innerhalb von einer Stunde zugestellt werden. Die Menge ist auf ca. 30 Gramm pro Kunde begrenzt, ein Fahrer darf maximal vier Bestellungen mitnehmen. Die Bestellungen werden während des Transports in einer speziellen Sicherheitsbox transportiert. Die Fahrer behalten 80% von der Liefergebühr. Das Ridesharing Unternehmen arbeitet mit Meadow Care zusammen, um den Service unter legalen Voraussetzungen anbieten zu können. Sidecar hat vor ein paar Monate einen on-demand Delivery Service gestartet. Die Fahrer, die auch Fahrgäste befördern, nehmen die Lieferungen zusätzlich mit. (via CNET)

SherpaShare will Lyft und Uber Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen

SherpaShare will die Daten der on-demand Delivery und Ridesharing-Anbietern analysieren und so den Fahrern von Plattformen, wie Lyft, Uber und co. zu mehr Umsatz verhelfen. In der letzten Woche hat das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 700.000 US$ angekündigt und eine App für iOS veröffentlicht. Das Startup bietet Analyseergebnisse für die Fahrern von Diensten wie Uber, Lyft, Sidecar, Postmates, Instacart, Sprig und SpoonRocket an. Das Ziel ist, dass die Fahrer wissen, wie viel sie aktuell pro Stunde verdienen und wie sie ihren Verdienst steigern können. Mit der veröffentlichten App können die Fahrer ihre gefahrene Strecke und die Zeit hinterm Steuer aufzeichnen. Die Daten werden dann für die Erstellung des Dashboards im Nutzer-Profil auf der Website genutzt. Basierend auf dem Dashboard kann jeder Fahrer individuell seine Arbeitszeiten und sein Verhalten anpassen, um seinen Verdienst zu erhöhen. (via VentureBeat)

Bild: Saturn: Same-Day-Delivery von Media-Saturn-Holding GmbH (bestimmte Rechte vorbehalten)

Mitfahrservice Lyft mit weiteren 150 Mio. US$

Investor Carl Icahn investiert 100 Mio. US$ in Lyft und nennt den Deal ein Schnäppchen im Vergleich zum konkurrierenden Mitfahrservice Uber.

Bewertung von 2.5 Milliarden US$

Die Summe ist eine Erweiterung der Finanzierungsrunde, die im März bekannt wurde. Insgesamt werden 150 Mio. US$ nachgeschossen, 100 Mio. US$ kommen von Icahn. Das Ridesharing Unternehmen wird auf 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Normalerweise beteiligt sich Icahn an börsennotierten Unternehmen und bringt sich dann aktiv ein. Nicht selten wird das Management von ihm zu strategischen Änderungen aufgefordert. So hat Icahn die Abspaltung der eBay Tochter PayPal durchgesetzt.

Platz für zwei Anbieter

In einem Interview sprach der Investor davon, dass es ein guter Deal ist, in Lyft zu investieren, wenn man die Bewertung von 2.5 Milliarden US$ mit der 50 Milliarden US$ Bewertung von Uber vergleicht. Icahn geht auch davon aus, dass es genügend Platz für zwei Player auf dem Ridesharing-Markt gibt. Für den Mitfahrservice Lyft könnte Icahn bei zukünftigen Finanzierungsrunden mit seinem Netzwerk von Vorteil sein.

Mit Geld von Rakuten

Im März diesen Jahres wurden 350 Mio. US$ von Mitfahrservice Lyft eingesammelt, der Großteil davon kam von der japanischen E-Commerce Plattform Rakuten. Insgesamt flossen seit Gründung mehr als 1 Milliarde US$ in das Ridesharing-Unternehmen. Konkurrent Über hat 5 mal so viel eingesammelt und bereitet die nächste Runde in Milliardenhöhe vor. Lyft ist bisher nur auf dem US-Markt aktiv, über eine Internationalisierung wird seit Monaten spekuliert.

Bild: Lyft von Steven Damron (bestimmte Rechte vorbehalten)

Spotcar Carsharing schließt abrupt die Pforten

Im letzten Jahr haben wir schon mal über den damaligen Neuling im Carsharing Markt Spotcar berichtet. In Berlin ist das Unternehmen mit einem kilometerbasiertem Tarif und der Unterstützung von Opel gestartet. Das Angebot war damals ein Teil der Umparken im Kopf Werbekampagne von Opel. Nun wird der Carsharing Dienst spontan beendet.

Sehr kurzfristiges Ende

Gestern Nachmittag wurde eine E-Mail an die registrierten Nutzer geschickt, dass der Service um 17:00 Uhr am gleichen Tag eingestellt wird. Über die Gründe für die Beendigung des Services wurde nichts mitgeteilt. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens wurde angekündigt, dass in den nächsten Tagen weitere Informationen veröffentlicht werden sollen, warum der Service geschlossen wurde. Das der Carsharing Service beendet wird, steht anscheinend schon länger fest. Auf Facebook lassen sich zumindest einige Kommentare dazu finden. Fraglich ist, warum das Unternehmen  erst so spät seinen Nutzern kommuniziert hat, das sie den Dienst nicht mehr nutzen können.

Günstiges Carsharing in Stoßzeiten, schlecht fürs Geschäft

Es ist anzunehmen, das Carsharing Angebote häufig in den täglichen Stoßzeiten genutzt wird, z.B. für den Weg zur Arbeit oder wieder zurück. In diesen Zeiten ist die kilometerbasierte Abrechnung von Vorteil für den Nutzer, da nicht für die Wartezeit im Berufsverkehr bezahlt wird. So kommen Mietpreise zustande, die mehr als 20% günstiger im Vergleich zu car2go oder DriveNow sind und das in der Zeit, in der die Nachfrage am größten sein wird. Das dürfte sich im Nachhinein als schlechte Idee herausgestellt haben.

Um schwarze Zahlen zu schreiben, hätten die Fahrzeuge 8-10 Mal pro Tag genutzt werden müssen. Dieses Ziel wurde anscheinend nicht erreicht.

Weitere Gründe fürs Scheitern

Es ist davon auszugehen, dass dem Unternehmen die finanziellen Mittel ausgegangen sind und das durch die kilometerbasierte Abrechnung nicht genügend Umsatz generiert wurde. Wahrscheinlich hatte das Unternehmen von Anfang an nicht genügend Finanzierung, um genügend Fahrzeuge anzuschaffen, um eine Stadt wie Berlin abzudecken. Das relativ kleine Gebiet und die geringe Fahrzeugdichte dürfte zu einem Nutzerwachstum geführt haben, das hinter den Erwartungen geblieben ist.

Über Spotcar Carsharing

Spotcar hat sein Carsharing Angebot im Frühsommer letzten Jahres gestartet. Als Fahrzeuge waren Opel Adams im Einsatz, teilweise bis zu 300 Stück. Der größte Unterschied zu den anderen free-floating Angeboten, wie DriveNow und Car2go war, dass die Fahrten nicht minutenweise, sondern kilometerbasiert abgerechnet wurden. Spotcar wurde von Michal Schmidt und Benjamin Krüger gegründet.

Bild von daniel zimmel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft: Nutzer Profile & Kooperation mit Verizon

Seit dem letzten Artikel über die Taxi-Alternative und Ridesharing Plattform Lyft ist einige Zeit vergangen. In den letzten Tagen hat es wieder interessante Neuigkeiten gegeben, über die wir berichten möchten.

Profile für Fahrer und Beifahrer

Im letzten Jahr gab es einige Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Fahrer der neuen Ridesharing und Taxi Services, wie Uber und Lyft. Lyft ermöglicht es nun den Fahrern und Nutzern, ein ausführliches Profil zu erstellen, um das gegenseitige Vertrauen zu erhöhen.

Bewertungen, Anzahl an Fahrten und mehr

Bei den Fahrern wird die durchschnittliche Bewertung angezeigt und die Anzahl der absolvierten Fahrten. Fahrer und Nutzer können Informationen über ihrem Wohnort, ihren Musikgeschmack und weitere Informationen eintragen, die als Gesprächsgrundlage dienen können. Eine optionale Facebook Integration spürt gemeinsame Facebook Freunde auf. Wenn Fahrer und Beifahrer einen gemeinsamen Bekannten haben, er halte beide eine Benachrichtigung darüber.

Mehr Vertrauen, bessere Gespräche

Fahrer und Beifahrer sollen sich durch die neuen Features besser über gemeinsame Vorlieben austauschen können. Gerade bei Lyft Line, einem Service bei dem sich mehrere unbekannte Fahrgäste das Fahrzeug teilen, sollen die Profilinformationen das Eis brechen. Zusätzlich soll das Vertrauen der Nutzer durch die Profile gestärkt werden.

Verizon kooperiert mit Lyft

Im letzten Jahr hat Lyft-Konkurrent Uber eine Partnerschaft mit dem größten amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkündet. Auf den AT&T Smartphones wird die Uber App vorinstalliert, Uber setzt im Gegenzug auf AT&T bei den Fahrern. Lyft und Verizon ziehen nun mit einer ähnlichen Kooperation nach.

Rabatte für Lyft Fahrer

Verizon bietet den Lyft Fahrern einen monatlichen Rabatt an, wenn sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder wenn sie bereits Kunde bei Verzion sind. Dieses Angebot wird in der Accelerate Premier Driver Rewards Programm von Lyft aufgenommen. Durch dieses Programm erhalten die Fahrer besondere Angebote, je nach dem, wie viele Fahrten sie absolvieren. Darunter sind unter anderem kostenlose Mitgliedschaften in Fitness Studios, Vergünstigungen bei der Wartung der Fahrzeuge oder bei der Pannenhilfe.

Lyft App auf Verizon Smartphones

Verizon wird auch die Lyft app auf einigen Android Smartphones vorinstallieren. Lyft erhofft sich dadurch ein Wachstum an neuen Nutzern, die den Lyft Fahrservice regelmäßig nutzen.

Bild: Lyft.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: 1.5 Milliarden US$ für Uber, 3 Milliarden für Nokia HERE?

Kurznachrichten: Uber will weitere Milliarden einsammeln, Bewertung steigt auf 50 Milliarden US$. Gebote von über 3 Milliarden US$ für den Kartenservice Nokia Here wurden von den deutschen Automobilherstellern und Uber abgegeben.

Uber plant neue Finanzierungsrunde

Die Ridesharing und Transport Plattform Uber plant weitere 1.5 Milliarden US$ an Finanzierung aufzunehmen. Die Bewertung würde dann auf 50 Milliarden US$ steigen. Uber hat erst Anfang des Jahres einen Milliardenbetrag eingesammelt, bei einer Bewertung von 40 Milliarden US$. Uber profitiert dabei von der Einstellung der Investoren, die die Technologie von Uber als Zukunft im Transport- und Beförderungsbereich ansehen. Uber wird mit der Finanzierung den Service in weitere Städte bringen. Außerdem werden Services wie UberEATS weiter ausgebaut. Für Akquisitionen und Forschungsprojekte könnte auch Geld benötigt werden. (via Bloomberg)

3 Milliarden US$ für Nokia Here?

Für den Kartendienst HERE von Nokia gibt es einige Kaufinteressenten. Die Deutschen Automobilhersteller Audi, Mercedes und BMW willen wohl gemeinsam das Kartenunternehmen übernehmen. Außerdem ist anscheinend Uber bereit, 3 Milliarden US$ für den Dienst zu zahlen. Ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben. Neben dem Konsortium der Automobilhersteller und Uber soll auch eine nicht genannte Private Equity Firma Interesse an dem Service und den Daten von Nokia bekundet haben. Here hat vor allem einen großen Marktanteil im Segment der von Werk eingebauten Navigationsgeräte. Deshalb wird das Interesse der Automobilhersteller groß sein. Uber könnte mit Here unabhängiger von Google werden und  seinen UberPool Service verbessern. Die Kartentechnologie spielt auch eine Schlüsselrolle in der Entwicklung selbstfahrender Autos. Sowohl Uber als auch die Automobilhersteller arbeiten an entsprechenden Projekten. (via New York Times)

Carsharing: Flinkster und Ford arbeiten enger zusammen

Die Deutsche Bahn und Ford arbeiten im Carsharing Bereich enger zusammen. Die Bahn nutzt für ihr Carsharing Angebot Ford Fahrzeuge. Ford Nutzt das von der Deutschen Bahn entwickelte internetbasierte Buchungssystem für Ford Carsharing. Ford bietet seit 2013 mit ausgewählten Handelspartnern Carsharing an. Die registrierten Nutzer haben auch Zugriff auf das Fahrzeugangebot von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn. Insgesamt stehen der Nutzern von Ford Carsharing so 3600 Fahrzeuge an 1000 Stationen in über 200 Städten zur Verfügung. Sowohl Flinkster als auch Ford Carsharing sind stationsgebundene Angebote, die Fahrzeuge müssen an einer festen Station abgeholt und wieder abgestellt werden. Im Gegensatz dazu existieren free-floating Angebote wie DriveNow und Car2Go. Bei diesen Modellen können die Carsharing Fahrzeuge an beliebigen Orten in einem festgelegten Gebiet abgestellt werden. (via Presseportal)

Bild: here.com (alle Rechte vorbehalten)

Profiteure des Bahnstreiks: myTaxi, Fernbus und Co.

Seit gestern wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr und Nahverkehr bestreikt. Die Lokführer haben angekündigt, bis Sonntag zu streiken. Von dem Streik profitieren einige Startups und Neueinsteiger im Mobilitätssektor.

MyTaxi mit 50% Rabatt

Die Hamburger Taxi-App dürfte diese Woche schon allein wegen des Streiks mehr Anfragen verzeichnen. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Daimler gehört, bietet zusätzlich noch 50% Rabatt auf alle Fahren, die per App bezahlt werden. Das wird MyTaxi zusätzlich in die Karten spielen und die Fahrtanfragen nach oben schnellen lassen. Nicht nur MyTaxi, auch die anderen Taxi- und Fahrservice Apps werden von dem Bahnstreiks profitieren.

Fernbus mit Fahrtzuwachs

Auch die Fernbusanbieter, wie Postbus, Meinferbus Flixbus und Co. profitieren von dem Streik bei der Bahn. Viele Kunden, die im Fernverkehr unterwegs sind, steigen auf die Alternative Bus um. Laut einem Spiegel Artikel hat sich die Besucherzahl auf der Webseite von  MeinFernbus Flixbus verfünffacht, die Buchungen sind um 150 % gestiegen. Bei Postbus wurden sogar 3-4 mal so viele Tickers verkauft. Die Anbieter haben schnell reagiert und weitere Busse bei den gelegenPartnerunternehmen gemietet, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Unter der Woche scheint es noch keinen Engpass zu geben. Am Wochenende könnten die Fernbusse auf den beliebten Rennstrecken ausgebucht sein.

Mitfahrgelegenheiten bringen sich ins Spiel

Auf der einen Seite versuchen Mitfahr-Netzwerke für Kurzstrecken, wie flinc, Vom Bahnstreik zu profitieren. Es Werden gezielt Berufstätige  angesprochen, die Dank flinc trotz Bahnstreiks pünktlich zur Arbeit kommen, wenn sie flinc nutzen. Für längere Strecken bieten sich Services, wie Mitfahrgelegenheit.de, BlaBlaCar, Fahrgemeinschaft.de und Co. an.

Es existieren also einige Alternativen, um trotz Bahnstreiks von A nach B zu kommen. Die Profiteure des Streiks werden hoffen, dass nach dem Streik einige der neugewonnenen Kunden und Nutzer hängen bleiben und nicht zurück zur Bahn wechseln.

Bild: Stillstand von Chris R. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Drivy deutschlandweit, Tesla mit Batteriespeicher für zuhause

Kurznachrichten: Der amerikanische Autobauer Tesla will nicht nur Elektroautos produzieren, sondern wird dieses Jahr auch einen Tesla Batteriespeicher für zuhause anbieten. Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service jetzt deutschlandweit an.

Drivy Carsharing deutschlandweit

Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service, bei dem Autos von Privatpersonen vermietet werden deutschlandweit an. Wie berichtet, ist Drivy im November 2014 in Berlin gestartet, darauf folgte der Start in Hamburg, München und Köln. Auf der Plattform sind laut Drivy schon mehr als 1.000 Fahrzeuge zu finden. Drivy arbeitet mit der Allianz Versicherung zusammen, um den Vermietzeitraum abzusichern.  Mit der bisherigen Entwicklung in Deutschland zeigt sich das französische Unternehmen zufrieden. Deutsche Konkurrenten sind die Unternehmen Tamyca und Autonetzter. Autonetzer verfügt nach der Fusion mit Nachbarschaftsauto etwa über 10.000 Fahrzeuge.

Tesla Batteriespeicher für zuhause

Lange wurde darüber spekuliert, welches Produkt Tesla zusätzlich auf den Markt bring. Letzten Donnerstag hat Elon Musk den Tesla Batteriespeicher für zuhause vorgestellt. Für ca. 3.500 € können sich Hausbesitzer eine 10 kWh Batterie zulegen. Hat der Hausbesitzer eine Solaranlage auf dem Dach, kann er die überschüssige Energie zwischen speichern und bei Bedarf nutzen. Die gespeicherte Energie kann auch wieder ins Netz eingespeist werden und der Hausbesitzers kann sich dafür bezahlen lassen. Das Netz an Batterien kann auch dazu genutzt werden, eine Stromreserve aufzubauen. Diese Reserve kann genutzt werden, wenn der Strom von großen Kraftwerken nicht mehr ausreicht. Der Markt für Batteriespeicher wächst schnell. Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei 200 Mio. US$ im Jahr 2017 sollen es 2 Milliarden US$ jährlich sein. Die Powerwalls genannten Energiepacks können auch gekoppelt werden, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Partner für das Tesla Energy Projekt wird anscheinend das deutsche Unternehmen Lichtblick. Produziert werden die Batterien zukünftig in der GigaFactory. (via Süddeutsche)

Bild: Elon Musk describing the Tesla Gigafactory von Steve Jurvetson (bestimmte Rechte vorbehalten)