Kurznachrichten: Lebensmittel bei Ola, Selbstfahrende Autos, Nokia Here und Apple

Kurznachrichten: Die indische Taxi-App Ola startet einen Lieferservice für Lebensmittel. Deutsche Automobilhersteller scheinen bei Nokia Here zum Zuge zu kommen. Der Technologiekonzern Apple ist an der Nutzung der BMW i3 Plattform für ein eigenes Fahrzeugprojekt interessiert.

Deutsche Automobilkonzerne scheinen bei Here zum Zuge zu kommen

Ein Konsortium um die deutschen Automobilhersteller Daimler, BMW und Audi scheinen kurz vor dem Abschluss zum Kauf der Kartentechnologie von Nokia Here zu sein. In den letzten Zügen der Verhandlungen geht es noch darum, welche Patente im Zuge des Deals den Besitzer wechseln. Unter anderem geht es um die Patente, die es selbstfahrenden Autos ermöglicht, mit den Mobilfunknetzen zu kommunizieren. Als Kaufpreis wird eine Summe zwischen 2.5 und 3 Milliarden Euro genannt. Laut Experten sind in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen nötig, um die Kartentechnologie für selbstfahrende Fahrzeuge fit zu machen. Die deutschen Automobilhersteller wollen die Kartentechnologie für die selbstfahrenden Autos nutzen, außerdem dürfte es um Datenschutz gehen. Ursprünglich waren laut Medienberichten auch Taxi-Schreck Uber, Facebook, Microsoft und der chinesische Baidu Konzern an Nokia Here interessiert. Der Automobilzulieferer Bosch hat derweil verkündet, eine Kooperation mit TomTom eingegangen zu sein, um Technologien und Teile für selbstfahrende Autos zu entwickeln. (via Reuters)

Apple verhandelt mit BMW um i3 als Basis für eigenes Elektroauto zu nutzen

Der amerikanische Apple Konzern befindet sich anscheinend in Verhandlungen mit BMW.  Der kalifornische Technologiekonzern sei an der Plattform und Karosserie des BMW i3 interessiert, um darauf sein eigenes selbstfahrendes Elektroauto auszusetzen. Die ersten Verhandlungen haben schon vor einem halben Jahr stattgefunden, sind aber ergebnislos abgebrochen worden. Darüber, das Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet, gibt es immer wieder Spekulationen. Im Mai hat Jeff Williams, Chief of Operations bei Apple auf einer Konferenz erwähnte, dass das Auto ein „ultimatives Device“ sei. Es wurden auch hochrangige Manager eingestellt, die als Experten für die Automobilentwicklung und Produktion gelten. Darunter befindet sich z.B. Doug Betts, der davor   lange bei Chrysler Fiat gearbeitet hat. Apple müssten einiges an Entwicklungsarbeit investiert, um den i3 zu einem Kassenschlager weiterzuentwickeln. Bisher verkauft sich das auf Kohlefaser basierende Fahrzeug eher mau. (via Manager Magazin)

Die Indische Taxi-App Ola startet Lieferservice für Lebensmittel

Das von Alibaba und SoftBank finanzierte Startup Ola aus Indien startet einen Lieferservice für Lebensmittel. Gestartet ist Ola als Taxi-App, später kam ein Lieferservice für zubereitete Gerichte hinzu. Mit dem neuen Service wird das Geschäftsmodell um eine weitere Säule erweitert. Zum Start wird Ola Store in Bangalore verfügbar sein. Die Kunden können aus 12.000 Produkten aus 13 Kategorien wählen. Geliefert werden auf gefrorene Produkte und Obst und Gemüse. Die Kunden können einen Lieferzeitpunkt zwischen 9 Uhr und 22 Uhr festlegen, oder on-demand bestellen. Im letzteren Fall wird die Lieferung dann innerhalb einer Stunde zugestellt. Ola hat im April 400 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt und danach die konkurrierend Taxi-App TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen. (via TechCrunch)

Bild: Getmobility.de

Carsharing dank selbstfahrender Autos bald noch erfolgreicher?

Carsharing dank selbstfahrender Autos bald noch erfolgreicher?

Dass Technologie-Unternehmen wie Google längst selbstfahrende Prototypen entwickelt haben, ist seit Jahren bekannt und für den normalen Fahrer zunächst nicht relevant. Dass Hersteller wie Audi nun nachziehen, dafür umso mehr, denn der erste Schritt zu komfortablen Stunden am Steuer rückt in greifbare Nähe.

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Same-Day Delivery Kurznachrichten: Hermes steigt bei Liefery ein, Delivery Hero liefert gehobene Küche

Kurznachrichten: Hermes, die Versandtochter der Otto Group investiert in das Same-Day Delivery Startup Liefery. Delivery Hero startet eine Bestellplattform für gehobene Küche. Die Rocket Internet Beteiligung Shopwings wird in Deutschland eingestellt.

Hermes steigt in den Same-Day Delivery Markt ein

Der Hamburger Logistik Konzern  beteiligt sich an dem Same-Day Delivery Startup Liefery aus Frankfurt. Liefery wurde erst vor kurzem von dem Managementteam aus der Lufthansa-Tochter times:matters heraus gekauft.  Die Hermes Logistik Gruppe übernimmt 28.5 % der Anteile. Liefery kooperiert mit 2.500 Kurieren in über 50 deutschen Städten. Mit dem Same-Day Delivery Angebot sollen vor allem Händler angesprochen werden. Gewerbliche Kunden können den taggleichen Zustellservice als weitere Lieferoption nutzen. Laut Hermes steigt die Nachfrage für taggleiche Lieferungen, vor allem in den Bereichen Technik, Sport oder Frischeartikel. Bisher wurden über Liefery mehr als 100.000 Sendungen zugestellt. Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit SportScheck oder myMüsli. Der Hermes Wettbewerber DPD stieg im letzten Jahr bei dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo ein.

Delivery Hero startet separate Plattform für gehobene Küche

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero startet einen separaten Lieferdienst für gehobene Küche. Die neue Plattform wird unter der Marke Urban Taste firmieren. Bisher hat Delivery Hero die Gerichte gehobener Restaurants auf der Delivery Hero bzw. Lieferheld Plattform angeboten. Bleibt abzuwarten, ob das weiterhin der Fall sein wird, oder ob die gehobenen Restaurants alle auf die neue Plattform Urban Taste wandern. Da die gehobenen Restaurants keine eigene Zustell-Flotte betrieben, erfolgt die Auslieferung der Gerichte über den Dienst Food Express. Food Express betreibt ein Netzwerk mit eigenen Fahrern. Bei Food Express ist Delivery Hero Anfang diesen Jahres eingestiegen.

Delivery Hero ist mit dem neuen Service nicht der einzige Anbieter auf dem Markt. Das britische Startup Deliveroo ist mit einem identischen Service in einigen deutschen Städten am Start. Aus dem Hause Rocket Internet ist das Unternehmen Foodora mit einem gleichen Geschäftsmodell unterwegs. Wir hatten damals als erstes berichtet, dass Rocket Internet bei Foodora einsteigt. Rocket Internet gehören auch 30 % von Delivery Hero. Auch das  Startup Take Eat Easy gehört zu dem Rocket Portfolio.

Lieferdienst Shopwings zieht sich aus Deutschland zurück

Rocket Internet zieht bei dem Lieferdienst für Lebensmittel Shopwings die Reißleine. Der Service wird in Deutschland eingestellt. Shopwings wird aber nicht ganz begraben, der Fokus soll in Zukunft auf Südostasien und Australien liegen.

Die Idee von Shopwings ist folgende: Die Kunden wählen im Internet die Artikel bei einem nahegelegenen Supermarkt aus, ein persönlicher Einkäufer übernimmt den Einkauf und liefert die Ware innerhalb von 2 Stunden nach hause. Für den Service zahlt der Kunde eine Liefergebühr von bis zu 6.90 €.

Die Plattform wurde vor 10 Monaten  in München gegründet, erst in den letzten Wochen ist das Team von München nach Berlin umgezogen. Neben Rocket Internet haben auch Tengelmann und Holtzbrinck-Ventures in das Projekt investiert. Gescheitert ist Shopwings wahrscheinlich an der nicht vorhandenen Kooperationsbereitschaft der großen Einzelhandelsketten. Die Einzelhandelsketten sind nicht bereit, eine Marktplatzgebühr zu zahlen, um gelistet zu werden. Mit den Liefergebühren und kleinen Aufschlägen auf den Artikeln lässt sich kein tragfähiges Geschäftsmodell aufbauen. Auch die geltende Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist eine Hürde, die für Shopwings zu hohe Kosten verursacht. Die LMIV schreibt vor, dass auch in Onlineshops Informationen wie Herkunft, Nährwerte und Zutaten angegeben werden müssen. Über diese Informationen verfügen die Einzelhändler. Da aber eine Zusammenarbeit mit Shopwings verweigert wird, wird kein Datenaustausch möglich sein. Vorbild für Shopwings ist das amerikanische Startup Instacart (via Capital)

Bild: Tissue Delivery von Kamyar Adl (bestimmte Rechte vorbehalten)

 

 

Opel und Deutsche Bahn beteiligen sich an Mitfahrplattform flinc

Opel geht einen weiteren Schritt Richtung Mobilitätsdienstleister und beteiligt sich an der Mitfahrplattform für Kurzstrecken flinc. Neben Opel investiert auch die Deutsche Bahn in das Mobilitäts-Startup.

Integration in Strategie für Mobilitätsdienstleistungen

Schon bei der Präsentation des Opel Carsharing Angebots CarUnity wurde mitgeteilt, dass flinc im kommenden Jahr in die Carsharing App integriert werden soll. Nun folgt das Investment in unbekannter Höhe. Das Investment von Opel wird über GM Ventures abgewickelt, die Beteiligungs-Sparte von General Motors.

Opel verspricht sich durch die Beteiligung einen wichtigen Technologie-Baustein für die Ausweitung an Mobilitätsdiensten in ganz Europa. Opel und flinc arbeiten schon seit März zusammen. Am Standort Rüsselsheim wurde im März eine interne Mitfahrzentrale für Opel-Mitarbeiter gegründet. Aktuell werden bei Opel monatlich 9.000 Fahrten über die App-basierte Plattform vermittelt. Das entspricht ca. 450 einfache Fahrten pro Werktag. Daraus kann man schließen, dass ca. 225 Angestellte den Mitfahrservice am Tag nutzten. Das sind 2% der Beschäftigten, denn in Rüsselsheim beschäftigt Opel ca. 13.000 Angestellte. Deutschlandweit hat das Unternehmen 250.000 Nutzer.

Bei CarUnity setzt Opel auf die Technologie des Peer-2-Peer Carsharing Anbieters Tamyca. Bleibt abzuwarten, ob Opel sich auch an Tamyca beteiligen oder das Startup übernehmen wird. Autonetzer.de, der Peer-2-Peer Marktführer in Deutschland ist vor kurzem für einen niedrigen Millionenbetrag von dem französischen Anbieter Drivy aufgekauft werden. 

Deutsche Bahn erhofft sich bessere Anbindungen im ländlichen Raum

Auch die Deutsche Bahn kooperiert bereits mit flinc. Im Schwarzwald hilft die Lösung von flinc der Bahn dabei, verschiedene Verkehrsmittel optimal zu verbinden. Wer als Nutzer sein Reiseziel und die gewünschte Reisezeit angibt, erhält ein passendes Angebot. Wenn keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln angeboten werden kann, werden passende Mitfahrgelegenheiten angezeigt. Auch eine Mischung von öffentlichen Verkehrsmitteln und privaten Mitfarhgelegenheiten ist möglich. Die Bahn geht davon aus, dass mittels flinc eine bessere Tür-zu-Tür-Verbindung im ländlichen Raum angeboten werden können. Es sollen auch Kunden gewonnen werden, die sonst ausschließlich mit dem eigenen Auto unterwegs sind.

Über flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. flinc kooperiert unter anderem mit Navigon und Bosch Navigation, hier ist die Mitfahrzentrale in die Navigationssoftware integriert. Vorschläge und Fahrtanfragen können so live während der Fahrt empfangen werden und in die Routenplanung integriert werden. Des weiteren ist flinc auch bei DriveNow und BMW i integriert. Nutzer des Carsharing Angebots DriveNow können so auch flinc Anfragen annehmen. Für flinc Nutzer werden die DriveNow Fahrzeuge als Alternative angezeigt, sofern DriveNow in einer Stadt verfügbar ist.

Bild: flinc AG (alle Rechte vorbehalten)

Google startet Ridesharing Service, MyTaxi provoziert, UberPOP Stop in Frankreich

Kurznachrichten: Google startet über Waze einen eigenen Mitfahrservice und wildert im Uber-Terrain. MyTaxi bietet wieder 50% Rabatt und ruft die Taxifahrer auf den Plan. Uber stellt UberPOP Ridesharing Dienst in Paris ein.

Google startet Ridesharing Service

Die Google Tochter Waze startet in Israel einen Mitfahrservice mit dem Namen RideWith. Der Fokus ist auf täglichen Kurzstreckenfahrten, es sollen Fahrer und Beifahrer zusammengebracht werden, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Waze will dazu die Daten nutzen, die in den letzten Jahren gesammelt wurden. Beifahrer zahlen dem Fahrer eine kleine Gebühr für die Fahrt, der Betrag dürfte sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs orientieren. Fahrer dürfen pro Tag nur zwei Fahrten absolvieren. Dieses Setup zielt darauf ab, dass die Fahrer keine gewerbliche Personenbeförderung anbieten. Fahrer können kein Geschäft mit RideWith aufbauen. Regulatorische Probleme wie bei Uber dürften so auch nicht auftreten. Zu Beginn wird die App in Tel Aviv und Umgebung verfügbar sein. Google hat nicht nur Waze übernommen, das Unternehmen ist auch in Ridesharing Dienst Uber investiert. In Deutschland betreibt das Startup flinc einen ähnlichen Mitfahrservice für die Kurzstrecken. Schon vor ein paar Monaten war das Gerücht aufgekommen, dass Google direkt in den Ridesharing Markt einsteigen könnte. (via Tech.eu)

Uber stellt UberPOP in Frankreich ein

Nach den gewaltsamen Protesten der Taxifahrer und den Verhaftungen von zwei Uber Managern, hat sich das amerikanische Unternehmen dazu entschlossen, den Fahrservice mit Privatpersonen UberPOP vorläufig einzustellen. UberPOP war in den letzten Wochen der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen zwischen der Taxiindustrie und dem Ridesharing-Startup Uber. Bei UberPOP können Fahrer ohne Lizenzen für die gewerbliche Personenbeförderung  aktiv sein und Fahrgäste gegen Geld von A nach B befördern. Viele Taxifahrer sahen die neue Dienstleistung als unfairen Wettbewerb an. Der Mitfahrservice ist sogar in Frankreich verboten, das Verbot wurde bisher nicht eingehalten. Wenn Fahrer mit Geldstrafen belegt wurden, hat Uber die Strafen übernommen. Die Services Uber, Uber und UberVAN mit professionelle Fahrern werden unverändert weitergeführt. (via TechCrunch)

MyTaxi erneut mit 50% Rabattaktion

Taxi-App MyTaxi bietet seinen Kunden wieder einen Rabatt in Höhe von 50%, wenn die Fahrt bargeldlos mit der MyTaxi App bezahlt wird. Der Fahrer erhält dabei den vollen Fahrpreis, die 50% Reduzierung werden von MyTaxi übernommen. Schon bei der letzten Werbeaktion im Mai habe es einen Antrag auf einstweilige Verfügung, der von Vertretern der Taxilobby gestellt wurde. In Stuttgart wurde daraufhin in einem Gerichtsverfahren die Werbeaktion in erster Instanz als rechtswidrig bewertet. Deshalb ist die Region Stuttgart von der Rabattaktion ausgeschlossen. Auch jetzt geht der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP gegen die Aktion vor und hat eine Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht. Nach Auffassung des BZPs verstößt die Rabattaktion gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz. Der Taxi- und Mietwagenverband BZP ist deutschlandweit aktiv, deswegen ist davon auszugehen, dass die einstweilige Verfügung im Erfolgsfall deutschlandweit  gelten wird. Die Taxifahrer werden sich über die Rabattaktion freuen, da die Nachfrage steigen wird. Der Druck gegen die Aktion geht von den Taxi-Zentralen aus, die den Wettbewerb fürchten. (via FAZ)

Bild: Taxi! von Stefan Tärnell (bestimmte Rechte vorbehalten)

Roller Sharing – Die Alternative für den Sommer

Neben den bekannten Carsharing Anbietern, starten auch Unternehmen, die Roller nach dem free floating Konzept verleihen. Ein Anbieter ist das Berliner Unternehmen eMio. Das Roller Sharing Startup  hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, beteiligt haben sich die IBB und zwei Privatinvestoren. Gerade in Sommer ist das Roller Sharing Angebot eine willkommene Alternative zum Carsharing. Meist ist das Angebot günstiger im Vergleich zum Carsharing. Der Fahrtwind sorgt für eine erfrischende Abwechslung.

150 Roller für die Stadt

Alle Roller sind rein elektrisch. In jedem Roller befinden sich zwei Helme und entsprechende Hygienehauben. Als Geschäftsgebiet wird die Fläche innerhalb des S-Bahn Rings angegeben. Auf der Fläche sind die 150 Roller Sharing Fahrzeuge verteilt. Das dürfte dazu führen, dass längere Laufwege in Kauf genommen werden müssen, um einen freien Roller zu finden. Die Reichweite eines Rollers wird bei ca. 100 km liegen, wenn man zu zweit unterwegs ist, reduziert sich die Reichweite. Sollte der Akku eines Rollers leer sein, kann der Nutzer einfach zu einem freien eMio Roller fahren und die Roller austauschen. eMio scheint Personal angestellt zu haben, die in der Stadt unterwegs sind, um die leeren Batterien gegen volle Akkus zu tauschen.

Abrechnung nach Minuten oder Kilometer

Die Abrechnung erfolgt minutenbasiert oder auf Basis der gefahrenen Kilometer. Für die Mietdauer werden die Preise nach beiden Kostenmodellen ausgerechnet und der günstigere Preis dann abgerechnet. Pro Minute fallen 19 ct. an, pro Kilometer werden 59 ct. in Rechnung gestellt. Für Parkminuten werden 5 ct. fällig, 3 Parkminuten sind jeweils inklusive. Nach Kilometern abgerechnet wird, wenn man durchschnittlich für einen Kilometer Fahrstrecke mehr als drei Minuten benötigt. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 19 Kmh. Die meisten Fahrten werden über den Minutentarif abgerechnet werden. Fahrer, die sich nicht trauen, sich durch den Verkehr zu schlängeln werden den kilometerbasierten Tarif bezahlen. Einen Roller zu mieten wird günstiger sein, als sich ein Carsharing Auto zu nehmen. Gerade im Sommer ist das eine attraktive Alternative.

Auch Angebote in München und Hamburg

Das Startup eMio ist bisher nur in Berlin aktiv. Aber auch in München und Hamburg gibt es Roller Sharing Angebote. In München bietet das Startup scoo.me einen ähnlichen Service an, in Hamburg Jaano. Bei scoo.me sind erst 13 Roller unterwegs, demnächst sollen es 30 werden.

Deutsche Elektroroller für USA

Auch außerhalb Deutschlands ist das Roller Sharing Konzept bereits auf dem Markt. Der weltgrößte Anbieter von free-floating Roller Sharing sitzt in den USA und heißt Scoot Networks. Der Service von Scoot ist in San Francisco nutzbar. Das Unternehmen setzt sogar auf deutsche Elektroroller. Insgesamt 150 Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen an die Westküste verschifft. Die Wahl ist auf Govecs gefallen, da das Unternehmen ab Werk die Roller nach Vorgaben des Sharing Anbieters fertigt. Der bislang erforderliche technische Umbau, um die Roller fit für das Sharing zu machen, ist damit obsolet. Die Govecs Roller nutzen das Smartphone des Nutzers als zentrales Steuerungselement. Sämtliche Buchungsschritte werden über die Scoot Networks App abgewickelt.  Zudem wird das Smartphone als Tacho und Navigationssystem genutzt, auch der Ladestand der Batterie wird angezeigt.

Bild: getmobility.de