Uber zieht sich aus Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf zurück

Per E-Mail hat das amerikanische Mobilitätsstartup Uber heute seinen Nutzern mitgeteilt, dass der Fahrservice des Unternehmens komplett in den Städten Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg am 9. November eingestellt wird. In München und Berlin bleibt Uber weiterhin aktiv. Seit der gerichtlichen Auseinandersetzung in Berlin wir dort nur noch der Service UberTaxi angeboten, also die Vermittlung von Fahrtwünschen an normale Taxen.

Schwierige Rahmenbedingungen führen zum Stop

Deutschland-Chef Christian Freese begründet die “vorläufige” Unterbrechung mit den schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland. Der Weg für interessierte Partner zum selbstständigen Mietwagenunternehmer ist zeit- und kostenintensiv, hinzu kommen die Unsicherheiten und Ermessensspielräume der lokalen Behörden im Genehmigungsprozess. Wie wir bei Ankündigung von UberX in den deutschen Städten prognostiziert haben, ist es also nicht möglich, genügend interessierte Fahrer durch die Fach- und Sachkundeprüfung sowie P-Schein Prüfung zu schleusen. Uber benötigt einen soliden Stamm an Unternehmer, um die Nachfrage auch abgedeckt zu können. Genau diese Problematik ist Uber zum Verhängnis geworden. Uber will in der nächsten Zeit mit den Behörden an einer effizienteren Lösung arbeiten. Bleibt abzuwarten, welches Interesse die Behörden an einer Zusammenarbeit haben. Es wurden bereits die Citypages und Blog-Einträge der drei Städte auf der Uber Website gelöscht, Uber scheint also von einer längeren “Pause” auszugehen.

Nächster Rückschlag nach UberPop Verbot

Für Uber ist es der nächste Rückschlag. Im März diesen Jahres hat das Unternehmen den Service UberPop einstellen müssen, nachdem das Landgericht Frankfurt den Fahrservice als wettbewerbswidrig eigestuft hatte. Bei UberPop waren Privatfahrer ohne Personenbeförderungsschein und ohne Fahrzeugkonzession unterwegs.

Auch in Berlin wird Uber auf Dauer nicht glücklich werden. Die beiden Produkte UberBlack und UberX sind in Berlin verboten worden. Seitdem wird der Service UberTaxi angeboten, bei dem traditionelle Taxis vermittelt werden. Mit UberTaxi lässt sich für Uber kein Geld verdienen. Hinzu kommt, dass das Service-Level bei UberTaxi sehr volatil ist. Als Uber den Service UberPop in Berlin eingestellt hat, wurde gleichzeitig angekündigt, dass das Unternehmen an einem neuen Service für die Hauptstadt arbeitet. Darvon ist weiterhin nichts zu sehen.

Bild: Uber taxi ad von Alper Çuğun (bestimmte Rechte vorbehalten)

Flywheel kündigt TaxiOS Betriebssystem für Taxis an

Bisher war Flywheel als Taxi-App bekannt, über die von Nutzern per App Taxis gebucht werden können. Ähnlich wie Flywheel funktioniert der deutsche Anbieter MyTaxi. Nun hat das amerikanische Startup ein TaxiOS Betriebssystem vorgestellt, dass die Funktionen der bestehenden Taxameter übernehmen soll und gleichzeitig als Navigationssystem genutzt werden kann. Auch das Bezahlen soll über TaxiOS möglich sein. Flywheel möchte mit TaxiOS also dem teilweise überholten Gerätewirrwarr in den Taxis Einhalt gebieten.

Test in San Francisco mit virtuellem Taxameter

Bisher testen 50 Taxis in San Francisco das neue Betriebssystem von Flywheel, der Pilottest wird von der lokalen Transportbehörde Municipal Transportation Agency überwacht. Demnächst soll das neue System auch in New York eingesetzt werden. In New York wäre es das erste genehmigte Taxameter System, das Smartphone basiert ist. Die New Yorker Transportbehörde hat einem Test von Smartphone-basierten Wegstreckenzählern und Bezahlsystemen zugestimmt.

Bisher erhalten die Taxameter den Wegimpuls vom Fahrzeug und berechnen darauf basierend die zurückgelegt Strecke. Bei TaxiOS wird die Strecke basierend auf den vom Smartphone übermittelten GPS Daten berechnet. Bisher wurde diese Methode von den Behörden abgelehnt, auch in Deutschland.

Noch viermal mehr Taxi als Uber-Fahrten

Flywheel erhofft sich durch das umfassende System einen erheblichen Anteil im klassischen Taximarkt zu sichern. Der traditionelle Taximarkt wird derzeit von neuen Mietwagenservices wie Uber und Lyft angegriffen. In den meisten Städten werden immer noch mehr Taxifahrten als Fahrten mit den innovativen Ridesharingservices durchgeführt. Die neuen Fahrdienste wachsen aber schnell und holen auf. Die Anzahl der durch Uber in New York vermittelten Fahrten hat sich innerhalb eines Jahres auf 100.000 Fahrten pro Tag vervierfacht. Taxis in New York führen täglich mehr als 400.000 Fahrten durch, was einem Einbruch von 11% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Erstes System für alle Taxifunktionen

Das System von Flywheel ist das erste, das Fahrpreisberechnung, Fahrtzuweisung, Bezahlung und Navigation in einem System vereinigt. Bisher war Flywheel nur als App bekannt, über die ein reguläres Taxi per Knopfdruck bestellt werden kann. Jetzt können die Fahrer das System auch dazu nutzen, den Fahrpreis zu berechnen und abzurechnen.

Bild: Taxi Meter – $4.90 von pixonomy (bestimmte Rechte vorbehalten)

Chinesische Fahrdienst-App Yidao Yongche sammelt 700 Mio. US$ ein

In den chinesischen Taxi-App Markt fließen weiteren Millionen an Finanzierung, diesmal aber nicht in Didi Kuaidi oder Uber. Die chinesische Taxi- bzw. Fahrdienst-App Yidao Yongche hat eine Finanzierung in Höhe von 700 Mio. US$ eingesammelt, bei einer Bewertung von 1 Milliarde US$. Der neue Investor kauft also 70% vom Unternehmen.

Die Finanzierung kommt von dem chinesischen Konzern LeTV. LeTV verkauft Smartphones, die wie eine Mischung aus HTC One M8 und dem iPhone 6S aussehen. Außerdem  betreibt LeTV eine Video-Plattform und verfolgt andere geschäftliche Interessen.

Bisher geringer Marktanteil – großes Potential ich China

Yidao Yongche ist ein kleiner Anbieter auf dem chinesischen Markt, laut Berichten hat das Unternehmen 0.7 bis 2.7 % Marktanteil am chinesischen Fahrservice und Taxi Markt. Die Investoren sehen  anscheinend das große Potential in China, ansonsten hätten sie nicht bei so einer hohen Bewertung investiert.

LeTV hat bisher auch im Automotive-Bereich investiert. Kürzlich hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Aston Martin und BAIC verkündet. In der Partnerschaft sollen Elektroautos für den chinesischen Markt entwickelt werden. Durch das Investment in die Taxi-App fügt das Unternehmen eine weitere Komponente im Automotive-Bereich hinzu.

Chauffeurservice auch für Touristen

Yidao Yongche betreibt anders als Uber keinen low-cost Service, sondern setzt auf Chauffeure und hochwertigere Fahrzeuge. Der Service ist daher eher mit dem Limousinenservice Blacklane zu vergleichen. Das Unternehmen ist in mehr als 20 Städten in den USA aktiv. Ein Großteil des Umsatzes kommt von chinesischen Touristen, die in die USA reisen. Die Anzahl der USA Touristen aus China steigt von Jahr zu Jahr, damit dürfte sich auch das Geschäft von Yidao Yongche positiv entwickelt. Die beiden Taxi-Apps Lyft und Didi Kuaidi haben vor kurzem eine Partnerschaft geschlossen, damit die chinesischen USA Touristen über die Didi App einen Fahrdienst in den USA buchen können und andersherum.

Milliarden für den chinesischen Mobilitätsmarkt

Nicht nur Yidao Yongche sammelt Geld ein, über Uber gibt es auch Spekulationen, dass das Unternehmen weitere Milliarden US$ bei einer Bewertung von 70 Milliarden US$ aufnimmt. Gut möglich, dass ein Teil davon in den chinesischen Markt investiert wird, um schneller wachsen zu können. Bisher hat Uber angekündigt, das eine Milliarde US$ in den chinesischen Markt investiert werden sollen. Konkurrent und Marktführer Didi Kuaidi hat kürzlich 3 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: Escalade von Jason Lawrence (bestimmte Rechte vorbehalten)

Aktuelles: Uber weitet Same-Day Delivery Service aus, Postbus mit Rabattkarte

Kurznachrichten: Postbus führt Rabattkarte ein. Uber erweitert den UberRUSH Same-Day Delivery Service. Scoot fügt vierrädrige Kleinfahrzeuge zur Roller-Flotte hinzu.

Scoot erweitert Fuhrpark mit vierrädrigen Fahrzeugen

Das Startup Scoot aus San Francisco hat bisher ausschließlich auf Roller-Sharing gesetzt und dabei auch Roller eingesetzt, die in Deutschland entwickelt wurden. Jetzt wird die Flotte erweitert und es werden auch vierrädrige Elektrofahrzeuge von Nissan mit zwei Sitzplätzen vermietet. Die Fahrzeuge sind baugleich mit dem in Deutschland von Renault vertriebenen Twizy Elektrofahrzeug. Am Anfang stehen 10 Fahrzeuge zur Verfügung, die angemietet werden können. Laut Scoot haben die Kunden den Wunsch nach einem Fahrzeug mit zwei Sitzen geäußert. Die Fahrzeuge können in San Francisco auf den für Roller vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. In einer Stadt mit teurem und knappen Parkraum ist das ein großer Vorteil. Auch in Deutschland sind in den letzten Monaten einige Roller-Sharing Anbieter an den Start gegangen, darunter eMio aus Berlin oder Scoo.me aus München. (via TechCrunch)

Postbus führt Rabattkarte a la BahnCard ein

Der Fernbusanbieter Postbus hat angekündigt, eine Rabattkarte einzuführen, mit der die Fahrgäste 25 % Nachlass auf die Fahrpreise bekommen. Die Rabattkarte ist an die BahnCard angelegt und soll Kunden langfristig an das Fernbusangebot binden. Die Rabattkarte kostet 25 Euro und der Rabatt gilt auch für Fahrkarten mit Aktions- und Sonderpreisen. Bei internationalen Fahrten, die in Kooperation mit anderen Fernbus-Anbietern durchgeführt werden, kann der Rabatt nicht angewendet werden. Die Einführung der Rabattkarte kann auch als Versuch gewertet werden, Marktanteile von Marktführer MeinFernbus Flixbus zu gewinnen. (via Frankfurter Allgemeine)

Uber weitet Same-Day Delivery Service UberRUSH aus

Im April wurde der UberRUSH Same-Day Delivery Service in New York getestet, nur wird ein Pilotprojekt in San Francisco, New York und Chicago getestet. Bei UberRUSH werden mittels normaler Uber Fahrer und Fahrradkurieren Lieferungen zugestellt. Mittels UberRUSH können Geschäfte ihren Kunden alles innerhalb kürzester Zeit nach hause liefern. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell ist das Startup Postmates aktiv, das unter anderem mit Apple zusammenarbeitet. Bei UberRUSH wird die Same-Day Delivery Option direkt in den Bestellprozess integriert. Der Kunde geht auf die Website des Geschäfts und wählt beim Bezahlen die Lieferoption aus. Uber Fahrer können auch Pakete transportieren, aber nicht gleichzeitig mit Passagieren. Die Lieferkosten liegen bei 5 bis 7 US $. (via The Verge)

Bild: ADAC Postbus 19-12-2013 von Hans-Jörg von Schroeter (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Rocket gibt Foodora weiter, Shypp.it startet Lieferservice

Kurznachrichten: Lieferdienst Foodora wird an Delivery Hero weitergereicht. Tesla Update bringt Autopiloten. Limousinenservice Blacklane versucht weitere Finanzierung einzusammeln. Mitfahrgelegenheit für Pakete Shypp.it gestartet.

Rocket Internet reicht Foodora an Delivery Hero weiter

Das von Rocket Internet gekaufte Startup Foodora wird nach kurzer Zeit an Delivery Hero weitergereicht. Foodora aggregiert meist gehobenere Restaurants auf einer Seite, die keinen eigenen Lieferservice anbieten. Das Netzwerk an Foodora-Fahreren holt die bestellten Gerichte bei den Restaurants ab und liefert sie an die Kunden aus. Delivery Hero hat mit Urban Taste ein ähnliches Konzept gestartet. Urban Taste soll nun in Foodora integriert werden. Das ebenfalls von Rocket Internet finanziert Unternehmen mit gleichem Geschäftsmodell Take Eat Easy zieht sich nach kurzer Zeit aus Deutschland wieder zurück. Als weiterer Anbieter ist der britische Startup Deliveroo am Start. (via Gründerszene)

Tesla Software Update bringt Autopilot

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass die Tesla S Fahrzeuge mit Sensoren für autonomes Fahren ausgestattet werden und dass die Funktion des selbstfahrenden Fahrzeugs über ein Softwareupdate  nutzbar wird. Nun wurde die Tesla Software Version 7.0 veröffentlicht, die ein Fahren ohne Eingreifen des Fahrers unter bestimmten Umständen erlaubt. Mittels Daten, die durch die verbaute Kamera, Ultraschallsensoren, GPS Modul und Radarsensoren gesammelt werden, kann das Fahrzeug selbständig die Spur wechseln und selbständig auf den Verkehr reagieren. Nach dem Update kann das Elektrofahrzeug von Tesla auch selbstständig einparken. (via Tesla Blog)

Blacklane will weitere Finanzierung einsammeln

Der Anbieter von Limousinenservices Blacklane will weitere Millionen aufnehmen, um weiteres Personal einstellen und expandieren zu können. Bisher sind ca. 25 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Unter anderem von Daimler und Carsten Maschmeyer. Die Bewertung bei der letzten Finanzierung lag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Blacklane setzt auf vermeintliche professionelle Chauffeure, die über die nötigen Lizenzen verfügen. Die Fahrten werden nicht on-demand sondern im Voraus gebucht. Damit werden hauptsächlich (Geschäfts)-reisende angesprochen. Als Taxialternative für spontane Kurzfahrten ist der Service von Blacklane nicht in Betracht zu ziehen. Blacklane kooperiert in China mit Qunar und mit dem amerikanischen Reisekonzern Expedia. (via Bloomberg)

Shypp.it – Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet

Mit Shypp.it ist eine Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet. Shypp.it versteht sich als Vermittlungsplattform für Fahrer mit leerem Kofferraum und Personen, die eine Lieferung versenden möchten. Mit einem ähnlichen Konzept ist das österreichische Unternehmen Checkrobin auf dem Markt. Innerhalb eines Jahres wurden bei Checkrobin ca. 50.000 Fahrten in Österreich eingestellt.  Das Potential in Deutschland dürfte weitaus größer als in Österreich sein.

Damit shypp.it auch profitabel arbeiten kann, müssen pro Jahr mehrere Hunderttausend Fahrten abgeschlossen werden. Für den Transport von Gütern können meist nur niedrige Preise aufgerufen werden. Bei einem provisionsbasiertem Geschäftsmodell entfällt der Anteil somit ebenfalls entsprechend gering aus. Checkrobin plant eine Provision in Höhe von drei Euro einzuführen, damit würde sich bei 50.000 Fahrten pro Jahr ein maximaler Umsatz von 150.000 € ergeben. Viel zu wenig, um ein Unternehmen profitabel betreiben zu können.

Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen ist die letzte Meile. Kaum ein Fahrer dürfte bereit sein, einen Umweg in Kauf zu nehmen, um eine Lieferung abzuholen oder abzuliefern.

Bild: Delivery Service | Street Life | Hat Yai Street 2014 von John Ragai (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft und Didi Kuaidi Taxi kooperieren

Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage her, wir möchten sie aber trotzdem nochmal aufgreifen. Schließlich haben wir schon öfter über die beiden Taxi und Ridesharing Services von Didi und Lyft berichtet.

Kooperation zwischen Taxi und Ridesharing Apps

Didi Kuaidi und Lyft haben angekündigt, dass sie kooperieren und die Nutzer beider Services in China und USA die angebotenen Fahrservices nutzen können. Lyft nutzen, die in China unterwegs sind, können über die Lyft-App die Taxifahrer aus dem Didi Kuaidi Netzwerk buchen. Didi Kunden können über die App den Ridesharing Service von Lyft in den amerikanischen Städten buchen. Beide Unternehmen wollen von den vielen Reisenden zwischen den beiden Ländern profitieren. Im Jahr 2014 waren es etwa 8 Millionen Reisende, die zwischen den beiden Ländern unterwegs waren.

Strategisches Investment in Lyft

Beide Unternehmen schließen sich zusammen, damit eine starker Gegenspieler für Uber entsteht. Didi Kuaidi hat auch in der letzten Finanzierungsrunde von Lyft eine Summe von 100 Mio. US$ in das Ridesharing Unternehmen investiert. Damals beteiligten sich auch Rakuten und Carl Icahn an dem Unternehmen. Alibaba und Tencent, zwei Internetkonzerne aus China waren ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt. Lyft wurde dabei mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Kooperation statt Expansion

Bleibt abzuwarten, ob die internationale Ridesharing Kooperation erweitert wird. Didi Kuaidi hat sich auch an der Taxi App GrabTaxi aus Singapur beteiligt. Der Japanische Investor SoftBank ist sowohl bei GrabTaxi, Didi und Ola beteiligt und könnte die Erweiterung der Kooperation voran treiben. Es wurde schon häufiger spekuliert, dass Lyft in europäische Länder expandieren möchte, daraus ist bisher nichts geworden. Letzte Äußerungen des Unternehmens deuten auch eher darauf hin, dass Lyft nicht aus eigener Kraft expandieren möchte. Eine Kooperation lokaler Player ist eine verheißungsvolle Strategie, um schnell einen weltweiten Mobilitätsanbieter formen zu können.

Didi Kuaidi ist in 360 Städten in China aktiv und jeden Tag werden über die App mehr als 3 Mio. Fahrten abgewickelt. Lyft ist in mehr als 60 amerikanischen Städten aktiv und dürfte ca. 1 Mio.  Fahrten pro Monat abwickeln. Die Taxi-App Didi Kuaidi wird aktuell mit 16 Milliarden US$ bewertet und hat insgesamt 4 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: San Francisco Chinatown von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Roboter Taxis werden ab 2016 in Japan getestet

Nicht Uber oder Google bringt die ersten fahrerlosen Taxis auf die Straße, sondern ein japanisches Unternehmen mit dem Namen Robot Taxi Inc. Der Versuch mit fahrerlosen Taxis soll 2016 beginnen. Der Service mit fahrerlosen Taxis kann von etwa 50 Einwohnern der Präfektur Kanagawa genutzt werden. Die Testpersonen können mit den Taxis zum Einkaufen in den lokalen Geschäften fahren.

MitRoboter Taxis zum Einkaufen

Die Fahrzeuge werden auf Kurzstrecken eingesetzt und legen ca. 3 Kilometer zurück, Fahrten auf längeren Strecken sind erstmal nicht geplant. Am Anfang wird während der Fahrt auch immer ein Mitarbeiter von Robot Taxi an Board sein, für den Fall, dass Unfälle vermieden werden müssen.

Die Technologie der fahrerlosen Taxis soll bis 2020 weiterentwickelt und kommerzialisiert werden. Das Unternehmen Robot Taxi sieht Potential für den Service mit Roboter Taxis in Gegenden, in denen keine Busse und Züge verfügbar sind. Auch während der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo sollen die Roboter Taxis zum Einsatz kommen.

Einige Technologieunternehmen sind dabei fahrerlose Fahrzeuge für die Personenbeförderung zu entwickeln. Zu den Unternehmen zählt z.B. der Suchmaschinen-Konzern Google. Das Unternehmen hat im letzten Jahr sein fahrerloses Auto vorgestellt, das zur Zeit ausgiebig getestet wird. Auch die Taxi- und Ridesharing App Uber ist dabei, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu entwickeln. So würden sich die Kosten für eine Taxifahrt reduzieren, da der Fahrer als größter Kostenfaktor entfallen würde.

Bild: Screenshot RobotTaxi Channel