Google startet Ridesharing Service, MyTaxi provoziert, UberPOP Stop in Frankreich

Kurznachrichten: Google startet über Waze einen eigenen Mitfahrservice und wildert im Uber-Terrain. MyTaxi bietet wieder 50% Rabatt und ruft die Taxifahrer auf den Plan. Uber stellt UberPOP Ridesharing Dienst in Paris ein.

Google startet Ridesharing Service

Die Google Tochter Waze startet in Israel einen Mitfahrservice mit dem Namen RideWith. Der Fokus ist auf täglichen Kurzstreckenfahrten, es sollen Fahrer und Beifahrer zusammengebracht werden, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Waze will dazu die Daten nutzen, die in den letzten Jahren gesammelt wurden. Beifahrer zahlen dem Fahrer eine kleine Gebühr für die Fahrt, der Betrag dürfte sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs orientieren. Fahrer dürfen pro Tag nur zwei Fahrten absolvieren. Dieses Setup zielt darauf ab, dass die Fahrer keine gewerbliche Personenbeförderung anbieten. Fahrer können kein Geschäft mit RideWith aufbauen. Regulatorische Probleme wie bei Uber dürften so auch nicht auftreten. Zu Beginn wird die App in Tel Aviv und Umgebung verfügbar sein. Google hat nicht nur Waze übernommen, das Unternehmen ist auch in Ridesharing Dienst Uber investiert. In Deutschland betreibt das Startup flinc einen ähnlichen Mitfahrservice für die Kurzstrecken. Schon vor ein paar Monaten war das Gerücht aufgekommen, dass Google direkt in den Ridesharing Markt einsteigen könnte. (via Tech.eu)

Uber stellt UberPOP in Frankreich ein

Nach den gewaltsamen Protesten der Taxifahrer und den Verhaftungen von zwei Uber Managern, hat sich das amerikanische Unternehmen dazu entschlossen, den Fahrservice mit Privatpersonen UberPOP vorläufig einzustellen. UberPOP war in den letzten Wochen der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen zwischen der Taxiindustrie und dem Ridesharing-Startup Uber. Bei UberPOP können Fahrer ohne Lizenzen für die gewerbliche Personenbeförderung  aktiv sein und Fahrgäste gegen Geld von A nach B befördern. Viele Taxifahrer sahen die neue Dienstleistung als unfairen Wettbewerb an. Der Mitfahrservice ist sogar in Frankreich verboten, das Verbot wurde bisher nicht eingehalten. Wenn Fahrer mit Geldstrafen belegt wurden, hat Uber die Strafen übernommen. Die Services Uber, Uber und UberVAN mit professionelle Fahrern werden unverändert weitergeführt. (via TechCrunch)

MyTaxi erneut mit 50% Rabattaktion

Taxi-App MyTaxi bietet seinen Kunden wieder einen Rabatt in Höhe von 50%, wenn die Fahrt bargeldlos mit der MyTaxi App bezahlt wird. Der Fahrer erhält dabei den vollen Fahrpreis, die 50% Reduzierung werden von MyTaxi übernommen. Schon bei der letzten Werbeaktion im Mai habe es einen Antrag auf einstweilige Verfügung, der von Vertretern der Taxilobby gestellt wurde. In Stuttgart wurde daraufhin in einem Gerichtsverfahren die Werbeaktion in erster Instanz als rechtswidrig bewertet. Deshalb ist die Region Stuttgart von der Rabattaktion ausgeschlossen. Auch jetzt geht der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP gegen die Aktion vor und hat eine Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht. Nach Auffassung des BZPs verstößt die Rabattaktion gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz. Der Taxi- und Mietwagenverband BZP ist deutschlandweit aktiv, deswegen ist davon auszugehen, dass die einstweilige Verfügung im Erfolgsfall deutschlandweit  gelten wird. Die Taxifahrer werden sich über die Rabattaktion freuen, da die Nachfrage steigen wird. Der Druck gegen die Aktion geht von den Taxi-Zentralen aus, die den Wettbewerb fürchten. (via FAZ)

Bild: Taxi! von Stefan Tärnell (bestimmte Rechte vorbehalten)