On-Demand Startups und Scheinselbstständigkeit

Viele der Liefer- und on-demand Startups müssen die Entscheidung treffen, ob die Fahrer und Kuriere mit Arbeitsverträgen fest eingestellt werden oder ob sie als Selbstständige engagiert werden. In Deutschland arbeitet unter anderem das Lieferstartup Deliveroo mit selbständigen Fahrern, der Konkurrent Foodora setzt hingegen vorwiegend auf angestellte Fahrer. Beruht ein Geschäftsmodell auf dem Einsatz von selbstständigen Fahrern, dann besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Es existiert ein Kriterienkatalog, den jedes on-demand und Lieferstartup durchgehen sollte, um eine Entscheidung treffen zu können, ob das Risiko vertretbar ist, selbstständige Fahrer einzustellen. Folgende drei Kriterien dürften bei on-demand und Lieferstartups eine besonders wichtige Stellung bei einer Überprüfung durch die Rentenversicherungskasse haben.

Freie Auftragsgestaltung

Das Risiko lässt sich reduzieren, wenn die selbstständigen Auftragnehmer frei darüber entscheiden können, ob sie einen einzelnen Auftrag annehmen oder ablehnen. Auftragnehmer müssen in der Lage sein, einen bereits angenommenen Auftrag wieder abgeben zu können. Engmaschige Kontrollen und Vertragsstrafen bei Auftragsablehnung sind ebenso kritisch anzusehen.

Weisungsgebundenheit

Kritisch ist das Vorhandensein von detaillierten Qualitätsrichtlinien, bzw. Handbüchern. Sollte den frei angestellten Fahrern detaillierte Vorgaben zur Auftragsdurchführung, Ort und Zeit gemacht werden, spricht viel für eine bestehende Eingliederung in die Arbeitsorganisation und somit für sozialversicherungspflichtige Angestellte. Es sollten auch keine Anweisungen bezüglich des Erscheinungsbildes gegeben werden. Das könnte dazu führen, dass selbstständige Auftragnehmer als sozialversicherungspflichtig eingestuft werden.

Arbeiten für mehrere Auftraggeber

Entscheidend ist, dass selbstständige Fahrer für mehrere Auftraggeber tätig sind. Die Faustregel sagt, dass ein Auftragnehmer min 20% des Umsatzes mit einem anderen Auftraggeber erwirtschaften muss. Letztendlich liegt das in der Hand des Auftragnehmers, dafür zu sorgen. Als Startup kann man dieses Risiko reduzieren, in dem man selbstständigen Auftragnehmern nur so viele Aufträge gibt, das davon auszugehen ist, dass sie noch andere Auftraggeber haben, um genügend Umsatz für den Lebensunterhalt zu erwirtschaften.

Welches Risiko ist gegeben?

Das Risiko ist gegeben, dass die Rentenversicherungskasse bei einer Prüfung erstmal entscheidet, dass es sich bei den selbstständigen Fahrern um sozialversicherungspflichtige Angestellte handelt. Die Folge ist, dass innerhalb kurzer Zeit der nachberechnete Beitrag für die Sozialversicherung usw. gezahlt werden muss. In einem meist jahrelang dauernden Rechtsstreit kann der Betrag wieder zurückgewonnen werden. Sollte ein Startup Unternehmen den Einsatz von selbstständigen Fahrer in Betracht ziehen, ist es Anzuraten, dass gleichzeitig Rücklagen gebildet werden, um im Falle einer nicht Bestandenen Prüfung durch die Rentenversicherungskasse die Mittel zur Verfügung zu haben, um die Nachforderung begleichen zu können. In manchen Fällen könnten auch die Geschäftsführer strafrechtlich belangt werden, wenn ein Unternehmen wegen Scheinselbstständigkeit belangt wird.

Bild: Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)

UberEATS als separate App, Valk Fleet eingestellt

Zwei Kurznachrichten aus dem Bereich der Lieferservices für fertig zubereitete Gerichte von Restaurants: Delivery Hero stellt den eigenen Logistikservice Valk Fleet ein. Uber launcht mit UberEATS die erste separate App.

Delivery Hero stellt Valk Fleet ein

Das Berliner Unternehmen Delivery Hero, den meisten besser bekannt als Lieferheld, stellt den Betrieb von Valk Fleet wieder ein. Valk Fleet wurde erst im letzten Jahr gestartet und bietet Logistik- und Lieferdienste für Restaurants an. Valk Fleet hat dabei die Fahrer und die entsprechende IT-Infrastruktur gestellt. Im Fokus standen also Restaurants, die keine eigenen Fahrer angestellt haben oder kurzfristig zusätzliche Kapazitäten benötigen. Diese Restaurants konnten das Angebot von Valk Fleet für Orders aus allen Kanälen nutzen. Es war keine Voraussetzung, dass die Orders über das Delivery Hero Netzwerk kamen.

Delivery Hero will sich bei dem Geschäft mit eigenen Fahren ganz auf Foodora konzentrieren. Ein Großteil des Valk Fleet Teams wird zu Foodora wechseln. Foodora wurde im letzten Jahr von Rocket Internet an Delivery Hero übergeben. Vor allem in Großbritannien scheint sich Valk Fleet schwer getan zu haben. Einerseits sind die Margen sehr gering und auf der anderen Seite sind Konkurrenten wie Deliveroo, Quiqup oder Stuart überpräsent. Delivery Hero beendet somit in kurzer Zeit den zweiten Versuch als  Logistikdienstleister aufzutreten. Im letzten Jahr wurde die Beteiligung an Food Express fallengelassen. (via TechCrunch)

UberEATS startet als separate App in den USA

Uber bringt mit UberEATS eine separate Smartphone-App für den Restaurant-Lieferservice an den Start. Bisher hat Uber alle Angebote in der ursprünglichen Uber App angeboten, die Nutzer mussten UberEATS als eine der vielen Optionen auswählen. Uber hat mittlerweile realisiert, dass es wenig Sinn macht, alle Services in einer App anzubieten. Bisher ist die UberEATS App in Chicago, Houston, San Francisco und Los Angeles verfügbar. Weitere Städte sollen bald folgen. Unbekannt ist, ob UberEATS auch in den europäischen Städten ausgerollt wird, in denen das Geschäft mit dem Personentransport einen Dämpfer erlitten hat. Uber wird seine ursprüngliche App nutzen, um die Uber Nutzer auf UberEATS aufmerksam zu machen. Die Nutzer können ein Gericht von dem extra zusammengestellten Sofort-Menü wählen, diese Gerichte werden besonders schnell geliefert. Es ist aber auch möglich, bei einem der mehreren hundert gelisteten Restaurants zu bestellen. (via TechCrunch)

Bild: Shima Aji Sushi at Troquet by Beautiful Cuisine von Dale Cruse (bestimmte Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: GM kauft Cruise, Uber will S-Klassen

Zwei kurze Nachrichten aus dem Bereich der selbstfahrenden Autos. Der amerikanische GM Konzern kauft das Startup Cruise, das sich auf Software für selbstfahrende Autos spezialisiert hat. Der Taxidienst Uber will eine große Anzahl an selbstfahrenden S-Klassen bestellen.

GM kauft Cruise, Startup für autonome Fahrzeuge

Der Autkmobilkonzern GM wird das Startup Cruise übernehmen. Cruise hat ein Nachrüst-Kit entwickelt, mit dem herkömmliche Fahrzeuge für autonomes Fahren nachgerüstet werden können. GM soll für das Startup etwa 1 Milliarde US$ auf den Tisch gelegt haben. GM möchte die Software von Cruise in die eigene Entwicklung einfließen lassen und so die eigenen Bemühungen in der Entwicklung von selbstfahrenden Auto zu Beschleunigen. GM zeigt sich in den letzten Monaten erstaunlich aktiv, wenn es darum geht, in Mobilitäts-Startups zu investieren. Anfang des Jahres hat sich GM  mit 500 Mio. US$ an der Ridesharing-Plattform Lyft beteiligt. (via WallStreetJournal)

Uber soll mehr als 100.000 selbstfahrende S-Klassen bestellen

Der Autokonzern Daimler und der amerikanische Taxidienst Uber sollen sich darauf geeinigt haben, dass Uber eine sechsstellige Anzahl an selbstfahrenden S-Klassen von Daimler abkauft. Daimler-CEO Dieter Zetsche und UberCEO Travis Kalanick sollen den Deal vereinbart haben. Es wird noch bis 2020 dauern, bis die selbstfahrende Variante der Mercedes S-Klasse verfügbar sein wird. Uber arbeitet selber an der Entwicklung eines selbstfahrenden Autos. Deutet der Deal darauf hin, dass Uber mit der eigenen Entwicklung nicht so schnell vorankommt, wie geplant? Merkwürdig erscheint es, warum Uber ein Interesse an der S-Klasse hat. Die meisten Fahrten bei Uber dürfen in den Kategorien UberX und UberPOP sein. Dabei kommen Klein- und Mittelklassefahrzeugen zum Einsatz. Der Deal hätte laut Listenpreis ein Volumen von etwa 10 Milliarden Euro. Bleibt abzuwarten, ob Daimler die selbstfahrenden S-Klassen auch bei Blacklane zum Einsatz bringen wird. Schließlich ist Daimler an Blacklane beteiligt. (via ManagerMagazin)

Bild: Mercedes von catherinedncr (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW denkt über eigenen Mitfahrdienst für Europa nach

Der Autokonzern BMW kann sich offensichtlich vorstellen, einen eigenen Mitfahrdienst für Europa zu starten. Laut Spiegel-Online-Informationen will BMW so sein Mobilitätsangebot rund um den Carsharing Dienst DriveNow erweitern. BMW geht davon aus, dass Uber einen zweiten Anlauf startet, um in Europa erfolgreich zu sein. Das Unternehmen will bis dahin gewappnet sein, um Uber nicht den Markt überlassen zu müssen.

Wie der Service im Detail aussehen könnte, ist nicht bekannt. Der Konzern möchte durch den Mitfahrservice die Auslastung der DriveNow Carsharing Fahrzeuge erhöhen. DriveNow wird in einem Joint Venture mit dem Autovermieter Sixt betrieben. Die Carsharing Fahrzeuge sind bisher in Deutschland, USA, Dänemark, Schweden, Großbritannien und Österreich im Einsatz. Am Abend und in der Nacht sind die die Carsharing-Fahrzeuge häufig ungenutzt. In dieser Zeit könnten die Fahrzeuge von Fahrern genutzt werden, die Ridesharing-Dienste anbieten wollen.  Studenten und selbstständige Fahrer könnte sich ein DriveNow mieten, um damit Kunden von A nach B fahren. Vor allem in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag könnte das Angebot lukrativ sein.

Im letzten Jahr gab es bereits Gerüchte, dass BMW bei dem Hamburger Startup Wunder einsteigt. Wunder könnte für BMW der passende Partner sein, der die Software und die entsprechende IT-Infrastruktur für den Ridesharing Dienst entwickelt. Wunder wächst schnell in Osteuropäischen Städten und in Schwellenländern. Im letzten Jahr hat BMW nicht in Wunder investiert, dafür aber Konstantin Sixt. Ein alter Bekannter für BMW.

Immer mehr Autokonzerne investieren in alternative Mobilitätskonzepte. Der amerikanische Konzern GM hat sich mit 500 Mio. US$ am Ridesharing-Anbieter Lyft beteiligt. Daimler hat mytaxi übernommen und ist außerdem an Blacklane beteiligt. Ford weitert sein Carsharing Programm aus und experimentiert mit weiteren Mobilitätskonzepten.

Die Erfolgsgeschichte von Uber in Europa ist bisher durchwachsen. In Deutschland hat sich der Service aus den meisten Städten zurückgezogen und ist nur noch in München, Berlin und Frankfurt aktiv. In Frankreich und Großbritannien hat Uber mit Verboten für einzelne Angebote zu kämpfen.

Bild: BMW von Dushan Hanuska (bestimmte Rechte vorbehalten)

Google integriert MyTaxi in Google Maps

 

Google hat heute sein Google Maps Smartphone App geupdated. Ab sofort werden die voraussichtlichen Fahrpreise für 5 weitere Taxi- und Mitfahrdienste angezeigt. Für Deutschland und Spanien wird mytaxi integriert, Ola Cabs für Indien, Hailo und Gett für Großbritannien und 99Taxis für Brasilien. Zuerst werden die neuen Fahrpreise in der Android App zu sehen sein, später dann in der iOS Version.

Im May 2014 hat Google damit begonnen, dass die Uber Fahrpreise und Fahrtdauer für die gesuchte Strecke in der Google Maps App angezeigt wurden. Von Google Maps Nutzern scheint das Angebot gut angenommen worden zu sein, ansonsten würde Google das Angebot jetzt nicht erweitern.

Google wird die neuen Angebote in einem separaten “Taxi” Tab aggregieren, das neben den bestehenden Möglichkeiten für Navigation mit dem Auto, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Nahverkehr oder zu Fuß angezeigt wird. Voraussetzung ist, dass eine der weiter oben genannten Apps installiert ist. Sobald man auf das neue Tab drückt, werden einem der Fahrpreis und die errechnete Ankunftszeit angezeigt. Sobald man sich für einen Service entscheidet, wird die entsprechende App geöffnet und der Fahrservice kann gebucht werden. Die Fahrdienste werden in der neuen App auch tiefer integriert, so dass auch die unterschiedlichen Fahrzeugklassen angezeigt werden.

Google geht davon aus, dass die Nutzer so länger in der Google Maps App bleiben und nicht mehrere Apps öffnen, um nach der besten Möglichkeit zu suchen, wie sie von A nach B kommen. Im Moment sieht es nicht so aus, als müssten die Fahrtdienstvermittler dafür bezahlen, dass sie bei Google gelistet werden. Es ist davon auszugehen, dass sich das in Zukunft ändern wird.

Bild: Critical Mass von Alper Çuğun (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ford erweitert Carsharing, Moovit mit DriveNow

Folgende drei Nachrichten aus dem Carsharing und innerstädtischem Mobilitätsbereich sind erwähnenswert: Ford erweitert sein Carsharing-Angebot. DriveNow wird in App für lokale Mobilität Moovit integriert. Parkservice App Luxe sammelt 50 Mio. US$ ein.

Ford und Deutsche Bahn erweitern Partnerschaft

Ford integriert das Carsharing Netzwerk Flinkster, das von der Deutschen Bahn betrieben wird, in die Mobilitätsplattform FordPass. Den Nutzern soll ein engmaschiges Carsharing Netz angeboten werden, das einfach zugänglich ist. Nutzer des Ford Carsharings haben durch die Integration Zugriff auf die 4.000 Fahrzeuge im Flinkster Netzwerk. Ford möchte durch die FordPass Plattform zum innovativen und modernen Fahrzeug- und Mobilitätsanbieter werden. FordPass bündelt unterschiedliche Dienstleistungen rund um Mobilität. Mittels Parkopedia können freie Parkplätze gefunden werden, mit mobilecity kann das Parktticket bezahlt oder die Parkdauer verlängert werden. Ford und die Deutsche Bahn arbeiten schon seit Sommer 2013 zusammen. Die Smartphone-Apps und die Technologie für das von Ford angebotene Ford Carsharing wurden von der DB Rent entwickelt. Im letzten Jahr hat Ford 14.000 Buchungsvorgänge verzeichnet und insgesamt wurden mehr als eine Millionen Kilometer zurückgelegt. Mit dieser Anzahl an Buchungen dürfte Ford einen der hinteren Plätzte im Carsharing Markt einnehmen. (via Presseportal)

On Demand Parken App Luxe sammelt 50 Mio. US$ ein

Die amerikanische on-demand Parking App Luxe könnte 50 Mio. US$ von Herz einsammeln und dabei mit 110 Mio. US$ bewertet werden. Herz könnte den Service für seinen Kunden nutzen, um einen on-demand Service für das Parken der Herz Mietautos anzubieten. Luxe bietet einen Service, bei dem ein Luxe Angestellter oder Partner die Fahrzeuge der Nutzer parkt und wieder zurück bringt. Entweder schließen die Kunden ein Abonnement ab oder zahlen pro Buchung. Der Service wird vor allem in amerikanischen Großstädten, wie Los Angeles, San Francisco oder New York angenommen. Diese Städte sind so überfüllt, dass es extrem schwierig und teuer für die Autofahrer ist, einen Parkplatz zu finden. (via Techcrunch)

Moovit kooperiert mit DriveNow

Die lokale Mobilitäts-App Moovit intergiert den Carsharing Service DriveNow von BMW und Sixt. Die verfügbaren Fahrzeuge von DriveNow werden nun als weitere Mobilitätsoption in Moovit angezeigt und lassen sich darüber reservieren. DriveNow kann über die Moovit App in London, Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf und Stockholm gebucht werden.  Moovit wird bereits von mehr als 35 Millionen Nutzer weltweit genutzt. Die App gibt Auskunft über Abfahrts- und Ankunftszeiten, Fahrplanänderungen sowie die Auslastung und Verspätungen von Bus, U-Bahn und Co. Außerdem erhalten Nutzer Schritt-für-Schritt den Weg zur nächsten Station bis hin zum Zielort und können verfügbare Fahrräder sowie Abstellplätze der Fahrradverleih-Services Call A Bike, dem Fahrradverleih von DB Rent und von nextbike einsehen. Moovit geht davon aus, dass die Nutzer das Carsharing-Angebot als zusätzliche Option zum öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Integration wird auch von BMW vorangetrieben worden sein. BMW ist an DriveNow beteiligt und finanziert über BMW iVentures das Startup Moovit. (via Moovit)

Bild: Moovit (alle Rechte vorbehalten)

Wunder wächst, Uber mit Mopeds, Uber profitabel in USA

Heute gibt es 3 interessante Kurznachrichten aus dem Ridesharing-Bereich. Uber entdeckt den Fahrservice mit Motorrollern in Asien. Das US Geschäft des Ridesharing Giganten ist profitabel. Das deutsche Ridesharing Startup Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer.

Uber führt Ridesharing-Dienst mit Motorrollern ein

Vor einer Woche hat Uber den Ridesharing-Service uberMOTO in Bangkok eingeführt, nun erfolgt der Start in der indischen Stadt Bangalore. Bei uberMOTO werden die Nutzer mit einem Motorroller abgeholt und nicht mit einem Auto. Einen ähnlichen Service hat Uber bereits in Paris getestet, aber nach einiger Zeit wieder eingestellt. Der Service wird für 3 Rupien pro Kilometer angeboten, was etwa 0.03 € pro Kilometer entspricht. Die Mitfahrer können per Kreditkarte oder in bar bezahlten. Der Service wird vorerst nur tagsüber zwischen 7 Uhr morgen und 21 Uhr Abends angeboten. Uber will durch den günstigen Service weitere Kunden gewinnen und erhofft sich auch, dass die Kunden schneller ans Ziel kommen. In Städten wie Bangkok und Bangalore ist meistens kein Durchkommen möglich, da die Straßen auf Grund von Staus verstopft sind. Auch Uber-Konkurrent Ola hat einen ähnlichen Service gestartet, der sogar noch günstiger angeboten wird. In Bangkok ist Grab mit einem Moped-Service schon länger aktiv. (via WallStreetJournal)

Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer

Mittlerweile heißt der Service nur noch Wunder, der vor etwa zwei Jahren unter dem Namen Wundercar in Hamburg und Berlin gestartet ist. Nach dem die deutschen Behörden den Service verboten haben, konzentriert sich das Startup auf anderer Märkte in Osteuropa, Asien und Südamerika. Der Service wurde in Deutschland verboten, da das Angebot gegen das überholte Personenbeförderungsgesetz verstoßen hat. Für Wunder scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Alle 30 Sekunden wird eine Fahrt angefragt (ca. 20.000 Fahrten die Woche) und in diesem Jahr soll die Marke von einer Million vermittelter Fahrten geknackt werden. Im Moment ist das Unternehmen nur am Umsatz in den Osteuropäischen Standorten beteiligt. Dort wird die Zahlung über die App abgewickelt und Wunder behält eine Provision ein. In den Emerging Markets macht Wunder keinen Umsatz. Die Nutzer zahlen mit Bargeld und Ziel ist es, zu wachsen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen an einer Whitelabel-Lösung, die zum Beispiel Unternehmen einsetzten können, die für ihre Mitarbeiter eine eigenen Mitfahr-App bauen möchten. Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von Sixt und Blumberg Capital. (via Gründerszene)

Uber ist in den USA profitabel, verliert in China eine Milliarde US$ pro Jahr

Das Ridesharing-Startup Uber ist profitabel auf dem amerikanischen Markt. Das hat Uber CEO Travis Kalanick auf einer Veranstaltung in Kanada verkündet. In einigen der großen US Städte ist Uber schon seit geraumer Zeit profitabel, jetzt scheint es der Fall für das gesamte Land sein. Gleichzeitig verliert Uber aber mehr als eine Milliarde US$ in China. In China hat es Uber mit dem lokalen Wettbewerber Didi Kuaidi zu tun. Didi ist in keinem einzigen Markt profitabel, verfügt aber über eine Finanzierung in Milliardenhöhe. Didi Kuaidi kauft mit der eingesammelten Finanzierung Marktanteile durch subventionierte Fahrpreise. Uber muss in dem kostenintensiven Wettbewerb mithalten, wenn das Unternehmen Marktanteile gewinnen möchte. Deswegen beläuft sich der Verlust auf mehr als eine Milliarde US$. (via Techcrunch)

Bild: Mighty Travels (via flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Nachrichten: UPS investiert, Amazon liefert frische Lebensmittel

Kurznachrichten aus dem Lieferbereich: Der Logistikriese UPS investiert in das same-day Delivery startup Deliv. Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods beteiligt sich an dem Lieferdienst für Lebensmitte Instacart. Amazon liefert das erste mal in Europa frische Lebensmittel aus.

UPS investiert in same-day Delivery Startup

Der Logistikriese UPS hat sich an dem same-day Delivery Startup Deliv beteiligt. Es ist nicht bekannt, wie viel UPS dafür bezahlt hat. UPS hat die letzte Finanzierungsrund von Deliv angeführt, in der 28 Mio. US$ eingesammelt wurden. Das Startup Deliv kooperiert hauptsächlich mit großen Ketten, Best Buy, Walgreens, Sony und Macy’s bieten den Same-Day Delivery Service in Kooperation mit Deliv in 17 amerikanischen Städten an. UPS erhält durch den Deal einen Einblick, wie das Same-Day Delivery Geschäft funktioniert, ohne selber operativ tätig zu werden. UPS spart sich so Geld und eine langwierige interne Entwicklung eines Same-Day Delivery Services. UPS gerät auch unter Druck, da E-Commerce Giganten, wie Amazon eine eigene Logistikkette aufbauen. Grundsätzlich scheinen same-Day Delivery Services vor allem in den USA auf dem Vormarsch zu sein. In einer Umfrage von Deloitte haben 24 % der Befragten angegeben, dass sie für einen Same-Day Service zahlen würden. Der europäische UPS Konkurrent DPD hat sich bereits vor längerer Zeit an dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt, Hermes ist bei Lievery eingestiegen. (via Business Insider)

Whole Foods investiert in Instacart

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods investiert in das Lieferstartup Instacart. Die beiden Unternehmen haben außerdem eine Vereinbarung getroffen, die Instacart für die nächsten fünf Jahre als exklusiven Partner für das Liefergeschäft von Whole Foods vorsehen. Instacart ist bisher nur in den USA verfügbar, deswegen beschränkt sich die Exklusivität nur auf Amerika. In England arbeitet Whole Foods mit dem Startup Shutl zusammen. Instacart bietet einen Lieferservice für Lebensmittel an und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Supermarktketten. Bleibt abzuwarten, ob die anderen Kooperationspartner begeistert von dem Deal zwischen Whole Foods und Instacart sind. Unternehmen wie Target und Costco werden sicher nicht begeistert sein, dass Whole Foods Einsicht in deren Geschäfte mit Instacart hat. (via Recode)

Amazon liefert erstmals in Europa frische Lebensmittel

Amazon startet in Großbritannien einen Lieferdienst für frische Lebensmittel du Tiefkühlkost. Bisher bietet das Unternehmen diesen Service nur in den USA an. Ob Amazon Fresh auch demnächst in Deutschland starten wird, ist unbekannt. Amazon ergänzt mit dem Service sein Lieferangebot für Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Bisher wurden nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Haushaltswaren oder Pflegeprodukte über den Amazon Pantry Service verkauft. (via Reuters)

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