Lieferservice Favor schließt in einigen Städten

Der on-demand Lieferservice Favor hat angekündigt, dass der Service in fünf amerikanischen Städten eingestellt wird. Favor betreibt eine Plattform über die on-demand Transportdienste gebucht werden können. Ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgt das Unternehmen Postmates, das unter anderem von dem Deutschen Sebastian Lehmann gegründet wurde.

Der Lieferservice von Favor wird in den Städten Chicago, Philadelphia, Atlanta, Miami und Washington DC geschlossen. Vor der Ankündigung war das Unternehmen in 23 Städten aktiv, die Zahl hat sich jetzt auf 18 Städte reduziert.

Herausforderndes Geschäftsmodell

Es ist extrem schwierig, ein on-demand Lieferstartup mit sinnvollen Unit Economics aufzubauen. Nicht nur Favor hat damit zu kämpfen. Vor ein paar Monate hat Delivery Hero sein Tochterunternehmen Valk Fleet geschlossen, das sich auch ausschließlich auf on-demand Zustellungen fokussiert hat. Häufig gehören Restaurants ohne eigen Flotte zu den Kunden der Lieferdienste. Deren Nachfrage ist sehr dynamisch und ermögliche keine gleichmäßige Auslastung der Lieferservices. Hinzu kommt, dass der Wettbewerb im Feld der on-demand Lieferdienste hoch ist. Einige gut finanzierte Startups kämpfen um Markanteile und drücken die Preise. In Deutschland sind das unter anderem Deliveroo und Foodora.

Fokus auf Städte mit geringerer Einwohnerdichte

Favor will sich nun auf Märkte mit geringerer Einwohnerdichte fokussieren. Diese Städte verfügen über ein gesünderes Marktumfeld und das on-demand Lieferstartup kann dort effizienter wachsen. Das Unternehmen Hinzu kommt, dass in diesen Städten der Verkehr geringer ist und schneller Parkplätze gefunden werden können. Die Wartezeiten bei den Restaurants sind auch kürzer. Das führt dazu, dass die Kunden eine bessere Erfahrung mit dem Service machen und diesen gut bewerten und weiterempfehlen. Entscheidender Punkt ist auch, dass in diesen Städten der Wettbewerb geringer ist. Favor muss auch erst in diesen Städten beweisen, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Entscheidend hierfür sind die Auslastung und der Durchsatz an Aufträgen pro Fahrer.

Das Unternehmen will seinen Lieferservice in weiteren Städten mit geringer Einwohnerdichte starten und schließt auch nicht aus, dass der Service wieder in den Städten mit hoher Dichte eingeführt wird.

Didi Chuxing schließt seine 6.4 Milliarden € Runde, an der auch Apple beteiligt ist

Die größte Fahrdienst- und Taxi-App in China, Didi Chuxing hat bekanntgegeben, dass die letzte Finanzierungsrunde in Höhe von 7.3 Milliarden US$ (ca. 6.4 Milliarden Euro) abgeschlossen wurde. An der Runde haben sich unter anderem der Technologiekonzern Apple und die Versicherung China Life beteiligt. Das Unternehmen wird dabei mit mehr als 25 Milliarden US$ bewertet.

Neben den neuen Investoren haben auch die früheren Investoren Tencent, SoftBank und Alibaba weiter investiert. Die Investments von Apple und China Life wurden bereits vor ein paar Wochen in separaten Meldungen bekanntgegeben.

Apple unter den Investoren

Gerade das Investment von Apple hat für Aufmerksamkeit gesorgt. Didi Chuxing befindet sich in China in einem Wettstreit mit dem amerikanischen Fahrdienst Uber. Uber hat kurz nach dem Apple Investment in den Ridehailing-Dienst ein Investment in Höhe von 3.5 Milliarden US$ durch den Staatsfond aus Saudi-Arabien veröffentlicht.

Beide Unternehmen verfügen aktuelle über mehrere Milliarden US$ auf dem Konto, mit denen der Preiskampf der beiden Unternehmen finanziert wird. Didi Chuxing ist in China unangefochtener Marktführer auf dem Markt der Taxi- und Fahrdienst-Apps. In den letzten Wochen kamen auch Gerüchte darüber auf, dass sich Uber und Didi zusammenschließen wollen. Beide Unternehmen haben diese Vermutungen zurückgewiesen.

14 Mio. Fahrten am Tag

Nach Recherche des China Internet Network Information Center kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von 82.2 Prozent. Es haben sich bereits 300 Mio. Nutzer und 15 Mio. Fahrer registriert. Pro Tag werden 14 Mio. Fahrten absolviert.

Uber will innerhalb kürzester Zeit um Marktführer in China aufsteigen. Vor ein paar Wochen hat ein Uber Manager prognostiziert, dass Didi innerhalb von 12 Monaten überholt wird. Im März hat CEO Travis Kalanick prognostiziert, dass das China Geschäft innerhalb von zwei Jahren profitabel wird. Im Juli will das Unternehmen in 60 chinesischen Städten aktiv sein. Im Vergleich dazu, Didi kommt auf ein Vielfaches. Uber absolviert bereits 30 Mio. UberPool Fahrten in China pro Monat. Bei UberPool handelt es sich um den Mitfahrservice bei dem sich mehrere unabhängige Fahrgäste ein Fahrzeug teilen.

Bild: Marianna (bestimmte Rechte vorbehalten)

Rolls-Royce stellt autonomes Auto vor

Der Hersteller von Luxusautos Rolls-Royce hat eine Konzeptstudie von einem selbstfahrenden Auto vorgestellt. Der Prototyp hört auf den Namen Vision Next 100 und folg damit der Namensgebung aus dem BMW Mutterkonzern. BMW hat zum 100. Geburtstag ein Konzeptfahrzeug mit dem gleichen Namen präsentiert.

Kein Lenkrad und elektrischer Antrieb

Das Fahrzeug verfügt über kein Lenkrad und wird elektrisch angetrieben. Die Fahrgäste können platznehmen und aus den Seiden-Sesseln die Fahrt genießen und die Umwelt beobachten. Weitere technische Details über das Fahrzeug wurden nicht kommuniziert.

Die BMW Tochter Rolls-Royce konzentriert sich lieber darauf, die schönen und luxuriösen Vorzüge des selbstfahrenden Fahrzeugs zu beschreiben. Wie auch die bisherigen Modelle werden nur feinste Materialien für den Innenraum verwendet. Alles wird mit höchster Präzision in Handarbeit produziert.

Außergewöhnliche Formgebung

Die Form des Prototyps ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig und bricht mit bisherigen Konventionen. Auf den ersten Blick könnten man meinen, dass es sich dabei um einen Katamaran handelt. Die Vorderräder sind verkleidet und sind nicht in die Karosserie integriert. Die Fronthaube läuft schmal zu und wird von einem Kühlergrill dominiert. Das Konzeptfahrzeug verfügt über eine extrem lange Frontpartie. Die Frontpartie geht in einen Coupé-artigen Fahrgastraum über. Der Fahrgastraum ist fast vollständig aus Glas. Die Fahrgäste sollen über außergewöhnlich viel Beinfreiheit verfügen, da kein Fahrer notwendig ist und somit mehr Platz vorhanden sein wird. Da das selbstfahrende Auto über einen Elektroantrieb verfügt, kann der Platz, der normalerweise von dem 12-Zylinder-Motor ausgefüllt wird, als zusätzlicher Gepäckraum genutzt werden.

Virtueller Assistent übernimmt Steuerung

Die Fahrgäste teilen das Fahrtziel einer virtuellen Assistentin mit, die dann die Zielführung übernimmt. Die virtuelle Assistentin hört auf den Namen Eleanor und verfügt über ein gewisses Maß an künstlicher Intelligenz. So kann das Auto mit dem Terminkalender des Besitzers oder Fahrgastes verbunden werden. Das sorgt dafür, dass Eleanor an Termine erinnert und das Fahrzeug rechtzeitig automatisch vorgefahren wird.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis das Fahrzeug wirklich auf der Straße zu sehen sein wird. Vor dem Jahr 2040 wird damit nicht zu rechnen sein. Der BMW-Konzern versucht in der letzten Zeit mit Konzepten von selbstfahrenden Autos auf sich aufmerksam zu machen. Aktuelle Fahrzeugmodelle verfügen über überschaubare Features, die den Autos autonome Eigenschaften verleihen.

Bild: BWM Group (alle Rechte vorbehalten)

Was ist autonomes Fahren und was nicht

In der letzten Zeit wird viel über selbstfahrende Fahrzeuge und autonome Eigenschaften von Autos gesprochen. Dabei ist nicht immer eindeutig, ob es sich bei den neuen Funktionen der Fahrzeuge um Systeme für autonomes Fahren oder um Assistenzsysteme handelt.

In diesem Artikel geben wir einen kurzen Einblick, wie die SAE international autonome Eigenschaften von Fahrzeugen definiert. SAE steht für Society of Automotive Engineers, was mit Verband der Automobilindustrie übersetzt werden kann.

Von der SEA wurden sechs unterschiedliche Ebenen definiert, die Stufen zwischen „Keine Automatisierung“ und „Volle Automatisierung“ detaillierter beschreiben. Diese Standards sollen die Kommunikation zwischen politischen und entwickelnden Organisationen vereinfachen.

Level Name Beschreibung Lenken, Beschleunigen, Bremsen Überwachung des Verkehrs/des Umfelds Eingriff im Notfall System Fähigkeiten
Fahrer überwacht das Umfeld  
0 Keine Automatisierung Jeder Schritt wird von einem menschlichen Wesen durchgeführt. Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Nicht vorhanden
1 Assistenzsysteme Das Fahrzeug kann in definierten Situationen unterstützen, z.B. durch Lenk- und Bremseigenschaften. Die Person hinter dem Steuer ist aber weiterhin für das Fahren verantwortlich. Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Unterstützend in definierten Situationen
2 Teilweise Automation Das Fahrzeug kann in definierten Situationen Funktionen wie Lenken und Beschleunigen übernehmen. Der Fahrer ist weiterhin voll verantwortlich für das Fahren des Autos. Er reagiert auf die Umwelt und ist für die weiteren taktischen Maßnahmen verantwortlich. System Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Übernahme in definierten Situationen
Die verbauten Systeme überwachen das Umfeld automatisch    
3 Bedingte Automatisierung Das Fahrzeug steuert von selbst, kontrolliert die Geschwindigkeit von selbst und überwacht den Verkehr. Der Fahrer greift ein, wenn das System Unterstützung benötigt. System System Menschlicher Fahrer Übernahme in definierten Situationen
4 Hohe Automatisierung Das Fahrzeug übernimmt weitestgehend alle Funktionen und fährt auch weiter, wenn der Fahrer nicht auf Warnungen reagiert. System System System Übernahme in definierten Situationen
5 Volle Automatisierung Das Fahrzeug übernimmt alle Funktionen, die auch vom Fahrer durchgeführt werden können. Ein Fahrer ist nicht mehr notwendig. System System System Alle Situationen

Quelle: SAE international

Meisten Fahrzeuge auf Level 2

Die meisten Fahrzeuge, die in diesem Jahr mit autonomen Funktionen präsentiert wurden, sind auf Level 2 anzusiedeln. Diese Ebene beinhaltet Funktionen wie Spurhalteassistenten, Überwachung und Anpassung der Geschwindigkeit oder Lenkmanöver. Der Fahrer hat trotzdem noch die komplette Kontrolle über das Fahrzeug. Einige Fahrzeuge können auch auf Ebene 3 angesiedelt werden.

Automobilkonzerne wollen autonomes Fahren umsetzen

Ziel der Automobilkonzerne und Technologiekonzerne ist es ein voll automatisiertes Fahrzeug zu entwickeln. Das von Google präsentierte autonome Fahrzeug verfügt nicht mehr über ein Lenkrad oder Pedale. Für ein menschliches Wesen ist es nicht möglich, dieses Fahrzeug zu kontrollieren. Auch das Sartup Zoox entwickelt ein voll autonomes Fahrzeug.

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien, wie autonome Fahrzeuge entwickelt werden. Unternehmen wie Google und Zoox wollen ein Fahrzeug auf den Markt bringen, das von Anfang an voll autonom ist. Etablierte Automobilkonzerne beschreiten einen anderen Weg:  Sie fügen von Modellreihe zu Modellreihe immer weitere automatisierenden Eigenschaften hinzu, bis letztendlich ein voll autonomes Fahrzeug angeboten werden kann. Die Kombination aus beiden Wegen wird letztendlich dazu führen, dass wir in absehbarer Zeit nicht mehr selber hinter dem Steuer sitzen müssen.

Bild: Shelley the Autonomous (Self-Driving) Car von Joseph Thornton (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW investiert in Carpooling-App Scoop

Über den Venture-Arm BMW iVentures beteiligt sich der Automobilkonzern aus München an Scoop Technologies aus Kalifornien. Scoop bietet einen Smartphone-basierten Mitfahrservice an. Im Fokus stehen Unternehmen, die einen Carpooling Service für die eigenen Mitarbeiter anbieten wollen. In en letzten Wochen hat es eine Flut von Investments der Automobilkonzerne in Mobilitätsstartups gegeben. Die Autokonzerne scheinen den Anschluss nicht verpassen zu wollen. Es setzt sich auch vermehrt die Meinung durch, dass immer mehr Konsumenten auf ein eigenes Auto verzichten und auf alternative Mobilitätslösungen zurückgreifen.

Wettstreit unter Automobilherstellern

In den letzten Jahren haben die etablierten Konzerne eher abwartend und ratlos reagiert und wussten nicht so recht, wie sie auf die neuen Herausforderungen reagieren sollen. Jetzt ist eine Art Wettstreit um Beteiligungen entbrannt. Die meisten Konzerne haben in den letzten Jahren gute Umsätze erzielt und sich ein finanzielles Polster aufgebaut, das sie jetzt investieren können.

Scoop verknüpft über die Smartphone App Nutzer, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und auch in der gleichen Region arbeiten. Scoop andressiert vor allem Unternehmen, deshalb ist dir Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Mitfahrer im gleichen Unternehmen arbeiten. Diese Personen können über Scoop Fahrgemeinschaften bilden und so effizienter und kostengünstiger den Weg zwischen Arbeit und Zuhause zurücklegen. Ein ähnliches Konzept bietet das Deutsche Startup flinc an, an dem unter anderem der GM Konzern beteiligt ist.

BMW bereits an mehreren Startups beteiligt

BMW hat in den letzten Jahren schon öfters in Mobilitätsstartups investiert. Erst kürzlich wurde das Investment in RideCell bekannt. Zusammen mit Sixt wird der Carsharing Dienst DriveNow angeboten. Der Konzern ist auch dem Fahrdienst Summon beteiligt. Die App für öffentlichen Nahverkehr Moovit gehört neben der Park-App Zirx ebenfalls zum Portfolio.

Erst in den letzten Wochen haben sich Volkswagen an Gett und Toyota an Uber beteiligt. General Motors hat sich Anfang des Jahres an Lyft beteiligt, die Reste von Sidecar übernommen und die Marke Maven für alle Carsharing-Dienste ins Leben gerufen. Der Daimler Konzern hat die Taxi-App MyTaxi übernommen und ist an Blacklane beteiligt.

Bild: Scoop (alle Rechte vorbehalten)

Uber öffnet UberRUSH API für jeden Entwickler

Uber öffnet den UberRUSH Lieferservice per API für jeden Entwickler. Über die API kann der on-demand Lieferservice in jeden beliebigen Service integriert werden, der  auf eine Transportkomponente angewiesen ist.

Der same-day Lieferservice wird von Uber schon seit einiger Zeit entwickelt und das Unternehmen hat erheblich Zeit und Geld in die Entwicklung investiert. UberRUSH wurde zuerst in NewYork getestet und dann im Oktober 2015 offiziell gestartet. UberRUSH bietet einen same-day Lieferservice, die Lieferung erfolgt entweder über einen normalen Uber-Fahrer oder durch einen Fahrradkurier. Am Anfang war es ein normaler Kurierdienst, im Januar 2016 wurde dann eine API veröffentlicht, mittels derer ausgewählte Händler den Service in die App und Website integrieren konnten. Die API wurde jetzt für jeden Entwickler geöffnet, so dass der Transportservice in jede beliebige App integriert werden kann. Die Unternehmen, die den Service integrieren können auf einen verlässlichen Zustelldienst für die letzte Meile vertrauen und müssen sich nicht selber um den Transport mittels eigener Fahrer kümmern.

Uber kombiniert mit den selben Fahrern den Personentransport und die Auslieferung der Waren. Ein Uber Fahrer kann zum Beispiel ein Paket abholen und danach einen Passagier aufnehmen. Der Passagier wird dann zuerst an sein Ziel gebracht, danach wird das Paket zugestellt. Für die Uber-Fahrer erhöht sich so die Auslastung und auch der Umsatz.

UberRUSH konkurriert unter anderem mit dem Liefer-Startup Postmates. Das Unternehmen, das von einem Deutschen in San Francisco mitgegründet wurde, bietet auch eine technische Lösung, die direkt in die Apps und Webshops von Händlern integriert werden kann. Postmates hat sich am Anfang auf die Lieferungen von Restaurants konzentriert. Mittlerweile gehören auch einige Non-Food Unternehmen zu den Kunden von Postmates.

Erst in der letzten Woche wurde bekannt, dass Uber 3.5 Milliarden US$ an Finanzierung vom Staatsfond aus Saudi-Arabien erhalten hat. Damit hat das amerikanische Unternehmen genügend finanzielle Mitte, um UberRUSH entsprechend weiterzuentwickeln.

Bild: Uber.com (alle Rechte vorbehalten)

Uber und Lyft bieten Vorbuchungen für Fahrten an

Die on-demand Plattformen Uber und Lyft bieten in einigen Städten auch das Vorbuchen von Fahrten an. Bisher waren beide Unternehmen der Ansicht, dass keine Vorbuchungsoption notwendig ist, da rund um die Uhr genügend Fahrer verfügbar sind, um innerhalb von Minuten am Abholort zu sein.

Bei Uber ist das Feature bisher in Seattle und Washington verfügbar, die geplanten Fahrten können mit einem Vorlauf von bis zu 30 Tagen gebucht werden. Die neue Funktion soll in den nächsten Wochen weltweit ausgerollt werden, im Fokus stehen am Anfang Städte mit einem hohen Anteil an Geschäftsreisenden. Bei Lyft wird die Funktion diesen Sommer ausgerollt, die Kunden können eine Fahrt bis zu 24 Stunden im Voraus buchen. Bis zu 30 Minuten vor Fahrtantritt kann die Buchung bei Lyft kostenlos storniert werden, bei Uber bis zu 5 Minuten vor Ankunft des Fahrers.

Vorbuchen bis zu 30 Tage im Voraus

Das Vorbuchen der Fahrten schützt die Kunden nicht vor erhöhten Fahrpreisen, die durch Surge-Pricing zustande kommen können. Die App schickt 24 Stunden und 30 Minuten vor Abfahrt eine Erinnerung, diese Mitteilung beinhaltet auch die Info darüber, ob die Fahrt durch mögliches Surge-Pricing teurer wird. Zum Start ist die neue Funktion nur für Geschäftsreisende und Fahrten mit UberX verfügbar.

Uber und Lyft wildern mit der neuen Funktion in den Gefilden von Fahrdienstleistern wir Blacklane und MyDriver. Beide Unternehmen setzten ausschließlich auf gebuchte Fahrten, die hauptsächlich von Geschäftsreisenden in Anspruch genommen werden. Bisher war es das Ziel von Uber, dass das Netzwerk an Fahrern so umfassend ist um alle spontanen Fahranfragen unabhängig von Zeit und Ort im Geschäftsgebiet durchführen zu können. Diese Zuverlässigkeit würde eine Vorbuchungsoption überflüssig machen. Der Grund für die Kehrtwende von Uber sind die vielen Anfragen der Nutzer, die bisher immer ignoriert wurden. Bei Lyft dürfte es ein vergleichbarer Grund gewesen sein.

Uber bietet auch eine Garantie für die Ankunftszeit bei UberPool Fahrten an. Wenn der Fahrer nicht rechtzeitig ankommt, erhält der Nutzer eine Gutschrift von zwei Dollar für die nächste Fahrt.

Bild: Lyft von Spiros Vathis (bestimmte Rechte vorbehalten)

Bleiben Sie umweltfreundlich mit umweltfreundlichem Fahren

Heutzutage werden sich Fahrer zunehmend über die Bedrohungen der Kohlendioxidemissionen für die Umwelt bewusst. Abgase stellen dabei den Hauptverursacher für den Treibhauseffekt dar und sind schädlich für die Erdatmosphäre. In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie zahlreiche Initiativen ergriffen, um das Umweltbewusstsein zu stärken und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Tatsächlich kann jeder Autofahrer hier sehr leicht seinen Teil beitragen und dabei zugleich Geld sparen.

Kraftstoffsparende Fahrtechniken ermöglichen es den Kraftstoffverbrauch und die Kohlenstoffdioxid-Emissionen um bis zu 25 % zu reduzieren. Im Folgenden stellen wir Ihnen ein paar simple Richtlinien vor, mit denen Fahrer nicht nur umweltfreundlich bleiben, sondern auch deutlich mehr Geld einsparen, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen und den unnötigen Verschleiß ihrer Fahrzeuge verhindern.

Sanft beschleunigen

Umso stärker Fahrer beschleunigen, desto mehr Kraftstoff verbraucht das Fahrzeug. In der Stadt können sie Kraftsoff durch die sanfte und allmähliche Betätigung des Gaspedals sparen. Um die Kraftstoffeffizienz zu maximieren, sollten sich Autofahrer fünf Sekunden für die Beschleunigung ihres Fahrzeuges aus dem Stillstand auf bis zu 20 km/h nehmen. Experten sprechen dabei von der humorvollen Vorstellung eines rohen Eis unter dem Gaspedal und einer Tasse Kaffee auf dem Armaturenbrett. Autofahrer sollten dabei Acht geben, die Schale nicht zu zerbrechen und das Getränk nicht zu verschütten.

Halten Sie Ihre Geschwindigkeit konstant

Fahrer sollten konsequent sein. Ungewollte Tritte aufs Gaspedal und schnelle Beschleunigungen kommen ihren Treibstofftanks und Geldbeuteln teuer zu stehen.  Tests haben gezeigt, dass das Beschleunigen und Reduzieren der Geschwindigkeit alle 18 Sekunden zwischen 75 km/h und 85 km/h zu einer Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs von 20 % führen kann.

Fahren Sie vorausschauend

Autofahrer sollten lernen, Ihre Fahrmanöver vorausschauend zu planen, um  den Impuls ihrer Fahrzeuge aufrecht zu erhalten. Achten Sie vorausschauen auf den Straßenverlauf, Erkennen Sie Störungen im Voraus, überwachen Sie das Verhalten von Fußgängern und anderen Fahrzeugen und halten Sie einen angemessenen Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen –  diese Fahrtechniken ermöglichen es Fahrern, Ihre Geschwindigkeit so aufrecht wie möglich zu erhalten und unnötigen Treibstoffverbrauch sowie Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Vermeiden Sie hohe Geschwindigkeiten

Die meisten Autos, Lieferwagen, Geländewagen und Kleintransporter sind bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 80 km/h am kraftstoffeffizientesten. Oberhalb dieses optimalen Geschwindigkeitsbereichs verbrauchen Fahrzeuge deutlich mehr Kraftstoff, umso schneller Sie sich bewegen. Bei 120 km/h, verbraucht ein Fahrzeug ungefähr 20 % mehr Kraftstoff als bei 100 km/h. Auf einer 25 Kilometer langen Fahrt erspart diese Erhöhung der Geschwindigkeit – und des Treibstoffverbrauchs – gerade einmal zwei Minuten Reisezeit.

Bremsen Sie im Leerlauf

Meistens müssen Fahrer bremsen, um ihr Fahrzeug vollständig zum Stehen zu bringen. Trotzdem können durch frühestmögliche, vorausschauende Verlangsamungen die Geschwindigkeit verringert und Treibstoff sowie Geld gespart werden, indem Fahrer rechtzeitig den Fuß vom Gaspedal nehmen. Zudem trägt Bremsen im Leerlauf zur Verringerung des Verschleißes von Bremsen und Reifen bei, was Ersparnisse in der Wartung, Reparatur und für Dienstleistungen am Auto ersparen kann.

Denken Sie auch an die Reifen

Auch die Reifen spielen eine entscheidende Rolle in Sachen Treibstoffverbrauch und daher ist deren angemessene Wartung zu einem Schlüsselelement des umweltbewussten Fahrens geworden. Experten von ReifenDirekt.de betonen vor allem die Wichtigkeit des passenden Reifendrucks. Der Rollwiderstand falsch aufgepumpter Reifen ist größer und führt zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Reifen sollten entsprechend der Angaben des Fahrzeugherstellers aufgepumpt und mindestens einmal monatlich geprüft werden. Darüber hinaus kann der Gummi von Reifen, die älter als sechs Jahre sind, seine Elastizität verlieren und gefährliche poröse Luftlecks verursachen.

Bild: DTM Reifen von André Zehetbauer (bestimmte Rechte vorbehalten)

Walmart testet Zustellung mit Uber, Lyft und Deliv

Die amerikanische Supermarktketten Walmart und Sam’s Club testen in den meisten amerikanischen Bundesstaaten die Zustellung von Lebensmitteln auf der letzten Meile mit Fahr- und Lieferdienstleistern wie Uber, Lyft und Deliv. Bereits seit März testen die Unternehmen die Zustellung von Lebensmitteln und Haushaltsartikeln mit Deliv in Miami. Die Kunden können über die Website von Walmart bestellen und dann bei der Bezahlung die Zustellung mit einem der genannten Services auswählen. Dafür wird eine Liefergebühr zwischen 7 und 10 US$ fällig (ca. 6.00 – 8.70 Euro). Es könnten auch sein, dass Walmart die Liefergebühr subventioniert, um mehr Kunden für die Dienstleistung zu gewinnen.

Walmart startet langsam

Das Unternehmen will langsam starten. In Denver und Phoenix geh der Service diese Woche an den Start. In einer Stadt werden die Lieferungen mit Lyft ausgeliefert, in der anderen mit Uber. Die Uber und Lyft Fahrer sind nur für den Transport zuständig. Nach dem der Kunde über die Website seine Bestellung getätigt hat, werden alle Artikel von geschultem Walmart Personal eingesammelt, verpackt und bereitgestellt. Diese Mitarbeiter suchen die besten Zutaten aus und platzieren gefrorene, gekühlte und frische Artikel in einem extra dafür vorgesehenen Bereich im Lager.

Von Babyartikel bis Tiefkühlprodukte

Zur Auswahl stehen etwa 35.000 unterschiedliche Artikel aus allen Kategorien. Von Baby-Produkten, über Fleisch und gefrorenen Artikeln, bis hinzu Gesundheitsartikel kann alles bestellt werden. Bei der Bezahlung können die Kunden dann die Lieferoption inklusive Zeitfenster wählen. Bisher war es schon möglich, dass das Personal für die Kunden einkaufen gegangen ist und die Kunden die Bestellung dann an der Bordsteinkante entgegengenommen haben.

Manuelle Buchung von Uber, Lyft und Deliv

Walmart ist nicht über eine API an Lyft und Uber gebunden. Das Personal muss bei jeder Bestellung manuell ein Fahrzeug über die App bestellen. Dem Fahrer wird dann per Nachricht Bescheid gegeben, dass es sich um eine Lieferung handelt. Der Fahrer nimmt die vorbereitete Order mit und liefert sie beim Kunden ab. Sobald der Fahrer unterwegs ist, ruf ein Mitarbeiter von Walmart den Kunden an, um diesen zu informieren. Bei diesem Setup ist davon auszugehen, dass Walmart nicht mit vielen Bestellungen rechnet. Das Projekt ist mit den manuellen Prozessen nicht skalierbar. Sollte das Volumen vorhanden sein, sollte Walmart auf einen Dienstleister setzen, der eine Automatisierung erlaubt.

Walmart hat in der Vergangenheit bereits öfter mit Lieferprogrammen experimentiert, bisher aber nicht den durchschlagenden Erfolg verbuchen können. Deshalb wurde auch ein höherer Fokus auf die Abholungen der Einkäufe an der Bordsteinkante gelegt. Mit den Lieferdienstleistern wird nun ein neuer Versuch gestartet. Die Artikelpreise ändern sich nicht für die Kunden, sie sind bei Lieferung genau so teuer, wie bei einem Einkauf im Supermarkt.

In Deutschland sind Rewe und Tengelmann aktiv

Anfang des Jahres hat die Supermarktkette Whole Foods ein Investment in Instacart bekannt gegeben. Über Instacart sollen in Zukunft alle Lieferungen von Whole Foods abgewickelt werden. In Deutschland sind vor allem Tengelmann mit Bringmeister und Rewe mit seinem Lieferdienst aktiv. Rocket Internet ist mit seinem Instacart Klon ShopWings gescheitert.

Bild: Walmart von Mike Mozart / Flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Elektroauto-Infografik: Die nationalen Märkte im Vergleich

In den letzten Jahren hat der Verkauf von Elektrofahrzeugen in Deutschland gestockt. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 rund 1 Millionen Fahrzeuge mit Elektromotor auf die Straßen zu bringen, erscheint derzeit in weiter Ferne, was vermutlich nur zum Teil an der noch nicht ausgereiften Technik liegt.

Um den Verkauf anzukurbeln, zahlt der Staat und die Autoindustrie eine Prämie von bis zu 4.000 Euro. Beide Seiten gehen davon aus, dass sich so der Verkauf von Elektroautos ankurbeln lässt. Aktuell sind in Deutschland gerade einmal 55.000 Autos unterwegs – lediglich ein Bruchteil von dem, was von Regierung und Autobauern anvisiert wird. In anderen Ländern sieht es hingegen schon besser aus, wie die unten stehende Infografik zeigt.

Elektroauto-Infografik: Marktanteile und Infrastruktur

Mit der folgenden Elektroauto-Infografik können die Marktanteile und weitere Kennzahlen in unterschiedlichen Ländern verglichen werden. Unter anderem wir auf die Förderlandschaft und die Infrastruktur in den einzelnen Märkten eingegangen.

Bild: Smava (alle Rechte vorbehalten)