Peer-to-Peer Carsharing Anbieter Turo expandiert nach Europa

Das amerikanische Startup Turo, das einen privaten Carsharing Service anbietet, expandiert nach Europa. Mitte Dezember ist das Unternehmen mit seinem peer-to-peer Carsharing Dienst in Großbritannien gestartet.

Umbenennung in Turo

Turo ist ursprünglich unter dem Namen RelayRides in Boston gestartet, gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2009. Kurze Zeit später wurde der Sitz nach San Francisco verlegt. Insgesamt kommt das Netzwerk auf eine Finanzierung von 101 Mio. US$. Die Finanzierung kommt unter anderem von Google Ventures und Kleiner Perkins Caufield & Byers.

Auf der Plattform können Fahrzeugbesitzer ihre Autos einstellen und an Privatpersonen vermieten. Die Vermietung wird mit einer Ad-hoc Versicherung abgesichert.

Flächendeckend in den USA

Das Netzwerk ist seit 2012 flächendeckend in den USA aktiv, vor acht Monaten erfolgte die Expansion nach Kanada. Heute hat die Carsharing Plattform zwei Millionen Nutzer und es sind 111.000 Fahrzeuge in 4500 Städten gelistet. Vermieter erlösen im Durchschnitt um die 720 US Dollar pro Monat mit der Vermietung der Fahrzeuge. Bleibt die offenen Frage, welche Fahrzeuge und Nutzer für die Durchschnittsberechnung genutzt werden. Wenn für die Durchschnittsberechnung alle 111.000 Fahrzeuge verwendet wurden, dann würde das einem monatlichen Umsatz von ca. 100 Mio. US$ entsprechen. Das scheint sehr hoch gegriffen. Für die Nutzer sind die Kosten laut Turo um 35% niedriger, als bei einer herkömmlichen Autovermietung, wie Sixt oder Europcar.

Weitere Expansion geplant

Turo hat Großbritannien als ersten Markt in Europa gewählt, da die meisten internationalen Nutzer in den USA aus Großbritannien kommen. Außerdem suchen die Turo Nutzer häufig nach Fahrzeugen in Großbritannien. Beides kann dem Unternehmen bei dem Markteintritt helfen. In England will Turo mit lokalen Autovermietungen kooperieren, um von Anfang an eine umfassende Auswahl an Fahrzeugen anbieten zu können.

Model auch in Deutschland aber wenig beliebt

In Deutschland sind zeitgleich mit dem gleichen Geschäftsmodell gestartet. Zu den bekanntesten gehören Tamyca, Autonetzer oder Nachbarschaftsauto. Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben sich erst zusammengetan, später wurde das fusionierte Unternehmen vom dem französischen Anbieter Drivy übernommen. Im letzten Jahr ins Opel mit einer Plattform für privates Carsharing gestartet, im Dezember diesen Jahres folgte Daimler mit der Plattform Croove. Es ist nicht bekannt, wie viel ein Vermieter durchschnittlich in Deutschland erlöst. Es dürften aber weitaus weniger, als die 720 US$ bei Turo sein.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Honda will mit Waymo von Google zusammenarbeiten

Anfang des Monats hat Google angekündigt, dass die Aktivitäten rund um selbstfahrende Autos in die Tochtermarke Waymo ausgegliedert werden. Bei der Ankündigung wurden auch weitere Details über die Kooperation mit Fiat Chrysler bekanntgegeben. Fiat Chrysler ist der erste Autobauer, der die Technologie für autonome Autos von Google verbaut. Wie jetzt bekannt wurde, ist Fiat Chrysler nicht der einzige Autokonzern, der mit Waymo von Google zusammenarbeitet. Der japanische Autobauer Honda befindet sich in Gesprächen mit Waymo, um Honda Fahrzeuge mit den Komponenten für selbstfahrende Autos auszustatten. Fiat Chrysler und Google haben bereits im May ihre Kooperation bekanntgegeben.

In der Automobilindustrie zeichnen sich zur Zeit zwei Trends ab. Einige Automobilhersteller wie Ford und General Motors entwickeln die Technologien für selbstfahrende Autos intern und tragen auch die Kosten für die Entwicklung. General Motors hat auch bereits fast eine Milliarde für die Übernahme von Cruise ausgegeben. Eine andere Gruppe von Autokonzernen, darunter Fiat Chrylser, Honda oder BMW gehen Kooperationen mit Zulieferern und Technologieunternehmen ein, um sich die Kosten für die Entwicklung zu teilen.

Die Kooperationen dürften den Autokonzernen auch dabei helfen, die Innovationen rund um das autonome Fahren schneller zur Marktreife zu entwickeln. Google beschäftigt sich schon mit Hochdruck seit mehreren Jahren mit dem Thema voll-autonome Fahrzeuge und zählt zu einem der Anbieter mit dem besten Fachwissen. Durch die Kooperation erhalten die Konzerne einen Einblick in eine der besten Lösungen, die ständig weiterentwickelt wird.

Der japanische Automobilkonzern hat sich in der Vergangenheit schon mit der Entwicklung von Technologien für autonome Fahrzeuge beschäftigt und wird auch in Zukunft eigene Entwicklungsprojekte rund um das Thema vorantreiben. Im Jahr 2020 will der Konzern teilautonome Fahrzeuge auf den Markt bringen, bei denen aber immer noch ein Fahrer hinter dem Steuer sitzen muss.

Die Kooperation zwischen Honda und Waymo wird zunähst ähnlich aussehen, wie zwischen Fiat und Waymo. Honda wird Fahrzeuge zur Verfügung stellen, die mit der Software und Hardware von dem Google Unternehmen ausgestattet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werden Honda- und Waymo-Ingenieure und Experten enger zusammenarbeiten.

Honda hat sich zuletzt auch in den Bereich der Fahrdienste vorgewagt. Mit einem strategischen Investment hat sich der Automobilkonzern an der Mitfahrplattform Grab beteiligt. In einem ersten Schritt sollen Fahrer mit günstigen Angeboten für Motorräder und Autos versorgt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte Honda das Netzwerk von Grab auch für Aktivitäten rund um selbstfahrende Autos nutzen.

Bild: Honda (alle Rechte vorbehalten)

Honda investiert in Grab – der Fahrdienst in Südost-Asien

Immer mehr Automobilkonzerne beteiligen sich an Ridesharing und Fahrdienst-Plattformen. Der japanische Konzern Honda hat sich mit einem strategischen Investment an der Plattform Grab beteiligt. Die Investmentsumme von Honda in Grab is nicht bekannt. Das Unternehmen Grab ist der führende Fahrdienstvermittler in Südostasien.

Finanzierung von SoftBank

Grab hat zuletzt 750 Mio. US$ eigesammelt und wurde im September mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet. Die damalige Runde wurde von SoftBank angeführt. Das Investment von Honda ist eine Erweiterung der letzten Finanzierungsrunde. Zuvor hat sich schon das Unternehmen Tokyo Century mit einer unbekannten Summe an Grab beteiligt.

Honda Motorräder für GrabBike

Es ist noch unklar, wie Honda und Grab zusammenarbeiten werden. Es gibt auf jeden Fall mehrere Anknüpfungspunkte. Grab bietet zum Beispiel mit GrabBike einen Fahrservice mit Motorrädern an. Mit der Unterstützung von Honda kann dieser Service weiter ausgebaut werden, in dem vergünstigte Motorräder an Fahrer verkauft werden. Auch Honda und Grab müssen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen befassen, denn diese werden das jetzige Geschäftsmodell von beiden Unternehmen angreifen. Es könnte sein, dass beide Unternehmen auch bei diesem Thema zusammenarbeiten.

Fahrservice mit Motorrad in Asien

Grab will mit dem Service GrabBike im Wettbewerb mit Go-Jek aufholen. Go-Jek bietet einen Fahrservice mit Motorrädern in Indonesien an. In Städten wie Jakarta sind Motorräder ein beliebtes Verkehrsmittel. Mit Motorrädern kommt man schneller durch die verstopften Megametropolen mit schlechter Infrastruktur. Grab ist in 34 Städten in sechs Ländern aktiv. Die App soll mehr als 24 Millionen mal heruntergeladen worden sein. Der Fahrerpool soll mehr als 500.000 Fahrer und Chauffeure umfassen.

Autokonzerne beteiligen sich an Startups

Neben Honda beteiligen sich auch etliche andere Automobilkonzerne an innovativen Mobilitätsdienstleistern. Der Volkswagenkonzern hat sich mit einer hohen Summe an Gett beteiligt und kürzlich seine eigene Mobilitätsmarke Moia gestartet. Toyota kooperiert mit Uber und ist bei Getaround als Investor mit an Board. General Motors investierte in Lyft und hat Sidecar und Cruise geschluckt.  Das sind nur einige Beispiele mit denen etablierte Konzerne versuchen, sich für die Zukunft abzusichern.

Bild: Mike Mozart (bestimmte Rechte vorbehalten)

NuTonomy testet in Boston autonome Fahrzeuge

Das amerikanische Startup nuTonomy, das selbstfahrende Autos entwickelt, weitet sein Testprogramm aus. Bisher wurden die autonomen Taxis in Singapur getestet, jetzt kommt Boston hinzu. nuTonomy hat die Genehmigung erhalten, die Prototypen der autonomen Fahrzeuge in Boston zu testen.

Renault Zoe mit mehr Technik

Die Fahrzeuge von dem Startup, das eine Ausgründung der Elite-Universität MIT ist, sind modifizierte Renault Zoe Modelle. Die Fahrzeuge wurden mit Sensoren und Kameras ausgestattet, um autonom agieren zu können.

Wie auch in Singapur ist das Testgebiet eingeschränkt. In Boston werden die Fahrzeuge in einem Industriegebiet in South Boston getestet. Dort ist der Verkehr eingeschränkt und die Zahl der Fußgänger ist auch überschaubar. Auch in Singapur werden die Fahrzeuge nur in einem kleinen Gebiet getestet, das wenige Quadratkilometer groß ist.

Boston: Unterstützung von lokalen Behörden

Auch in Boston wird der Test von den Behörden unterstützt. Auf der einen Seite zeigt dies, dass Startups und Konzerne, die selbstfahrende Autos testen wollen, einen engen Kontakt zu den politischen Entscheidungsträgern haben müssen. Auf der anderen Seite sehen die lokalen Entscheidungsträger auch, dass autonome Fahrzeuge die Zukunft sein werden und dass es sinnvoll ist, sich frühzeitig zu positionieren, um den Trend nicht zu verschlafen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass so eine hohe Anzahl and Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn sich die neue Industrie positiv entwickelt.

nuTonomy wurde 2013 gegründet und ist in Boston angesiedelt. Bis Ende des Jahres sollen in Singapur ein Dutzend Autos unterwegs sein. Im kommenden Jahr soll eine Flotte vollautonomer Fahrzeuge etabliert werden. Im Moment sitzt noch ein Fahrer hinterm Steuer, um im Notfall eingreifen zu können. Ein Experte fährt auf der Rückbank mit und überwacht die operativen Systeme permanent.

Fähigkeiten weiterentwickeln

Mit dem Test in Boston sollen vorwiegend die Fähigkeiten der Fahrzeuge weiterentwickelt werden, um Markierung und Straßenschilder erkennen zu können. Die Software soll Außerdem für die Erkennung von Fahrradfahrern, Fußgängern und komplexen Situationen im urbanen Umfeld optimiert werden. Eine Kooperation wie in Singapur ist anscheinend nicht geplant. Dort arbeitet nuTonomy mit der Taxi-App Grab zusammen. Grab Nutzer können sich so ein autonomes Taxi buchen.

Bild: nuTonomy (alle Rechte vorbehalten)

Just Eat liefert erstmals Essen mit Lieferroboter aus

Die Lieferplattform für Essen Just Eat hat bekanntgegeben, dass das erste mal ein Gericht mit einem Lieferroboter zugestellt wurde. Seit Mitte des Jahres arbeitet Just Eat mit Starship Technologie aus Estland zusammen, um in einem Pilotprojekt die Zustellung mit Robotern zu erproben. Starship Technology wurde von den Skype Gründen gestartet und testet seine Roboter seit Ende 2015. In Deutschland arbeitet das Unternehmen mit Hermes und der Metro zusammen.

Nach ausführlichen Tests wurde in der letzten Woche die erste normale Bestellung mit einem autonomen Lieferroboter in London zugestellt. Das Restaurant lädt dabei die Bestellung in den Roboter und verriegelt die Klappe. Der Kunde erhält per SMS einen Code, der bei Ankunft eingegeben werden muss, um den Roboter zu öffnen. Just Eat ist mit Lieferheld oder Lieferando vergleichbar. Auf der Plattform werden Restaurants aus der näheren Umgebung aggregiert, bei denen der Nutzer über die Just Eat Plattform bestellen kann.

Im Stadtteil Greenwich hat das Unternehmen eine Genehmigung erhalten, um seine Roboter offiziell fahren zu lassen. Jeder Roboter wird noch von einer Begleitperson verfolgt, die das autonome Lieferfahrzeug überwacht und die Reaktionen der Passanten aufnimmt. Starship will seinen Test auf weitere Regionen in London ausweiten, sofern es die Genehmigung dafür bekommt. Eigentlich sollte der Test auch mit Pronto stattfinden, das Unternehmen musste aber frühzeitig aufgeben.

Die Anzahl der Lieferroboter ist sehr gering, im September waren davon nur 3-4 im Einsatz. Das bedeutet, dass eine geringe Anzahl an Lieferungen tatsächlich mit den Lieferfahrzeugen zugestellt werden, die Auswahl erfolgt per Zufallsprinzip. Bisher werden die Fahrzeuge noch in Handarbeit produziert und remote mit einer Art Playstation Konsole gesteuert. Die Kameras und Sensoren ermöglichen eine genaue Steuerung und außerdem dienen beide als Diebstahlschutz.

Auch in Deutschland würden Hermes und Metro gerne die Lieferroboter testen, bisher fehlt aber noch die Genehmigung für Hamburg und Düsseldorf. Die Testphase findet in einem Gebiet mit geringer Einwohnerdichte statt, um keinen Passanten zu gefährden und im einen effizienten Betrieb zu ermöglichen.

Bild: Starship Technologies (alle Rechte vorbehalten)

Fiat Chrysler kooperiert mit Amazon und will Autos online verkaufen

Der Automobilkonzern Fiat Chrysler und der E-Commerce Gigant Amazon haben sich zusammengetan, um über die Amazon Plattform in Italien Fahrzeuge zu online verkaufen. Die Online-Käufer erhalten einen Rabatt auf den Listenpreis und müssen für die Bestellung das Haus nicht verlassen. Bisher ist der Autokauf einer der wenigen verbleibenden Transaktionen, dine nicht im Internet, sondern persönlich beim Fachhändler abgewickelt wird.

Panda und Fiat 500 online kaufen

Vorerst werden nur Käufer in Italien die Möglichkeit haben, ein Fahrzeug online über Amazon zu bestellen. Das Angebot ist limitiert auf drei Modelle. Es stehen die Modelle Panda, Fiat 500 und 500 L zur Auswahl. Der Panda wurde mit ins Programm genommen, da es sich um das meistverkaufte Auto in Italien handelt. Der 500 und 500 L sind in der Auswahl, da Fiat mit beiden Fahrzeugen ein innovatives Image aufbauen möchte.

Nachdem der Käufer das Fahrzeug erworben hat, wir dieser von Amazon kontaktiert. Es wird ein Termin mit einem lokalen Händler vereinbart, um die Bestellung abzuschließen. Innerhalb von zwei Wochen nach Bestellung auf Amazon soll das Fahrzeug geliefert werden.

Bereitschaft für online Autokauf steigt

Eine Studie hat ergeben, dass sich in Italien 50% der Bevölkerung vorstellen können, ein Fahrzeug online zu kaufen. Die große Mehrheit von 97% will das Fahrzeug aber persönlich beim Händler abholen. Auch in Deutschland scheint die Bereitschaft für einen online Kauf eines Autos hoch zu sein. Eine aktuelle Studie hat ermittelt, dass die Mehrheit der Deutschen den Pkw-Kauf beim Autohändler mühsam findet und ihn lieber digital abwickeln würde. 64% der Teilnehmer können sich vorstellen, den Autokauf komplett oder teilweise im Internet abzuwickeln. 24% dagegen können sich nach eigenen Angaben nicht vorstellen, den Neuwagenkauf online zu tätigen. Die restlichen 12% waren nicht sicher.

Bild: Amazon.it Website Screenshot

Uber macht Verlust von 2 Milliarden USD im Jahr

Nach einer erneuten Betrachtung der Finanzdaten von Uber ergibt sich die Vermutung, dass der Ridesharing Service um die 2 Milliarden US$ im Jahr Verlust macht. Außerdem zahlen die Kunden im Schnitt nur 41% des Fahrpreises. Für die Betrachtung wurden drei Statements herangezogen, die nach unterschiedlichen Anlässen an die Öffentlichkeit gelangt sind. Im Geschäftsjahr, das im September 2015 geendet hat, hat Uber einen Verlust von 2 Milliarden US$ eingefahren. Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei 1.4 Milliarden US$.

Für ein Großteil der Summe dürften die Subventionen an die Fahrer ausschlaggebend sein. Im Wettbewerb mit den anderen Ridesharing Services, wie Lyft, Juno, Grab, Ola zahlt das Unternehmen aus Kalifornien gerne Sonderboni an die Fahrer, um sie zum Fahren zu überreden. Die anderen Wettbewerber nutzen diesen Mechanismus ebenfalls. Auch für Discounts auf Kunden Seite wird Uber einen Großteil der Summe ausgeben haben.

Mit Discounts überzeug Uber neue und bestehende Kunden. Auf Kundeseite will Uber die Wettbewerber unterbieten um mit geringen Fahrpreisen mehr Fahrten zu generieren. Im Schnitt haben die Uber-Nutzer nur 41% des Fahrpreises gezahlt, die verbleibenden 59% wurden von Uber zugesteuert.

Es ist fraglich, wie Uber ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen will. Mit dem jetzigen Geschäftsmodell und der Wettbewerbssituation wird das schwer möglich sein. Eine Chance für Uber liegt in der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Der Einsatz von autonomen Fahrzeugen für den Fahrdienst würde den größten Posten in der Bilanz minimieren. Im Moment sind die Fahrer der Plattform für einen Großteil der kosten verantwortlich. Uber geht auch davon aus, dass die anderen Wettbewerber nach der Zeit aufgeben und so eine Monopolstellung erreicht werden kann. Mit der Monopolstellung hätte Uber mehr Spielraum sowohl bei den Fahrpreisen als auch auf der Fahrerseite. Nach Blieben wird Uber die Kosten dann aber auch nicht drücken können,.

Auch Fahrdienste wie Lyft und Grab werden noch tiefrote Zahlen schreiben. Alle Unternehmen überleben nur, da sie hohe Finanzierungsrunden eingesammelt haben. Uber alleine hat mehr als 15 Milliarden US$ eingesammelt und wurde bei der letzten Runde mit rund 69 Milliarden US$ bewertet. Grab und Lyft werden ebenfalls mit Milliarden bewertet.

Bild: freestocks.org (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das ist der selbstfahrende Minivan Chrysler Pacifica von Waymo

In der letzten Woche hat Google verkündet, dass das Projekt rund um die Technologien für selbstfahrende Autos ausgegliedert wird. In dem Tochterunternehmen Waymo werden alle Aktivitäten rund um selbstfahrende Fahrzeuge angesiedelt. Gestern hat Waymo CEO John Krafcik weitere Details und Bilder über die 100 selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans veröffentlicht. Die Fahrzeuge sind mit der Technologie von Waymo ausgestattet, darunter leistungsfähige Rechner, Sensoren, Software und Telematik.

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Die Fahrzeuge werden zur Flotte der selbstfahrenden Autos von Waymo hinzugefügt. um weitere Testkilometer auf öffentlichen Straßen im kommenden Jahr zu sammeln. Mit den Chrysler Vans will das Unternehmen die Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen testen. Bisher wurden einige Minivans unter extremen Bedingungen auf einer Teststrecke getestet.

Bisher hat Google handelsübliche Fahrzeuge mit den Technologien nachträglich ausgestattet und damit bereits mehr als zwei Millionen Testkilometer abgespult. Bei den präsentierten Fahrzeugen sind die Komponenten in die Fahrzeugarchitektur integriert.

Vor etwa sechs Monaten haben Fiat Chrysler und Google angekündigt, dass beide Unternehmen gemeinsam an autonomen Fahrzeugen und den benötigten Technologien arbeiten. In enger Partnerschaft wurden diese 100 Fahrzeuge von gemeinsamen Teams in Michigan und Arizona entwickelt.

Als Basis für die autonomen Fahrzeuge wurden Chrysler Pacifica Minivans genutzt, die auch von jedem Kunden gekauft werden können. Von den Entwicklerteams wurden Veränderungen an der Fahrzeugelektronik, dem Antriebsstrang und and der Karosserie vorgenommen. Diese Änderungen waren notwendig, damit die Technologie von Waymo ideal verbaut werden kann. Das Ergebnis ist ein selbstfahrendes Auto, das in nur sechs Monaten entstanden ist und ein stimmiges und integrales Design aufweist.

In der letzten Woche wurde auch darüber berichtet, dass Waymo wohlmöglich mit teilautonomen Fiat Chrysler Fahrzeugen einen Ridesharng Dienst a la Uber oder Lyft starten könnte. Dieser Fahrservice könnte Anfang des kommenden Jahres starten. Für einen flächendeckenden Betrieb sind aber mehr als die 100 produzierten Fahrzeuge nötig.

Wie auch schon Apple hat sich Google von der Produktion eines kompletten eigenen Fahrzeugs verabschiedet. Vielmehr liegt der Fokus auf den benötigten Komponenten, die Fahrzeugproduktion wird erfahrenen Autokonzernen überlassen.

Bilder: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Toyota gründet Plattform für Mobilitätsdienstleistungen

Vor kurzem hat sich der japanische Automobilkonzern Toyota an der amerikanischen Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround beteiligt. In einer Meldung veröffentlicht Toyota jetzt den Plan für den Start einer Mobilitätsplattform, die mehrere Services verknüpfen soll. Es werden Flotten- und Servicebetreiber sowie  Versicherungen direkt mit eingebunden. Ein erstes Pilotprojekt soll 2017 mit dem US-Startup Getaround in San Francisco gestartet werden.

Die neue Plattform ergänzt und erweitert Geschäftsmodule wie Flottenmanagement-Systeme und Leasing-Programme speziell für die Anbieter von Mobilitätsdiensten. Der Betreiber kann einzelne oder alle Funktionen auswählen und nutzen. „Wir arbeiten als Anbieter einer Mobilitätsplattform mit verschiedenen Unternehmen und Dienstleistern zusammen, um unseren Kunden eine sicherere und komfortablere Fortbewegung zu ermöglichen“, erläutert Shigeki Tomoyama, Präsident der Connected Company von Toyota.

Ein Teil der neuen Plattform ist eine sogenannte Smart Key Box. Sie wird im Fahrzeug platziert und soll so den Autoschlüssel ersetzen. Die Smart Key Box ist in der Lage, via Bluetooth Low Energy Signalen mit Smartphones zu kommunizieren. In Verbindung mit autorisierten Smartphone Apps können die Fahrzeugtüren geöffnet und der Motor gestartet werden. Die Box soll sich ohne großen Aufwand integriere lassen und ist vor allem für privates Carsharing interessant. Car-Sharing-Anbieter müssen dadurch weder eine Abholstation für den Schlüssel betreiben noch Änderungen an der Motorsteuerung vornehmen.

Einen ersten Feldversuch startet Toyota gemeinsam mit dem US-amerikanischen Car-Sharing-Dienst Getaround, an dem der Konzern über ein strategisches Investment beteiligt ist. Beide Unternehmen wollen ab Januar 2017 die Vorzüge der neuen Schlüsselbox in der Metropolregion San Francisco testen. „Unser Ziel bei Getaround war schon immer, Car-Sharing immer und überall zu ermöglichen. Die Kombination unserer Erfahrung und Car-Sharing-Technologien mit den Toyota Mobilitätsdienstleistungen eröffnet Toyota Kunden und dem rasant wachsenden Car-Sharing-Markt neue Möglichkeiten“, erklärt Sam Zaid, Gründer und CEO von Getaround.

Eine Smart Key Box wird bereits von dem europäischen peer-to-peer Carsharing Anbieter Drivy angeboten, dort heißt das Angebot Drivy Open. Die von Daimler gestartete private Carsharing Plattform Croove verzichtet vorerst auf eine digitale Schlüsselbox. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diee auch dort verfügbar sein.

Bild: Toyota (alle Rechte vorbehalten)

ReachNow von BMW will Ridesharing Service anbieten

Anfang des Jahres is der Automobilkonzern BMW in Seattle mit einem Carsharind-Dienst gestartet. In den USA heißt das Carsharing-Angebot von BMW nicht DriveNow sondern  ReachNow. Jetzt wird deutlich, warum BMW einen Namen gewählt hat, der allgemeiner gehalten ist. In Seattle soll nun ein erster Test eines eigenen Ridesharing Diensters, wie Uber oder Lyft gestartet werden.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass das Unternehmen aus dem Hause BMW seinen Carsharing-Service auch in Brooklyn anbieten wird. Bisher war das Carsharing-Angebot nur in Seattle und Portland verfügbar. In Seattle sind mehr als 500 ReachNow Fahrzeuge auf der Straße, in allen drei amerikanischen Städten zusammen sind es mehr als 1000.

Schon beim Start von ReachNow hat BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer klargemacht, dass neben Carsharing auch weitaus mehr Dienstleistungen unter der Marke ReachNow angeboten werden sollen. Bald will das Unternehmen einen Mitfahrservice starten und Carsharing für Bürogebäude und Wohnblocks starten. Außerdem sollen Autobesitzer die Möglichkeit bekommen, ihr eigenes Privatfahrzeug über die Carsharing Plattform zu vermieten..

Laut ReachNow CEO Banfield macht das Unternehmen gute Fortschritte auf dem Weg zur Plattform für ganzheitliche Mobilität. Die Vision von Banfield ist, dass die Nutzer alle Mobilitätsdienstleistungen für selber fahren und gefahren werden unter einer Marke finden.

ReachNow wird seinen Mitfahrdienst im Dezember testen und dann im kommenden Jahr weiter ausrollen. Dafür stellt das Unternehmen einen Pool an Fahrern ein, die dann die vorhandene ReachNow Fahrzeuge nutzen, um den Fahrservice anbieten zu können. Die Fahrer können vorerst nur die 3er BMWs nutzen, die in der Flotte sind. Das Prinzip funktioniert dabei wie bei Lyft, Uber und den anderen Ridesharing-Diensten. Nutzer können bereits über die App die Temperatur im Fahrzeug bestimmen und dem Fahrer mitteilen, wenn sie nicht gestört werden möchten. Es sollen auch Fahrer und Beifahrer zusammengebracht werden, die sich bereits kennen, da sie schon öfters miteinander gefahren sind.

Technisch basiert die ReachNow App und die dazugehörigen Systeme auf den Entwicklungen von RideCell. RideCell entwickelt eine White Label Lösung für Carsharing und Ridesharing Dienste. An dem Unternehmen hat sich auch BMW als strategischer Investor beteiligt. Wie auch in Deutschland ist Car2Go aus dem Haus Daimler einer der größten Wettbewerber für das Mobilitätsangebot von BMW.

Bild: ReachNow (alle Rechte vorbehalten)