Wunder wächst, Uber mit Mopeds, Uber profitabel in USA

Heute gibt es 3 interessante Kurznachrichten aus dem Ridesharing-Bereich. Uber entdeckt den Fahrservice mit Motorrollern in Asien. Das US Geschäft des Ridesharing Giganten ist profitabel. Das deutsche Ridesharing Startup Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer.

Uber führt Ridesharing-Dienst mit Motorrollern ein

Vor einer Woche hat Uber den Ridesharing-Service uberMOTO in Bangkok eingeführt, nun erfolgt der Start in der indischen Stadt Bangalore. Bei uberMOTO werden die Nutzer mit einem Motorroller abgeholt und nicht mit einem Auto. Einen ähnlichen Service hat Uber bereits in Paris getestet, aber nach einiger Zeit wieder eingestellt. Der Service wird für 3 Rupien pro Kilometer angeboten, was etwa 0.03 € pro Kilometer entspricht. Die Mitfahrer können per Kreditkarte oder in bar bezahlten. Der Service wird vorerst nur tagsüber zwischen 7 Uhr morgen und 21 Uhr Abends angeboten. Uber will durch den günstigen Service weitere Kunden gewinnen und erhofft sich auch, dass die Kunden schneller ans Ziel kommen. In Städten wie Bangkok und Bangalore ist meistens kein Durchkommen möglich, da die Straßen auf Grund von Staus verstopft sind. Auch Uber-Konkurrent Ola hat einen ähnlichen Service gestartet, der sogar noch günstiger angeboten wird. In Bangkok ist Grab mit einem Moped-Service schon länger aktiv. (via WallStreetJournal)

Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer

Mittlerweile heißt der Service nur noch Wunder, der vor etwa zwei Jahren unter dem Namen Wundercar in Hamburg und Berlin gestartet ist. Nach dem die deutschen Behörden den Service verboten haben, konzentriert sich das Startup auf anderer Märkte in Osteuropa, Asien und Südamerika. Der Service wurde in Deutschland verboten, da das Angebot gegen das überholte Personenbeförderungsgesetz verstoßen hat. Für Wunder scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Alle 30 Sekunden wird eine Fahrt angefragt (ca. 20.000 Fahrten die Woche) und in diesem Jahr soll die Marke von einer Million vermittelter Fahrten geknackt werden. Im Moment ist das Unternehmen nur am Umsatz in den Osteuropäischen Standorten beteiligt. Dort wird die Zahlung über die App abgewickelt und Wunder behält eine Provision ein. In den Emerging Markets macht Wunder keinen Umsatz. Die Nutzer zahlen mit Bargeld und Ziel ist es, zu wachsen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen an einer Whitelabel-Lösung, die zum Beispiel Unternehmen einsetzten können, die für ihre Mitarbeiter eine eigenen Mitfahr-App bauen möchten. Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von Sixt und Blumberg Capital. (via Gründerszene)

Uber ist in den USA profitabel, verliert in China eine Milliarde US$ pro Jahr

Das Ridesharing-Startup Uber ist profitabel auf dem amerikanischen Markt. Das hat Uber CEO Travis Kalanick auf einer Veranstaltung in Kanada verkündet. In einigen der großen US Städte ist Uber schon seit geraumer Zeit profitabel, jetzt scheint es der Fall für das gesamte Land sein. Gleichzeitig verliert Uber aber mehr als eine Milliarde US$ in China. In China hat es Uber mit dem lokalen Wettbewerber Didi Kuaidi zu tun. Didi ist in keinem einzigen Markt profitabel, verfügt aber über eine Finanzierung in Milliardenhöhe. Didi Kuaidi kauft mit der eingesammelten Finanzierung Marktanteile durch subventionierte Fahrpreise. Uber muss in dem kostenintensiven Wettbewerb mithalten, wenn das Unternehmen Marktanteile gewinnen möchte. Deswegen beläuft sich der Verlust auf mehr als eine Milliarde US$. (via Techcrunch)

Bild: Mighty Travels (via flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)