Der Autokonzern BMW kann sich offensichtlich vorstellen, einen eigenen Mitfahrdienst für Europa zu starten.

BMW denkt über eigenen Mitfahrdienst für Europa nach

Der Autokonzern BMW kann sich offensichtlich vorstellen, einen eigenen Mitfahrdienst für Europa zu starten. Laut Spiegel-Online-Informationen will BMW so sein Mobilitätsangebot rund um den Carsharing Dienst DriveNow erweitern. BMW geht davon aus, dass Uber einen zweiten Anlauf startet, um in Europa erfolgreich zu sein. Das Unternehmen will bis dahin gewappnet sein, um Uber nicht den Markt überlassen zu müssen.

Wie der Service im Detail aussehen könnte, ist nicht bekannt. Der Konzern möchte durch den Mitfahrservice die Auslastung der DriveNow Carsharing Fahrzeuge erhöhen. DriveNow wird in einem Joint Venture mit dem Autovermieter Sixt betrieben. Die Carsharing Fahrzeuge sind bisher in Deutschland, USA, Dänemark, Schweden, Großbritannien und Österreich im Einsatz. Am Abend und in der Nacht sind die die Carsharing-Fahrzeuge häufig ungenutzt. In dieser Zeit könnten die Fahrzeuge von Fahrern genutzt werden, die Ridesharing-Dienste anbieten wollen.  Studenten und selbstständige Fahrer könnte sich ein DriveNow mieten, um damit Kunden von A nach B fahren. Vor allem in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag könnte das Angebot lukrativ sein.

Im letzten Jahr gab es bereits Gerüchte, dass BMW bei dem Hamburger Startup Wunder einsteigt. Wunder könnte für BMW der passende Partner sein, der die Software und die entsprechende IT-Infrastruktur für den Ridesharing Dienst entwickelt. Wunder wächst schnell in Osteuropäischen Städten und in Schwellenländern. Im letzten Jahr hat BMW nicht in Wunder investiert, dafür aber Konstantin Sixt. Ein alter Bekannter für BMW.

Immer mehr Autokonzerne investieren in alternative Mobilitätskonzepte. Der amerikanische Konzern GM hat sich mit 500 Mio. US$ am Ridesharing-Anbieter Lyft beteiligt. Daimler hat mytaxi übernommen und ist außerdem an Blacklane beteiligt. Ford weitert sein Carsharing Programm aus und experimentiert mit weiteren Mobilitätskonzepten.

Die Erfolgsgeschichte von Uber in Europa ist bisher durchwachsen. In Deutschland hat sich der Service aus den meisten Städten zurückgezogen und ist nur noch in München, Berlin und Frankfurt aktiv. In Frankreich und Großbritannien hat Uber mit Verboten für einzelne Angebote zu kämpfen.

Bild: BMW von Dushan Hanuska (bestimmte Rechte vorbehalten)