Evercar bietet eine flexible Lösung für Fahrer von Mitfarhplatformen

Evercar bietet eine flexible Lösung für Fahrer von Mitfarhplattformen

Das Startup Evercar betreibt eine Flotte an Carsharing Fahrzeugen, die von Fahrern für Ridesharing Dienste genutzt werden können. Es werden potentielle Fahrer angesprochen, die sich etwas dazuverdienen möchten oder ihren Lebensunterhalt mit einem Fahrerjob bei den Fahrdiensten oder on-demand Transport-Plattformen bestreiten wollen. Im Fokus stehen dabei Fahrer, die über kein eigenes Auto verfügen, ein Auto besitzen, das zu alt ist oder keinen finanziellen Spielraum haben, um sich ein Fahrzeug zu beschaffen. Einige Fahrer wollen die Verdienstmöglichkeiten auf den Plattformen erste testen, bevor sie sich ein Fahrzeug kaufen oder einen langfristigen Leasingvertrag abschließen.

Evercar betreibt eine Flotte an Fahrzeugen in Los Angeles, San Francisco und Oakland. Die Fahrzeuge sind mit den notwendigen Lizenzen ausgestattet und wurden von den Fahrdienst-Plattformen, wie Uber oder Lyft, genehmigt. Die Fahrer müssen sich bei Evercar bewerben und eine niedrige Registrierungsgebühr bezahlen. Das Startup unterstützt auch die Fahrer dabei, sich bei einem oder mehrere Fahrdienste anzumelden. Außerdem wird den Fahrern mitgeteilt, wie sie die Fahrzeuge nutzen können. Die Nutzer zahlen zwischen  5 und 8 US$ pro Stunde, die sie das Fahrzeug nutzen. Inklusive sind die Kosten für Benzin, Versicherung und Fahrzeugwartung. Das Unternehmen setzt auf Toyota Prius Fahrzeuge und demnächst sollen auch elektrische Nissan Leaf Modelle dazukommen.

Nach dem der Fahrer das Fahrzeug nicht mehr benötigt, wird es wieder abgestellt und ein andere Fahrer kann auf das Fahrzeug zugreifen und damit entweder als Fahrer für Fahrdienste unterwegs sein oder andere Dinge erledigen. Die Fahrzeuge sind stationsgebunden und müssen an der selben Station abgeholt und auch wieder zurück gebracht werden. In Los Angeles teilen sich etwa 1200 Nutzer eine Flotte von 100 Fahrzeugen, insgesamt wurden bereits mehr als 1.6 Mio. Kilometer zurückgelegt. Die Zahl der Fahrzeuge hat sich innerhalb der letzten vier Monate mehr als verdoppelt. Im nächsten Jahr sollen weitere 3000 Fahrzeuge hinzukommen.

Das Unternehmen verbindet also Carsharing mit Ridesharing. In der Vergangenheit hat sich BMW mit einer ähnlichen Idee geäußert. Die Carsharing Fahrzeuge aus dem DriveNow bzw. ReachNow Netzwerk sollen Fahrern zur Verfügung gestellt werden, um damit bei Ridesharing-Diensten Geld zu verdienen. Unklar ist dabei, ob BMW einen eigenen Mitfahrservice starten will, oder ob die Fahrer bei einem beliebigen Dienst aktiv sein können.

Die Mitfahrdienste wird die Initiative von Evercar freuen. Schließlich haben Plattformen wie Uber und Lyft einen enormen Bedarf an zusätzlichen Fahrern. Beide Plattformen haben ebenfalls einige Maßnahmen realisiert oder in der Planung, um potentielle Fahrer mit flexiblen und attraktiven Beschaffungsmodellen für Fahrzeuge zu versorgen.

Bild: Evercar (alle Rechte vorbehalten)