Caviar Lieferdienst sollte verkauft werden.

Square wolle Caviar an Uber oder GrubHub verkaufen

Das Payment-Unternehmen wollte Caviar, seinen Lieferdienst für Essen verkaufen, hat aber keinen Käufer gefunden, der einen angemessenen Preis zahlen wollte. Als mögliche Käufer sollen Uber, GrubHub und Yelp kontaktiert worden sein. Die Gespräche wurden gestartet, nachdem Square eine Anfragen von einem potentiellen Käufer erhalten hatte. Square hat einen Kaufpreis von 100 Mio. US$ aufgerufen, was keinen Käufer überzeuge konnte. Uber soll ein Angebot abgegeben haben, das als zu niedrig eingestuft wurde.

Square ist mit einem Mobile Point of Sale System bekannt geworden. Das mittlerweile börsennotierte Unternehmen hat als erstes Kartenleser auf den Markt gebracht, die mit dem Smartphone verbunden werden können, um Kartenzahlungen ohne teure Zusatzgeräte anbieten zu können. Zielgruppe sind kleine Cafés, Restaurants, Geschäfte oder auch Taxi-Fahrer.

Caviar arbeitet nicht profitabel

Die Verkaufsgespräche sollen schon 2015 gestartet sein und sich über das erste Quartal 2016 erstreckt haben. Wie andere Essenlieferservices auch, arbeitet Caviar noch nicht profitabel. Die Verluste werden aber nicht in den Quartalszahlen von Square veröffentlicht. In letzter Zeit wurde es für on-demand Lieferstartups schwieriger, Finanzierungen einzusammeln. Postmates hat länger benötigt, um die Finanzierung einzusammeln. DoorDash musste eine Finanzierung bei gleichbleibender Bewertung aufnehmen. Das belgische Startup Take Eat Easy gab auf, genau wie Pronto aus London oder TokTokTok aus Frankreich. Der Wettbewerb ist immens. Uber rollt sein Modell UberEATS in immer mehr Städten aus, Foodora und Deliveroo sind ebenfalls gut finanziert. Zuletzt ist Amazon mit einem Lieferdienst für Essen nach London expandiert.Von Amazon ist bekannt, dass das Unternehmen einen langen Atem hat.

Caviar 2014 erst übernommen

Square hat Caviar im August 2014 für 90 Mio. US$ in Aktien übernommen. Dadurch wollte Square den Markt für die Bezahlsysteme ankurbeln. Auf der anderen Seite wollt es auch seinen Restaurant-Kunden ermöglichen, den Umsatz durch den Lieferservice zu erhöhen. Das operative Geschäft von Caviar wurde in den letzten Monaten gekürzt, um Kosten zu sparen.

Bild: