Moia wird unter dem VW-Dach angesiedelt und soll alle Mobilitätsdienstleistungen des Konzerns bündeln.

Volkswagen startet Moia – die Marke für Mobilitätsdienstleistungen

Volkswagen hat auf dem Event TechCrunch Disrupt in London die weitere Konzernmarke Moia vorgestellt. Moia wird unter dem VW-Dach angesiedelt und soll alle Mobilitätsdienstleistungen des Konzerns bündeln. Die Unternehmensorganisation rund im die neue Marke soll als Startup mit der Finanzkraft und dem Knowhow des führenden Automobilkonzerns aufgebaut werden. Konkrete Projekte wurden noch nicht vorgestellt. Es ist aber davon auszugehen, dass unter dem Namen Moia Ridesharing Services, Shuttle Dienste und innovative Lösungen rund um autonomes Fahren angesiedelt werden.

Standort in Berlin und Hamburg

Moia soll sich darauf fokussieren, Verkehrsprobleme mittels neuartiger Transportdienstleistungen in den Städten zu lösen. Geleitet wird die neue Marke von Ole Harms. Außerdem ist Robert Henrich mit an Board, der von Daimler kommt und dort car2go und Moovel in leitender Position mit aufgebaut hat. Harms war zuvor beim Volkswagen Konzern direkt angestellt und hat sich dabei um die Bereiche New Business und Mobility Services gekümmert. Er bezeichnet die Mobilität als entscheidend, um die Städte am Leben zu erhalten. Um dazu beizutragen, wird Moia on-demand Shuttle Services anbieten. Dafür sollen elektrische Mini-Busse eingesetzt werden, die später an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden sollen.

Mobiliätsdienstleistugen für effizienteren Verkehr in Städten

Die neue VW Marke will die neuen Dienstleistungen wahrscheinliche an Partner auslagern. Unternehmen wie Gett oder andere Startups können dafür in Frage kommen, die neuen Mobilitätsdienstleistungen operative umzusetzen. Bei Gett ist Volkswagen vor ein paar Monaten mit einer Summe von 300 Mio. Euro eingestiegen. Gett hat während der TC Disrupt angekündigt, dass ein Carpooling Service mit dem Namen Gett Together gestartet wird, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Taxi oder Minibus teilen können. Das Konzept ist bereits von Uber und Lyft bekannt. Ziel von Moia ist auch die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltungen und Verkehrsbetrieben. Gemeinsam soll eine kostengünstige und effiziente Alternative zum öffentlichen Nahverkehr etabliert werden.

Moia: Genaue Ausrichtung unklar

Zusammengefasst hat Volkswagen seine neue Marke präsentiert, ohne wirklich konkret zu werden, wie der genaue Plan aussieht. Es ist nicht klar, welche Mobilitäts-Konzepte die neue Marke umsetzten soll und wie die Differenzierung zu bestehenden Akteuren auf dem Markt sein soll. Wird sich der Konzern an weiteren Startups beteiligen oder Kooperation eingehen. Wie viel Geld steht der 13. Konzernmarke für den Aufbau zur Verfügung?

Volkswagen startet spät in das Rennen um die Führungsposition bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen. Das Unternehmen aus Wolfsburg nutzt die Gelegenheit auch, um von den Problemen rund um den Dieselskandal abzulenken. Andere Automobilkonzerne sind schon weiter. General Motors ist Seit Anfang des Jahres bei Lyft mit an Board und BMW treibt in den USA mit ReachNow eine eigene Mobilitätsplattform voran. Alle Hersteller haben gemeinsame, dass sie den Vorsprung von Uber und andere Startups aufholen müssen.

Bild: Volkswagen (alle Rechte vorbehalten)