Der Autobauer BMW will im kommenden Jahr selbstfahrende Autos in München testen.

BMW will selbstfahrende Autos in München testen

Der Autobauer BMW will im kommenden Jahr selbstfahrende Autos in München testen. Die Münchner wollen damit zeigen, dass sie im Rennen um die Vorherrschaft bei selbstfahrenden Autos durchaus mitspielen wollen. Bisher haben sich vor allem Ridesharing Dienste, wie Uber und Startups wie nuTonomy öffentlichkeitswirksam präsentiert.

40 autonome Fahrzeuge in München

Am Anfang will BMW 40  selbstfahrende Autos in München platzieren, mit der Zeit soll die Flotte ausgebaut werden und das Pilotprojekt auf weitere Städte ausgeweitet werden. Ähnlich wie bei den Tests von Uber und nuTonomy wird ein geschulter Testfahrer immer mit an Board sein, um im Notfall eingreifen zu können.

Fahrdienste entwicklen selbstfahrende Autos

Die Entwicklungen und das schnelle Wachstum von on-demand Fahrdiensten, wie Uber oder Lyft haben den bayerischen Autokonzern dazu bewegt, auch im Bereich der selbstfahrenden Autos aktiv zu werden. Neueinsteiger haben die herkömmliche Automobilindustrie wachgerüttelt. In Zukunft wird der Trend immer mehr in Richtung Nutzung von Ridesharing und Fahrdiensten sein. Der Autoverkauf an Privatpersonen wird rückläufig sein und somit ist das Geschäftsmodell der etablierten Automobilkonzerne, wie BMW oder Daimler in Gefahr.

BMW bisher bei Carsharing aktiv

Bisher ist BMW vor allem im Carsharing Bereich aktiv. In Europa betreibt das Unternehmen mit Sixt das Carsharing Angebot DriveNow. In den den USA wird ein Carsharing unter dem Namen ReachNow angeboten. ReachNow hat angekündigt, demnächst auch Ridesharing Dienste anzubieten. BMW hat nicht verraten, unter welcher Marke die autonomen Fahrzeuge agieren sollen und ob sie für normale Nutzer zugänglich sein werden. Der Automobilkonzern sieht in einem Fahrdienst mit autonomen Fahrzeugen eine enormes Geschäftspotential. Ein BMW Manager sieht darin die Lizenz zum Gelddrucken.

Volkswagen startet Marke für Mobilitätsdienstleistugen

BMW ist nicht der einzige Hersteller, der aktiv wird. Der Volkswagenkonzern hat den Start der 13. Konzernmarke Moia angekündigt. Unter der neuen Marke sollen innovative Mobilitätsdienstleistungen angeboten werden. Daimler treibt mit myTaxi, Hailo und car2go seine eigene Strategie voran. Der amerikanische Konzern General Motors ist bei Lyft eingestiegen und hat das Unternehmen Sidecar übernommen.

Bild: Kevin Cabral (bestimmte Rechte vorbehalten)