Allygator Shuttle zieht es nach Bayern: Freyung Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV

Bisher hat das Unternehmen door2door in Berlin unter dem Namen Allygator Shuttle einen on-demand Shuttle Dienst angeboten. Mit diesem operativen Show Case wurde jetzt die Bayerische Stadt Freyung überzeugt. Die Kreisstadt unterzeichnet mit dem Berliner Unternehmen door2door eine Vereinbarung zur bundesweit ersten On-Demand-ÖPNV Lösung im ländlichen Raum.

Kleine Shuttle als ÖPNV Lösung im ländlichen Raum

Mitte September soll es mit dem Angebot losgehen. Die Einwohner der Kreisstadt können per App den Shuttle Service flexibel buchen. Über die angepasste White-Label App werden Start und Ziel eingegeben. Die Nutzer erhalten vorab die Information, wie viel die Fahrt kostet, die maximale Fahrzeit und wie lange es braucht bis der Shuttle sie abholen kommt. Danach kann man in der App verfolgen, wie sich das Fahrzeug zum Abholort nähert. Der Algorithmus berechnet im Hintergrund die optimalen Routen und verbindet die Fahrgäste, die in der gleichen Richtung unterwegs sind. Bei etwa 7.300 Einwohnern dürften die Überschneidungen eher gering sein. Ein Fahrplan wird für den Dienst nicht benötigt, da die Fahrten nach Nachfrage stattfinden.

Komfortables Angebot in Freyung zu geringeren Kosten

Die Stadt Freyug will mit dem neuen Service den öffentlichen Nahverkehr verbessern. „Wie an vielen Orten im ländlichen Raum kann der ÖPNV in Freyung die Bedürfnisse der Bürger aktuell nicht optimal bedienen“, betont Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich. Bisher ist vor allem eine flächendeckende Abdeckung mit den herkömmlichen Bussen nicht möglich. „Gemeinsam mit door2door schaffen wir jetzt ein digitales Angebot, mit dem die Menschen ganz einfach und sehr komfortabel von A nach B gelangen. Wir sind davon überzeugt, dass wir dadurch die Qualität der Mobilität enorm verbessern und gleichzeitig die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr reduzieren können.“

Immer mehr Städte starten Überlegungen, einen eigenen on-demand Dienst aufzubauen oder mit bestehenden Anbietern zu kooperieren. Die BVG plant einen intelligenten Shuttle Dienst in Berlin. In den USA und Kanada kooperieren mehrere Städten mit Uber oder Lyft, um so das Mobilitätsangebot der Städte ohne große Investitionen zu verbessern.

door2door Plattform als Grundlage

Grundlage für den neuen Service ist die Mobilitätsplattform von door2door. Damit können Unternehmen und Kommunen eigenständig neue intelligente Mobilitätsangebobte aufbauen und betreiben. Die neuen Dienste lassen sich in die bestehende Verkehrsinfrastruktur integrieren und durch laufende Datenanalyse  können sie laufend optimiert werden. Langfristig sollen vollautomatisierte Fahrzeuge als Shuttles zum Einsatz kommen.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Volvo und Audi setzen auf Android als Betriebssystem

Google geht den nächstem Schritt, indem zwei Automobilkonzerne davon überzeugt wurden, Android als Betriebssystem für kommende Fahrzeuge zu nutzen. Bisher konnte Android Auto als Zusatz zu den verbauten Systemen genutzt werden und es war immer ein Smartphone notwendig.

Google verankert Android in der Automobilindustrie

Für Google ist das ein großer Schritt, um sich in der Automobilindustrie zu verankern. Die beiden Hersteller Volvo und Audi werden eine zukünftige Version von Google Android Auto direkt als Betriebssystem einsetzen. Bei Erfolg werden bestimmt weitere Volkswagen Konzernmarken folgen. Bei Volvo soll die Integration in den kommenden zwei Jahren erledigt sein. Audi hat bisher nur einen Prototypen in München vorgestellt, ein Datum, ab wann Android Auto zum Einsatz kommen soll, steht nicht fest. Beider Hersteller werden sich durch den Einsatz regelmäßige Updates und ein flexibleres Setup erwarten.

Klimaanlage und co. über Android steuern

Die Infotainment Systeme der beiden Hersteller werden auf einer angepassten und individualisierten Version von Android 7.0 Nougat basieren. Das Google Betriebssystem wird das zentrale Touchscreen Display in der Mittelkonsole und die digitale Armaturentafel steuern. Darüber lassen sich die Entertainment Funktionen steuern, aber auch grundlegende Fahrzeugfunktionen. Zum Beispiel kann darüber die Klimaanlage geregelt werden oder die Fenster bedient und die Sitze verstellt werden. Sicherheitsrelevante Funktionen, wie Bremsen, werden von Google Auto nicht angefasst.
Das System soll weiterhin offen bleiben und das Einbinden von iPhones über CarPlay soll problemlos machbar sein. Laut Volvo ändert sich auch nichts an der Möglichkeit, weitere Geräte anderer Hersteller einzubinden.

Erst Entertainment, dann vollautomatisiertes Fahren

Für Google ist dieser Schritt sehr wichtig und dürfte dem ursprünglich geplanten Ziel für Google Auto entsprechen. Für den Konzern ist es äußerst wichtig, gute Kontakte mit Autoherstellern aufzubauen. Die Branche befindet sich in den nächsten Jahren im Wandel und Google will sich als starker Player für In-car Systeme etablieren und auch die Lösungen für autonome Fahrzeuge an die Konzerne verkaufen. Diese werden von der Google Tochter Waymo derzeit entwickelt und getestet. Die Projekte mit Volvo und Audi werden Google dabei helfen.

Bild: Volvo Cars (alle Rechte vorbehalten)

Uber wollte mit Tesla kooperieren – Tesla hat kein Interesse

Die beiden Unternehmen Uber und Tesla arbeiten an selbstfahrenden Autos, die zu großen Veränderungen in der Mobilitätslandschaft in den nächsten Jahren führen werden. Im letzten Jahr soll Uber CEO Travis Kalanick den Tesla CEO Elon Musk kontaktiert haben, um eine Kooperation für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen vorzuschlagen.

Diskussion zwischen Uber und Tesla nach einstieg von Apple bei Didi 

Die Diskussion wurde nach dem Einstieg von Apple bei dem chinesischen Uber Konkurrenten Didi Chuxing gestartet. Kalanick wollte Musk davon überzeugen, dass sich beide Unternemen zusammen schließen sollen, um gegen Apple zu bestehen. Apple soll auch an Technologien für vollautomatisierte Fahrzeuge arbeiten, die später in Fahrzeugen für die Didi Chuxing Plattform zum Einsatz kommen könnten.

Kein Interesse an Kooperation mit Uber 

Letztendlich hatte der Elektroautobauer  kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Uber. Musk soll Kalanick geraten haben, sich auf einen Bereich zu fokussieren. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Tesla langfristig als Konkurrent zu Uber sieht und einen eigenen Ride Hailing Dienst aufbauen möchte. In dem Masterplan 2.0, der letztes Jahr von Elon Musk präsentiert wurden, wird auch ein Carsharing bzw. Ridesharing Dienst mit autonomen Tesla Fahrzeugen geplant.

Autonome Fahrzeuge mit hoher Priorität bei Tesla und Uber

Tesla bietet seit längerem seine Fahrzeuge mit semi-autonomen Eigenschaften an und arbeitet intensiv an dem Thema. Dafür hat das Unternehmen auch schon viel Kritik einstecken müssen, da die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fahrzeugbauer räumt den Technologien rund um fahrerlose Autos eine hohe Priorität, da sie die in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Uber betreibt in mehreren Städten eigene Forschungsgruppen, um Entwicklungen rund um autonomes Fahren nach vorne zu bringen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Volvo und Daimler zusammen. Mit Volvo testest Uber die erste Version der autonomen Autos und Volvo investiert mehrere Millionen in das Entwicklungsprogramm von Uber. Daimler hat angekündigt, dass eine Kooperation mit Uber geschlossen

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Neues Startup von den StreetScooter Gründern: e.Go Elektroauto sagt Tesla den Kampf an

Ein Team rund um Prof. Dr. Schuh hat in Aachen ein weiteres Elektroauto entwickelt. Der e.Go ist ein kleines Elektroauto für den Alltag, das zu einem attraktiven Preis verkauft werden soll. In einem ähnlichen Setup ist bereits der StreetScooter entstanden, der von der Deutschen Post eingesetzt wird und demnächst auch an Partnerunternehmen verkauft werden soll.

Elektroauto zum Preis von 12.000 Euro

Der e.Go verfügt über ein schnittiges Design und soll zu einem günstigen Preis zu haben sein. Das Elektrofahrzeug soll für einen Preis von knapp 16.000 Euro zu haben sein. Seit ein paar Tagen kann das Fahrzeug vorbestellt werden, wie bei Tesla müssen 1.000 Euro Anzahlung hinterlegt werden. Durch die staatliche Förderung für Elektroautos in Höhe von 4.000 sinkt der Preis des e.Go auf 11.900 Euro.

e.Go mit Reichweite von bis zu 170 Kilometern

Das viersitzige Fahrzeug verfügt in der Grundausstattung über eine Reichweite von 130 Kilometern, eine Version mit erhöhter Batteriekapazität von 19.2 Kilowattstunden kommt auf eine Reichweite von 170 Kilometern. Damit eignet sich das Fahrzeug als Zweitwagen oder für Nutzer, die ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs sind. Das Fahrzeug ist für die Stadt ausgelegt, und für die meisten Pendler dürfte die Reichweite locker ausreichen.

Modernes Design für den e.Go

Von außen wirkt das Fahrzeug modern, im inneren einfach und schlicht. Das Unternehmen wird so weit es geht auf Teile von der Stange setzen, um die Entwicklungs- und Herstellkosten so gering wie möglich zu halten. Unter anderem liefert Bosch den Antriebsstrang und die Car-to-Cloud Lösung.

Weiteres Projekt nach StreetScooter

Das Vorgängerprojekt von e.Go, der StreetScooter war so erfolgreich, dass es von der Deutschen Post übernommen wurde. Der StreetScooter ist ein solides Elektroauto, das von der Post und DHL für die Auslieferung von Paketen und Briefen genutzt wird. Bisher wurde das Fahrzeug nur intern genutzt, letztens hat die Post aber angekündigt, dass etwa die Hälfte der Jahresproduktion an Partner verkauft werden soll.

Bild: e.Go (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Carpooling Dienst MatchRiderGo startet wieder

Im letzten Jahr hat das Unternehmen Match Rider bereits einen Mitfahrdienst in einer Pilotphase angeboten, der letztendlich aber pausiert wurde, um eine verbesserte Version zu entwickeln. Diese Pause ist jetzt vorbei, der Service MatchRiderGo geht an den Start.

Mitfahrgelegenheiten für Pendler

MatchRiderGo vermittelt Mitfahrgelegenheiten für Pendler auf Routen zwischen Stuttgart und Tübingen. Das Unternehmen setzt dabei auf festgelegte Punkte entlang der Strecke, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Fahrer und Mitfahrer finden sich über die MatchRiderGo App. Die Haltestellen wurden nach strategischen Gesichtspunkten ausgewählt, um für möglichst viele Menschen auf beliebten Pendlerstrecken gut erreichbar zu sein. Folglich entfallen oftmals lästige Absprachen über mögliche Treffpunkte. Außerdem werden die Fahrten im 10-Minuten-Takt angeboten, sodass Match Rider die für Pendler wichtige Zuverlässigkeit garantieren kann. Die GPS-Tracking-Funktion der App sorgt dafür, dass Mitfahrer sehen können, wo sich der Fahrer gerade befindet, wodurch mögliche Wartezeiten rechtzeitig erkannt und von nun an sinnvoll genutzt werden können.

Vermittlung und Bezahlung über die MatchRiderGO App

Mithilfe der App MatchRiderGO, die sowohl im Google Play Store für Android- als auch im AppStore für iOS-Geräte bereits erhältlich ist, können sich Mitfahrer eine Route und einen Match Point aussuchen, die Fahrt buchen und auch bezahlen. Der Kunde trägt einfach einmalig seine Bankverbindung ein. Der Rest wird automatisch abgewickelt – und zwar immer erst nachdem die Fahrt tatsächlich angetreten wurde. Im Anschluss können Mitfahrer mithilfe eines Rankingsystems die Fahrer bewerten. Stornieren ist ebenfalls problemlos möglich. Der Fahrgast erhält sein Geld zurück und für den Fahrer gibt es keinen Grund zur Ärgernis. Er erhält sein Geld nämlich unabhängig von der Anzahl der Mitfahrer.

Privatfahrer führen die Fahrten durch

Die Fahrer sind keine Angestellten von Match Rider, sondern Privatpersonen, die ohnehin täglich die angebotene Strecke fahren und sich die Fahrtkosten teilen wollen – ganz ohne Umwege. Somit sollen nicht nur fast leere Autos gefüllt, sondern auch Staus, Stress und die Umweltbelastung in Deutschlands Ballungszentren reduziert werden. Wer sich bislang im leeren Auto geärgert hat, kann jetzt als Match Rider Fahrer ohne nennenswerte Umwege seine übliche Pendelstrecke zu Geld machen.

Gefördert von Axel Springer Plug and Play Accelerator

MatchRiderGo wurde von dem Axel Springer Plug and Play Accelerator unterstützt und von InnoEnergy. Schon 2015 wurde der ShareBW-Preis gewonnen, der mit 36.000 Euro dotiert war. Zu den weiteren Förderern gehören das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaft.

Wunder und Waze mit ähnlichem Konzept

Zu den Wettbewerbern in Deutschland gehört die Carpooling Plattform flinc. In den USA und Asien sind weitere Unternehmen mit einem ähnlichen Konzept aktiv. Zu den bekanntesten gehören der Carpooling Service der Google Tochter Waze. Das Hamburger Unternehmen Wunder hat schon mehr als eine Millionen Fahrten in Asien absolviert.

Bild: Match Rider (alle Rechte vorbehalten)

Transport App Citymapper testet smarten Bus in London

Bisher hat Citymapper eine App für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, über den sich die schnellsten und besten Verbindungen von A nach B raussuchen lassen können. Nun wird in London das nächste Kapitel gestartet, es wir eine eigene intelligente Buslinie angeboten.

Citymapper Transport-App seit 2012 

Citymapper wurde bereits 2012 gegründet und hat eine Finanzierung von insgesamt mehr als 50 Mio. US$ eingesammelt. Die Transport-App kann in mehreren Städten weltweit genutzt werden. Unter anderem funktioniert sie in New York City, London, Boston und Berlin. In letzter Zeit hat es Gerüchte gegeben, wie sich die App weiterentwickelt. Einige Experten haben das Unternehmen als Übernahmekandidaten gesehen, andere gingen davon aus, dass eigene Mobility Services gestartet werden, um weiter zu wachsen. Diesen Schritt hat das Unternehmen jetzt angekündigt.

Busse auf festgelegten Routen

Die Busse fahren auf einer festgelegten Strecke und halten an definierten Haltestellen. Die Fahrgäste können an den Haltestellen beliebig ein und aussteigen. Die Fahrpläne der Busse sind selbstverständlich in der Citymapper App einsehbar und die Buslinie wird in die multimodale Routenplanung mit eingebunden. Die Busse verfügen über ein smartes Display, das den Fahrgästen zeigt, wo sie sich gerade befinden. Außerdem wurden die Busse leicht überarbeitet und bieten USB-Schnittstellen, an denen die Fahrgäste die Smartphones laden können. Citymapper hat auch Software für das Management der Fahrzeuge entwickelt. Die Fahrgäste werden über die Zahl der Passagiere informiert und können so sehen, wie voll der Bus ist.

ÖPNV kann effizienter gestaltet werden

In den letzten Jahren hat die App jede Menge Daten über das Mobiliätsverhalten der Nutzer gesammelt und ausgewertet. Dabei hat Citymapper realisiert, dass die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel effizienter gestaltet werden können, um Menschen schneller von A nach B bringen zu können. Da von öffentlicher Hand geplante Mobilitätsangebote lange in der Umsetzung brauchen, ist das Unternehmen selbst aktiv geworden. Langfristig will Citymapper mit Partnern bessere Buslinien etablieren, die mehr dem Mobilitätsverhalten der Fahrgäste entsprechen. Von Citymapper soll die Software und Technologie kommen, die Busse sollen von anderen Unternehmen betrieben werden.

Mit dem Pilotprojekt in London will das Unternehmen lernen. Schaut man in die Zukunft, kann man sich leicht ausmalen, wie die Effizienz des ÖPNV gesteigert werden kann, wenn jedes Fahrzeug mit Sensoren ausgestattet ist, um Daten über die Auslastung und das Nutzungsverhalten zu sammeln.

Bild: Citymapper (alle rechte vorbehalten)

eScooter Sharing Dienst Coup startet in Paris

Im vergangenen Sommer ist der Roller Sharing Dienst Coup in Berlin gestartet und bereits kurz darauf wurde angekündigt, dass eine weitere Stadt dazu kommen soll.  Demnächst ist es soweit, die Elektroroller werden auch in Paris verfügbar sein.

Roller in Paris sehr beliebt

Da in Paris der Autoverkehr noch viel dichter ist, als in Berlin, greifen jede Menge Stadtbewohner schon auf Roller zurück. Paris ist eine der verkehrsreichsten Städte Europas und gleichzeitig eine der Hauptstädte für Zweiräder, insbesondere Roller. Mit den Scootern schlängelt man sich schneller durch den Verkehr und kommt schneller ans Ziel, als mit Auto oder ÖPNV. Die stylischen Elektroroller aus Taiwan werden sich in Paris bestimmt einer hohen Beliebtheit erfreuen. Die 600 Roller von Coup bringen weitere Flexibilität in die Stadt.

Coup Scooter fahren mit Ökostrom

Die mit Ökostrom betriebenen Roller fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Sie werden in ausgewählten, zentrumsnahen Pariser Bezirken zu finden sein und können in Park-Zonen für Zweiräder innerhalb des Geschäftsgebiets von COUP abgestellt werden. Um das Laden der Batterien muss sich der Nutzer nicht kümmern.

Jeder, der im Besitz eines Führerscheins der Klasse B oder einer internationalen Fahrgenehmigung und über 21 Jahre alt ist, kann den Service nutzen. Mit der dazugehörigen App können COUP Kunden problemlos den nächstgelegenen eScooter finden, reservieren und direkt losfahren – ein Schlüssel ist nicht erforderlich.

Fahrten teurer als in Berlin

Paris ist damit die zweite europäische Großstadt, in welcher der eScooter-Sharingdienst als Alternative zu bestehenden Verkehrsmitteln genutzt werden kann. Die App wird im Juli in französischer Sprache für iOS und Android verfügbar sein. Das Preismodell in Paris ist wie in Berlin einfach und für die Nutzer gut kalkulierbar – abgerechnet wird in 30-Minuten-Schritten, sogenannten Rides. Für einen Ride berechnet COUP in Paris vier Euro, danach fällt für jede angefangene zehn Minuten-Einheit ein Euro an.

Gestartet ist die Bosch Tochter mit ca. 250 Gogoro Scootern in Berlin. In diesem Jahr wurden die Roller auf 1000 Fahrzeuge aufgestockt, gleichzeitig wurde das Betriebsgebiet aber auch erweitert. In Berlin gehört das Startup Emmy zu den Konkurrenten von Coup. In Paris ist Cityscoot mit 150 Rollern am Start.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Amazon arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Im Moment investiert der Amazon-Konzern enorme Summen, um ein eigenes Logistiknetzwerk für die Auslieferung auf der letzten Meile aufzubauen. Im Verborgenen denkt das Unternehmen aber schon weiter und hat ein Team aufgebaut, das sich mit der Entwicklung von Technologien für autonome Lieferfahrzeuge und entsprechenden Einsatzplänen beschäftigt.

Fokus auf Plänen für Einsatz bei Amazon

Im Moment soll der Fokus mehr auf der Entwicklung von Plänen liegen, wie autonome Fahrzeuge in der Logistikkette eingesetzt werden können. Diese besteht aus mehreren Bereichen, in denen der Einsatz von autonomen Fahrzeugen sinnvoll ist. Ein Bestandteil ist die Lieferung auf der letzten Meile. Für Amazon dürfte aber auch eine autonome Logistikkette zwischen den Lagern und Hubs interessant sein. Da der Konzern auch eigene Lager betreibt, wird der Einsatz von autonomen Transporttechnologien innerhalb eines Lagers auch von großem Interesse sein. Ob Amazon auch die Fertigung von selbstfahrenden Fahrzeugen plant, ist nicht bekannt. Sollten sich langfristig keine passenden Lieferanten finden lassen, könnte das E-Commerce Unternehmen auch in diesem Bereich aktiv werden.

Kosten- und Zeitersparnis als Priorität

Mit dem Einsatz von autonomen Logistikfahrzeugen in den unterschiedlichen Bereichen, könnte Amazon Kosten sparen und auch schneller liefern. Vor allem im Fernfrachtverkehr konnten sich enorme Zeiteinsparungen ergeben. Im Moment sind die Lkw Fahrer an Lenk- und Ruhezeiten gebunden, die bei einem fahrtlosen Lkw entfallen würden. Deshalb dürfte der Bereich für Amazon die höchste Priorität haben.

Autonomes Fahren auf Agenda von Technologiekonzerne und Automobilhersteller

Mehrere Technologiekonzerne und Automobilhersteller befassen sich ausführlich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Eisatz von autonomen Fahrzeugen für einen intelligente Shuttle Dienst und die Nutzung von autonomen Lkw wird dabei am häufigsten diskutiert. Die Google Tochter Waymo entwickelt zum Beispiel Hard- uns Software für autonome Fahrzeuge, die von bestehenden Automobilherstellern verbaut werden soll. Die Uber Tochter Otto hat es sich zum Ziel gesetzt, selbstfahrende Lkw zu entwickeln.

Bild: simone.brunozzi (bestimmte Rechte vorbehalten)

Liefer Startup Jinn holt sich weitere 10 Mio. Finanzierung

Das on-demand delivery Startup Jinn schließt eine weitere Finanzierungsrunde ab. Weitere 10 Mio. US$ fließen in das Unternehmen, das in London angesiedelt ist und in Großbritannien und Spanien operativ tätig ist. Insgesamt konnte Jinn bisher 20 Mio. US$ einsammeln. Die Summe stammt von einem Family Office und dem Investment-Vehicle der La Nevera Roja Gründern, die ihr Startup an Rocket Internet verkauft haben.

Jinn bietet on-demand Lieferservice

Das Unternehmen bietet einen 24/7 on-demand Lieferservice für Restaurants und lokale Geschäfte. So können Gerichte, Lebensmittel und andere Non-Food Produkte innerhalb kürzester Zeit zugestellt werden. Der Service ist ähnlich aufgebaut, wie Postmates oder Quiqup. Die Nutzer können einen in der App gelisteten Shops auswählen und sich die Lieferung von einem Jinn Fahrer liefern lassen. Alternativ kann auch ein Kurier zum Shoppen beauftragt werden. Der Fahrer geht dann in das kommunizierte Geschäft, kauft den gewünschten Artikel und liefert diesen aus.

Kampf um Fahrer in London

Der Lieferdienst Jinn arbeitet mit selbstständigen Fahrern zusammen und befinden sich dabei im Wettbewerb mit UberEats, Quiqup und anderen on-demand Startups. Seit dem Start im Jahr 2014 wurden bisher mehr als 1 Mio. Lieferungen zugestellt. Jinn sagt, dass es positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet, im kommenden Jahr soll das Unternehmen profitabel sein. Wahrscheinlich ist das Unternehmen nach Fahrerkosten profitabel, aber noch nicht nach Marketingkosten un Overhead Kosten.

Präsenz in London soll ausgebaut werden

Mit der weiteren Finanzierung soll das Geschäft in den bestehenden Märkten weiter ausgebaut werden. Der Wettbewerb zwischen den Lieferdiensten in London ist hart, da werden finanzielle Mittel benötigt, um Fahrer an den Dienst zu binden und um die Bekanntheit zu erhöhen. Jinn wird vorerst von der Expansion in andere Städte abstand nehmen, da der Aufbau einer Stadt hohe Investitionen vor allem auf Fahrerseite benötigen.

Der Aufbau eines profitablen on-demand Lieferdienstes ist eine herausfordernde Aufgabe. Alle Unternehmen kämpfen mit hohen Fahrerkosten. Mittbewerber Stuart wurde vor ein paar Monaten von der französischen Post übernommen. Delivery Hero hat seinen Lieferdienst Valk Fleet nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Bild: Jinn App (alle Rechte vorbehalten)