Den Waze Carpool Service gibt es demnächst in weiteren Städten.

Waze Carpool Mitfahrdienst expandiert in weitere Städte – Uber Konkurrenz von Google

Ursprünglich ist Waze als reine Navigations-App gestartet und wurde auf Grund des Erfolgs und der Technologie im Jahr 2013 von Google übernommen. Im vergangenen Jahr kam ein Mitfahrdienst zum Angebot des Unternehmens hinzu, der jetzt weiter ausgerollt wird. Die Waze Nutzer können sich über den Ridesharing-Dienst das Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeit oder nach hause teilen.

Waze als Mitfahrdienst für Pendler

Dabei positioniert sich Waze als Service, bei dem sich ausschließlich Fahrer und Fahrgäste das Auto teilen, die fast die identischen Wohn- und Arbeitsadressen haben. Anders also bei Uber oder Lyft stehen erstmal nicht die kommerziellen Interessen im Vordergrund. Die Fahrgäste zahlen maximum 35 ct. US$ pro Kilometer, was der maximalen Kilometerpauschale für Geschäftsreisen mit dem Auto in den USA entspricht. Die Fahrer können auch nur maximal zwei Fahrten am Tag absolvieren. Bei dem geringen möglichen Verdienst wird es sich für die Fahrer nicht lohnen, weitere Fahrten pro Tag durchzuführen.

Verknüpfung mit Waymo spannend

Google will mit dem Fahrservice direkte Erfahrungen im wachsenden Markt der Ridesharing Dienste sammeln. Es ist davon auszugehen, dass der Technologiekonzern in den nächsten Jahren einen eigenen kommerziellen Ride-Hailing Dienst aufbauen wird, der auf den autonomen Fahrzeugen von Waymo und dem Waze-Service basiert. Waymo ist ein Tochterunternehmen von Google, das die Aktivitäten rund um autonome Fahrzeuge des Konzerns bündelt. Google könnte mit Waze und Waymo einen Service aufbauen, der Uber und Lyft langfristig Konkurrenz macht.

Grundlage für kommerziellen Dienst von Google?

Netzwerke aus autonomen Fahrzeugen, auf die mit Smartphone Apps zugegriffen werden kann, gelten als Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Wenn Waze den Service weiter ausrollt und erfolgreich etablieren kann, ist es es für Google ein leichtes Unterfangen, die Plattform für einen kommerziellen on-demand Fahrservice zu nutzen, der auf autonomen Fahrzeugen basiert. Da die selbstfahrenden Autos ohne Fahrer auskommen, können erhebliche Kosten eingespart werden. Das führt zu geringeren Fahrpreisen für die Nutzer und folglich zu einer höheren Anzahl an Fahrten. Durch niedrige Fahrpreise, senkt die Hemmschwelle für den Verzicht auf den privaten Autobesitz. Bis Google den Carpooling-Service erfolgreich etabliert hat, ist noch viel mühevolle Aufbauarbeit möglich.

Mit Partnerschaften zum Erfolg

In einem ersten Schritt der Expansion erschließt der Fahrdienst von Waze weitere Gemeinden in der Bay Area in Kalifornien. Gleichzeitig werden Partnerschaften mit Organisation wie der Metropolitan Transportation Commission oder der University of California-San Francisco geschlossen, um das Verkehrsaufkommen und die Herausforderung der Parkplatzsuche zu minimieren. Diese Organisationen werden die Mitarbeiter dazu motivieren, Fahrgemeinschaften über das Waze-Angebot zu bilden um zwischen Arbeit und Zuhause zu pendeln. In den kommenden Monaten sollen weitere Städte in den USA und in Mittel- und Südamerika folgen.

Bild: Waze (alle Rechte vorbehalten)