Ein Mann testet privates Car Sharing Croove in Berlin.

Daimler startet privates Carsharing Croove auch in Berlin

Vor etwa vier Monaten hat Daimler in München einen Carsharing Dienst mit privaten Fahrzeugen mit dem Namen Croove gestartet. Nach einer erfolgreichen Pilotphase erfolgt jetzt der Start in Berlin. In den kommenden Monaten sollen sukzessive weitere deutsche Großstädte hinzugefügt werden.

Vermietung über Croove Website oder App

Die Fahrzeugbesitzer können über die App oder Website schnell und umkompliziert ihr Fahrzeug einstellen und so Interessenten zur Verfügung stellen. Die Mieter können ebenfalls per App oder Website ein Fahrzeug finden und anmieten. Die Plattform ist dabei offen für Fahrzeuge alle Hersteller und beschränkt sich nicht nur auf Mercedes Modelle.

Die Mieter finden durch das Angebot ein Fahrzeug direkt in ihrer Nähe, ohne einen definierte Verleihstation aufsuchen zu müssen. Die Vermieter können die Auslastung der Fahrzeuge erhöhen und somit Geld mit dem eigenen Pkw sparen. Denkbar ist auch, dass die Mercedes-Autohäuser an die Plattform angeschlossen werden, um den Fuhrpark an Vorführwagen auszulasten. Gleichzeitig lässt sich dadurch eventuell der ein oder andere Nutzer davon überzeugen, ein Fahrzeug zu kaufen.

Hol- und Bring Dienst gegen Aufpreis 

Die Fahrzeugübergabe findet entweder persönlich oder mit Hilfe eines kostenpflichtigen Hol- und Bring-Dienstes statt. Einen schlüssellosen Zugang will Croove in Zukunft ebenfalls möglich machen. Die bargeldlose Zahlung erfolgt über die App.

Wettbewerber tun sich bisher schwer

Croove befindet sich im Wettbewerb mit den herkömmlichen Autovermietern, wie Sixt und Europcar. Außerdem bieten Unternehmen wie Drivy, Tamyca oder CarUnity einen ähnlichen Service an. Drivy beschränkt sich im Vergleich zu Croove nicht nur auf Großstädte, sondern bietet den Service flächendeckend an. Bei Daimler ist das neue Peer-to-Peer Carsharing Angebot ein Projekt von CASE. Unter dem Begriff CASE wird die strategische Ausrichtung bei Mercedes-Benz Cars zusammengefasst, die die Zukunftsthemen „Vernetzung (Connected)“, „autonomes Fahren (Autonomous)“, „flexible Nutzung (Shared & Services)“ und „elektrische Antriebe (Electric)“ zu einer Einheit bündelt. Auf dem Weg zum Mobilitätsanbieter baut das Unternehmen sein Premium-Serviceangebot kontinuierlich weiter aus.

Bild: Croove (alle Rechte vorbehalten)