BOLT sammelt 3 Millionen Euro per Crowdfunding Kampagne für elektrischen Roller mit Touchscreen

BOLT sammelt 3 Millionen Euro per Crowdfunding Kampagne für elektrischen Roller mit Touchscreen

BOLT, der ‚Tesla auf zwei Rädern‘, hat heute seine überzeichnete (über 200%) Fundraising Kampagne geschlossen. Drei Millionen Euro wurden insgesamt auf der Crowdfunding Plattform Seedrs gesammelt. Das europäische Start-Up verfolgt die Mission, Benzin-fressende, umweltschädliche Roller dauerhaft von der Straße zu entfernen.

Das Fundraising, das mehr als 2.000 Investoren aus Großbritannien und den Niederlanden anlockte, ist Seedrs bislang erfolgreichste nicht-britische Kampagne geworden. Der Erlös aus dem Fundraising wird in erster Linie genutzt um den internetfähigen Elektroroller von BOLT, den sogenannten “AppScooter”, 2018 auf den Markt zu bringen. Die Mehrheit der Crowdfunding Investoren stammen aus Großbritannien, die Niederländer jedoch investierten im Durchschnitt mehr pro Person.

Weltweit wurden 2016, 134 Millionen Motorräder und Roller verkauft. Die Branchenumsätze beliefen sich auf 90 Milliarden US-Dollar. Dabei stellen Motorroller ernsthafte Umweltprobleme dar. Laut der University of Cambridge sind Scooter bis zu tausend Mal umweltschädlicher als ein kleiner Lieferwagen, und für 30% der weltweiten Verkehrsemissionen verantwortlich. Einige europäische Länder haben spezielle Maßnahmen ergriffen, bezüglich der umweltschädlichen Auswirkungen von Rollern. In Amsterdam werden beispielsweise 77% aller Roller einer neuen Gesetzgebung ab Januar 2018 unterliegen, da vor 2011 hergestellte Benzin-Roller auslaufen. Frankreich und Italien haben ebenso in einigen Städten an bestimmten Tagen oder Zeiten das Fahren von Benzin-Rollern verboten.

Deutschland hinkt in Puncto Umweltschutz an dieser Stelle hinterher. Roller und Mopeds sind hierzulande noch immer häufig mit einem sehr umweltschädlichen Zweitaktmotor unterwegs. Einzelne Städte wie Tübingen beispielsweise haben schon eine Abwrackprämie für alte Roller, im Gegenzug für den Kauf eines elektrischen Gefährts, getestet.

Das 2014, von Marijn Flipse and Bart Jacobsz Rosier,  gegründete niederländische Start-Up, will nächstes Jahr der Roller der Wahl für alle sein, die entweder ihren CO2 Ausstoß reduzieren wollen oder ihr Smartphone während der Fahrt nutzen möchten. BOLTs gelungene Fundraising Kampagne beschleunigt die Produktion, so dass das Mobility Start-Up seine Elektroroller 2018 auch in Deutschland auf den Markt bringen kann.

Bart Jacobsz Rosier, CEO und Co-founder von BOLT, sagt: „Es ist spannend, die große Unterstützung vom britischen Markt, zu sehen. Die Einnahmen von unserem letzten Fundraising ermöglichen uns, den AppScooter im nächsten Jahr in Produktion geben zu können. Unser Ziel ist es bis 2020 mehr als eine Viertel Millionen Roller an Kunden geliefert zu haben. Wir sind hocherfreut an der Spitze eines lukrativen Marktes, im Wert von über 30 Milliarden Pfund pro Jahr, zu sein.“

Edwin Berkhout, ein niederländischer Venture Kapitalist und Investor bei BOLT sagt: „ BOLTs Mobility Ansatz ist revolutionär, denn die Roller sind nicht nur elektrisch und sauber, sondern bieten neben reiner Mobilität auch digitale Innovationen. Der AppScooter ist der nächste Schritt, um die weltweiten Emissionen im Verkehr einzudämmen und zeigt zudem wie Rollerfahren in Wirklichkeit sein sollte.“

Bild und Text: Bolt (alle Rechte vorbehalten)