Autobauer Hyundai beteiligt sich an Mobilitätsplattform Grab - GetMobility.de

Ride-Sharing: Grab soll Geschäft von Uber Südostasien übernehmen

Laut einem Bericht von CNBC bahnt sich in Südostasien ein weiterer Deal für Uber an. Uber plant das lokale Geschäft an den Konkurrenten Grab abzugeben und soll im Gegenzug an Grab beteiligt werden. Hinter dem Deal wird der japanische Investor SoftBank stehen, der an Uber und Grab beteiligt ist und wenig Interesse an einem teueren Kampf um Marktanteile haben dürfte.

Abgabe des lokalen Geschäfts an Grab

CNBC beruft sich auf zwei unterschiedliche Quellen, die mit dem Thema vertraut sein sollen. Der Deal sieht vor, dass Uber sein Geschäft in Südostasien abgibt und dafür einen Anteil an Grab erhält. Bisher ist der Deal aber noch nicht abgeschlossen und kann immer noch abgeblasen werden. Grab ist der Marktführer bei Carpooling, Taxi und Ride-Hailing Diensten in Asien. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen bei Taxi-Diensten einen Marktanteil von 95%. Die Dienste werden in mehr als 100 Städten angeboten.

Dritter Deal nach China und Russland

Für Uber wäre es nach China und Russland der dritte Deal dieser Art. In China wurde das Geschäft an Didi abgegeben, dafür hat Uber 20% an Didi erhalten. In Russland wurde das Ride-Hailing Geschäft an Yandex abgegeben, im Gegenzug hat Uber 37% der Unternehmensanteile erhalten. Wird die Strategie weiter verfolgt, könnte der gleiche Schritt auch in Indien vollzogen werden. Dort liefert sich Uber mit dem lokalen Anbieter Ola einen Wettstreit. SoftBank hat in den letzten Jahren mehrere Milliarden Dollar in Ola investiert und wird großes Interesse daran haben, dass die Investments Profite abwerfen.

Verluste in den Griff bekommen

Uber könnte durch das Abtreten der Regionen mit starken lokalen Wettbewerbern die Kosten in den Griff bekommen. Im vergangenen Jahr sind 4.5 Milliarden Dollar Verlust angefallen, spätestens im kommenden Jahr will Uber an die Börse, bis dahin muss die Bilanz besser aussehen. SoftBank soll von Uber gefordert haben, dass sich der Ride-Sharing Anbieter auf Nordamerika und Europa fokussiert. Dort finanzieren die Japaner bisher keine lokalen Konkurrenten.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)