Vor Berlin und London bring ViaVan seine Ride-Sharing Dienst in Amsterdam an den Start.

Ride-Sharing: ViaVan startet in Amsterdam

ViaVan, das Joint-Venture zwischen dem amerikanischen Startup Via und Mercedes-Benz Vans bringt seinen Ride-Sharing Dienst nach Amsterdam. Damit wird das Unternehmen zum ersten Mal mit einem eigenen Angebot in Europa aktiv. In den kommenden Monaten sollen die Städte Berlin und London folgen.

Ride-Sharing zu attraktiven Preisen

Das Konzept hinter ViaVan ist mit dem von Anbietern wie door2door, UberPool oder ioki vergleichbar und funktioniert wie folgt. Der Kunde gibt Start und Zieladresse ein und erhält darauf basierend ein Fahrtangebot, inklusive Preisangabe und Anfahrtszeit. Wenn der Kunde das Angebot annimmt, kommt der Fahrtauftrag zustande. Der Fahrer holt den Kunden ab und bringt ihn zum Ziel, bezahlt wird bargeldlos über die App. Um die Effizienz des Systems zu erhöhen, wird mit virtuellen Haltestellen gearbeitet. Der Nutzer wird meist nicht direkt an der Haustür abgeholt, sondern an einem Punkt, der verkehrstechnisch günstiger liegt und paar Meter von der Haustür entfernt ist. Meist handelt es sich dabei um Straßenkreuzungen. Um attraktive Priese bieten zu können, werden mehrere Fahrgäste in einem Fahrzeug gepoolt, falls sie auf deiner ähnlichen Strecke unterwegs sind.

Flatrate in der Innenstadt

Interessant ist auch die Preisgestaltung. In einer Zone, die die Innenstadt abdeckt, werden die Fahrten zu einem Festpreis von 5 Euro angeboten. Während der Startphase wird der Preis auf 2 Euro pro Fahrt reduziert. ViaVan testet damit ein Preismodell, das im europäischen Raum noch wenig von Ride-Sharing Diensten erprobt wurde. Meist kommt ein Preismodell zum Einsatz, das auf Zeit und gefahrenen Kilometern basiert. Längere Strecken, die aus dem Innenstadtbereich raus gehen, werden bei ViaVan auch nach Distanz abgerechnet. Preislich liegt der Fahrdienst deutlich über dem ÖPNV,  eine Einzelfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln liegt bei 3 Euro. In Amsterdam ist der ÖPNV eigentlich gut ausgebaut, trotzdem scheint ViaVan davon überzeugt zu sein, dass der Dienst gut angenommen wird.

Joint Venture von Mercedes Benz und Via

ViaVan ist ein Joint-Venture von Via Transportation und Mercedes-Benz Vans, das im letzten Jahr an den Start gebracht wurde. Das Unternehmen will den in den USA erfolgreich eingeführten Ride-Sharing Dienst nach Europa bringen. In New York City werden jeden Monat 1.5 Mio. Fahrten absolviert, weltweit wurden bisher mehr als 30 Mio. Fahrten durchgeführt. In London wartet das Unternehmen auf die Genehmigung der TfL, der Prozess zieht sich seit mehreren Monaten hin. In Berlin will ViaVan das Angebot BerlKönig der BVG betreiben. Geplant ist ein Start im Frühjahr 2018. Ob es dabei bleibt, ist fraglich. Ein Blick auf die Stellenausschreibungen verrät, dass es schwierig zu sein scheint, ein passendes Team zu finden. Mittlerweile regt sich auch Widerstand gegen den Dienst aus mehrere Richtungen.

Bild: ViaVan