Tesla Semi im Einsatz zwischen Tesla Fabriken – Kundenliste wächst

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Der Tesla Semi Truck kann Lasten bis zu 35 Tonnen ziehen.

Tesla testet in den USA seinen Semi Truck im Lieferverkehr zwischen unterschiedlichen Firmenstandorten. Auf einem Bild, das Tesla Chef Elon Musk auf Instagram geteilt hat, sind zwei Trucks zu sehen, die Batteriepacks von der Gigafactory 1 in Nevada nach Fremont transportieren, dort schraubt Tesla die Fahrzeuge zusammen.

Die strecke beträgt etwa 400 Kilometer, was für die Trucks problemlos machbar sein sollte. Die Version mit dem kleineren Akku soll auf 480 km Reichweite kommen, die größere Version auf 800 km. Die Fahrten dürften dabei helfen, weitere Kunden anzuziehen und außerdem werde wertvoll Insights für die Entwicklung generiert.

Im vergangenen November hat Tesla seinen Elektro-LKW mit beeindruckenden Kennzahlen präsentiert. Der Akku der Zugmaschine soll für eine Reichweite von 800 Kilometern reichen, die  Beschleunigung auf 100 km/h soll in weniger als fünf Sekunden möglich sein, voll beladen bei in weniger als 20 Sekunden. Innovativ ist auch der Innenraum, mit einem mittig angeordnetem Fahrersitz und zwei großen Displays für die Bedienung des LKWs.

Auch wenn es noch ein paar Jahre dauern wird, bis der LKW auf der Straße zu sehen sein wird, konnte das amerikanische schon Bestellungen von einigen Unternehmen verzeichnen.

Viele Kunden, die den Tesla Elektro-LKW vorbestellt haben, kommen erwartungsgemäß aus den USA. Ein paar europäische Kunden sind aber auch dabei.

  • Walmart: Eine der ersten Bestellungen kam von der Kaufhaus-Kette Walmart. Walmart investiert viel in neue Technologien und will die Trucks für den Transport zwischen Lagern und Märkten nutzen. Insgesamt sollen 15 Tesla Semi getestet werden.
  • Pepsi: Der Produzent von Erfrischungsgetränken hat mit 100 Fahrzeugen eine der größten Reservierungen für den Elektro-LKW ausgelöst
  • Anheuser-Busch: Die Brauerei hat im Dezember 40 Semi Trucks reserviert.
  • Sysco: Der Lebensmittelproduzent, einer der größten weltweit, hat 50 Tesla Trucks Reserviert.
  • UPS: Der Paketdienst hat noch vor Pepsi die größte Order platziert. Insgesamt 125 Elektro-LKW sollen eingesetzt werden.
  • DHL: UPS Konkurrent DHL will erstmal weniger Fahrzeuge testen. Insgesamt wurden 10 Fahrzeuge reserviert, um damit Erfahrung zu sammeln.
  • Meijer: Die Supermarktkette aus den USA hat eine kleine Flotte von vier Zugmaschinen platziert.
  • Die Spedition Ryder hat sich ebenfalls für den Tesla LKW entschieden, gibt aber nicht bekannt, wie viele Fahrzeuge bestellt wurden.
  • Asko: Der norwegische Lebensmittel-Produzent hat insgesamt 10 Elektro-LKW bestellt. Norwegen ist bei der Elektromobilität enorm weit, deswegen ist es wenig verwunderlich, dass die Nachfrage für Elektro-LKWs hoch sein wird.
  • Fercam: Die Spedition aus Italien hat einen Elektro-LKW reserviert.
  • Loblaw: Die kanadische Supermarktkette hat 25 Zugmaschinen bestellt und angekündigtigt, alle LKWs bis 2030 durch Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu ersetzen.

Neben den genannten Unternehmen haben auch Flexport, J.B. Hunt, JK Moving, Girteka Logistics, Best Transportation und Mecca & Son Trucking bei Tesla reserviert. Viele Unternehmen nutzten die Möglichkeit, ihre Order publik zu machen, um die Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen eine Reservierung für den LKW getätigt haben, das aber nicht kommuniziert haben.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)