GoBee Bike Sharing zieht sich aus Europa zurück

GoBee Bike Sharing zieht sich aus Europa zurück

GoBee bietet bisher einen modernen Bike-Sharing Dienst an, so wie auch Ofo, Byke oder Mobike. Damit ist jetzt zumindest in Europa Schluss, der Dienst wird in den französischen Städten eingestellt. Als Grund dafür nennt das Unternehmen Vandalismus. Die starke Konkurrenz wird ihr übriges dazu beigetragen haben.

Vandalismus und Diebstahl als Grund

Der Bike Sharing Dienst in den acht europäischen Städten wie Paris, Turin, Brüssel, Lyon, Lille und Reims wird sofort eingestellt. In Hong Kong soll der Betrieb weitergehen. Immerhin bekommen die Nutzer die Kaution in Höhe von 15 Euro zurück, die sie bei der Anmeldung entrichten mussten. GoBike hat nach eigenen Aussagen mehr als 150.000 Nutzer in Europa akquiriert, die den Dienst mehrere Hunderttausend Mal genutzt haben. Die Flotte an ursprünglich 6500 Rädern hat sich innerhalb kurzer Zeit halbiert. 3200 Fahrräder wurden beschädigt oder waren auf Grund der geringen Qualität nicht mehr nutzbar, 1000 Räder wurden illegal auf abgesperrten Privatgrund abgestellt.

Das Unternehmen ist im Vergleich zu den Größen Ofo und Mobike mit moderaten finanziellen Mitteln ausgestattet. Ingesamt wurden 9 Mio. Dollar eingesammelt, die großen Konkurrenten konnten zusammen mehr als 2 Milliarden Dollar einsammeln. Bei der geringen Finanzierung ist es einleuchtend, dass sich das Unternehmen keine laufenden Reparaturen der Flotte leisten kann. Das Unternehmen konnte das Geschäftsmodell nicht skalieren.

Einfaches Prinzip, teure Operations

Das Prinzip hinter den Bike-Sharing Diensten ist einfach. Die betreibenden Unternehmen platzieren eine Flotte an Fahrrädern in den Zentren der Städte, die nach dem free-floating Prinzip gebucht werden können. Über eine einfach zu bedienende App können sich die Kunden in wenigen Minuten registrieren und den Dienst nutzen. Dazu muss nur die App geöffnet werden, ein auf dem Rad befindlicher QR-Code wird mit der Kamera gescannt und das Fahrrad wird entsperrt. Nach der Fahrt wird das Rad einfach abgesperrt, womit die Fahrt beendet und abgerechnet wird.

In Deutschland gilt Frankfurt als Hochburg der Bike-Sharing Startups. Unternehmen wie LimeBike, Byke, oder oBike haben ihre Flotten ausgerollt. Frankfurt ist ein ideales Pflaster für Bike-Sharing Startups, da die Fahrradinfrastruktur gut ausgebaut ist, die Wege kurz sind die Menschen mit dem Fahrrad schnell von A nach B kommen.

Bild: GoBee (alle Rechte vorbehalten)