Fahrdienst Plattformen: Lyft soll in den USA schneller wachsen als Uber - GetMobility.de

Fahrdienst Plattformen: Lyft soll in den USA schneller wachsen als Uber

Im abgelaufenen Jahr scheint sich Lyft, einer der großen Fahrdienst Plattformren für die USA und Kanada gut entwickelt zu haben. Dazu dürften auch die zahlreichen Skandale bei Konkurrent Uber beigetragen haben und die Expansion in neue Märkte in den USA und Kanada. Der Netto-Umsatz bei dem Ride-Sharing Dienst ist auf mehr als eine Milliarde Dollar geklettert und vor allem das vierte Quartal ist stark ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 168 Prozent in Q4 2017 gestiegen. Konkurrent Uber hat ein Wachstum von 61 Prozent vorweisen können.

Lyft nur in Nordamerika aktiv

Die beiden Zahlen lassen sich eigentlich schwer vergleichen, da Lyft nur in den USA aktiv ist und Uber seinen Dienst weltweit anbietet. Da von Uber nur die globalen Zahlen bekannt sind, ist schwer zu sagen, wie sich das US Geschäft nach den Rückschlägen im vergangenen Jahr entwickelt hat und was die Wachstumsmärkte für das Unternehmen sind.

Bei den Umsätzen liegt Konkurrent Uber meilenweit voraus, auch auf Grund der internationalen Präsenz. Lyft kommt auf einen Jahresumsatz von einer Milliarde Dollar, Uber hat im letzten Quartal  um die 2.2 Milliarden Dollar an netto Umsätzen eingefahren. Ein Großteil davon dürfte in den internationalen Märkten angefallen sein.

Beide Fahrdienst Plattformen noch nicht profitabel

Profitabel ist Lyft noch nicht in den USA. Das Unternehmen versucht seine Kosten in den Griff zu bekommen, in dem die Stellschrauben für Fahrer-Bonis und Kundengutscheine justiert werden. Die beiden großen Ride-Sharing Dienste geben jede Menge Geld aus, um Fahrer und Nutzer an den Dienst zu binden. Uber hat im letzten Quartal 2017 fast eine Milliarde für Gutscheine und Fahrer-Bonis ausgezahlt. Auch bei Lyft dürften die Ausgaben extrem hoch sein.

Im Jahr 2018 will Lyft weiter expandieren und wachsen. Ziel ist, dass mehr als 10 Millionen Fahrten pro Woche durchgeführt werden, bei sinkenden Kosten für Marketing und Fahrer. Anfang des Jahrs gab es auch Gerüchte, dass Lyft nach Berlin expandieren will, dazu hat sich das Unternehmen bisher noch nicht geäußert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)