Via Ride-Sharing als Ersatz für ÖPNV in amerikanischer Stadt - GetMobility.de

Via Ride-Sharing als Ersatz für ÖPNV in texanischer Stadt

In der amerikanischen Stadt Arlington wird der lokale Bus mit einer Ride-Sharing Lösung auf Basis der Via Plattform ersetzt. Die Partnerschaft zwischen Via und der Stadtverwaltung in der texanischen Stadt ist ein starkes Zeichen, dass sich Behörden und Städte auf neue Wege begeben, wenn es darum geht, attraktive Alternativen und Ergänzungen zum ÖPNV aufzubauen.

10 Kleinbusse für die Innenstadt

In Arlington werden 10 Kleinbusse eingesetzt, die hauptsächlich in der Innenstadt unterwegs sein werden. In der Stadt wohnen etwa 390.000 Menschen, ein kleiner Teil wir den Genuss des Service kommen. Die Preise sind mit den Entgelt für den ÖPNV vergleichbar. Der Fahrpreis liegt bei günstigen 3 US Dollar pro Fahrt, als Flatrate. Ein Wochenticket kann für 10 Dollar erworben werden.

Subvention durch die Stadt

Der Betrieb wird von der Stadt finanziell unterstützt, etwa 320.000 US Dollar fließen jährlich als Subventionen in den operativen Betrieb. Mit dem Betrag sollen anscheinend ein Drittel der Kosten gedeckt sein. Unbekannt ist, ob Via das Projekt auch subventionieren wird. Um mit dem Zuschuss der Stadt wirtschaftlich arbeiten zu können, müssten mindestens 600 Fahrgäste pro Tag transportiert werden, etwa 60 pro Fahrzeug und Tag.

Die 10 Mercedes-Benz Fahrzeuge sind nicht rund um die Tür unterwegs, sondern vorwiegend in den Zeiten zwischen 6 und 21 Uhr. Die Wartezeit soll bei maximal 10 bis 12 Minuten liegen. Uber und Lyft sind in der Stadt noch nicht aktiv. Für die Stadt stehen bei dem neuen System auch Kostenersparnisse im Vordergrund. Das bisherige System, das auf Linienbussen basierte, soll deutlich teurere gewesen sein.

Mehrere Städte experimentieren mit ÖPNV Alternativen

Arlington ist nicht die erste Stadt in den USA, die Ride-Sharing Dienste anstatt den herkömmlichen ÖPNV Angeboten unterstützt. Mehrere Städte subventionieren zum Beispiel Uber Fahrten, um teure Investitionen zu vermeiden.

Auch hierzulande wäre es ein attraktives Szenario, wenn sich die Städte und Gemeinden für Ride-Sharing Dienst als flexibel und finanzierbare Alternative entscheiden würden.

Bild: City of Arlington (alle Rechte vorbehalten)