Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Lyft testet in den USA ein monatliches Abo für Ride-Sharing

Die Ride-Sharing Plattform Lyft testet in den USA ein Abo-Modell, das vor allem regelmäßige Nutzer ansprechen soll. Die Tests können als Zeichen gewertet werden, dass sich Lyft gerne mit einem Monatsticket positionieren möchte, um Nutzer an sich zu binden. Das Prinzip von Monatstickets wird bisher stark im ÖPNV angewendet, aber noch nicht dauerhaft  bei den Ride-Sharing Anbietern. Lyft hat jetzt sein Angebot ausgebaut.

Preise abhängig von Nutzungsvolumen

Der Preis für das Abo scheint je nach Nutzer zu variieren. Die von Lyft per A/B-Test ausgespielten Angebote reichen von 199 Dollar für 30 Fahrten, bis hin zu 399 Dollar für 60 Fahrten im Monat. Bei den ausgespielten Angeboten sind Fahrten bis zu einem Fahrpreis von 15 Dollar inbegriffen. Wie Fahrten abgerechnet, die mehr als 15 Dollar kosten, wird nicht ganz klar.

Für Lyft CEO Logan Green sind die Abo-Modelle ein entscheidender Bestandteil der zukünftigen Ausrichtung. Die Angebote dürften dabei helfen, die Nutzer an Lyft zu binden und auch dazu bewegen, das eigene Auto stehen zu lassen.

Mehrere Tests bereits in den USA

Lyft und Uber haben schon häufiger Monatstickets getestet. Lyft hat Ende 2016 ein Abo für den Ride-Pooling Dienst Lyft Line getestet. Damals mussten die Nutzer 20 – 29 US Dollar zahlen und konnten Lyft Line vergünstigt oder umsonst nutzen. Uber hat im Sommer 2016 ein Monatsticket in New York getestet, das sogar günstiger war, als die Nutzung des ÖPNVs. Das Angebot wird auch dabei geholfen haben, die Fahrzeuge im Sommerloch zu füllen.

Der All Access Pass von Lyft geht definitiv in die richtige Richtung. Der Preis von mehreren hundert Dollar scheint erstmal hoch, dürfte aber dennoch unter den Kosten für ein eigenes Fahrzeug liegen. Die Kosten für ein eigenes Fahrzeug sind meistens nicht transparent und Fahrzeugbesitzer nehmen sie häufig einfach hin. Rechnet man Wertverlust, Verschleiß, Sprit, Versicherung, Parken uns sonstige Ausgaben zusammen, ergeben sich monatliche Kosten, die höher liegen dürften, als die Preise von dem Lyft-Abo.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)