Fahrdienst Plattformen: Lyft soll in den USA schneller wachsen als Uber - GetMobility.de

Neuer ÖPNV: Weitere amerikanische Stadt arbeitet mit Mobilitätsdiensten zusammen

Die Stadt Monrovia in Kalifornien strukturiert die öffentlichen Transportdienste neu. Das neue Programm in Monrovia heißt Go Monrovia. Bisher wurden ein Rufbus mit einer Summe von 1 Mio. Dollar pro Jahr unterstützt. Demnächst werden auch Lyft Fahrten subventioniert und Fahrräder können über die Bike-Sharing Plattform von LimeBike für einen Dollar geliehen werden.

Lyft-Fahrten werden subventioniert

Die Lyft-Fahrten kosten dank der Subventionen nur noch 0.50 US Dollar pro Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets von Go Monrovia. Die Nutzer müssen zuvor einmalig einen Gutscheincode in der App eingeben, um die Subventionen zu aktivieren. LimeBike bietet eine free-floating BikeSharing Plattform an. Das Unternehmen ist auch in Frankfurt aktiv und wird demnächst in Berlin starten. Fahrten mit LimeBike kosten 1 Dollar pro 30 Minuten. Erstaunlich ist, dass die Bike-Sharing Alternative teurer ist als der Fahrdienst. Die Frage ist, ob so viele Bewohner von Monrovia auf die Fahrräder zurückgreifen, wenn der Preis doppelt so hoch ist, wie eine Fahrt mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Ziel: komfortabel und preisgünstig von A nach B

Die Stadt, die sich am Rand von Los Angeles befindet, möchte mit der Erweiterung ein Transportsystem schaffen, mit dem Bewohner und Touristen komfortabel und preisgünstig von A nach B kommen. Mittelfristig soll durch ein besseres Transportsystem auch der Fahrzeugbestand reduziert werden und das Parkplatzproblem gelindert werden.

Mehr Städte mit Alternative zu ÖPNV

Monrovia ist nicht die erste Stadt in den USA, die auf neue Mobilitätsdienste als Alternativen zum klassischen ÖPNV setzt. Erst kürzlich hat die texanische Stadt Arlington einige Buslinien in der Innenstadt abgeschafft und durch einen on-demand Ride-Pooling Dienst mit Kleinbussen auf Basis der Technologie von Via ersetzt. Eine Stadt in New Jersey subventioniert Uber-Fahrten zum Bahnhof, anstatt einen neuen Parkplatz für Pendler zu bauen. Die Stadt Innisfil in Kanada hat im letzen Jahr Uber als Alternative zum bisherigen ÖPNV eingeführt und spart seitdem 8 Mio. US Dollar pro Jahr.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)