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Mobility Roaming statt eigene Expansion: Lösung für Ride-Sharing Plattformen von Splyt

Lokal führende Ride-Sharing Plattformen suchen meistens ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Möglichkeit, um in andere Länder und Märkte zu expandieren. So kann den Kunden eine bessere und globale User Experience gegeben werden und neue Wachstumsmärkte können erschlossen werden. Neben der Expansion auf eigene Faust, können Ride-Sharing Plattformen auch durch Mobility Roaming Partnerschaften expandieren. Das Startup Splyt entwickelt dafür eine technische Lösung.

Was ist Mobility Roaming?

Die meisten Leser werden Roaming im Zusammenhang mit Mobilfunk kennen. Laut Wikipedia “bezeichnet der Begriff Roaming (englisch für „herumwandern“, „streunen“ oder „herumstreifen“) die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Die Bezeichnung ist synonym mit der Handynutzung im Ausland, wo das eigene Heimnetzwerk nicht zur Verfügung steht.”

Ähnliches bietet Splyt für Mobility Service Provider. Die technische Lösung des Startups befähigt Nutzer einer Ride-Sharing Plattform, mit der bekannten App in einem anderen Ridesharing Netzwerk als seinem Heimnetzwerk Fahrten zu buchen und zu bezahlen.

Vorteile für die Partner Unternehmen

Splyt bietet eine technische Lösung, an die mehrere Ride-Sharing Plattformen und Mobility Anbieter angedockt sind. Der Vorteil für die teilnehmenden Plattformen ist, dass nur eine Partnerschaft mit Splyt gepflegt werden muss, um global präsent zu sein und nicht mit jeder einzelnen anderen Plattform. Das spart allen Beteiligten Zeit und Aufwand, vor allem bei der technischen Entwicklung und bei dem operativen Prozessen.

Durch das Mobility Roaming können die Nutzer einer lokalen Ride-Sharing App global einen Fahrservice buchen, ohne die bekannte App zu verlassen. So verringert sich das Risiko, dass ein Nutzer zu einem Wettbewerber wechselt.

Vorteile für die Nutzer 

Die Nutzer können durch die Roaming Lösung in einer fremden Stadt den aus der Heimat bekannten e-Hailing Dienst nutzen. Das ist vor allem komfortable, wenn man in eine Stadt mit Sprachbarrieren und komplexen Verkehrssystem reist. Es kann einfach die App genutzt werden, die man schon gewöhnt ist. Der Download von Apps und die Registrierung bei lokalen Anbietern entfällt. Die Splyt API ermöglicht auch, dass vor der Buchung der geschätzte Fahrpreis in der Währung aus dem Heimatland angezeigt wird.

Splyt baut im Moment ein Netzwerk aus e-Hailing Partnern auf. Die langfristige Vision geht dahin, dass auch andere Mobility Anbieter, wie Bike- oder Car Sharing Plattformen und Reiseanbieter mit eingebunden werden.

An dem Konzept interessiert ist auch die Ride-Sharing Plattformen. Didi Chuxing aus China. Didi ist zwar kein Kunde von Splyt, will aber den eigenen Nutzern die Buchung von Fahrten in Japan ermöglichen. Mit der Didi App können Fahrer des lokalen Anbieters Daiichi Koutsu gebucht und bezahlt werden. Seit Anfang des Jahres arbeiten auch Careem, Taxi Verts oder Wappa mit der Lösung von Splyt.

Update, 30.11.2017: Artikel wurde dahingehend berichtigt, dass die aktuellen Partnerschaften angegeben wurden.

Bild: Splyt (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Startups auf der TechCrunch Disrupt Berlin

In der kommenden Woche wird in der Event Location Arena Berlin das Tech-Event Disrupt Berlin 2017 stattfinden, organisiert von dem Technologie- und Startup-Magazin TechCrunch. Während der beiden Tage stehen auch Mobility Startups in Fokus. Welche Vorträge mit Mobility Focus interessant sein könnten und welche Mobilitätsstartups vertreten sind, ist hier zusammengefasst.

Vorträge und Diskussionen mit Mobility Startups

Gleich am Montag den 4. Dezember gibt MOIA Chef Ole Harms einen Einblick in die Fortschritte des VW-Unternehmens. Harms gibt Einblicke, was Volkswagen im letzten Jahr über Mobility Services gelernt hat, wie sich das Unternehmen im letzten Jahr entwickelt hat und was in Zukunft zu erwarten ist. Anscheinend soll auch eine erste Version des Fahrzeugs vorgestellt werden, das extra für den geplanten Shuttle Dienst entwickelt wurde.

Am Nachmittag beteiligt sich BlaBlaCar Gründer Frédéric Mazzella an einer Diskussion über die Entwicklung von Startup Investments in Paris vs. London. BlaBlaCar ist noch immer eins der am besten finanzierten französischen Startups und eines der europäischen Top-Unternehmen im Mobility Bereich.

Am zweiten Tag ist die Agenda mit Vorträgen und Diskussionen mit anderen Themen gespickt. Gegen Ende der Veranstaltung geben die Gründer von Parrot, Sky Futures und Uavia einen Einblick, wie Drohnen für kommerzielle Zwecke genutzt werden können.

Eine vollständige Agenda kann hier eingesehen werden.

Mobility Startups präsentieren sich auf der Startup Alley

Bisher sind auf der Startup Alley Website drei Startups aus dem Mobility Bereich gelistet, die ihre Produkte und Services präsentieren:

Chargery: Das Berliner Startup bietet einen mobilen Ladeservice für Anbieter von Elektroflotten.  Mit Batterie-Blocks ausgestattete Fahrradkuriere fahren nach einer on-damand Buchung zum Elektrofahrzeug ohne genügend Ladung und laden es auf. Carsharing Plattformen dürfte der Dienst interessieren.

SKART: SKART ist ein Motorrad mit Elektroantrieb. Eine Besonderheit des E-Motorrads ist der Rahmen. Eine Konstruktion, die fast ohne Verformen und Schweißen auskommt, ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Produktion.

Stark Mobility: Das Startup präsentiert ein Skateboard mit Elektroantrieb, das ohne Fernbedienung auskommen soll. Um das Produkt zu finanzieren, läuft auf Indigogo eine Crowdfunding Kampagne.

Bild: TechCrunch (alle Rechte vorbehalten)

Digitalisierung und autonomes Fahren: Daimler eröffnet neues Forschungszentrum

Der Automobilkonzern Daimler erweitert sein Forschungsnetzwerk um eine Mercedes-Benz Research & Development Center in Tel Aviv. Dort will sich der Konzern mit den tiefgreifenden technologischen Herausforderungen befassen, die Digitalisierung, autonomes Fahren, Sicherheit und Konnektivität mit sich bringen.

Digitalisierung: Schneller Innovationen identifizieren

Daimler hofft so, Innovationen und Kundenwünsche schneller identifizieren und implementieren zu können. Entwicklungsschwerpunkt des neuen Forschungszentrums werden Mobilitätsdienste und digitale Angebote für die Fahrzeuge sein. Dafür ist Israel ein geeignetes Pflaster, denn die Gründerszene vor Ort gilt als Hot Spot für Technologien, die den Mobilitätsbereich umkrempeln. Unter anderem sind die Dienste Waze und Via in Israel entstanden. Auch das Unternehmen Mobileye komm aus Israel.

Neue Mobilitätsdienstleistungen aus Tel Aviv

Ab 2018 werden rund 25 Fachleute für Daimler im neuen Digital Hub Tel Aviv an der Entwicklung von neuen Mobilitätsdienstleistungen arbeiten. Die Startup-Nation Israel gilt als einer der größten Talentpools der Welt, da sollt es für Daimler möglich sein, gute Leute zu finden.

Vernetzung mit israelischer Hightech-Community

Im Rahmen von Pilotprojekten sollen beispielsweise neue Kommunikationsschnittstellen zwischen Fahrer und Fahrzeug entwickelt und getestet werden. Darüber hinaus wird ein Netzwerk mit lokalen Partnern, Universitäten und Hightech-Unternehmen aufgebaut, um in Zusammenarbeit mit der israelischen Startup-Community verschiedene Technologien für das vernetzte Fahrzeug, wie beispielsweise biometrische Authentifizierung und Navigation, zu entwickeln.

Engagement bei The Bridge und Via

Daimler engagiert sich bereits mit einem Accelerator “The Bridge” in Israel. Einem Teil der teilnehmenden Startups wird die Möglichkeit gegeben, mit Daimler zusammenzuarbeiten. Außerdem wird erfolgreich mit dem Shuttle-Dienst Via zusammengearbeitet, der seine Wurzeln in Israel hat. Via hat mit Mercedes-Benz Vans ein Joint Venture geschlossen und Daimler Mobility Services hat sich als strategischer Investor an Via beteiligt.

Wie auch die anderen Automobilkonzerne, muss sich Daimler auf die Transformation der Automobilbranche vorbereiten. Bei Daimler geschieht das unter der Strategie CASE. Diese vier Buchstaben prägen für Daimler die Zukunft der Mobilität. Sie stehen für die Felder: Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric).

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Less: Neues Ride-Sharing Startup in Frankreich

In Frankreich entsteht mit Less ein neues Ride-Sharing Startup, da es vor allem auf Fahrten von Berufspendlern abgesehen hat. Mit einem ähnlichen Konzept ist schon BlaBlaCar mit BlaBlaLines unterwegs und auch Google mischt mit.

Das Unternehmen fokussiert sich auf die Kurzstrecke und mit der App will Less vor allem Berufspendler ansprechen, die regelmäßig von A nach B fahren müssen. Registrierte Fahrer werden mit Mitfahrern gematcht, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Wenn der Fahrer einen Fahrgast mitnimmt, wird er dafür finanziell entlohnt.

Um schneller eine Nutzerbasis aufzubauen, bietet Less neben dem Ride-Sharing Produkt auch eine Navigations-Lösung an. Um aktuelle Daten für die Navigation zu sammeln und um die Zahl der aktiven Nutzer zu erhöhen, werden die Nutzer finanziell belohnt, wenn sie in Gebiete fahren, von denen keine aktuellen Navigations-Daten existieren. Zwischen 10 und 15 Cent pro Kilometer erhalten die Nutzer. Bisher ist das Startup nur im Großraum Paris aktiv, eine Ausweitung wird bestimmt bald folgen.

Finanziert wird Less von Index Ventures und Daphni. Insgesamt wurden 16 Mio € zur Verfügung gestellt.  Index Ventures gehört zu den Top-VCs und hat sich in Europa schon an mehreren Transportation-Startups beteiligt. Unter anderem gehören BlaBlaCar, Drivy und CityMapper zu den Beteiligungen.

Für BlaBlaCar scheint sich das Angebot für Pendler gut zu entwickeln. Nach anfänglichen Tests wurde das Ride-Sharing Angebot in mehreren Städten ausgerollt. In den USA bietet die Navigations-App Waze, die der Google Mutter Alphabet gehört, einen Mitfahrservice, der auf Pendler ausgerichtet ist.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Zirx startet als Stratim neu und bietet Services für Mobility Anbieter

Im vergangenen Jahr mussten amerikanische Valid Parking Dienste aufgeben, da das Geschäftsmodell nicht nachhaltig war. Neben dem Startup Luxe hat es unter anderem auch das Unternehmen Zirx erwischt. Luxe wurde in der Zwischenzeit von Volvo übernommen und Zirx startet als Stratim neu durch. Stratim bietet eine Plattform für Mobility Plattformen, mit der sie ihre Fahrzeuge managen können.

Zusammenarbeit mit Mobility Unternehmen

Stratim scheint gut angenommen zu werden, in den vergangenen Monaten hat das Startup mit 50 Unternehmen zusammengearbeitet. BMW, Ford oder General Motors haben die Dienste des Unternehmens genutzt, um die Carsharing und Shuttle Flotten zu warten und zu tanken.

Die Plattform will eine technische Lösung bieten, mit der die Flottenbetreiber die Fahrzeuge optimal warten und pflegen können, um so Kosten zu reduzieren und Effizienz zu steigern.

Technologie verwertet

Um den neuen Dienst anbieten zu können, verwertet Stratim die Reste von Zirx. Schon damals wurden Fahrzeuge getrackt und Extradienstleistungen, wie Wagenwäsche, Reparaturen und Auftanken angeboten. Die Technologie und Dienste werden jetzt Unternehmenskunden wie Carsharing-Anbietern und Shuttle-Diensten angeboten, damit sie ihre Flotten mobil halten können.

Der Shuttle Dienst Chariot nutzt Stratim zum Beispiel für das Auftanken der Fahrzeuge. Ford kann über den Marktplatz von Stratim anfordern, dass die Shuttle Fahrzeuge aufgetankt werden. Am Folgetag kommt dann ein Tankfahrzeug eines angeschlossenen Unternehmens vorbei und tankt die Chariot Busse. Über das Dashboard kann Ford dann tracken, wie viel Benzin die Fahrzeuge verbrauchen und wie hoch die Kosten dafür ausfallen. Mit dem Marktplatz wird auch die Transparenz bei Wartungsarbeiten und Reparaturen erhöht.

Die Mobility-Anbieter zahlen keine monatliche Gebühr, sondern nur bei Nutzung der Stratim Dienste. Für das Unternehmen scheint es sich zu lohnen, im ersten Quartal 2019 will man profitabel sein. Die Dienste werden in 20 Städten in den USA angeboten und die Nachfrage ist um das zehnfache gestiegen.

Steigender Bedarf in den nächsten Jahren

Der Bedarf an Diensten um Fahrzeugflotten mobil zu halten, wird in den kommenden Jahren steigen. Die Zahl der Carsharing und Shuttle Dienst Anbieter steigt und die Fahrzeuge müssen in einem guten Zustand gehalten werden. Auch autonome Autos, die in den kommenden Jahren auf den Fahrdienst-Plattformen eingesetzt werden, müssen in Schuss gehalten werden.

Bild: Stratim (alle Rechte vorbehalten)

Uber kauft 24.000 selbstfahrende Autos von Volvo

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat sich mit dem Automobilhersteller Volvo darauf geeinigt, dass 24.000 selbstfahrende Autos vom Typ XC90 SUVs gekauft werden. Der Deal zeigt, dass Uber auch unter dem neuen CEO Dara Khosrowshahi auf autonome Fahrzeuge setzt, auch wenn die Entwicklung erstmal teuer ist. Die Autos sollen zwischen 2019 und 2021 ausgeliefert werden.

Listenpreis von fast 100 Mio. Euro

Geht man nach dem Listenpreis für einen XC90 in den USA, dann hat der Deal einen Wert in Höhe von fast 100 Mio. Euro. Es ist davon auszugehen, dass Uber einen hohen Nachlass auf die Fahrzeuge erhalten wird. Für Volvo dürfte die Kooperation auch ein Leuchtturm-Projekt sein, mit dem sich der Automobilhersteller als Zulieferer für Ride-Sharing Plattformen positionieren möchte.

Volvo liefert Fahrzeuge, Uber verbaut Software und Sensoren

Volvo liefert die Fahrzeuge an Uber, die dann von der Fahrdienst-Plattform mit Sensoren und Software ausgestattet werden, damit die SUVs autonom unterwegs sein können. Ein ähnliches Vorgehen wurde auch für den Test in Pittsburgh vereinbart, wo Uber seit dem letzten Jahr eine kleine Flotte an 100 Fahrzeugen in Einsatz hat. Auch da kamen die Fahrzeuge von Volvo und Sensoren und Software von Uber.

Kooperation mit mehreren Automobilherstellern

Uber will mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten. Neben Volvo wurde auch mit dem Daimler-Konzern eine Vereinbarung unterzeichnet. Daimler will eine Flotte an selbstfahrenden Autos zu einem späteren Zeitpunkt auf der Mobility Plattform einsetzen.

Autonome Autos werden in Zukunft eine wichtige Rolle für Ride-Sharing Plattformen einnehmen. Da die Fahrzeuge ohne Fahrer auskommen werden, lassen sich enorme Kosten einsparen. Die Fahrer sind im Moment der größte Kostenfaktor für die on-demand Taxi Dienste. Im Vergleich zu den 2 Mio. Fahrern, die heute auf der Plattform registriert sind, ist die Zahl an 24.000 autonomen Autos ein kleiner Bruchteil. Daran ist auch zusehen, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis die menschlichen Fahrer weitestgehend ersetzt werden.

Lyft, die zweite große Plattform in den USA, setzt bei dem Thema selbstfahrende Autos mehr auf Kooperationen, obwohl ein internes Team auch an dem Themen-Komplex arbeitet. Unter anderm sollen autonome Fahrzeuge von NoTonomy, Jaguar oder Waymo zum Einsatz kommen. Auch Lyft Anteilseigner General Motors stand mal im Raum, selbstfahrende Autos für Lyft zu liefern. Das Verhältnis zwischen dem Automobilhersteller und der Ride-Sharing Plattform scheint aber zerrüttet zu sein.

Bild: Volvo (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Tesla Semi Truck Elektro-LKW in Bildern

In der letzten Nacht hat Tesla den Semi Elektro-LKW vorgestellt. Hier ist der Truck in Bildern und mit weiteren Informationen.

 

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Fahrerkabine des Elektro-LKWs

Bei der Fahrerkabine geht Tesla einen neuen Weg. Der Fahrer sitzt Mitte und ist von zwei Touch-Screen Displays flankiert. So soll die Rundumsicht verbessert werden, die Displays ermöglichen einfachen Zugang zu Navigation, Überwachungsdaten und Auftragsdaten. Systeme für Flottenmanagement und Monitoring sollen direkt verbaut werden, so dass keine Geräte von Drittherstellern verbaut werden müssen.

Verbesserte Sicherheit

Tesla legt viel Wert auf die Sicherheit. Der Elektro-Truck soll über Sicherheitsstandards in einer neuen Dimension verfügen. Die Batterie sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und somit erhöhte Stabilität. Verbaute Sensoren sollen verhindern, dass sich Sattelschlepper und Anhänger zusammenklappen. Die Sensoren erkennen Instabilität und reagieren mit entsprechenden Bremsmanövern und flexiblen Drehmomenten an den Rädern. Der Truck wird mit Kameras überwacht, die den Fahrer bei Gefahr automatisch warnen.

Zuverlässigkeit

Der Tesla Semi Elektro-LKW verfügt über weniger Verschleißteile als ein Diesel-Truck. Vor allem der E-Motor ist viel einfacher aufbaut und ein Getriebe ist weniger komplex. Systeme für die Nachbehandlung der Abgase und Differentiale sind auch nicht nötig. Deshalb soll der der Elektro-LKW zuverlässiger sein und muss außerdem seltener gewartet werden. Die Batterien sind für eine Laufleistung von mehr als eine Millionen Kilometer ausgelegt. Bei den Motoren greift Tesla auf modifizierte Model 3 Motoren zurück.

Geringer Kosten

Ein Hauptargument für die Spediteure sollen die geringeren Betriebskosten sein. Auf Grund der Effizienz von Elektromotoren und geringer Stromkosten, sollen die Spediteure im Vergleich zu Diesel-Sattelschleppern ordentlich sparen können. Durch sogenannten Platooning oder fahren im Konvoi sollen nochmal Kosten eingespart werden können.

Der Truck kann gegen eine Anzahlung von 5000 US$ in den USA vorbestellt werden, die Produktion wird erst in etwa zwei Jahren starten. Ab wann die ersten Tesla Semi Trucks in Deutschland unterwegs sein werden, ist unklar. Vor 2020 wir das aber auf keinen Fall passieren.

Bilder: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Tesla zeigt seinen Elektro-Truck

Ein paar Monate hinter dem Zeitplan ha Tesla gestern in Kalifornien den Elektro-LKW vorgestellt. Der Elektro-Truck soll 2019 auf den Markt kommen.Tesla hat schon einige Mitbewerber auf dem Gebiet und ist spät dran. Die Zugmaschine kann für herkömmliche Sattelauflieger genutzt werden.

Der Elektro-LKW soll eine Reichweite von etwa 800 km pro Ladung haben. Das ist überraschend, denn zuvor wurde von einer Reichweite von etwa 450 km berichtet. Damit dürften die meisten Fahrten mit nur einer Batterieladung möglich sein. Um die Wartezeiten beim Aufladen der Akkus zu verkürzen, arbeitet Tesla natürlich an einer passenden Lösung, um innerhalb von 30 Minuten die Batterien für die nächsten 600 km laden zu können. Die Ladevorrichtungen sollen Megachargers heißen.

Die Tesla Zugmaschine soll in 5 Sekunden von 0 auf 100  kmh beschleunigen, das ist erstaunlich schnell für einen Langstrecken-LKW. Bei voller Ladung von etwa 35 Tonnen soll der Elektro-Truck in 20 Sekunden von 0 auf 100 kmh sprinten. Steigungen sollen sich mit dem Elektro-LKW auch besser meistern lassen. Der LKW soll ohne manuelles Getriebe auskommen und über regenerative Bremsen verfügen.

Um die Produktionseffizienz später einmal zu erhöhen, wurden einige Teile des Model 3 wiederverwendet. So werden die Räder einzeln von einem Tesla 3 Motor angetrieben und auch die Türgriffe sollen vom kleineren Modell stammen. Der Autopilot soll auch verbaut werden.

Tesla ist bei den Elektro-LKWs nicht alleine. Daimler hat zum Beispiel einen Elektro-LKW für den Verteilerverkehr schon im Einsatz. Der Truck für den innerstädtischen Verkehr kommt auf eine Reichweite von etwa 100 Km und wird von UPS in den USA genutzt. Eine Version mit höherer Reichweite ist in Vorbereitung, ein Erscheinungsdatum ist aber noch unbekannt. Das Startup Nikola Motor Company hat sich mit Bosch zusammengetan und will bis 2020 einen Langstrecken-LKW mit einer Reichweite von 1900 km auf den Markt bringen.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)