Alle Beiträge von Augustin Friedel

Lyft und Didi Kuaidi Taxi kooperieren

Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage her, wir möchten sie aber trotzdem nochmal aufgreifen. Schließlich haben wir schon öfter über die beiden Taxi und Ridesharing Services von Didi und Lyft berichtet.

Kooperation zwischen Taxi und Ridesharing Apps

Didi Kuaidi und Lyft haben angekündigt, dass sie kooperieren und die Nutzer beider Services in China und USA die angebotenen Fahrservices nutzen können. Lyft nutzen, die in China unterwegs sind, können über die Lyft-App die Taxifahrer aus dem Didi Kuaidi Netzwerk buchen. Didi Kunden können über die App den Ridesharing Service von Lyft in den amerikanischen Städten buchen. Beide Unternehmen wollen von den vielen Reisenden zwischen den beiden Ländern profitieren. Im Jahr 2014 waren es etwa 8 Millionen Reisende, die zwischen den beiden Ländern unterwegs waren.

Strategisches Investment in Lyft

Beide Unternehmen schließen sich zusammen, damit eine starker Gegenspieler für Uber entsteht. Didi Kuaidi hat auch in der letzten Finanzierungsrunde von Lyft eine Summe von 100 Mio. US$ in das Ridesharing Unternehmen investiert. Damals beteiligten sich auch Rakuten und Carl Icahn an dem Unternehmen. Alibaba und Tencent, zwei Internetkonzerne aus China waren ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt. Lyft wurde dabei mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Kooperation statt Expansion

Bleibt abzuwarten, ob die internationale Ridesharing Kooperation erweitert wird. Didi Kuaidi hat sich auch an der Taxi App GrabTaxi aus Singapur beteiligt. Der Japanische Investor SoftBank ist sowohl bei GrabTaxi, Didi und Ola beteiligt und könnte die Erweiterung der Kooperation voran treiben. Es wurde schon häufiger spekuliert, dass Lyft in europäische Länder expandieren möchte, daraus ist bisher nichts geworden. Letzte Äußerungen des Unternehmens deuten auch eher darauf hin, dass Lyft nicht aus eigener Kraft expandieren möchte. Eine Kooperation lokaler Player ist eine verheißungsvolle Strategie, um schnell einen weltweiten Mobilitätsanbieter formen zu können.

Didi Kuaidi ist in 360 Städten in China aktiv und jeden Tag werden über die App mehr als 3 Mio. Fahrten abgewickelt. Lyft ist in mehr als 60 amerikanischen Städten aktiv und dürfte ca. 1 Mio.  Fahrten pro Monat abwickeln. Die Taxi-App Didi Kuaidi wird aktuell mit 16 Milliarden US$ bewertet und hat insgesamt 4 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: San Francisco Chinatown von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Roboter Taxis werden ab 2016 in Japan getestet

Nicht Uber oder Google bringt die ersten fahrerlosen Taxis auf die Straße, sondern ein japanisches Unternehmen mit dem Namen Robot Taxi Inc. Der Versuch mit fahrerlosen Taxis soll 2016 beginnen. Der Service mit fahrerlosen Taxis kann von etwa 50 Einwohnern der Präfektur Kanagawa genutzt werden. Die Testpersonen können mit den Taxis zum Einkaufen in den lokalen Geschäften fahren.

MitRoboter Taxis zum Einkaufen

Die Fahrzeuge werden auf Kurzstrecken eingesetzt und legen ca. 3 Kilometer zurück, Fahrten auf längeren Strecken sind erstmal nicht geplant. Am Anfang wird während der Fahrt auch immer ein Mitarbeiter von Robot Taxi an Board sein, für den Fall, dass Unfälle vermieden werden müssen.

Die Technologie der fahrerlosen Taxis soll bis 2020 weiterentwickelt und kommerzialisiert werden. Das Unternehmen Robot Taxi sieht Potential für den Service mit Roboter Taxis in Gegenden, in denen keine Busse und Züge verfügbar sind. Auch während der Olympischen Spiele 2020 in Tokyo sollen die Roboter Taxis zum Einsatz kommen.

Einige Technologieunternehmen sind dabei fahrerlose Fahrzeuge für die Personenbeförderung zu entwickeln. Zu den Unternehmen zählt z.B. der Suchmaschinen-Konzern Google. Das Unternehmen hat im letzten Jahr sein fahrerloses Auto vorgestellt, das zur Zeit ausgiebig getestet wird. Auch die Taxi- und Ridesharing App Uber ist dabei, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu entwickeln. So würden sich die Kosten für eine Taxifahrt reduzieren, da der Fahrer als größter Kostenfaktor entfallen würde.

Bild: Screenshot RobotTaxi Channel

Porsche mit Elektroauto, 500 Mio. für Taxi App, CEO für Google Car

Kurznachrichten: Google stellt CEO für Google Car Projekt ein. Die indische Taxi-App Ola will mehr als 500 Mio. US$ einsammeln. Der Sportwagenbauer Porsche stellt auf der IAA eine Studie eines Elektroautos vor, das gegen den Tesla S antreten soll.

Google stellt erfahrenen CEO für Fahrzeugprojekt ein

Google stellt für das Projekt, das selbstfahrende Autos entwickelt, einen neuen CEO ein. Der erfahrene Automanager John Krafcik wird die Leitung übernehmen. John Krafcik war in seiner bisherigen Karriere Manager unter anderem bei den Automobilherstellern Ford und Hyundai. Das ein CEO für das Google Car Projekt eingestellt wird, deutet darauf hin, dass sich das bisherige Experiment weiter in Richtung wirtschaftliches Unterfangen entwickelt. Bisher war das Projekt ein Teil der Forschungsabteilung Google X. Google hat im letzten Jahr angekündigt, dass einige hundert selbstfahrende Auto gebaut werden sollen. Die Fahrzeuge werden zu Testzwecken eingesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die selbstfahrenden Fahrzeuge mit einem Partner kommerziell produziert und verkauft werden.  (via New York Times)

Indische Taxi-App Ola holt sich bis zu 500 Mio. US$

Es sieht so aus, als wird in den Transport-App Markt in Asien weiteres Geld investiert. Die indische Taxi-App Ola will mehr als 500 Mio. US$ bei einer Bewertung von um die 5 Milliarden US$. Bisher fließen sicher weitere 225 Mio. US$ in das Unternehmen, in den nächsten Wochen soll die Summe auf über 500 Mio. US$ steigen. Erst im April diesen Jahres wurden 400 Mio. US$ eingesammelt.
In der letzten Woche haben wir darüber berichtet, dass mehrere Milliarden US$ in Transport-Apps geflossen sind, die in China aktiv sind. Ola experimentiert in Indien mit unterschiedlichen Transport. und Logistik-Dienstleistungen. Unter anderem wird ein Same-Day Delivery Service und ein Lieferdienst für Essen angeboten. Heute wurde bekannt, dass OLA ein Leasing Programm für Fahrer gestartet hat. Ola ist das größte app basierte Transportnetzwerk in Indien. In den insgesamt über 100 Städten kann Ola mehr als 250.000 registrierte Fahrer vorweisen. (via Techcrunch)

Porsche will Tesla mit eigenem Elektroauto angreifen

Auf der IAA hat der Sportwagenbauer Porsche eine Elektroauto-Studie mit dem Namen Mission-E vorgestellt. Die Serienversion des viersitzigen Fahrzeugs soll im Jahr 2018 auf den Markt kommen. Das Elektroauto von Porsche soll in 3,5 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Die Leistung der vier Elektromotoren wird mit 440 Kilowattstunden angegeben. Der Akku soll für 500 Kilometer Reichweite reichen. Die Daten weisen darauf hin, dass das Model Tesla S mit dem neuen Fahrzeug attackiert werden soll. Das Bedien-Konzept ist Tesla angelegt. Anstatt mit Schaltern und Drehreglern werden die Funktionen des Fahrzeugs per Touch-Display bedient. Damit der Akku innerhalb von 15 Minuten auf 80% der Kapazität geladen werden kann,  will Porsche eine 800-Volt Technik einsetzen. Ist die Frage, ob es dafür eine ausreichende Infrastruktur geben wird. (via Business Insider)

Bild: Ambassador taxi von shankar s. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Milliarden für Mobilitäts-Startups

Heute wurden gleich drei Finanzierungen im Mobilitätsbereich bekanntgegeben. Insgesamt flossen in aktuellen Finanzierungsrunden mehr als 4 Milliarden US$ in die Mobilitäts-Startups BlaBlaCar, Didi Kuaidi und Uber.

1 aus 3 Mobilitäts-Startups: 160 Mio. US$ für BlaBlaCar

Wie Business Insider berichtet, hat die Plattform für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar eine Finanzierung in Höhe von 160 Mio. US$ abgeschlossen. Das Startup wird nach der Finanzierungsrunde mit 1.2 Milliarden US$ bewertet und ist das erste französischen Startup, das mit mehr als 1 Milliarden US$ bewertet wird. Ein Großteil der Finanzierung kommt von Insight Venture Partners, auch einige Business Angels haben sich in der letzten Runde beteiligt.

Über BlaBlaCar können Mitfahrgelegenheiten für Langstrecken gebucht werden. Fahrgäste finden eine günstige Art der Fortbewegung, Fahrer können durch die Mitnahme von Fahrgästen ihre Kosten reduzieren. BlaBlaCar erhält etwa 20% an Provision für die Vermittlung der Fahrten. Vor kurzem hat das französische Unternehmen den deutschen Wettbewerber Carpooling.com übernommen. Carpooling ist in Deutschland unter der Marke Mitfahrgelegenheit bekannt. In den USA kooperiert Carpooling mit der Ridesharing Plattform Uber. Insgesamt haben sich bei BlaBlaCar etwa 20 Millionen Nutzer registriert. Im Jahr 2014 hat BlaBlaCar eine Finanzierung von 100 Mio. US$ aufgenommen.

2 aus 3 Mobilitäts-Startups: Didi Kuadi mit 3 Milliarden US$

Das Unternehmen hinter der chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi hat ein Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt wurden 3 Milliarden US$ eingesammelt. Das chinesische Mobilitäts-Startup wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 16,5 Milliarden US$ bewertet.

Über die Finanzierung hatten wir schon im Juni berichtet. Damals wurde die Finanzierungsrunde gestartet und es stand eine Summe in Höhe von 1.5 Milliarden US$ im Raum. Im Juli hat das Mobilitäts-Startup angekündigt, dass eine Summe von 2 Milliarden US$ aufgenommen werden soll, wobei ein paar hundert Millionen US$ hinzukommen könnten. Letztendlich ist eine Summe von 1 Milliarde US$ hinzugekommen.

Didi Kuaidi ist aus der Fusion der beiden führenden chinesischen Taxi-Apps entstanden. Über eine Smartphone App kann mit Didi Kuaidi ein Taxi gerufen werden. Ein ähnlicher Service in Deutschland wird von dem mittlerweile zu Daimler gehörenden Unternehmen MyTaxi betrieben. In China ist der Markt für Taxifahrten und Ridesharing Fahrten enorm groß. Einerseits ist der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut und meist überfüllt. Auf der anderen Seite besitzen in China wenige Personen ein eigenes Auto. Insgesamt wird der Markt in China für Transportdienstleistungen auf 1 Trillionen US$ geschätzt. Zu den Investoren gehören Unternehmen, wie Alibaba, Tencent, China Investment Corp. und SoftBank.

3 aus 3 Mobilitäts-Startups: Uber mit 1,2 Milliarden US$ von Baidu

Um in dem Kampf der Mobilitäts-Startups dem chinesischen Rivalen Didi Kuaidi die Stirn bieten zu können, hat die amerikanische App für Transportdienstleistung Uber heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen weitere 1,2 Milliarden US$ eingesammelt hat. Ein Großteil der Finanzierung stammt von Baidu. Baidu betreibt in China eine der größten Suchmaschinen. Die Summe soll für eine weitere Expansion in China genutzt werden.

Baidu ist seit Ende 2014 als strategischer Investor bei Uber an Board. Baidu und Uber arbeiten eng zusammen, um den Ridesharing-Service in lokalen Karten-Apps und anderen Services zu integrieren. Interessant ist, dass Uber China als separate Einheit geführt wird und Investoren so die Möglichkeit gegeben wird, in die Expansion in einer bestimmten Region zu investieren. Uber China wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber hat Anfang des Jahres angekündigt, dass in diesem Jahr etwa 1 Milliarden US$ in die Expansion in China zu investieren.

Für Uber entwickelt sich das Geschäft in China gut. Im letzten Monat wurde der Umsatz verdoppelt, pro Tag wird die Uber-App 100 Millionen mal aufgerufen.

Dollars von 401(K) 2012 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten über selbstfahrende Autos, Amazon testet Lieferservice für Essen

Kurznachrichten: Amazon testet Lieferservice für Restaurants in Seattle. Der Ridesharing Dienst Uber steckt weiter Geld in die Forschung von selbstfahrenden Autos. Ola bietet seine Bezahlfunktion auch für andere Apps an. Apple schnappt sich weiteren Experten für selbstfahrende Fahrzeuge von Tesla.

Uber weitete seine Forschung über selbstfahrende Autos aus

Das amerikanische Ridesharing Startup Uber weitet seine Forschungsbemühungen mit selbstfahrenden Fahrzeugen aus. Uber hat angekündigt, mit der University of Arizona zu kooperieren, um dem Ziel von fahrerlosen Autos näher zu kommen. Laut Brian McClendon geht es um Weiterentwicklung der Kameratechnologien, die verwendet wird, um detailgetreue Karten und Sicherheits-Features zu erstellen. Uber unterstützt auch schon Forscher an der Carnegie-Mellon University in Pittsburgh, die sich mit selbstfahrenden Autos beschäftigen. In Arizona wird Uber vom Gouverneur unterstützt, die Gesetze wurden abgeändert, damit Uber-Fahrer keine gewerblichen Lizenzen benötigen. Das Ziel von Uber ist es, selbstfahrende Autos einzusetzen, um sich die Kosten für die Fahrer zu sparen.  (via abc News)

Tesla Ingenieur für selbstfahrende Autos wechselt zu Apple

Die Anzeichen verdichten sich weiter, dass Apple an einem selbstfahrendem Auto arbeitet. Nun ist ein erfahrener Manager vom Elektroauto-Hersteller Tesla zu Apple gewechselt. Das LinkedIn Profil von Jamie Carlson gibt an, dass er Tesla verlassen hat und zu Apple gewechselt ist. Apple baut seit geraumer Zeit ein Team mit Experten für die Entwicklung von selbstfahrenden Autos auf. Im letzten Monat kamen auch Berichte auf, dass Apple an der Technologie des BMW i3 Interessiert ist, um diese als Plattform für ein eigenes Auto zu nutzen. (via Reuters)

Amazon testet Lieferservice für Restaurants

In Seattle testet der amerikanische E-Commerce Konzern Amazon einen Lieferservice für von Restaurants zubereiteten Essen. Der Test kann als Zeichen gedeutet werden, dass Amazon bald in den Markt der Lieferdienste für zubereitete Mahlzeiten einsteigt. Der neue Service wird über den Same-Day Delivery Service Prime Now abgebildet. Die Prime Now Fahrer holen die Mahlzeiten bei den Restaurants ab und liefern sie zur gewünschten Adresse. Amazon wurde in einen umkämpften Markt einsteigen. Wettbewerber in den USA sind unteranderem GrubHub, Caviar, Peachd usw. In Deutschland sind Unternehmen wie Foodora, Food Express oder Deliveroo in dem Metier unterwegs. (via GeekWire)

Taxi App Ola bietet Bezahlfunktion in anderen Apps an

Die indische Taxi-App Ola bietet seinen Bezahlservice auch für andere Apps und Unternehmen an. Mit Ola Money können auch Einkäufe und Rechnungen bei Anbietern wie Lenzkart, der Hotelkette OYO Rooms oder dem Streamingdienst Saavn bezahlt werden. Seit letztem Jahr müssen die über eine App bestellten Taxifahrten per digitalem Geldbeutel bezahlt werden, eine Kreditkartenzahlung ist nicht mehr möglich. Es muss also ein Geldbetrag auf ein digitales Konto geladen werden, von dem aufgeladenen Guthaben wird der Betrag bei jeder Bezahlung abgezogen. Ola kooperiert mit Zipcash, um diese Voraussetzung zu erfüllen. Ola Money Nutzer sollen mit Rabatten von teilnehmenden Partnern belohnt werden, wenn sie den Service nutzen. (via TechCrunch)

Bild: Getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)

GrabTaxi sammelt 350 Mio. US$ ein

Die Taxi-App GrabTaxi, die in Südost-Asien populär ist, erhält einen Finanzierungsrunde in Höhe von 350 Mio. US$. Interessanterweise investiert auch das Unternehmen hinter der größten chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi in die Taxi-App aus Südost-Asien. Neben Didi Kuaidi haben auch die China Investment Cooperation (CIC) und Altinvestoren in das Startup investiert. GrabTaxi hat somit mehr als 650 Mio. US$ seit der Gründung eingesammelt.

Weitere Konsolidierung unter den Taxi-Apps?

Interessant ist, dass Didi Kuaidi aus der Fusion der beiden größten Taxi-Apps in China hervorgegangen ist. Bestehen Pläne, GrabTaxi zu übernehmen, um die Reichweite in Südostasien auszubauen? Dieses Szenario wird bisher von GrabTaxi dementiert.

Es ist davon auszugehen, dass wir auf dem umkämpften Markt der Taxi- und Fahrdienst-Apps eine weitere Konsolidierung sehen werden. GrabTaxi und Didi Kuaidi teilen sich mit CIC und SoftBank bereits zwei Investoren und Didi Kuaidi ist direkt an GrabTaxi beteiligt. Diese Konstellation ist interessant und dürfte auf einen Zusammenschluss hinauslaufen.

Beide Unternehmen verfolgen das gleiche Ziel und wollen die Marktführerschaft in der jeweiligen Region ausbauen. Auch das amerikanische Unternehmen Uber zählt zum ausgesprochenen Feind beider Unternehmen.

GrabTaxi mit 1 Mio. Fahrten am Tag

GrabTaxi wurde 2012 in Malaysia gegründet und ist mit unterschiedlichen Mobilitätsdienstleistungen in 26 Städten aktiv. Am Anfang wurden Fahrten mittels App an lizensierte Taxifahrer vermittelt. Später kam die Vermittlung von Ridesharing-Fahrten hinzu. Die Finanzierung soll für die weitere Expansion und den Aufbau von neuen Dienstleistungen verwendet werden.

Das Unternehmen gibt an, dass 110.000 Fahrer auf der Plattform aktiv sind und dass jede Sekunde 11 Buchungen durchgeführt werden. Pro Tag werden also fast 1 Mio. Fahrten vermittelt. Die App wurde mehr als 6 Mio. Mal heruntergeladen.

Weitere Finanzierung für Uber

Auch Uber hat eine weitere Finanzierung in Millionenhöhe erhalten. Der Tata Opportunities Fund investiert in das Ridesharing-Unternehmen, um einen schnelleren Ausbau von Uber in Indien zu ermöglichen. Wie viel Tata in Uber investiert hat, ist nicht bekannt. Uber hat schon mit Baidu einen strategischen Investor für die Expansion in China an Board geholt. Tata soll al strategischer Investor die Expansion in Indien beflügeln.

Größter Uber-Konkurrent in Indien ist Ola Cabs. Ola Cabs wurde auch von SoftBank finanziert. Wie bereits angemerkt, ist SoftBank in GrabTaxi und Didi Kuaidi investiert und könnten an einen Konsolidierung seiner Investments interessiert sein. Bleibt abzuwarten, ob die Verbindung zwischen Ola, Didi Kuaidi und GrabTaxi ausgebaut wird.

Bild: GrabTaxi von Jon Russel (bestimmte Rechte vorbehalten)

DriveNow expandiert mittels Franchise-Modell nach Dänemark

Der Carsharing Anbieter DriveNow expandiert demnächst nach Kopenhagen. Ab Anfang September sind die Fahrzeuge in Kopenhagen buchbar. Das erste Mal setzt DriveNow ausschließlich auf elektrische Fahrzeuge, es kommen 400 elektrische BMW i3 zum Einsatz. Eine weitere Neuerung ist, dass die Flotte nicht direkt von DriveNow betrieben wird. Arriva Danmark, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn erhält die Nutzungsrechte für den Betrieb von DriveNow in Kopenhagen.

Einbindung in ÖPNV

Arriva betreibt in der dänischen Stadt schon ein Großteil der Buslinien und in Dänemark einige Regionalbahnlinien. Das Carsharing Angebot soll mit den ÖPNV und dem Regionalbahnnetz verbunden werden, so dass die Nutzer einfach von A nach B kommen, ohne ein eigenes Auto zu benutzen. Arriva hat zu Beginn dieses Jahres die Ausschreibung für den Aufbau und Betrieb eines free-floating Carsharing-Netzes gewonnen. Voraussetzung für den Betrieb in Kopenhagen ist, dass nur rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge zum Einsatz kommen. In Kopenhagen kommen auf 85 Quadratkilometern 400 Fahrzeuge zum Einsatz. Zum Vergleich, in Berlin sind auf ca. 120 Quadratkilometern 1040 Fahrzeuge verteilt.

Intermodale Informationen

Die Kunden haben die Möglichkeit, sich die Wegstrecke im Fahrzeug intermodal anzeigen zu lassen. Die Kunden sehen so, ob es basierend auf der aktuellen Verkehrslage und des aktuellen Verkehrsmittelangebots eine schneller Alternative gibt, um zum Ziel zu kommen. Der Nutzer kann das Verkehrsmittel wechseln, wenn es eine günstigere und schnellere Alternative gibt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll auch die Buchung von anderen Verkehrsmittel im Carsharing-Auto möglich sein.

Franchise-Modell soll ausgeweitet werden

In einem Handelsblatt-Interview hat DriveNow Chef Nico Gabriel angekündigt, dass bald weitere Städte nach dem Franchise-System folgen können. Neben Arriva haben auch andere Unternehmen Interesse angemeldet, das Carsharing-Angebot unter eigener Regie zu betreiben. DriveNow kann durch das Franchise-Modell schneller wachsen, ohne eigene Investitionen stemmen zu müssen. Die lokalen Partner haben meistens auch eine bessere Expertise über die örtlichen Besonderheiten. Die lokalen Partner können von DriveNow lernen, wie sich ein Carsharing-Angebot profitabel betreiben lässt.

Sollte sich erweisen, dass sich die elektrischen BMW i3 Modelle für das Carsharing-Netzwerk eignen, kann der der Absatz des schwächelnden Elektroautos aus dem BMW-Konzern angekurbelt werden.

Foto: Pressematerial von DriveNow

Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber mit Phantom-Autos in der App

Das amerikanische Transport-Unternehmen Uber setzt laut Medienberichten Phantom-Autos auf der App ein. Es werden mehr Fahrzeuge auf der Uber-App angezeigt, als tatsächlich unterwegs sind. Wer selbst die App öffnet, wird sich auch wundern, dass die Anfahrtszeit recht hoch ist, obwohl über die App suggeriert wird, dass ein Auto gleich in der Nähe ist.

Viele Fahrzeuge erfreut die Nutzer – eigentlich

Durch den Trick wird den Kunden das Bild vermittelt, dass viele UberX und UberBlack Fahrzeuge in der Nähe unterwegs sind. Auf der anderen Seite sollen die Fahrer durch die gefakten Auto-Symbole in der App geschützt werden. Spätestens wenn ein Fahrzeug bestellt wird und die lange Anfahrtszeit gesehen wird, ist es mit der anfänglichen Freude vorbei.

Lange Anfahrtszeit bei Uber in München trotz vieler Fahrzeuge in der Nähe, sieht nach Phantom-Fahrzeugen aus.
Lange Anfahrtszeit Bei Uber in München trotz vieler Fahrzeuge in der Nähe, sieht nach Phantom-Fahrzeugen aus.

In Städten mit einem hohen Fahrzeugaufkommen fällt diese Täuschung an den meisten Orten garnicht auf. In Städten, in denen wenig Fahrzeuge verfügbar sind, wie z.B. in München, fällt es sofort auf, dass mehr Fahrzeuge angezeigt werden, als tatsächlich unterwegs sind. So fährt auf der App ein Auto direkt an einem vorbei, die Abholzeit liegt aber trotzdem bei 13 Minuten. Beides passt nicht zusammen (siehe Bild).

Unterschiedliche Aussagen von Uber

Von Uber selbst gibt es unterschiedliche Aussagen zu den Vorwürfen. Ein Sprecher hat dementiert, dass Phantom-Fahrzeuge auf der App zu sehen sind. Laut einer Email von Uber an einen Fahrer soll die Anzeige nur darstellen, dass Uber Fahrer unterwegs sind und auf Fahrgäste warten. Die Anzahl der Fahrzeuge und Aufenthaltsorte muss nicht stimmen. Die Nutzer sollen den App-Screen eher als Bildschirmschoner betrachten.

Neue Finanzierung bei 50 Milliarden US$ Bewertung

In den letzten Tagen wurde auch bekannt, dass Uber eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Insgesamt flossen weitere 1 Milliarde US$ in das Unternehmen. In der letzten Runde hat sich auch der Software-Konzern Microsoft mit 100 Mio. US$ an der Taxi-Alternative beteiligt. Weitere Investor ist Bennett Coleman & Co aus Indien. Das Ridesharing Unternehmen Uber wird aktuell mit mehr als 50 Milliarden US$ bewertet, insgesamt sind mehr als 5 Milliarden US$ in die Taxi-App geflossen. In den nächsten neun Monaten sollen 1 Milliarde US$ in Indien investiert werden, um Indien zum wichtigsten Markt außerhalb der USA aufzubauen. In Indien ist die Taxi-App Ola der größte Konkurrent von Uber.

 

Tesla startet Empfehlungsprogramm

Das amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektrofahrzeuge verkauft, startet ein Empfehlungs-Programm, das auch hier in Deutschland genutzt werden kann. Wer bereits schon Tesla-Kunde ist, erhält einen Link, den er an Bekannte und Freunde weiterleiten kann.

1000 € für jeden Geworbenen

Für jede Person, die über den persönlichen Link einen Tesla Model S bestellt, erhält der Geworbene einen Rabatt von 1000 € auf der Verkaufspreis. Derjenige, der den Link versandt hat, erhält 1000 € Guthaben auf sein Tesla Konto. Das Guthaben kann für Serviceleistungen und Zubehör eingesetzt werden. Pro Kunde gibt es für maximal 10 Empfehlungen eine Gutschrift. Zusätzlich winkt eine Einladung zur Eröffnungsparty der Gigafactory.  Die Gigafactory ist die sich derzeit im Bau befindende Batteriefabrik, die Tesla in Nevada hochzieht. Hierfür müssen mindestens 5 erfolgreiche Empfehlungen getätigt werden.

Model X geschenkt

Wer tatsächlich auf 10 Empfehlungen kommt, kann sich ein exklusives Model X der „Founder Series“ zum Preis eines normalen Model X bestellen. Das Model X ist das zweite massentaugliche Modell, das Tesla auf den Markt bringt. Beim Model X handelt es sich um einen SUV mit Flügeltüren, der vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Die erste Person, die auf 10 erfolgreiche Empfehlungen kommt, erhält das exklusive Model X geschenkt.

Wenig Geld für klassische Werbung

Tesla gibt wenig Geld für klassische Werbung aus und vertraut auf die Wirkung des aktuellen Hypes, der sich rund um die Elektrofahrzeuge des kalifornischen Herstellers aufgebaut hat. Mit einem Empfehlungs-Programm haben schon einige Startup-Unternehmen einen großen Kundenstamm aufgebaut. Als Paradebeispiel ist auch der Fahrdienst-Anbieter Uber zu nennen, der dank eines Empfehlungsprogramms populär geworden ist.

Tesla verkauft doppelt so viele Elektroautos wie BMW

Tesla verkauft ca. 12.000 Fahrzeuge pro Quartal. Der Einstiegs-Preis liegt bei knapp über 70.000 €. Der deutsche Autobauer BMW verkauft pro Quartal nur etwa die Hälfte an Elektrofahrzeugen. Laut Handelsblatt hat BMW im ersten Halbjahr diesen Jahres 12.500 Elektrofahrzeuge vom Typ i3 verkauft. An der Elektroplattform von BMW soll Apple Interesse haben. Die BMW i3 Plattform könnte die Basis für das von Apple geplante selbstfahrende Fahrzeug sein.

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten: )