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Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber mit Phantom-Autos in der App

Das amerikanische Transport-Unternehmen Uber setzt laut Medienberichten Phantom-Autos auf der App ein. Es werden mehr Fahrzeuge auf der Uber-App angezeigt, als tatsächlich unterwegs sind. Wer selbst die App öffnet, wird sich auch wundern, dass die Anfahrtszeit recht hoch ist, obwohl über die App suggeriert wird, dass ein Auto gleich in der Nähe ist.

Viele Fahrzeuge erfreut die Nutzer – eigentlich

Durch den Trick wird den Kunden das Bild vermittelt, dass viele UberX und UberBlack Fahrzeuge in der Nähe unterwegs sind. Auf der anderen Seite sollen die Fahrer durch die gefakten Auto-Symbole in der App geschützt werden. Spätestens wenn ein Fahrzeug bestellt wird und die lange Anfahrtszeit gesehen wird, ist es mit der anfänglichen Freude vorbei.

Lange Anfahrtszeit bei Uber in München trotz vieler Fahrzeuge in der Nähe, sieht nach Phantom-Fahrzeugen aus.
Lange Anfahrtszeit Bei Uber in München trotz vieler Fahrzeuge in der Nähe, sieht nach Phantom-Fahrzeugen aus.

In Städten mit einem hohen Fahrzeugaufkommen fällt diese Täuschung an den meisten Orten garnicht auf. In Städten, in denen wenig Fahrzeuge verfügbar sind, wie z.B. in München, fällt es sofort auf, dass mehr Fahrzeuge angezeigt werden, als tatsächlich unterwegs sind. So fährt auf der App ein Auto direkt an einem vorbei, die Abholzeit liegt aber trotzdem bei 13 Minuten. Beides passt nicht zusammen (siehe Bild).

Unterschiedliche Aussagen von Uber

Von Uber selbst gibt es unterschiedliche Aussagen zu den Vorwürfen. Ein Sprecher hat dementiert, dass Phantom-Fahrzeuge auf der App zu sehen sind. Laut einer Email von Uber an einen Fahrer soll die Anzeige nur darstellen, dass Uber Fahrer unterwegs sind und auf Fahrgäste warten. Die Anzahl der Fahrzeuge und Aufenthaltsorte muss nicht stimmen. Die Nutzer sollen den App-Screen eher als Bildschirmschoner betrachten.

Neue Finanzierung bei 50 Milliarden US$ Bewertung

In den letzten Tagen wurde auch bekannt, dass Uber eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Insgesamt flossen weitere 1 Milliarde US$ in das Unternehmen. In der letzten Runde hat sich auch der Software-Konzern Microsoft mit 100 Mio. US$ an der Taxi-Alternative beteiligt. Weitere Investor ist Bennett Coleman & Co aus Indien. Das Ridesharing Unternehmen Uber wird aktuell mit mehr als 50 Milliarden US$ bewertet, insgesamt sind mehr als 5 Milliarden US$ in die Taxi-App geflossen. In den nächsten neun Monaten sollen 1 Milliarde US$ in Indien investiert werden, um Indien zum wichtigsten Markt außerhalb der USA aufzubauen. In Indien ist die Taxi-App Ola der größte Konkurrent von Uber.

 

Tesla startet Empfehlungsprogramm

Das amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektrofahrzeuge verkauft, startet ein Empfehlungs-Programm, das auch hier in Deutschland genutzt werden kann. Wer bereits schon Tesla-Kunde ist, erhält einen Link, den er an Bekannte und Freunde weiterleiten kann.

1000 € für jeden Geworbenen

Für jede Person, die über den persönlichen Link einen Tesla Model S bestellt, erhält der Geworbene einen Rabatt von 1000 € auf der Verkaufspreis. Derjenige, der den Link versandt hat, erhält 1000 € Guthaben auf sein Tesla Konto. Das Guthaben kann für Serviceleistungen und Zubehör eingesetzt werden. Pro Kunde gibt es für maximal 10 Empfehlungen eine Gutschrift. Zusätzlich winkt eine Einladung zur Eröffnungsparty der Gigafactory.  Die Gigafactory ist die sich derzeit im Bau befindende Batteriefabrik, die Tesla in Nevada hochzieht. Hierfür müssen mindestens 5 erfolgreiche Empfehlungen getätigt werden.

Model X geschenkt

Wer tatsächlich auf 10 Empfehlungen kommt, kann sich ein exklusives Model X der „Founder Series“ zum Preis eines normalen Model X bestellen. Das Model X ist das zweite massentaugliche Modell, das Tesla auf den Markt bringt. Beim Model X handelt es sich um einen SUV mit Flügeltüren, der vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Die erste Person, die auf 10 erfolgreiche Empfehlungen kommt, erhält das exklusive Model X geschenkt.

Wenig Geld für klassische Werbung

Tesla gibt wenig Geld für klassische Werbung aus und vertraut auf die Wirkung des aktuellen Hypes, der sich rund um die Elektrofahrzeuge des kalifornischen Herstellers aufgebaut hat. Mit einem Empfehlungs-Programm haben schon einige Startup-Unternehmen einen großen Kundenstamm aufgebaut. Als Paradebeispiel ist auch der Fahrdienst-Anbieter Uber zu nennen, der dank eines Empfehlungsprogramms populär geworden ist.

Tesla verkauft doppelt so viele Elektroautos wie BMW

Tesla verkauft ca. 12.000 Fahrzeuge pro Quartal. Der Einstiegs-Preis liegt bei knapp über 70.000 €. Der deutsche Autobauer BMW verkauft pro Quartal nur etwa die Hälfte an Elektrofahrzeugen. Laut Handelsblatt hat BMW im ersten Halbjahr diesen Jahres 12.500 Elektrofahrzeuge vom Typ i3 verkauft. An der Elektroplattform von BMW soll Apple Interesse haben. Die BMW i3 Plattform könnte die Basis für das von Apple geplante selbstfahrende Fahrzeug sein.

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten: )

Kurznachrichten: Lebensmittel bei Ola, Selbstfahrende Autos, Nokia Here und Apple

Kurznachrichten: Die indische Taxi-App Ola startet einen Lieferservice für Lebensmittel. Deutsche Automobilhersteller scheinen bei Nokia Here zum Zuge zu kommen. Der Technologiekonzern Apple ist an der Nutzung der BMW i3 Plattform für ein eigenes Fahrzeugprojekt interessiert.

Deutsche Automobilkonzerne scheinen bei Here zum Zuge zu kommen

Ein Konsortium um die deutschen Automobilhersteller Daimler, BMW und Audi scheinen kurz vor dem Abschluss zum Kauf der Kartentechnologie von Nokia Here zu sein. In den letzten Zügen der Verhandlungen geht es noch darum, welche Patente im Zuge des Deals den Besitzer wechseln. Unter anderem geht es um die Patente, die es selbstfahrenden Autos ermöglicht, mit den Mobilfunknetzen zu kommunizieren. Als Kaufpreis wird eine Summe zwischen 2.5 und 3 Milliarden Euro genannt. Laut Experten sind in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen nötig, um die Kartentechnologie für selbstfahrende Fahrzeuge fit zu machen. Die deutschen Automobilhersteller wollen die Kartentechnologie für die selbstfahrenden Autos nutzen, außerdem dürfte es um Datenschutz gehen. Ursprünglich waren laut Medienberichten auch Taxi-Schreck Uber, Facebook, Microsoft und der chinesische Baidu Konzern an Nokia Here interessiert. Der Automobilzulieferer Bosch hat derweil verkündet, eine Kooperation mit TomTom eingegangen zu sein, um Technologien und Teile für selbstfahrende Autos zu entwickeln. (via Reuters)

Apple verhandelt mit BMW um i3 als Basis für eigenes Elektroauto zu nutzen

Der amerikanische Apple Konzern befindet sich anscheinend in Verhandlungen mit BMW.  Der kalifornische Technologiekonzern sei an der Plattform und Karosserie des BMW i3 interessiert, um darauf sein eigenes selbstfahrendes Elektroauto auszusetzen. Die ersten Verhandlungen haben schon vor einem halben Jahr stattgefunden, sind aber ergebnislos abgebrochen worden. Darüber, das Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet, gibt es immer wieder Spekulationen. Im Mai hat Jeff Williams, Chief of Operations bei Apple auf einer Konferenz erwähnte, dass das Auto ein „ultimatives Device“ sei. Es wurden auch hochrangige Manager eingestellt, die als Experten für die Automobilentwicklung und Produktion gelten. Darunter befindet sich z.B. Doug Betts, der davor   lange bei Chrysler Fiat gearbeitet hat. Apple müssten einiges an Entwicklungsarbeit investiert, um den i3 zu einem Kassenschlager weiterzuentwickeln. Bisher verkauft sich das auf Kohlefaser basierende Fahrzeug eher mau. (via Manager Magazin)

Die Indische Taxi-App Ola startet Lieferservice für Lebensmittel

Das von Alibaba und SoftBank finanzierte Startup Ola aus Indien startet einen Lieferservice für Lebensmittel. Gestartet ist Ola als Taxi-App, später kam ein Lieferservice für zubereitete Gerichte hinzu. Mit dem neuen Service wird das Geschäftsmodell um eine weitere Säule erweitert. Zum Start wird Ola Store in Bangalore verfügbar sein. Die Kunden können aus 12.000 Produkten aus 13 Kategorien wählen. Geliefert werden auf gefrorene Produkte und Obst und Gemüse. Die Kunden können einen Lieferzeitpunkt zwischen 9 Uhr und 22 Uhr festlegen, oder on-demand bestellen. Im letzteren Fall wird die Lieferung dann innerhalb einer Stunde zugestellt. Ola hat im April 400 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt und danach die konkurrierend Taxi-App TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen. (via TechCrunch)

Bild: Getmobility.de

Carsharing dank selbstfahrender Autos bald noch erfolgreicher?

Carsharing dank selbstfahrender Autos bald noch erfolgreicher?

Dass Technologie-Unternehmen wie Google längst selbstfahrende Prototypen entwickelt haben, ist seit Jahren bekannt und für den normalen Fahrer zunächst nicht relevant. Dass Hersteller wie Audi nun nachziehen, dafür umso mehr, denn der erste Schritt zu komfortablen Stunden am Steuer rückt in greifbare Nähe.

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Same-Day Delivery Kurznachrichten: Hermes steigt bei Liefery ein, Delivery Hero liefert gehobene Küche

Kurznachrichten: Hermes, die Versandtochter der Otto Group investiert in das Same-Day Delivery Startup Liefery. Delivery Hero startet eine Bestellplattform für gehobene Küche. Die Rocket Internet Beteiligung Shopwings wird in Deutschland eingestellt.

Hermes steigt in den Same-Day Delivery Markt ein

Der Hamburger Logistik Konzern  beteiligt sich an dem Same-Day Delivery Startup Liefery aus Frankfurt. Liefery wurde erst vor kurzem von dem Managementteam aus der Lufthansa-Tochter times:matters heraus gekauft.  Die Hermes Logistik Gruppe übernimmt 28.5 % der Anteile. Liefery kooperiert mit 2.500 Kurieren in über 50 deutschen Städten. Mit dem Same-Day Delivery Angebot sollen vor allem Händler angesprochen werden. Gewerbliche Kunden können den taggleichen Zustellservice als weitere Lieferoption nutzen. Laut Hermes steigt die Nachfrage für taggleiche Lieferungen, vor allem in den Bereichen Technik, Sport oder Frischeartikel. Bisher wurden über Liefery mehr als 100.000 Sendungen zugestellt. Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit SportScheck oder myMüsli. Der Hermes Wettbewerber DPD stieg im letzten Jahr bei dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo ein.

Delivery Hero startet separate Plattform für gehobene Küche

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero startet einen separaten Lieferdienst für gehobene Küche. Die neue Plattform wird unter der Marke Urban Taste firmieren. Bisher hat Delivery Hero die Gerichte gehobener Restaurants auf der Delivery Hero bzw. Lieferheld Plattform angeboten. Bleibt abzuwarten, ob das weiterhin der Fall sein wird, oder ob die gehobenen Restaurants alle auf die neue Plattform Urban Taste wandern. Da die gehobenen Restaurants keine eigene Zustell-Flotte betrieben, erfolgt die Auslieferung der Gerichte über den Dienst Food Express. Food Express betreibt ein Netzwerk mit eigenen Fahrern. Bei Food Express ist Delivery Hero Anfang diesen Jahres eingestiegen.

Delivery Hero ist mit dem neuen Service nicht der einzige Anbieter auf dem Markt. Das britische Startup Deliveroo ist mit einem identischen Service in einigen deutschen Städten am Start. Aus dem Hause Rocket Internet ist das Unternehmen Foodora mit einem gleichen Geschäftsmodell unterwegs. Wir hatten damals als erstes berichtet, dass Rocket Internet bei Foodora einsteigt. Rocket Internet gehören auch 30 % von Delivery Hero. Auch das  Startup Take Eat Easy gehört zu dem Rocket Portfolio.

Lieferdienst Shopwings zieht sich aus Deutschland zurück

Rocket Internet zieht bei dem Lieferdienst für Lebensmittel Shopwings die Reißleine. Der Service wird in Deutschland eingestellt. Shopwings wird aber nicht ganz begraben, der Fokus soll in Zukunft auf Südostasien und Australien liegen.

Die Idee von Shopwings ist folgende: Die Kunden wählen im Internet die Artikel bei einem nahegelegenen Supermarkt aus, ein persönlicher Einkäufer übernimmt den Einkauf und liefert die Ware innerhalb von 2 Stunden nach hause. Für den Service zahlt der Kunde eine Liefergebühr von bis zu 6.90 €.

Die Plattform wurde vor 10 Monaten  in München gegründet, erst in den letzten Wochen ist das Team von München nach Berlin umgezogen. Neben Rocket Internet haben auch Tengelmann und Holtzbrinck-Ventures in das Projekt investiert. Gescheitert ist Shopwings wahrscheinlich an der nicht vorhandenen Kooperationsbereitschaft der großen Einzelhandelsketten. Die Einzelhandelsketten sind nicht bereit, eine Marktplatzgebühr zu zahlen, um gelistet zu werden. Mit den Liefergebühren und kleinen Aufschlägen auf den Artikeln lässt sich kein tragfähiges Geschäftsmodell aufbauen. Auch die geltende Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist eine Hürde, die für Shopwings zu hohe Kosten verursacht. Die LMIV schreibt vor, dass auch in Onlineshops Informationen wie Herkunft, Nährwerte und Zutaten angegeben werden müssen. Über diese Informationen verfügen die Einzelhändler. Da aber eine Zusammenarbeit mit Shopwings verweigert wird, wird kein Datenaustausch möglich sein. Vorbild für Shopwings ist das amerikanische Startup Instacart (via Capital)

Bild: Tissue Delivery von Kamyar Adl (bestimmte Rechte vorbehalten)

 

 

Opel und Deutsche Bahn beteiligen sich an Mitfahrplattform flinc

Opel geht einen weiteren Schritt Richtung Mobilitätsdienstleister und beteiligt sich an der Mitfahrplattform für Kurzstrecken flinc. Neben Opel investiert auch die Deutsche Bahn in das Mobilitäts-Startup.

Integration in Strategie für Mobilitätsdienstleistungen

Schon bei der Präsentation des Opel Carsharing Angebots CarUnity wurde mitgeteilt, dass flinc im kommenden Jahr in die Carsharing App integriert werden soll. Nun folgt das Investment in unbekannter Höhe. Das Investment von Opel wird über GM Ventures abgewickelt, die Beteiligungs-Sparte von General Motors.

Opel verspricht sich durch die Beteiligung einen wichtigen Technologie-Baustein für die Ausweitung an Mobilitätsdiensten in ganz Europa. Opel und flinc arbeiten schon seit März zusammen. Am Standort Rüsselsheim wurde im März eine interne Mitfahrzentrale für Opel-Mitarbeiter gegründet. Aktuell werden bei Opel monatlich 9.000 Fahrten über die App-basierte Plattform vermittelt. Das entspricht ca. 450 einfache Fahrten pro Werktag. Daraus kann man schließen, dass ca. 225 Angestellte den Mitfahrservice am Tag nutzten. Das sind 2% der Beschäftigten, denn in Rüsselsheim beschäftigt Opel ca. 13.000 Angestellte. Deutschlandweit hat das Unternehmen 250.000 Nutzer.

Bei CarUnity setzt Opel auf die Technologie des Peer-2-Peer Carsharing Anbieters Tamyca. Bleibt abzuwarten, ob Opel sich auch an Tamyca beteiligen oder das Startup übernehmen wird. Autonetzer.de, der Peer-2-Peer Marktführer in Deutschland ist vor kurzem für einen niedrigen Millionenbetrag von dem französischen Anbieter Drivy aufgekauft werden. 

Deutsche Bahn erhofft sich bessere Anbindungen im ländlichen Raum

Auch die Deutsche Bahn kooperiert bereits mit flinc. Im Schwarzwald hilft die Lösung von flinc der Bahn dabei, verschiedene Verkehrsmittel optimal zu verbinden. Wer als Nutzer sein Reiseziel und die gewünschte Reisezeit angibt, erhält ein passendes Angebot. Wenn keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln angeboten werden kann, werden passende Mitfahrgelegenheiten angezeigt. Auch eine Mischung von öffentlichen Verkehrsmitteln und privaten Mitfarhgelegenheiten ist möglich. Die Bahn geht davon aus, dass mittels flinc eine bessere Tür-zu-Tür-Verbindung im ländlichen Raum angeboten werden können. Es sollen auch Kunden gewonnen werden, die sonst ausschließlich mit dem eigenen Auto unterwegs sind.

Über flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. flinc kooperiert unter anderem mit Navigon und Bosch Navigation, hier ist die Mitfahrzentrale in die Navigationssoftware integriert. Vorschläge und Fahrtanfragen können so live während der Fahrt empfangen werden und in die Routenplanung integriert werden. Des weiteren ist flinc auch bei DriveNow und BMW i integriert. Nutzer des Carsharing Angebots DriveNow können so auch flinc Anfragen annehmen. Für flinc Nutzer werden die DriveNow Fahrzeuge als Alternative angezeigt, sofern DriveNow in einer Stadt verfügbar ist.

Bild: flinc AG (alle Rechte vorbehalten)

Google startet Ridesharing Service, MyTaxi provoziert, UberPOP Stop in Frankreich

Kurznachrichten: Google startet über Waze einen eigenen Mitfahrservice und wildert im Uber-Terrain. MyTaxi bietet wieder 50% Rabatt und ruft die Taxifahrer auf den Plan. Uber stellt UberPOP Ridesharing Dienst in Paris ein.

Google startet Ridesharing Service

Die Google Tochter Waze startet in Israel einen Mitfahrservice mit dem Namen RideWith. Der Fokus ist auf täglichen Kurzstreckenfahrten, es sollen Fahrer und Beifahrer zusammengebracht werden, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Waze will dazu die Daten nutzen, die in den letzten Jahren gesammelt wurden. Beifahrer zahlen dem Fahrer eine kleine Gebühr für die Fahrt, der Betrag dürfte sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs orientieren. Fahrer dürfen pro Tag nur zwei Fahrten absolvieren. Dieses Setup zielt darauf ab, dass die Fahrer keine gewerbliche Personenbeförderung anbieten. Fahrer können kein Geschäft mit RideWith aufbauen. Regulatorische Probleme wie bei Uber dürften so auch nicht auftreten. Zu Beginn wird die App in Tel Aviv und Umgebung verfügbar sein. Google hat nicht nur Waze übernommen, das Unternehmen ist auch in Ridesharing Dienst Uber investiert. In Deutschland betreibt das Startup flinc einen ähnlichen Mitfahrservice für die Kurzstrecken. Schon vor ein paar Monaten war das Gerücht aufgekommen, dass Google direkt in den Ridesharing Markt einsteigen könnte. (via Tech.eu)

Uber stellt UberPOP in Frankreich ein

Nach den gewaltsamen Protesten der Taxifahrer und den Verhaftungen von zwei Uber Managern, hat sich das amerikanische Unternehmen dazu entschlossen, den Fahrservice mit Privatpersonen UberPOP vorläufig einzustellen. UberPOP war in den letzten Wochen der Hauptgrund für die Auseinandersetzungen zwischen der Taxiindustrie und dem Ridesharing-Startup Uber. Bei UberPOP können Fahrer ohne Lizenzen für die gewerbliche Personenbeförderung  aktiv sein und Fahrgäste gegen Geld von A nach B befördern. Viele Taxifahrer sahen die neue Dienstleistung als unfairen Wettbewerb an. Der Mitfahrservice ist sogar in Frankreich verboten, das Verbot wurde bisher nicht eingehalten. Wenn Fahrer mit Geldstrafen belegt wurden, hat Uber die Strafen übernommen. Die Services Uber, Uber und UberVAN mit professionelle Fahrern werden unverändert weitergeführt. (via TechCrunch)

MyTaxi erneut mit 50% Rabattaktion

Taxi-App MyTaxi bietet seinen Kunden wieder einen Rabatt in Höhe von 50%, wenn die Fahrt bargeldlos mit der MyTaxi App bezahlt wird. Der Fahrer erhält dabei den vollen Fahrpreis, die 50% Reduzierung werden von MyTaxi übernommen. Schon bei der letzten Werbeaktion im Mai habe es einen Antrag auf einstweilige Verfügung, der von Vertretern der Taxilobby gestellt wurde. In Stuttgart wurde daraufhin in einem Gerichtsverfahren die Werbeaktion in erster Instanz als rechtswidrig bewertet. Deshalb ist die Region Stuttgart von der Rabattaktion ausgeschlossen. Auch jetzt geht der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP gegen die Aktion vor und hat eine Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht. Nach Auffassung des BZPs verstößt die Rabattaktion gegen das deutsche Personenbeförderungsgesetz. Der Taxi- und Mietwagenverband BZP ist deutschlandweit aktiv, deswegen ist davon auszugehen, dass die einstweilige Verfügung im Erfolgsfall deutschlandweit  gelten wird. Die Taxifahrer werden sich über die Rabattaktion freuen, da die Nachfrage steigen wird. Der Druck gegen die Aktion geht von den Taxi-Zentralen aus, die den Wettbewerb fürchten. (via FAZ)

Bild: Taxi! von Stefan Tärnell (bestimmte Rechte vorbehalten)

Roller Sharing – Die Alternative für den Sommer

Neben den bekannten Carsharing Anbietern, starten auch Unternehmen, die Roller nach dem free floating Konzept verleihen. Ein Anbieter ist das Berliner Unternehmen eMio. Das Roller Sharing Startup  hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, beteiligt haben sich die IBB und zwei Privatinvestoren. Gerade in Sommer ist das Roller Sharing Angebot eine willkommene Alternative zum Carsharing. Meist ist das Angebot günstiger im Vergleich zum Carsharing. Der Fahrtwind sorgt für eine erfrischende Abwechslung.

150 Roller für die Stadt

Alle Roller sind rein elektrisch. In jedem Roller befinden sich zwei Helme und entsprechende Hygienehauben. Als Geschäftsgebiet wird die Fläche innerhalb des S-Bahn Rings angegeben. Auf der Fläche sind die 150 Roller Sharing Fahrzeuge verteilt. Das dürfte dazu führen, dass längere Laufwege in Kauf genommen werden müssen, um einen freien Roller zu finden. Die Reichweite eines Rollers wird bei ca. 100 km liegen, wenn man zu zweit unterwegs ist, reduziert sich die Reichweite. Sollte der Akku eines Rollers leer sein, kann der Nutzer einfach zu einem freien eMio Roller fahren und die Roller austauschen. eMio scheint Personal angestellt zu haben, die in der Stadt unterwegs sind, um die leeren Batterien gegen volle Akkus zu tauschen.

Abrechnung nach Minuten oder Kilometer

Die Abrechnung erfolgt minutenbasiert oder auf Basis der gefahrenen Kilometer. Für die Mietdauer werden die Preise nach beiden Kostenmodellen ausgerechnet und der günstigere Preis dann abgerechnet. Pro Minute fallen 19 ct. an, pro Kilometer werden 59 ct. in Rechnung gestellt. Für Parkminuten werden 5 ct. fällig, 3 Parkminuten sind jeweils inklusive. Nach Kilometern abgerechnet wird, wenn man durchschnittlich für einen Kilometer Fahrstrecke mehr als drei Minuten benötigt. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 19 Kmh. Die meisten Fahrten werden über den Minutentarif abgerechnet werden. Fahrer, die sich nicht trauen, sich durch den Verkehr zu schlängeln werden den kilometerbasierten Tarif bezahlen. Einen Roller zu mieten wird günstiger sein, als sich ein Carsharing Auto zu nehmen. Gerade im Sommer ist das eine attraktive Alternative.

Auch Angebote in München und Hamburg

Das Startup eMio ist bisher nur in Berlin aktiv. Aber auch in München und Hamburg gibt es Roller Sharing Angebote. In München bietet das Startup scoo.me einen ähnlichen Service an, in Hamburg Jaano. Bei scoo.me sind erst 13 Roller unterwegs, demnächst sollen es 30 werden.

Deutsche Elektroroller für USA

Auch außerhalb Deutschlands ist das Roller Sharing Konzept bereits auf dem Markt. Der weltgrößte Anbieter von free-floating Roller Sharing sitzt in den USA und heißt Scoot Networks. Der Service von Scoot ist in San Francisco nutzbar. Das Unternehmen setzt sogar auf deutsche Elektroroller. Insgesamt 150 Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen an die Westküste verschifft. Die Wahl ist auf Govecs gefallen, da das Unternehmen ab Werk die Roller nach Vorgaben des Sharing Anbieters fertigt. Der bislang erforderliche technische Umbau, um die Roller fit für das Sharing zu machen, ist damit obsolet. Die Govecs Roller nutzen das Smartphone des Nutzers als zentrales Steuerungselement. Sämtliche Buchungsschritte werden über die Scoot Networks App abgewickelt.  Zudem wird das Smartphone als Tacho und Navigationssystem genutzt, auch der Ladestand der Batterie wird angezeigt.

Bild: getmobility.de

Kurznachrichten: Mini Carsharing, Gewalt bei Uber Protesten

Diese Wochenende haben wir zwei Nachrichten aus dem Mobilitätsbereich. Mini möchte ein Ausstattungspaket anbieten, damit Privatfahrzeuge einfacher als Mini Carsharing Fahrzeuge genutzt werden können. Die Proteste der Taxi-Fahrer in Frankreich gegen Uber sind in der letzten Woche in Gewalt umgeschlagen.

Carsharing Zusatzausstattung bei MINI

MINI hat die Tage den neuen Mini Clubman vorgestellt. Für das Fahrzeug soll ein Ausstattungspaket angeboten werden, das den Besitzern erlaubt, das Fahrzeug ohne Schlüsselübergabe zu vermieten, wenn sie es nicht selber nutzen. Die entsprechend ausgestatteten Mini Carsharing Fahrzeuge werden dann in das DriveNow Netz eingebunden. Dabei ist davon auszugehen, dass die Fahrzeuge wieder zum ursprünglichen Standort zurück gebracht werden müssen und nicht irgendwo in Beitrittsgebiet stehen gelassen werden können. BMW versucht das free floating Carsharing mit dem stationsgebundenen Carsharing zu verbinden. Außerdem wird der Peer-2-Peer Gedanke mit dem einer separaten Flotte kombiniert. Das Mini Carsharing Ausstattungspaket soll ab 2016 in den USA verfügbar sein. Spannende Entwicklung, die hoffentlich auch in den deutschen DriveNow Städten umgesetzt wird. Wir sind davon ausgegangen, dass Opel ähnliches mit seinem CarUnity Carsharing Projekt anbieten wird. (via Motorauthority)

Taxi Proteste gegen Uber schlagen in Gewalt um

In Paris haben in der vergangenen Woche die Taxigewerkschaften zu Protesten gegen die Taxi-Alternative Uber aufgerufen. Die Proteste sind teilweise in Gewalt umgeschlagen. So wurden mehrere Fahrzeuge von Fahrern angezündet, die bei Uber unterwegs sind. Außerdem wurden Uber-Fahrer über die App ausfindig gemacht und von Taxifahrer gejagt und bedroht. Die Zufahrten zu den Flughäfen und Bahnhöfen wurden blockiert. Uber Fahrzeuge mit Fahrgästen wurde attackiert. Der Protest richtet sich vor allem gegen das Ridesharing Angebot UberPOP. Der Ridesharing-Service mit Fahrern ohne entsprechende Lizenzen und Versicherungen nUberPOP ist in Frankreich verbote, das Verbot wird aber nicht umgesetzt.

Die Autos, die in Brand gesetzt wurden, hatten teilweise ein deutsches Kennzeichen. So ist es auf Bilder zu sehen, die von den Medien verbreitet wurden. Das hat folgende Hintergrund: Die Chauffeure mieten sich hochwertige Fahrzeuge bei deutschen Autovermietungen an, um damit den Fahrservice in Paris anzubieten. Für die französischen Chauffeure und Unternehmen ist es günstiger, ein Fahrzeug der Ober- oder Luxusklasse bei Sixt, Europcar oder Herz in Deutschland anzumieten. Die Anmietung bei einer französischen Autovermietung oder das Leasing der Fahrzeuge wäre teurer.

Der französische Präsident Hollande will das Verbot von Uber nun durchsetzen. Bleibt Abzuwarten, wie sich die Situation in Frankreich weiterentwickelt. Uber dürfte sich auf der anderen Seite auch über kostenlose PR gefreut haben.

Bild: Sharing all over: Call a Bike & DriveNow von GriinBlog (bestimmte Rechte vorbehalten)