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Karten mit rechtlichen und regulatorischen Problemen von Ridesharing Dienst Uber

In welchen Städten/Ländern wird gegen Uber vorgegangen?

Alle Probleme von Uber weltweit, nutzen Sie die Filter, um die Auswahl einzugrenzen. Vorausgewählt ist in dem Fall Europa. In den USA ist auch meistens der Konkurrent Lyft betroffen, wenn rechtlich gegen Ridesharing vorgegangen wird. Ausserhalb der USA sind in einzelnen Fällen lokale Mitbewerber, wie Wundercar oder ähnliche betroffen.

Wann wurde gegen Uber vorgegangen?

Aus der oberen Grafik geht hervor, dass gegen Uber im Jahr 2014 am meisten vorgegangen wurde. Allein im Jahr 2014 wurden etwa doppelt so viele Beschwerden gegen Uber gestartet, wie insgesamt in den 4 Jahren zuvor.

Wer geht gegen Uber vor, woher kommen die Beschwerden gegen Ridesharing?

Das war die Woche: Postbus, Uber kauft zu, Blacklane wird in Amadeus implementiert

Nachrichtenübersicht: Aus ADAC Postbus wird Postbus. Erfolg für Blacklane, der Fahrservice wird bei Amadeus implementiert. Uber kauft Kartenservice deCarta, um unabhängiger von Google und Apple Maps zu werden.

Aus ADAC Postbus wird Postbus

Nach dem Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post wird aus ADAC Postbus die Marke Postbus. Ab Mai 2015 wird ausserdem das Liniennetz erweitert, statt wie bisher 60 Städten sollen dann 120 Städte angefahren werden. Neu im Programm sind Nachtfahrten und ab Sommer auch internationale Ziele. Der ADAC Postbus ist der viertgrößte Anbieter auf dem deutschen Markt, der Marktanteil liegt bei etwa 8%. Angeführt wird der Markt von MeinFernbus Flixbus, die sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen haben. Dahinter folgen die Marken der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat kürzlich ebenfalls angekündigt, alle Marken zusammenzufassen. Außerdem soll das Fernbuslinien-Netz ausgebaut werden. (via Handeslblatt)

Blacklane demnächst über Amadeus buchbar

Der Service der Limousinenplattform Blacklane wird in Amadeus Taxi & Transfer integriert, damit Reisebüros und Fluggesellschaften ihren Kunden auf einfache und nutzerfreundliche Weise einen Service für die letzte Meile anbieten können. Ab Juni diesen Jahres soll die Lösung für Online-Reisebüros verfügbar sein, ab dem vierten Quartal ist es für Fluggesellschaften möglich, die API einzubinden. Irgendwann später soll die Lösung über alle Amadeus Kanäle zugänglich sein, also auch für Travel Management in Unternehmen und in offline Reisebüros. Ende letzten Jahres wurde Blacklane schon in die Reise-Suchmaschine Qunar aus China integriert. (via Amadeus)

Uber kauft erstmals zu, Kartendienst deCarta wird übernommen

Das Unternehmen hinter der Ridesharing App Uber übernimmt den Kartendienst deCarta. Es ist die erste Übernahme durch Uber, die offiziell kommuniziert wird. DeCarta bietet eine ganze Reihe an Lokalisierung- und Karten-Services an, darunter in Karten Suche, Lakalisierungs-API, Turn-by-Turn Navigation und mehr. Offiziell soll durch die Übernahme von deCarta der UberPOOL Service und die Vorhersage der Ankunftszeit verbessert werden. Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, dass Uber durch die Übernahme unabhängiger von Google und Google Maps werden möchte. Google ist zwar ein Uber Investor, in letzter Zeit gab es mehrere Anzeichen, dass sich das Verhältnis der beiden Technologie-Unternehmen abgekühlt hat. Uber hat angekündigt, mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh an einem selbstfahrendem Auto zu arbeiten, über Google gab es Gerüchte, dass das Unternehmen an einem eigenen on-demand Ridesharing Service arbeitet. Auch für das eigene selbstfahrende Fahrzeug würde die Akquisition der Kartentechnologie Sinn ergeben. DeCarta wurde bereits 1996 gegründet und hat mehr als 55 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Trotz der Übernahme wird deCarta weiter mit externen Kunden zusammen arbeiten. (via Wall Street Journal)

Bild: Der neue Postbus (Quelle: Deutsche Post, alle Rechte vorbehalten)

Carsharing App CarJump wird verkauft

Die App CarJump, die verschiedene Carsharing Anbieter aggregiert, wird nach einem Bericht von GründerSzene von Investor Henri Kühnert übernommen. Die CarJump Gründer bleiben erstmal als Berater an Board, die Geschäftsführung übernehmen Michel Stumpe und Fabian Kofler. Beide bezeichnen sich bei Xing interessanterweise als CEO & Founder. Henri Kühnert war früher Geschäftsführer der SinnerSchrader Mobile Agentur, nach seinem Ausscheiden investiert er in Early Stage Startups und berät ausgewählte Unternehmen, darunter citeecar.

Die Carsharing App CarJump aggregiert die verfügbaren Fahrzeuge verschiedener Carsharing Anbieter und stellt diese auf einer Karte gesammelt dar. Der Nutzer sieht die verfügbaren Fahrzeuge in seinem Umkreis und kann sich entscheiden, welchen Carsharing Anbieter er nutzt.

CarJump dürfte damit zu kämpfen habe, dass die meisten Nutzer nur bei einem Anbieter angemeldet sind und somit kurzfristig keinen wirklichen Nutzen durch die App haben. CarJump versucht bisher noch nicht die Nutzer dazu zu bewegen, sich bei weiteren Carsharing Anbietern zu registrieren.

Den Nutzern werden auch keine ausgewerteten Daten zur Verfügung gestellt, die ihn dazu animieren würden, sich bei einem anderen Anbieter zu registrieren. Zum Beispiel könnte die Technologie hinter der App die Umgebung um den gewünschten Abfahrtort analysieren, um dem Nutzer den bestmöglichen Carsharing Anbieter zu empfehlen. Es könnte ja sein, dass ein Nutzer bei DriveNow registriert ist, ein car2go oder Spotcar Fahrzeug meistens näher am Abfahrtort ist.

Interessant wäre auch ein Feature, das den ungefähren Preis für die zu fahrende Strecke ausrechnet. Somit könnte der Nutzer entscheiden, ob er vielleicht einen etwas längeren Fußmarsch in Kauf nimmt, um ein paar Cent oder Euro zu sparen.

Es sind sowohl Free-Floating als auch stationsbasierte Anbieter bei CarJump gelistet, eine aktive Kommunikation der Vorteile des jeweiligen Modells an die Nutzer wäre auch hilfreich.

Das Unternehmen CarJump wurde 2013 gegründet und hat letztes Jahr eine Finanzierung von High-Tech Gründerfond eingesammelt. Üblicherweise stellt der High-Tech Gründerfond 500.000 € zur Verfügung, die meist gesplittet nach erreichen von Meilensteinen fließen. Wie viel Geld aus dem High-Tech Gründerfond bisher in CarJump geflossen ist, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich eine geringere Summe, als 500.000 €. Für welche Summe das Startup übernommen wurde, ist nicht bekannt, die Summe dürfte sich aber im niedrigeren Bereich bewegen.

Das CarJump Team hat wohl auch die App für den Carsharing Anbieter Spotcar entwickelt. Spotcar ist seit dem vergangenen Jahr mit Opel Adam Fahrzeugen in Berlin unterwegs.

Bild: CITROËN Multicity Charsharing Berlin von Tony Webster (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi App Ola übernimmt TaxiForSure, Uber stellt UberPOP ein

+++ Kurznachrichten +++ Die indische Taxi-App Ola übernimmt den Konkurrenten TaxiForSure, ebenfalls aus Indien. Der Ridesharing Service Uber stellt wohl den UberPOP Service in einigen deutschen Städten ein. Das Carsharing Unternehmen DriveNow will weiter expandieren.

Ola übernimmt Taxi-App TaxiForSure

Nach der Konsolidierung in China durch die Fusion von den Taxi-Apps Kuaidi und Didi Dache steht in Indien ebenfalls eine Konsolidierung an. Der ebenfalls von SoftBank finanzierte Taxi-App Anbieter Ola übernimmt den kleineren Anbieter TaxiForSure für 200 Mio. US$. Der Deal wird in Anteilen an Ola und Bargeld bezahlt. Beide Marken sollen separat weitergeführt werden. Ola ist im Moment in 67 Städten in Indien verfügbar und hat etwa 100.000 registrierte Fahrer. TaxiForSure hate 15.000 registrierte Fahrer in 47 indischen Städten. Die beiden TaxiForSure Gründer sollen für einen absehbaren Zeitraum als Berater an Board bleiben, die 1700 angestellten sollen weiter beschäftigt werden. (via TechCrunch)

Uber reduziert den UberPOP Service

Am Wochenende hat die Wirtschaftswoche berichtet, dass Uber vorerst von einer weiteren Expansion in Deutschland absieht. In absehbarer Zeit sollen keine weiteren Städte gestartet werden, da der UberPOP nicht unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen angeboten werden kann. Die Akquisition von weiteren UberPOP-Fahrern soll eingestellt werden. Nun berichtet das Startup Magazin GründerSzene, dass sogar der UberPOP Service in eineigen deutschen Städten vor dem Aus steht. In Berlin, Hamburg und Düsseldorf ist Uber gezwungen, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten, die Fahrer werden mit Bonuszahlungen bei Laune gehalten. Nun soll Uber diese Zuschüsse einstellen. Was dazu führen dürfte, dass sich keine Fahrer finden lassen und bereits registrierte Fahre nicht weiter aktiv sind. Auf ein Personenbeförderungsschein und wahrscheinlich auch eine Konzession soll für UberPOP zur Vorschrift werden. In Berlin kann dann nur noch UberTaxi angeboten werden, evtl. wird auch der Lieferservice für Essen UberEats gestartet. (via GründerSzene und WiWo)

Carsharing Anbieter DriveNow will durch Städte im Ausland wachsen

Das Wachstum für DriveNow soll durch die verstärkte Expansion ins Ausland erzielt werden. Insgesamt sollen 25 ausländische Städte hinzugefügt werden, bis zu 15 in Europa und 10 in Nordamerika. Bisher ist DriveNow in 5 deutschen und drei internationalen Städten verfügbar. In Deutschland sollen erstmal keine neuen Standorte hinzu kommen. Frankfurt wäre für das Unternehmen wünschenswert, die Stadt hätte aber nur 80 Fahrzeuge genehmigt. Diese geringe Anzahl ist für ein flexibles Carsharing Angebot viel zu gering. In den anderen deutschen Städten ist die eingesetzte Flotte im Schnitt etwa 450 Fahrzeuge groß. Konkurrent car2go ist vor kurzem im Frankfurt gestartet, mit etwa 190 Fahrzeugen. Warum DriveNow nur 80 Fahrzeuge einsetzten darf, ist unverständlich. (via Focus)

Bild: Ambassador taxi von shankar s. (bestimmte Rechte vorbehalten)

11 Mobility – & Transport Unternehmen + Investoren, die Sie 2015 beobachten sollten

Auch im Jahr 2015 wird sich im Bereich Mobility, Transport und Beförderung einiges bewegen. Die folgende Präsentation ermöglicht eine kurze Übersicht und stellt einige Fragen. Zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen Uber und Lyft? Was passiert im Bereich Carsharing und multimodale Mobilität? Schließen sich die beiden Limousinen-Services MyDriver und Blacklane zusammen?

Mobility Trends für 2015

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (bestimmte Rechte vorbehalten)

Delivery Nachrichten: Postmates erhält 35 Mio. $, Uber mit Essen in Barcelona, Deliveroo vor Deutschlandstart

+++ Kurznachrichten aus dem Delivery Bereich +++ Das Startup Postmates aus San Francisco erhält eine neue Finanzierung, UberEats liefert Essen in Barcelona.  Das Startup aus London Deliveroo steht vor einer Expansion nach Deutschland. Außerdem will die Deutsche Bahn ihr Fernbus-Angebot ausbauen.

Postmates mit 35 Mio. US$ Finanzierung

Das amerikanische same-day delivery Startup Postmates, das von dem Deutschen Bastian Lehmann gegründet wurde, hat weitere 35 Mio. US$ von Investor Spark Capital eingesammelt. Via Postmates können die Nutzer alles von lokalen Geschäften bestellen und für eine kleine Liefergebühr nach hause liefern lassen. Bisher ist Postmates in ca. 60 amerikanischen Städten aktiv. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden insgesamt 58 Mio. US$ eingesammelt. In der letzten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen anscheinend mit 150 bis 200 Mio. US$ bewertet. Das Unternehmen scheint recht erfolgreich zu sein, es wurden mittlerweile mehr also 1 Millionen Lieferungen zugestellt. Kürzlich wurde eine API eingeführt, die App-Entwickler und Verkäufer einbinden können, um einen Same-Day Delivery Service anbieten zu können. (via TechCrunch)

UberEats startet in Barcelona

Uber wurde letztes Jahr in Spanien der Personentransport untersagt. Um weiterhin im Land aktiv bleiben zu können, wurde der Service UberEats gestartet. Per UberEats können die Nutzer Gerichte von ausgewählten Restaurants bestellen, die innerhalb von 10 Minuten zugestellt werden. Uber bietet bereits in New York einen Delivery Service mit dem Namen UberRUSH  an, in Los Angeles wird der Lieferservice für Essen unter dem Namen UBERFresh angeboten. Um an die besten Restaurants zu kommen, arbeitet Uber mit dem Restaurant-Guide Plateselectors zusammen. Bleibt abzuwarten, ob Uber den Service auch in Berlin anbieten wird. In Berlin wurde der Service mit Limousinen verboten, der Service mit Privatfahrern wird unter unwirtschaftlichen Bedingungen angeboten und mit UberTaxi unterscheidet man sich nicht von myTaxi und co.  (via Business Insider)

Lieferservice Deliveroo startet in Deutschland

Das sich ein Lieferservice für Gerichte von Premium-Restaurants in Berlin und anderen deutschen Städten lohnen könnte, zeigt der bevorstehenden Start von Deliveroo. Deliveroo bietet einen ähnlichen Service, wie UberEats. Per eigener Flotte werden Gerichte von ausergewöhnlichen Restaurants zugestellt. Die teilnehmenden Restaurants verfügen über keine eigenen Fahrer und die Lieferung von Gerichten gehörte bisher nicht zum Geschäftsmodell dieser Restaurants. Damit unterscheidet sich der Service von Lieferheld, Lieferando und co. Diese Services setzten vor allem auf Restaurants, die eigene Fahrer haben und die sich auf Essenlieferungen spezialisiert haben. Geleitet wird das deutsche Team von Felix Chrobog, Sohn des ehemaligen deutschen Botschafters in den Vereinigten Staaten. Deliveroo sucht in Deutschland einige Mitarbeiter für die Bereiche Marketing, Logistik&Operations und Business Development. Das Finden von geeigneten Mitarbeitern scheint nicht so einfach zu sein, schließlich sind die Stellenanzeigen schon einige Wochen online. Deliveroo hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde über 25 Mio. US$ abgeschlossen und ist damit finanziell gut aufgestellt. (via Deliveroo und VentureBeat)

Deutsche Bahn will Fernbus-Marken zusammenführen und Netz ausbauen

Die Deutsche Bahn will ihr Fernbus-Angebot ausbauen und alle Marken zusammen fassen. Ab Sommer sollen neue Linien eingeführt werden und die Frequenz auf bestehenden Linien soll erhöht werden. Die Anzahl der Fernbus-Verbindungen soll vervierfacht werden. Als weiterer Schritt sollen alle Bus-Marken, wie BEX, Berlinlinienbus und IC-Bus unter einem neuen Namen zusammengefasst werden. Mit diesen beiden Schritten will die Deutsche Bahn mit MeinFernbus Flixbus mithalten. Die beiden Unternehmen MeinFernbus und Flixbus haben sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen, um schneller wachsen zu können. Das Gemeinschaftsunternehmen kommt auf einen Marktanteil von mehr als 75% in Deutschland, die Busse der Bahn haben einen Anteil von unter 10%. MeinFernbus Flixbus will dieses Jahr mehr als 50 neue Linien und 500 neue Direktverbindungen in Deutschland und Europa schaffen. Die Zahl der Busse soll auf 1000 fast verdoppelt werden. Die Bahn muss ihre Strategie ändern, um nicht total den Anschluss im Fernbusmarkt zu verlieren. (via Tagesschau)

Bild: Delivery of semlor von Patrik Nygren (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache schließen sich zusammen

Laut Reuters schließen sich die beiden chinesischen Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache in einer Fusion zusammen. Durch die Fusion der beiden führenden Taxi-Apps entsteht der weltweit größte Smartphone basierte Transportservice.

Wie das Unternehmen nach der Fusion heißen wird, ist noch unklar. Die Marken der beide Unternehmen könnten erstmal erhalten bleiben. Nach dem Zusammenschluss wird das Unternehmen mit 6 Milliarden US$ (entspricht 5.3 Milliarden €) bewertet. Weitere Informationen sollen nach dem Chinesischen Neujahrsfest publiziert werden.

Interessant an dem Zusammenschluss ist, dass die beiden chinesischen Internet-Giganten Tencent und Alibaba der Fusion zugestimmt haben. Tencent ist bei Didi Dache als Investor an Board, Kuaidi Dache wird von Alibaba finanziert. Tencent und Alibaba galten bisher als Erzfeinde, so dass eine Zusammenarbeit undenkbar war.

Die beiden Unternehmen verfügen über einen Marktanteil in China von mehr als 90%. In den letzten Jahren seit Start im Jahr 2012 haben sich die beiden Unternehmen einen erbitterten Preiskampf geleistet, um neue Kunden zu gewinnen. Mehr also 150 Mio. Chinesen nutzen ihr Smartphone, um über eines der beiden Netzwerke ein Taxi zu bestellen.

Gemeinsam haben die beiden Unternehmen mehr als 1 Milliarde US$ von Privat-Investoren eingesammelt. Didi hat im letzten Dezember 700 Mio. US$ von Tencent und DST eingesammelt. Kuaidi hat mehr als 600 Mio. US$ von Softbank, Tiger Global und Alibaba eingesammelt.

Die Fusion soll auch im Kampf gegen Uber helfen. Uber ist seit 2013 in China aktiv und vermittelt lizensierte Chauffeure anstatt Taxifahrer. Ende letzten Jahres hat der chinesische Suchmaschinen-Konzern Baidu etwa 600 Mio. US$ in das amerikanische Unternehmen investiert und angekündigt, das Unternehmen bei einem schnelleren Marktausbau zu unterstützen. Bleibt abzuwarten, ob sich das fusionierte Unternehmen an eine Internationalisierung wagt, oder ob weiterhin ausschließlich auf den chinesischen Markt gesetzt wird.

Kuaidi Investor Softbank hat auch bei weiteren internationalen Taxi-Apps hohen Summen investiert, darunter GrabTaxi aus Süd-Ost-Asien und Ola aus Indien. Weitere Fusionen im asiatischen Raum könnten also bevorstehen.

Bild: favorite taxi von Ernie (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft will min 250 Mio. US$ einsammeln, Apple arbeitet an eigenem Fahrzeug

Kurznachrichten: Das amerikanische Ridesharing Startup Lyft steht wohl kurz davor zwischen 250 und 500 Mio. US$ an Finanzierung aufzunehmen und Apple arbeitet an Produkten für Autos oder sogar an einem eigenen Fahrzeug.

Lyft will min. 250 Mio. US$ Finanzierung einsammeln

Der amerikanische Uber Konkurrent Lyft ist im Gespräch mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich aufzunehmen. Laut Insidern soll eine Summe von 250 Mio. US$ in das zwei Jahre alte Unternehmen fließen, bei einer Bewertung von 2 Milliarden US$. Je nach Interesse der Investoren könnte die Summe auf 500 Mio. US$ steigen.

Im letzten Jahr ist Lyft anscheinend recht schnell in den USA gewachsen, der Umsatz soll sich laut Lyft Präsident John Zimmer verfünffacht haben. Lyft dürfte auch von den negativen Schlagzeilen rund um Uber profitiert haben.

Schon beim Abschluss der letzten Finanzierungsrunde im April 2014 wurde darüber spekuliert, dass Lyft bald internationalisiert. Bisher ist das nicht geschehen und es bleibt abzuwarten, ob sich der Mitfahr-Service nun traut, Städte in Europa, Asien, Südamerika oder Afrika zu erschließen oder ob der Fokus weiter auf der Expansion in den USA liegt.

Es ist anzunehmen, dass die neue Finanzierung für Marketing und Fahrer-Kompensierung ausgegeben wird. Einerseits sollen neue Nutzer über Social-Media Kanäle, wie Twitter und Facebook gewonnen werden. Auf der anderen Seite müssen die Fahrer intensiviert werden, da die Fahrpreise auf Nutzerseite extra niedrig gehalten werden und ein Preiskampf mit Uber geführt wird. Auch die Ausgaben für rechtliche Auseinandersetzungen und Lobbying dürften nicht unerheblich sein. (via New York Times)

Apple arbeitet an eigenem Auto und/oder an Produkten für Fahrzeuge

Laut Financial Times stellt Apple ein Team an Experten mit Automotive Hintergrund ein, um in einem geheimen Forschungslabor an Produkten für die Automobilindustrie und/oder um an einem Apple Fahrzeug zu arbeiten. Angeführt wird das Team von erfahrenen Managern, die auch schon am iPhone gearbeitet haben. In den letzten Monaten wurden gezielt Gespräche mit Managern und Experten mit Automotive-Hintergrund geführt, unter anderem, um diese abzuwerben. So wurde zum Beispiel der Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilunge von Mercedes Benz im Silicon Valley, Johann Jungwirth abgeworben.

Das Team soll an einem Projekt mit dem Decknamen Titan arbeiten. Ziel ist die Entwicklung eines elektrischen und selbstfahrenden Minivans. Für die Fertigung müsste Apple mit Partnern zusammenarbeiten, da Apple über keine eigene Fertigung verfügt und da es zu lange dauern dürfte, die nötige Erfahrung aufzubauen. Als Partner könnten Partner wie Magna Steyr aus Österreich zur Verfügung stehen.

Neben einem Apple Fahrzeug könnte das Expertenteam an einer komplexen Software-Plattform arbeiten, die auf Apple CarPlay aufbaut. Die Software-Plattform könnten Automobilhersteller einsetzen, um die Apple Technologie tiefer in die Fahrzeuge integrieren zu können.

Auf der Goldman Sachs Technologie Konferenz letzte Woche hat Apple CEO Tim Cook deutlich dargestellt, dass Apple weiter in die Automotivindustrie vordringen will. (via Financial Times)

Bild: San Francisco – Clarion Alley von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Sidecar will sich mit Same-Day Lieferungen differenzieren

Das amerikanische Transport-Startup Sidecar hat einen Same-Day Delivery Service gestartet. Mit dem neuen Service können die Nutzer Pakete und andere Lieferungen über das Sidecar Netzwerk von A nach B bringen lassen. In den letzten sechs Monaten wurde der neue Service in der Bay Area in den USA getestet, nun folgt der Start des Sidecar Deliveries Services in allen 10 US-Städten, in denen Sidecar bisher aktiv ist. Der neue Service basiert auf der bereits bestehenden Technologie und dem Netzwerk an Fahrern, die bisher auch Ridesharing Services angeboten haben.

Günstiger und schneller

Laut Sidecar Gründer Sunil Paul ist die Lieferung über das Sidecar-Netzwerk 80% günstiger, als traditionelle Kurierdienste und außerdem schneller. Anscheinend sind in San Francisco schon 10% der Sidecar Fahrten Same Day Deliveries. Bis Ende des Jahres sollen über die Sofort-Zustellungen 50% des Umsatzes generiert werden. Sidecar arbeitet mit E-Commerce, Restaurants, Blumenläden und Supermärkten zusammen, um für Aufträge zu sorgen. Einer der Pilot-Kunden in San Francisco ist Eat24. Eat24 ist eine Art amerikanisches Lieferheld oder Lieferando. Anscheinend wurden die Zustellzeiten der über Eat24 bestellten Mahlzeiten halbiert und die Restaurants haben gleichzeitig einen Umsatzanstieg verzeichnet. Die Vision von Sidecar ist, dass jedes Geschäft eine Bestellung erhalten kann, die innerhalb einer Stunde zugestellt wird.

Mehr Fahrer sorgen für kürzere Wartezeiten

Für die Fahrer hat es den Vorteil, dass die Einnahmen um bis zu 75 % steigen können, wenn sie gleichzeitig Fahrgäste und Pakete im Fahrzeug haben. Durch die zusätzliche Einnahmequelle steigt laut Sidecar die Anzahl der aktiven Fahrer. Mehr aktive Fahrer führen zu kürzeren Wartezeiten und günstigeren Preisen für die Fahrgäste.

Starke Wettbewerber

Sidecar wagt sich damit in eine Nische mit starken Wettbewerbern. Unternehmen, wie Amazon, Ebay, Instacart, Postmates, Uber und co. bieten ebenfalls einen ähnlichen Service an, meist aber mehr Endkunden orientiert. Amazon arbeitet außerdem mit der Taxi-App Flywheel zusammen, um Pakete möglichst sofort zustellen zu können.

Sidecar adressiert mit dem neuen Service mehr Unternehmen als Endkunden. Unternehmen können die Logistik-Lösung von Sidecar einbinden, um die Bestellungen möglichst schnell zustellen zu können. Über die Sidecar API werden die Live-Daten über den Auftrag übertragen, so dass die Kunden ihre Lieferung genau verfolgen können. Bei Eat24 wissen die Kunden genau, wann die Lieferung das Restaurant verlassen hat und wann der Fahrer angekommen ist. Eine ähnliche Transparenz über die Lieferung wäre bei Lieferheld, Lieferando und co. ebenfalls wünschenswert.

Innovative Ideen von Sidecar

Sidecar hat bisher viel weniger Geld eingesammelt, als Uber oder Lyft, das Unternehmen zeichnet sich aber immer wieder durch innovative Ansätze aus. So wurde die Mitfahrfunktion Shared Rides, mittels derer sich mehrere Fahrgäste eine Fahrzeug teilen, vor UberPool und Lyft Line eingeführt, außerdem erlaubt Sidecar den Fahrern die Preisgestaltung der Fahrten. Die Idee, dass Fahrgäste und Pakete gleichzeitig in den Fahrzeugen sind, wurde nur auch zuerst von Sidecar umgesetzt. Die Kombination ist eine Win/Win/Win Situation. Fahrgäste fahren zu einem günstigere Preis. Fahrer erhöhen ihren Umsatz. E-Commerce Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihre Produkte günstiger und schneller zuzustellen.

Bild: Sidecar (alle Rechte vorbehalten)

Goolge soll an Uber Konkurrenten arbeiten

Wie Bloomberg Berichtet, soll Google an einem on-demand Taxiservice arbeiten, der wie Uber funktioniert. Interessant an der Entwicklung ist, dass Google im August 2013 einen Betrag von 258 Mio. US$ via Google Ventures in Uber investiert hat und sich auch an der Finanzierungsrunde ein Jahr später mit dem gleichen Investment Vehikel beteiligte. David Drummond, Leiter der Rechtsabteilung und Senior Vice President für Unternehmensentwicklung von Google ist seit dem Investment im Jahr 2013 Mitglied des Aufsichtsrats von Uber.

Seit dem Investment haben Uber und Google gut zusammen gearbeitet. Unter anderem wurden die Fahrer mit Android-Smartphones anstatt iPhones ausgerüstet und der Uber-Service wurde in die Google Maps App integriert. Schon vor dem Investment hat Uber die Kartendaten von Google für die Fahrer und Fahrgast-App genutzt. Jetzt scheint es so, als würde sich die Zusammenarbeit in Richtung Konkurrenzkampf entwickeln.

Google bereitet den Start eines eigenen on-demand Fahrservice vor, wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Entwicklungsprojekt der selbstfahrenden Autos. David Drummond hat das Uber Board über die Möglichkeit, dass Google einen eigenen Service startet, unterrichtet und Screenshots einer Google Ridesharing App gezeigt, die von Google Mitarbeitern genutzt wird. Drummond soll nun dazu gedrängt werden, sich aus dem Uber Aufsichtsgremium zurückzuziehen.

Wie Uber arbeitet auch Google schon seit einiger Zeit an der Vision, den Verkehr mit selbstfahrenden Fahrzeugen zu revolutionieren und effizienter zu gestalten. Kürzlich hat das Unternehmen verkündet, dass die Technologie für selbstfahrende Autos in den nächsten zwei bis fünf Jahren massentauglich sein wird und dass über Möglichkeiten nachgedacht wird, Mitfahrgelegenheiten anzubieten.
Diese Aussagen haben das Uber Management beunruhigt. Für Uber wäre es auch ein schwerer Schlag, wenn Google den Zugang zu den Google  Maps Daten einschränkt, da es keine wirkliche Alternative gibt.
Wenn sich Google in den Ridesharing Markt begeben würde, hätte Uber auch keinen Partner mehr, der in der Zukunft selbstfahrende Autos bereitstellen würde. Für Uber CEO Travis Kalanick liegt in autonomen Fahrzeugen ohne Fahrer der Schlüssel für noch günstigere Personenbeförderung, denn der Fahrer stellt im jetzigen Setup den größten Kostenfaktor dar. Uber müsste selber die Technologie und ein selbstfahrendes Fahrzeug entwickeln, oder mit einem anderen Fahrzeughersteller zusammenarbeiten, um fahrerlose Autos für den Transportservice nutzen zu können. Mercedes, Audi, Tesla und andere Hersteller arbeiten an selbstfahrenden Autos, es ist aber schwer zu sagen, ob sie soweit wie Google in der Entwicklung sind.
Bild: Uber in Beijing von bfishadow (bestimmte Rechte vorbehalten)