Alle Beiträge von Augustin Friedel

1 Mio. car2go Nutzer, Abgang bei MyTaxi, Baidu will bei Uber rein

Eine Übersicht an Kurznachrichten der letzten Woche: Das Carsharing Unternehmen car2go heißt seinen millionsten Kunden willkommen, der Chinesische Such-Riese Baidu will in Uber investieren. Sven Külpers nimmt bei MyTaxi seinen Hut und Sidecar führt Sicherheitsgebühr ein.

Car2Go mit 1 Mio. Nutzern

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler Konzern hat am Mittwoch den millionsten Nutzer begrüßt.  Insgesamt sind um die 12.500 Smarts weltweit an 30 Standorten unterwegs. Seit beginn wurden etwa 32 Millionen Mietvorgänge absolviert, aktuell sind es 400.000 Mietvorgänge die Woche. Auch wenn die Zahlen nichg ganz realistisch erscheinen, ist das eine ordentliche Leistung. Car2go will auch im kommenden Jahr stark wachsen, um sein Marktführerschaft auszubauen. (Via Mittelstand Nachrichten)

Sven Külpers geht bei MyTaxi

Der MyTaxi Mitgründer Sven Külpers verlässt das Unternehmen nach der Übernahme durch Daimler. Sven Külpers hat zusammen mit Nicolaus Mewes MyTaxi gegründet, Mewes gilt als starker Mann im Hintergrund, Külpers hat das Unternehmen nach außen vertreten. Ob die Idee mit dem Preiskampf mit Uber in Hamburg noch unter seiner Verantwortung entstanden ist oder schon durch Daimler bzw. Moovel initiiert wurde und ob sein Abgang damit etwas zu tun hat, ist unklar. Insider sagen, dass private Gründe für den Abgang verantwortlich sind. Külpers soll das Unternehmen weiterhin beraten. (via Manager Magazin)

Baidu will 600 Mio. US$ in Uber investieren

Der Chinesische Internetriese Baidu will einen hohen Betrag in Uber investieren, im Raum stehen 600 Mio. US$. Bereits in der Ankündigung zur letzten Finanzierung wurde von Uber bekräftigt, dass die Runde von den kommunizierten 1.2 Milliarden US$ auf 1.8 Milliarden US$ anwachsen könnte. Nun scheint klar zu sein, von dem die zusätzlichen 600 Mio. US$ kommen sollen. Das Geld soll für den Ausbau in China verwendet werden. Die Allianz wäre für beide Unternehmen mit Vorteilen verbunden. Uber hätte einen starken Partner im Land. Baidu könnte Uber helfen, den lokalen Markt besser zu verstehen, damit sich das Unternehmen schneller ausbreiten kann. Baidu würde im Vergleich mit Alibaba und Tencent an Boden gewinnen. Beide Unternehmen haben in letzten Zeit hohe Summen in Mobilitäts-Startups investiert. Die Tencent Gruppe ist unter anderem an Lyft beteiligt, Alibaba an Kuaidi Dache. Interessanterweise hat Qunar, eine Reise-Suchmaschine aus dem Baidu Konzern, vor wenigen Tagen eine Kooperation mit der Buchungsplattform für Limousinenfahrten Blacklane bekannt gegeben. Bleibt abzuwarten, ob Baidu auch bei Blacklane einsteigt, oder ob diese Kooperation nach dem Einstieg bei Uber vorzeitig beendet wird. Die Seite für Fahrzeugbuchungen auf Qunar sieht bereits heute dem Design der Uber-Seite ähnlich. (via Bloomberg)

Sidecar verlangt 1 US$ pro Fahrt für Sicherheit

Das amerikanische Ridesharing-Startup Sidecar zieht nach und verlangt eine Sicherheits-Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Konkurrenten Uber und Lyft verlangen schon seit einer geraumen Zeit eine „Safe Ride“ oder „Trust and safety“ Gebühr, um die Kosten für die Versicherung und die Überprüfung der Fahrer und Fahrzeuge zu decken. Sidecar zieht jetzt mit der „RideSafe“ Gebühr nach. Laut Sidecar sollen damit die Versicherungspolice (1 Mio. US$ Deckungsbeitrag pro Vorfall), die Überprüfung der Fahrer (Background checks) und die Überprüfung der Fahrzeuge finanziert werden. Sidecar unterscheidet sich von Uber und Lyft dahingehend, dass der Fahrer den Fahrpreis festsetzt. Der Fahrgast kann dann den Fahrer nach unterschiedlichen Kriterien auswählen, z.B. dem günstigsten Fahrpreis, dem Fahrzeug oder der Ankunftszeit. (via Techcrunch)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ridesharing Startup Lyft will nach Europa

Wie das Magazin Wirtschaftswoche auf der Le Web Konferenz in Paris erfahren hat, will das Unternehmen Lyft, das in den USA zu einem der größten Konkurrenten von Uber zählt, demnächst in Europa starten.

Lyft etwa 1/5 so groß wie Uber

Lyft betreibt einen ähnlichen Service, wie Uber. Privatpersonen bieten mit ihrem Privatfahrzeug einen Taxi-Service an, der über eine Smartphone App gebucht werden kann. Der Fahrgast bezahlt dafür einen Betrag je nach Dauer und Distanz der Fahrt, davon gehen üblicherweise 20% an das Unternehmen und 80% an den Fahrer. Im Gegensatz zu Uber wird der Service von Lyft bisher nur in USA angeboten und über eine Internationalisierung wird schon seit längerem spekuliert. Die Fahrzeuge, die bei Lyft im Einsatz sind, lassen sich durch die pinkfarbenen Schnurrbärte identifizieren. Um ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, versucht sich Lyft erfolgreich als das gute Laune Taxi zu verkaufen.

In den USA werden über die Plattform monatlich 2 Mio. Fahrten vermittelt. Die Plattform verfügt über etwa 100.000 registrierte Fahrer. Damit dürfte das Unternehmen etwa 1/5 der Größe von Uber erreicht haben, was Anzahl der Fahrer und Fahrten betrifft.

Rechtliche Herausforderungen in den westlichen Städten

Da Uber in vielen westeuropäischen Städten zuletzt mit rechtlichen Auseinandersetzungen zu kämpfen hat, bleibt abzuwarten, wie und wo Lyft starten möchte. Das Geschäftskonzept von Lyft und auch von Uber verstößt in den meisten europäischen Ländern gegen das bestehende Recht. Auch wenn es mit den lokalen Gesetzten vereinbar ist, gehen die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz vor. Lyft schaut sich laut WiWo Städte wie Paris oder London an. Vorstellbar ist, dass das Unternehmen erstmal den deutschen Raum meiden wird, auf Grund der starken Konkurrenz durch das Taxigewerbe.

Wundercar mit ähnlichem Modell in Osteuropa

Ein ähnliches Geschäfts-Konzept betreibt auch das Startup Wundercar, das sich mittlerweile aus den deutschen Städten zurückgezogen hat und die Arbeit auf den Osteuropäischen Raum fokussiert. Aus Deutschland hat sich das Unternehmen auf Grund der Proteste der Taxiindustrie und der verhängten Verbote zurückgezogen. In Städten wie Prag, Budapest oder Istanbul scheint das Angebot besser angenommen zu werden und dem Unternehmen scheinen weniger Steine in den der gelegt zu werden.

Bild: Lyft von SPUR (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber in Indien und den Niederlanden geblockt, Blacklane kooperiert mit Qunar, Instacart mit 100 Mio. $ Runde

Nachrichtenübersicht – Der Berliner Vermittler von Limousinenfahrten Blacklane arbeitet mit Chinesischer Plattform Qunar zusammen, Uber in Neu Delhi und den Niederlanden verboten und Instacart sammelt hohe Finanzierung ein.

Blacklane kooperiert mit Qunar

Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)
Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)

Das Berliner Limousinen-Startup Blacklane, das auch von Daimler finanziell unterstützt wird, hat eine Kooperation mit der chinesischen Reise-Suchmaschine Qunar abgeschlossen. Die Fahrten werden dabei zu Festpreisen verkauft und in lokaler Währung abgerechnet.Die Kooperation startet vorerst für 30 Städte, darunter Bangkok, London, Los Angeles, Paris, New York, Sydney, Tokio und Toronto. Weitere Städte sollen folgen. Interessanterweise sieht das Design der Qunar-Website dem der amerikanischem Uber ähnlich. (via Blacklane Blog)

Lebensmittel-Lieferdienst Instacart sammelt mehr als 100 Mio. US$ ein

Das amerikanische Lebensmittel on-demand Startup Instacart soll in einer Series C Finanzierungsrunde mehr als 100 Mio. US$ eingesammelt haben, die Bewertung soll bei mehr als 2 Milliarden US$ gelegen haben. Erst im Juni hat das Unternehmen 44 Mio. US$ bei einer Bewertung von 400 Mio. US$ eingesammelt. Die Bewertung ist also in kurzer Zeit um das fünffache gestiegen. Bei Instacart können Lebensmittel bestellt werden, die dann innerhalb einer Stunde zugestellt werden. Das Unternehmen ist in 10 Städten, die Lieferkosten liegen zwischen 3.99 und 5.99 US$. (via The Wall Street Journal)

Uber in Neu Delhi und den Niederlande verboten

Das amerikanische Unternehmen Uber ist in Neu Delhi und den Niederlanden verboten worden.

In Neu Delhi kam das Verbot nach einem schwerwiegenden Vorfall, eine Kundin wurde anscheinend von einem Uber-Fahrer vergewaltigt. Der Fahrer war wohl der Polizei bekannt und saß bereits wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Bleibt die Frage, warum Uber keine ausführliche Überprüfung der Fahrer vornimmt. Als Folge hat die Regierung in Delhi dem Unternehmen untersagt, den Service weiter anzubieten. (via The Economic Times)

In den Niederlanden wurde dem Unternehmen untersagt, den UberPOP Ridesharing-Service durch Privatpersonen weiter anzubieten. Ähnlich ist es dem Fahrservice schon in Deutschland ergangen, hier wird der Ridesharing-Service mittlerweile in einigen Städten auf non-profit Basis angeboten und die Fahrer werden subventioniert. Laut Gericht verstößt das Angebot gegen niederländisches Recht, das lizensierte Fahrer für die gewerbliche Personenbeförderung vorschreibt. Uber hat angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen und der Service wird weiter angeboten. Uber beruft sich auf ein Gesetzt, das erlassen wurde, als es noch keine Smartphones gab. (via Reuters)

Beide Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen im Mobilitätsbereich an lokale Begebenheiten anpassen und mit den lokalen Behörden zusammen arbeiten.

Bild: Screenshot Qunar.com

Der beste Deal für Fahrer/Chauffeure – Wo verdiene ich am meisten?

Für Fahrer und Chauffeure tun sich in letzter Zeit mehr und mehr Alternativen auf, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Außerordentlich gute und motivierte Taxifahrer haben die Möglichkeit, Limousinenfahrer bzw. Chauffeur zu werden. Für Taxiunternehmen besteht die Möglichkeit, schwarze Limousinen zum Fuhrpark hinzu zu fügen, oder komplett auf einen Fahrservice mit hochwertigen Fahrzeugen umzusteigen.

Die folgenden Absätze stellen eine kurze Übersicht der Möglichkeiten aus Sicht von Fahrern dar.

Ohne Fahrzeug aber mit P-Schein

Fahrer, die über einen Personenbeförderungsschein mit Ortskunde verfügen, aber kein konzessioniertes Fahrzeug besitzen. haben mehrere Möglichkeiten. Einerseits können sie als Freelancer bei unterschiedlichen Mietwagenbetrieben arbeiten oder sich fest anstellen lassen.

Festanstellung als Chauffeur

Einige Unternehmen bieten die Festanstellung als Chauffeur an. Deutschlandweit in den größeren Städten ist das z.B. bei MyDriver möglich. Vorteil ist, dass vom Unternehmen Sozialabgaben übernommen werden und Urlaubstage gewährt werden. Der Verdienst ist auf der anderen Seite festgelegt und fällt eher gering aus. Bei MyDriver kommen wohl zu einem niedrigen Grundgehalt Zuschläge hinzu, die je nach Anzahl der absolvierten Fahrten, Qualität und Spritverbrauch variieren. Auf Monatsbasis sind laut angestellten Fahrern wohl um die 1.200 – 1.500 € Verdienst möglich.

Arbeiten als Freelancer / auf selbstständiger Basis


Update: Mittlerweile ist es schwierig, als Freelancer für unterschiedliche Unternehmer zu arbeiten. Weitere Informationen und eine Einschätzung hierzu gibt es beim BCD.


Viele kleine Chauffeurservices und Limousienenunternehmer stellen Fahrer je nach Auftragslage auf selbstständiger Basis ein. D.h. der Fahrer wird für mehrere Stunden gebucht und erhält dafür eine Vergütung. Üblicherweise handelt es sich bei der Vergütung und einen vorher festgelegten Betrag pro Stunde (in Berlin werden im Schnitt etwa 12 € pro Stunde bezahlt, in München und Hamburg um die 18 € pro Stunde). Teilweise hat sich auch schon eine Umsatzbeteiligung als Vergütung durchgesetzt, dabei erhält der Fahrer z.B. 40 – 50 % der durch Fahrten generierten Umsätze.

Voraussetzung für die Arbeit als selbstständiger Fahrer ist, dass der Fahrer sein eigenes Gewerbe angemeldet hat, außerdem ist er für die Sozial- und Krankenversicherungsabgaben, sowie für die Altersvorsorge selbst verantwortlich. Als Chauffeur auf selbständiger Basis war es in der Vergangenheit stressig, immer neue Einsatzmöglichkeiten zu finden. Durch die neuen Vermittlungsplattformen, wie Blacklane, Uber und MyDriver hat sich die Situation aus Fahrersicht deutlich verbessert, da es mehr dauerhafte Einsatzmöglichkeiten gibt. In Berlin kann ein selbstständiger Fahrer ein jährliches Einkommen um die 35 – 40.000 € (brutto) erzielen.

Nachteil in dieser Konstellation ist, dass der Fahrer nicht sein volles Verdienstpotential ausnutzt, da es immer einen Fahrzeughalter/Mietwagenunternehmer gibt, der mitverdienen möchte. Vorteil auf Fahrerseite ist das geringe finanzielle Risiko, da kein eigenes Fahrzeug angeschafft werden muss.

Mit eigenem Fahrzeug und P-Schein

Der höchste Verdienst ist als professioneller Fahrer mit eigenem konzessionierten Fahrzeug möglich. Voraussetzung ist, dass man über einen Personenbeförderungsschein und ein konzessioniertes Fahrzeug der gehobenen Kategorie zur Verfügung hat.

In dieser Konstellation behält der Fahrer, der gleichzeitig auch Fahrzeughalter ist, die kompletten eingefahrenen Einnahmen. Von den Einnahmen werden die Kosten für das Fahrzeug beglichen, der Rest wander nach Abzug der Steuern und der Sozial- und Versicherungsbeiträge als netto Einkommen auf das Konto des Fahrers.

Für Mietwagenunternehmer gibt es mittlerweile sehr attraktive Fahrzeugangebote, so ist ein Fahrzeug der Luxusklasse schon ab 500 € pro Monat zu haben, hinzu kommen noch etwa 180 € für die gewerbliche Versicherung und die monatlichen Ausgaben fürs Tanken. Den Kosten stehen auf der Umsatzseite etwa 5.000 € – 6.000 € Einnahmen pro Monat gegenüber.

Vorteil für einen Fahrer, der gleichzeitig Mietwagenunternehmer mit seinem eigenen Fahrzeug ist, ist ein möglicherweise hohes Einkommen bei optimierter Kostenstruktur. Allerdings geht der Unternehmer ein größeres finanzielles Risiko ein, da ein eigenes Fahrzeug gekauft oder finanziert werden muss.

Ohne P-Schein bei UberPOP

Fast jede Person, die über ein ordentliches polizeiliches Führungszeugnis verfügt und ein viertüriges Auto zur Verfügung hat, kann sich bei Uber als Fahrer registrieren. Die Fahrten sind durch eine Versicherung von Uber gedeckt, genaue Versicherungsbedingungen sind jedoch unbekannt. Auf Grund von gerichtlichen Auseinandersetzungen zahlt der Fahrgast in einigen Städten nur 35 ct. pro Kilometer. Um das Angebot für Fahrer attraktiv zu machen, erhöht Uber den stündlichen Umsatz auf bis zu 10 € (netto), teilweise wurden sogar bis zu 15 € die Stunde bezahlt. Einschätzung: So lange Uber die Umsätze aufstockt, ist es für Fahrer ein guter Deal, wobei sich der Fahrservice durch Privatpersonen rechtlich und versicherungstechnisch in einem Graubereich bewegt.


Update: UberPOP wurde in Deutschland eingestellt, in München und Berlin existiert noch UberTaxi und UberX.


Fazit

Den höchsten Verdienst erzielt man als Fahrer mit eigenem Fahrzeug. Als selbstständiger professioneller Fahrer kann auch ein ordentliches Einkommen pro Monat erzielt werden. Als Fahrer ohne Personenbeförderungsschein sind die Verdienstmöglichkeiten am geringsten, dafür ist auch der Aufwand minimal. Beim Privatfahrer mit Privatfahrzeug sind die rechtlichen und versicherungstechnischen Fragen noch nicht geklärt, was ein schwer zu kalkulierendes Risiko darstellt.
Es empfiehlt sich, dass man sich bei allen verfügbaren Vermittlungsplattformen anmeldet, um für eine hohe Auslastung der Fahrzeuge zu sorgen, um seine Umsätze zu maximieren.

Wenn Sie weitere Informationen benötigen, wie Sie Ihr Unternehmen für Limousinen & Chauffeurservice starten oder wenn Sie wissen möchten, wo Sie als professioneller Fahrer anfangen können, dann melden Sie sich am besten per E-Mail.

 

Bild: Man with Car von Mendolus Shank (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: GrabTaxi erhält 250 Mio. $, Kampf zwischen MyTaxi und Uber, DriveNow geht nach London

Neben der Nachricht über die neue Finanzierung für Uber gab es weitere interessante Neuigkeiten aus dem Mobiliätsbereich. Das Carsharing Unternehmen DriveNow geht nach London, in Hamburg können bis zu 60% der Taxikosten gespart werden und das asiatische MyTaxi mit den Namen GrabTaxi sammelt 250 Mio. US$ ein.

GrabTaxi mit 250 Mio. US$ Finanzierung

Die in Asien verbreitete Taxi-App GrabTaxi hat eine Finanzierung in höhe von 250 Mio. US$ bekannt gegeben, das Geld stammt unter anderem vom japanischen Telefonkonzern SoftBank. Die Bewertung des Taxi-Startups soll bei mehr als einer Milliarde US$ gelegen haben. GrabTaxi hat in diesem Jahr schon zum vierten Mal eine Finanzierungsrunde bekannt gegeben, in der letzten Runde im Oktober wurden 65 Mio. US$ eingesammelt, in den Runden davor sind auch Millionenbeträge geflossen. Das Unternehmen verkündet, dass es 500.000 aktive Nutzer im Monat hat und dass die App 2.5 Mio. Downloads verzeichnet. Insgesamt sind 60.000 Fahrer auf der Plattform registriert. (via TechCrunch)

DriveNow geht nach London

Wie das Tochterunternehmen von BMW und Sixt mitteilt, ist der Carsharing Service in London gestartet. Car2go, das Konkurrenzunternehmen aus dem Daimler-Konzern hat sich vor ein paar Monaten aus dem englischen Markt zurückgezogen. Die Begründung hieß damals, dass es nicht möglich war, eine übergreifende Regelung für die Parkraumnutzung zu schaffen. Bleibt abzuwarten, ob DriveNow das gleiche Schicksal ereilen wird, oder ob somit auch ein neuer Versuch für car2go in London geebnet wird. Das Angebot startet mit BMW 1er und Mini Modellen, im nächsten Jahr sollen auch BMW i3 Elektrofahrzeuge hinzu kommen. Zu Beginn wird das Geschäftsgebiet eher eingeschränkt sein. (via DriveNow Pressemitteilung)

MyTaxi und UberTaxi liefern sich einen Preiskampf

Am Wochenende wurde bekannt, dass MyTaxi einen Rabatt von 50% auf den Taxi-Fahrpreis gewährt, wenn per App bezahlt wird. Wie zu erwarten war, hat der Konkurrent Uber schnell reagiert und räumt seinen Nutzern einen Rabatt von 60% bis Weihnachten ein. Wenn man die Marketing-Aktionen von Uber kennt, ist einem klar, dass das Unternehmen sofort reagiert und notfalls sogar alle Kosten für eine Fahrt übernimmt. MyTaxi dürfte im Vorteil sein, was die Anzahl der registrierten Fahrzeuge betrifft. Die Nachfrage war bisher anscheinend geringer als erwartet. UberTaxi wurde in Hamburg in Folge des Verbots von UberBlack und UberPOP eingeführt, mittlerweile wendet das Unternehmen die Taktik mit der Einführung eines Taxi-Services auch in Asien an. (via Die Welt)

Bild: Chaplin on Broadway and the Taxi von drpavloff (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber mit weiteren 1.2 Milliarden US$ Finanzierung

Das amerikanische Beförderungs- und Ridesharing-Unternehmen Uber erhält weitere 1.2 Milliarden US$ Finanzierung. Nach Spekulationen in den letzten Wochen Uber hat die Nachricht über die Finanzierung auf dem eigenen Blog veröffentlicht, die Bewertung soll bei unglaublichen 40 Milliarden US$ liegen, was etwa 33 Milliarden Euro entspricht. Uber hat erst vor ein paar Monaten eine ähnlich hohe Finanzierung abgeschlossen, insgesamt hat das Unternehmen bisher etwa 2.7 Milliarden US$ eingesammelt.

Laut der Nachrichtenseite TechCrunch stammt die Summe von den Alt-Investoren Sequoia, TPG, Fidelity Investments, Wellington Management, Kleiner Perkins Caufield & Byers und Menlo Ventures.

Laut Blog-Eintrag ist Uber heute 6 mal so groß, als wie vor 12 Monaten. Es wird nicht genauer angegeben, auf welche Kennzahl sich das sechsfache Wachstum bezieht. Damals hat das Unternehmen einen Wöchentlichen Umsatz von etwa 25 Mio. US$ eingefahren, demnach wären es heute 150 Mio. US$ Umsatz pro Woche. Die Zahl der Städte stieg von 60 in 21 Ländern auf 250 in 50 Ländern.

Das Unternehmen schmückt sich damit, dass es im Jahr 2015 mehr als 1 Millionen Arbeitsplätze weltweit generieren wird, gemeint sind damit vor allem neue Jobs als Fahrer. Durch den Kostenvorteil von Uber würden mehrere Millionen Menschen ihre Fahrzeuge abschaffen und die Parkplatzsituation in den Städten würde sich verbessern.

Laut Travis Kalanick besteht noch die Möglichkeit, dass die Finanzierungsrunde erweitert werden kann, für weitere strategische Investments. Die Finanzierung soll vor allem für eine weitere Expansion in Asien und im pazifischen Raum genutzt werden. Eventuell hat sich auch ein asiatischer Investor an der Runde beteiligt. Nicht nur Uber, sondern auch Blacklane sieht ein gutes Wachstumspotential in Asien, Blacklane hat sich vor kurzem mehrere Millionen von dem japanischen Unternehmen Recruit gesichert.

Der CEO von Uber geht in seinem Blog-Post auch auf die Vorkommnisse der letzten Wochen ein, die für viel negative PR für das Unternehmen gesorgt haben. Das Unternehmen muss auch dafür sorgen, dass die Organisation und Struktur dem enormen Wachstum standhält.

Bild: Money von Nick Ares (bestimmte Rechte vorbehalten)

Nachrichtenübersicht: Lyft mit bester Woche, MyTaxi scheint Druck durch Uber zu spüren, MyDriver darf nicht mit Taxi werben, Ebay testet Same Day Delivery

Kurze Zusammenfassung aktueller Meldungen aus dem Transport und Mobilitäts-Bereich: Lyft hat in der Woche nach dem PR Desaster von Uber so viele Fahrten wie noch nie abgeschlossen. Außerdem versucht MyTaxi mit einer Marketing-Aktion gegen Uber in Hamburg anzutreten und MyDriver wurde es verboten, mit dem Begriff Taxi bei Google zu werben.

MyTaxi übernimmt in Hamburg 50% der Taxikosten

Das vor kurzem von Daimler übernommene Unternehmen MyTaxi startet am 1. Dezember eine Marketingaktion, die bis zum 24. Dezember andauert. Für alle Fahrten, die in dem Zeitraum in Hamburg über die App gebucht und auch durchgeführt werden, übernimmt MyTaxi 50% des Fahrpreises. Voraussetzung ist, dass die Taxifahrt auch über die MyTaxi-App bezahlt wird.

Einerseits möchte MyTaxi dadurch mehr Kunden dazu bewegen, gleich mit der App zu bezahlen, auf der anderen Seite scheint das Unternehmen den Druck von Uber zu spüren. Die amerikanische Konkurrenz ist vor ein paar Wochen mit einem Taxiservice gestartet und hat seinen Kunden 20% des Fahrpreises erstattet. Ausserdem bietet das Unternehmen in Hamburg einen Fahrservice mit Privatfahrern an, dafür werden für die Kunden nur 35 Cent pro Kilometer fällig. Das entspricht einer Ersparnis gegenüber dem Taxi von teilweise 80% und mehr. MyTaxi scheint sich durch die Übernahme von Daimler diese Marketing-Aktion leisten zu können. (via Hamburger Abendblatt)

MyDriver darf nicht mit Begriff Taxi bei Google werben

Die Taxivereinigung Frankfurt, die auch schon gegen Uber geklagt hat, hat den deutschen Vermittler von Limousinenfarhrten MyDriver verklagt und vor Gericht Recht bekommen. MyDriver hat bei Google mit dem Suchbegriff Taxi geworben, was die Taxivereinigung als unlauter fand. MyDriver hat mit dem Text „Taxi für Frankfurt buchen“ geworben, obwohl kein Taxi sondern ein Fahrservice mit hochwertigen Limousinen und Chauffeur gebucht werden kann. Sollte sich das Tochterunternehmen der Sixt Autovermietung nicht daran halten, droht die Taxi-Vereinigung mit einem Ordnungsgeld oder sogar Ordnungshaft. Mit dem Slogan „MyDriver statt Taxi“ darf das Unternehmen wohl weiter werben, im August hatte das Landgericht München dem Unternehmen in der Auseinandersetzung mit der Taxivereinigung Frankfurt recht gegeben und eine einstweilige Verfügung der Taxilobby abgelehnt. (via F.A.Z. und hr)

Ebay testet Same Day Delivery mit DHL

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft testet das Unternehmen Ebay die Zustellung am selben Tag. Um die verkaufte Ware noch am selben Tag zustellen zu können, wir mit dem Paketdienst DHL zusammen gearbeitet. Zuerst ist der Service nur in Berlin verfügbar, über andere Städte wurden noch keine Angaben gemacht.  Das Projekt wird erstmal bis Ende 2014 laufen. Die Ware muss vor 14 Uhr bestellt werden und wird für eine Gebühr von 5 Euro am selben Tag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr zugestellt. Der Service gilt nur für Artikel von sechs ausgewählten Händlern, weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Interessant auch, dass das Pilotprojekt mit DHL gestartet wurde und nicht mit Startups, wie MyLorry, die sich auf Same Day Delivery spezialisiert haben. Ebay und DHL wollen mit dem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, wie das Angebot von Händlern und Kunden genutzt wird. (via Ebay)

Lyft mit Rekordzahlen an absolvierten Fahrten

Das Ridesharing Unternehmen Lyft, dessen größter Konkurrent Uber in letzter Zeit viel negative Presse auf Grund von Äußerungen einiger Manager bekommen hat, hat so viele Fahrten pro Woche wie noch nie absolviert. Demnach scheinen einige Kunden Uber zu meiden und zum Konkurrenten mit dem Rosa Schnauzbart zu wechseln. Wäre interessant zu wissen, ob Unternehmen wie Sidecar oder Flywheel ebenfalls einen stärkeren Zuwachs als sonst hatten. Bisher hat sich Lyft noch wenig PR-Kapital aus den Schwächen der Konkurrenz geschlagen, wahrscheinlich auch, weil es selber mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat und auch nicht sicherstellen kann, dass die gesammelten Kundeninformationen von Mitarbeitern missbraucht werden. (via VentureBeat)

Bild: Taxi von Moyan Brenn (via flickr), Lizenz: CC BY-ND 2.0

Kurznachrichten: Drivy startet in Deutschland, UberPop nur noch am Wochenende, car2go mit neuer App

Übersicht: In den letzten Tagen hat es wieder einige interessante Meldungen aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Das amerikanische Unternehmen Uber reduziert die Verfügbarkeit von UberPop aufs Wochenende, car2go launcht eine neue Version der Smartphone App mit neuen Funktionen und Peer-to-Peer Marktplatz für Autovermietungen Drivy startet in Berlin.

Drivy startet in Berlin, weitere Städte folgen

Das französische Startup Drivy, das eine Plattform für die Vermietung von Fahrzeugen zwischen Privatpersonen anbietet, ist diese Woche in Berlin gestartet.

Das Unternehmen wurde bereits 2010 gegründet und hat in Frankreich bereits 350.000 Nutzer und 20.000 registrierte Fahrzeuge. Vor ein paar Wochen wurde eine neue Finanzierungsrunde für die bevorstehende Expansion verkündet.

Im Vergleich zum free-floating Carsharing, wie z.B. DriveNow, wird das Angebot von Drivy für längere Strecken, bzw. eine längere Mietdauer genutzt. Laut Angaben des Startups beträgt die durchschnittliche Mietdauer 3-5 Tage. Das Einstellen von Fahrzeugen und die Nutzung der Plattform ist kostenlos, Kosten entstehen erst, wenn ein Mietvertrag zwischen Fahrzeugbesitzer und Mieter zustande kommt. Drivy behält 30% der Umsätze, 70% gehen an den Autobesitzer. Von den 30% Provision wird auch eine Ad-hoc Versicherung bezahlt, damit die Vermietung abgedeckt ist. Drivy arbeitet hier mit der Allianz zusammen. Anfang 2015 sollen weitere deutsche Städte hinzu kommen. Konkurrenten in Deutschland sind unter anderem Tamyca oder Autonetzer, die ähnlich lange aktiv sind. (via Drivy.de)

Uber reduziert Verfügbarkeit von UberPOP aufs Wochenende

Weiterer Rückschlag für Uber, demnächst kann der Ridesharing-Service UberPOP nur noch am Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr in Berlin und Düsseldorf gebucht werden. Unter der Woche ist der Service nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Laut Aussagen von Fahrern wurden alle sie alle zu einer Versammlung einbestellt, um über die Veränderungen zu sprechen. Angeblich wurde als Begründung für den Schritt, die zu hohen Kosten für die Subvention der Fahrer genannt. Uber sieht wohl, dass die Nachfrage unter der Woche nicht so hoch ist und möchte sich die Subvention für die Fahrer ohne Fahrten sparen. Der Fahrpreis wurde nach den rechtlichen Auseinandersetzungen auf 35 Cent pro Kilometer reduziert, deshalb ist eine Subventionierung der Fahrer nötig, um Fahrzeuge auf der Straße zu haben. Zuletzt wurden die stündlichen Umsätze der Fahrer wohl auf 10 € die Stunde aufgestockt. Uber argumentiert in einer Mail an die Kunden, dass die Nachfrage so gestiegen ist, dass sie nicht hinterherkommen, genügend Fahrer zum System hinzuzufügen. (via Bloomberg)

Car2go mit neuer App

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler-Konzern hat eine neue Version der Smartphone App veröffentlicht. Mit der aktuellen Version können Fahrzeuge auch per Smartphone geöffnet werden, die bisherige Kundenkarte oder ein Chip auf dem Führerschein ist somit nicht mehr nötig. Das Design wurde überarbeitet und die Bedienung ist intuitiver geworden. Bleibt abzuwarten, ob der App auch eine modernere Website folgt. Zuvor hat bereits der Konkurrent DriveNow eine überarbeitete App mit ähnlichen Features gelauncht. (via Geekwire)

Uber Zahlen geleakt

Auf Business Insider wurde vor kurzem Zahlen und Umsätze von Uber aus Dezember 2013 veröffentlicht. Setzt man das Verhältnis der Umsätze von Uber in London in der Silvesternacht mit den wöchentlichen Umsätzen in Vergleich, wurden etwa 35% der wöchentlichen Umsätze in der Silvesternacht eingefahren. Daraus kann man schließen, dass Uber in der Woche rund um Silvester 2013 ca. 10.000 € Umsatz in Berlin generiert hat, in München müssten es um die 20.000 € pro Woche gewesen sein. In Berlin dürfte das etwa 400 Fahrten pro Woche entsprechen und in München etwa 650 abgeschlossene Fahrten pro Woche.  (via Business Insider)

Bild: Stefan Wieland / Drivy.de (alle Rechte vorbehalten)

Ehemaliger Europcar Chef Roland Keppler geht zu car2go

Wie das Manager Magazin berichtet, geht der frühere Chef der Autovermietung Europcar Roland Keppler zu Daimler und übernimmt die Geschäftsführung des Carsharing-Anbieters car2go. Der neue Geschäftsführer soll das Geschäft mit Unternehmenskunden weiter aufbauen, außerdem soll eine Expansion nach Asien bevorstehen.

Keppler war seit 2009 bei Europcar, zu beginn als Verantwortlicher des Deutschlandgeschäfts, seit 2012 war er Chef des gesamten Europcar-Konzerns. Im Sommer diesen Jahres ist Roland Keppler im „gegenseitigen Einvernehmen“ als Chef von Europcar abgetreten. In unterschiedlichen Medien wurde daraufhin über unterschiedliche strategische Auffassungen zwischen Keppler und dem Eurocar-Eigentümer Eurazeo spekuliert.

Markt der Autovermieter unter Druck

Der Markt der Autovermieter ist in letzter Zeit unter Druck geraten, da neue kundenfokussierte Konzepte, wie Carsharing oder Mobilitätsplattformen für ein Stagnieren, wenn nicht sogar einen Rückgang der Umsätze sorgen. Neben traditionellen Carsharing Anbieter, wie stadtmobil oder flinkster sorgen die free-flaoting Anbieter, wie car2go und DriveNow für weniger Fahrzeugvermietungen der etablierten Autovermietungen. Hinzu kommt noch die neue Konkurrenz durch Peer-to-Peer Carsharing Plattformen, über die Privatpersonen ihre Fahrzeuge vermieten und Taxi-Apps, wie MyTaxi, Uber, Blacklane und co.

Keppler auch in der Geschäftsführung von Moovel

In seiner Zeit als Deutschland-Chef ist auch das car2go Joint-Venture von Daimler und Europcar entstanden. Von den Erfahrungen Kepplers im klassischen Mietwagen-Geschäft können car2go und andere Unternehmen aus dem Moovel-Umfeld profitieren. Car2go steht wohl kurz davor, nach China zu expandieren, evtl. steht auch Singapur auf der Liste. Neben dem klassischen car2go mit Smart-Fahrzeugen soll das car2go Black Angebot mit B-Klassen und stationsbasierten Vermietung ausgebaut werden.

Keppler soll Anfang Dezember bei car2go starten. Zusätzlich zur Geschäftsführung von car2go wird Keppler auch Mitglied der Geschäftsführung der Moovel GmbH. Car2go ist mittlerweile in 7 Ländern aktiv und soll fast 900.000 Kunden haben. Vor kurzem hat das Unternehmen angekündigt, das Carsharing-Angebot in der „Geburtsstadt“ Ulm einzustellen.

Bild: Happy Birthday car2go von MotorBlog.com, Lizenz: CC BY 2.0

Taxi-App Flywheel sammelt weitere 12 Mio. US$ ein, um Taxis gegen Uber zu helfen

Flywheel, eine Art amerikanisches MyTaxi erhält weitere 12 Mio. US$ Finanzierung, außerdem übernimmt laut Forbes ein neuer CEO die Führung des Unternehmens.

Die Führung von Flywheel übernimmt in Zukunft Rakesh Mathur, der davor unter anderem Vice President by Amazon gewesen ist und weitere Unternehmen aufgebaut hat. Mit ihm kommen einige Top-Manager zum Unternehmen und 12 Mio. US$ an Finanzierung. Die Summe kommt nicht von ihm selber, sondern von den Investoren TCW/Craton, Rockport Capital und Shasta Ventures. Insgesamt hat FlyWheel bisher 35 Mio. US$ eingesammelt. Von dem Investor TCW/Craton wechselt ein bisheriger Partner als CFO zum Unternehmen, der neue CTO kommt von Humin.

Das eingesammelte Geld soll für die weitere Expansion genutzt werden, dabei fokussiert sich das Unternehmen ausschließlich auf den US Markt. Im Gegensatz zu Uber vermittelt das Unternehmen nicht Privatfahrer oder teurere Limousinenfahrten, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Taxis. Der CEO von FlyWheel, Rakesh Mathur ist der Meinung, dass Unternehmen eine Chance gegen die beiden Riesen Uber und Lyft hat. Seine Begründung ist, dass das Transport-Business kein „the Winner takes it all“ Markt ist, letztendlich kommt es darauf an, dass die Kunden ein Fahrzeug finden, wenn sie von A nach B kommen möchten. Wenn ein Kunde von A nach B möchte, ist seiner Meinung nach der Preis auch nicht ausschlaggebend und deshalb würde es genügend Kunden geben, die auch ein Taxi buchen würden, auch wenn es teurer als Lyft und Uber ist.

Bisher war das Startup unter anderem in San Francisco vertreten, dort setzen bereits 80% der Taxifahrer die App ein. Flywheel verlangt vom Taxifahrer 10% des Fahrpreises, der Kunde zahlt eine Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Bezahlung läuft wie bei den anderen Startups über die App. Zusätzlich zu San Francisco kann mit Flywheel in Los Angeles und Seattle ein Taxi über die App bestellt werden. Mathur will die Chance nutzen und das Unternehmen schnell skalieren.