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Übersicht über alle Artikel die auf getmobility.de zum Thema Mobilität und Transportation veröffentlicht werden.

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Audi kauft das Startup Silvercar

Das Startup Silvercar bietet in einige amerikanischen Städten einen innovativen Mietwagendienst an. Dabei kommen nur Audi A4 Fahrzeuge zum Einsatz. Audi und das Startup arbeiten schon länger zusammen und der Autobauer aus Ingolstadt ist als Investor bei dem Unternehmen eingestiegen. Jetzt folgt eine Komplettübernahme von Silvercar durch Audi.

Innovativer Mietwagenanbieter

Audi kauft den eher im Premium-Segment angesiedelten Mietwagenservice, um sein Angebot an Mobilitätdienste weiter auszubauen. Gleichzeitig soll die Kompetenz von Audi auf der Software-Seite gestärkt werden. Die Software und das Wissen des Unternehmens kann zum Beispiel genutzt werden, um weitere Carsharing-Dienste aufzubauen. Der Teil der Software Dealerware ist für Audi vorallem interessant. Damit lassen sich die Flotten der Autohändler managen. Silvercar liefert eine beeindruckende Technologie, die das Mieten und Teilen von Fahrzeugen aus Kundensicht stark vereinfacht.

Silvercar bietet Mietwagen am Flughafen

Silvercar beschränkt sich im Moment auf das Vermieten von Fahrzeugen an Flughäfen. Mit diesem Angebot ist das Unternehmen in 15 amerikanischen Städten aktiv. Der Sitz des Unternehmens ist seit der Gründung 2012 in Austin, Texas. Audi und Silvercar arbeiten schon seit der Gründung des Startups zusammen. Die Partnerschaft hat sich so gut entwickelt, dass Audi in der letzten Finanzierungsrunde mit eingestiegen ist. Damals hatte das Startup 28 Mio. US$ in einer Series C Finanzierung eingesammelt. Über den jetzigen Deal ist wenig bekannt.

Audi muss aufholen

Audi hat einiges aufzuholen, denn bisher ist der Autobauer nicht sonderlich aktiv gewesen, wenn es um den Aufbau von Mobilitätsdiensten ging. Unterschiedliche Carsharing Programme wurden in keinem Rahmen getestet. Andere Autokonzerne, wie BMW und Daimler können in dem Beriech schon mehr vorweisen. Unter anderem sind Carsharing Netzwerke und Taxi Apps im Programm. International sind amerikanische Autokonzerne recht aktiv. General Motors hat sich mit der Ride-Hailing Plattform Lyft zusammengetan. Ford stärkt sich in dem Bereich autonomes Fahren und hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Bild: Silvercar (Alle Rechte vorbehalten)

Bosch und Daimler kooperieren bei autonomen Autos

Daimler und Bosch kooperieren bei der Entwicklung von vollautomatisierten und fahrerlosen Fahrzeugen. Ziel der Kooperation ist die Markteinführung eines serienreifen Systems für autonome Fahrzeuge. Die fahrerlosen Autos gelten als Zukunft der Mobilität und sollen sich mit der Technologie sicher im öffentlichen urbanen Straßenverkehr fortbewegen.

Schnellere Entwicklung durch Kooperation

Ergebnis der Entwicklungskooperation sollen vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge stehen. Die Systeme für Autos auf SAE-Level 4 oder SAE-Level 5 sollen bis Anfang der kommenden Dekade zur Serienreife entwickelt werden. Bosch ist einer der größten Zulieferer in der Automobilindustrie und genießt das Vertrauen vieler Hersteller. So vertraut auch Daimler auf die Kompetenzen von Bosch, durch die entstehenden Synergien soll eine möglichst frühe und abgesicherte Serieneinführung der Technologie möglich werden.

Systeme von Bosch und Nvidia

Bosch hat kürzlich angekündigt, dass es zusammen mit Nvidia Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Dabei sollen von Bosch die Sensoren und von Nvidia die Rechnerleistung und passende Software kommen. Es ist davon auszugehen, dass Daimler einer der ersten Kunden der für die Systeme aus der Kooperation von Bosch und Nvidia ist. Durch die Bündelung der Fähigkeiten der unterschiedlichen  Unternehmen werden die Systeme für vollautomatisierten Fahrzeuge schneller zur Serienreife entwickelt.

Das Wettrennen um selbstfahrende Autos ist gestartet

Das vollautomatisierte, fahrerlosen Fahren ist ein wichtiger Baustein für den Verkehr der Zukunft. Langfristig wird sich der Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit im Straßenverkehr steigen. Hinzu kommt, dass günstige Transportmöglichkeiten entstehen, die von mehr und mehr Menschen genutzt werden können. Der Einsatz auf Car-Sharing bzw. Ride-Hailing Plattformen ermögliche eine bestmögliche Nutzung der Fahrzeuge. Daimler hat bereits angekündigt, dass es autonomes Autos für die Uber-Plattform bauen und betreiben wird. Daimler Konkurrent BMW hat mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Ford und GM haben Startups für die Serienentwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen übernommen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Bosch wird mit Nvidia System für autonome Autos vertreiben

Der Automobilzulieferer Bosch kooperiert mit Nvidia und wird das von dem Chip-Hersteller entwickelte System für autonomes Fahren an Automobilhersteller verkaufen. Neben Bosch wird das System auch über ZF vertrieben. Nvidia erschließt sich dadurch eine Markteintrittsstrategie, um sein Drive PX 2 System an Automobilhersteller verkaufen zu können. Das Drive PX 2 System umfasst sowohl Hardware als auch Softwarekomponenten.

Selbstlernender Nvidia Rechner

Kern des Systems ist ein Hochleistungscomputer, der mittels künstlicher Intelligenz selbstlernenden Eigenschaften vorweisen soll. Die entsprechenden Algorithmen lernen von selbst, wie das Fahrzeuge in unterschiedlichen Situationen reagieren muss. Eine vorherige Programmierung für die jeweiligen Verkehrssituationen ist nicht nötig. Die Vernetzung der Fahrzeuge wird dafür sorgen, dass die Autos mit entsprechender Hardware auch voneinander lernen.

Bosch und Nvidia bündeln Fähigkeiten

Die Hersteller bündeln dabei die jeweiligen Fähigkeiten, zusammen werden serienreife Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Das Ziel ist ein massentaugliches Systems, das den Straßenverkehr sicherer macht und gleichzeitig ein flexibles und günstiges Transportsystem ermöglicht. Nvidia soll Rechnerhardware und Software beisteuern, Bosch konzentriert sich auf die Entwicklung der Sensoren. Vertrieben werden die Komplett-Systeme von Bosch. Der Bosch-Konzern ist einer der führenden Zulieferer für die Automobilindustrie und verfügt über beste Verbindungen in die Entwicklungsabteilungen der großen Automobilkonzerne. Dieses Netzwerk soll bei einem erfolgreichen Vertrieb helfen. In den nächsten 2-3 Jahren soll das System auf den Markt kommen.

Bosch will auch noch eine Mobilitätsplattform mit weiteren smarten Diensten rund um das Auto anbieten. Dadurch soll das Leben der Autobesitzer einfacher werden, in dem das Auto den Kalender kennt.

Automobilhersteller kooperieren mit Zulieferern und Startups

Automobilhersteller sind bisher nicht in der Lage, eigene System für autonome Autos zu entwickeln, deswegen ist die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und zuverlässigen Zulieferer hoch. BMW arbeitet mit Mobileye und Intel zusammen, der GM Konzern hat das Unternehmen Cruise Automation übernommen. Intel hat vor ein paar Wochen angekündigt, dass es Mobileye für 15 Milliarden Dollar übernehme wird.

Bild: Bosch (alle Rechte vorbehalten)

Intelligenter Beifahrer Chris von German Autolabs auf Kickstarter

Das Unternehmen German Autolabs will das Autofahren mit einem intelligenten Sprachassistenten sicherer gestalten. Es ist verboten und gefährlich, während der Autofahrt das Smartphone zu nutzen. Trotzdem halten sich die meisten Autofahrer aber nicht daran, nicht auf das Smartphone während der Fahrt zurückzugreifen. Auf Kickstarter soll jetzt auf das erste intelligente Produkt Chris aufmerksam gemacht werden.

Chris ist ein Assistent, der über eine intelligente Spracherkennung sowie Gestensteuerung den Zugriff aufs Smartphone auch während der Fahrt einfach und bequem ermöglicht. Vom Design her ähnelt Chris den smarten Thermostaten von der Google Tochter Nest. Da Chris über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist und über einen eingebauten Lautsprecher verfügt, lässt sich das Gerät in jedes Fahrzeug integrieren, unabhängig von Baujahr und Modell.

Proaktiv, einfach und effektiv – Chris kommuniziert wie ein echter menschlicher Beifahrer 

Ob Pendler oder Gelegenheitsfahrer – Chris ist als vielseitiger Assistent für jeden konzipiert, der am Steuer weiter mit seinem digitalen Leben verbunden sein will. Die Künstliche Intelligenz von Chris wurde speziell für den Gebrauch im Auto entwickelt. Chris kommuniziert mit dem Fahrer wie ein echter Beifahrer und informiert ihn aktiv beispielsweise über Nachrichten, E-Mails oder Verkehrsinformationen. Autofahrer hingegen kommunizieren mit Chris über Sprache und Gesten, ein Blick auf das Display bietet jederzeit schnelle Orientierung.

Einfache Installation sowie konzentrierte Funktionalität macht Chris zum idealen digitalen Beifahrer

In der ersten Version, die auch auf Kickstarter beworben wird, bietet Chris folgende Funktionen: Messaging (WhatsApp, FB Messenger, E-Mail, SMS), Telefonie (Anrufe tätigen & annehmen, Zugriff auf Adressbuch + letzte Anrufe über Sprache steuerbar), Musik (Spotify, Apple Music, Google Music und lokal gespeicherte Musikdateien sowie FM Radio) sowie Navigation (Turn-by-Turn-Navigation, Verkehrs-Updates sowie Orte von Interesse in Echtzeit).
In Zukunft ist die Verknüpfung mit weiteren Apps für Messaging oder Musikdienste geplant. Die Software soll automatisch und regelmäßig kostenlos mittels Smartphone- Verknüpfung aktualisiert werden. Chris spricht und versteht zur Markteinführung Deutsch und Englisch, das Sprachangebot wächst kontinuierlich.

Aufmerksamkeit durch Crowdfunding

Die Crowdfunding-Aktion bei Kickstarter dürfte eher dazu dienen, auf das Produkt aufmerksam zu machen. Um die Entwicklung und später die Produktion zu finanzieren, werden weitere finanzielle Mittel nötig sein. German Autolabs wird dafür wahrscheinlich Geld von VC-Investoren aufnehmen.

Drivemode geht in ähnliche Richtung

In eine ähnliche Richtung geht die App Drivemode. Mittels intelligentem Interface soll die Bedienung des Smartphones extrem vereinfacht werden. Drivemode kann auf jedem Android Smartphone installiert werden und ist kostenlos. In der letzten Woche wurde bekannt, dass das Startup hinter der App 6.5 Mio. US$ von Panasonic und anderen Investoren eingesammelt hat.

Auch im gewerblichen Umfeld kann der Einsatz nützlich sein. Kurierfahrer erhalten häufig Anweisungen per Nachricht oder Anruf direkt ins Auto. Im Moment greifen die meisten auf Grund von fehlenden Alternativen direkt auf das Smartphone zurück.

Bild: German Autolabs (alle Rechte vorbehalten)

Indien: Uber kooperiert mit ÖPNV in Bangalore 

Uber hat bekanntgegeben, dass die Ride-Hailing Plattform mit dem öffentlichen Nahverkehr in Bangalore zusammenarbeiten wird. An einigen der Haltestellen der Metro können über in kleinen Kiosken Uber-Fahrten gebucht werden. So soll die letzte Meile einfacher zu bewältigen sein. Indien wird zum wichtigen Markt für Uber.

Pendler als Zielgruppe

Uber möchte mit dem Angebot einfacher Kunden erreichen, die jeden Tag den beschwerlichen Weg zwischen Zuhause und Metro-Station oder Arbeitsplatz und Metro-Station zurücklegen. Die Metro in Bangalore ist gut ausgebaut, aber der Weg für auf der letzten Meile kann häufig zur Herausforderung werden. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel, wie Behörden und private Unternehmen zusammenarbeiten können. Dadurch wird ein Problem gemeinschaftlich gelöst, das viele Einwohner haben.

Neue Wege für Kunden ohne Smartphone

Für die Kunden, die kein Smartphone haben oder keinen Zugriff auf die App haben, wird Uber bis Ende März Buchungsbüros an den Haltestellen aufbauen. In Länden wir Indien steht Uber vor der Herausforderung, dass die Verbreitung von Kreditkarten und Smartphones mit Datentarif teilweise gering ist. Uber lässt sich immer wieder neue Wege einfallen, um Kunden die Nutzung von Uber zu ermöglichen.

Die Partnerschaft in Indien ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Uber und lokalen Behörden. In mehreren Ländern arbeitet die Ridesharing Plattform mit Verkehrsbetrieben und Behörden zusammen. In einer amerikanischen Stadt werden zum Beispiel Uber-Fahrten bezuschusst, was dazu führt, dass kein weiterer Parkplatz an der Bahnstation für Pendler errichtet werden muss.

Indien als wichtiger Markt für Uber

Nachdem sich Uber aus China zurückgesogen hat, in dem das eigene Geschäft an den Konkurrenten Didi Chuxing verkauft wurde, hat das Unternehmen Indien als einen der nächsten interessanten Märkte auserkoren. Seit Beginn des Jahres wurden mehrere neue Mobilitätsdienstleistungen gestartet. In Indien bietet Uber günstige Mobilitätsdienste mit kleineren Fahrzeugen oder teilweise auch Motorrollern und Rikschas an. Vor kurzem wurde der Dienst UberHire gestartet, ein Service, bei dem der Fahrer für den Tag anstatt für eine Fahrt gemietet wird. Der Lieferservice UberEATS soll anscheinend demnächst auch in Indien starten. Der größte Konkurrent von Uber in Indien ist die Taxi Ola Cab.

Renault und Nissan arbeiten mit dem Transdev-Konzern an autonomen Autos

Die Autobauer Renault und Nissan haben mit dem Transdev-Konzern eine Kooperation geschlossen, um einen on-demand Shuttle Service mit autonomen Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Transdev ist auch in Deutschland aktiv und betreibt hierzulande mehrere öffentliche Verkehrsangebote.

Projekt hat Forschungscharakter

Das Projekt hat vorerst einen Forschungscharakter, die Ergebnisse sollen aber später in eine operative Anwendung übergehen. In Paris werden in einer ersten Stufe umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Transdev on-demand dispatch Plattform getestet. Die Elektrofahrzeuge sind mit Technologien für autonomes Fahrer ausgestattet. Über die Plattform von Transdev werden die Fahrzeuge den Aufträgen zugewiesen, überwacht und zum Ziel navigiert.

Autonome Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV

Transdev sieht in dem Angebot an autonomen Shuttle Services eine Chance für weitere Umsatzmöglichkeiten. Bisher ist der Konzern also Betreiber von Lösungen im öffentlichen Nahverkehr bekannt. In Europa, Asien und Nord-Amerika werden Buslinien, on-demand Flughafenfahrten, Zuglinien und weitere Angebote betrieben.
Die Transdev ist nicht der erste Konzern, der sich für autonome Shuttle Dienste interessiert. In Berlin testet zur Zeit die Deutsche Bahn einen autonomen Fahrdienst mit Minibussen in Zusammenarbeit mit dem Startup Local Motors. Auch der Alstom Konzern, der normalerweise Schienenfahrzeuge entwickelt, hat sich an einem Startup für autonome Shuttle beteiligt.

Auch Buchungsplattform soll entwickelt werden

Die Allianz aus Renault und Nissan will nicht nur die autonomen Fahrzeuge entwickeln, sondern auch die Technologie, um die Fahrzeuge buchen zu können und um die Fahrzeuge effizient betreiben zu können. Die Software und Schnittstellen für die Fahrtbuchung und Management der Fahrzeuge sind essentiell für eine erfolgreiche Etablierung des Dienstes. Der Automobilkonzern Daimler hat bereits eingesehen, dass es mehr Sinn macht, sich auf die Produktion und den Betrieb der Fahrzeuge zu konzentrieren, das Management der Buchungen wird Uber überlassen.

Autonome Fahrzeuge im Jahr 2020

Wie auch die anderen Hersteller wollen Renault und Nissan bis zum Jahr 2020 mehrere Fahrzeuge produktionsreif haben, die vollständig autonom fahren können. In einer früheren Iterationsstufe sollen Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen verkauft werden, die in gefährlichen Situationen eingreifen können oder komplexerer Spurwechsel-Maneuver selbstständig durchführen können.

Bild: Nissan (alle Rechte vorbehalten)

Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)

Audi gründet Sparte für autonomes Fahren

Aktuell hat die Marke aus dem Volkswagenkonzern Probleme, die aus Entscheidungen in der Vergangenheit entstanden sind – Audi ist vermutlich tief in den Dieselskandal verwickelt. Um sich auf die Zukunft vorzubereiten und um auch von dem Thema Dieselskandal abzulenken, hat Audi bekanntgegeben, dass eine neue Einheit für autonomes Fahrern gestartet wird.

Autonomous Intelligent Driving in München

Die neue Einheit heißt Autonomous Intelligent Driving und wird in München angesiedelt. München wurde wahrscheinlich wegen der Nähe zur Technischen Universität Manchen gewählt. Die TUM gehört zur führenden Universität im Bereich Fahrzeugtechnik und dort arbeiten mehrere Forschungsgruppen an Themen rund um autonomes Fahren. Audi CEO Stadler hat auf der Jahrespressekonferenz verlauten lassen, dass die Kooperation mit weiteren Automobilherstellern und IT-Konzernen denkbar ist. Die Ergebnisse der neuen Sparte sollen in die Entwicklungen aller Marken des Volkswagen-Konzerns einfließen.

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft. Der innerstädtische Verkehr und die Fortbewegungsmöglichkeiten werden sich durch den Einsatz selbstfahrender Autos grundlegend ändern. Das Verkehrsaufkommen wird sich reduzieren und die Transportmöglichkeiten werden günstiger und flexibler. Audi wird neben der Entwicklung autonomer Fahrzeuge auch die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme vorantreiben. Die Assistenzsysteme werden vor allem in den luxuriöseren Modellen, wie A8, A6 oder Q7 verbaut und sollten zum Beispiel das Fahren in Stausituationen übernehmen.

Bisher lief das Thema autonomes Fahren bei Audi eher unter dem Radar. Seit 2005 beschäftigt sich der Autobauer mit dem Thema. Unter anderem wurde mit der Stanford University kooperiert, im einen Prototype für die DARPA Grand Challenge zu entwickeln. Das Team hat letztendlich die Wettfahrt über 250 Kilometer gewonnen.

Konzernmutter Volkswagen stellt Sedric in Genf vor

Nicht nur Audi versucht mit Ankündigungen über innovative Entwicklungen vom Dieselskandal abzulenken. Auch die Marke VW hat in Genf ein innovatives Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric präsentiert, um den Fokus auf andere Themen zu lenken. Sedric ist ein autonomer Mini-Shuttle, der auf Ride-Hailing Plattformen zum Einsatz kommen soll.

Der Automobilhersteller aus Ingolstadt folgt damit dem Trend anderer Automobilhersteller. Immer mehr Player starten Aktivitäten, um autonome Fahrzeuge in den nächsten zwei bis vier Jahren zur Serienreife zu entwickeln. Die meisten Autobauer Partnern dabei mit Startups oder IT-Konzernen. Audi Konkurrent BMW kooperiert zum Beispiel mit Intel und Mobileye. Der General Motors Konzern hat Startups wie Cruise Automation aufgekauft und sich an der Ride-Hailing Plattform Lyft beteiligt, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.

Bild: Audi (alle Rechte vorbehalte)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)