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Peer-to-Peer-Carsharing: Turo startet in Deutschland

Der amerikanische Anbieter Turo startet am Freitag sein Peer-to-Peer-Carsharing Angebot in Deutschland. Bisher ist das Startup in den USA, Kanada und Großbritannien aktiv.

Start nach Daimler Investment

Dass die Marke nach Deutschland kommt, ist seit dem Spätsommer klar.  Im Sommer hat sich Daimler finanziell an Turo beteiligt. Als Teil des Deals hat Turo gleichzeitig das P2P-Angebot Croove von Daimler übernommen. Croove wurde seitdem als Croove by Turo weitergeführt. In dem nächsten Schritt verschwindet die Marke Croove und das Angebot läuft unter Turo. Damit startet das Unternehmen nicht von vorne, sondern kann auf eine existierende Nutzer- und Vermieter-Basis in Berlin und München aufbauen. Nach dem Start unter dem Namen Turo wird die Plattform für Fahrzeugbesitzer und Nutzer in ganz Deutschland geöffnet.

Aufsehen durch ausgefallene Modelle

Unter den Peer-to-Peer-Carsharing Diensten positioniert sich Turo im Premium-Segment. Vor allem mit der Vermietung von besonderen Fahrzeugen macht das Unternehmen auf sich aufmerksam und gewinnt. In den letzten Tagen erzielte die Plattform viel Aufmerksamkeit durch die Vermietung des Tesla Model 3 – Kunden und Medien haben die Chance genutzt, das getypte Fahrzeug zu testen.

“Der Start von Turo in Deutschland ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Verwirklichung unserer Mission. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unserem strategischen Investor Daimler und unserem Versicherungspartner Allianz, um den Zugang zu Autobesitz und flexiblem Reisen auf einem der weltweit führenden Automobilmärkte zu erleichtern”, sagte Andre Haddad, CEO von Turo. “Wir sehen unser anhaltend starkes Wachstum und unsere Dynamik – Ende 2017 haben wir 200.000 Listings und 5 Millionen Nutzer erreicht – als ein deutliches Zeichen dafür, dass die Autobesitzer bereit sind, ihre Fahrzeuge gewinnbringend zu teilen, und die Reisenden großes Interesse daran haben, ihre Abenteuer noch individueller zu gestalten.”

Peer-to-Peer-Carsharing tut sich noch schwer

Als Mitbewerber sind in Deutschland Drivy und SnappCar unterwegs. SnappCar ist kürzlich in den Markt eingetreten, durch eine Übernahme von Tamyca. Drivy kommt ursprüngliche aus Frankreich und hat sich in Deutschland durch die Übernahme von Autonetzer und Nachbarschaftsauto in eine komfortable Situation gebracht. Bisher hat sich Peer-to-Peer-Carsharing in Deutschland noch nicht wirklich durchgesetzt. Das liegt vor allem daran, dass die Fahrzeuge einen hohen Stellenwert bei den Besitzern haben. Außerdem ist der Verleihprozess ohne die technische Ausrüstung der Fahrzeuge umständlich und schreckt die Nutzer auf beiden Seiten ab. Um diese Herausforderung anzugehen, hat Drivy das Produkt Drivy Pro gestartet, bei dem gewerbliche Autovermietungen Zugang zu der Plattform erhalten.

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Über Peer-to-Peer-Carscharing Plattform Turo

Turo wurde 2009 in San Francisco gegründet und hat sich seitdem laut eigenen Angaben zum größten Anbieter für Peer-to-Peer-Carsharing weltweit entwickelt. Es ist weitläufig bekannt, dass die Autos im Durchschnitt mer als 23 Stunden pro Tag still stehen und schnell an Wert verlieren. Das Unternehmen will diese ungenutzten Potentiale durch die angebotene Dienstleistung optimieren. Für Reisende wird eine flexible Mobilitätslösung angeboten und Autobesitzer bekommen ein wertvolles Werkzeug an die Hand, um die Kosten ihrer Fahrzeuge auszugleichen.

Bei den wichtigsten Kennzahlen, wie Nutzer, gelistete Fahrzeuge und Trip Days kann Turo beachtliche Zahlen vorweisen. Für jede Kennzahl lag das Wachstum bei mehr als 100 Prozent von Jahr zu Jahr. Ende 2017 waren insgesamt 5 Mio. Nutzer registriert, 200.000 Fahrzeuge gelistet und es wurden mehr als 4 Mio. Trip Days verzeichnet.

Durch Plattformen wie Turo lassen sich die Unit Economics für die Fahrzeugbesitzer positive beeinflussen. Einige Nutzer konnten durch die Vermietung die monatlichen Raten für Finanzierung oder Leasing refinanzieren. Bei außergewöhnlichen Fahrzeugen, wie z.B. bei einem Porsche 911 (Model 2013) in Las Vegas oder einem Tesla Model X in San Francisco, lagen die erzielten Umsätze bei mehr als 30.000 € pro Jahr.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

City of Tomorrow: So stellt sich Ford den Einsatz von autonomen Fahrzeugen vor

Der Ford CEO Jim Hackett hat in einer Keynote Speech auf der CES in Las Vegas die firmeneigene Vision für die Infrastruktur in den Städte von morgen gegeben. Es wurden verschiedene Projekte beleuchtet, an denen Ford mit Partnern wie Autonomic, Qualcomm oder Lyft arbeitet. Autonome Fahrzeuge, V2X Kommunikation und autonome Logistik gehören zu der Vision.

Im Fokus steht eine vernetzte Mobility Plattform mit autonomer Flotte

Ford will  sozusagen das Betriebssystem für den Transport der Zukunft bauen. Diesen Anspruch haben viele Konzerne und Startups aus dem Mobility und Automotive Umfeld. Auf der CES hat der Automobilkonzern die eigene Plattform für selbstfahrende Fahrzeuge präsentiert. Durch die Nutzung der Plattform und die Auslastung der Fahrzeuge will Ford auch im Zeitalter des autonomen Fahrens Geld verdienen. Die Transportation Mobility Cloud wird zusammen mit den Spezialisten von Autonomic entwickelt.

Mit Lyft, Postmates und Domino’s Pizza wurden auch gleich erste Nutzer bekanntgeben. Die Partnerschaften mit Lyft und Domino’s Pizza sind nicht neu, wurden aber nochmal medienwirksam in Szene gesetzt. Die Idee hinter der Plattform ist, dass Ford eine Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen für unterschiedliche Anwendungsfälle betreibt, die von den angeschlossenen Partnern on-demand genutzt werden kann. Die Vision von Ford ist, dass auch kleine Unternehmen, die sich heute keine eigene Logistik-Flotte leisten können, Nutzer der Plattform werden.

Dank bestimmter Kommunikationsprotokolle, können Partner wie Lyft bereits heute autonome Fahrzeuge aus der Ford Flotte bei bedarf anfordern. Das ist zum Beispiel interessant, um Nachfragespitzen abzufangen oder um einen Mobility Service in Gebieten anbieten zu können, die nicht ausreichend durch einen ÖPNV erschlossen sind.

Mit Postmates will Ford den Einsatz von autonomen Fahrzeugen im Logistik-Bereich testen. In Zukunft könnten Lieferungen von Lebensmitteln, Paketen oder Essen mittels vollautomatisierten Fahrzeugen durchgeführt werden. In einem ersten Schritt geht es Ford und Postmates darum zu erörtern, wie Empfänger und Versender mit autonomen Transportern umgehen und welche Anforderungen sich daraus ergeben.

“Sprechende” Fahrzeuge: V2X Technik in allen Fahrzeugen ab 2019

Die Vernetzung der Fahrzeuge ist ein Trend, an dem viele Automobilhersteller arbeiten. Ford macht das zusammen mit Qualcomm. Bis 2019 sollen alle neuen Fahrzeuge mit der V2X Kommunikationstechnik ausgerüstet sein, die von Qualcomm stammt. V2X steht für “vehicle-to-everything” und die Technologie soll Fahrzeuge befähigen, mit allen Elementen im Straßenverkehr zu kommunizieren. Dazu zählen andere Fahrzeuge, aber auch Ampeln, Verkehrsschilder oder Smartphones von Fußgängern.

Weitere Tests mit autonomen Fahrzeugen in neuen Städten

In diesem Jahr sollen in weiteren Städten autonome Fahrzeuge von Ford auf den Straßen getestet werden, um den Business Case hinter den selbstfahrenden Fahrzeugen zu validieren. Dabei arbeitet Ford bei der Technologie-Entwicklung mit dem Unternehmen Argo AI zusammen, an dem sich der Automobilkonzern mit einer hohen Summe beteiligt hat. Gemeinsam sollen die Systeme entwickelt werden, mit denen die Fahrzeuge vollautomatisiert fahren können. Außerdem werden mehr Ressourcen in die Entwicklung von User-Interfaces investiert, über die Nutzer mit den Fahrzeugen interagieren können. Die Learnings werden dann in das Design und die Entwicklung von komplett neuen Fahrzeugkonzepten angewendet.

City of Tomorrow mit besserer Lebensqualität

Mit den Projekten, die alle unter der Initiative “City of Tomorrow” laufen, will sich Ford von einem Automobilhersteller zu einem Anbieter von Mobility Services transformieren. Gleichzeitig soll damit ein Beitrag geleistet werden, um die Situation und verstopften, verschmutzen und schnell wachsenden Städten zu verbessern. Auch wenn die Ankündigungen noch wenig konkret und mehr Show sind, lässt sich gut erkennen, in welche Richtung Ford gehen möchte.

Bild: Ford (alle Rechte vorbehalten)

DigitalLife@Daimler – digitale Transformation und Hackathons

Daimler hat in den letzten Jahren mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um die digitale Transformation in der Automobilindustrie mitzugestalten. Eine davon ist DigitalLife@Daimler. DigitalLife treibt konzernweit die digitale Transformation voran und setzt Projekte zum digitalen Wandel im Unternehmen um. Dabei sind folgende Schwerpunkte gesetzt: Strategie (#transform), Innovationskultur (#ideate), Mitarbeitervernetzung (#collaborate) und Unternehmenskultur (#change). Das spannende ist, dass Der Fokus ist auf die interne Transformation gerichtet ist, also wie sich Daimler als Organisation wandeln kann, um weiterhin eine führende Rolle zu spielen. Bei DigitalLife stehen trotz Digitalisierung immer die Menschen im Mittelpunkt – egal ob Kunde oder Mitarbeiter.

Mitarbeiter müssen bei Transformation mitgenommen und eingebunden werden 

Vor allem ist es wichtig, die Mitarbeiter bei dem Thema digitale Transformation mitzunehmen – das kann nur mit einer glaubwürdigen Strategie erfolgen. DigitalLife@Daimler scheint dabei einen erfolgreichen Job zu machen und in den letzten Jahren wurde intern schon viel erreicht. Bei einem so großen und komplexen Konzern wie Daimler ist Ausdauer und Durchhaltevermögen gefragt, um das Thema Digitalisierung nachhaltig zu verankern und um die Kollegen von der Notwendigkeit  zu überzeugen. Schließlich läuft das Geschäft mit der Produktion im Moment noch gut und die Auswirkungen von disruptiven Modellen in den USA oder Asien sind für die Mitarbeiter fernab der Hot Spots wenig greifbar. Es ist wichtig, mögliche Bedenken der Mitarbeiter, die durch eine zu schnelle und oberflächliche Transformation hervorgerufen werden können, zu berücksichtigen.

Hackathons für Ideen und Inspiration 

Ein Teil der Strategie sind inspirierende und unkonventionelle Formate wie Hackathons, an denen Teilnehmer mit unterschiedlichen Hintergründen teilnehmen. Dadurch werden neue Ideen generiert und der Austausch mit Studierenden wird in einem kreativen Rahmen ermöglicht.  Natürlich hofft Daimler auch, dass sich so Digitalisierungs-Talente von morgen für den Automobilhersteller bei der Stellensuche interessieren.

Einer der letzten Hackathons fand auf der TechCrunch Disrupt in Berlin statt. Dabei ist DigitalLife erstmalig als Sponsor aufgetreten, meistens werden die Hackathons von Daimler eigenständig organisiert.

Im Jahr 2016, ist Daimler mit der globalen Hackathon Reihe „DigitalLife Campus“ mit 300 Teilnehmern und fünf Events auf drei Kontinenten gestartet. Im Jahr 2017 wurde das erfolgreiche Format fortgesetzt. Der Hackathon auf der TechCrunch Disrupt war bereits der vierte  Hackathon, den Abschluss der Reihe bildet das Finale auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Dazu werden alle Teams der DigitalLife Campus Reihe eingeladen und bekommen neben einem ausführlichen Rahmenprogramm die Möglichkeit, auf der parallel stattfindenden Startup Messe 4YFN ihre Ideen als „Mini-Startup“ vorzustellen und mit den Fachexperten vor Ort in Austausch zu gehen.

Teilweise werden die Ideen nach den Hackathons auch weiter begleitet, sofern das Team weitermacht und das Thema für Daimler langfristig interessant ist. Dabei findet auch die Verknüpfung mit den entsprechenden Daimler Mitarbeitern statt, was positiv für beide Seiten sein kann.

Drei Ideen von der TechCrunch Disrupt 

Auf der Disrupt hat das Team Truck Chain den ersten Platz abgeräumt, eine Idee mit großem Potenzial. Der vorgestellte Service wertet Truck Sensor-Daten aus, um die Auswahl von Sublieferanten hinsichtlich Waren-Qualität, Pünktlichkeit und Sicherheit zu verbessern. Die Verwendung von Blockchain ermöglicht Transparenz der Daten und somit eine leistungsabhängige Bezahlung. Das Team wurde mit 5.000 US Dollar Preisgeld ausgezeichnet. Die für den Dienst genutzten Daten kamen von der Daimler Tochter Fleetboard.

Eine weitere auf dem Disrupt Hackathon ausgearbeitete Idee ist Park Insider. Das Team setzet auf das Trend-Thema Digitalisierung und Parken und hat auf Basis von Daimler Parking Data und der API der Deutschen Bank eine App entworfen, die eine Art Smart Wallet für das Bezahlen von Parkplätzen darstellt. Die Abrechnung erfolgt schnell, nahtlos und minutengenau. Parktickets sollen so vermieden werden.

Where to live in Berlin hat ein Tool entwickelt, welches es dem Nutzer ermöglicht Berlin in vielen verschiedenen Dimensionen zu erkunden. Man selektiert diverse Variablen, die einem für seinen zukünftigen Lebensstil wichtig sind (Bars, Kino, Freizeitaktivitäten, Schule, Kindergarten, ÖPNV, Parkplätze, Verkehrssituation etc.). Das Tool schlägt dann die Bezirke in Berlin vor, die die genannten Suchfelder am besten abdecken. Um ein passendes Bild zu erschaffen, werden Daten von Daimler Parking Data, Open StreetMap, Geoportal/Land Berlin und ElasticSearch kombiniert.

Übersicht aller Daimler-Ideen (auf Englisch) von der TechCrunch Disrupt finden sich hier.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Superrechner und autonomes Fahren: Großer Aufschlag auf der CES von Nvidia

Der Elektronikkonzern Nvidia hat auf der CES viele neue Partnerschaften im Bereich KI und autonomes Fahren verkündet. Insgesamt arbeitet der Konzern, der sich früher auf die Entwicklung von Grafikkarten spezialisiert hat, mit 320 Unternehmen an dem Thema autonomes Fahren. Hauptsächlich geht es dabei um die Entwicklung und den Einsatz der Drive PX und Drive Xavier Plattformen. Drive Xavier ist der neue Supercomputer von Nvidia, der ne einem geringen Energieverbrauch enorm leistungsfähig sein soll.

Uber arbeitet mit Nvidia

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat Nvidia als einen entscheidenden Technologiepartner für die eigene Flotte an autonomen Fahrzeugen ausgewählt. Von Nvidia soll die KI-Rechenpower für die Software zur Verfügung gestellt werden.

Uber und Nvidia arbeiten schon länger zusammen. Die autonomen Volvo XC90, die in unterschiedlichen Städten unterwegs sind und die modifizierten Ford Fahrzeuge, sind mit der GPU von Nvidia ausgestattet. Auch in den autonomen LKWs, die Uber seit der Übernahme von Otto entwickelt, sind die GPUs verbaut.

Bisher hat Uber 50.000 Fahrgäste in vollautomatisierten Autos befördert. Insgesamt wurden mehr als drei Mio. Kilometer im autonomen Modus zurückgelegt, die Hälfte davon in den letzten 100 Tagen. Auch wenn Uber nicht viele Informationen über den Projekt-Fortschritt teilt, scheint sich das Projekt positiv zu entwickeln.

Aurora setzt auf Technologie von Nvidia

Erst vor ein paar Tagen wurden weitere Details über den Newcomer Aurora bekannt. Aurora ist erst seit einem Jahr aktiv, wurde aber von führenden Experten gegründet, die vorher bei Uber, Google oder Tesla Führungspositionen bei der Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos hatten. Die Konzerne Volkswagen und Hyundai setzen bei dem Thema vollautomatisiertes Fahren auf die Fähigkeiten von Aurora. Auch Aurora setzt auf die Recheneinheit von Nvidia – der Technologiekonzern liefert die Grundlagen für die Rechner-Plattform.

Nvidia, Baidu und ZF arbeiten an Plattform für China

Die drei Unternehmen Nvidia, Baidu und ZF haben auf der CES bekanntgegeben, dass sie eine serienreife Plattform für künstliche Intelligenz (KI) und autonomes Fahren für den chinesischen Markt entwickeln, den größten Automobilmarkt weltweit. ZF und Nvidia docken sich an die offene Plattform Apollo Pilot von Baidu an. Von ZF sollen die Entwicklungen rund um den ProAI Fahrzeugcomputer eingebracht werden, Nvidia setzt auf Drive Xavier Plattform. Die beiden Unternehmen erhalten durch die Kooperation mit Baidu einen Zugang zu den wachsenden chinesischen Automobilherstellern.

Künstliche Intelligenz für den nächsten Volkswagen Bully I.D. Buzz

Nvidia arbeitet mit Volkswagen an einem Co-Piloten, der auf Künstlicher Intelligenz basiert und damit die Sensordaten für die Komfort- und Assistenzsysteme verarbeitet. Diese Systeme können über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg durch Softwareaktualisierungen optimiert werden und sich im Zuge weiterer Entwicklungen beim autonomen Fahren neue Fähigkeiten aneignen. Dank ‚Deep Learning‘ kann das Auto der Zukunft lernen, sowohl Situationen präzise einzuschätzen als auch das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern zu analysieren, und wird so in der Lage sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auf der Grundlage der ‚NVIDIA DRIVETM IX Intelligent Experience Plattform‘ können KI-Funktionen wie Gesichtserkennung zum Entriegeln des Fahrzeugs von außen, ein Warnsignal für Fahrräder, Gestenerkennung für Bedienelemente, natürliche Spracherkennung für eine einwandfreie Sprachsteuerung und Blickverfolgung für Warnungen bei Ablenkung des Fahrers möglich sein.

“Künstliche Intelligenz revolutioniert das Auto“, sagt Diess. „Autonomes Fahren, emissionsfreie und digital vernetzte Mobilität sind ohne Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und ‚Deep Learning‘ nicht möglich. Gemeinsam mit NVIDIA kann Volkswagen einen großen Schritt in die Zukunft machen.”

Bild: Volkswagen (Alle Rechte vorbehalten)

Mobilität in China: Didi Chuxing steigt ins Carsharing ein

Es ist beeindruckend, mit welchem Tempo der Chinesische Anbieter Didi Chuxing sein Mobilitätsangebot ausbaut. Dahinter verbirgt sich eine durchdachte Strategie, von der andere Anbieter und vor allem deutsche Unternehmen lernen können. Nach den zahlreichen Angeboten, wie Ride-Sharing, Pooling, Gebrauchtwagenplattform oder Bikesharing wird jetzt auch in Car-Sharing investiert.

Carsharing in China wächst rasant

Mindestens eine Milliarde Yuan, was etwa 120 Mio. Euro entspricht, soll in ein Carsharing Angebot gesteckt werden. Der Bedarf nach Mobilität in China steigt unaufhaltsam und da sich viele keine eigenes Auto, bzw. einen Parkplatz dafür leisten können, erfreuen sich alternative Mobilitätsangebote steigender Beliebtheit. Car-sharing gehört dazu und wächst seit geraumer Zeit.

Offene Plattformen für Carsharing

Anscheinend will Didi eine Art offene Plattform schaffen, auf der auch andere Autovermietungen und Händler die Fahrzeuge fürs Car-Sharing zur Verfügung stellen können. Die Nutzer können die Autos einfach über eine App anmieten.

Didi wird dadurch gleichzeitig die Situation für die registrierten oder potentiellen Ride-Sharing Fahrer verbessern. Diese bekommen durch die Car-Sharing Plattform die Möglichkeit, kurzfristig ein passendes Auto für den Fahrdienst mieten zu können.

Vor allem Elektro-Flotten

Die größte Carsharing Plattform in China EvCard hat 8400 in 20 Städten, alle Fahrzeuge sind Elektroautos. Erst kürzlich hat BMW mit der eigenen Mobility Marke ReachNow eine Partnerschaft mit EvCard geschlossen, um Premium-Carsharing anbieten zu können. Insgesamt existieren um die 30.000 Carsharing Fahrzeuge in China, 95 Prozent sind Elektroautos, Plugin-Hybride oder Brennstoffzellen-Autos.

Auch Didi hat sich den alternativen Antrieben verschrieben. Im November wurde bekanntgegeben, dass Didi in einem Joint-Venture eine Ladeinfrastruktur aufbauen will. Bis 2020 soll die Zahl der Elektro-Fahrzeuge auf der Plattform von aktuell 260.000 auf eine Millionen ansteigen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

CES: Aptiv und Lyft bringen selbstfahrende Autos nach Las Vergas

Kürzlich hat der Automobilzulieferer Delphi das Geschäft für autonomes Fahren und Assistenzsysteme in das Unternehmen Aptiv abgespalten. Fast gleichzeitig wurde das Startup nuTonomy aus Boston übernommen, das ein System für selbstfahrende Autos entwickelt hat. Jetzt zeigt das Unternehmen auf der CES den aktuellen Stand, zusammen mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Autonomes Fahren für CES Besucher

Die Besucher der Consumer Electronic Show (CES) 2018 können in Las Vegas über die Lyft App die Fahrt mit den selbstfahrenden Autos buchen. Zur Sicherheit wird immer ein menschlicher Fahrer im Fahrzeug sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Mit dem Demo-Projekt soll der Einsatz der Technologien in einem realen und komplexen Umfeld demonstriert werden. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass selbstfahrende Autos einen signifikanten positiven Einfluss auf die Sicherheit im Verkehr, Ausstoß von Abgasen und Staubelastung haben werden, sobald diese massenhaft eingesetzt werden.

Lyft baut offene Plattform für die besten Anbieter

Lyft und nuTonomy arbeiten schon seit längerem zusammen und testen unter anderem in Boston Fahrten mit autonomen Autos. Lyft hat im vergangen Jahr angekündigt, die eigene Ride-Sharing Plattform für Entwickler und Hersteller von autonomen Autos zu öffnen. Lyft will laut CEO Logan Green das beste Transport Ökosystem bauen und das geht nur in Partnerschaft mit den Startups und Konzernen, die die fortschrittlichsten Technologien anbieten.

Bereit für die Massenproduktion im kommenden Jahr

Die Technologie, die sich Aptiv durch die Übernahme von nuTonomy eingekauft hat, gild als führend. Die ersten Anwendungen erfolgten 2016 in Singapur, gefolgt von weiteren Test-Programmen in Boston. Der Test in Las Vegas wird dabei helfen, dass fahrerlose Autos einen weiteren Schritt in Richtung Dauereinsatz machen. Aptiv will das System, das fast unsichtbar in Fahrzeuge integriert wird, bis 2019 für die Massenproduktion entwickelt haben.

Bild: Aptiv (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: Konzerne vs. Startups

Vergleicht man Mobility Services von etablierten Automobilkonzernen mit denen von Startups, dann fällt auf, dass letztere meistens ein viel höheres Tempo an den Tag legen und experimentierfreudiger sind. Mobility Startups ändern oder erweitern schneller ihr Geschäftsmodell und sind gefühlt näher am Kunden. Im folgenden soll das anhand einem Vergleich von Didi Chuxing aus China und den Mobility Services von BMW dargestellt werden. Didi wird exemplarisch als Beispiel für die dynamischen Startups gewählt. Die Now-Plattform von BMW (DriveNow, ReachNow, ChargeNow, etc.) verkörpert exemplarisch den eigentlich modernen aber langsamen Ansatz eines Automobilkonzerns.

DriveNow: Carsharing – sonst nichts

Unter dem Namen DriveNow ist BMW zusammen mit Sixt vor einigen Jahren in das Carsharing eingestiegen, was schon mal lobenswert ist. Der Service von heute ist mit dem Dienst vor ein paar Jahren identisch. Seitdem ist bei DriveNow aus Kundensicht wenig passiert, außer die Expansion in ein paar Städte und die Aufstockung der Flotten mit einigen Elektroautos. Ein erweitertes Mobilitätsangebot sucht der Kunde vergebens.

Wenig neues für den Kunden

Aus Kundensicht ist das enttäuschend, da man teilweise immer noch lange strecken zu den Fahrzeugen zurücklegen muss. Ein ergänzender Bike- oder Scooter-Sharing Dienst als eine Art Zubringer für die Carsharing Fahrzeuge fehlt. Beides würde nicht nur das Kundenerlebnis verbessern, sonder als Nebeneffekt auch dafür sorgen, dass die Kundenzahl schneller wächst. An Partnerschaften mit existierenden Anbietern ist auch nicht zu denken. Als Meilenstein wird gefeiert, wenn die Marke von einer Millionen Kunden geknackt wird.

Zu ergänzen ist, dass mit ReachNow in den USA auch weitere Mobility Services, wie Premium-Ridesharing pilotiert werden. Dienste wie ChargeNow oder ParkNow schreibt sich der Konzern ebenfalls als Innovationen auf die Fahne. Ohne eigenes Auto kommt man damit bisher aber nicht in Berührung.

Partnerschaften, um Reichweite auf der Kundenseite zu erzielen, sind nicht offensichtlich. Nur eine Kooperation mit Rewe wird dauerhaft beworben.

Didi Chuxing: Bunter Strauß an Mobility Services

Didi hingegen prescht mit einem Tempo und einer durchdachten Strategie vor. Als Ridesharing Plattform gestartet, wird mittlerweile ein bunter Strauß an Mobilitätsdiensten in China angeboten. Bikesharing wurde zum Beispiel in die App mit eingebunden, damit die Nutzer mehr Transportmöglichkeiten haben und evtl. auch zu den virtuellen Haltestellen der Pooling Angebote schneller kommen. Insgesamt finden die Nutzer eine Mobility Plattform vor, die detaillierter auf sie ausgerichtet ist.

Fahrer und Kunden im Fokus

Es wird nicht nur in Richtung Endkunden gedacht, sondern auch die Didi Fahrer stehen im Fokus. Ein Marktplatz für Gebrauchtfahrzeuge wurde für die Fahrer integriert, damit sie schnell und günstig an ihr Arbeitsgerät kommen. Eine eigene Ladeinfrastruktur wird geschaffen, damit die jetzt schon 260.000 Fahrer mit Elektroauto die Fahrzeuge laden können. Ein Carsharing Angebot ist sowohl für Fahrer als auch für Nutzer mit Mobilitätsbedürfnis interessant. Abgerundet wird das Angebot durch die modernsten Mobile Payment Angebote und Integrationen in angesagte Messanger Apps, wie WeChat, um so viele Kunden wie möglich zu erreichen.

Durch internationale Investments in Startups wie Taxify oder 99 breitet sich Didi weltweit aus und klopft auch an die Märkte, die vom DriveNow und co. bespielt werden. Die Investments werden ihre Strategie ähnlich wie Didi ausrichten und aggressiver als zuvor in den Markt gehen.

Gravierender Unterschied

Der Unterschied zwischen den Ansätzen von Startups und Konzernen ist gravierend. Die deutschen Anbieter haben doch auch viel Potential. Mehr Mut, Denken in globalen Dimensionen, die Öffnung für Partnerschaften und die Diversifizierung der Angebote wären wünschenswert. Klar ist, dass es auch mal Rückschläge und Fehlentscheidungen geben wird. Mit einer guten Unternehmenskultur, die Fehler und daraus resultierenden Learnings zulässt, kann das Unternehmen davon aber nur profitieren.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

ÖPNV und Startups: Gemeinsam für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Mobility Startups und Unternehmen aus dem Bereich öffentlicher Nahverkehr nähern sich an. Auf der einen Seite werden Pilotprojekte gestartet und auf der anderen Seite langfristig ausgelegte Partnerschaften zwischen Startups und Unternehmen geschlossen, die im ÖPNV Sektor seit Jahren verankert sind. Als zwei Beispiele sind Door2Door und BestMile zu nennen.

door2door schließt sich Verband UITP an

Eher politischer Natur ist die Initiative von door2door. Das Unternehmen schließt sich dem Verband UITP an, in der neu gegründeten Kategorie „Digital Platforms“. UITP ist der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen. Gemeinsam sollen Lösungen für einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Über die „Digital Platforms“ Kategorie erhalten öffentlichen Verkehrsbetriebe einen wertvollen Zugang zu digitalen Serviceleistungen, die sie alleine nicht hätten entwickeln können. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und geteilte Mobilität sind Thema der Zusammenarbeit. Door2Door bietet schon heute eine Software-Plattform, die es den Städten und öffentlichen Verkehrsbetrieben ermöglicht, einen dynamischen Ride-Pooling Dienst als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV anzubieten. Der Dienst ist nachfragebasiert und lässt sich in die herkömmlichen ÖPNV Angebote integrieren. Nur so lässt sich die Zahl der Fahrzeuge in den Städten reduziert werden. Die Gründer Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi verfolgen seit Beginn an den Ansatz, partnerschaftlich mit Städten und Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um die Lebensqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern.

IVU und BestMile entwickeln Software für Hybrid-Flotten

Eine etwas andere Partnerschaft gehen das Startup BestMile und IVU Traffic Technologies ein. IVU ist einer der führenden Anbieter von Software-Systemen für den herkömmlichen öffentlichen Nahverkehr und Logistik Anwendungen. Gemeinsam mit BestMile soll das Software-System für autonome Flotten und andere neue Mobility Services entwickelt werden, mit dem sich die neuen Angebote nahtlos mit den traditionellen ÖPNV Systemen verbinden lassen. BestMile hat die Erfahrung bei der Entwicklung von Betriebssystemen für autonome Flotten. Somit ergänzen sich beide Partner gut.

In dem Projekt ADxPT (steht für Autonomous Driving for Public Transport) entwickeln und testen beide Partner gemeinsam ein System mit dem öffentliche Verkehrsbetriebe hybride Flotten aus selbstfahrenden und Fahrer basierten Fahrzeugen betreiben und optimieren können. Entsprechende Systeme werden in den kommenden Jahren benötigt, um die Transformation hin zu autonomen Verkehrsmitteln zu meistern.

Bild: BestMile (alle Rechte vorbehalten)

Wunder will sich mit Smart-Shuttle Dienst in Europa positionieren

Das Startup Wunder, vormals WunderCar, hat eine spannende Geschichte in Europa hinter sich. Am Ende der Geschichte stand der operative Rückzug aus Europa und die Fokussierung auf Mega Cities in Süd-Ost Asien. Nachdem dort einige Erfolge verbucht werden konnten, möchte das Hamburger Unternehmen mit einem neuen Smart-Shuttle Produkt im kommenden Jahr in Europa wieder Fuß fassen.

Carpooling bisher im Fokus

Bisher setzt Wunder auf Carpooling und Ride-Sharing mit Privatfahrzeugen. Da das Carpooling mit Privatfahrzeugen in Europa schwer umzusetzen ist, soll im kommenden Jahr ein abgewandeltes Produkt ausgerollt werden. In europäischen Städten soll ein Smart-Shuttle gelauncht werden, der auf größere Fahrzeuge und professionelle Fahrer zurückgreift. Die Software für den Smart Shuttle basiert auf dem bekannten Carpooling Produkt und wurde an die geänderten Bedürfnisse angepasst.

Betriebssystem für Smart-Shuttle

Wunder will die Shuttles nicht selbst betreiben, sondern vorwiegend die Software zur Verfügung stellen und mit kleinen Teams beim Launch der Dienste helfen. Als Partner für den Mobility Service kommen Automobilkonzerne, Verkehrsverbände und andere Behörden in Frage. Im kommenden Jahr soll es mit zwei Partnerschaften los gehen, eine davon in einer Deutschen Stadt und eine im europäischen Ausland. Die Kooperationspartner sind noch geheim und werden Anfang 2018 publik gemacht.

Um gut vorbereitet zu sein, testet Wunder den Shuttle Dienst bereits in Hamburg. Der Praxistest ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern kann nur von Wunder Mitarbeitern gebucht werden. Insgesamt sind fünf Fahrzeuge im Einsatz.

Wettbewerb durch Doo2Door oder Via

Mit dem neuen Angebot begibt sich das Hamburger Unternehmen in einen vielversprechenden Markt, der schon von ein paar Mitbewerbern bearbeitet wird. Das Berliner Unternehmen Door2Door bietet ein ähnliches Produkt, das in Duisburg und Freyung bereits im Einsatz ist. Das von Daimler finanzierte Unternehmen Via ist außerhalb Europas schon erfolgreich und will demnächst in London und anderen europäischen Städten starten.

In den Mega Cities der asiatischen Schwellenländer scheint der Carpooling Dienst mit Privatfahrern gut zu funktionieren. Insgesamt konnten mehr als zwei Millionen Fahrgäste transportiert werden. Zielgruppe für den Dienst sind Berufspendler, die effizient von A nach B wollen.

Wunder geht davon aus, dass Carpooling auch in Europa erfolgreich sein kann. Smart Shuttles sind eine weitere Option, um den urbanen Verkehr zu optimieren. Die Software schafft eine Grundlage für beide Varianten. Wunder sieht die Technologieplattform für Smart Shuttles als Ergänzung zur Carpooling Plattform – das Startup ist durchaus zuversichtlich, auch mit dem Carpooling zukünftig eine Mobilitätslösung in europäischen Städten bieten zu können, z. B. gemeinsam mit Partnern.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

GM und Cruise wollen schon 2019 einen Ride-Hailing Dienst mit Roboter-Autos anbieten

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) hat in einer Telefonkonferenz mit Investoren Details zu den Plänen für einen Ride-Hailing Dienst mit autonomen Fahrzeugen veröffentlich. Schon im Jahr 2019 sollen in mehreren US Städten die Roboter-Taxis unterwegs sein.

Ähnlich wie auch die anderen Automobilhersteller sieht General Motors die Themen Elektrifizierung, autonomes Fahren und Connectivity als wichtige Trends, die die Automobilindustrie in den kommenden Jahren umkrempeln werden. Der Konzern sieht sich auf einem guten Weg, schon 2019 in der Lage zu sein, die selbstfahrenden Autos in komplexen Verkehrssituationen, wie Innenstädte einzusetzen.

Vielfacher Umsatz über Lebensdauer

GM geht davon aus, dass ein autonomes Fahrzeug über die Lebensdauer mehrere Hunderttausend Euro an Umsatz generieren kann. Heute erzielt GM im Schnitt einen Umsatz von 30.000 US Dollar mit einem Auto, der Großteil davon durch den ersten Verkauf. Auch wenn die Zahl der produzierten Fahrzeuge in einem Szenario mit autonomen Autos wahrscheinlich geringer sein wird, ist das ein wirtschaftlich attraktives Szenario für die Automobilhersteller.

Günstigere Fahrpreise für Nutzer

Auch für den Nutzer haben die autonomen Fahrzeuge einen ökonomischen Vorteil. Der amerikanische Autobauer geht davon aus, dass sich die Fahrpreise für die Fahrgäste um mehr als 40% drücken lassen. Grund dafür sind die hohe Auslastung der Autos und der Entfall der Kosten für den Fahrer.

Eigener Ride-Hailing Dienst als Überraschung

Seit der Übernahme von Cruise Automation Anfang 2016 arbeitet GM mit Hochdruck an der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Das Tech-Startup wurde damals geschätzt für 1 Milliarde US Dollar aufgekauft.  Da sich der Konzern etwa zeitgleich an der Ride-Sharing Plattform Lyft beteiligt hat, wurde erwartet, dass die selbstfahrenden GM Autos bei Lyft zum Einsatz kommen. Das Verhältnis zwischen Lyft und GM hat sich in den letzten Jahren aber stark verschlechtert, so dass GM einen Konkurrenten zu Lyft und Uber plant.

GM befindet sich im bei selbstfahrenden Autos im Wettbewerb mit anderen Automobilkonzernen und Neueinsteigern, wie Waymo oder Uber. Vorteil für GM könnten die bestehenden Produktionslinien sein, dort können die vollautomatisierten Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit in hohen Stückzahlen und zu geringen Kosten produziert werden. Die Neueinsteiger müssten erste eine Produktion aufbauen oder sich mit einem bestehenden Automobilkonzern zusammentun, um die entwickelten Technologien zu verbauen.