Category Archives: Alle

Übersicht über alle Artikel die auf getmobility.de zum Thema Mobilität und Transportation veröffentlicht werden.

Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)

Audi gründet Sparte für autonomes Fahren

Aktuell hat die Marke aus dem Volkswagenkonzern Probleme, die aus Entscheidungen in der Vergangenheit entstanden sind – Audi ist vermutlich tief in den Dieselskandal verwickelt. Um sich auf die Zukunft vorzubereiten und um auch von dem Thema Dieselskandal abzulenken, hat Audi bekanntgegeben, dass eine neue Einheit für autonomes Fahrern gestartet wird.

Autonomous Intelligent Driving in München

Die neue Einheit heißt Autonomous Intelligent Driving und wird in München angesiedelt. München wurde wahrscheinlich wegen der Nähe zur Technischen Universität Manchen gewählt. Die TUM gehört zur führenden Universität im Bereich Fahrzeugtechnik und dort arbeiten mehrere Forschungsgruppen an Themen rund um autonomes Fahren. Audi CEO Stadler hat auf der Jahrespressekonferenz verlauten lassen, dass die Kooperation mit weiteren Automobilherstellern und IT-Konzernen denkbar ist. Die Ergebnisse der neuen Sparte sollen in die Entwicklungen aller Marken des Volkswagen-Konzerns einfließen.

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft. Der innerstädtische Verkehr und die Fortbewegungsmöglichkeiten werden sich durch den Einsatz selbstfahrender Autos grundlegend ändern. Das Verkehrsaufkommen wird sich reduzieren und die Transportmöglichkeiten werden günstiger und flexibler. Audi wird neben der Entwicklung autonomer Fahrzeuge auch die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme vorantreiben. Die Assistenzsysteme werden vor allem in den luxuriöseren Modellen, wie A8, A6 oder Q7 verbaut und sollten zum Beispiel das Fahren in Stausituationen übernehmen.

Bisher lief das Thema autonomes Fahren bei Audi eher unter dem Radar. Seit 2005 beschäftigt sich der Autobauer mit dem Thema. Unter anderem wurde mit der Stanford University kooperiert, im einen Prototype für die DARPA Grand Challenge zu entwickeln. Das Team hat letztendlich die Wettfahrt über 250 Kilometer gewonnen.

Konzernmutter Volkswagen stellt Sedric in Genf vor

Nicht nur Audi versucht mit Ankündigungen über innovative Entwicklungen vom Dieselskandal abzulenken. Auch die Marke VW hat in Genf ein innovatives Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric präsentiert, um den Fokus auf andere Themen zu lenken. Sedric ist ein autonomer Mini-Shuttle, der auf Ride-Hailing Plattformen zum Einsatz kommen soll.

Der Automobilhersteller aus Ingolstadt folgt damit dem Trend anderer Automobilhersteller. Immer mehr Player starten Aktivitäten, um autonome Fahrzeuge in den nächsten zwei bis vier Jahren zur Serienreife zu entwickeln. Die meisten Autobauer Partnern dabei mit Startups oder IT-Konzernen. Audi Konkurrent BMW kooperiert zum Beispiel mit Intel und Mobileye. Der General Motors Konzern hat Startups wie Cruise Automation aufgekauft und sich an der Ride-Hailing Plattform Lyft beteiligt, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.

Bild: Audi (alle Rechte vorbehalte)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Shell investiert in Same Day Delivery Unternehmen Tiramizoo

Das Münchner Same Day Delivery Startup Tiramizoo hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Als neuer Investor ist Shell Technology Ventures mit an Board. Der Automobilkonzern Daimler geht die aktuelle Finanzierungsrunde mit.

Tiramizoo Plattform soll weiter ausgebaut werden

Mit dem Investment will tiramizoo die technische Plattform für urbane Logistik weiter ausbauen.  Darüber werden Fahrer, Händler und Endkunden transparent vernetzt. Das Startup fokussiert sich dabei auf die Weiterentwicklung der technischen Aspekt – App, Plattform und intelligente Backend-Technologie stehen dabei im Mittelpunkt. Das Unternehmen sieht sich als führender Anbieter von effizienten IT-Lösungen im schnell wachsenden Markt für Same Day Delivery und Optimierung der letzten Meile. Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Software, kann sich das Unternehmen auch vorstellen, weitere Dienstleistungen zu starten.

Mehr als 3000 Kuriere in 150 Städten

Mittlerweile sind mehr als 3000 Kuriere für die Plattform in 150 Städte in Deutschland, Österreich, Schweden und den Niederlanden unterwegs. Tiramizoo setzt dabei auf Partnerunternehmen und selbstständige Fahrer. Zu den namenhaften Kunden gehören Zalando, MediaMarkt oder Saturn. Die tiramizoo-Plattform schafft so einen besseren Service für die Kunden der Einzelhändler und sorgt durch Effizienzsteigerungen für niedrigere Kosten, Vermeidung zusätzlicher Staus und somit für eine Verbesserung der Luftqualität.

Shell investiert in Lösungen für effizienten Transport

Shell investiert in das Same Day Delivery Unternehmen, da der Ölkonzern neue Umsatzpotentiale mit digitalen Geschäftsmodellen erschließen möchte. Investments in Lösungen für effizienten und umweltschonenden Transport von Waren und Personen in bevölkerungsreichen Großstädten gehören zur Strategie von Shell, um unabhängiger von dem Ölgeschäft zu werden. Bei tiramizoo haben die technische Lösung und das Verständnis für die lokalen Logistik-Märkte überzeugt.

Die Höhe des Investments ist nicht bekannt. Neben Shell und Daimler sind auch DPD Deutschland, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Bayern Kapital als Gesellschafter mit an Bord. Die DPD Dachgesellschaft GeoPost hat interessanterweise fast zeitgleich bekanntgegeben, dass der Französische Same Day Delivery Arbeiter Stuart übernommen wird.

Bild: tiramizoo (alle Rechte vorbehalten)

Paketdienst Hermes stockt bei Liefery auf

Liefery bietet in vielen Deutschen Städten einen Same Day Delivery Service an und arbeitet mit online Shops, wie Amazon und Zalando zusammen. In einer weiteren Finanzierungsrunde erhält das Unternehmen weiteres Geld von Hermes Germany.

Hermes ist schon seit 2015 an Liefery beteiligt und möchte mit dem Investment weitere Wachstumsfelder jenseits des traditionell betriebenen Paketgeschäfts erschließen.

Hermes übernimmt Mehrheit an Liefery

Hermes wird durch die erneute Kapitalerhöhung Mehrheitseigentümer von Liefery, die Gründer bleiben weiterhin maßgeblich am Unternehmen beteiligt. Das Unternehmen soll von den Gründern eigenständig weitergeführt werden. Die Kooperation zwischen Liefery und Hermes soll in der Zukunft enger sein, um gemeinsam innovative Lösungen für die letzte Meile zu entwickeln. Die Höhe des Investments wurde nicht kommuniziert.

Umsatz im letzten Jahr start gestiegen

Liefery hat in den letzten Monaten ein rasantes Wachstum verzeichnet. Im Jahr 2016 konnte der Umsatz durch Paketzustellungen verzehnfacht werden. Ein Großteil dürfte von der Partnerschaft mit Amazon kommen. Außerdem arbeitet das Startup mit Shops wie Gravis, Depot oder Zalando zusammen. Immer mehr Online-Shops setzten auf Kurierdienste für Same Day Delivery oder Retoure, um den Kunden ein noch besseres Kauferlebnis zu ermöglichen.

Auch der Bereich Lieferung von Lebensmittel entwickelt sich gut und es konnte eine starke Position auf dem Markt erreicht werden. Das Startup soll pro Monat bereits mehr als 500.000 Sendungen insgesamt ausliefern. Ein Netzwerk an 3500 Kurieren ist in mehr als 60 Städten in Deutschland und Österreich aktiv.

Mit dem Investment will das Unternehmen die Software weiterentwickeln und verstärkt im Ausland aktiv werden. Vor allem die Technologieplattform, die Kuriere, Einzelhändler, Lager und Endkunden transparent vernetzt, soll weiter ausgebaut werden. Eine ausgereifte Technologielösung ist für das Unternehmen wichtig, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen.

Shell investiert in Mitbewerber

Das erneute Investment von Hermes in Liefery ist nicht die einzige Neuigkeit aus dem Same Day Delivery Bereich. Tiramizo hat bekanntgeben, dass Shell Technology Ventures in den Spezialisten für taggleiche Lieferungen investiert hat. Die Französische GeoPost hat den Same Day Delivery Anbieter Stuart übernommen.

Bild: Liefery (alle Rechte vorbehalten)

uShip holt sich Investment von DB Schenker

Marktplatz uShip holt sein ein weiteres Investment. Das globale Logistik-Unternehmen DB Schenker investiert im Zuge einer Kapitalerhöhung in die Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen. Der online Logistik-In der letzten Finanzierungsrunde fließen 25 Mio. US$ in das Unternehmen, bisher wurden 50 Mio. US$ eingesammelt. Als Lead-Investor der letzten Runde tritt DB Schenker auf den Plan.

Schenker und uShip arbeiten schon länger zusammen

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn arbeitet schon länger mit uShip zusammen. Im letzten Jahr haben die beiden Unternehmen eine Partnerschaft für die kommenden fünf Jahre geschlossen. Mit Drive4Schenker bietet Schenker seit ca. einem Monat eine Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen, die auf der Technologie und Software von uShip aufbaut. So sollen die rund 30.000 Transportpartner des europäischen Landverkehrsnetzwerkes künftig über eine DB Schenker-Plattform namens „Drive4Schenker“ mit uShip-Technik online mit ihrer Fracht zusammengebracht werden. Der neue Service startet diesen Monat in Deutschland, der Ausbau erfolgt schrittweise.

Digitalisierung der Frachtbranche

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn will mit mit Investment weiteres Umsatzpotential abseits der traditionellen Geschäftsmodelle erschließen. DB Schenker will sich mit dem Investment auch fit für die Zukunft machen. Die Digitalisierung der Frachtbranche wird in den nächsten Jahren für einige Veränderungen sorgen. Unternehmen wie Uber Freight, aber auch Frachtvermittler wie FreightHub, wollen den Markt modernisieren. Für DB Schenker ist es das größte Investment in ein digitales Unternehmen.

Die uShip Plattform, die erfolgreich Absender und Transporteure in mehr als 19 Ländern zusammenbringt, ist in der Branche führend darin, Gütertransporte über mobile Geräte wie Handys und Tablets zu organisieren. Das Unternehmen uShip will mit dem Investment die Entwicklung vorantreiben. Die Plattform geht davon aus, dass in Zukunft mehrere Frachtunternehmen auf Digitalisierung setzen. Dadurch können die großen Player ihren Vorsprung beibehalten und gleichzeitig das operative Geschäft weiter optimieren.

Bild: DB Schenker (Alle Rechte vorbehalten)

BMW beteiligt sich an Mietwagen-Startup Skurt

Der Automobilkonzern BMW tätigt ein weiteres Investment in den USA. BMW hat sich mit einem strategischen Investment an dem Startup Skurt beteiligt. Skurt bietet einen on-demand Mietwagenservice an, bei dem die Autos an die Haustüre geliefert werden. Insgesamt konnte Skurt 10 Mio. US$ in der Series A einsammeln.

Skurt seit 2015 aktiv

Skurt ist schon seit 2015 in den USA aktiv und hat laut eigener Aussage schon mehrere Zehntausend Mietvorgänge durchgeführt. Bisher wird der Service in Miami, Los Angeles und San Diego angeboten. Nachdem der Kunde das Fahrzeug bestellt hat, wird es innerhalb von 60 Minuten von einem Fahrer vorbei gebracht. Nach Ablauf der Buchung wird das Fahrzeug auch wieder abgeholt. Der Vorteil für den Kunden ist, dass er sich nicht überlegen muss, wie er zu der Mietwagenstation gelangt.

Fahrzeuge von Autovermietern und Autohäusern

Die Autos stammen von Flottenbesitzern – Traditionelle Mietwagen-Anbieter oder auch Autohäuser stellen ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Im Vergleich zu den Peer-to-Perr Plattform ist es  ein Vorteil für die Kunden, dass sie mit neueren Fahrzeugen unterwegs sein können, die auch gut gewartet sind. Auf Wunsch werden die Fahrzeuge auch mit einem OBD-Dongle für die Fahrzeugüberwachung ausgestattet.

Mehrere Investments von BMW in den USA

Für BMW ist es nicht das erste Investment in ein amerikanisches Mobilitätsstartup. Bisher ist der Münchner Konzern schon an Zendrive, RideCell und Scoop beteiligt. Im letzten Jahr hat der Venture Arm von BMW einen Fond mit 500 Mio. US$ aufgesetzt. In Zukunft ist also mit weiteren Beteiligungen von BMW iVentures zu rechnen.

Auch andere Deutsche Autobauer sind an amerikanischen Startups beteiligt. Audi hat sich zum Beispiel an der letzten Finanzierungsrunde von Silvercar beteiligt. Silvercar bietet einen Mietwagenservice mit Audi A4 Modellen an. Der Service wird vorwiegend an Flughäfen angeboten. Die Kunden reservier das Fahrzeug einfach über die App und holen den Mietwagen ab. Das Fahrzeug wird mit der App geöffnet und wieder geschlossen, sobald der Mietvorgang beendet ist, wird sofort die Email mit der Rechnung verschickt.

Bild: Skurt (alle Rechte vorbehalten)

Digitalisierung als Zukunft der Mobilität: Deutsche Automobilhersteller auf dem Mobile World Congress

Zur Zeit findet der Mobile World Congress 2017 in Barcelona statt. Traditionell stellen führende Handyhersteller ihre neusten Modelle auf dem MWC aus. Dieses Jahr hat Nokia angekündigt, dass wieder Smartphones und Handys produziert werden sollen, unter anderem ein Nokia 3310. Wie auch schon bei der CES, treten auch immer mehr Automobilhersteller auf der Messe rund um Mobilfunk-Themen auf. Unter den vier Automobilherstellern, die auf der MWC aktiv sind, befinden sich auch zwei deutsche Automobilhersteller. Neben BMW und Daimler sind auch die Autokonzerne Ford und Peugeot vertreten.

Bei Daimler steht CASE im Mittelpunkt

Daimler ist mit mehreren Initiativen auf dem Mobile World Congress aktiv. Ziel ist es, die CASE Strategie zu präsentieren. Die Konzerntochter smart stellt unter anderem den neuen Service smart ready to share vor. Über diesen Service können smart-Fahrer ihre Fahrzeuge mit Kollegen, Freunden und Verwandten teilen, wenn sie sie selbst nicht nutzen. Für den Service ist die Ausstattung mit der Connectivity Box eine Voraussetzung, die auch bei dem Pilotversuch smart ready to drop zum Einsatz kommt. Neben weiteren Projekten, sind auch die Mobilitäts-Dienstleistungen moovel, myTaxi und car2go vor Ort vertreten. Über eine VR-Brille können die Standbesucher das Concept EQ Fahrzeuge erkunden oder das neue COMAND System der E-Klasse testeten, das auf Vernetzung und verbesserte Daten für das Navigationssystem setzt.

Connected Cars auf der Agenda von BMW

Über die Ankündigungen von BMW ist noch wenig bekannt, es ist aber davon auszugehen, dass das Unternehmen aus München weitere Pläne rund um die Themen vernetzte Fahren und autonome Fahrzeuge bekannt gibt. BMW Connect vernetzt unterschiedliche digitale Geräte mit dem Fahrzeug. So kann über Alexa von Amazon der Füllstands des Tanks abgehört werden oder über das Smartphone kann das Auto verriegelt und die Klimaanlage aktiviert werden. BMW soll auch eine Weiterentwicklung des automatischen Einparksystems in Barcelona vorstellen, das auf Gestensteuerung reagieren soll. Eventuelle präsentiert BMW auch weitere Details über den Zustellservice, der auf der CES angekündigt wurde und zusammen mit Amazon Prime entwickelt wurde.

Konzeptfahrzeug von Automobilhersteller Peugeot

Der französische Autmobilhersteller Peugeot bring das Konzeptfahrzeug Peugeot Instinct mit nach Barcelona. Das Fahrzeug verfügt über unterschiedliche Einstellungen. So kann der Fahrer entscheiden, ob er selber fahren möchte oder mittels autonomen Fähigkeiten gefahren werden soll. Je nach gewähltem Modus passt sich der Innenraum an. Das Auto demonstriert auch erste Ergebnisse der Zusammenarbeit mit der Artik Cloud IoT Platform von Samsung. Die Platform vernetzt Daten von Smartphones, Sozialen Netzwerken, smarten Uhren und mehr, um Profile von Nutzern zu erstellen. So wird zum Beispiel der autonome Fahrmodus vorausgewählt, wenn die Smart Watch festgestellt hat, dass der Fahrer müde ist.

Immer mehr Autos mit Mobilfunknetz verbunden

Auf Grund der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung des Automotive Sektors, ist davon auszugehen, dass weitere Hersteller auf Messen wie der CES oder dem MWC present sein werden. Immer mehr Fahrzeuge erhalten einen Mobilfunk-Zugang serienmäßig und für Unternehmen im Mobilfunksektor werden sich in den nächsten Jahren neue Geschäftsmöglichkeiten im Automotive-Bereich ergeben. Vor allem durch den zukünftigen Mobilfunkstandard 5G und autonome Autos werden sich neue Umsatzmöglichkeiten ergeben.

Bild: Peugeot (alle Rechte vorbehalten)

Waze Carpool Mitfahrdienst expandiert in weitere Städte – Uber Konkurrenz von Google

Ursprünglich ist Waze als reine Navigations-App gestartet und wurde auf Grund des Erfolgs und der Technologie im Jahr 2013 von Google übernommen. Im vergangenen Jahr kam ein Mitfahrdienst zum Angebot des Unternehmens hinzu, der jetzt weiter ausgerollt wird. Die Waze Nutzer können sich über den Ridesharing-Dienst das Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeit oder nach hause teilen.

Waze als Mitfahrdienst für Pendler

Dabei positioniert sich Waze als Service, bei dem sich ausschließlich Fahrer und Fahrgäste das Auto teilen, die fast die identischen Wohn- und Arbeitsadressen haben. Anders also bei Uber oder Lyft stehen erstmal nicht die kommerziellen Interessen im Vordergrund. Die Fahrgäste zahlen maximum 35 ct. US$ pro Kilometer, was der maximalen Kilometerpauschale für Geschäftsreisen mit dem Auto in den USA entspricht. Die Fahrer können auch nur maximal zwei Fahrten am Tag absolvieren. Bei dem geringen möglichen Verdienst wird es sich für die Fahrer nicht lohnen, weitere Fahrten pro Tag durchzuführen.

Verknüpfung mit Waymo spannend

Google will mit dem Fahrservice direkte Erfahrungen im wachsenden Markt der Ridesharing Dienste sammeln. Es ist davon auszugehen, dass der Technologiekonzern in den nächsten Jahren einen eigenen kommerziellen Ride-Hailing Dienst aufbauen wird, der auf den autonomen Fahrzeugen von Waymo und dem Waze-Service basiert. Waymo ist ein Tochterunternehmen von Google, das die Aktivitäten rund um autonome Fahrzeuge des Konzerns bündelt. Google könnte mit Waze und Waymo einen Service aufbauen, der Uber und Lyft langfristig Konkurrenz macht.

Grundlage für kommerziellen Dienst von Google?

Netzwerke aus autonomen Fahrzeugen, auf die mit Smartphone Apps zugegriffen werden kann, gelten als Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Wenn Waze den Service weiter ausrollt und erfolgreich etablieren kann, ist es es für Google ein leichtes Unterfangen, die Plattform für einen kommerziellen on-demand Fahrservice zu nutzen, der auf autonomen Fahrzeugen basiert. Da die selbstfahrenden Autos ohne Fahrer auskommen, können erhebliche Kosten eingespart werden. Das führt zu geringeren Fahrpreisen für die Nutzer und folglich zu einer höheren Anzahl an Fahrten. Durch niedrige Fahrpreise, senkt die Hemmschwelle für den Verzicht auf den privaten Autobesitz. Bis Google den Carpooling-Service erfolgreich etabliert hat, ist noch viel mühevolle Aufbauarbeit möglich.

Mit Partnerschaften zum Erfolg

In einem ersten Schritt der Expansion erschließt der Fahrdienst von Waze weitere Gemeinden in der Bay Area in Kalifornien. Gleichzeitig werden Partnerschaften mit Organisation wie der Metropolitan Transportation Commission oder der University of California-San Francisco geschlossen, um das Verkehrsaufkommen und die Herausforderung der Parkplatzsuche zu minimieren. Diese Organisationen werden die Mitarbeiter dazu motivieren, Fahrgemeinschaften über das Waze-Angebot zu bilden um zwischen Arbeit und Zuhause zu pendeln. In den kommenden Monaten sollen weitere Städte in den USA und in Mittel- und Südamerika folgen.

Bild: Waze (alle Rechte vorbehalten)

Daten sammeln: Kooperation von Mobileye mit BMW und Volkswagen

Der Autokonzerne Volkswagen und BMW haben mit Mobileye eine Vereinbarung für eine Kooperation unterzeichnet. Ab dem Kommenden Jahr wollen Volkswagen und auch BMW die Technologie von Mobileye verbauen, um real-timed Daten der Verkehrs- und Straßensituation zu erfassen. Das Paket von Mobileye heißt Road Experimente Management (REM) und hilft dabei, den Weg zu autonomen Fahrzeugen zu ebenen. Es soll sichergestellt werden, dass vernetzte autonome Autos besser in realen Verkehrssituationen navigieren können.

Daten sammeln per Kamera

Fahrzeuge, die mit dem REM Paket ausgestattet sind, nehmen über Kameras and der Front der Fahrzeuge relevante Daten über die Straßengegebenheiten auf. Unter anderem werden Straßenmarkierungen, Verkehrszeichen, Wetterdaten oder die Parkplatzsituation registriert. Die Daten werden in der Cloud gespeichert und nach Aufbereitung wieder zurück in die hochgenauen Karten gespeichert, um diese dauerhaft aktuell zu halten.

Mobileye will Industriestandard aufbauen

Die Intention von Mobileye ist es, mit REM einen Industriestandard aufzubauen, bei dem die Daten von den Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller nach dem Croudsourcing-Prinzip aufgenommen werden und in die hochauflösenden Karten gespeist werden. Diese Karten werden dann von den beteiligten Herstellern genutzt, um   die autonomen Fähigkeiten der Fahrzeuge und weitere Fahrerassistenz-Systeme zu verbessern.

Ab 2018 in BMW und Volkswagen Fahrzeugen

Volkswagen und BMW wollen das Kit mit den neusten EyeQ4 Chips von Mobileye ab 2018 in den Fahrzeugen verbauen und so anonym Daten über die Straßen-Beschaffenheit und Parkplatzsituation zu generieren. Es ist nicht klar, ob der Fahrzeugbesitzer der Datensammlung zustimmen muss, oder ob die Datensammlung ohne Zustimmung der Besitzer geschieht. BMW, Daimler und Audi haben auch die Karten-Sparte Here von Nokia übernommen, um hochauflösenden Karten für die Anwendung in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Die in BMW Fahrzeugen über das REM Paket gesammelte Daten werden an HERE weitergeleitet und in die aktuelle Version der hochgenauen Karte eingepflegt. Es ist nicht klar, ob die Daten von Volkswagen auch in das Kartenmaterial von Here eingespeist werden.

Für BMW ist das nicht das erste Projekt, bei dem der Automobilkonzern mit dem Unternehmen Mobileye aus Israel zusammenarbeite. BMW hat bereits mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Komponenten für autonome Autos zu entwickeln. BMW und Volkswagen wollen bis 2021 ein vollautonomes Auto mit Level 4 auf den Markt bringen.

Bild: BMW (alle Rechte vorbehalten)