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Übersicht über alle Artikel die auf getmobility.de zum Thema Mobilität und Transportation veröffentlicht werden.

Transport App Citymapper testet smarten Bus in London

Bisher hat Citymapper eine App für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, über den sich die schnellsten und besten Verbindungen von A nach B raussuchen lassen können. Nun wird in London das nächste Kapitel gestartet, es wir eine eigene intelligente Buslinie angeboten.

Citymapper Transport-App seit 2012 

Citymapper wurde bereits 2012 gegründet und hat eine Finanzierung von insgesamt mehr als 50 Mio. US$ eingesammelt. Die Transport-App kann in mehreren Städten weltweit genutzt werden. Unter anderem funktioniert sie in New York City, London, Boston und Berlin. In letzter Zeit hat es Gerüchte gegeben, wie sich die App weiterentwickelt. Einige Experten haben das Unternehmen als Übernahmekandidaten gesehen, andere gingen davon aus, dass eigene Mobility Services gestartet werden, um weiter zu wachsen. Diesen Schritt hat das Unternehmen jetzt angekündigt.

Busse auf festgelegten Routen

Die Busse fahren auf einer festgelegten Strecke und halten an definierten Haltestellen. Die Fahrgäste können an den Haltestellen beliebig ein und aussteigen. Die Fahrpläne der Busse sind selbstverständlich in der Citymapper App einsehbar und die Buslinie wird in die multimodale Routenplanung mit eingebunden. Die Busse verfügen über ein smartes Display, das den Fahrgästen zeigt, wo sie sich gerade befinden. Außerdem wurden die Busse leicht überarbeitet und bieten USB-Schnittstellen, an denen die Fahrgäste die Smartphones laden können. Citymapper hat auch Software für das Management der Fahrzeuge entwickelt. Die Fahrgäste werden über die Zahl der Passagiere informiert und können so sehen, wie voll der Bus ist.

ÖPNV kann effizienter gestaltet werden

In den letzten Jahren hat die App jede Menge Daten über das Mobiliätsverhalten der Nutzer gesammelt und ausgewertet. Dabei hat Citymapper realisiert, dass die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel effizienter gestaltet werden können, um Menschen schneller von A nach B bringen zu können. Da von öffentlicher Hand geplante Mobilitätsangebote lange in der Umsetzung brauchen, ist das Unternehmen selbst aktiv geworden. Langfristig will Citymapper mit Partnern bessere Buslinien etablieren, die mehr dem Mobilitätsverhalten der Fahrgäste entsprechen. Von Citymapper soll die Software und Technologie kommen, die Busse sollen von anderen Unternehmen betrieben werden.

Mit dem Pilotprojekt in London will das Unternehmen lernen. Schaut man in die Zukunft, kann man sich leicht ausmalen, wie die Effizienz des ÖPNV gesteigert werden kann, wenn jedes Fahrzeug mit Sensoren ausgestattet ist, um Daten über die Auslastung und das Nutzungsverhalten zu sammeln.

Bild: Citymapper (alle rechte vorbehalten)

Amazon arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Im Moment investiert der Amazon-Konzern enorme Summen, um ein eigenes Logistiknetzwerk für die Auslieferung auf der letzten Meile aufzubauen. Im Verborgenen denkt das Unternehmen aber schon weiter und hat ein Team aufgebaut, das sich mit der Entwicklung von Technologien für autonome Lieferfahrzeuge und entsprechenden Einsatzplänen beschäftigt.

Fokus auf Plänen für Einsatz bei Amazon

Im Moment soll der Fokus mehr auf der Entwicklung von Plänen liegen, wie autonome Fahrzeuge in der Logistikkette eingesetzt werden können. Diese besteht aus mehreren Bereichen, in denen der Einsatz von autonomen Fahrzeugen sinnvoll ist. Ein Bestandteil ist die Lieferung auf der letzten Meile. Für Amazon dürfte aber auch eine autonome Logistikkette zwischen den Lagern und Hubs interessant sein. Da der Konzern auch eigene Lager betreibt, wird der Einsatz von autonomen Transporttechnologien innerhalb eines Lagers auch von großem Interesse sein. Ob Amazon auch die Fertigung von selbstfahrenden Fahrzeugen plant, ist nicht bekannt. Sollten sich langfristig keine passenden Lieferanten finden lassen, könnte das E-Commerce Unternehmen auch in diesem Bereich aktiv werden.

Kosten- und Zeitersparnis als Priorität

Mit dem Einsatz von autonomen Logistikfahrzeugen in den unterschiedlichen Bereichen, könnte Amazon Kosten sparen und auch schneller liefern. Vor allem im Fernfrachtverkehr konnten sich enorme Zeiteinsparungen ergeben. Im Moment sind die Lkw Fahrer an Lenk- und Ruhezeiten gebunden, die bei einem fahrtlosen Lkw entfallen würden. Deshalb dürfte der Bereich für Amazon die höchste Priorität haben.

Autonomes Fahren auf Agenda von Technologiekonzerne und Automobilhersteller

Mehrere Technologiekonzerne und Automobilhersteller befassen sich ausführlich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Eisatz von autonomen Fahrzeugen für einen intelligente Shuttle Dienst und die Nutzung von autonomen Lkw wird dabei am häufigsten diskutiert. Die Google Tochter Waymo entwickelt zum Beispiel Hard- uns Software für autonome Fahrzeuge, die von bestehenden Automobilherstellern verbaut werden soll. Die Uber Tochter Otto hat es sich zum Ziel gesetzt, selbstfahrende Lkw zu entwickeln.

Bild: simone.brunozzi (bestimmte Rechte vorbehalten)

Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

BVG plant einen Ride Sharing Dienst in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen sich in neue Bereiche vorwagen und einen Ride Sharing Service aufbauen. Der Shuttle Service wäre interessant, um mehr Passagiere in die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen zu bringen.

Intelligenter Shuttle Dienst bei der BVG geplant 

Vorgestellt werden soll das Projekt noch vor der Sommerpause in diesem Jahr. Eingeführt werden soll ein intelligenter Shuttle Dienst, bei dem sich mehrere Passagiere, die auf einer ähnlichen Route unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Sitzplätze können einzeln über eine entsprechende Smartphone App gebucht werden, die Bezahlung erfolgt über die hinterlegten Bezahlmethoden.

Gespräche mit mehreren Anbietern

Um den Dienst zu realisieren, spricht die BVG mit mehreren Anbietern. Auch mit Uber wurde gesprochen, auf Grund der Vorgeschichte von Uber in Berlin wurden die Gespräche aber wieder eingestellt. Als Favorite bei der BVG soll im Moment Mercedes-Benz gehandelt werden. Das ist etwas verwunderlich, da zwar Mercedes-Benz die Fahrzeuge stellen könnte, aber nicht über die technischen Komponenten verfügt, um den Dienst umzusetzen. Die von der Mercedes-Benz Mutter Daimler betriebenen Services, wie MyTaxi oder Hailo sind für die Vermittlung von Einzelfahrten ausgelegt und nicht für das Pooling.

Rahmenbedingungen noch nicht definiert

Der Fahrpreis für den Shuttle Dienst steht noch nicht fest. Ebenso ist unklar, ob der Service in den bestehenden BVG Tickets integriert ist oder extra bezahlt werden muss. Die BVG plant den Einsatz von einem größeren Fahrzeugpool (mehrere Dutzend), um den Service Flächendeckend anbieten zu können. Offen ist auch, wie die Taxifahrer auf den Dienst reagieren werden, sie dürften einiges dagegen haben.

Mit einem ähnlichen Konzept sind in Berlin schon die Mobilitätsdienste Clever Shuttle und Allygator Shuttle unterwegs. Allygator Shuttle befördert Fahrgäste im Moment nur in den Abend- und Nachtstunden am Wochenende. Clever Shuttle hat auch einen Service unter der Woche, da aber auch nur am Abend. Um diesen Diesen einen nachhaltigen Durchbruch zu verschaffen, muss auch der gesetzliche Rahmen angepasst werden. Ein dynamischer Shuttle Service unter kommerziellen Gesichtspunkten ist bisher nicht möglich. Allygator erhebt einen minimalen Fahrpreis, der unterhalb der Betriebskostengrenze liegt. Clever Shuttle hat mittlerweile eine Sondergenehmigung in 5 Städten. Die Kosten für eine Fahrt mit CleverShuttle berechnen sich anhand einer gestaffelten Kilometerpauschale, die sich am lokalen Taxipreis orientiert (eine Fahrt mit CleverShuttle ist immer mindestens 40% günstiger als ein Taxi).

Studien zeigen Vorzüge von Shuttle Diensten auf

Mehrere Studien gehen davon aus, dass sich durch den Einsatz intelligenter Shuttle Dienste das Aufkommen an Einzelfahrten und somit das Fahrzeugaufkommen in den Städten drastisch reduzieren lassen. Deshalb steigt das Interesse der Städte, einen entsprechenden Service einzuführen, um die Lebensqualität in den Innenstädten zu erhöhen.

In einer ersten Version wurde berichtet, dass sich sowohl Allygator als auch Clever Shuttle unterhalb der Betriebskostengrenze bewegen müssen. Der Text wurde berichtigt.

Bild: Hannes Eisenach (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ola will mehr Elektrofahrzeuge in Indien einsetzten

Der indische Ridesharing Anbieter Ola möchte im kommenden Jahr eine große Flotte an elektrischen Fahrzeugen ausrollen. Im Moment werden Tests gefahren, um das Geschäftsmodell dahinter zu validieren. Ola ist einer der großen Anbieter von Fahrdiensten in Indien.

Mehr als tausend Elektroautos während Pilotphase

Um das Geschäftsmodell für Ola und die Fahrer zu evaluieren, werden in verschiedenen indischen Städten mehrere Tausend Elektroautos getestet. Nach dem Test soll die Flotte weiter nach oben skaliert werden. Der Fahrdienst-Anbieter wird auch in die Ladeinfrastruktur investieren, ohne die das Setup nicht funktionieren würde. Wieviel investiert wird und ob das Programm vom Staat subventioniert wird, ist nicht bekannt.

Nachfrage auch in Indien gering

Bisher ist die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen in Indien gering. Im vergangenen Jahr wurden nur 20.000 Elektroautos verkauft, im Vergleich zu 20 Mio. Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieb. Bis 2020 sollen 6 Mio. Elektrofahrzeuge in Indien verkauft werden. Bisher scheitert das an den hohen Kosten für Batterien und Fahrzeuge, nicht vorhandene Ladeinfrastruktur und an der geringen Reichweite der Autos. Indien will die Zahl der Elektroautos erhöhen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren.

Ola wird von SoftBank unterstützt

Die Taxi App Ola wird bei dem Vorhaben von dem Investor SoftBank unterstützt. Im letzten Dezember haben hochrangige SoftBank angekündigt, dass Ola in den kommenden 5 Jahre bis zu eine Millionen Elektroautos auf die Plattform bringen möchte. Das Netzwerk von SoftBank soll dabei helfen, den operativen Part zu skalieren.

In den kommenden Wochen werden die ersten Elektrofahrzeuge in einem Pilotprogramm getestet. Dabei kommen nicht nur Autos zum Einsatz, sondern auch Rickshaws und Zweiräder. Die Fahrzeuge werden modifiziert, um eine höhere Reichweite zu erzielen. Ziel ist es, dass die Fahre ohne zu laden den Tag überstehen. Im Schnitt legt eine Taxi in Indien zwischen 150 und 200 Kilometer am Tag zurück. Ola wird auch Ladestationen aufbauen, so dass die Fahrzeuge überhaupt geladen werden können.

Langfristige Kooperation mit Energieunternehmen

Für langfristige Kooperationen spricht der Uber Konkurrent mit Energieunternehmen, um in Kooperation die Ladeinfrastruktur aufbauen. Auch mit Autoherstellern soll gesprochen werden, um Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, die den Anforderungen der indischen Taxifahrer standhalten.

Bild: Wedstock 2011 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Logistik Startup fliit sammelt Seed-Finanzierung ein

Mit fliit sammelt ein weiteres deutsches Logistik-Startup eine Finanzierung in Millionenhöhe ein. Fliit bekommt 1.5 Millionen Euro, um die Transportlösung für die letzte Meile weiter auszubauen. Zuvor haben schon Liefery und Tiramizoo weiteres Geld erhalten.

Fliit baut Lieferplattform für frische Lebensmittel

Fliit baut eine Logistikplattform mit Fokus auf die Lieferung von frischen Lebensmitteln und sensiblen Produkten auf. Dabei betreibt das Unternehmen keine eigene Flotte, sondern tritt als Vermittler auf. Ein Schwerpunkt intern liegt auf der Entwicklung des Provider-Management-Systems und der Tracking Lösungen. Des Weiteren kümmern sich Fliit um die Akquisition und das Management der angeschlossenen Partner. Für jeden Use-Case soll der passende Lieferfahrer gefunden werden. gal ob die Lieferung besonders günstig, schnell oder von besonders hoher Qualität sein soll: Das Berliner Logistik-Start-Up findet für jeden Retailer und jedes Produkt einen passenden Logistikpartner.

Expansion in andere Bereiche geplant

Mit der Finanzierung soll in andere Bereiche expandiert werden. Der jetzige Bereich ist bisher noch eher eine Nische und kann auch leicht von anderen Anbietern kopiert werden. Amazon hat bereits angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig auch frische Lebensmittel ausliefern möchte. In Kürze werden in Berlin Meal Kits von Kochhaus ausgeliefert.

Finanzierung von der IBB und anderen

Im letzten Jahr ist das Startup in Berlin gestartet. Das Team hat zuvor bei DHL und Rocket Internet gearbeitet. Das Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde kommt von der IBB Beteiligungsgesellschaft, die sich über den von ihr gemanagten VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt hat. Außerdem sind der Venture-Capital-Fonds b10, PDV Inter-Media Venture und WestTech Ventures sowie weitere Business Angels beteiligt. Zu den ieZu den Kunden von Fliit gehören Startups, wie Marley Spoon, Kale&Me oder Kochhaus.

Weitere deutsche Logistik Startups mit Finanzierung

In den vergangenen Monaten haben die Last-Mile Logistik Startups Tiramizoo und Liefery weitere Finanzierungsrunden abgeschlossen. Die Mehrheit von Liefery wurde dabei von dem Paketdienst Hermes übernommen. Zu den Investoren von Tiramizoo gehören Daimler und der Ölkonzern Shell.

Bild: fliit (alle Rechte vorbehalten)

Wunder ist in Asien erfolgreich – mehr als eine Millionen Fahrten

Das Startup Wunder hat eine interessante Geschichte hinter sich. Ursprünglich ist das Unternehmen als Fahrdienst in Berlin und Hamburg gestartet, mittlerweile ist es als Carpooling Plattform in Asien erfolgreich. Seit dem Markteintritt in Asien im vergangenen Jahr, wurden mehr als eine Millionen Mitfahrten in sechs Städten organisiert.

Carpooling in Mega-Cities

Die Wunder-App beschäftigt oder akquiriert keine eigenen Fahrer, die sich dauerhaft für Aufträge bereit halten, sondern spricht Pendler an, die sich eine Auto teilen können. Es werden gezielt Pendler in den Millionenstädten in den Schwellenländern angesprochen, die auf dem Weg zur Arbeit einen freien Sitzplatz im Auto eines Nachbarn buchen können. Davon profitieren sowohl Autobesitzer, als auch Mitfahrer. Mitfahrer profitieren von einer sicheren und komfortablen Autofahrt zum Preis des öffentlichen Nahverkehrs. Autobesitzer sind durch Wunder in der Lage, die Unterhaltskosten ihres Fahrzeugs zu decken.

Entlastung des Verkehrs durch Wunder

Das Startup hat in Asien gezeigt, dass das System von Wunder und auch andere Shuttle Dienste den verstopfen Verkehr in den Mega-Cities spürbar entlasten kann, in dem sich mehrere Kollegen mittels effektiver Technologie ein Auto teilen. Langfristig soll das System deshalb auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Ob und wann Wunder wieder in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

Provision von Partnerunternehmen

Die Fahrpreise sind meistens so gering, dass Wunder kein nachhaltiges Geschäftsmodell durch Provisionen auf Fahrten aufbauen kann. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit Shopping Malls und anderen Points of interests zusammen. Für jeden Fahrgast, der noch zum Einkaufen und nicht gleich nach hause fährt, erhält das Unternehmen eine Provision. Des weiteren arbeitet Wunder mit Unternehmen zusammen, die ein innovatives Mobilitätsangebot für die Mitarbeiter aufbauen wollen. Zusätzlich beratet Wunder auf Grundlage der Erfahrungen in Asien schon jetzt alle großen deutschen Hersteller zu Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Von Hamburg nach Asien

Das Unternehmen wurde 2013 in Hamburg gegründet und hat am Anfang einen Fahrdienst unter dem Namen WunderCar mit privaten Fahrern angeboten. Dieser Service wurde schnell von Uber mit UberPop gekontert und letztlich aber auch genau so schnell wieder eingestellt, da die Behörden gegen das Anbot rechtlich vorgegangen sind. In einer zweiten Phase wurde ein Fahrdienst in Osteuropa angeboten, der aber auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Im Jahr 2016 ist das Unternehmen dann mit einem Carpooling Service nach Asien expandiert. Dieser Carpooling Service wird in Städten wie Manila, Cebu, Kuala Lumpur, New Delhi, Mumbai und Bangalore gut angenommen. Mit einem ähnlichen Modell versucht sich die Google Tochter Waze an der Westküste und demnächst in Südamerika.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Audi kauft das Startup Silvercar

Das Startup Silvercar bietet in einige amerikanischen Städten einen innovativen Mietwagendienst an. Dabei kommen nur Audi A4 Fahrzeuge zum Einsatz. Audi und das Startup arbeiten schon länger zusammen und der Autobauer aus Ingolstadt ist als Investor bei dem Unternehmen eingestiegen. Jetzt folgt eine Komplettübernahme von Silvercar durch Audi.

Innovativer Mietwagenanbieter

Audi kauft den eher im Premium-Segment angesiedelten Mietwagenservice, um sein Angebot an Mobilitätdienste weiter auszubauen. Gleichzeitig soll die Kompetenz von Audi auf der Software-Seite gestärkt werden. Die Software und das Wissen des Unternehmens kann zum Beispiel genutzt werden, um weitere Carsharing-Dienste aufzubauen. Der Teil der Software Dealerware ist für Audi vorallem interessant. Damit lassen sich die Flotten der Autohändler managen. Silvercar liefert eine beeindruckende Technologie, die das Mieten und Teilen von Fahrzeugen aus Kundensicht stark vereinfacht.

Silvercar bietet Mietwagen am Flughafen

Silvercar beschränkt sich im Moment auf das Vermieten von Fahrzeugen an Flughäfen. Mit diesem Angebot ist das Unternehmen in 15 amerikanischen Städten aktiv. Der Sitz des Unternehmens ist seit der Gründung 2012 in Austin, Texas. Audi und Silvercar arbeiten schon seit der Gründung des Startups zusammen. Die Partnerschaft hat sich so gut entwickelt, dass Audi in der letzten Finanzierungsrunde mit eingestiegen ist. Damals hatte das Startup 28 Mio. US$ in einer Series C Finanzierung eingesammelt. Über den jetzigen Deal ist wenig bekannt.

Audi muss aufholen

Audi hat einiges aufzuholen, denn bisher ist der Autobauer nicht sonderlich aktiv gewesen, wenn es um den Aufbau von Mobilitätsdiensten ging. Unterschiedliche Carsharing Programme wurden in keinem Rahmen getestet. Andere Autokonzerne, wie BMW und Daimler können in dem Beriech schon mehr vorweisen. Unter anderem sind Carsharing Netzwerke und Taxi Apps im Programm. International sind amerikanische Autokonzerne recht aktiv. General Motors hat sich mit der Ride-Hailing Plattform Lyft zusammengetan. Ford stärkt sich in dem Bereich autonomes Fahren und hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Bild: Silvercar (Alle Rechte vorbehalten)

Bosch und Daimler kooperieren bei autonomen Autos

Daimler und Bosch kooperieren bei der Entwicklung von vollautomatisierten und fahrerlosen Fahrzeugen. Ziel der Kooperation ist die Markteinführung eines serienreifen Systems für autonome Fahrzeuge. Die fahrerlosen Autos gelten als Zukunft der Mobilität und sollen sich mit der Technologie sicher im öffentlichen urbanen Straßenverkehr fortbewegen.

Schnellere Entwicklung durch Kooperation

Ergebnis der Entwicklungskooperation sollen vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge stehen. Die Systeme für Autos auf SAE-Level 4 oder SAE-Level 5 sollen bis Anfang der kommenden Dekade zur Serienreife entwickelt werden. Bosch ist einer der größten Zulieferer in der Automobilindustrie und genießt das Vertrauen vieler Hersteller. So vertraut auch Daimler auf die Kompetenzen von Bosch, durch die entstehenden Synergien soll eine möglichst frühe und abgesicherte Serieneinführung der Technologie möglich werden.

Systeme von Bosch und Nvidia

Bosch hat kürzlich angekündigt, dass es zusammen mit Nvidia Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Dabei sollen von Bosch die Sensoren und von Nvidia die Rechnerleistung und passende Software kommen. Es ist davon auszugehen, dass Daimler einer der ersten Kunden der für die Systeme aus der Kooperation von Bosch und Nvidia ist. Durch die Bündelung der Fähigkeiten der unterschiedlichen  Unternehmen werden die Systeme für vollautomatisierten Fahrzeuge schneller zur Serienreife entwickelt.

Das Wettrennen um selbstfahrende Autos ist gestartet

Das vollautomatisierte, fahrerlosen Fahren ist ein wichtiger Baustein für den Verkehr der Zukunft. Langfristig wird sich der Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit im Straßenverkehr steigen. Hinzu kommt, dass günstige Transportmöglichkeiten entstehen, die von mehr und mehr Menschen genutzt werden können. Der Einsatz auf Car-Sharing bzw. Ride-Hailing Plattformen ermögliche eine bestmögliche Nutzung der Fahrzeuge. Daimler hat bereits angekündigt, dass es autonomes Autos für die Uber-Plattform bauen und betreiben wird. Daimler Konkurrent BMW hat mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Ford und GM haben Startups für die Serienentwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen übernommen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)