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Übersicht über alle Artikel die auf getmobility.de zum Thema Mobilität und Transportation veröffentlicht werden.

Lieferdienst Deliveroo sammelt wieder Geld ein und ist mehr als 1.5 Milliarden Euro wert

Der on-demand Lieferdienst für Gerichte Deliveroo hat eine weitere Finanzierung in dreistelliger Millionenhöhe eingesammelt. Insgesamt fließen fast 325 Mio. Euro in das Unternehmen, die Bewertung steigt damit auf ca. 1.7 Milliarden Euro.

Das Geld wird vorwiegend von amerikanischen Investmentfonds wie Fidelity and T Rowe Price investiert. Altinvestoren, wie DST Global, General Catalyst, Index Ventures und Accel Partners sollen in der letzten Runde ebenfalls investiert haben, um nicht verwässert zu werden. Ingesamt hat das Unternehmen eta 720 Mio. Euro aufgenommen und ist weltweit auf mehr als 1000 Mitarbeiter gewachsen.

Auch Softbank hatte Interesse an dem Lieferdienst

Auch der umtriebige japanische Investmentfond SoftBank soll Interesse an einem Investment gehabt haben. SoftBank hat sich dann aber zurückgezogen, als ein potentielles Investment in Uber wahrscheinlicher wurde. Uber hat mit UberEats auch einen Essenlieferdienst und konkurriert so mit Deliveroo in mehreren Ländern.

Deliver wurde 2013 gestartet und ist mittlerweile in mehr als 150 Städten in 12 Ländern aktiv. In Deutschland ist Deliveroo in Berlin gestartet und hat nach und nach mehr deutsche Städte aufgenommen. Neben UberEats gehört der Delivery Hero Ableger Foodora zu den Konkurrenten von Deliveroo. Die Markteilnehmer liefern sich einen mühsamen Kampf um Kunden und Fahrer. Gleichzeitig steigt die Kritik der Politiker und Gewerkschaften an dem Beschäftigungsmodell der Kuriere.

Kapitalintensives Geschäft

Im britischen Handelsregister veröffentlichte Zahlen geben einen Einblick, wie sich das Geschäft von Deliveroo entwickelt hat. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen einen Umsatz von fast 150 Mio. Euro erwirtschaftet, das ist ein Wachstum von mehr als 600% im Vergleich zum Vorjahr. Die Verluste sind im gleichen Zeitraum auf etwa 145 Mio. Euro angewachsen, das entspricht einer Steigerung von 300%.

Geld fließt in Expansion und Küchen

Die neue Finanzierung soll für drei Bereiche genutzt werden. Als erstes sollen die “Editions” Küchen erweitert werden. Die “Editions” Küchen sind eingerichtete Küchen, die von Partner-Restaurants genutzt werden können, um die Gerichte für die Lieferkundschaft zuzubereiten. Günstig gelegen profitieren davon auch die Kunden, die so schneller erreicht werden können. Als zweites soll das IT und Tech Team wachsen. Deliveroo will seinen Echtzeit Logistik Algorithmus verbessern und den Bereich Künstliche Intelligenz weiter ausbauen. Das Data Science Team arbeitet an einer besseren Vorhersage, um besser planen zu können, wo die nächsten “Editions” Küchen aufgebaut werden sollen und welche Gerichtet wo und wann nachgefragt sind. Der dritte Bereich ist die weitere Expansion. Das Lieferunternehmen will schnell weitere Städte eröffnen, um mehr Kunden beliefern zu können.

Vor allem der dritte Punkt wird viel Geld verbrennen. Der Lieferdienst muss für jeden neue Land ein lokales Länderteam aufbauen, um Fahrer und Marketing zu steuern. Fahrer müssen mit hohen Stundenlöhnen oder Bonuszahlungen angelockt werden und die Nutzer werden mit Gutscheinen und anderen Deals geködert. All das kostet jede Menge Geld, bevor sich eine Stadt oder ein Land von selbst trägt.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

VW und DHL testen Paketzustellung in den Kofferraum

Der Automobilhersteller Volkswagen und der Paketdienst DHL haben ein Pilotprojekt gestartet, bei dem der DHL Bote das Paket direkt im Kofferraum ablegen kann. Bei dem Projekt kommen 50 VW Polo zum Einsatz, die für die Paketzustellung entsprechend ausgerüstet werden.

Service läuft unter dem Namen We Deliver

Der Dienst für die Paketzustellung heißt We Deliver und wurde in den vergangenen Monaten von den Kooperationspartnern entwickelt. Volkswagen will dabei helfen, dass keine Sendung mehr verpasst wird, der Kofferraum der teilnehmenden Autos wird zum Lieferort für DHL Sendungen. Der Onlinehandel in Deutschland boomt. 2017 wird laut dem Verband der Internetwirtschaft eco ein Gesamtumsatz von 55 Milliarden Euro erwartet, 2019 sollen es sogar 70 Milliarden Euro sein. Rund 11,5 Prozent des Einkaufsvolumens deutscher Verbraucher entfallen auf den E-Commerce – Tendenz steigend.

Wer kennt das nicht? Man stöbert im Netz, befüllt seinen virtuellen Warenkorb und klickt am Ende auf den entscheidenden Button: Bestellung abschicken. Doch mit der Vorfreude beginnt das Warten. Und wenn man dann im entscheidenden Moment – beim Klingeln des Paketzustellers – gerade einmal nicht Zuhause ist, muss man selbst aktiv werden. Paketshop, Packstation oder freundlicher Nachbar waren bislang die gängigsten Optionen für die Zwischenlagerung.

Auto kann an unterschiedlichen Orten stehen

Das Auto kann an unterschiedlichen Orten abgestellt werden. Der Standort des Autos muss als Lieferadresse angeben werden und der DHL Bote findet das Auto mittels GPS und öffnet das Auto mit dem Smartphone. Das Auto darf nicht mehr als 300 Meter von der angegebenen Adresse entfernt stehen. Der DHL Bote kommt nur an das Fahrzeug, wenn es auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt wird – das Auto kann also nicht im Parkhaus oder auf privaten oder abgesperrten Parkplätzen stehen. Der Nutzer muss einen zweistündigen Slot zwischen 10 und 21 Uhr auswählen, in dem DHL das Paket liefert. Retouren und frankierte Pakete können im Kofferraum abgelegt werden und werden gleich vom Paketzusteller mitgenommen.

Pilotphase von We Deliver in Berlin

Von September 2017 bis April 2018 läuft das Projekt in Berlin. Die Interessenten müssen sich bewerben, falls sie ausgewählt werden, erhalten sie einen entsprechen ausgestatteten VW Polo. Gleichzeitig müssen sich die Teilnehmer auch bei dem Portal www.paket.de von DHL registrieren und dort den Kofferraum als Ablageort hinterlegen. Der Service kann nicht für alle online Bestellungen genutzt werden. Bestellt werden kann derzeit bei den Online-Shops von Amazon, Alternate, Allyouneed Fresh, Outfittery, Fashion ID und Music Store.

Vergleichbar mit smart ready to drop

Das Projekt erinnert an smart ready to drop. Smart und DHL haben in einem gemeinsamen Projekt ein ähnliches Konzept umgesetzt. Die Daimler Tochter bietet eine Telematikbox für den smart an, die dem DHL Boten ein Öffnen per Smartphone-App ermöglichen. Auch Volvo expandiert seit 2014 mit einem vergleichbaren Dienst.

Bild: Volkswagen AG (alle Rechte vorbehalten)

VW Tochter Moia testet Shuttle in Hannover

Für das kommende Jahr hat die Volkswagen Tochter Moia bereits den Start eines smarten Shuttle Diensts in Hamburg angekündigt. Um sich optimal darauf vorbereiten zu können, wird der Shuttle Dienst in den kommenden Monaten in Hannover getestet. Mehrere Fahrgäste, die in dich gleiche Richtung unterwegs sind, können sich über den Moia Pooling Dienst ein Fahrzeug teilen. Mit dem Service will Moia die Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr schließen und auch ein Leben ohne Auto ermöglichen.

20 Shuttle Fahrzeuge für 3500 potentielle Nutzer

Bei dem Test sollen um die 20 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Nutzergruppe soll vorerst auf 3500 potentielle Fahrgäste beschränkt sein. Das Testgebiet erstreckt sich über 90 Quadratkilometer in Hannover. Der Kunde zahlt pro Kilometer 6 Cent während der Testphase, die auf mehrere Monate ausgelegt ist. Mit diesem niedrigen Fahrpreis wird Moia nicht profitabel arbeiten können, aber das steht auch erstmal nicht im Vordergrund.

Viel Vorbereitung seit Start vor einem Jahr

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat das Team hinter Moia unterschiedliche Business Cases durchgerechnet, die App auf die Beine gestellt und unterschiedliche Fahrzeugkonzepte durchgespielt, die für den Shuttle-Dienst später einmal genutzt werden sollen. Bei der App und Routing-Technologie hat Moia Unterstützung von Split erhalten, das Startup wurde dieses Jahr aufgekauft.

Nähe zu Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Der Test wird in Hannover und nicht in Hamburg durchgeführt, da die Stadt kleiner ist und so ein besseres Erlebnis mit einer kleineren Flotte erreicht werden kann. Außerdem sitz in Hannover der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Sparte stellt die Autos für den Moia Test zur Verfügung. Auch die Stadt Hannover unterstütz Volkswagen und Moia bei der Einführung des Shuttle Dienste, die Stadt dürfte aber an einer langfristigen Einführung Interesse haben und nicht nur an einem Piloten.

Während der Testphase kommen leicht modifizierte VW T6 Multivan Modelle zum Einsatz, die sich gut für einen Ridepooling Dienst eignen. Die Fahrzeuge werden mit einem Infotainment System ausgestattet sein, über die die Kunden die nächsten Stops und weitere Infos sehen können. Elektroautos werden erst in Hamburg eingesetzt. Auf der einen Seite sollen laufend Updates für die App ausgespielt und getestet werden. Andererseits will Moia auch Erfahrung bei der Fahrerschichtplanung und der Verteilung der virtuellen Haltestellen sammeln.

Bild: Moia (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Hailing: Google steht vor Investment in Lyft

Google befindet sich in Gesprächen mit der Fahrdienstplattform Lyft. Google soll beabsichtigen, bis zu eine Milliarde US Dollar in das Unternehmen zu investieren. Das ist bemerkenswert, da Google schon über den eigenen Venture Fund am dem Konkurrenten Uber beteiligt ist. Entweder würde Google direkt investieren, oder über eine seiner Tochtergesellschaften.

Bemerkenswerter Schritt von Google

Das Investment wäre bemerkenswert, da Google schon an dem Konkurrenten Uber beteiligt ist und zu einem der ersten Investoren von Uber zählt. Das Verhältnis zwischen Uber und Google hat sich in den letzten Jahren vergiftet, das zeigt sich auch an den jetzigen Plänen von Google, in den ärgsten Konkurrenten zu investieren. Die Alphabet Tochter Waymo hat Uber unter anderem verklagt, es geht um anscheinend gestohlene Dokumente rund um die Technologien für vollautomatisierte Autos.

Lyft ist Nummer 2 in den USA

Lyft hat bisher eine Summe von mehr als zwei Milliarden US Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören unter anderem General Motors und Andreassen Horowitz. In der Vergangenheit hat Lyft häufig im Schatten von Uber agiert. Die Probleme in der letzen Zeit bei Uber haben dazu geführt, dass sich die Ride-Hailing Plattform Lyft im Aufwind befindet. Zuvor galt die Plattform schon als Übernahmekandidat.

Kooperation bei autonomen Autos

Die beiden Unternehmen Alphabet und Lyft bandeln schon seit einiger Zeit miteinander an. Im vergangenen Jahr soll es Gespräche über einen Verkauf an die Google Mutter Alphabet gegeben haben. Außerdem kooperieren beide Player beim dem Thema autonomes Fahren. Ein Investment in Milliardenhöhe würde dem Unternehmen dabei helfen, schneller zu wachsen, da mehr Geld für Werbung und andere Marketingmaßnahmen für Fahrer und Nutzer vorhanden wäre. Außerdem könnte das Unternehmen weiter selbständig agieren, ohne einen Käufer in den kommenden Monaten finden zu müssen.

Internationale Expansion könnte folgen

Bisher hat sich Lyft nur auf die USA fokussiert. Wie The Information berichtet, könnte aber in diesem Jahr noch eine internationale Expansion starten, über die es schon öfters Gerüchte gab. Die Fahrdienst-App könnte in den kommenden Monaten in Canada und Mexico starten. Auch Länder wie Großbritannien, Australien oder Neuseeland sollen auf der Liste stehen. In London würde Lyft auf Uber treffen und bald auch auf die Herausforderer Taxify und Via.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Live Stream: Mercedes-Benz Vans und Via verkünden Ausbau der Ride-Sharing Kooperation

Wie schon berichtet, beteilig sich Mercedes-Benz Vans an dem Shuttle Dienst Via aus New York City. Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz ab ca. 12:15 Uhr im Live-Stream.


Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

  • Mercedes-Benz Vans investiert 50 Millionen US-Dollar in neues Joint Venture mit Via und Daimler Mobility Services beteiligt sich zusätzlich als strategischer Investor an Via
  • Im Rahmen des Joint Ventures soll der On-Demand-Shuttle-Service von Via, der bereits in New York, Chicago und Washington D.C. erfolgreich ist, auch in europäischen Metropolen etabliert werden – Auftakt für gemeinsamen Mitfahrdienst noch in diesem Jahr in London
  • In Europa wird das Joint Venture auch mit Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs zusammenarbeiten, die das Via-Betriebssystem lizenzieren können, um ohne zusätzliche Infrastrukturkosten die Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren
  • Langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau von speziellen Vans mit Integration der Via-Software, Onboard-Sensorik und elektrischem Antrieb sowie autonomen Fahrfunktionen

Mercedes-Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Aufbauend auf der bisherigen Partnerschaft, die 2015 begann, wollen Mercedes-Benz Vans und Via ihre Kooperation deutlich vertiefen. Mit seinem On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der app-basierte Via-Algorithmus bringt mehrere Passagiere mit ähnlichem Ziel in Echtzeit zusammen und ermöglicht so eine gemeinsame Fahrt in einem Van – schnell, effizient und ohne lange Umwege.

Die Daimler Tochter arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Dynamischen Shuttle Diensten wird ein großes Potential eingeräumt. Manche Experten sehen darin das Betriebssystem der Zukunft für den innerstädtischen Verkehr. Unter anderem können durch den Einsatz die Kosten reduziert werden und ein System geschaffen werden, das sich dynamisch an den Bedarf der Nutzer anpassen kann. Via zählt zu den Anbietern mit der ausgereiftesten Technik. Das hat den Vorteil, dass das System effizient funktioniert und eine hohe Auslastung der Fahrzeuge erzielt wird.

Via kommt aus den USA und ist dort vor allem in New York City sehr erfolgreich. Auch in Deutschland gibt es aufstrebende Startups, die ebenfalls eine leistungsfähige Technologie für einen dynamischen Shuttle Dienst aufbauen wollen. In den Anbieter CleverShuttle hat sogar die Deutsche Bahn und auch Daimler investiert.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Volocopter: Fliegende Taxis mit Unterstützung von Daimler

Volocopter entwickelt seit ein paar Jahren ein fliegendes Taxi. Um die Entwicklung voranzutreiben, wird eine Finanzierungsrunde von 25 Mio. Euro aufgenommen. Unter anderem beteiligen sich der Automobilhersteller Daimler und der Unternehmer Lukasz Gadowski an dem Unternehmen. Mit dem frischen Kapital wird Volocopter die führende Technologie seiner senkrecht-startenden und rein elektrobetriebenen Fluggeräte (eVTOL) weiter ausbauen, die Einführung des Volocopter Serienmodells beschleunigen und den Markt fliegender Lufttaxis erobern. Die sicheren, leisen und umweltfreundlichen Fluggeräte, die für den Transport von zwei Passagieren geeignet sind, werden die Mobilität in Metropolen revolutionieren.

Senkrecht starten und Landen mit Elektroantrieb

Die fliegenden Volocopter Taxis werden mit Elektromotoren angetrieben und sollen vertikal starten und landen können. In Fachjargon werden die fliegenden Taxis als eVTOL Flugobjekte beteiligt. Die Abkürzung eVTOL steht dabei für electric Vertical Take-Off and Landing. Volocopter hofft darauf, dass es eine entscheidende Rolle bei der Disruption des Verkehrs in Großstädten einnehmen wird.

Das Unternehmen hat angekündigt, dass bereits im vierten Quartal diesen Jahres erste Testflüge eines autonomen Volocopters in Dubai stattfinden werden. Langfristiges Ziel ist es, dass die fliegenden Taxis zur Serienreife entwickelt werden sollen, um sie dann weltweit einsetzten zu können.

Starke Partner für Entwicklung und Skalierung

Daimler ist dabei ein finanzstarker und strategischer Partner, der bei der Entwicklung und Produktion helfen kann. Lukasz Gadowski hat viel Erfahrung beim Aufbau und bei der Skalierung von Startups und Dienstleistungen. Das Startup hofft, von den Erfahrungen zu profitieren. Volocopter wird die neuen Finanzmittel nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern  technische Innovationen und seine Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. Geplant sind die Weiterentwicklung der Modelle zur Serienreife und kommerziellen Zulassungen durch Luftfahrtbehörden weltweit. Hierfür sind u.a. umfangreiche Testflugprogramme vorgesehen. Um die Entwicklungsgeschwindigkeit dabei zu erhöhen, ist die Einstellung von weiteren Ingenieuren in den Bereichen Flugsystementwicklung, Software und elektrischer Antrieb sowie der Aufbau der kommerziellen Funktionen angestoßen worden. Ein Teil des Investment soll auch in den Aufbau der Marke fließen.

Lilium zählt zu den Mitbewerbern – auch Uber interessiert

In einer früheren Finanzierungsrunde hat das Unternehmen über die Crowd-Investing Plattform Seedmatch eine Summe von 1.2 Mio. Euro eingesammelt. Auch Uber interessiert sich für das Thema und hat Anfang des Jahres ein Summit zu dem Thema veranstaltet. Uber will in Zukunft einen Service mit fliegenden Taxis anbieten. Zu den Mitbewerbern von Volocopter zählt das Unternehmen Lilium Aviation aus München. Lilium entwickelt ebenfalls ein fliegendes Taxi, das elektrisch betrieben wird und senkrecht starten und landen kann.

Bild: Volocopter (alle Rechte vorbehalten)

BCG setzt auf Alternativen zum Dienstwagen – mit Unterstützung von Sixt

Bisher vergeben viele Unternehmen einen Dienstwagen an Mitarbeiter – inspiriert von Mobility Services wie Car Sharing und Fahrdiensten hat die Autovermietung Sixt eine Alternative dazu entwickelt. Als erster Kunde nutzt die Boston Consulting Group das Angebot. Die Kombination aus Carsharing, Fahrdienst und Mietwagen erfreut sich dort hoher Beliebtheit und ist bereits gleichauf mit dem Klassiker.

Mobility as a Service von Sixt

Konkret hat Sixt unter dem Namen Maas (Mobility as a Service) ein Alternativangebot zum Dienstwagen gestartet. Berater der Boston Consulting Group (BCG) können mit einem Mobilitätsbudget das DriveNow Carsharing Angebot, Mietwagen und den myDriver Fahrdienst nutzen. Bisher ist das Angebot in Deutschland und Österreich verfügbar und nur für berechtigte BCG Berater. In Zukunft soll das Konzept, das drei Dienste vereint auch anderen Unternehmen angeboten werden.

Gute Resonanz von Nutzern

Laut Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt stößt das Mobility as a Service Angebot auf sehr gute Resonanz. Das Unternehmen leitet daraus ab, dass es einen Bedarf nach einer modernen und flexiblen Mobilität auf Mitarbeiter und Unternehmensseite gibt. Bei dem Angebot von Sixt können über eine Zentrale Plattform Mobilitätsbudgets per Mitarbeiter vergeben werden, die dann über die Apps von DriveNow und myDriver sowie über das klassische Mietwagengeschäft von Sixt ausgegeben werden können.

Vor allem jüngere Mitarbeiter nutzen den MaaS Service

Bei der Boston Consulting Group kommt das Angebot anscheinend sehr gut an. Vor allem jüngere Mitarbeiter auf Associate- oder Consultant-Ebene nutzen das neue Mobilitätsangebot. Etwa 40% der Berater bei BCG nutzen einen Dienstwagen, nun sind weitere 40% hinzugekommen, die die MaaS-Dienstleistung nutzen.

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Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen Mobiltiy as a Service für Mitarbeiter als Alternative oder Ersatz zum Dienstwagen anbieten werden. Auf der einen Seite schwindet die Bereitschaft auf Mitarbeiterseite, ein Auto zu besitzen. Ergänzt wird dieser Trend durch das Vorhandensein von alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing, Ride Sharing oder Mietwagen. Auch Uber bietet seinen Fahrdienst erfolgreich für Unternehmen an, der teilweise als Alternative zum Dienstwagen und Taxi genutzt wird.

Bild: Sixt (alle Rechte vorbehalten)

Beförderung auf der letzten Meile: Lyft und Amtrak arbeiten zusammen

Die amerikanische Ride-Sharing Plattform Lyft kooperiert mit der Bahngesellschaft Amtrak, damit die Passagiere schneller zum Bahnhof kommen und wieder zurück. Die Amtrak Fahrgäste können die Fahrt mit Lyft direkt über die Amtrak App bestellen. Lyft gibt an, dass 97% der Amtrak Fahrgäste durch das Angebot der Ride Sharing Plattform erreicht werden.

Transport auf erster und letzter Meile attraktiv

Die großen Mitfahrplattformen in den USA haben in der letzten Zeit dafür gekämpft, dass die Fahrer an Flughäfen Fahrgäste aufnehmen und abliefern können. Das Geschäft auf der ersten und letzten Meile bietet eine große Chance für die Ride-Hailing Apps. Der größte Widerstand kam dabei von den Taxifahrern und Parkhaus-Betreibern. Die Betreiber der Parkhäuser fürchten sich vor geringeren Einnahmen, da tendenziell weniger Menschen ihr Auto für längere Zeit parken, wenn anstatt dem eigenen Fahrzeug ein Service wie Lyft oder Uber genutzt wird.

Kooperationen mit ÖPNV und Stadtverwaltungen

Konkurrent Uber ist eine ähnliche Kooperation in der indischen Stadt Bangalore eigegangen. In einer amerikanischen Kleinstadt werden Uber Fahrten zum Bahnhof zu einem günstigen Festpreis angeboten, so hat sich die Stadtverwaltung den Bau eines weiteren Parkhauses am Bahnhof erspart. Die Fahrten werden von der Stadtverwaltung bezuschusst.

In Zukunft mit autonomen Shuttle Bussen

Kooperationen zwischen Bahngesellschaften oder Behörden und Ride-Hailing Anbietern werden wir in Zukunft wahrscheinlich häufiger sehen. Ride-Hailing Anbieter erdweiter so die Reichweite und für Bahngesellschaften und Behörden ist eine günstige Art und Weise, das bestehende Netz zu erweitern. In ein paar Jahren werden autonome Shuttle zum Einsatz kommen.

Für Lyft ist es nicht die einzige Partnerschaft in den letzten Wochen. Lyft und Disney haben vereinbart, dass die Ride-Hailing Plattform gebrandete Minishuttle in den Disney Resorts betreibt. Mit der Fast Food Kette Taco Bell wurde eine Marketing Partnerschaft geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Opel beendet sein privates Carsharing Experiment CarUnity

Still und leise hat sich Opel anscheinend aus dem Markt der Peer-to-Peer Carsharing Anbieter zurückgezogen – laut dem Blog eMobilität war das schon Anfang des Jahres der Fall. CarUnity hat die Nutzerkonten in Tamyca Accounts umgewandelt und damit dem ehemaligen Kooperationspartner das Geschäft überlassen.

Kooperation mit Tamyca statt Eigenentwicklung

Opel hat sich 2015 dazu entschieden, eine White Label Lösung anstatt einer Eigenentwicklung für das private Carsharing zu nutzen. Die Entscheidung viel damals auf das Aachener Startup Tamyca, das die technische Basis für das CarUnity Angebot zur Verfügung gestellt hat. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben mittlerweile 150.000 registrierte Nutzer und es stehen deutschlandweit 15.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Damit sieht sich die Plattform vor dem Wettbewerber Drivy, der auf 140.000 registrierte Nutzer und 5.000 Fahrzeuge in Deutschland kommt.

Kein Carsharing von Opel

Wahrscheinlich konnte CarUnity nicht die geplanten Ziele erreichen und hat sich deswegen dazu entschieden, das Experiment zu beenden. Opel hat sich somit vorerst komplett aus dem Carsharing Markt zurückgezogen und in absehbarer Zeit wird sich das wahrscheinlich auch nicht ändern. Das von General Motors geplante Maven Carsharing Angebot wird es nach der Opel Übernahme durch die PSA Group nicht mehr nach Deutschland schaffen. Das Experiment mit dem Spotcar Angebot ging 2015 auch schief und das Startup musste letztendlich aufgeben. Bleibt abzuwarten, ob von der PSA Group under der Free2Move Marke demnächst Mobility Services gestartet werden.

Daimler und BMW fahren davon

Opel bleibt damit deutlich hinter anderen deutschen Automobilherstellern zurück. Vor allem BMW und Daimler setzen auf Carsharing. Beide Anbieter haben die Free Floating Angebote DriveNow und Car2Go im Angebot. Daimler hat mit Croove noch ein Peer-2-Peer Carsharing Angebot in Städten wie München oder Berlin auf dem Markt. Auch bei anderen alternativen Mobilitätsangeboten hat der Autokonzern aus Rüsselsheim bisher wenig vorzuzeigen. Mit den Themen Ridesharing und on-demand Shuttle Dienste scheint sich das Unternehmen nicht zu befassen.

Bild: Opel (alle Rechte vorbehalten)

HERE bietet jetzt auch Echtzeit Verkehrsdaten an

Das Karten Unternehmen HERE, das vor etwa zwei Jahren von den deutschen Automobilherstellern übernommen wurde, bietet ein neues Produkt an. Ein Dienst für Echtzeit Verkehrsdaten wird gestartet. Die Verkehrsdaten für den Service kommen von Sensoren, die in Fahrzeugen von Audi, BMW und Mercedes-Benz verbaut sind.

Echtzeit Verkehrsdaten durch Sensoren in Fahrzeugen

Es ist geplant, dass weitere Fahrzeuge andere Hersteller hinzugeschaltet werden, um eine bessere Datenbasis zu erhalten. Der Service soll in 60 Ländern verfügbar sein und ist außerdem nutzbar für alle interessierten Kunden aus unterschiedlichen Industrien. In 30 Ländern werden auch Verkehrswarnungen angeboten, also Warnungen vor Staus und Unfällen zum Beispiel. Hierfür werden die Daten über die Bremsvorgänge ausgewertet – wenn mehrere Autos an der selben Stelle stark abbremsen, werden Warnungen generiert.

Interessant für Lieferdienste und Ride Sharing Angebote

Vor allem Logistik Unternehmen und Fahrdienste dürften Interesse an den Real Time Traffic Daten haben, um Routen optimieren zu können und um Fahrern und Fahrgästen ein besseres Erlebnis bieten zu können. Auch für Stadtplaner und Behörden können die Daten interessant sein. Diese nutzen wahrscheinlich schon die historischen Verkehrsdaten, die von HERE angeboten werden.

Der Kartendienst bietet mit dem Service ein Konkurrenzprodukt zu Google Maps. Google Maps nutzt die über Smartphones gesammelten Daten, um die Verkehrsströme in Echtzeit darzustellen. Plattform wie Uber oder Lyft setzten vor allem auf Daten aus Google Maps.

HERE von Automobilkonzernen übernommen

HERE hat ursprünglich zu Nokia gehört, wurde aber 2015 von einem Konsortium deutscher Automobilhersteller übernommen. Die Konzerne Daimler, BMW und Volkswagen haben den Dienst gekauft, um die Kontrolle über die Daten zu behalten, die über die produzierten Fahrzeuge eingesammelt und ausgespielt werden. Mittlerweile hat sich auch Intel an HERE beteiligt und Continental steht kurz vor einem Einstieg. Des weiteren sollen Ford, Toyota und Nissan-Renault Interesse an einem Einstieg bei HERE haben. Die Automobilhersteller und Zuliefere haben erkannt, wie wichtig es sein wird, Mitsprache bei und Zugang zu hochauflösenden Kartendaten zu haben.

Bild: HERE (alle Rechte vorbehalten)