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Flinkster und car2go legen Carsharing-Flotte zusammen

Die Carsharing-Angebote von Flinkster und car2go werden verknüpft. Den Nutzern stehen somit 7.000 Fahrzeuge deutschlandweit zur Verfügung. Die Deutsche Bahn betreibt mit Flinkster eine vorwiegend stationsgebundene Carsharing Plattform, car2go bietet hauptsächlich einen free-floating Carsharing Dienst an.

7.000 Flinkster und car2go Fahrzeuge in 100 Städten

Die fast  7.000 Fahrzeuge setzen sich aus 3550 Car2go Fahrzeugen und 3300 Flinkster Fahrzeugen zusammen. Das Angebot von Flinkster ist auf etwa 100 Städte verteilt, die Fahrzeuge von car2go auf sechs Städte. Über die Moovel Plattform von Daimler können die Fahrzeuge beider Anbieter angemietet werden. Für car2go Kunden ist keine Registrierung bei Flinkster notwendig, um die Fahrzeuge nutzen zu können. Für Flinkster-Nutzer gilt das selbe, wenn sie car2go Fahrzeuge anmieten möchten.

Die Kooperation wurde bereits Anfang 2014 angekündigt und sollte ursprünglich Mitte 2014 starten. Die Zusammenarbeit startet also mit einem Jahr Verspätung.

Kooperation für beide Seiten sinnvoll

Allgemein macht die Kooperation von Flinkster und car2go für beide Seiten Sinn. Die Flinkster Kunden haben ohne zusätzlichen Registrierungsaufwand eine Alternative für spontane Fahrten. Car2go Kunden können sich über eine preisgünstige Alternative für längere Anmietungen und auch über geräumigere Fahrzeuge freuen.

Wird car2go Black weiter ausgebaut?

Nach der Kooperation stellt sich die Frage, was mit dem stationsbasierten Carsharing Angebot car2go Black geschieht. Bei car2go black müssen die Carsharing Fahrzeuge ebenfalls an einer Station abgeholt und an der selbigen wieder zurückgebracht werden. Das Angebot dürfte auf die gleiche Kundengruppe wie Flinkster abzielen, ist aber deutlich teurer. Für Flinkster werden um die 6.00 € pro Stunde fällig, bei car2g black 14.90 € pro Stunde. Für car2go Kunden ist es also durchaus attraktiv auf Flinkster umzusteigen, wenn ein Fahrzeug für eine längere Strecke benötigt wird.

Auch Drivy und Autonetzer schließen sich zusammen

Die Kooperation von Flinkster und car2go ist nicht die einzige Bewegung im Carsharing Bereich. Vor ein paar Tagen hat das französische Startup Drivy angekündigt, dass der deutsche Mitbewerber Autonetzer übernommen wird. Beide Unternehmen betreiben eine Carsharing Plattform, auf der Autobesitzer privat ihre Fahrzeuge an registrierte Nutzer vermieten können. Drivy steigt damit zum europäischen Marktführer für Autovermietungen zwischen Privatpersonen auf. Insgesamt haben 500.000 registrierte Nutzer Zugriff auf 26.000 Fahrzeuge.

Bild: Car2Go Warm Up von Atomic Taco (bestimmte Rechte vorbehalten)

Drivy Carsharing sammelt 8 Mio. € ein

Das französische Startup Drivy sammelt laut Le Figaro weitere 8 Mio. Euro an Finanzierung von unterschiedlichen Investoren ein. Neu beteiligen sich BPI France und Via-ID, die Alt-Investoren Index Ventures und Alven Capital beteiligen sich ebenfalls an der letzten Runde. Außerdem wird der kleinere Wettbewerber Buzzcar übernommen,  der in der Vergangenheit bereits von Via-ID finanziert wurde.
Erst im letzten Jahr hat das Startup 6 Mio. € eingesammelt, um damit die internationale Expansion zu starten. Ende des Jahres ist Drivy in Deutschland gestartete, dieses Jahr dürften weitere Länder hinzukommen.

Autovermietung zwischen Privatpersonen

Bei Drivy können die Nutzer ein Auto von irgendjemandem Mieten. Das bringt Kostenvorteile im Vergleich zu den gewerblichen Autovermietungen, wie Sixt oder Europcar.
Fahrzeugbesitzer können über die Plattform ihr Auto vermieten und damit etwas Geld verdienen. Gerade wenn man sein Auto selten benötigt, ist das eine gute Möglichkeit, für mehr Auslastung zu sorgen. Der Vermietvorgang ist durch eine zusätzliche Versicherung abgedeckt.

Expansion steht im Fokus

Nach dem Zusammenschluss mit Buzzcar hat Drivy nun 500.000 Nutzer und 26.000 registrierte Fahrzeuge in Frankreich und Deutschland. Der größte Teil davon entfällt auf Frankreich. Neben der Expansion sollen die zusätzlichen  finanziellen Mittel für die Verbesserung der Apps und der Website verwendet werden. Außerdem soll das Netzwerk in den kommenden drei Jahren auf 3 Millionen Nutzer und 300.000 Fahrzeuge wachsen.
In Deutschland steht Drivy unter anderem im Wettbewerb zu Autonetzer und Tamyca. Autonetzer hat etwa 70.000 Nutzer und 10.000 registrierte Fahrzeuge in Deutschland, Tamyca dürfte kleiner sein.
Bild: drivy.de via Flickr (alle Rechte vorbehalten)