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Omni Carsharing: Ridecell kooperiert mit Volkswagen in Polen

Der Volkswagenkonzern startet in Polen ein Carsharing Angebot mit Skoda Fahrzeugen. Die Software für das Management der Plattform, kommt dabei von dem Anbieter Ridecell. Das Angebot mit dem Namen Omni ist vorerst in Warschau verfügbar und ist ein stationsbasiertes Carsharing System.

Spezialist für Carsharing Software

Ridecell hat sich darauf spezialisiert, eine Software-Plattform zu entwickeln, die für den Betrieb eines effizienten Carsharing Systems benötigt wird. Unter anderem setzt auch die Carsharing Tochter von BMW in den USA auf die Technologie. Kurz vor dem Start von ReachNow, hat sich BMW auch über den Venture Arm BMW iVentures an Ridecell beteiligt.

Omni mit White-Label Lösung von Ridecell

Das Angebot in Polen läuft unter dem Namen Omni. Die Nutzer können die Skoda Fahrzuge an definieren Stationen in Warschau abholen und auch wieder abstellen. Die Neukunden können sich ganz einfach über die Omni App registrieren und verifizieren. Die Omni App ist eine White-Label Lösung, die von Ridecell entwickelt und entsprechend gebrandet wurde. Über die App sind alle Fahrzeuge verfügbar und die einwandfreie Kommunikation mit dem Backend ist sichergestellt. Die Ridecell Plattform wird auch die Zahlungen abwickeln und Daten über die Auslastung und das Nutzerverhalten auswerten und anzeigen.

Fahrzeuge vom lokalen Händlernetz

Die Fahrzeuge werden von dem lokalen Händlernetz zur Verfügung gestellt und operativ betrieben. Da die Software für Buchung und Management nicht in-house entwickelt werden musste, sondern auf die Ridecell Mobilitätsplattform zurückgegriffen werden kann, konnte der Service schnell gestartet werden. Skoda und Volkswagen wollen mit dem Angebot junge Menschen in Polen erreichen, die unkompliziert ein Auto benötigen, aber nicht daran interessiert sind, ein Auto zu kaufen.

Volkswagen arbeitet an mehreren Fronten

Der Volkswagenkonzern versucht sich über mehrere Fronten bei der Etablierung von Mobilitätsdienstleistungen fortzubewegen. Über die eigens für Mobility Services gegründete MOIA Marke sollen ab dem kommenden Jahr in Hamburg win Shuttle Dienst angeboten werden. Skoda startet nun unabhängig davon Omni und testet anscheinend auch mit HoppyGo einen peer-2-peer Carsharing Dienst in München.

Bild: Omni (alle Rechte vorbehalten)

Uber wollte mit Tesla kooperieren – Tesla hat kein Interesse

Die beiden Unternehmen Uber und Tesla arbeiten an selbstfahrenden Autos, die zu großen Veränderungen in der Mobilitätslandschaft in den nächsten Jahren führen werden. Im letzten Jahr soll Uber CEO Travis Kalanick den Tesla CEO Elon Musk kontaktiert haben, um eine Kooperation für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen vorzuschlagen.

Diskussion zwischen Uber und Tesla nach einstieg von Apple bei Didi 

Die Diskussion wurde nach dem Einstieg von Apple bei dem chinesischen Uber Konkurrenten Didi Chuxing gestartet. Kalanick wollte Musk davon überzeugen, dass sich beide Unternemen zusammen schließen sollen, um gegen Apple zu bestehen. Apple soll auch an Technologien für vollautomatisierte Fahrzeuge arbeiten, die später in Fahrzeugen für die Didi Chuxing Plattform zum Einsatz kommen könnten.

Kein Interesse an Kooperation mit Uber 

Letztendlich hatte der Elektroautobauer  kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Uber. Musk soll Kalanick geraten haben, sich auf einen Bereich zu fokussieren. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Tesla langfristig als Konkurrent zu Uber sieht und einen eigenen Ride Hailing Dienst aufbauen möchte. In dem Masterplan 2.0, der letztes Jahr von Elon Musk präsentiert wurden, wird auch ein Carsharing bzw. Ridesharing Dienst mit autonomen Tesla Fahrzeugen geplant.

Autonome Fahrzeuge mit hoher Priorität bei Tesla und Uber

Tesla bietet seit längerem seine Fahrzeuge mit semi-autonomen Eigenschaften an und arbeitet intensiv an dem Thema. Dafür hat das Unternehmen auch schon viel Kritik einstecken müssen, da die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fahrzeugbauer räumt den Technologien rund um fahrerlose Autos eine hohe Priorität, da sie die in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Uber betreibt in mehreren Städten eigene Forschungsgruppen, um Entwicklungen rund um autonomes Fahren nach vorne zu bringen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Volvo und Daimler zusammen. Mit Volvo testest Uber die erste Version der autonomen Autos und Volvo investiert mehrere Millionen in das Entwicklungsprogramm von Uber. Daimler hat angekündigt, dass eine Kooperation mit Uber geschlossen

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

eScooter Sharing Dienst Coup startet in Paris

Im vergangenen Sommer ist der Roller Sharing Dienst Coup in Berlin gestartet und bereits kurz darauf wurde angekündigt, dass eine weitere Stadt dazu kommen soll.  Demnächst ist es soweit, die Elektroroller werden auch in Paris verfügbar sein.

Roller in Paris sehr beliebt

Da in Paris der Autoverkehr noch viel dichter ist, als in Berlin, greifen jede Menge Stadtbewohner schon auf Roller zurück. Paris ist eine der verkehrsreichsten Städte Europas und gleichzeitig eine der Hauptstädte für Zweiräder, insbesondere Roller. Mit den Scootern schlängelt man sich schneller durch den Verkehr und kommt schneller ans Ziel, als mit Auto oder ÖPNV. Die stylischen Elektroroller aus Taiwan werden sich in Paris bestimmt einer hohen Beliebtheit erfreuen. Die 600 Roller von Coup bringen weitere Flexibilität in die Stadt.

Coup Scooter fahren mit Ökostrom

Die mit Ökostrom betriebenen Roller fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Sie werden in ausgewählten, zentrumsnahen Pariser Bezirken zu finden sein und können in Park-Zonen für Zweiräder innerhalb des Geschäftsgebiets von COUP abgestellt werden. Um das Laden der Batterien muss sich der Nutzer nicht kümmern.

Jeder, der im Besitz eines Führerscheins der Klasse B oder einer internationalen Fahrgenehmigung und über 21 Jahre alt ist, kann den Service nutzen. Mit der dazugehörigen App können COUP Kunden problemlos den nächstgelegenen eScooter finden, reservieren und direkt losfahren – ein Schlüssel ist nicht erforderlich.

Fahrten teurer als in Berlin

Paris ist damit die zweite europäische Großstadt, in welcher der eScooter-Sharingdienst als Alternative zu bestehenden Verkehrsmitteln genutzt werden kann. Die App wird im Juli in französischer Sprache für iOS und Android verfügbar sein. Das Preismodell in Paris ist wie in Berlin einfach und für die Nutzer gut kalkulierbar – abgerechnet wird in 30-Minuten-Schritten, sogenannten Rides. Für einen Ride berechnet COUP in Paris vier Euro, danach fällt für jede angefangene zehn Minuten-Einheit ein Euro an.

Gestartet ist die Bosch Tochter mit ca. 250 Gogoro Scootern in Berlin. In diesem Jahr wurden die Roller auf 1000 Fahrzeuge aufgestockt, gleichzeitig wurde das Betriebsgebiet aber auch erweitert. In Berlin gehört das Startup Emmy zu den Konkurrenten von Coup. In Paris ist Cityscoot mit 150 Rollern am Start.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Daimler startet privates Carsharing Croove auch in Berlin

Vor etwa vier Monaten hat Daimler in München einen Carsharing Dienst mit privaten Fahrzeugen mit dem Namen Croove gestartet. Nach einer erfolgreichen Pilotphase erfolgt jetzt der Start in Berlin. In den kommenden Monaten sollen sukzessive weitere deutsche Großstädte hinzugefügt werden.

Vermietung über Croove Website oder App

Die Fahrzeugbesitzer können über die App oder Website schnell und umkompliziert ihr Fahrzeug einstellen und so Interessenten zur Verfügung stellen. Die Mieter können ebenfalls per App oder Website ein Fahrzeug finden und anmieten. Die Plattform ist dabei offen für Fahrzeuge alle Hersteller und beschränkt sich nicht nur auf Mercedes Modelle.

Die Mieter finden durch das Angebot ein Fahrzeug direkt in ihrer Nähe, ohne einen definierte Verleihstation aufsuchen zu müssen. Die Vermieter können die Auslastung der Fahrzeuge erhöhen und somit Geld mit dem eigenen Pkw sparen. Denkbar ist auch, dass die Mercedes-Autohäuser an die Plattform angeschlossen werden, um den Fuhrpark an Vorführwagen auszulasten. Gleichzeitig lässt sich dadurch eventuell der ein oder andere Nutzer davon überzeugen, ein Fahrzeug zu kaufen.

Hol- und Bring Dienst gegen Aufpreis 

Die Fahrzeugübergabe findet entweder persönlich oder mit Hilfe eines kostenpflichtigen Hol- und Bring-Dienstes statt. Einen schlüssellosen Zugang will Croove in Zukunft ebenfalls möglich machen. Die bargeldlose Zahlung erfolgt über die App.

Wettbewerber tun sich bisher schwer

Croove befindet sich im Wettbewerb mit den herkömmlichen Autovermietern, wie Sixt und Europcar. Außerdem bieten Unternehmen wie Drivy, Tamyca oder CarUnity einen ähnlichen Service an. Drivy beschränkt sich im Vergleich zu Croove nicht nur auf Großstädte, sondern bietet den Service flächendeckend an. Bei Daimler ist das neue Peer-to-Peer Carsharing Angebot ein Projekt von CASE. Unter dem Begriff CASE wird die strategische Ausrichtung bei Mercedes-Benz Cars zusammengefasst, die die Zukunftsthemen „Vernetzung (Connected)“, „autonomes Fahren (Autonomous)“, „flexible Nutzung (Shared & Services)“ und „elektrische Antriebe (Electric)“ zu einer Einheit bündelt. Auf dem Weg zum Mobilitätsanbieter baut das Unternehmen sein Premium-Serviceangebot kontinuierlich weiter aus.

Bild: Croove (alle Rechte vorbehalten)

Renault startet Accelerator mit Techstars in Paris

In Deutschland haben Konzerne wie Daimler, BMW oder die Deutsche Bahn bereits Accelerators gestartet, jetzt begibt sich auch der französische Autobauer Renault auf ähnliche Pfade. Zusammen mit der RCI Bank und Techstars wird in Paris ein Accelerator Programm gestartet.

Techstars expandiert Geschäftsmodell nach Europa

Techstars ist in den USA gestartet und hat mittlerweile sein Konzept nach Europa gebracht. In Deutschland bietet Techstars sein Förderprogramm in Berlin an und arbeitet mit der Metro zusammen. Renault und die RCI Bank Partnern mit dem Programm von Techstars in Paris. Ziel diese Kooperation ist die Unterstützung von innovativen Startups aus den Bereichen autonomes Fahren, Connected Cars und Mobilitätsdienstleistungen. Der Automobilhersteller will sich durch die Partnerschaft für Innovationen von außen öffnen.

Renault sucht Innovationen

Für Renault ist die Partnerschaft mit Techstars eine günstige und schnelle Möglichkeit, um potentielle Geschäftsmodelle der Zukunft zu identifizieren und zu evaluieren. Dabei ist Renault vor allem an Services rund um die bestehenden Produkte interessiert, um den Kunden ein noch besseres Erlebnis bieten zu können. Die Mobilitätsbranche befindet sich im Wandel und der Automobilhersteller muss langfristig sein Geschäftsmodell überarbeiten. Dabei befindet sich Renault im Wettbewerb mit den anderen Automobilkonzernen, Startups und Technologiekonzernen.

Die Unternehmer von morgen sollen durch das 13-wöchige Programm finanziell und mit Knowhow unterstützt werden. Außerdem will Renault mehr Wissen generieren, wie viel Potential in den Geschäftsideen rund um Mobility Services, vernetzte Fahrzeuge und autonome Autos steckt. Bisher war der Autobauer auf diesen Gebieten eher passiv unterwegs und hat einiges aufzuholen.

Daimler und Deutsche Bahn mit Accelerators in Deutschland

In Deutschland betreiben die Deutsche Bahn und Daimler jeweils einen Accelerator zusammen mit dem amerikanischen Anbieter Plug And Play. Die BMW Group verfolgt mit der Startup Garage ein ähnliche Strategie. Teilnehmende Startups erhalten normalerweise finanzielle Mittel und Coaching durch erfahrene Mentoren. Dafür geben sie häufig Unternehmensanteile an den Accelerator ab.

Bild: Goupe Renault (alle Rechte vorbehalten)

Finanzierung für Carsharing Dienst Getaround

Der peer-to-peer Carsharing Dienst Getaround hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt 45 Mio. US$ werden von Braemer Energy Ventures, Toyota und weiteren Investoren in das Unternehmen investiert. Toyota hat ich bereits im vergangenen Jahr mit etwa 10 Mio. US$ an dem P2P Carsharing Startup beteiligt. Insgesamt hat das Unternehmen bisher 85 Mio. US$ seit der Gründung im Jahr 2009 eingesammelt.

Privates Carsharing mit Smart Key Box

Das Angebot von Getaround ist mit dem von den Anbietern Drivy oder Croove vergleichbar. Autobesitzer können ihre Fahrzeuge auf der Plattform einstellen und an Nutzer vermieten. Das bietet sich vor allem an, wenn der Fahrzeugbesitzer sein Auto selbst nicht benötigt. Dank der Partnerschaft zwischen Getaround und Toyota können die Nutzer der Fahrzeuge auch ohne Schlüssel öffnen. Die von Toyota entwickelte Connectivity-Box kann ohne großen Aufwand in die Fahrzeuge mit eingebaut werden, so ist ein öffnen und schließen über das Smartphone möglich.

Getaround will weiter expandieren

Mit der Finanzierung will das Carsharing Unternehmen weiter expandieren. Bisher ist der Service in 13 Städten in den USA aktiv, weitere sollen hinzukommen. Ob die Plattform auch international expandieren möchte, wurde noch nicht kommuniziert. Der Wettbewerber Turo hat diesen Schritt im vergangenen Jahr gewagt. Es folgte eine Expansion nach Großbritannien, da dort viele Turo-Nutzer hin reisen.

Partnerschaft mit Uber

Getaround möchte auch über Partnerschaften wachsen. Vor kurzem wurde eine Kooperation mit Uber bekanntgegeben. Verifizierte Uber-Fahrer können sich bei Getaround anmelden und für eine fixe Rate von fünf US Dollar pro Stunde ein Auto mieten. Die ersten 14 Stunden nach Anmeldung sind für den Fahrer von Uber kostenlos. Die Peer-to-Peer Carsharing Plattform erschließt so eine große Zielgruppe und Uber hat eine weitere Möglichkeit, um Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Uber kooperiert bereits mit Hertz, Zipcar und anderen Anbietern, um mehr Fahrer auf die Straße zu bringen.

Bild: Getaround (alle Rechte vorbehalten)

Scooter Startup Unu bekommt weitere Finanzierung

Das Berliner Startup Unu, das elektrische Roller baut und vertreibt, hat weiteres Kapitel erhalten. Mit der frischen Finanzierungsrunde soll weiter expandiert werden und auch der Roller weiterentwickelt werden.

Unu wurde bereits vor 4 Jahre gegründet und hat in einer ersten Finanzierungsrunde 2015 rund 1.5 Mio. Euro eingesammelt. Das Geld kommt von Investoren wie Iris Capital, Founder.org, oder Capnamic Ventures. In der letzten Runde neu hinzu gekommen sind die NRW.Bank und Privatinvestoren aus dem Automotive- und Consumer-Electronics Bereich. Das Unternehmen hat sich bewusst gegen den Einstieg von strategischen Investoren entschieden, um unabhängiger bei den Themen Entwicklung und Supply Chain agieren zu können. Der Roller wurde von Unu entwickelt, die meisten Komponenten für die Produktion kommen aus China. Beim Motor wird auf dem Zulieferer Bosch zurückgegriffen.

Schlanker Vertrieb und Netzwerk an Partnerwerkstätten

Insgesamt versucht sich das Startup Lean aufzustellen. Vertrieben werden die Roller online und über ein Netzwerk von Unu-Pioneieren, so entfallen die Händlermagen für das Unternehmen. Wir wollten eine Probefahrt mit dem Roller unternehmen. Die Registrierung lief problemlos aber dann ging es nicht voran. Nach einer Weile kam eine Mail von einem Unu Pionier, dass man sich doch an einem Samstag oder Sonntag in Kreuzberg einfinden soll, um den Roller zu testen. Danach kam weiter nichts. Der erste Eindruck war nicht sehr professionell und auch zu kompliziert – ein Bereich, an dem das Startup noch arbeiten kann, um weitere Roller zu verkaufen. Die Wartung und Reparatur der Roller wird von einem Netzwerk and Partnerwerkstätten durchgeführt, darunter auch einige Bosch Werkstätten.

Weiterentwicklung des Rollers geplant

Ein Teil der Finanzierung soll auch in die Weiterentwicklung des Scooters fließen. Die nächste Version des Rollers soll vernetzter werden, so dass auch eine Scooter Sharing Flotte leichter realisierbar ist. Das ist für Unternehmen interessant, die ihren Mitarbeitern ein innovatives Mobilitätskonzept anbieten möchten. Auf der anderen Seite aber auch für Unternehmen, die ein offenes Roller-Sharing Netzwerk betreiben. Anscheinend war die Bosch Tochter Coup zuerst mit Unu im Gespräch, bevor die Wahl dann auf den vernetzten Roller von Gogoro gefallen ist. Mittlerweile befinden sich 1.000 dieser Roller in Berlin in Betrieb, eine weitere Expansion soll folgen.

Unu Expansion in weitere Märkte geplant

Mit der Kapitalspritze soll auch die Präsenz in weiteren Ländern aufgebaut werden. Seit Februar ist Unu in den Niederlanden aktiv, die Aktivitäten dort sollen stark ausgebaut werden. Zusätzlich soll der Markt in Frankreich erschlossen werden. Eine Expansion in die USA wird derzeit noch abgewogen.

Bild: unu by Sebastian Scharnagl (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Steigende Investments in Startups aus dem Mobilitätssektor

Ein klares Zeichen, wie interessant der Markt der Startups aus dem Mobilitätssektor ist, die sich mit der Entwicklung von Technologien für die Automobile von morden oder von und innovativen Mobilitätsdienstleistungen beschäftigen, ist zu erkennen, wenn man sich die Investmentsummen in die entsprechenden Unternehmen ansieht.

Mehrere Milliarden für den Mobilitätssektor

Mehr als eine Milliarde US$ wurde im vergangen Jahr in Startups investiert, die sich mit Technologien für autonomes Fahren oder mit innovativen Mobilitätsdiensten befassen. Insgesamt wurden mehr als 85 Deals in Mobilitätsbereich im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman kommt auf eine Summe von mehr als 16 Milliarden US$, die im ersten Halbjahr 2016 in Startups im Automobilsektor investiert wurden.

Zugriff auf Innovationen und neue Schnittstellen zum Kunden

Auf der einen Seite investieren klassische Risikokapitalgeber verstärkt in den Bereich der Mobilitäts- und Transport-Startups. Auf der anderen Seite investieren auch immer mehr Automobilkonzerne in einen Bereich von vielfältigen Kategorien rund um das Thema Automobil. Im Fokus stehen dabei Themen wie Vernetzung, Ride Hailing, autonomes Fahren oder Elektrifizierung. Die etablierten Autohersteller wollen mit den Investments in die Startups und dem damit verbundenen Wissenstransfer die Attacken der neuen Marktteilnehmer abwehren.

Die neuen Marktteilnehmer definieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Geschäftsmodelle neu. Über Beteiligungen sichern sich die Autohersteller aber nicht nur Zugang zu den technischen Innovationen. Außerdem wollen sie Zugriff auf die neuen Schnittstellen zum Kunden erhalten, die durch die unterschiedlichen Apps aufbaut werden. Hinzu kommt, dass die OEMs durch die Beteiligungen ihre Innovationskultur verbessern können. Im Jahr 2016 hat sich General Motors einen großen Anteil an Lyft gesichert und das Technologie-startup Cruise übernommen. Volkswagen hat sich an Gett beteiligt und Toyota setzt auf Uber. Der Daimler Konzern ist an mehreren Fronten aktiv und übernahm Hailo und hat bei Blacklane weiter aufgestockt.

USA im Fokus – Deutschland muss aufholen

Ein Großteil der Investments hat sich in den USA abgespielt. Fast 70% der Deals wurden in den USA getätigt. Deutschland hat einen geringen Anteil von 2%. Deutschland liegt bei der Zahl der Neugründungen in der Automobilbranche zwar vor Frankreich und Indien, aber noch hinter China, den USA und Großbritannien. Seit dem Jahr 2011 sicherten sich hierzulande 127 Start-ups Investitionen in Höhe von 316 Millionen US-Dollar. 45 Prozent davon flossen in junge Firmen, die Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Diese Zahlen sind ein deutliches Signal dafür, dass die Deutsche Automobilindustrie aufpassen muss, dass sie den Anschluss nicht verliert. Die Zukunft der Automobilindustrie wird nicht mehr in Deutschland entwickelt.

Bild: ctj71081 (bestimmte Rechte vorbehalten)