Category Archives: Carsharing

GM will mit Maven Ridesharing Dienst starten

Bisher ist der Automobilhersteller General Motors als Dienstleister und Investoren für Ride Sharing Dienst in Erscheinung getreten. Unter anderem ist GM an dem Fahrdienst Lyft beteiligt und bietet über das Maven Carsharing Programm Autos zur Kurzzeitmiete an, Lyft und Uber Fahrer profitieren dabei von gesonderten Konditionen. Jetzt könnte der Automobilhersteller den nächsten Schritt gehen und einen eigenen on-demand Fahrdienst starten.

Mit Maven soll ein Ridesharing Dienst gestartet werden

Der Konkurrent zu Lyft und Uber könnte von der GM Sparte Maven gestartet werden. Maven wurde vor einiger Zeit gegründet, um die Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing zu bündeln und um Expertise für neue Dienste aufzubauen. Durch die eigenen Aktivitäten und das Wissen, das durch die Beteiligung an Lyft gewonnen wurde, sieht sich General Motors jetzt in der Lage, einen on demand Fahrdienst aufzubauen. Die Frage ist, ob Platz für einen weiteren Dienst ist. Außerdem müsste General Motors viel Geld in die Hand nehmen, um einen Dienst mit hoher Reichweite aufzubauen.

Seit Anfang 2016 mit Carsharing aktiv

Maven ist als Carsharing Dienst Anfang 2016 gestartet, hat sich dann aber stetig weiterentwickelt. Neben dem Service für Uber und Lyft Fahrer ist Maven mehrere Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Instacart und GrubHub eingegangen. In den letzten 18 Monaten wurden über Maven etwa 10.000 Fahrzeuge in Umlauf gebracht. Mit dieser Flotte wurden etwa 270 Mio. Kilometer zurückgelegt und 17.5 Mio. Fahrgäste bei Lyft und Uber transportiert.

GM und Lyft als Konkurrenten?

In der Vergangenheit wurde darüber berichtet, dass GM das Unternehmen Lyft komplett übernehmen möchte. Da daraus anscheinend nichts geworden ist, plant der Automobilhersteller seinen eigenen Service. Aus der ferne betrachtet scheint es so, als würden die Partnerschaft zwischen General Motors und Lyft Risse erhalten. Am Anfang wurde bekräftigt, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten möchten, jetzt entwickeln sich Konkurrenten. Ähnliches konnte zwischen Uber und Google beobachtet werden. Google ist groß bei Uber eingestiegen und am Anfang haben beide Unternehmen eng zusammengearbeitet. Mittlerweile bekämpfen sich beide Unternehmen vor Gericht. Mit Waymo und dem Ride-Sharing Angebot bei Waze hat sich Google zum Konkurrenten entwickelt.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Markt konsolidiert sich weiter: SnappCar übernimmt tamyca

Der peer-2-peer Carsharing Markt in Deutschland konsolidiert sich weiter. Zu Hochzeiten haben drei bis vier deutsche Anbieter Privatfahrzeuge an Nutzer vermittelt, mittlerweile wurden alle Anbieter von ausländischen Startups übernommen. In einem letzten Akt wird der peer-2-peer Carsharing Pioneer Tamyca von dem Anbieter Snappcar aus den Niederlanden übernommen.

Tamyca seit 2010 am Start

Tamyca hat sich seit dem Start im Jahr 2010 wacker geschlagen. Die Plattform ist in den letzten Jahren ohne großes Aufsehen kontinuierlich gewachsen. Fast 200.000 Carsharing-Mieter und -Vermieter waren zuletzt bei Tamyca registriert. Zwischenzeitig konnte Tamyca auch den Automobilhersteller Opel überzeugen. Opel hat die technische Lösung von Tamyca für den Carsharing Dienst CarUnity genutzt, der kürzlich still und leise wieder begraben wurde.

Snappcar kommt aus den Niederlanden

Snappcar hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und betreibt auch ein peer-2-peer Carsharing Angebot in Dänemark und Schweden. In Deutschland war Snappcar vor der Übernahme von Tamyca nicht aktiv. Snappcar wurde im Jahr 2010 gegründet und wächst rasant. Jeden Tag mieten fast 500 Mitglieder der SnappCar-Community ein Auto direkt in ihrer Nähe über die Webseiten. Fast 400.000 angemeldete Benutzer und knapp 45.000 Autos sind auf der Plattform registriert.

Nur noch zwei Anbieter auf dem deutschen Markt 

Mit der Übernahme setzt sich die Konsolidierung in Deutschland fort. In der Vergangenheit hat der Anbieter Drivy den deutschen Anbieter Autonetzer übernommen, der sich kurz zuvor das Netzwerk des Anbieters Nachbarschaftsauto einverleibt hat. Die Deutschen verleihen nicht gerne ihr privates Fahrzeug, außerdem stellt der teilweise komplizierte Prozess bei Anmietung und Rückgabe ein Problem dar. Größerer Beliebtheit erfreut sich in deutschen Städten das kommerzielle free-floating Carsharing.

Auch bei diesen kommerziellen Anbietern zeichnet sich eine Konsolidierung ab. Trotz der Auseinandersetzungen zwischen Daimler und BMW werden anscheinend die Fusionspläne von DriveNow und car2go weiterhin verfolgt. Noch zu Jahresbeginn wurden die Pläne von Sixt dementiert, jetzt ist es Erich Sixt persönlich, der angedeutet hat, dass eine Fusion bevorstehen könnte.

Bild: Snappcar (alle Rechte vorbehalten)

BCG setzt auf Alternativen zum Dienstwagen – mit Unterstützung von Sixt

Bisher vergeben viele Unternehmen einen Dienstwagen an Mitarbeiter – inspiriert von Mobility Services wie Car Sharing und Fahrdiensten hat die Autovermietung Sixt eine Alternative dazu entwickelt. Als erster Kunde nutzt die Boston Consulting Group das Angebot. Die Kombination aus Carsharing, Fahrdienst und Mietwagen erfreut sich dort hoher Beliebtheit und ist bereits gleichauf mit dem Klassiker.

Mobility as a Service von Sixt

Konkret hat Sixt unter dem Namen Maas (Mobility as a Service) ein Alternativangebot zum Dienstwagen gestartet. Berater der Boston Consulting Group (BCG) können mit einem Mobilitätsbudget das DriveNow Carsharing Angebot, Mietwagen und den myDriver Fahrdienst nutzen. Bisher ist das Angebot in Deutschland und Österreich verfügbar und nur für berechtigte BCG Berater. In Zukunft soll das Konzept, das drei Dienste vereint auch anderen Unternehmen angeboten werden.

Gute Resonanz von Nutzern

Laut Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt stößt das Mobility as a Service Angebot auf sehr gute Resonanz. Das Unternehmen leitet daraus ab, dass es einen Bedarf nach einer modernen und flexiblen Mobilität auf Mitarbeiter und Unternehmensseite gibt. Bei dem Angebot von Sixt können über eine Zentrale Plattform Mobilitätsbudgets per Mitarbeiter vergeben werden, die dann über die Apps von DriveNow und myDriver sowie über das klassische Mietwagengeschäft von Sixt ausgegeben werden können.

Vor allem jüngere Mitarbeiter nutzen den MaaS Service

Bei der Boston Consulting Group kommt das Angebot anscheinend sehr gut an. Vor allem jüngere Mitarbeiter auf Associate- oder Consultant-Ebene nutzen das neue Mobilitätsangebot. Etwa 40% der Berater bei BCG nutzen einen Dienstwagen, nun sind weitere 40% hinzugekommen, die die MaaS-Dienstleistung nutzen.

Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen Mobiltiy as a Service für Mitarbeiter als Alternative oder Ersatz zum Dienstwagen anbieten werden. Auf der einen Seite schwindet die Bereitschaft auf Mitarbeiterseite, ein Auto zu besitzen. Ergänzt wird dieser Trend durch das Vorhandensein von alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing, Ride Sharing oder Mietwagen. Auch Uber bietet seinen Fahrdienst erfolgreich für Unternehmen an, der teilweise als Alternative zum Dienstwagen und Taxi genutzt wird.

Bild: Sixt (alle Rechte vorbehalten)

Opel beendet sein privates Carsharing Experiment CarUnity

Still und leise hat sich Opel anscheinend aus dem Markt der Peer-to-Peer Carsharing Anbieter zurückgezogen – laut dem Blog eMobilität war das schon Anfang des Jahres der Fall. CarUnity hat die Nutzerkonten in Tamyca Accounts umgewandelt und damit dem ehemaligen Kooperationspartner das Geschäft überlassen.

Kooperation mit Tamyca statt Eigenentwicklung

Opel hat sich 2015 dazu entschieden, eine White Label Lösung anstatt einer Eigenentwicklung für das private Carsharing zu nutzen. Die Entscheidung viel damals auf das Aachener Startup Tamyca, das die technische Basis für das CarUnity Angebot zur Verfügung gestellt hat. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben mittlerweile 150.000 registrierte Nutzer und es stehen deutschlandweit 15.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Damit sieht sich die Plattform vor dem Wettbewerber Drivy, der auf 140.000 registrierte Nutzer und 5.000 Fahrzeuge in Deutschland kommt.

Kein Carsharing von Opel

Wahrscheinlich konnte CarUnity nicht die geplanten Ziele erreichen und hat sich deswegen dazu entschieden, das Experiment zu beenden. Opel hat sich somit vorerst komplett aus dem Carsharing Markt zurückgezogen und in absehbarer Zeit wird sich das wahrscheinlich auch nicht ändern. Das von General Motors geplante Maven Carsharing Angebot wird es nach der Opel Übernahme durch die PSA Group nicht mehr nach Deutschland schaffen. Das Experiment mit dem Spotcar Angebot ging 2015 auch schief und das Startup musste letztendlich aufgeben. Bleibt abzuwarten, ob von der PSA Group under der Free2Move Marke demnächst Mobility Services gestartet werden.

Daimler und BMW fahren davon

Opel bleibt damit deutlich hinter anderen deutschen Automobilherstellern zurück. Vor allem BMW und Daimler setzen auf Carsharing. Beide Anbieter haben die Free Floating Angebote DriveNow und Car2Go im Angebot. Daimler hat mit Croove noch ein Peer-2-Peer Carsharing Angebot in Städten wie München oder Berlin auf dem Markt. Auch bei anderen alternativen Mobilitätsangeboten hat der Autokonzern aus Rüsselsheim bisher wenig vorzuzeigen. Mit den Themen Ridesharing und on-demand Shuttle Dienste scheint sich das Unternehmen nicht zu befassen.

Bild: Opel (alle Rechte vorbehalten)

Parken in München: ParkHere Sensoren zeigen freie Parkplätze

In München arbeitet das Startup ParkHere mit den Stadtwerken und der Münchner Verkehrsgesellschaft zusammen. Gemeinsam sollen Parkplätze fit für eine smarte städtische Infrastruktur gemacht werden. So soll online ersichtlich sein, ob ein Parkplatz frei oder belegt ist.

Pilotprojekt mit ParkHere in München

In einem Pilotprojekt werden die Parkplätze an der Mobilitätstation an der Münchner Freiheit mit den elektronischen Parksensoren ausgestattet. So wird in Echtzeit angezeigt, ob Lade-Parkplätze für Elektroautos frei sind und ob die CarSharing-Stellplätze zur Verfügung stehen. Bei den Lade-Parkplätzen kann nicht nur überprüft werden, ob ein Platz zur Verfügung steht, auch eine Kontrolle im Bezug auf falsches Parken ist möglich, in dem die Sensordaten mit den Daten der Ladestationen verglichen werde. So können Fahrzeuge identifiziert werden, die unberechtigt auf den Parkplätzen für die Elektroautos parken.

Die Daten über die freien Parkplätze werden in die Mobility- und Carsharing-Karte  der MVG eingespeist, künftig sollen die Daten auch in der App MVG more einsehbar sein. Die Stadt München möchte durch das Angebot die Attraktivität der Elektromobilität steigern. Fahrer sollen so schneller eine freie Ladestation finden.

Ausgründung der Technischen Universität München (TUM)

Die Sensoren kommen von dem Startup ParkHere, das seit 2015 als eigenständiges Unternehmen agiert und eine Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) ist. Das System von ParkHere basiert auf energieautarken Drucksensoren, die in den  Asphalt eingelassen werden. Es werden weder Batterien noch ein Stromanschluss für den Betrieb der Sensoren benötigt. Die Datenübertragung geschieht über Mobilfunk und die Lebensdauer soll 25 Jahre betragen. Die Sensoren lassen sich auch nachträglich in Asphalt integrieren und somit ist eine Nachrüstung bestehender Parkplätze möglich.

Unter Realbedingungen lernen

Mit diesem Projekt wollen die Kooperationspartner unter Realbedingungen Lernen und die smarte Infrastruktur weiterentwickeln. In einem ersten Anwendungsfall können die Sensoren für die Überwachung der Ladeplätze für E-Autos genutzt werden. Später werden die Daten über die Parkplätze mit vollautomatisierten Fahrzeugen geteilt werden können, damit diese bei Bedarf einen Parkplatz finden können.

Bild: ParkHere (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen und KUKA starten Kooperation: Robotergestützte Innovationen für Fahrzeuge der Zukunft als Ziel

Die Forschungsabteilung von Volkswagen und der Automatisierungsspezialist KUKA schließen einen Kooperationsvertrag, um roboterbasierte Innovationskonzepte für die Fahrzeuge der Zukunft gemeinsam zu entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet.

KUKA Roboter für den Ladevorgang

Autonom fahrende Automobile und Service-Roboter sind zwei Teilaspekte der Mobilität der Zukunft, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft betrachtet werden. Unter anderem sollen Roboter entwickelt werden, die den Ladevorgang bei autonomen Fahrzeugen einleiten, durchführen und beenden können. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft müssen automatisch geladen werden können.

Weiterführung einer bestehenden Kooperation

Die neue Kooperation knüpft an ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt  an, das sich mit Mensch-Roboter-Kollaboration befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen der Hochvoltbatterien von Elektrofahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Dabei verbindet ein KUKA Roboter in einer speziell entwickelten Anwendung das Fahrzeug eigenständig mit einer Ladestation. So muss der Fahrer das elektrisch angetriebene Auto lediglich auf einem gekennzeichneten Parkplatz abstellen, das Montieren des Ladekabels erledigt der Roboter für ihn.

Autonome Autos brauchen autonomes Laden

In Zukunft soll der Ladevorgang ohne das Zutun von Fahrern oder Fahrgästen passieren. Die vollautomatisierten Fahrzeuge steuern bei Bedarf automatisch die Ladestationen an und der Roboter verbindet das Fahrzeug mit den Ladestationen. Eine Alternative Möglichkeit wäre das induktive und damit kabellose Laden der Fahrzeuge. Bisher ist noch unklar, welche Lösung sich durchsetzen wird.

Weitere Serviceroboter für Wartung und Betrieb in Planung

In der neuen strategischen Partnerschaft sollen neben den technologischen Grundlagen auch weitere Konzepte für innovative Anwendungen entwickelt werden. Wahrscheinlich sollen also noch weitere Service Roboter entstehen, die den Betrieb und Umgang mit autonomen Fahrzeugen vereinfachen. Die Roboter werden den Menschen in Zukunft bei vielen alltäglichen Aufgabe unterstützen. Unter anderem können Roboter bei Beladung der Fahrzeuge helfen und Wartungsaufgaben übernehmen.

Bild: Volkswagen AG (Alle Rechte vorbehalten)

Testbericht Coup Scooter Sharing, der zweite

Kurz nach dem Launch im vergangenen Jahr von Coup in Berlin wurde auf unserem Blog ein Erfahrungsbericht über die Anmeldung und die Customer Story bei dem Roller Sharing Dienst veröffentlicht. Jetzt folgt ein Update, nachdem der Scooter Dienst für fast ein Jahr regelmäßig genutzt wird.

Was ist seitdem passiert

Nachdem Coup im letzten Jahr gestartet ist hat sich einiges getan, vor allem seit dm Start in die neue Saison im April 2017. Die Flotte wurde in Berlin stark erweitert und der Lauch in Paris steht vor der Tür. Gleichzeitig wurde die App für Android veröffentlicht, am Anfang gab es nur eine Version für iOS. In Berlin wurden weitere GoGoro Elektroroller im Stadtgebiet verteilt. Die Roller machen einen hochwertigen Eindruck und garantieren einen hohen Fahrspass.

Probleme mit der App

Durch das schnelle Wachstum sieht es für den Nutzer so aus, dass die technische Infrastruktur nicht schnell genug mitgekommen ist. In letzter Zeit häufen sich die Probleme mit der App. Auf der einen Seite ist das User Interface noch nicht ausgereift, bevor die aktuelle Buchung angezeigt wird, fordert die App den Nutzer grundsätzlich dazu auf, einen Roller zu reservieren. Erst nach ein paar Sekunden warten wechselt die Ansicht zu dem gebuchten Roller.

Coup Roller nicht zu finden

Über die App lassen sich Roller anmieten, die aber weit und breit nicht zubinden sind. Entweder hat die Roller jemand so gut versteckt oder das System hat zwei Buchungen mit dem gleichen Roller zugelassen und der andere war schneller.

Fahrten lassen sich nicht beenden

Recht häufig passiert es, dass sich Fahrten nicht beenden lassen oder nur mit Fehlermeldung. Die App zeigt dann nicht die aktuelle Buchung an, die beendet werden soll, sondern freie Fahrzeuge in der Umgebung, die frei sind. Die Fahrzeuge können aber nicht gebucht werden, da schon eine aktive Buchung vorhanden ist. Eine andere Alternative ist, dass die Buchung mit Fehler beendet wird und der Roller danach nicht mehr gebucht werden kann.

Lokalisierung über die App problematisch

Die Coup iOS App ist bei der Lokalisierung häufig ungenau, Abweichungen von mehreren hundert Metern passieren häufiger bei der Buchung. Auch die Abweichungen beim auf- und abschließen der Roller kosten Zeit und Nerven. Häufig dauert es länger, bis der Abgleich von Bluetooth und GPS Daten stattgefunden hat. Auf Grund der Nutzung von Bluetooth soll die Palette an nutzbaren Android-Geräten sehr dünn sein. Viele sollen das benötigte Bluetooth Protokoll nicht unterstützten.

Fazit: Der Fahrspaß mit den Rollern ist weiterhin sehr hoch nur die Summe der kleinen Probleme kosten Nerven. Bis diese behoben sind, wird Coup kein Mobilitätsalternative sein, auf die man sich verlassen kann. Ein Kundenservice soll auch existieren, unter der angegebenen Nummer war bisher aber an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten keiner erreichbar.

General Motors schickt weitere 130 autonome Fahrzeuge auf die Straße

Im vergangenen Jahr hat General Motors das Startup Cruise übernommen, um beim Thema autonomes Fahren schneller Ergebnisse zu erzielen. Die Technologie von Cruise wurde intern weiterentwickelt und in einigen Testfahrzeugen verbaut. Jetzt hat GM angekündigt, dass die Flotte erweitert wird.

Vollautomatisierte Bolt Fahrzeuge

Insgesamt hat General Motors 130 Elektrofahrzeuge der Bolt Reihe mit der Technologie für vollautomatisiertes Fahren ausgestattet. Die Fahrzeuge wurden mit einem weiterentwickelten Set an Sensoren und Hardwarekomponenten ausgestattet, das GM mit Cruise entwickelt hat. Unter anderem sind die Autos mit einem weiterentwickeltem LiDAR Sensor ausgestattet und verfügen über bessere Kameras. Die Fahrzeuge sollen über mehr als 40 Sensoren und Kameras verfügen. Die Fahrgäste können über einen Display im Auto die Umgebung beobachten. Mehr Details hat der Hersteller nicht veröffentlicht.

General Motors verstärkt Aktivitäten seit 2016

General Motors befasst sich schon seit 2015 mit dem Thema. Damals wurden die anfänglichen Entwicklungen mit einer kleinen Flotte an Chevrolet Volt Fahrzeugen getestet. Ernster wurden die Bemühungen dann nach der Übernahme von Cruise und dem Investment in die Ridesharing Plattform Lyft. GM hat 500 Mio. US$ in Lyft investiert und zeitweise  stand eine Komplettübernahme zur Debatte.

Ride Hailing Netze mit autonomen Autos sind die Zukunft

Die Bedeutung von autonomen Fahrzeugen in Verbindung mit reichweitenstarken Ride Hailing Netzwerken wird in Zukunft steigen. In den kommenden Jahren soll sich die Flotte vervielfachen, letztendlich soll zusammen mit der Ride-Hailing Plattform Lyft ein Fahrservice mit selbstfahrenden Autos angeboten werden. Lyft hat bereits Tests mit Waymo und nuTonomy vereinbart. Ride Sharing Dienste mit vollautomatisierten Elektroautos werden die Zukunft der innerstädtischen Mobilität prägen.

Wettbewerb zwischen Neueinsteigern und Automobilindustrie

Im Rennen um die autonome Zukunft ist ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen. In den letzten Jahren sind mehrere Startups und Technologiekonzerne mit ersten Versionen an Systemen für vollautomatisiertes Fahren in die Testphase gegangen. Herkömmliche Automobilhersteller neigen als Folge davon zu Kooperationen mit Zulieferern und Technologiekonzernen. Teilweise werden auch Startups zu hohen Übernahmepreisen aufgekauft.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Nissan-Renault plant einen Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen

In den kommenden zehn Jahren will Nissan-Renault einen eigenen Ride Sharing Dienst aufbauen. Damit schließt sich der Automobilhersteller einer Reihe anderer Hersteller an, die sich durch Startups und Mobilitätsdienstleister bedroht fühlen. Ziel ist es, unabhängiger von der Fahrzeugproduktion zu werden.

Autonome Elektroautos als vielversprechende Zukunft

Elektromobilität in Verbindung mit autonomen Systemen und großen Ride Sharing Plattformen gelten als Zukunft der Mobilität. Der Automobilhersteller Nissan-Renault will dabei einen Fahrdienst mit autonomen Autos aufbauen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll es soweit sein, der Konzern braucht also noch etwas Zeit, um die elektrischen autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Die Zeit werden bestehende Netzwerke nutzen, um weiter zu wachsen. Bleibt fraglich, ob neue Marktteilnehmer in zehn Jahren noch eine Chance haben, ein Ride Hailing Netzwerk mit großer Reichweite aufzubauen.

Können Automobilhersteller Mobility Services aufbauen?

Ähnlich wie Ford auch, geht der Konzern davon aus, aus eigener Kraft einen Service aufbauen zu können, der mit Uber und Co. Mithalten kann. Da die Erfahrung beim Aufbau von Reichweite starken Mobilitätsdiensten fehlt, muss beobachtet werden, ob das wirklich gelingt.

Andere Hersteller positionieren sich als Flottenbetreiber

Andere Hersteller wie Daimler oder General Motors verfolgen eine andere Strategie. Anstatt eine eigene Ride Hailing Plattform aufzubauen, positionieren sich die Hersteller als Flottenbetreiber für Ridesharing Plattformen. Daimler hat zum Beispiel mit Uber eine Kooperation vereinbart, um die vollautomatisierten Autos auf dem Uber Netzwerk einzusetzen. General Motors hat sich an Lyft beteiligt und plant den Einsatz von Fahrzeugen auf der Plattform.

Nissan-Renault unter Druck

Wie andere Hersteller auch, ist Nissan-Renault unter Druck, um im Wettbewerb um die selbstfahrenden Autos nicht den Anschluss zu verlieren. Der Automobilhersteller hat eine Forschungskooperation zum Thema vollautomatisiertes Fahren gegründet, die sich aber noch ziemlich am Anfang befinden dürfte. BMW zum Beispiel erweitert stetig sein Netzwerk an Partnern, um schneller Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen. Startups wie nuTonomy oder Uber und Technologieunternehmen wie Waymo oder Apple fordern die Automobilindustrie heraus.

Bild: Nissan-Renault (alle Rechte vorbehalten)

Omni Carsharing: Ridecell kooperiert mit Volkswagen in Polen

Der Volkswagenkonzern startet in Polen ein Carsharing Angebot mit Skoda Fahrzeugen. Die Software für das Management der Plattform, kommt dabei von dem Anbieter Ridecell. Das Angebot mit dem Namen Omni ist vorerst in Warschau verfügbar und ist ein stationsbasiertes Carsharing System.

Spezialist für Carsharing Software

Ridecell hat sich darauf spezialisiert, eine Software-Plattform zu entwickeln, die für den Betrieb eines effizienten Carsharing Systems benötigt wird. Unter anderem setzt auch die Carsharing Tochter von BMW in den USA auf die Technologie. Kurz vor dem Start von ReachNow, hat sich BMW auch über den Venture Arm BMW iVentures an Ridecell beteiligt.

Omni mit White-Label Lösung von Ridecell

Das Angebot in Polen läuft unter dem Namen Omni. Die Nutzer können die Skoda Fahrzuge an definieren Stationen in Warschau abholen und auch wieder abstellen. Die Neukunden können sich ganz einfach über die Omni App registrieren und verifizieren. Die Omni App ist eine White-Label Lösung, die von Ridecell entwickelt und entsprechend gebrandet wurde. Über die App sind alle Fahrzeuge verfügbar und die einwandfreie Kommunikation mit dem Backend ist sichergestellt. Die Ridecell Plattform wird auch die Zahlungen abwickeln und Daten über die Auslastung und das Nutzerverhalten auswerten und anzeigen.

Fahrzeuge vom lokalen Händlernetz

Die Fahrzeuge werden von dem lokalen Händlernetz zur Verfügung gestellt und operativ betrieben. Da die Software für Buchung und Management nicht in-house entwickelt werden musste, sondern auf die Ridecell Mobilitätsplattform zurückgegriffen werden kann, konnte der Service schnell gestartet werden. Skoda und Volkswagen wollen mit dem Angebot junge Menschen in Polen erreichen, die unkompliziert ein Auto benötigen, aber nicht daran interessiert sind, ein Auto zu kaufen.

Volkswagen arbeitet an mehreren Fronten

Der Volkswagenkonzern versucht sich über mehrere Fronten bei der Etablierung von Mobilitätsdienstleistungen fortzubewegen. Über die eigens für Mobility Services gegründete MOIA Marke sollen ab dem kommenden Jahr in Hamburg win Shuttle Dienst angeboten werden. Skoda startet nun unabhängig davon Omni und testet anscheinend auch mit HoppyGo einen peer-2-peer Carsharing Dienst in München.

Bild: Omni (alle Rechte vorbehalten)