Archiv der Kategorie: Carsharing

BMW bringt sein Car-Sharing Angebot nach China

BMW wird sein Car-Sharing Programm dauerhaft nach China bringen. Ab Dezember soll eine überschaubare Flotte an 100 i3 Elektrofahrzeugen in der Stadt Chengdu unterwegs sein.

BMW wird den Premium-Dienst unter der Marke ReachNow anbieten. ReachNow wird seit dem U.S.-Launch 2016 als Markenname außerhalb Europas genutzt und öffnet die Möglichkeit, weitere Mobility Services unter gleichem Namen anzubieten. In den USA ist das teilweise schon Realität – ReachNow bietet dort in einigen Märkten neben Car-Sharing auch einen Ride-Sharing Dienst an. In Europa läuft das Car-Sharing Angebot weiter unter dem Namen DriveNow.

Chengdu wird erste ReachNow Stadt in Asien

Der Start in Chengdu kommt nach einem erfolgreichen Pilotprojekt von ReachNow in Peking. Das Setup unterscheidet sich auch in einigen Punkten von DriveNow. Die Flotte ist mit 100 Fahrzeugen mehr als übersichtlich, gerade bei der Größe der Stadt Chengdu. Etwa 15 Mio. Menschen wohnen in der chinesischen Metropole. Zum Vergleich, in Berlin, einer Stadt mit etwa 3.5 Mio. Einwohnern, stehen 1400 Fahrzeuge von DriveNow zur Verfügung. Ein weiterer Unterschied ist, dass BMW das Angebot ohne den Mietwagenanbieter Sixt nach China bringt. In China ist die Car-Sharing Plattform EVCARD Partner von BMW.

Stationsbasiert statt free floating Car-Sharing

Auf free-floating wird in China auch verzichtet. Die Nutzer müssen die Autos an einer Station abholen und auch wieder abstellen. In den europäischen Städten stellt das free-floating Prinzip einen Wettbewerbsvorteil für DriveNow und andere Carsharing Anbieter, wie car2go oder drive-by dar. In Chengdu wollte die Stadtverwaltung scheinbar verhindern, dass die Autos überall abgestellt werden können. Auch größere Anbieter, wie EVCARD oder GoFun müssen ihre Dienste stationsbasiert anbieten. EVCARD ist Partner von ReachNow vor Ort. Anders sieht es bei Bike-Sharing Anbietern aus. Die zigtausend  Leih-Fahrräder von ofo, moBike und weiteren Anbietern dürfen überall in den Städten abgestellt werden.

In Europa hat DriveNow mehr als 6000 Fahrzeuge in 13 Städten im Einsatz und wird von mehr als einer Mio. Kunden genutzt. Etwa 15% der Flotte sind BMW i3 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. In den USA sind 1400 Autos in drei Städten verteilt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing: Drivy geht Partnerschaft mit RideLink ein, das sich aus dem Markt zurückzieht

Der peer-to-peer Car-Sharing Markt konsolidiert sich weiter. Das von Rocket Internet finanzierte Startup RideLink gibt auf und geht eine exklusive Partnerschaft mit dem Anbieter Drivy ein. Die Autobesitzer und Nutzer von RideLink werden aufgefordert, sich bei Konkurrent Drivy anzumelden. Die RideLink Nutzer erhalten vergünstigte Konditionen bei einem Wechsel zu Drivy, um Vermietern und Mietern einen einfachen und unkomplizierten Übergang zu ermöglichen. Drivy ist erst kürzlich in Großbritannien gestartet und freut sich über neue Nutzer.

RideLink: Car-Sharing von Rocket 2015 gestartet

Das Rocket Startup war 2015 in London gestartet und kurze Zeit später erfolgte die Expansion nach Spanien und Deutschland. Jetzt scheint dem Startup die Luft ausgegangen zu sein. Auf der Website werden die Nutzer darüber informiert, dass keine Buchungen mehr akzeptiert werden. Außerdem wird dank der geschlossenen Partnerschaft eine Empfehlung für den Mitbewerber Drivy ausgesprochen. Die Partnerschaft ermöglicht Drivy, seinen Marktanteil in diesen drei Ländern zu vergrößern. Es ist verwunderlich, dass keine tiefere Integration zwischen RideLink und Drivy stattfindet, bei der sich die RideLink Nutzer bei Drivy einloggen können. Viele RideLink Nutzer werden nur durch die Empfehlung nicht den Weg zu Drivy finden.

Wachstum hätte jedoch größere Investionen erfordert

Alexander Stevenson, Gründer und CEO von RideLink, kommentiert die Partnerschaft:

„Wir sind sehr stolz auf das, was wir in den letzten drei Jahren erreicht haben. Mithilfe unserer fantastischen Community aus Vermietern und Mietern haben wir uns zu Großbritanniens größtem Peer-To-Peer-Car-Sharingservice mit der besten Auswahl an Autos entwickelt. Ein weiteres Wachstum hätte jedoch größere Investionen erfordert, die wir allein nicht hätten leisten können. Deshalb haben wir uns für die Partnerschaft mit Drivy entschieden. Wir sind zuversichtlich, dass Drivy mit seiner europaweiten Präsenz das perfekte Match ist, um unserer Community weiterhin die komfortabelsten Form der Autovermietung zu bieten. Wir fühlen uns verpflichtet, unseren Nutzern den einfachen Wechsel von RideLink zu Drivy zu ermöglichen.“

RideLink hat eine loyale Nutzerschaft aufgebaut

Drivys CEO und Gründer, Paulin Dementhon, ergänzt:

„Bei Drivy fokussieren wir uns weiterhin auf eine wachsende Community, unter anderem durch strategische Partnerschaften, die unsere Möglichkeiten in unseren Hauptmärkten verbessern. Wir freuen uns, dass wir eine Vereinbarung mit RideLink getroffen haben, indem sie ihren Nutzern die Zusammenarbeit mit Drivy empfehlen, um ihnen einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen. In nur drei Jahren hat RideLink eine loyale Nutzerschaft aufgebaut. Wir freuen uns, ihnen bei Drivy ein neues Zuhause zu bieten.“

Konsolidierung setzt sich fort

In den letzten Jahren hat sich der Peer-to-peer Car-Sharing Markt in Europa stark konsolidiert. In Deutschland haben sich zuerst Autonetzer und Nachbarschaftsauto zusammengetan. Später wurde das Gemeinschaftsunternehmen von dem französischen Startup Drivy übernommen. Das von Daimler gestartete Croove ging an den US-Anbieter Turo. Die Plattform Tamyca, die auch mal mit Opel ein Pilotprojekt durchgeführt hat, wurde von SnappCar übernommen.

Peer-to-peer Carsharing setzt darauf, dass Fahrzeug-Besitzer ihre Fahrzeuge an Privatpersonen vermieten und dafür Geld erhalten. In der Theorie hört sich das Konzept spannend an, konnte sich aber in Deutschland und anderen europäischen Ländern bisher nicht durchsetzen. Das dürfte daran liegen, dass gerade in Deutschland das Auto einen hohen Stellenwert hat und die Besitzer Angst vor Beschädigungen haben. Hinzu kommt, dass der Übergabeprozess meist analog abläuft und zeitaufwändig ist.

Um mehr Nutzer zu überzeugen, hat Drivy erst kürzlich gewerbliche Partner auf der Plattform zugelassen.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Transformation in der Automobilbranche – Technologiewandel forcierte neue interne Strukturen

In der kommenden Woche findet in Frankfurt die Handelsblatt Konferenz “Transformation in der Automobilbranche – Technologiewandel forciert neue interne Strukturen” mit hochkarätigen Rednern von Facebook, Volkswagen oder der Telekom statt.

Transformation in der Automobilbranche in den kommenden Jahren

Die Automobilbranche steht in den kommenden Jahren vor tiefgreifenden Veränderungen. Die vier technologischen Trends Shared Mobility, Connectivity, Elektrifizierung und autonomes Fahren werden die Branche in den kommenden Jahren verändern.

Wie es der Name der Konferenz schon andeutet, liegt der Fokus darauf, wie die technische Transformation in den kommenden Jahren die traditionellen Unternehmensstrukturen verändern. Wettbewerber werden zukünftig verstärkt zusammenarbeiten, wie man bei dem Thema autonomes Fahren schon beobachten kann. Intern wird eine große Notwendigkeit bestehen, Strukturen den neuen Gegebenheiten anzupassen und Mitarbeiter auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Technologiewandel forcierte neue interne Strukturen

Um das riesige Themengebiet einzugrenzen, sollen folgende Fragen während der Konferenz diskutiert werden.

  • Wie stellen sich Unternehmen intern neu auf?
  • Wie finanzieren sie diese „Revolution“?
  • Wie bereiten sie Ihre Mitarbeiter auf die Veränderungen vor?
  • Wie arbeiten traditionelle und Start-Up Unternehmen?
  • Was können sie voneinander lernen?

Hochkarätige Referenten  von Volkswagen, Facebook und der IG Metall

Zu den Rednern und Gesprächspartnern gehören unter anderem Johann Jungwirth, Chief Digital Officer der Volkswagen AG. Er wird einen Vortrag über die Herausforderungen der digitalen Transformation der Automobilindustrie halten. Claudia Neman, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation bei der Deutschen Telekom, gibt einen Einblick, warum die digitale Gesellschaft die Infrastrukturwende benötigt. Referenten von Facebook, Uber oder IG Metal runden die interessante Mischung an Beiträgen ab. Referenten von Startups sind neben Uber General Manager Weigler auch Lukas Steinhilber, Geschäftsführer des Leasing Startups Vehiculum.

Experten auf der Konferenz Transformation in der Automobilbranche - GetMobility.de
Experten auf der Konferenz Transformation in der Automobilbranche

Letzte Tickets für die Veranstaltung Transformation in der Automobilbranche können auf der Event-Website erworben werden. GetMobility.de wird auch in Frankfurt vertreten sein, sprechen Sie uns an, wenn Sie interessante Themen für das führende Mobility Magazin haben.

Bilder: Euroforum / Handelsblatt (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Roaming statt eigene Expansion: Lösung für Ride-Sharing Plattformen von Splyt

Lokal führende Ride-Sharing Plattformen suchen meistens ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Möglichkeit, um in andere Länder und Märkte zu expandieren. So kann den Kunden eine bessere und globale User Experience gegeben werden und neue Wachstumsmärkte können erschlossen werden. Neben der Expansion auf eigene Faust, können Ride-Sharing Plattformen auch durch Mobility Roaming Partnerschaften expandieren. Das Startup Splyt entwickelt dafür eine technische Lösung.

Was ist Mobility Roaming?

Die meisten Leser werden Roaming im Zusammenhang mit Mobilfunk kennen. Laut Wikipedia “bezeichnet der Begriff Roaming (englisch für „herumwandern“, „streunen“ oder „herumstreifen“) die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Die Bezeichnung ist synonym mit der Handynutzung im Ausland, wo das eigene Heimnetzwerk nicht zur Verfügung steht.”

Ähnliches bietet Splyt für Mobility Service Provider. Die technische Lösung des Startups befähigt Nutzer einer Ride-Sharing Plattform, mit der bekannten App in einem anderen Ridesharing Netzwerk als seinem Heimnetzwerk Fahrten zu buchen und zu bezahlen.

Vorteile für die Partner Unternehmen

Splyt bietet eine technische Lösung, an die mehrere Ride-Sharing Plattformen und Mobility Anbieter angedockt sind. Der Vorteil für die teilnehmenden Plattformen ist, dass nur eine Partnerschaft mit Splyt gepflegt werden muss, um global präsent zu sein und nicht mit jeder einzelnen anderen Plattform. Das spart allen Beteiligten Zeit und Aufwand, vor allem bei der technischen Entwicklung und bei dem operativen Prozessen.

Durch das Mobility Roaming können die Nutzer einer lokalen Ride-Sharing App global einen Fahrservice buchen, ohne die bekannte App zu verlassen. So verringert sich das Risiko, dass ein Nutzer zu einem Wettbewerber wechselt.

Vorteile für die Nutzer 

Die Nutzer können durch die Roaming Lösung in einer fremden Stadt den aus der Heimat bekannten e-Hailing Dienst nutzen. Das ist vor allem komfortable, wenn man in eine Stadt mit Sprachbarrieren und komplexen Verkehrssystem reist. Es kann einfach die App genutzt werden, die man schon gewöhnt ist. Der Download von Apps und die Registrierung bei lokalen Anbietern entfällt. Die Splyt API ermöglicht auch, dass vor der Buchung der geschätzte Fahrpreis in der Währung aus dem Heimatland angezeigt wird.

Splyt baut im Moment ein Netzwerk aus e-Hailing Partnern auf. Die langfristige Vision geht dahin, dass auch andere Mobility Anbieter, wie Bike- oder Car Sharing Plattformen und Reiseanbieter mit eingebunden werden.

An dem Konzept interessiert ist auch die Ride-Sharing Plattformen. Didi Chuxing aus China. Didi ist zwar kein Kunde von Splyt, will aber den eigenen Nutzern die Buchung von Fahrten in Japan ermöglichen. Mit der Didi App können Fahrer des lokalen Anbieters Daiichi Koutsu gebucht und bezahlt werden. Seit Anfang des Jahres arbeiten auch Careem, Taxi Verts oder Wappa mit der Lösung von Splyt.

Update, 30.11.2017: Artikel wurde dahingehend berichtigt, dass die aktuellen Partnerschaften angegeben wurden.

Bild: Splyt (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Startups auf der TechCrunch Disrupt Berlin

In der kommenden Woche wird in der Event Location Arena Berlin das Tech-Event Disrupt Berlin 2017 stattfinden, organisiert von dem Technologie- und Startup-Magazin TechCrunch. Während der beiden Tage stehen auch Mobility Startups in Fokus. Welche Vorträge mit Mobility Focus interessant sein könnten und welche Mobilitätsstartups vertreten sind, ist hier zusammengefasst.

Vorträge und Diskussionen mit Mobility Startups

Gleich am Montag den 4. Dezember gibt MOIA Chef Ole Harms einen Einblick in die Fortschritte des VW-Unternehmens. Harms gibt Einblicke, was Volkswagen im letzten Jahr über Mobility Services gelernt hat, wie sich das Unternehmen im letzten Jahr entwickelt hat und was in Zukunft zu erwarten ist. Anscheinend soll auch eine erste Version des Fahrzeugs vorgestellt werden, das extra für den geplanten Shuttle Dienst entwickelt wurde.

Am Nachmittag beteiligt sich BlaBlaCar Gründer Frédéric Mazzella an einer Diskussion über die Entwicklung von Startup Investments in Paris vs. London. BlaBlaCar ist noch immer eins der am besten finanzierten französischen Startups und eines der europäischen Top-Unternehmen im Mobility Bereich.

Am zweiten Tag ist die Agenda mit Vorträgen und Diskussionen mit anderen Themen gespickt. Gegen Ende der Veranstaltung geben die Gründer von Parrot, Sky Futures und Uavia einen Einblick, wie Drohnen für kommerzielle Zwecke genutzt werden können.

Eine vollständige Agenda kann hier eingesehen werden.

Mobility Startups präsentieren sich auf der Startup Alley

Bisher sind auf der Startup Alley Website drei Startups aus dem Mobility Bereich gelistet, die ihre Produkte und Services präsentieren:

Chargery: Das Berliner Startup bietet einen mobilen Ladeservice für Anbieter von Elektroflotten.  Mit Batterie-Blocks ausgestattete Fahrradkuriere fahren nach einer on-damand Buchung zum Elektrofahrzeug ohne genügend Ladung und laden es auf. Carsharing Plattformen dürfte der Dienst interessieren.

SKART: SKART ist ein Motorrad mit Elektroantrieb. Eine Besonderheit des E-Motorrads ist der Rahmen. Eine Konstruktion, die fast ohne Verformen und Schweißen auskommt, ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Produktion.

Stark Mobility: Das Startup präsentiert ein Skateboard mit Elektroantrieb, das ohne Fernbedienung auskommen soll. Um das Produkt zu finanzieren, läuft auf Indigogo eine Crowdfunding Kampagne.

Bild: TechCrunch (alle Rechte vorbehalten)

Digitalisierung und autonomes Fahren: Daimler eröffnet neues Forschungszentrum

Der Automobilkonzern Daimler erweitert sein Forschungsnetzwerk um eine Mercedes-Benz Research & Development Center in Tel Aviv. Dort will sich der Konzern mit den tiefgreifenden technologischen Herausforderungen befassen, die Digitalisierung, autonomes Fahren, Sicherheit und Konnektivität mit sich bringen.

Digitalisierung: Schneller Innovationen identifizieren

Daimler hofft so, Innovationen und Kundenwünsche schneller identifizieren und implementieren zu können. Entwicklungsschwerpunkt des neuen Forschungszentrums werden Mobilitätsdienste und digitale Angebote für die Fahrzeuge sein. Dafür ist Israel ein geeignetes Pflaster, denn die Gründerszene vor Ort gilt als Hot Spot für Technologien, die den Mobilitätsbereich umkrempeln. Unter anderem sind die Dienste Waze und Via in Israel entstanden. Auch das Unternehmen Mobileye komm aus Israel.

Neue Mobilitätsdienstleistungen aus Tel Aviv

Ab 2018 werden rund 25 Fachleute für Daimler im neuen Digital Hub Tel Aviv an der Entwicklung von neuen Mobilitätsdienstleistungen arbeiten. Die Startup-Nation Israel gilt als einer der größten Talentpools der Welt, da sollt es für Daimler möglich sein, gute Leute zu finden.

Vernetzung mit israelischer Hightech-Community

Im Rahmen von Pilotprojekten sollen beispielsweise neue Kommunikationsschnittstellen zwischen Fahrer und Fahrzeug entwickelt und getestet werden. Darüber hinaus wird ein Netzwerk mit lokalen Partnern, Universitäten und Hightech-Unternehmen aufgebaut, um in Zusammenarbeit mit der israelischen Startup-Community verschiedene Technologien für das vernetzte Fahrzeug, wie beispielsweise biometrische Authentifizierung und Navigation, zu entwickeln.

Engagement bei The Bridge und Via

Daimler engagiert sich bereits mit einem Accelerator “The Bridge” in Israel. Einem Teil der teilnehmenden Startups wird die Möglichkeit gegeben, mit Daimler zusammenzuarbeiten. Außerdem wird erfolgreich mit dem Shuttle-Dienst Via zusammengearbeitet, der seine Wurzeln in Israel hat. Via hat mit Mercedes-Benz Vans ein Joint Venture geschlossen und Daimler Mobility Services hat sich als strategischer Investor an Via beteiligt.

Wie auch die anderen Automobilkonzerne, muss sich Daimler auf die Transformation der Automobilbranche vorbereiten. Bei Daimler geschieht das unter der Strategie CASE. Diese vier Buchstaben prägen für Daimler die Zukunft der Mobilität. Sie stehen für die Felder: Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric).

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Less: Neues Ride-Sharing Startup in Frankreich

In Frankreich entsteht mit Less ein neues Ride-Sharing Startup, da es vor allem auf Fahrten von Berufspendlern abgesehen hat. Mit einem ähnlichen Konzept ist schon BlaBlaCar mit BlaBlaLines unterwegs und auch Google mischt mit.

Das Unternehmen fokussiert sich auf die Kurzstrecke und mit der App will Less vor allem Berufspendler ansprechen, die regelmäßig von A nach B fahren müssen. Registrierte Fahrer werden mit Mitfahrern gematcht, die in die selbe Richtung unterwegs sind. Wenn der Fahrer einen Fahrgast mitnimmt, wird er dafür finanziell entlohnt.

Um schneller eine Nutzerbasis aufzubauen, bietet Less neben dem Ride-Sharing Produkt auch eine Navigations-Lösung an. Um aktuelle Daten für die Navigation zu sammeln und um die Zahl der aktiven Nutzer zu erhöhen, werden die Nutzer finanziell belohnt, wenn sie in Gebiete fahren, von denen keine aktuellen Navigations-Daten existieren. Zwischen 10 und 15 Cent pro Kilometer erhalten die Nutzer. Bisher ist das Startup nur im Großraum Paris aktiv, eine Ausweitung wird bestimmt bald folgen.

Finanziert wird Less von Index Ventures und Daphni. Insgesamt wurden 16 Mio € zur Verfügung gestellt.  Index Ventures gehört zu den Top-VCs und hat sich in Europa schon an mehreren Transportation-Startups beteiligt. Unter anderem gehören BlaBlaCar, Drivy und CityMapper zu den Beteiligungen.

Für BlaBlaCar scheint sich das Angebot für Pendler gut zu entwickeln. Nach anfänglichen Tests wurde das Ride-Sharing Angebot in mehreren Städten ausgerollt. In den USA bietet die Navigations-App Waze, die der Google Mutter Alphabet gehört, einen Mitfahrservice, der auf Pendler ausgerichtet ist.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Zirx startet als Stratim neu und bietet Services für Mobility Anbieter

Im vergangenen Jahr mussten amerikanische Valid Parking Dienste aufgeben, da das Geschäftsmodell nicht nachhaltig war. Neben dem Startup Luxe hat es unter anderem auch das Unternehmen Zirx erwischt. Luxe wurde in der Zwischenzeit von Volvo übernommen und Zirx startet als Stratim neu durch. Stratim bietet eine Plattform für Mobility Plattformen, mit der sie ihre Fahrzeuge managen können.

Zusammenarbeit mit Mobility Unternehmen

Stratim scheint gut angenommen zu werden, in den vergangenen Monaten hat das Startup mit 50 Unternehmen zusammengearbeitet. BMW, Ford oder General Motors haben die Dienste des Unternehmens genutzt, um die Carsharing und Shuttle Flotten zu warten und zu tanken.

Die Plattform will eine technische Lösung bieten, mit der die Flottenbetreiber die Fahrzeuge optimal warten und pflegen können, um so Kosten zu reduzieren und Effizienz zu steigern.

Technologie verwertet

Um den neuen Dienst anbieten zu können, verwertet Stratim die Reste von Zirx. Schon damals wurden Fahrzeuge getrackt und Extradienstleistungen, wie Wagenwäsche, Reparaturen und Auftanken angeboten. Die Technologie und Dienste werden jetzt Unternehmenskunden wie Carsharing-Anbietern und Shuttle-Diensten angeboten, damit sie ihre Flotten mobil halten können.

Der Shuttle Dienst Chariot nutzt Stratim zum Beispiel für das Auftanken der Fahrzeuge. Ford kann über den Marktplatz von Stratim anfordern, dass die Shuttle Fahrzeuge aufgetankt werden. Am Folgetag kommt dann ein Tankfahrzeug eines angeschlossenen Unternehmens vorbei und tankt die Chariot Busse. Über das Dashboard kann Ford dann tracken, wie viel Benzin die Fahrzeuge verbrauchen und wie hoch die Kosten dafür ausfallen. Mit dem Marktplatz wird auch die Transparenz bei Wartungsarbeiten und Reparaturen erhöht.

Die Mobility-Anbieter zahlen keine monatliche Gebühr, sondern nur bei Nutzung der Stratim Dienste. Für das Unternehmen scheint es sich zu lohnen, im ersten Quartal 2019 will man profitabel sein. Die Dienste werden in 20 Städten in den USA angeboten und die Nachfrage ist um das zehnfache gestiegen.

Steigender Bedarf in den nächsten Jahren

Der Bedarf an Diensten um Fahrzeugflotten mobil zu halten, wird in den kommenden Jahren steigen. Die Zahl der Carsharing und Shuttle Dienst Anbieter steigt und die Fahrzeuge müssen in einem guten Zustand gehalten werden. Auch autonome Autos, die in den kommenden Jahren auf den Fahrdienst-Plattformen eingesetzt werden, müssen in Schuss gehalten werden.

Bild: Stratim (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

Autovermietung: Drivy startet sein Angebot in Großbritannien – und stärkt damit seine Position als Marktführer in Europa

Die Autovermietung Drivy, mit 1,5 Millionen Nutzern der größte Marktplatz für Autovermietungen in Europa, startet heute mit seinem Carsharing-Service in London und stärkt damit seine europäische Marktführerschaft. Bis Ende 2018 ist zudem die Ausweitung des Angebots auf alle Großstädte in Großbritannien geplant. Dieser Schritt ist Teil der Expansionsstrategie des französisches Startups, die mit der letzten Finanzierungsrunde über 31 Millionen Euro realisiert wird. Damit ist Drivy derzeit in sechs europäischen Ländern – Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Belgien und Großbritannien – vertreten. In Deutschland wächst das Startup seit 2014 kontinuierlich: Allein in den letzten 12 Monaten hat sich die Nutzerzahl vervierfacht und die Zahl der Anmietungen verdoppelt. Beim Fahrzeugangebot konnte Drivy ein Plus von über 50 Prozent verzeichnen.

Shared Mobility in London wächst

Paulin Dementhon, Gründer und CEO von Drivy, kommentiert die Markteinführung wie folgt: „Die Londoner haben Shared Mobility bereits gut angenommen, sei es durch Auto-Clubs, Ride-Sharing oder Fahrradvermietungen. Wir freuen uns darauf, unser Win-Win-Modell, mit dem wir bereits in vielen anderen europäischen Städten erfolgreich wachsen konnten, nun auch in London anzubieten: Wir unterstützen Autobesitzer dabei, mit ihrem Fahrzeug Geld zu verdienen, wenn sie es selbst nicht benötigen und geben Autofahrern die Möglichkeit, ein Auto schnell, in der Nähe und zu einem günstigen Preis zu mieten.“

Autovermietung mit Fahrzeugen von privaten und gewerbliche Nutzern

Zahlreiche Londoner, sowohl private als auch gewerbliche Nutzer, sind vom Drivy-Angebot bereits überzeugt und haben ihr Fahrzeug auf der Plattform eingestellt. Innerhalb einer Woche nach Pre-Opening des Angebots in London standen bereits mehr als 100 Autos auf Drivy zur Verfügung. 30 von ihnen sind mit der exklusiven „Drivy Open“-Technologie ausgestattet. Sie ermöglicht es den Nutzern, das Fahrzeug bei der Anmietung über die Smartphone-App zu öffnen und die Übergabe des Autos selbstständig in wenigen Minuten durchzuführen. Auf diesen vielversprechenden Start will das Unternehmen nun zunächst aufbauen und ein schnelles Wachstum in London generieren, bevor im nächsten Schritt die landesweite Expansion folgt.

Vollständig Smartphone-basiertes Kundenerlebnis

Mit seinem Modell der Autovermietung – das auf dem Nachbarschaftsprinzip ohne Vermittlungsagentur beruht und ein vollständig Smartphone-basiertes Kundenerlebnis mit einer umfassenden Versicherung und Pannenhilfe bietet – gibt Drivy Menschen die Möglichkeit, ein Auto für einen kleinen Preis zu nutzen, die laufenden Kosten für ein eigenes Auto zu sparen und dabei die urbane Mobilität und Umwelt positiv zu beeinflussen. Dies sei seine langfristige Vision, erklärt Paulin Dementhon: „Drivy ist eine innovative Lösung, die den Alltag der Menschen erleichtert und gleichzeitig auf positive Weise zu mehr Nachhaltigkeit im urbanen Raum beiträgt. Eine intelligente Technologie erhöht die Nutzung von Shared-Mobility-Angeboten. Wir beobachten langsam einen kulturellen Wandel weg vom Autobesitz und hin zu mehr Zugang zu Mobilität nach Bedarf. Das treibt die Nachfrage nach Lösungen wie Drivy an – in London und anderswo.“

Seit seinem Markteintritt 2010 verfolgt Drivy mit seiner Autovermietung das Ziel, auf seiner Plattform ein konkurrenzloses Netzwerk an Fahrzeugen aufzubauen, um seinen langfristigen Anspruch zu erfüllen und an jeder Straßenecke einen Mietwagen zur Verfügung stellen zu können. Durch kontinuierliche Innovation und Expansion konnte Drivy jedes Jahr ein Wachstum von mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Das Unternehmen beschäftigt 100 Mitarbeiter in Paris, Berlin, Barcelona und London.

In London und Großbritannien trifft das Unternehmen auf mehrere Wettbewerber. Vor etwa einem Jahr ist das amerikanische Unternehmen Turo in Großbritannien gestartet, außerdem sind noch Anbieter wir HiyaCar und easyCar Club aktiv. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren das Angebot an Plattformen für die private Fahrzeugvermietung konsolidiert, bleibt abzuwarten, ob ähnliches in UK auch passieren wird.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Drivy