Archiv der Kategorie: Carsharing

BMW investiert in Carpooling-App Scoop

Über den Venture-Arm BMW iVentures beteiligt sich der Automobilkonzern aus München an Scoop Technologies aus Kalifornien. Scoop bietet einen Smartphone-basierten Mitfahrservice an. Im Fokus stehen Unternehmen, die einen Carpooling Service für die eigenen Mitarbeiter anbieten wollen. In en letzten Wochen hat es eine Flut von Investments der Automobilkonzerne in Mobilitätsstartups gegeben. Die Autokonzerne scheinen den Anschluss nicht verpassen zu wollen. Es setzt sich auch vermehrt die Meinung durch, dass immer mehr Konsumenten auf ein eigenes Auto verzichten und auf alternative Mobilitätslösungen zurückgreifen.

Wettstreit unter Automobilherstellern

In den letzten Jahren haben die etablierten Konzerne eher abwartend und ratlos reagiert und wussten nicht so recht, wie sie auf die neuen Herausforderungen reagieren sollen. Jetzt ist eine Art Wettstreit um Beteiligungen entbrannt. Die meisten Konzerne haben in den letzten Jahren gute Umsätze erzielt und sich ein finanzielles Polster aufgebaut, das sie jetzt investieren können.

Scoop verknüpft über die Smartphone App Nutzer, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und auch in der gleichen Region arbeiten. Scoop andressiert vor allem Unternehmen, deshalb ist dir Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Mitfahrer im gleichen Unternehmen arbeiten. Diese Personen können über Scoop Fahrgemeinschaften bilden und so effizienter und kostengünstiger den Weg zwischen Arbeit und Zuhause zurücklegen. Ein ähnliches Konzept bietet das Deutsche Startup flinc an, an dem unter anderem der GM Konzern beteiligt ist.

BMW bereits an mehreren Startups beteiligt

BMW hat in den letzten Jahren schon öfters in Mobilitätsstartups investiert. Erst kürzlich wurde das Investment in RideCell bekannt. Zusammen mit Sixt wird der Carsharing Dienst DriveNow angeboten. Der Konzern ist auch dem Fahrdienst Summon beteiligt. Die App für öffentlichen Nahverkehr Moovit gehört neben der Park-App Zirx ebenfalls zum Portfolio.

Erst in den letzten Wochen haben sich Volkswagen an Gett und Toyota an Uber beteiligt. General Motors hat sich Anfang des Jahres an Lyft beteiligt, die Reste von Sidecar übernommen und die Marke Maven für alle Carsharing-Dienste ins Leben gerufen. Der Daimler Konzern hat die Taxi-App MyTaxi übernommen und ist an Blacklane beteiligt.

Bild: Scoop (alle Rechte vorbehalten)

BMW ReachNow benennt neuen CEO für Carsharing-Bereich in den USA

BMW hat Steve Banfield als neuen CEO von BMW ReachNow eingestellt. ReachNow ist BMWs neues free-floating Carsharing Angebot, das im letzten Monat in Seattle gestartet ist. Steve Banfield ist davon begeistert, dass sich BMW nicht nur mit free-floating Carsharing beschäftigt, sondern auch über weitere Mobilitätsszenarios nachdenkt.

ReachNow ist mit DriveNow vergleichbar. Die verfügbaren Fahrzeuge können im Stadtgebiet angemietet und wieder abgestellt werden. Die Identifikation erfolgt über eine Mitgliedskarte, die Abrechnung minutengenau über die hinterlegte Kreditkarte. In Seattle stehen insgesamt 370 Fahrzeuge zur Verfügung, ein Mix aus 3er BMWs, MINI Coopers und elektrischen i3. Im ersten Monat haben sich bereits 13.000 Nutzer für den Dienst angemeldet, der Carsharing-Dienst scheint also gut angenommen zu werden.

BMW ReachNow nur der Anfang

Von Seattle aus soll das Angebot noch in diesem Jahr in anderen amerikanischen Städten ausgerollt werden. BMW hat eine Vision für ReachNow, die über Carsharing hinaus geht. Es soll ein Concierge Service gestartet werden, bei dem BMW das Fahrzeug vorbeibringt. Das spart die Suche nach einem freien Fahrzeug. Fahrzeugbesitzer sollen die Möglichkeit bekommen, ihr Fahrzeug über ReachNow vermieten zu können. Weiter in der Zukunft sollen auch selbstfahrende Autos zum Einsatz kommen. Das wird aber nicht vor 2021 der Fall sein.

Fahrdienst a la Uber und Lyft

Außerdem soll ein Fahrdienst a la Uber und Lyft gestartet werden, bei dem Leute Geld verdienen können, in dem sie andere Nutzer in den BMW ReachNow Fahrzeugen kutschieren. Dafür muss das Unternehmen seine Flotte stark vergrößern oder auch andere Fahrzeuge für den Service zulassen. Mit 300- 500 Fahrzeugen kann kein flächendeckender Fahrservice mit kurzen Anfahrtszeiten angeboten werden.

BMW versucht mit den neuen Mobilitätsangeboten seine Zukunft zu sichern. Die herkömmliche Automobilindustrie bekommt immer mehr den Druck von Neueinsteigern und Technologiekonzernen zu spüren. Der Automobilkonzern Daimler bietet mit Car2Go ein fast identisches Carsharing Modell an. Vor kurzem wurde angekündigt, dass auch viertürige Fahrzeuge, wie Mercedes A- und B-Klasse zur Car2Go Flotte hinzugefügt werden sollen. Andere Automobilhersteller, z.B. General Motors und Ford beteiligen sich an Mobilitäts-Startups oder starten eigene Projekte.

Bild: BMW AG (alle Rechte vorbehalten)

Drivy schließt neue Finanzierungsrunde über 31 Mio. Euro erfolgreich ab

Der Carsharing Marktplatz Drivy sammelt weitere 31 Mio. Euro von neuen und bestehenden Investoren ein. Neu eingestiegen sind Cathay Capital und Nokia Growht Partner. Die bestehenden Investoren Index Ventures, Via-ID und BPI Econtechnologies Fund beteiligen sich ebenfalls an der Runde. Drivy hat in den letzten Jahren schon Millionensummen eingesammelt. Bis heute sind insgesamt 47 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Mit der aktuellen Finanzierung sollen weitere europäische Märkte erschlossen werden und das Produkt weiter verbessert werden.

Das französische Unternehmen ist in Deuschland 2014 gestartet, im letzten Mai wurde die peer-to-peer Carsharing Plattform Autonetzer übernommen. So hat Drivy schnell eine kritische Masse an Fahrzeugen und Nutzern aufgebaut. Insgesamt sind 100.000 Nutzer und 5.000 Autos auf der Carsharing Plattform registriert.

Auf Produktseite liegt der Fokus vor allem auf Drivy Open. Mit dem neuen Feature können die Fahrzeuge per Smartphone geöffnet werden. Bisher mussten sich Fahrer und Autobesitzer persönlich treffen, um die Schlüsselübergabe zu regeln. Mit Drivy Open erübrigt sich dieser Schritt und es ist zu erwarten, dass noch mehr Nutzer von dem peer-to-peer Carsharing Konzept angezogen werden. Es wird eine separate Hardware in das Fahrzeug eingebaut, über die das Auto per Smartphone geöffnet werden kann. Berlin wurde als Testmarkt für die neue Technologie ausgewählt, bisher ist die Technik in 10% der in Berlin verfügbaren Fahrzeuge verbaut.

Carsharing entwickelt sich positiv

Neben dem privaten Carsharing befinden sich auch die kommerziellen Anbieter auf einem Wachstumskurs. Laut einer BCG Studie werden die kommerziellen Anbieter im Carsharing-Markt im Jahr 2012 einen Umsatz von 4.7 Milliarden Euro generieren. Der Großteil des Umsatzes wird in Europa generiert werden, voraussichtlich 2.1 Milliarden Euro pro Jahr. An zweiter Stelle folgt Asien mit 1.5 Milliarden Euro Umsatz, gefolgt von Nord-Amerika mit 1.1 Milliarden Umsatz. Laut Studie wird es im Jahr 2021 etwa 35 Millionen Carsharing-Nutzer geben, die pro Monat auf eine Fahrzeit von 1.5 Milliarden Minuten kommen. Jedes Carsharing Fahrzeug wird dabei im Schnitt zu 15% ausgelastet sein.

Über Drivy

Drivy ist der führende Marktplatz für Autovermietungen in Europa. Der Service ermöglicht es dem Nutzer Autos jederzeit in direkter Nähe anzumieten, egal ob ein Auto für einen Wochenendausflug gesucht wird, ein Geschäftstermin einen Wagen erfordert oder ein Umzug bevorsteht. Jede Anmietung ist umfassend über die Allianz  versichert. Mittlerweile kann die gesamte Anmietung, von Buchung bis zur Rückgabe des Autos, über das Smartphone abgewickelt werden.

2010 in Frankreich gegründet, operiert Drivy heute in Deutschland, Frankreich und Spanien. Europaweit hat Drivy 850.000 Nutzer und 36.000 Autos.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Autokauf oder Carsharing?

Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing. Auch die Redaktion von Netzsieger.de hat sich mit dieser Thematik beschäftigt und vor kurzem alle relevanten Infos in der abgebildeten Grafik zusammengefasst. Bereits 1,26 Millionen Autofahrer sind bei den verschiedenen Anbietern im Land registriert. Dieses Wachstum dürfte nicht zuletzt mit einer hohen Kundenzufriedenheit und der damit einhergehenden Mund-zu-Mund-Propaganda zu tun haben. Denn von 33 überprüften Carsharing-Anbietern erhielten lediglich drei die Note „ausreichend“. Demgegenüber wurde viermal mit „sehr gut“ bewertet. Alle übrigen Angebote erhielten die Note „gut“. Bewertet wurden dabei sowohl die Verfügbarkeit der Fahrzeuge als auch deren Ausstattung und Zustand. Außerdem wurden die vertraglichen Rahmenbedingungen einer genauen Prüfung unterzogen. Insofern erweisen sich die verschiedenen am Markt befindlichen Carsharing-Modelle sämtlich als tragfähig.

Nicht zuletzt eine Kostenfrage

Zwar spielt bei der Beteiligung an einem Carsharing bei vielen Menschen auch der Umweltgedanke eine Rolle. Vor allem aber geht es beim Teilen eines Autos darum, Kosten zu sparen. Finanztip.de hat errechnet, dass sich Carsharing generell bis zu einer jährlichen Fahrstrecke von 10.000 Kilometern lohnt. Wer längere Strecken zurücklegt, fährt im eigenen Wagen günstiger. Umgekehrt wird die Nutzung von Carsharing Angeboten im Vergleich umso günstiger, je weniger gefahren wird. Denn viele Fixkosten bleiben beim eigenen Wagen bestehen, selbst wenn er nicht bewegt wird. Wer einen neuen Golf kauft und damit rund 15.000 Kilometer im Jahr fährt, kommt durchschnittlich auf 107 Euro an reinen Betriebskosten. Die Gesamtkosten betragen demgegenüber aber 590 Euro. Grund hierfür ist vor allem der monatliche Wertverlust von 346 Euro. Hinzu kommen die anteiligen Kosten für Versicherung, Steuern, Reparaturen, Reifen sowie Inspektion und Wartung. Insofern geht es in Bezug auf die Entscheidung, Carsharing oder eigenen Wagen, vor allem darum, die Kosten realistisch miteinander zu vergleichen. Wer lediglich die Benzinkosten gegenrechnet betreibt Augenwischerei. Denn in den meist auf Zeitbasis berechneten Nutzungspauschalen sind die aufgezählten Fixkosten mit enthalten, die den Löwenanteil der tatsächlichen Kosten ausmachen.

Der Autokredit für Vielfahrer

Wer viel Auto fährt bzw. Auto fahren muss, kommt um ein eigenes Fahrzeug nicht herum. Neben den reinen Kosten für das Carsharing fallen dann nämlich auch die Zeitverluste durch das Abholen der Fahrzeuge ins Gewicht. Häufig ist es sinnvoll das eigene Auto über einen Kredit zu finanzieren. Gerade in Zeiten niedriger Leitzinsen gilt es hier aber, genau zu vergleichen. Die Redaktion von Netzsieger.de hat sich nicht nur mit Carsharing beschäftigt, sondern auch mit der Finanzierung von Fahrzeugen und hierfür eine nützliche Übersicht der besten Anbieter von Krediten für Autos erstellt. Außerdem wurden in einem Ratgeber unter dem Vergleich ebenfalls unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten wie z. B. der Ratenkredit oder der Ballonkredit erklärt. Die von Autohäusern angebotenen Null-Prozent-Finanzierungen sind oft wenig attraktiv. Grund hierfür ist, dass man gegenüber dem Autohaus als Barzahler auftritt, wenn der Kredit über eine Bank läuft. Entsprechend höher sind dann die möglichen Rabatte auf den Kaufpreis, weil die eigene Verhandlungsposition entsprechend stärker ist. Neben einem klassischen Ratenkredit ist hier auch der Abschluss eines so genannten Ballonkredits möglich, bei welchem nur niedrige Raten dafür aber eine hohe Abschlusszahlung zu leisten sind. Außerdem spielt, vor allem für Selbständige, weiterhin auch das Leasing eine zentrale Rolle bei der Finanzierung von neuen Fahrzeugen.

Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing.
Moderne Formen der Mobilität sind im Kommen. Kaum eines der neuen Konzepte ist dabei so erfolgreich wie das Carsharing.

Bild: Netzsieger.de

Daimler mit Moovel in USA und car2go in China

Zwei Nachrichten aus dem Hause Daimler. Daimler bemüht sich als Automobilkonzern im Bereich alternativer Mobilität zu etablieren. In den USA werden die Investitionen in RideScout und GlobeSherpa unter der schon hierzulande bekannten Marke Moovel gebündelt. In China startet die Daimler-Tochter Car2Go ein Carsharing-Angebot. Neben Daimler investieren auch die Konzerne Ford und General Motors in alternative Mobilitätsdienstleistungen.

Daimler bündelt RideScout und GlobeSherpa in Moovel

Daimler bündelt die beiden Startups RideScount und GlobeSherpa in Moovel North America. RideScout wurde von Daimler im Jahr 2014 übernommen. Das Unternehmen bietet den Nutzern ein App, mittels derer der schnellste Weg von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt wird. GlobeSherpa ist eine App für mobiles Ticketing für öffentliche Verkehrsmittel. Moovel soll global als führender Anbieter von alternativer Mobilität und alternativen Mobilitätslösungen aufgebaut werden. In Deutschland ist Moovel schon seit ein paar Jahren aktiv, konnte sich aber noch nicht richtig durchsetzen. Zu Moovel gehört auch der Taxi Dienst MyTaxi. (via Automobil Produktion)

Car2go startet in China

Mit 400 Smarts expandiert die Daimler-Tochter Car2Go nach China. In der chinesischen Großstadt Chongqing können seit heute die Carsharing-Fahrzeuge per App gebucht werden. Insgesamt sind 400 Fahrzeuge im Einsatz, die auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern verteilt sind. Bis Herbst soll die Flotte um weitere 200 Fahrzeuge aufgestockt werden. In China trägt die Marke den Zusatz JiXing. Auch in der 30-Millionen-Stadt Chongqing sind die Fahrzeuge im Free-Floating System unterwegs, sprich sie können im Stadtgebiet angemietet und einfach wieder abgestellt werden. Wenn das Experiment in Chongqing erfolgreich ist, sollen weitere chinesische Städte hinzukommen. Car2go ist somit in 32 Städten aktiv und betreibt eine Flotte von 14.400 Fahrzeugen. Über eine Millionen Kunden sind bereits registriert, Tendenz steigend. Konkurrent BMW verfügt bei seinem DriveNow bzw. ReachNow Angebot über 4000 Fahrzeuge und mehr als 500.000 Nutzer. Erst letzte Woche wurde der ReachNow Carsharing Service in de USA gestartet. (via Automobilwoche)

Bild: Car2Go von Open Grid Scheduler / Grid Engine (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW startet ReachNow Carsharing in Seattle

BMW hat in Seattle ein Carsharing Angebot mit dem Namen ReachNow gestartet. Insgesamt sind 370 Fahrzeuge verfügbar, darunter 3er BMWs, i3 Modelle und Mini Cooper Fahrzeuge. ReachNow ist als Free-Floating Carsharing konzipiert, sprich die Fahrzeuge können überall in der Stadt abgestellt und angemietet werden. Bezahlt wird pro Minute, für die Registrierung wird eine Gebühr fällig. Interessant ist, dass BMW für das Carsharing Angebot in USA einen neuen Markennamen gewählt hat und nicht an europäischen Marke DriveNow festhält. Wahrscheinlich ist der Grund dafür, dass BMW weitere Mobilitätsdienste unter der Marke in den USA anbieten möchte, die nicht auf fahrende Nutzer setzen.

ReachNow soll in weiteren Städten starten

ReachNow soll in den nächsten Monaten in weiteren amerikanischen Städten starten, in Seattle wird die Zentrale für den amerikanischen Markt angesiedelt sein. BMW kann sich weitere Mobilitäts- und Carsharing Services vorstellen. Unter anderem sollen Besitzer eines MINIs ihr Fahrzeug für Carsharing Nutzer anbieten können. BMW hat vor kurzem auf laut über einen Uber Konkurrenten nachgedacht, bei dem auch die eigenen Carsharing Fahrzeuge zum Einsatz kommen könnten.

In Seattle wird für ReachNow die Technologie des Startups RideCell genutzt. BMW beteiligt sich auch an der Series A Finanzierung von RideCell. Warum BMW nicht auf die Technologie von DriveNow setzt, ist nicht bekannt.  Eventuell wird die von RideCell entwickelte Technologie auch in den europäischen DriveNow Städten zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu DriveNow in Deutschland, können sich die Nutzer direkt über die App anmelden und auch den Führerschein verifizieren lassen.

BMW war schon mit DriveNow in San Francisco aktiv, der Service wurde aber eingestellt, da mit der Stadtverwaltung keine Einigung bezüglich der Parksituation erzielt werden konnte. Fahrzeuge durften nicht mehr kostenfrei auf öffentlichen Parkplätzten abgestellt werden. Ein ähnliches Problem hatte Konkurrent Car2go in London, weshalb sich das Unternehmen aus der Stadt zurückgezogen hat. Konkurrent Car2go ist ebenfalls in Seattle aktiv und kann eine gute Nachfrage vorweisen. Car2Go kann 75.000 Nutzer vorweisen, die sich seit dem Start 2012 registriert haben.

Bild: © Copyright BMW AG, München (Deutschland) (alle Rechte vorbehalten)

Juno will Uber das Wasser abgraben

Zwei Neuigkeiten aus dem Ridesharing und Carsharing Bereich: Peer-2-Peer Carsharing Startup TravelerCar sammelt 5 Mio. € ein, Juno plant in den USA eine neue Ridesharing Plattform und will Uber das Wasser abgraben.

Peer2Peer Carsharing Startup TravelerCar mit Finanzierung

Das französische Peer-2-Peer Carsharing Staruop TravelerCar hat eine Finanzierung in Höhe von 5 Mio. Euro eingesammelt. Im July 2014 hat das Unternehmen bereits 750.000 € an Seed-Finanzierung erhalten. Im letzten Jahr hat TravelerCar den Wettbewerber Carnomise übernommen, die Nutzerzahl ist durch die Übernahme auf 100.000 registrierte Nutzer gestiegen. Bis Ende des Jahres soll sich die Kundenzahl verfünffachen. TravelerCar fokussiert sich auf Fahrzeugbesitzer, die ihr Fahrzeug vermieten möchten, wenn sie auf Reisen sind. So sparen sie sich Parkgebühren am Flughafen oder an Bahnhöfen und können durch die Vermietung sogar Geld verdienen. Gemietet werden die Fahrzeuge von anderen Reisenden, die für ihren Aufenthalt ein Auto benötigen. TravelerCar tritt somit in Konkurrenz zu Autovermietern wie Sixt und Hertz. Peer-2-Peer Carsharing liegt in Frankreich im Trend. Der Anbieter Drivy ist ebenfalls in Frankreich gestartet und ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern aktiv. In Deutschland hat Drivy den lokalen Wettbewerber Autonetzer übernommen. In den USA ist FlightCar mit einem vergleichbaren Konzept wie TravelerCar unterwegs. (via Tech.eu)

Neues Ridesharing Startup Juno

Bisher agiert das Ridesharing Unternehmen Juno noch im Stealth-Mode. Anscheinend beschäftigt es aber schon mehr als 100 Mitarbeiter. Im Laufe des Frühjahrs soll in New York City der Ridesharing Service des Unternehmens gestartet werden.

Gegründet wurde Juno von Talmon Marco. Talmon Marco hat davor die Messaging-App Viber gegründet und für 900 Mio. US$ verkauft. Bisher finanziert Marco das Unternehmen anscheinend aus eigenen Mitteln. Das Unternehmen ist aber Anscheinend in Gesprächen mit weiteren Investoren, um 30 Mio. US$ aufzunehmen.

Juno soll im Vergleich zu Uber besser für die Fahrer sein. Das Unternehmen will nur 10% Gebühr vom Fahrpreis abziehen und die Fahrer am Unternehmen beteiligen. Die Fahrer, die ausschließlich für Juno arbeiten, werden festangestellt. Fahrer, die auch für andere Netzwerke arbeiten, sind als unabhängige Partner vertraglich gebunden. Beim Fahrerrecruiting konzentriert sich Juno auf die besten Uber und Lyft Fahrer. Nur Fahrer die bei der Konkurrenz eine Bewertung von mindestens 4.7 aus 5 Sternen haben, haben eine Chance bei dem neuen Ridesharing Dienst. Juno möchte sich über die Fahrerqualität von Unternehmen wie Uber und Lyft distanzieren.

Um an Daten zu gelangen, zahlt Juno im Moment 25 bis 50 US$ an Lyft und Uber Fahrer pro Woche, wenn sie die App installieren und während ihren normalen Touren laufen lassen. So erhält Juno wertvolle Informationen über Location, Verkehr und Geschwindigkeit der Fahrer. Ob diese Datenerhebung im Einklang mit den AGBs der von Uber und Lyft ist, ist fraglich. Juno möchte so weitere Fahrer gewinnen und bei Laune halten.

Talmon Marco hat keine Angst davor, in einen Markt einzusteigen, der schon jetzt gut besetzt ist. Die beiden Riesen Uber und Lyft teilen sich den größten Teil des amerikanischen Marktes. Außerdem sind noch Unternehmen wie Gett, Via, Flywheel, Arro, Way2Ride oder Curb aktiv. Ridesharing Startup Sidecar hat bereits die Segel gestrichen und die Taxi-App Hailo hat New York recht schnell wieder verlassen.

Bild: Juno (gojuno.com) (alle Rechte vorbehalten)

BMW denkt über eigenen Mitfahrdienst für Europa nach

Der Autokonzern BMW kann sich offensichtlich vorstellen, einen eigenen Mitfahrdienst für Europa zu starten. Laut Spiegel-Online-Informationen will BMW so sein Mobilitätsangebot rund um den Carsharing Dienst DriveNow erweitern. BMW geht davon aus, dass Uber einen zweiten Anlauf startet, um in Europa erfolgreich zu sein. Das Unternehmen will bis dahin gewappnet sein, um Uber nicht den Markt überlassen zu müssen.

Wie der Service im Detail aussehen könnte, ist nicht bekannt. Der Konzern möchte durch den Mitfahrservice die Auslastung der DriveNow Carsharing Fahrzeuge erhöhen. DriveNow wird in einem Joint Venture mit dem Autovermieter Sixt betrieben. Die Carsharing Fahrzeuge sind bisher in Deutschland, USA, Dänemark, Schweden, Großbritannien und Österreich im Einsatz. Am Abend und in der Nacht sind die die Carsharing-Fahrzeuge häufig ungenutzt. In dieser Zeit könnten die Fahrzeuge von Fahrern genutzt werden, die Ridesharing-Dienste anbieten wollen.  Studenten und selbstständige Fahrer könnte sich ein DriveNow mieten, um damit Kunden von A nach B fahren. Vor allem in den Nächten von Donnerstag bis Sonntag könnte das Angebot lukrativ sein.

Im letzten Jahr gab es bereits Gerüchte, dass BMW bei dem Hamburger Startup Wunder einsteigt. Wunder könnte für BMW der passende Partner sein, der die Software und die entsprechende IT-Infrastruktur für den Ridesharing Dienst entwickelt. Wunder wächst schnell in Osteuropäischen Städten und in Schwellenländern. Im letzten Jahr hat BMW nicht in Wunder investiert, dafür aber Konstantin Sixt. Ein alter Bekannter für BMW.

Immer mehr Autokonzerne investieren in alternative Mobilitätskonzepte. Der amerikanische Konzern GM hat sich mit 500 Mio. US$ am Ridesharing-Anbieter Lyft beteiligt. Daimler hat mytaxi übernommen und ist außerdem an Blacklane beteiligt. Ford weitert sein Carsharing Programm aus und experimentiert mit weiteren Mobilitätskonzepten.

Die Erfolgsgeschichte von Uber in Europa ist bisher durchwachsen. In Deutschland hat sich der Service aus den meisten Städten zurückgezogen und ist nur noch in München, Berlin und Frankfurt aktiv. In Frankreich und Großbritannien hat Uber mit Verboten für einzelne Angebote zu kämpfen.

Bild: BMW von Dushan Hanuska (bestimmte Rechte vorbehalten)

Ford erweitert Carsharing, Moovit mit DriveNow

Folgende drei Nachrichten aus dem Carsharing und innerstädtischem Mobilitätsbereich sind erwähnenswert: Ford erweitert sein Carsharing-Angebot. DriveNow wird in App für lokale Mobilität Moovit integriert. Parkservice App Luxe sammelt 50 Mio. US$ ein.

Ford und Deutsche Bahn erweitern Partnerschaft

Ford integriert das Carsharing Netzwerk Flinkster, das von der Deutschen Bahn betrieben wird, in die Mobilitätsplattform FordPass. Den Nutzern soll ein engmaschiges Carsharing Netz angeboten werden, das einfach zugänglich ist. Nutzer des Ford Carsharings haben durch die Integration Zugriff auf die 4.000 Fahrzeuge im Flinkster Netzwerk. Ford möchte durch die FordPass Plattform zum innovativen und modernen Fahrzeug- und Mobilitätsanbieter werden. FordPass bündelt unterschiedliche Dienstleistungen rund um Mobilität. Mittels Parkopedia können freie Parkplätze gefunden werden, mit mobilecity kann das Parktticket bezahlt oder die Parkdauer verlängert werden. Ford und die Deutsche Bahn arbeiten schon seit Sommer 2013 zusammen. Die Smartphone-Apps und die Technologie für das von Ford angebotene Ford Carsharing wurden von der DB Rent entwickelt. Im letzten Jahr hat Ford 14.000 Buchungsvorgänge verzeichnet und insgesamt wurden mehr als eine Millionen Kilometer zurückgelegt. Mit dieser Anzahl an Buchungen dürfte Ford einen der hinteren Plätzte im Carsharing Markt einnehmen. (via Presseportal)

On Demand Parken App Luxe sammelt 50 Mio. US$ ein

Die amerikanische on-demand Parking App Luxe könnte 50 Mio. US$ von Herz einsammeln und dabei mit 110 Mio. US$ bewertet werden. Herz könnte den Service für seinen Kunden nutzen, um einen on-demand Service für das Parken der Herz Mietautos anzubieten. Luxe bietet einen Service, bei dem ein Luxe Angestellter oder Partner die Fahrzeuge der Nutzer parkt und wieder zurück bringt. Entweder schließen die Kunden ein Abonnement ab oder zahlen pro Buchung. Der Service wird vor allem in amerikanischen Großstädten, wie Los Angeles, San Francisco oder New York angenommen. Diese Städte sind so überfüllt, dass es extrem schwierig und teuer für die Autofahrer ist, einen Parkplatz zu finden. (via Techcrunch)

Moovit kooperiert mit DriveNow

Die lokale Mobilitäts-App Moovit intergiert den Carsharing Service DriveNow von BMW und Sixt. Die verfügbaren Fahrzeuge von DriveNow werden nun als weitere Mobilitätsoption in Moovit angezeigt und lassen sich darüber reservieren. DriveNow kann über die Moovit App in London, Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf und Stockholm gebucht werden.  Moovit wird bereits von mehr als 35 Millionen Nutzer weltweit genutzt. Die App gibt Auskunft über Abfahrts- und Ankunftszeiten, Fahrplanänderungen sowie die Auslastung und Verspätungen von Bus, U-Bahn und Co. Außerdem erhalten Nutzer Schritt-für-Schritt den Weg zur nächsten Station bis hin zum Zielort und können verfügbare Fahrräder sowie Abstellplätze der Fahrradverleih-Services Call A Bike, dem Fahrradverleih von DB Rent und von nextbike einsehen. Moovit geht davon aus, dass die Nutzer das Carsharing-Angebot als zusätzliche Option zum öffentlichen Nahverkehr nutzen. Die Integration wird auch von BMW vorangetrieben worden sein. BMW ist an DriveNow beteiligt und finanziert über BMW iVentures das Startup Moovit. (via Moovit)

Bild: Moovit (alle Rechte vorbehalten)

Toyota beendet Scion wegen Uber, Ford mit on-demand Shuttle

Kurznachrichten: Automobilkonzerne merken Trendwende immer deutlicher: Toyota beendet Scion, die Marke für junge Kunden  wegen Uber und Co. Außerdem: Tesla stellt Model 3 am 31. März vor. Ford startet einen on-demand Service mit Shuttle-Bussen.

Toyota beendet Scion wegen Uber und Co.

Vor 12 Jahren hat Toyota die Marke Scion eingeführt, um der Generation Y Autos zu verkaufen. In der letzten Woche hat Toyota angekündigt, dass die Marke eingestellt wird.

Toyota begründet den Schritt damit, dass immer weniger Millennials, also Personen die in den 1980, 90er und 2000er Jahren geboren wurden, daran interessiert sind, ein eigenes Auto zu besitzen. Entweder haben diese Personen nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um sich ein Auto zu leisten. Viele der Millennials nutzen aber auch Ridesharing und Taxi Dienstleistungen wie Uber und Lyft und haben somit keinen Bedarf, ein eigenes Auto zu kaufen. Auch die steigende Verbreitung von Carsharing Anbietern sorgt dafür, dass immer mehr Personen auf ein eigenes Fahrzeug verzichten.

Am Anfang ist die Strategie von Toyota aufgegangen, im Jahr 2006 wurden 173.000 Scions verkauft. Letztendlich hat sich die Strategie als nicht erfolgreich erwiesen, im letzten Jahr gingen nur 56.167 Fahrzeuge über die Theke. Die bei Scion frei werdenden Ressourcen werden bei Lexus eingesetzt. (via Reuters)

Uber reduziert UberX Preise in München

Der amerikanische Fahrdienst-Anbieter Uber reduziert die Preise für den Service UberX um 20% in München. Die Taxifahrer sprechen von einem heftigen Angriff. Uber hat seine Preisreduzierung zeitlich gut angekündigt, denn die Taxi-Preise werden ab 1. März um fast 7% in München steigen. Uber begründet die Preisereduzierung mit den gesunkenen Benzinpreisen. Die Taxigenossenschaft wirft Uber vor, mit dem niedrigen Preisen den Markt zerstören zu wollen, um anschließend die Preise wieder anzuheben. Im Vergleich zu den vermittelten Taxifahrten dürften die bei Uber in München vermittelten Fahrten weiterhin sehr gering sein. Uber wird einen hohen Betrag investieren müssen, um den Taximarkt zu schwächen. (via Süddeutsche)

Tesla zeigt Model 3 im März

Am 31. März diesen Jahres wird Tesla sein neues Fahrzeug mit dem Namen Model 3 vorstellen. Das Model 3 soll das erste Elektroauto aus dem Hause Tesla sein, dass zu einem angemessenen Preis verkauft wird. Tesla will das Model 3 ab 2017 für 35.000 US$ verkaufen. Vor kurzem hat GM mit dem Bolt ein Fahrzeug präsentiert, das rein elektrisch angetrieben wird und für einen ähnlichen Preis verkauft wird. Für Tesla könnte das Model 3  der Durchbruch auf dem Massenmarkt bedeuten, wenn auch die Qualität stimmt. Durch staatliche Förderung und Zuschüsse könnte der Preis auf 25.000 US$ sinken. (via The Next Web)

Ford startet on-demand Busse

Der Automobilhersteller Ford startet in Kansas City einen Fahrservice mit Shuttle-Bussen. Ford kooperiert dabei mit dem Unternehmen Bridj, das die Technologie hinter der App entwickelt hat und der lokalen Verkehrsbehörde. Einwohner in Kansas City können per Knopfdruck über die Bridj Smartphone-App einen Shuttle ordern. Die Nutzer wählen in der App eine der vorgegebenen Zeiten und reservieren so einen Sitzplatz. Der Service wird bevorzugt in Gegenden angeboten, in denen der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut ist. Die Busfahrer sind bei den lokalen Verkehrsbetrieben angestellt und die Busse werden von der Stadt finanziert. Bei dem Projekt kooperieren erstmalig Behörden und Unternehmen in den USA, um den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Ford ist nicht der einzige Automobilhersteller, der versucht, mit Ridesharing Services neue Geschäftsfelder zu erschließen. Im letzten Monat hat GM den Start seiner Carsharing Plattform Maven angekündigt. Das Unternehmen hat sich auch an dem Mitfahrservice Lyft beteiligt. (via The Verge)

Google Autos sollen drahtlos geladen werden

Google hat bei der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Kommunikation (Federal Communications Commission) einen Antrag eingereicht, um eine Genehmigung für das drahtlose Laden seiner selbstfahrenden Autos zu erhalten. Bereits im letzten Jahr hat das New Yorker Startup HevoPower die Genehmigung erhalten, Ladestationen für drahtloses laden auf dem Firmengelände von Google in Mountain View zu installieren. Ein anderes Unternehmen, Momentum Dynamics, hat um Erlaubnis gebeten, drahtlose Ladestationen an einer Adresse zu installieren, die mit der geheimen Abteilung Google X in Verbindung gebracht wird. Google testet also zwei unterschiedliche Systeme. Zurzeit würden die Autobesitzer nur davon profitieren, wenn sie ihr Auto zuhause parken. Wenn Straßen mit den Transmittern ausgestattet werden, können die Autos auch während der Fahrt oder beim Warten an der Ampel aufgeladen werden. (via The Next Web)

Bild: Scion FR-S Tour von Moto „Club4AG“ Miwa (bestimmte Rechte vorbehalten)