Archiv der Kategorie: Carsharing

Opel und Deutsche Bahn beteiligen sich an Mitfahrplattform flinc

Opel geht einen weiteren Schritt Richtung Mobilitätsdienstleister und beteiligt sich an der Mitfahrplattform für Kurzstrecken flinc. Neben Opel investiert auch die Deutsche Bahn in das Mobilitäts-Startup.

Integration in Strategie für Mobilitätsdienstleistungen

Schon bei der Präsentation des Opel Carsharing Angebots CarUnity wurde mitgeteilt, dass flinc im kommenden Jahr in die Carsharing App integriert werden soll. Nun folgt das Investment in unbekannter Höhe. Das Investment von Opel wird über GM Ventures abgewickelt, die Beteiligungs-Sparte von General Motors.

Opel verspricht sich durch die Beteiligung einen wichtigen Technologie-Baustein für die Ausweitung an Mobilitätsdiensten in ganz Europa. Opel und flinc arbeiten schon seit März zusammen. Am Standort Rüsselsheim wurde im März eine interne Mitfahrzentrale für Opel-Mitarbeiter gegründet. Aktuell werden bei Opel monatlich 9.000 Fahrten über die App-basierte Plattform vermittelt. Das entspricht ca. 450 einfache Fahrten pro Werktag. Daraus kann man schließen, dass ca. 225 Angestellte den Mitfahrservice am Tag nutzten. Das sind 2% der Beschäftigten, denn in Rüsselsheim beschäftigt Opel ca. 13.000 Angestellte. Deutschlandweit hat das Unternehmen 250.000 Nutzer.

Bei CarUnity setzt Opel auf die Technologie des Peer-2-Peer Carsharing Anbieters Tamyca. Bleibt abzuwarten, ob Opel sich auch an Tamyca beteiligen oder das Startup übernehmen wird. Autonetzer.de, der Peer-2-Peer Marktführer in Deutschland ist vor kurzem für einen niedrigen Millionenbetrag von dem französischen Anbieter Drivy aufgekauft werden. 

Deutsche Bahn erhofft sich bessere Anbindungen im ländlichen Raum

Auch die Deutsche Bahn kooperiert bereits mit flinc. Im Schwarzwald hilft die Lösung von flinc der Bahn dabei, verschiedene Verkehrsmittel optimal zu verbinden. Wer als Nutzer sein Reiseziel und die gewünschte Reisezeit angibt, erhält ein passendes Angebot. Wenn keine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln angeboten werden kann, werden passende Mitfahrgelegenheiten angezeigt. Auch eine Mischung von öffentlichen Verkehrsmitteln und privaten Mitfarhgelegenheiten ist möglich. Die Bahn geht davon aus, dass mittels flinc eine bessere Tür-zu-Tür-Verbindung im ländlichen Raum angeboten werden können. Es sollen auch Kunden gewonnen werden, die sonst ausschließlich mit dem eigenen Auto unterwegs sind.

Über flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. flinc kooperiert unter anderem mit Navigon und Bosch Navigation, hier ist die Mitfahrzentrale in die Navigationssoftware integriert. Vorschläge und Fahrtanfragen können so live während der Fahrt empfangen werden und in die Routenplanung integriert werden. Des weiteren ist flinc auch bei DriveNow und BMW i integriert. Nutzer des Carsharing Angebots DriveNow können so auch flinc Anfragen annehmen. Für flinc Nutzer werden die DriveNow Fahrzeuge als Alternative angezeigt, sofern DriveNow in einer Stadt verfügbar ist.

Bild: flinc AG (alle Rechte vorbehalten)

Roller Sharing – Die Alternative für den Sommer

Neben den bekannten Carsharing Anbietern, starten auch Unternehmen, die Roller nach dem free floating Konzept verleihen. Ein Anbieter ist das Berliner Unternehmen eMio. Das Roller Sharing Startup  hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, beteiligt haben sich die IBB und zwei Privatinvestoren. Gerade in Sommer ist das Roller Sharing Angebot eine willkommene Alternative zum Carsharing. Meist ist das Angebot günstiger im Vergleich zum Carsharing. Der Fahrtwind sorgt für eine erfrischende Abwechslung.

150 Roller für die Stadt

Alle Roller sind rein elektrisch. In jedem Roller befinden sich zwei Helme und entsprechende Hygienehauben. Als Geschäftsgebiet wird die Fläche innerhalb des S-Bahn Rings angegeben. Auf der Fläche sind die 150 Roller Sharing Fahrzeuge verteilt. Das dürfte dazu führen, dass längere Laufwege in Kauf genommen werden müssen, um einen freien Roller zu finden. Die Reichweite eines Rollers wird bei ca. 100 km liegen, wenn man zu zweit unterwegs ist, reduziert sich die Reichweite. Sollte der Akku eines Rollers leer sein, kann der Nutzer einfach zu einem freien eMio Roller fahren und die Roller austauschen. eMio scheint Personal angestellt zu haben, die in der Stadt unterwegs sind, um die leeren Batterien gegen volle Akkus zu tauschen.

Abrechnung nach Minuten oder Kilometer

Die Abrechnung erfolgt minutenbasiert oder auf Basis der gefahrenen Kilometer. Für die Mietdauer werden die Preise nach beiden Kostenmodellen ausgerechnet und der günstigere Preis dann abgerechnet. Pro Minute fallen 19 ct. an, pro Kilometer werden 59 ct. in Rechnung gestellt. Für Parkminuten werden 5 ct. fällig, 3 Parkminuten sind jeweils inklusive. Nach Kilometern abgerechnet wird, wenn man durchschnittlich für einen Kilometer Fahrstrecke mehr als drei Minuten benötigt. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 19 Kmh. Die meisten Fahrten werden über den Minutentarif abgerechnet werden. Fahrer, die sich nicht trauen, sich durch den Verkehr zu schlängeln werden den kilometerbasierten Tarif bezahlen. Einen Roller zu mieten wird günstiger sein, als sich ein Carsharing Auto zu nehmen. Gerade im Sommer ist das eine attraktive Alternative.

Auch Angebote in München und Hamburg

Das Startup eMio ist bisher nur in Berlin aktiv. Aber auch in München und Hamburg gibt es Roller Sharing Angebote. In München bietet das Startup scoo.me einen ähnlichen Service an, in Hamburg Jaano. Bei scoo.me sind erst 13 Roller unterwegs, demnächst sollen es 30 werden.

Deutsche Elektroroller für USA

Auch außerhalb Deutschlands ist das Roller Sharing Konzept bereits auf dem Markt. Der weltgrößte Anbieter von free-floating Roller Sharing sitzt in den USA und heißt Scoot Networks. Der Service von Scoot ist in San Francisco nutzbar. Das Unternehmen setzt sogar auf deutsche Elektroroller. Insgesamt 150 Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen an die Westküste verschifft. Die Wahl ist auf Govecs gefallen, da das Unternehmen ab Werk die Roller nach Vorgaben des Sharing Anbieters fertigt. Der bislang erforderliche technische Umbau, um die Roller fit für das Sharing zu machen, ist damit obsolet. Die Govecs Roller nutzen das Smartphone des Nutzers als zentrales Steuerungselement. Sämtliche Buchungsschritte werden über die Scoot Networks App abgewickelt.  Zudem wird das Smartphone als Tacho und Navigationssystem genutzt, auch der Ladestand der Batterie wird angezeigt.

Bild: getmobility.de

Kurznachrichten: Mini Carsharing, Gewalt bei Uber Protesten

Diese Wochenende haben wir zwei Nachrichten aus dem Mobilitätsbereich. Mini möchte ein Ausstattungspaket anbieten, damit Privatfahrzeuge einfacher als Mini Carsharing Fahrzeuge genutzt werden können. Die Proteste der Taxi-Fahrer in Frankreich gegen Uber sind in der letzten Woche in Gewalt umgeschlagen.

Carsharing Zusatzausstattung bei MINI

MINI hat die Tage den neuen Mini Clubman vorgestellt. Für das Fahrzeug soll ein Ausstattungspaket angeboten werden, das den Besitzern erlaubt, das Fahrzeug ohne Schlüsselübergabe zu vermieten, wenn sie es nicht selber nutzen. Die entsprechend ausgestatteten Mini Carsharing Fahrzeuge werden dann in das DriveNow Netz eingebunden. Dabei ist davon auszugehen, dass die Fahrzeuge wieder zum ursprünglichen Standort zurück gebracht werden müssen und nicht irgendwo in Beitrittsgebiet stehen gelassen werden können. BMW versucht das free floating Carsharing mit dem stationsgebundenen Carsharing zu verbinden. Außerdem wird der Peer-2-Peer Gedanke mit dem einer separaten Flotte kombiniert. Das Mini Carsharing Ausstattungspaket soll ab 2016 in den USA verfügbar sein. Spannende Entwicklung, die hoffentlich auch in den deutschen DriveNow Städten umgesetzt wird. Wir sind davon ausgegangen, dass Opel ähnliches mit seinem CarUnity Carsharing Projekt anbieten wird. (via Motorauthority)

Taxi Proteste gegen Uber schlagen in Gewalt um

In Paris haben in der vergangenen Woche die Taxigewerkschaften zu Protesten gegen die Taxi-Alternative Uber aufgerufen. Die Proteste sind teilweise in Gewalt umgeschlagen. So wurden mehrere Fahrzeuge von Fahrern angezündet, die bei Uber unterwegs sind. Außerdem wurden Uber-Fahrer über die App ausfindig gemacht und von Taxifahrer gejagt und bedroht. Die Zufahrten zu den Flughäfen und Bahnhöfen wurden blockiert. Uber Fahrzeuge mit Fahrgästen wurde attackiert. Der Protest richtet sich vor allem gegen das Ridesharing Angebot UberPOP. Der Ridesharing-Service mit Fahrern ohne entsprechende Lizenzen und Versicherungen nUberPOP ist in Frankreich verbote, das Verbot wird aber nicht umgesetzt.

Die Autos, die in Brand gesetzt wurden, hatten teilweise ein deutsches Kennzeichen. So ist es auf Bilder zu sehen, die von den Medien verbreitet wurden. Das hat folgende Hintergrund: Die Chauffeure mieten sich hochwertige Fahrzeuge bei deutschen Autovermietungen an, um damit den Fahrservice in Paris anzubieten. Für die französischen Chauffeure und Unternehmen ist es günstiger, ein Fahrzeug der Ober- oder Luxusklasse bei Sixt, Europcar oder Herz in Deutschland anzumieten. Die Anmietung bei einer französischen Autovermietung oder das Leasing der Fahrzeuge wäre teurer.

Der französische Präsident Hollande will das Verbot von Uber nun durchsetzen. Bleibt Abzuwarten, wie sich die Situation in Frankreich weiterentwickelt. Uber dürfte sich auf der anderen Seite auch über kostenlose PR gefreut haben.

Bild: Sharing all over: Call a Bike & DriveNow von GriinBlog (bestimmte Rechte vorbehalten)

Opel Carsharing App CarUnity mit Privatautos gestartet

Die beiden Automobilkonzerne Opel und Ford steigen spät in den Carsharing Markt ein und setzten dabei auf Kooperationen. Opel arbeitet mit der Technologie von Tamyca und eine Integration von flinc soll später folgen. Der amerikanische Autobauer Ford hat ein Pilotprojekt mit Getaround gestartet. Ab heute ist das Peer-2-Peer Carsharing Angebot CarUnity von Opel für alle freigeschalten. Ford hat angekündigt, bis Ende des Jahres ein Pilotprojekt in einigen US Städten und London laufen zu lassen.

Peer-2-Peer statt free floating Carsharing

Mit ihren Ansätzen setzten beide Unternehmen auf den Peer-2-Peer Ansatz. Das heißt, dass die Fahrzeuge nicht extra von den Herstellern für die Carsharing-Zwecke bereitgestellt werden. Die Autos werden von Privatpersonen gestellt, die ihr Fahrzeug nicht dauerhaft benötigen. Jeder Fahrzeugbesitzer kann also sein Fahrzeug zur Verfügung stellen und damit Geld verdienen. Bei dem Angebot von Ford gibt es eine Einschränkung. Es dürfen nur Besitzer eines Fords ihr Auto zur Verfügung stellen, sofern es über den Ford Financial Service finanziert ist. Bei Opel Carsharing soll das Netzwerk für alle Fabrikate offen sein.

Geringe Kosten als Vorteil für Hersteller

Für die Automobilhersteller hat das Peer-2-Peer Modell den Vorteil, dass sie keine eigenen Fahrzeuge zur Verfügung stellen müssen. Das spart enorme Kosten. Konkurrenten BMW mit DriveNow und Daimler mit Car2Go setzen eigene Fahrzeuge ein und haben ganz schön mit den Kosten zu kämpfen. Das von Opel unterstützte free floating Konzept Spotcar hat vor ein paar Monate die Segel gestrichen. Die technologische Plattform von einem Unternehmen zu nutzten,  das bereits mehrere Jahre auf dem Markt ist, spart ebenfalls Kosten und ermöglicht eine schnelle Einführung der Dienstleistung. Im Fall von Opel wird die Plattform von Tamyca genutzt, Ford setzt auf Getaround.

Ein weitere Vorteil ist, dass schneller eine flächendeckende Abdeckung erreicht wird und Carsharing auch in kleineren Städten ermöglicht wird.

Peer-2-Peer ist weniger Flexibel

Dem gegenüber steht, dass die Flexibilität des Peer-2-Peer Modells eingeschränkt ist. Der Aufwand, der betrieben werden muss, um ein Fahrzeug anmieten zu können, ist bei einem Peer-2-Peer Modell wesentlich höher, als bei einem free floating Carsharing Angebot. Die Organisation der Schlüsselübergabe bei Anmietung und Abgabe, die Kosten für das Tanken usw. benötigen Zeit. Das dürften die Hauptgründe sein, warum Peer-2-Peer Angebote weniger beliebt sind. Außerdem werden diese Angebote mehr für längere Strecken genutzt.

Spätere Integration von Ridesharing-Dienst flinc

Opel räumt den Mobilitätsdienstleistungen einen höheren Stellenwert ein. Neben Carsharing soll auch Ridesharing über die CarUnity App angeboten werden. Die bereits bestehende Kooperation mit flinc soll ab 2016 ausgebaut werden. Über die Technologie von flinc soll auch die Buchung von Ridesharing-Fahrten über die App möglich sein. Schon jetzt kooperieren die beiden Unternehmen, bisher nur am Standort Rüsselsheim.

Welchen Vorteil hat Opel?

Opel startet durch das Carsharing sein Portfolio an Mobilitätsdienstleistungen. Langfristig ist aber unklar, wie Opel davon profitieren möchte. Der Fokus sollte aus Herstellersicht darauf liegen, die eigenen Fahrzeuge zu vermarkten. Anzunehmen ist, das Opel die Fahrzeuge aus eigenem Hause technologisch so ausstattet, dass sie per App zu öffnen sind. Das hätte einen Vorteil gegenüber den anderen Fabrikaten und würde die Vermiet-Wahrscheinlichkeit der Opel Autos erhöhen. Eine ähnliche Dienstleistung wie CarUnity bietet das französische Startup Drivy an, das vor ein paar Wochen den deutschen Marktführer Autonetzer übernommen hat.

Bild: CarUnity von Opel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Opel Carsharing startet, Strategie von UberChina

Kurznachrichten: Automobilhersteller startet Opel Carsharing Programm. Der amerikanische Fahrdienst-Anbieter Uber sammelt 1 Milliarde US$ für China ein.

CarUnity Peer-2-Peer Carsharing von Opel

Am 24. Juni will Opel sein Carsharing Angebot CarUnity vorstellen. Bei CarUnity soll es sich um eine Carsharing Plattform handeln, bei dem Privatleute ihre Autos an andere vermieten können. Bis zum 24. Juni dürfen die 20.000 Opel-Mitarbeiter das Angebot testen, danach ist es für jedermann offen. Anders als BMW und Car2Go setzt Opel Carsharing nicht auf eine eigene Fahrzeugflotte, die ausschließlich für Carsharing-Zwecke bereitsteht. Es entsteht eine Plattform, über die Privatleute ihre Fahrzeuge an andere vermieten können. Wahrscheinlich werden die neuen Opel-Fahrzeuge mit moderner Technik ausgestattet, damit sich die Fahrzeuge ohne persönliche Schlüsselübergabe anmieten lassen können. Somit würden Opel-Fahrzeuge einen Vorteil im Vergleich zu den anderen Marken haben, da sie sich einfach mit dem Smartphone öffnen lassen können.

Bisher wird der deutsche Markt von gewerblichen free-floating Angeboten dominiert. DriveNow von BMW und car2go von Daimler haben die größten Marktanteile in Deutschland. Peer-2-Peer Angebote existieren ebenfalls, haben aber noch nicht den großen Stellenwert. Das mag auch daran liegen, dass sich free-floating Angebote für spontane kurze Fahrten eignen und Peer-2-Peer Angebote eher für längeren Fahrten.

Mit einem ähnlichen Konzept wie Opel Carsharing ist der französische Anbieter Drivy auf dem Markt. Das Unternehmen hat sich erst vor wenigen Tagen mit der deutschen Carsharing Plattform autonetzer.de zusammengeschlossen und bietet einen Pool von 11.000 Fahrzeugen.
Opel hat in der Vergangenheit ein Carsharing Projekt in Berlin unterstützt. Spotcar, ein free-floating Angebot mit Opel Adam Autos war Teil der Umparken im Kopf Kampagne. Recht erfolgreich war das Angebot nicht. Nach etwa einem Jahr auf dem Markt wurde das Angebot wieder eingestellt. Grund dafür dürfte die kilometerbasierte Abrechnung gewesen sein. (via Spiegel Online)

Uber will Milliarde US$ in China investieren

Für Ridesharing-Anbieter Uber soll China bis Ende des Jahres das Land mit den meisten Fahrten sein. China soll dann größer als der Markt in USA sein. In einem Brief, der von CEO Travis Kalanick an die Investoren geschickt wurde, wir die Strategie dargelegt, wie das Ziel erreicht werden soll. Uber will 1 Milliarde US$ investieren und damit 50 neue Städte erschließen. Kalanick überwacht das Wachstum in China persönlich. Für das internationale Team von Uber hat China die höchste Priorität. Das einmalige Produkt und die Exzellenz in der operativen Umsetzung ermöglichen es Uber, schneller zu wachsen, als die Konkurrenz. Der Fokus soll auf dem Peer-2-Peer Modell liegen und nicht auf der Vermittlung von Taxi-Fahrten. Bei dem Peer-2-Peer Modell werden die Nutzer von Privatfahrern chauffiert, die meist keine Lizenzen für eine gewerbliche Beförderung besitzen und ihr Privatfahrzeug einsetzen. Mit diesem Modell ist Uber zum Marktführer in den USA und weiteren internationalen Märkten aufgestiegen.

Bisher ist das Unternehmen in 11 chinesischen Städten aktiv. Anscheinend werden über Uber täglich 1 Mio. Fahrten abgewickelt. Uber müsste demnach extrem gewachsen sein, denn im Dezember 2014 hat das Ridesharing Unternehmen 1 Mio. Fahrten weltweit abgewickelt. In den Städten Guangzhou, Hangzhou und Chengdu werden laut Unternehmensangaben mehr Fahrten pro Tag abgewickelt, als in New York. In Hangzhou werden jede Woche 200.000 neue Nutzer gewonnen. Die Fahrtanfragen sind seit Jahresbeginn monatlich um 100 % gewachsen. (via TechCrunch)

Bild: Opel von John Lloyd (bestimmte Rechte vorbehalten)

Flinkster und car2go legen Carsharing-Flotte zusammen

Die Carsharing-Angebote von Flinkster und car2go werden verknüpft. Den Nutzern stehen somit 7.000 Fahrzeuge deutschlandweit zur Verfügung. Die Deutsche Bahn betreibt mit Flinkster eine vorwiegend stationsgebundene Carsharing Plattform, car2go bietet hauptsächlich einen free-floating Carsharing Dienst an.

7.000 Flinkster und car2go Fahrzeuge in 100 Städten

Die fast  7.000 Fahrzeuge setzen sich aus 3550 Car2go Fahrzeugen und 3300 Flinkster Fahrzeugen zusammen. Das Angebot von Flinkster ist auf etwa 100 Städte verteilt, die Fahrzeuge von car2go auf sechs Städte. Über die Moovel Plattform von Daimler können die Fahrzeuge beider Anbieter angemietet werden. Für car2go Kunden ist keine Registrierung bei Flinkster notwendig, um die Fahrzeuge nutzen zu können. Für Flinkster-Nutzer gilt das selbe, wenn sie car2go Fahrzeuge anmieten möchten.

Die Kooperation wurde bereits Anfang 2014 angekündigt und sollte ursprünglich Mitte 2014 starten. Die Zusammenarbeit startet also mit einem Jahr Verspätung.

Kooperation für beide Seiten sinnvoll

Allgemein macht die Kooperation von Flinkster und car2go für beide Seiten Sinn. Die Flinkster Kunden haben ohne zusätzlichen Registrierungsaufwand eine Alternative für spontane Fahrten. Car2go Kunden können sich über eine preisgünstige Alternative für längere Anmietungen und auch über geräumigere Fahrzeuge freuen.

Wird car2go Black weiter ausgebaut?

Nach der Kooperation stellt sich die Frage, was mit dem stationsbasierten Carsharing Angebot car2go Black geschieht. Bei car2go black müssen die Carsharing Fahrzeuge ebenfalls an einer Station abgeholt und an der selbigen wieder zurückgebracht werden. Das Angebot dürfte auf die gleiche Kundengruppe wie Flinkster abzielen, ist aber deutlich teurer. Für Flinkster werden um die 6.00 € pro Stunde fällig, bei car2g black 14.90 € pro Stunde. Für car2go Kunden ist es also durchaus attraktiv auf Flinkster umzusteigen, wenn ein Fahrzeug für eine längere Strecke benötigt wird.

Auch Drivy und Autonetzer schließen sich zusammen

Die Kooperation von Flinkster und car2go ist nicht die einzige Bewegung im Carsharing Bereich. Vor ein paar Tagen hat das französische Startup Drivy angekündigt, dass der deutsche Mitbewerber Autonetzer übernommen wird. Beide Unternehmen betreiben eine Carsharing Plattform, auf der Autobesitzer privat ihre Fahrzeuge an registrierte Nutzer vermieten können. Drivy steigt damit zum europäischen Marktführer für Autovermietungen zwischen Privatpersonen auf. Insgesamt haben 500.000 registrierte Nutzer Zugriff auf 26.000 Fahrzeuge.

Bild: Car2Go Warm Up von Atomic Taco (bestimmte Rechte vorbehalten)

CleverShuttle will demnächst mit Mitfahr-Konzept starten

In den nächsten Monaten will laut Webseite das Startup CleverShuttle.de an den Start gehen. CleverShuttle will einen Fahrservice für günstige Fahrten von A nach B anbieten, in dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. Unterstütz wird das Ridesharing Startup anscheinend von der Deutschen Bahn.

Fahrgäste teilen sich das Fahrzeug

Das Konzept ist ähnlich wie bei UberPool, Lyft Line und Sidecar Shared Rides. Mehrere Fahrgäste, die mehr oder weniger auf der gleichen Strecke unterwegs sein wollen, werden gebündelt und teilen sich ein Auto. Die Bündelung der Fahrgäste soll dabei ein cleverer Optimierungsalgorithmus übernehmen. Die Fahrgäste werden nacheinander eingesammelt und entsprechend ihrem Zielort wieder abgeliefert. Die Fahrgäste nehmen dadurch einen kleinen Umweg in Kauf, sparen im Gegenzug aber bei den Fahrtkosten.

Fahren zum Festpreis

Laut CleverShuttle AGBs fahren die Fahrgäste zu einem Festpreis und der Fahrpreis orientiert sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs. Die Kunden fahren also fast umsonst von A nach B. Der Fahrpreis gilt unabhängig davon, ob eine Fahrgemeinschaft zustande kommt, oder nicht. Bezahlt werden kann anscheinend direkt beim Fahrer oder über die hinterlegte Kreditkarte. Da sich der Fahrpreis an den Betriebskosten orientiert, handelt es sich bei dem Angebot um keine gewerbliche Personenbeförderung. Die Fahren benötigen also keinen Personenbeförderungsschein und die Fahrzeuge müssen nicht konzessioniert sein.

Nach einer Testphase soll sich das ändern und es sollen professionelle Fahrer mit P-Schein und konzessioniertem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Unter den Voraussetzungen werden sich auch die Preise erhöhen. Die Preise müssen aber dauerhaft weit unter Taxi-Niveau bleiben, damit der Service attraktiv ist.

Genügend Fahrgäste für Bündelung?

Uber, Lyft und Sidecar haben den Pooling-Service erst nach ein paar Jahren nach Marktstart eingeführt. Grund dafür ist, dass viele registrierte und aktive Kunden nötig sind, um sinnvolle Bündelungen der Fahrgäste ohne lange Wartezeiten und Umwege realisieren zu können. Es wird auch eine hohe Zahl an Fahrern benötigt, um genügend Liquidität in der Stadt zu haben. Auch werden die amerikanischen Ridesharing-Unternehmen nicht von Anfang an in der Lage gewesen sein, die komplexen technischen Herausforderungen zu meistern, die bei einem Pooling-Service auftreten. Einen Artikel über die technischen und konzeptionellen Herausforderungen von einem Fahrservice wie CleverShuttle kann hier gelesen werden. Ein Fahrservice, bei dem  sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, wird als BHAG bezeichnet – also „big hairy audacious goal“ oder auf Deutsch großes, schwieriges, ehrgeiziges Ziel.

100% Elektrofahrzeuge – ist das machbar?

Eingesetzt werden sollen elektrische Fahrzeuge, um einen umweltfreundlichen Service anbieten zu können. Welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen, wird noch nicht verraten. Auf dem Markt sind zur Zeit auch noch keine preisgünstigen Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite verfügbar. Teslas werden auf Grund der hohen Anschaffungskosten nicht in Frage kommen. Günstige Elektrofahrzeuge wie ein Citroen C-Zero werden nicht in Frage kommen, da die Reichweite mit ca. 100 km pro Batterieladung viel zu gering ist, um wirtschaftlich sinnvoll arbeiten zu können.

Es ist anzunehmen, dass CleverShuttle die Fahrzeuge besitzen wird. Diese  auf der einen Seite dauerhaft auszulasten und auf der anderen Seite Nachfrage-Peaks abzudecken, wird eine Herausforderung sein.

Fazit: Bei CleverShuttle handelt es sich um ein äußerst interessantes Projekt. Einige Details scheinen noch nicht ganz durchdacht zu sein. Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, die marktführende Unternehmen wie Lyft und Uber noch nicht gemeistert haben.

Ob deutsche Städte ideal für einen Start des Services sind, wird sich herausstellen. Eventuell würde es mehr Sinn ergeben, Städte wie Paris, London, New York etc. zu nehmen, da dort der Bedarf höher ist und schneller Nutzer gewonnen werden können. Bleibt abzuwarten, wie sich CleverShuttle etabliert und wie lange das Konzept Bestand hat. Eventuell kann die Beziehung zur Deutschen Bahn von Vorteil sein, wenn es darum geht, in kurzer Zeit Reichweite zu erzeugen.

Bild: Carpooling West Montreal von Kyle Taylor (bestimmte Rechte vorbehalten)

Peer-to-Peer Carsharing Markt konsolidiert sich

Autonetzer.de, der deutsche Marktplatz für Autovermietungen von privat zu privat geht an den französischen Mitbewerber Drivy. Wir hatten schon mehrmals über die peer-to-peer Carsharing Plattform berichtet, unter anderem über den Deutschland-Start und diverse Finanzierungsrunden. Was sich Drivy die Übernahme hat Kosten lassen, ist nicht bekannt.

11.000 Autos auf Drivy

Die beiden Plattformen werden zum 10. Juni 2015 zusammengelegt. Auf der Plattform stehen den Nutzern dann 11.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Da Drivy seit Start nur einige hundert Fahrzeugbesitzer überzeugen konnte, ihr Auto zu vermieten, kommt der Großteil der Flotte von Autonetzer. Leider wird nicht kommuniziert, welcher Anteil der Fahrzeuge regelmäßig vermietet wird und wie viele der 100.000 registrierten Nutzer aktiv sind. Drivy erkauft sich durch die Übernahme eine deutschlandweite Präsenz, die erweitert werden kann. Die Fahrzeuge sind alle auf Drivy umgestellt, die Nutzer können dann nur noch über Drivy.de ein Fahrzeuge mieten. Trotzdem hat das Peer-2-Peer Carsharing Startup ehrgeizige Ziele. Die Zahl der Kunden soll sich bis Ende 2016 auf 200.000 verdoppeln.

Französische Mobilitäts Startups übernehmen

Autonetzer hat sich erst vor kurzem mit dem Berliner Anbieter Nachbarschaftsauto zusammengeschlossen. Einziger ernstzunehmender Wettbewerber in Deutschland ist nach dem Zusammenschluss Tamyca aus Aachen. Drivy ist bereits das zweite französischen Shared Mobility Startup, das sich dieses Jahr einen deutschen Wettbewerber einverleibt und so zum Marktführer in Deutschland aufsteigt. Der Marktplatz für Mitfahrgelegeneheiten BlaBlaCar hat den deutschen Anbieter Mitfahrgelegenheit.de übernommen.

Über Drivy

Drivy ist eine peer-to-peer Carsharing Plattform, über die Autobesitzer ihre privaten Fahrzeuge vermieten können. Anders als bei den gewerblichen free floating Anbieter werden Personen angesprochen, die auf klassische Autovermieter wie Sixt und Europcar setzen. Drivy ist im November 2014 in Berlin gestartet, im Juli diesen Jahres soll der Service in Spanien an den Start gehen. Gegen Ende des Jahres soll ein weiteres Land folgen. Finanziert wird Drivy durch Index Ventures und Alven Capital, insgesamt sin 16 Mio. € in Drivy geflossen.
Bild: DRIVY.DE – Photos: Stefan Wieland  (alle Rechte vorbehalten)

Spotcar Carsharing schließt abrupt die Pforten

Im letzten Jahr haben wir schon mal über den damaligen Neuling im Carsharing Markt Spotcar berichtet. In Berlin ist das Unternehmen mit einem kilometerbasiertem Tarif und der Unterstützung von Opel gestartet. Das Angebot war damals ein Teil der Umparken im Kopf Werbekampagne von Opel. Nun wird der Carsharing Dienst spontan beendet.

Sehr kurzfristiges Ende

Gestern Nachmittag wurde eine E-Mail an die registrierten Nutzer geschickt, dass der Service um 17:00 Uhr am gleichen Tag eingestellt wird. Über die Gründe für die Beendigung des Services wurde nichts mitgeteilt. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens wurde angekündigt, dass in den nächsten Tagen weitere Informationen veröffentlicht werden sollen, warum der Service geschlossen wurde. Das der Carsharing Service beendet wird, steht anscheinend schon länger fest. Auf Facebook lassen sich zumindest einige Kommentare dazu finden. Fraglich ist, warum das Unternehmen  erst so spät seinen Nutzern kommuniziert hat, das sie den Dienst nicht mehr nutzen können.

Günstiges Carsharing in Stoßzeiten, schlecht fürs Geschäft

Es ist anzunehmen, das Carsharing Angebote häufig in den täglichen Stoßzeiten genutzt wird, z.B. für den Weg zur Arbeit oder wieder zurück. In diesen Zeiten ist die kilometerbasierte Abrechnung von Vorteil für den Nutzer, da nicht für die Wartezeit im Berufsverkehr bezahlt wird. So kommen Mietpreise zustande, die mehr als 20% günstiger im Vergleich zu car2go oder DriveNow sind und das in der Zeit, in der die Nachfrage am größten sein wird. Das dürfte sich im Nachhinein als schlechte Idee herausgestellt haben.

Um schwarze Zahlen zu schreiben, hätten die Fahrzeuge 8-10 Mal pro Tag genutzt werden müssen. Dieses Ziel wurde anscheinend nicht erreicht.

Weitere Gründe fürs Scheitern

Es ist davon auszugehen, dass dem Unternehmen die finanziellen Mittel ausgegangen sind und das durch die kilometerbasierte Abrechnung nicht genügend Umsatz generiert wurde. Wahrscheinlich hatte das Unternehmen von Anfang an nicht genügend Finanzierung, um genügend Fahrzeuge anzuschaffen, um eine Stadt wie Berlin abzudecken. Das relativ kleine Gebiet und die geringe Fahrzeugdichte dürfte zu einem Nutzerwachstum geführt haben, das hinter den Erwartungen geblieben ist.

Über Spotcar Carsharing

Spotcar hat sein Carsharing Angebot im Frühsommer letzten Jahres gestartet. Als Fahrzeuge waren Opel Adams im Einsatz, teilweise bis zu 300 Stück. Der größte Unterschied zu den anderen free-floating Angeboten, wie DriveNow und Car2go war, dass die Fahrten nicht minutenweise, sondern kilometerbasiert abgerechnet wurden. Spotcar wurde von Michal Schmidt und Benjamin Krüger gegründet.

Bild von daniel zimmel (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Drivy deutschlandweit, Tesla mit Batteriespeicher für zuhause

Kurznachrichten: Der amerikanische Autobauer Tesla will nicht nur Elektroautos produzieren, sondern wird dieses Jahr auch einen Tesla Batteriespeicher für zuhause anbieten. Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service jetzt deutschlandweit an.

Drivy Carsharing deutschlandweit

Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service, bei dem Autos von Privatpersonen vermietet werden deutschlandweit an. Wie berichtet, ist Drivy im November 2014 in Berlin gestartet, darauf folgte der Start in Hamburg, München und Köln. Auf der Plattform sind laut Drivy schon mehr als 1.000 Fahrzeuge zu finden. Drivy arbeitet mit der Allianz Versicherung zusammen, um den Vermietzeitraum abzusichern.  Mit der bisherigen Entwicklung in Deutschland zeigt sich das französische Unternehmen zufrieden. Deutsche Konkurrenten sind die Unternehmen Tamyca und Autonetzter. Autonetzer verfügt nach der Fusion mit Nachbarschaftsauto etwa über 10.000 Fahrzeuge.

Tesla Batteriespeicher für zuhause

Lange wurde darüber spekuliert, welches Produkt Tesla zusätzlich auf den Markt bring. Letzten Donnerstag hat Elon Musk den Tesla Batteriespeicher für zuhause vorgestellt. Für ca. 3.500 € können sich Hausbesitzer eine 10 kWh Batterie zulegen. Hat der Hausbesitzer eine Solaranlage auf dem Dach, kann er die überschüssige Energie zwischen speichern und bei Bedarf nutzen. Die gespeicherte Energie kann auch wieder ins Netz eingespeist werden und der Hausbesitzers kann sich dafür bezahlen lassen. Das Netz an Batterien kann auch dazu genutzt werden, eine Stromreserve aufzubauen. Diese Reserve kann genutzt werden, wenn der Strom von großen Kraftwerken nicht mehr ausreicht. Der Markt für Batteriespeicher wächst schnell. Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei 200 Mio. US$ im Jahr 2017 sollen es 2 Milliarden US$ jährlich sein. Die Powerwalls genannten Energiepacks können auch gekoppelt werden, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Partner für das Tesla Energy Projekt wird anscheinend das deutsche Unternehmen Lichtblick. Produziert werden die Batterien zukünftig in der GigaFactory. (via Süddeutsche)

Bild: Elon Musk describing the Tesla Gigafactory von Steve Jurvetson (bestimmte Rechte vorbehalten)