Archiv der Kategorie: Carsharing

Taxi und Transport Apps für Apple Watch

Seit gestern wird die Apple Watch Smartwatch offiziell ausgeliefert, bzw. kann in einigen Shops gekauft werden. Einige Mobilitäts-Apps und Fahrservices haben bereits darauf reagiert und Funktionalitäten für die Apple Watch hinzugefügt. Hier ist eine Auflistung einiger Apps aus dem Transport und Taxi Bereich, die auf der Apple Watch genutzt werden können .

Taxi App MyTaxi

Die MyTaxi App ist schon Apple Watch kompatibel. Öffnet man die App auf der Uhr, wird der eigene Standort angezeigt. Mit einem Tap auf Bestellen, wird ein verfügbares Taxi angefragt. Auf der Uhr sieht der Nutzer dann auch, wenn der Taxi-Fahrer angekommen ist.

Fahrdienst Uber

Die Uber App war schon ein Teil der Präsentation, als die Watch von Apple offiziell vorgestellt wurde. Ähnlich wie bei MyTaxi kann ein Fahrzeug mit Chauffeur mit einem Klick bestellt werden. Der Fahrgast sieht, wie lange es dauert, bis das Fahrzeug da ist. Infos über den Fahrer und das Fahrzeug werden ebenfalls über die Apple Watch angezeigt. Die abgeschlossene Fahrt kann über die Watch bewertet werden.

Ally (ehemals Allryder)

Aus Allryder wird Ally. interessanterweise schon die zweite Namensänderung innerhalb von 2 Jahren. Gestartet ist die App mit dem Namen Waymate, im letzten Jahr wurde sie in Allryder umbenannt, nun Ally. Über die App kann der beste Weg von A nach B gefunden werden, mit Fokus auf Kurzstrecken. Verknüpft werden die Daten über öffentlichen Nahverkehr, Carsharing und Taxen. In der iPhone App können die Adressdaten für Zuhause und Arbeitsplatz gespeichert werden. Über die Apple Watch App können dann mit einem Klick die Informationen über den Weg zum Arbeitsplatz oder nach Hause angezeigt werden.

Carsharing Dienst DriveNow

Der Carsharing Anbieter DriveNow hat seine iPhone App ebenfalls an die Apple Wacht angepasst. Über die App auf der Uhr wird eine Liste mit Fahrzeugen im Umkreis angezeigt, inkl. Entfernung zwischen dem Standort des Fahrzeugs und des Nutzers. Mittels App kann ein Fahrzeug reserviert und geöffnet werden. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, dann wird auch car2go mit einer Apple Watch App am Markt sein.

DB Navigator der Bahn

Auch die Bahn hat bereits auf die Apple Wach reagiert und die iOS App angepasst. Über die App kann der Reiseplan inkl. Umstiege angezeigt werden. Die App zeigt ausserdem Stationen in der näheren Umgebung an und Benachrichtigungen über verspätete oder ausgefallenen Züge werden angezeigt.

Bild: Apple Watch Sport von Shinya Suzuki (bestimmte Rechte vorbehalten)

Drivy Carsharing sammelt 8 Mio. € ein

Das französische Startup Drivy sammelt laut Le Figaro weitere 8 Mio. Euro an Finanzierung von unterschiedlichen Investoren ein. Neu beteiligen sich BPI France und Via-ID, die Alt-Investoren Index Ventures und Alven Capital beteiligen sich ebenfalls an der letzten Runde. Außerdem wird der kleinere Wettbewerber Buzzcar übernommen,  der in der Vergangenheit bereits von Via-ID finanziert wurde.
Erst im letzten Jahr hat das Startup 6 Mio. € eingesammelt, um damit die internationale Expansion zu starten. Ende des Jahres ist Drivy in Deutschland gestartete, dieses Jahr dürften weitere Länder hinzukommen.

Autovermietung zwischen Privatpersonen

Bei Drivy können die Nutzer ein Auto von irgendjemandem Mieten. Das bringt Kostenvorteile im Vergleich zu den gewerblichen Autovermietungen, wie Sixt oder Europcar.
Fahrzeugbesitzer können über die Plattform ihr Auto vermieten und damit etwas Geld verdienen. Gerade wenn man sein Auto selten benötigt, ist das eine gute Möglichkeit, für mehr Auslastung zu sorgen. Der Vermietvorgang ist durch eine zusätzliche Versicherung abgedeckt.

Expansion steht im Fokus

Nach dem Zusammenschluss mit Buzzcar hat Drivy nun 500.000 Nutzer und 26.000 registrierte Fahrzeuge in Frankreich und Deutschland. Der größte Teil davon entfällt auf Frankreich. Neben der Expansion sollen die zusätzlichen  finanziellen Mittel für die Verbesserung der Apps und der Website verwendet werden. Außerdem soll das Netzwerk in den kommenden drei Jahren auf 3 Millionen Nutzer und 300.000 Fahrzeuge wachsen.
In Deutschland steht Drivy unter anderem im Wettbewerb zu Autonetzer und Tamyca. Autonetzer hat etwa 70.000 Nutzer und 10.000 registrierte Fahrzeuge in Deutschland, Tamyca dürfte kleiner sein.
Bild: drivy.de via Flickr (alle Rechte vorbehalten)

BMW vor Einstieg bei Mitfahrdienst Wundercar

Über Wundercar hat man in Deutschland schon länger nichts mehr gehört, nachdem sich das Unternehmen aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat und sich auf Städte im Ausland konzentriert. Nun scheint die nächste Finanzierungsrunde anzustehen.

Der Autobauer BMW aus München ist einem Bericht des Manager Magazins zufolge an einem Einstieg beim Mitfahrdienst für Kurzstrecken Wundercar interessiert. Das Magazin beruft sich dabei auf mehrere Branchenkenner.

Carsharing Angebot DriveNow soll aufgefrischt werden

Die Gespräche zwischen beiden Parteien sollen in einem weit gediehenen Stadium sein. Die neue Finanzierung soll für eine Expansion des Ridesharing Services nach Russland, in die Türkei und nach Südamerika eingesetzt werden. Auf seitens BMW soll die Mobilitätsplattform rund um den Carsharing Service DriveNow aufgefrischt werden. Neben BMW sind auch weitere ausländische Investoren mit Wundercar im Gespräch. Bisher bekam Wundercar Geld von Partech Ventures und einigen Business Angels.

Schnelles aus von Wundercar in Deutschland

Wundercar ist Anfang des vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Recht schnell wurden aber Verbote gegen das Unternehmen ausgesprochen, da gewerbliche Personenbeförderung angeboten wurde, die nicht mit dem Personenbeförderungsgesetz vereinbar ist. Fahrer ohne Personenbeförderungsschein, gewerbliche Versicherung und ohne Konzession haben Fahrgäste transportiert. Kurz nach dem Start von Wundercar in Hamburg und Berlin ist Uber mit dem UberPOP Service nachgezogen, der ebenfalls von Verboten betroffen ist. Anders als Uber konnte es sich Wundercar nicht leisten, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten und Subventionen für Fahrer zu zahlen. Wundercar ist weiterhin mit den Behörden in Deutschland im Gespräch, um den Service wieder unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen anbieten zu können.

Auch Daimler finanziert Fahrservice

BMW scheint mit dem Investment dem Konkurrenten Daimler nacheifern zu wollen. Die Daimler Tochter Moovel betreibt die Carsharing Plattform car2go und hat sich vor über einem Jahr an dem Fahr- und Limousinenservice Blacklane beteiligt. Im letzten Jahr wurde die Taxi-App MyTaxi übernommen. Die unterschiedlichen Mobilitäts-Services sollen auf der Moovel-Plattform verbunden werden.

Bild: BMW i8 von Falcon® Photography (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft Finanzierung, Carsharing, Ridesahring Fahrer Angestellte oder Freiberufler?

Kurzübersicht der aktuellen Meldungen aus den Bereichen Carsharing und Ridesharing. Das Ridesharing Unternehmen Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein, Jury muss entscheiden, ob die Fahrer der Ridesharing Netzwerke als Angestellte oder selbstständige Unternehmer zu sehen sind. Der Carsharing Anbieter car2go spendiert den Fahrzeugen ein Technik-Update, so dass die Fahrzeuge per App zu öffnen sind.

Lyft sammelt mehr als 500 Mio. US$ ein

In letzter Zeit haben wir schon mehrmals darüber berichtet, nun ist es soweit. Das amerikanische Ridesharing Startup Lyft sammelt in einer weiteren Finanzierungsrunde einen Betrag von 530 Mio. US$ ein und wird dabei mit mehr als 2.5 Milliarden US$ bewertet. Die Finanzierungsrunde wurde von dem japanischen E-Commerce Unternehmen Rakuten angeführt. Das zusätzliche Investment soll Lyft im Wettbewerb gegen Uber mehr Luft verschaffen. Laut Lyft Mitgründer und Präsident John Zimmer soll das Kapital genutzt werden, um Uber Marktanteile in den USA abzugewinnen. Ende des Jahres soll eine Internationalisierung stattfinden, Lyft will dabei von Uber lernen und profitieren. (via Wall Street Journal)

Car2Go zieht nach – Auto öffnen per App

Nachdem im letzten Jahr DriveNow die Funktion eingeführt hat, dass die Carsharing Fahrzeuge per Smartphone-App zu öffnen und zu schließen sind, zieht Carsharing-Anbieter Car2Go nun nach. Kleine Unterschiede gibt es aber weiterhin. Bei Anbieter DriveNow lassen sich alle Fahrzeuge mit Smartphone oder Kundenkarte öffnen, bei car2go gibt es Einschränkungen. Die älteren Fahrzeuge können anscheinend nicht mit einem Software-Update auf den neusten Stand gebracht werden und die neuen Fahrzeuge scheinen nicht mit der Kundenkarte kommunizieren zu können. Entweder lassen sich die Fahrzeuge ausschließlich mit dem Smartphone öffnen oder ausschließlich mit der Kundenkarte. Zu erkennen sind die neuen Fahrzeuge mittels blauem „Smartphone only“ Aufkleber. Zuerst sollen Fahrzeuge in Wien und Hamburg ausgetauscht werden, die anderen Städte folgen später. (via car2go)

Jury entscheidet darüber, ob Uber und Lyft Fahrer als Angestellte zu sehen sind

Gegen Uber und Lyft laufen in Kalifornien zwei Gerichtsverfahren, die klären sollen, ob die Fahrer der beiden Netzwerke als Angestellte oder unabhängige Partner anzusehen sind. In beiden Fällen muss nun eine Jury die Entscheidung treffen. Sollte die Jury zu dem Ergebnis kommen, dass die Fahrer als Angestellte zu sehen sind, hätte das gravierende Folgen für das Business Model der beiden Unternehmen. Uber und Lyft müssten für Zusatzleistungen, Verdienstausfälle und Versicherungen der Fahrer bezahlen. Die Fahrer-Seite argumentiert, dass sie sich an bestimmte Regeln halten müssen, den Preis nicht selber festsetzten können und auch gefeuert werden können. Die Gegenargumente von Uber und Lyft beziehen sich auf die frei wählbaren Arbeitsstunden und deren Häufigkeit. Die Fahrer der Ridesharing Plattformen sind auch nicht an eine Plattform gebunden. Die Richter sind sich bisher noch uneinig, ob es sich bei den Fahrern um Angestellte oder selbstständige Unternehmer handelt. Die Entscheidung könnte auch Auswirkungen auf weitere Sharing Economy und on-demand Unternehmen haben, die auf unabhängige Partner setzen. (via Forbes)

Uber scheint weiter wenig Nutzer in Berlin zu finden

Der Taxi-Dienst Uber bietet in diesen Tagen den UberTaxi Service in Berlin für Neu- und Bestandskunden kostenlos an. Nutzer in Berlin können über die App bis zu fünf Taxi-Fahrten kostenlos buchen. Der Schritt kann als Zeichen gewertet werden, dass Uber auch zwei Jahre nach Marktstart über zu wenig Nutzer verfügt. Normalerweise werden Fahrten bei Markteintritt verschenkt, um schnell neue Nutzer zu finden. Warum Uber in den meisten deutschen Städten wenig Nutzer finden dürfte, liegt an dem guten öffentlichen Nahverkehr, der hohen Verfügbarkeit von Taxen und an bürokratischen Herausforderungen. (via Firmenpresse)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Carsharing App CarJump wird verkauft

Die App CarJump, die verschiedene Carsharing Anbieter aggregiert, wird nach einem Bericht von GründerSzene von Investor Henri Kühnert übernommen. Die CarJump Gründer bleiben erstmal als Berater an Board, die Geschäftsführung übernehmen Michel Stumpe und Fabian Kofler. Beide bezeichnen sich bei Xing interessanterweise als CEO & Founder. Henri Kühnert war früher Geschäftsführer der SinnerSchrader Mobile Agentur, nach seinem Ausscheiden investiert er in Early Stage Startups und berät ausgewählte Unternehmen, darunter citeecar.

Die Carsharing App CarJump aggregiert die verfügbaren Fahrzeuge verschiedener Carsharing Anbieter und stellt diese auf einer Karte gesammelt dar. Der Nutzer sieht die verfügbaren Fahrzeuge in seinem Umkreis und kann sich entscheiden, welchen Carsharing Anbieter er nutzt.

CarJump dürfte damit zu kämpfen habe, dass die meisten Nutzer nur bei einem Anbieter angemeldet sind und somit kurzfristig keinen wirklichen Nutzen durch die App haben. CarJump versucht bisher noch nicht die Nutzer dazu zu bewegen, sich bei weiteren Carsharing Anbietern zu registrieren.

Den Nutzern werden auch keine ausgewerteten Daten zur Verfügung gestellt, die ihn dazu animieren würden, sich bei einem anderen Anbieter zu registrieren. Zum Beispiel könnte die Technologie hinter der App die Umgebung um den gewünschten Abfahrtort analysieren, um dem Nutzer den bestmöglichen Carsharing Anbieter zu empfehlen. Es könnte ja sein, dass ein Nutzer bei DriveNow registriert ist, ein car2go oder Spotcar Fahrzeug meistens näher am Abfahrtort ist.

Interessant wäre auch ein Feature, das den ungefähren Preis für die zu fahrende Strecke ausrechnet. Somit könnte der Nutzer entscheiden, ob er vielleicht einen etwas längeren Fußmarsch in Kauf nimmt, um ein paar Cent oder Euro zu sparen.

Es sind sowohl Free-Floating als auch stationsbasierte Anbieter bei CarJump gelistet, eine aktive Kommunikation der Vorteile des jeweiligen Modells an die Nutzer wäre auch hilfreich.

Das Unternehmen CarJump wurde 2013 gegründet und hat letztes Jahr eine Finanzierung von High-Tech Gründerfond eingesammelt. Üblicherweise stellt der High-Tech Gründerfond 500.000 € zur Verfügung, die meist gesplittet nach erreichen von Meilensteinen fließen. Wie viel Geld aus dem High-Tech Gründerfond bisher in CarJump geflossen ist, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich eine geringere Summe, als 500.000 €. Für welche Summe das Startup übernommen wurde, ist nicht bekannt, die Summe dürfte sich aber im niedrigeren Bereich bewegen.

Das CarJump Team hat wohl auch die App für den Carsharing Anbieter Spotcar entwickelt. Spotcar ist seit dem vergangenen Jahr mit Opel Adam Fahrzeugen in Berlin unterwegs.

Bild: CITROËN Multicity Charsharing Berlin von Tony Webster (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi App Ola übernimmt TaxiForSure, Uber stellt UberPOP ein

+++ Kurznachrichten +++ Die indische Taxi-App Ola übernimmt den Konkurrenten TaxiForSure, ebenfalls aus Indien. Der Ridesharing Service Uber stellt wohl den UberPOP Service in einigen deutschen Städten ein. Das Carsharing Unternehmen DriveNow will weiter expandieren.

Ola übernimmt Taxi-App TaxiForSure

Nach der Konsolidierung in China durch die Fusion von den Taxi-Apps Kuaidi und Didi Dache steht in Indien ebenfalls eine Konsolidierung an. Der ebenfalls von SoftBank finanzierte Taxi-App Anbieter Ola übernimmt den kleineren Anbieter TaxiForSure für 200 Mio. US$. Der Deal wird in Anteilen an Ola und Bargeld bezahlt. Beide Marken sollen separat weitergeführt werden. Ola ist im Moment in 67 Städten in Indien verfügbar und hat etwa 100.000 registrierte Fahrer. TaxiForSure hate 15.000 registrierte Fahrer in 47 indischen Städten. Die beiden TaxiForSure Gründer sollen für einen absehbaren Zeitraum als Berater an Board bleiben, die 1700 angestellten sollen weiter beschäftigt werden. (via TechCrunch)

Uber reduziert den UberPOP Service

Am Wochenende hat die Wirtschaftswoche berichtet, dass Uber vorerst von einer weiteren Expansion in Deutschland absieht. In absehbarer Zeit sollen keine weiteren Städte gestartet werden, da der UberPOP nicht unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen angeboten werden kann. Die Akquisition von weiteren UberPOP-Fahrern soll eingestellt werden. Nun berichtet das Startup Magazin GründerSzene, dass sogar der UberPOP Service in eineigen deutschen Städten vor dem Aus steht. In Berlin, Hamburg und Düsseldorf ist Uber gezwungen, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten, die Fahrer werden mit Bonuszahlungen bei Laune gehalten. Nun soll Uber diese Zuschüsse einstellen. Was dazu führen dürfte, dass sich keine Fahrer finden lassen und bereits registrierte Fahre nicht weiter aktiv sind. Auf ein Personenbeförderungsschein und wahrscheinlich auch eine Konzession soll für UberPOP zur Vorschrift werden. In Berlin kann dann nur noch UberTaxi angeboten werden, evtl. wird auch der Lieferservice für Essen UberEats gestartet. (via GründerSzene und WiWo)

Carsharing Anbieter DriveNow will durch Städte im Ausland wachsen

Das Wachstum für DriveNow soll durch die verstärkte Expansion ins Ausland erzielt werden. Insgesamt sollen 25 ausländische Städte hinzugefügt werden, bis zu 15 in Europa und 10 in Nordamerika. Bisher ist DriveNow in 5 deutschen und drei internationalen Städten verfügbar. In Deutschland sollen erstmal keine neuen Standorte hinzu kommen. Frankfurt wäre für das Unternehmen wünschenswert, die Stadt hätte aber nur 80 Fahrzeuge genehmigt. Diese geringe Anzahl ist für ein flexibles Carsharing Angebot viel zu gering. In den anderen deutschen Städten ist die eingesetzte Flotte im Schnitt etwa 450 Fahrzeuge groß. Konkurrent car2go ist vor kurzem im Frankfurt gestartet, mit etwa 190 Fahrzeugen. Warum DriveNow nur 80 Fahrzeuge einsetzten darf, ist unverständlich. (via Focus)

Bild: Ambassador taxi von shankar s. (bestimmte Rechte vorbehalten)

11 Mobility – & Transport Unternehmen + Investoren, die Sie 2015 beobachten sollten

Auch im Jahr 2015 wird sich im Bereich Mobility, Transport und Beförderung einiges bewegen. Die folgende Präsentation ermöglicht eine kurze Übersicht und stellt einige Fragen. Zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen Uber und Lyft? Was passiert im Bereich Carsharing und multimodale Mobilität? Schließen sich die beiden Limousinen-Services MyDriver und Blacklane zusammen?

Mobility Trends für 2015

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Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW und VW mit Schnelllade-Stationen, Lyft mit neuem Schnurrbart, Carsharing bald kostenlos?

In den letzten Tagen gab es wieder einige Kurznachrichten aus dem Mobilitätsbereich. BMW und VW starten ein gemeinsames Netz an Schnelllade-Stationen für Elektrofahrzeuge in den USA, Lyft ändert den Schnurrbart. Uber sammelt weiter Geld ein und Carsharing könnte bald kostenlos sein.

BMW und Volkswagen starten gemeinsam Ladestation-Netzwerk

Gemeinsam investieren die beiden deutschen Automobilhersteller BMW und Volkswagen in ein Netz von Schnellladestationen in den USA. Mindestens 100 Schnellladestationen sollen an Ost- und Westküste aufgestellt werden. Umgesetzt wird das Netz an Schnellladestationen mit dem amerikanischen Unternehmen ChargePoint, das schon 20.000 Stationen Betreibt. Einerseits wollen BMW und Volkswagen mit dem Schritt Tesla Paroli bieten. Tesla betreibt in den USA schon mehr als 150 Schnellladestationen, so genannte Supercharger-Stationen. Auf der anderen Seite sollen Erfahrungen beim Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur geschaffen werden. (via Manager Magazin)

Uber nimmt weiter Geld auf

Das amerikanische Transport Unternehmen Uber nimmt weiter Geld auf. Diesmal handelt es sich um 1.6 Milliarden US$, die in Form von einer Wandelanleihe über die Investmentbank Goldman Sachs aufgenommen wurden. Insgesamt sind somit mehr als 4 Milliarden US$ als Finanzierung in das Taxi-Unternehmen geflossen. Goldman Sachs hat sich bereits in einer der ersten Finanzierungsrunden an Uber beteiligt. Erst Ende des letzten Jahres hat Uber bekannt gegeben, dass 1.2 Milliarden US$ an Finanzierung aufgenommen wurden, die Runde könnte sich noch um 600 Mio. US$ erhöhen. (via Wall Street Journal)

Lyft mit neuer Form des Schnurrbarts

Die Fahrzeuge, die beim Taxi-Startup Lyft unterwegs sind, ließen sich bisher leicht durch einen riesigen pinkfarbenen Plüsch-Schnurrbart identifizieren, der am Fahrzeuggrill befestigt ist. Nun wird der Plüsch-Schnurbart durch eine kleinere Version ausgetauscht. Das neue Erkennungszeichen heißt „Glowstache“, ist etwa so groß wie eine Banane und wird hinter der Windschutzscheibe auf dem Armaturenbrett angebracht. Wie der Name schon sagt, leuchtet der Glowstache, damit die Fahrzeuge trotzdem leicht zu erkennen sind. Durch das Verschwinden des Plüsch-Schnurrbarts soll das Image des Services seriöser werden und somit auch besser bei Geschäftskunden ankommen. Der bisherige Schnurbart war zu polarisierend, entweder wurde er geliebt oder gehasst. (via GeekWire)

Zukünftig kostenlos Carsharing nutzen?

Markus Deutsch von der Beratungsgesellschaft KPMG ist der Meinung, dass Carsharing zukünftig gratis genutzt werden kann, wenn auf Basis der Kunden- und Bewegungsdaten individuelle Werbung über die Displays in den Fahrzeugen ausgespielt wird. Den Wert des Datensatzes eines Carsharing-Nutzers schätzt KPMG auf 780 € pro Jahr. DriveNow hat bereits einige Experimente gestartet, so werden schon Pakete mit Freiminuten und Skitickets oder Eintrittskarten für Thermen über das Board-Menü verkauft. Der Nutzer muss aber proaktive danach suchen. Bei car2go ist es im Moment noch nicht technisch möglich, Werbung über den on-board Monitor auszuspielen. Car2go hat versucht, die Heckscheiben der Carsharing-Smarts als Werbefläche zu verkaufen. Könnte auch sein, dass die Carsharing-Anbieter die zusätzlichen Einnahmen nutzen, um die Kosten zu decken, ohne die Kundenpreise zu reduzieren. (via Zeit)

Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein

Die App für intelligent und multimodale Mobilität Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein. Die App verknüpft die Daten unterschiedlicher Verkehrsmittel, wie öffentlicher Nachverkehr, Taxi, etc., um den besten Weg von A nach B zu finden. Ähnlich wie bei der Navigationsapp Waze möchte Moovit die Live-Daten von den Nutzern einbinden, um die Daten zu Verbessern und um z.B. Verspätungen, Überfüllungen und andere Veränderungen anzeigen zu können. Moovit hat bisher etwa 80 Mio. US$ eingesammelt und verfügt über 15 Mio. Nutzer in 500 Städten.Jeden Monat werden 2.5 Milliarden Datenpunkte gesammelt, die ausgewertet werden können. Das Unternehmen gibt auch anonymisierten Daten an die lokalen Behörden weiter, damit besser Entscheidungen in der Verkehrsplanung getroffen werden können. Pro Stadt sind etwa 100.000 bis 200.000 Nutzer nötig, um eine gute Datenbasis für eine Stadt zu erhalten. Die Finanzierung kommt von Nokia Growth Partners, BMW i Ventures, Keolis, Bernard Arnault Group und Vaizra Investments, die bestehenden Investoren haben sich auch an der neuen Runde beteiligt. (via SFGATE)

Peer-to-Peer Carsharing Unternehmen Drivy expandiert nach Hamburg

Das französische Startup Drivy expandiert nach Hamburg. Ende des vergangenen Jahres ist das Carsharing-Unternehmen schon in Berlin gestartet. Drivy ist eine Plattform, auf der Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge einstellen und an Privatpersonen vermieten können.

Erfolgreicher Start in Berlin

Das Unternehmen verfolg das Ziel, ungenutzte Fahrzeuge auszulasten. Privatpersonen, die ein Fahrzeug besitzen, können es auf der Plattform einstellen und so Nachbarn und Freunden zur Nutzung zur Verfügung stellen. Im November letzten Jahres ist das französische Unternehmen in Berlin gestartet. In den letzten zwei Monaten konnten etwa 100 Fahrzeuge für die Carsharing Plattform gewonnen werden. Den Start in Berlin sieht das Unternehmen als erfolgreich an und möchte deshalb so schnell wie möglich weitere Städte erschließen. Als nächste Stadt ist nun Hamburg an der Reihe.

Vorhandene Ressourcen besser nutzen

Das Prinzip hinter Drivy ist einfach und einleuchtend. Mittels online Plattform und App sollen verfügbare Ressourcen, in diesem Fall Fahrzeuge, besser genutzt werden. Fahrzeuge sind teuer und stehen im Schnitt 95% des Tages leer herum. Durch Vermietung an Nachbarn und Suchende soll die Leerzeit der Fahrzeuge reduziert werden und der Fahrzeughalter soll davon finanziell profitieren.

Drivy ist als Web, iOS und Android App verfügbar. In wenigen Schritten können die Vermieter ihre Fahrzeuge und verfügbare Zeiten eintragen. Die Mieter können die Fahrzeuge in ihrer Nähe suchen und Anfragen. Für beide Seiten ist die Registrierung kostenlos. Der Mieter zahlt für die Mietdauer einen Preis, der vom Vermieter festgelegt wird, der außer Sprit sämtliche Kosten enthält. Drivy erhält vom Vermieter einen Anteil des Mietpreises für Versicherung und Vermittlung.  Um dem Fahrzeugbesitzer die Preisfindung zu vereinfachen, werde bei den Preisen Richtwerte je nach Fahrzeugtyp, Baujahr und Ausstattung als Entscheidungshilfe vorgegeben.

Extra Versicherung für jede Vermietung

Für die Zeit der Vermietung ist das Fahrzeug über eine Zusatzversicherung abgesichert. Drivy arbeitet mit der Allianz zusammen, um Fahrer und Fahrzeughalter abzusichern. Das Versicherungspaket besteht aus einer Haftpflicht, die Schäden gegenüber Dritten, Schäden am Fahrzeug , Feuer und Diebstahl abdeckt. Hinzu kommt ein Schutzbrief, der den gesamten Aufwand des Pannendiensts abdeckt. Die Versicherung des Fahrzeughalters wird in einem Schadensfall nicht belangt.

Konkurrenz zu klassischen Autovermietungen

Drivy sieht sich nicht als Konkurrenz zu innerstädtischen Carsharing Anbietern, sondern zu klassischen Autovermietungen, wie Sixt oder Europcar. Die durchschnittliche Mietdauer beträgt zwei bis vier Tage. Drivy ist die Ein-Verlängertes-Wochenende- Alternative oder die perfekte Option für einen Ausflug mit Freunden. Der Aufwand auf Mieterseite ist auch eher mit dem Aufwand einer Autoanmietung zu vergleichen. Schließlich mässen Termine mit den Fahrzeughalter vereinbart werden, um das Fahrzeug zu übergeben und um die Vertragsdokumente zu unterzeichnen. Wer hingegen spontan ein Fahrzeug für eine Kurzstrecke benötigt, nutzt eher vorhandene Free-Floating Anbieter, wie Car2go oder DriveNow.

Deutsche Wettbewerber

Deutsche Wettbewerber von Drivy sind die Plattformen Tamyca und Autonetzer. Die beiden Unternehmen sind fast zeitgleich im Jahr 2010 gestartet. Autonetzer hat sich im letzten Jahr mit der Plattform Nachbarschaftsauto zusammen geschlossen. Auf Tamyca sind etwa 3.000 Fahrzeuge registriert, Autonetzer kommt auf etwa 10.000 Fahrzeuge. Auch bei den Mitgliedern liegt Autonetzer mit 75.000 Registrierungen vorne, Tamyca kommt auf etwa 25.000 Nutzer. Laut einer Studie des TÜV Rheinland wird das private Carsharing weiterhin ein Randerscheinung bleiben. Lediglich 90.000 bis 100.000 der 1 Mio. Carsharing Nutzer greift auf privates Carsharing zurück. Die restlichen 90% der Carsharing Nutzer entfallen auf die Free-Floating oder stationsgebundenen gewerblichen Anbieter. Car2go und DriveNow haben hier die Nase vorn.

Über Drivy

Auch Drivy wurde im Jahr 2010 gegründet. Die ersten drei Jahre lief das Unternehmen unter dem Namen Voiturelib, 2013 wurde der Unternehmensname zu Drivy geändert. Drivy ist einprägsamer und dürfte bei der Internationalisierung nützlich sein. Das Unternehmen kommt in Frankreich auf 20.000 Fahrzeuge und etwa 400.000 Nutzer. Damit ist es von der Nutzerzahl etwa fünfmal so groß, wie der größte Anbieter in Deutschland. Als Investoren sind Index Ventures und Alven Capital mit an Board. Im Jahr 2012 wurden knapp  2 Mio. Euro investiert, im Mai 2014 kamen weitere sechs Mio. Euro für eine Internationalisierung des Carsharing-Unternehmens hinzu. Neben Berlin und Hamburg sollen weitere deutsche Städte folgen.

Bild: DRIVY.DE/Stefan Wieland (via flickr)

Kurznachrichten: GM mit Elektroauto, Studie zu Carsharing

Kurznachrichten: GM hat auf der NAIAS ein Elektroauto präsentiert, das einem BMW i3 ähnlich sieht. Carsharing wird sich in Deutschland laut einer Studie von TÜV Rheinland nicht durchsetzten. Uber teilt Nutzungsdaten mit Boston.

Elektroauto GM Bolt für 30.000 Dollar

Der amerikanische Automobilkonzern GM hat auf der NAIAS ein Elektrofahrzeug vorgestellt, das für Preise ab 30.000 US Dollar in den Handel kommen soll. Der Bolt soll ab 2017 verkauft werden und mit dem Model 3 von Tesla konkurrieren. Die Reichweite mit einer  Akku-Ladung soll bei 200 Meilen (etwa 320 Kilometern) liegen, das ist doppelt so viel, wie die Reichweite des BMW i3. Das Fahrzeug hat äußerliche Ähnlichkeiten mit einem BMW i3. Ob der Bolt auch als Opel erscheinen wird, ist unklar. (via Manager Magazin)

Carsharing wird sich nicht durchsetzten

Eine Studie des TÜV Rheinland und der Beratungsgesellschaft BBE Automotive kommt zu dem Schluss, dass sich Carsharing in Deutschland nicht durchsetzten wird und der eigene Wagen weiterhin häufig angeschafft wird. Carsharing wird aber ein fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität. Derzeit nutzen etwa eine Millionen Kunden in Deutschland ein Carsharing Angebot, bis 2020 soll sich die Zahl verdoppeln. Durch Begünstigungen und Vernetzungen der unterschiedlichen Anbieter könnten die Nutzerzahlen sogar auf 3 Millionen Kunden steigen. Das Wachstum kommt hauptsächlich durch Neukunden von Free-Floating Anbietern, der Zuwachs an Kunden bei stationsbasierten Anbietern ist hingegen geringer. Privates Carsharing bleibt weiterhin eher eine Randerscheinung. (via TÜV Rheinland)

 Uber teilt Nutzerdaten mit Stadtverwaltung

Für eine bessere innerstädtische Verkehrsplanung teilt das amerikanische Transport- und Mobilitäts-Startup Uber anonymisierte Nutzerdaten mit der Stadtverwaltung in Boston. Der Report wird quartalsweise erstellt und enthält Daten wie Fahrzeit, Start- und Enddatum, gefahrene Strecke und die ZIP-Codes von Start- und Endort. Genaue Ortsangaben und Personendaten werden nicht geteilt. Uber erhofft sich dadurch, dass die Gesetzgebung angepasst wird und mehr Fürsprecher gewonnen werden. Es ist wahrscheinlich, dass Uber die Daten mit weiteren Stadtverwaltungen teilen wird, um Fürsprecher in den rechtlichen Auseinandersetzungen zu gewinnen. In New York City werden schon Gespräche über einen Datenaustausch geführt und Uber ist für eine Diskussion über ähnliche Vereinbarung mit weiteren amerikanischen Städten bereit. In Deutschland wird Uber noch nicht genügend Daten gesammelt haben, damit es für die Stadtverwaltungen interessant wäre. Stadtverwaltungen könnten basierend auf den Daten unter anderem entscheiden, wo neue Strassen gebaut werden sollen, wo mehr oder weniger Parkraum benötigt wird, wo neue Transportmöglichkeiten für Pendler geschaffen werden sollten, oder welche Baustellen priorisiert werden sollten. Bisher ist Uber eher negativ aufgefallen, wenn es um die Auswertung der Nutzerdaten ging. Ende letzten Jahres gab es einen Shitstorm gegen Uber, da Journalisten ohne Einwilligung verfolgt wurden, in den letzten Tagen hat die Auswertung von Uber zum One-Night-Stand-Verhalten der Nutzer für Aufregung in Deutschland gesorgt (via Wall Street Journal)

Bild: rushing home von Blende57, (bestimmte Rechte vorbehalten)