Archiv der Kategorie: Carsharing

Roadmap E: Volkswagen startet Elektrifizierungsoffensive

Der Volkswagenkonzern startet unter dem Namen Roadmap E die größte Offensive, um die Modellpalette bis 2025 zu Elektrifizieren. Bis dahin sollen 80 Modelle der Konzernmarken mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein. Insgesamt 50 Modelle sollen über einen reinen Elektroantrieb verfügen, die übrigen 30 Modelle werden Hybrid Fahrzeuge sein. Mit der Offensive will Volkswagen eine führende Rolle in der Transformation der Automobilindustrie einnehmen.

Volle Elektrifizierung bei Volkswagen bis 2030

Der Konzern geht langfristig sogar weiter und will bis zum Jahr 2030 die komplette Modellpalette elektrifizieren. Das heißt, dass es von jedem der 300 Fahrzeugmodelle, die von den unterschiedlichen VW Marken produziert werden, eine Version mit Elektromotor geben wird. Dabei sind alle Marken und Märkte mit eingeschlossen.

20 Milliarden Euro für Elektrifizierung

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die unterschiedlichen Konzernmarken über die kommenden Jahre mehr als 20 Milliarden Euro in die Elektrifizierung investieren. Das Geld fließt vor allem in die Entwicklung von zwei neuen Plattformen für die Elektrofahrzeuge. Auch die Produktionsstätten müssen neu ausrichtet werden und die Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen geschult werden. Volkswagen will auch in die Ladeinfrastruktur investieren.

Mit der ,Roadmap E‘ schlägt der Konzern ein neues Kapitel in der Geschichte von Volkswagen auf und schafft zugleich die Voraussetzungen für den endgültigen Durchbruch der Elektromobilität. Dann entscheiden nur noch die Kunden, wie schnell sie sich flächendeckend durchsetzen wird.

Batterien für 50 Milliarden ausgeschrieben

Das Thema „Batterie” besetzt Volkswagen mit einer mehrstufigen mittel- bis langfristigen Strategie: Zunächst wurde die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern im „Center of Excellence” Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf, um Produktions-Know-how zu sammeln.

Allein für die Ausstattung der eigenen E-Flotte mit Li-Ionen Batterien benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität in einer Größenordnung von mehr als 150 GWh pro Jahr.

Um diesen enormen Bedarf zu decken, wurde eine Ausschreibung für langfristige strategische Partnerschaften für China, Europa und Nordamerika initiiert. Mit einem Auftragsvolumen in Höhe von insgesamt mehr als 50 Milliarden Euro allein für die Volumenfahrzeuge des Konzerns auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens handelt es sich dabei eines der größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte der Automobilindustrie.

Sedric und I.D. Crozz auf IAA 2017 im Fokus

Auf der IAA 2017 präsentiert Volkswagen weitere Show Cars mit Elektroantrieb, die in den kommenden Jahren in einer abgewandelten Form in Serie gehen dürften. Im Fokus stehen die beiden Modelle Sedric und I.D. Crozz.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei dem Show Car Sedric handelt es sich um einen markenübergreifenden Ideenträger für Zukunftsthemen autonomes Fahren, Elektrifizierung und digitale Vernetzung, der konsequent weiterentwickelt wird. Später soll Sedric einfache, komfortable, nachhaltige und sichere Mobilität für jedermann auf Knopfdruck ermöglichen – dabei steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher SUV mit Elektroantrieb, der 2020 in Serie gehen soll.

Bilder: Volkswagen AG (Allre Rechte vorbehalten)

SaaS Anbieter Vulog sammelt 20 Mio. US$ ein

Vulog, ein Anbieter einer SaaS Lösung für Mobilitätsdienstleistungen hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Mio. US$ eingesammelt. Das Investment kommt von den Investoren Frog Captial, Innen Capital, Bpifrance und ETF. Das neue Investment soll dazu genutzt werden, das Produkt technologisch weiter auszubauen. Gleichzeitig sollen Marketing und Sales weiter gestärkt werden, um schnelle wachsen zu können.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Flexible SaaS Lösung für Carsharing und co.

Das französische Unternehmen bietet eine SaaS Lösung and, die auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden kann. Zu den Kunden gehören Autovermietungen, Autokonzerne und Startups, die einen Carsharing bzw. RideSharing Dienst betreiben oder betreiben wollen. Die Lösung unterstützt unterschiedliche Setups, wie zum Beispiel ein free-floating System oder auch ein stationsgebundenes Carsharing Setup.

Die Lösung von Vulog verbindet entweder die vom Hersteller verbaute Lösung oder eine von Vulog nachgerüstete in-car Technologie mit einer Mobilitätsplattform, entsprechenden Analytics Tools und einem Backend-System, das für das operative Management der Services notwendig ist. Im Moment werden über die Technologie von Vulog 10 Millionen Fahrten pro Jahr abgewickelt.

Vulog ist international aktiv

Das Unternehmen gehört fast schon zu den alten Eisen unter den Anbietern im Mobility Bereich. Das Unternehmen wurde bereits 2006 gegründete und entwickelt seitdem Technologien für Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Demnächst soll ein Büro in San Francisco eröffnet werden, bisher arbeiten Teams in Paris, Nizza, Vancouver und Toronto. Zu den Kunden von Vulog gehören Carsharing Anbieter, wie Eva Car Share aus Vancouver, emov in Madrid oder GreenMobility in Kopenhagen.

RideCell mit ähnlichem Ansatz

In den letzten Jahren konnte das Unternehmen stark wachsen und die technische Lösung weiterentwickeln. Wie die Eröffnung des Außenpostens in San Francisco nahelegt, soll der Fokus in Zukunft verstärkt auf dem Nordamerikanischen Markt. Gleichzeitig soll der Service nach Asien expandiert werden. Mehrere Projekte, unter anderem ein Scooter Sharing Dienst sind bereits in der Planung.

Mit dem Angebot positioniert sich Vulog als Mitbewerber zu RideCell aus den USA. Das von BMW finanzierte Unternehmen wird unter anderem für den ReachNow Carsharing und Ridesharing Dienst in den USA genutzt oder von Skoda in Polen.

Bild: Vulog (alle Rechte vorbehalten)

Zukunft der geteilten urbanen Mobilität: Deutsches Startup Wunder Carpool kooperiert mit Toyota

Die klassischen Unternehmen der Automobilindustrie – OEMs und Zulieferer – suchen zunehmend die Nähe zu Startups, um die Digitalisierung voranzutreiben. Auch deutsche Player mischen hier mit. So hat das Hamburger Unternehmen Wunder Carpool, das größte unabhängige Mobilitäts-Startup in Deutschland, vor kurzem die Zusammenarbeit mit Toyota für ein Carpooling-Researchprojekt vereinbart.

Wie sollen Carpooling-Fahrzeuge der Zukunft aussehen

Nicht jeder kann sich vorstellen, gemeinsam mit Fremden in einem Auto zur Arbeit zu fahren. Dennoch ist shared mobility eines der Zukunftsthemen, sowohl für Städte und Gemeinden, als auch Automobilhersteller und Zulieferer. Wunder und Toyota führen daher ein Realtime-Experiment in mehreren hunderttausend Carpool-Fahrzeugen in Emerging Markets durch, bei denen die Reaktionen der Insassen durch biometrische Sitzmatten und Kameras aufgezeichnet und analysiert werden. Wunder Carpool steuert die Softwarelösung für das Projekt bei und kümmert sich um die Datenauswertung. Ziel ist es, herauszufinden wie Carpooling-Fahrzeuge in Zukunft von innen aussehen sollten, um die Fahrt angenehmer zu gestalten – sowohl für Fahrer und Mitfahrer heutzutage, also auch zukünftig in autonom gesteuerten Fahrzeugen. So soll Carpooling als ein Konzept für geteilte urbane Mobilität zukunftsfähiger werden.

Mehr als 700.000 Nutzer fahren mit Wunder

Die Software basiert auf den Erfahrungen und Technologien der Wunder Carpooling-App. Die Plattform vermittelt Mitfahrgelegenheiten mit Privatpersonen in Millionenstädten in Schwellenländern, wo der Verkehr besonders intensiv ist. Durch die inzwischen mehr als zwei Millionen Fahrten und 700.000 Nutzer sammeln die Softwareingenieure und Entwickler von Wunder laufend Praxiserfahrung und können die eigene Technologie schnell weiterentwickeln. Das Unternehmen ist damit inzwischen ein gefragter Technologiepartner der europäischen und asiatischen Automobilindustrie. Ende des Jahres soll das Projekt losgehen.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Erfolg nach schwierigem Start in Deutschland

Ursprünglich ist das Unternehmen als WunderCar in Hamburg und Berlin als privater Taxidienst gestartet. Auf Grund der strikten Vorgaben im Personenbeförderungsgesetz, wurde der Dienst recht schell wieder in den beiden genannten Städten eingestellt. Nach einer ersten Phase in Osteuropa ist das Startup unter dem einprägsamen Namen Wunder nach Asien expandiert. Dort funktioniert der Service vor allem in den wachsenden Riesenstädten sehr gut.

Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Konferenz mit den führenden Köpfen der Mobilitätswelt auf der New Mobility World

“Beam mich hoch, Scotty!” Auch in Zeiten des Mobilitätswandels bleibt der unverzügliche ‘Personentransport’ der Crew des Raumschiff Enterprise Science Fiction. Ganz anders verhält es sich mit fliegenden Autos, autonomen Fahrzeugen und intelligenten Maschinen. Alles schon Wirklichkeit oder auf dem besten Wege zur Marktreife. Auf der New Mobility World treffen sich nun die Vordenker unserer Zeit während der IAA in Frankfurt (14. – 17. September). So unterschiedlich ihre Standpunkte, sind sich die Experten in einer Sache einig: So rasant wie aktuell ging es mit der Mobilität seit Jahrzehnten nicht voran.

Wer in der schönen neuen Mobilitätswelt mitmischen möchte, der darf auf der New Mobility World nicht fehlen. Denn hier, das ist klar, sind diejenigen vor Ort, die die Mobilität von morgen und übermorgen gestalten. Die gute Nachricht für alle Teilnehmer:
Die Innovatoren halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Vier Tage lang debattieren und diskutieren Koryphäen wie Steve Mollenkopf von Qualcomm, Christoph Stadeler von Facebook oder Helmut Matschi von Continental auf der großen FORUM Bühne und der Speakers’ Corner über den Status Quo und die Disruption unserer Mobilität.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Am Donnerstag und Freitag, den 14. und 15. September, treffen sich Fachbesucher aus ganz unterschiedlichen Branchen. 110 Sprecher debattieren in 100 Programmpunkten auf der großen FORUM-Stage und in der Speakers’ Corner. Die Keynotes und Panels starten jeweils um 10 Uhr. Zu den Höhepunkten des Programms zählen Panels:

  • Die Rolle von Big Data zur Gestaltung der urbanen Mobilität (mit IBM, McKinsey, SAP und Moovit)
  • Konnektivität zwischen Fahrzeugen und der Umgebung (mit Qualcomm und OSR Enterprises)
  • Der städtische Transport der Zukunft (mit der BVG, CLEPA, Uber, Continental und EIT Digital)
  • Intermodale Verkehrsnetze und das Auto im Alltag (mit Audi, IBM, Ernst & Young, BlaBlaCar, moovel, Gett, Ridecell)
  • Individualisierung des Luftverkehrs (mit Airbus, e-volo, PAL-V, Bauhaus Luftfahrt, DroneMasters)
  • Plattformen in der Mobilitätswelt (mit Bundesministerin Brigitte Zypries, Facebook und Accenture).

Wer ein IAA-Ticket besitzt, kann sich kostenlos für das FORUM registrieren.

Am Wochenende öffnet die New Mobility World dann ihre Türen für Publikumsbesucher. Der Samstag startet um zehn Uhr gleich mit einer Frage, die zur Zeit ganz Deutschland bewegt: Elke Temme, Senior Vice President Elektromobilität bei Innogy, Schauspieler Peter Lohmeyer, Thomas Hausch, Geschäftsführer Nissan Zentraleuropa, Tina Müller, Marketingchefin bei Opel und Ex-Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen debattieren gemeinsam mit den Journalisten Lothar Kuhn und Franz Rother darüber, wie es hierzulande um die Elektromobilität steht. Außerdem geht es am Samstag in den anschließenden Panels um autonome und vernetzte Fahrzeuge, um die Disruption der Mobilitätswelt und die Bedeutung der Datensicherheit für vernetzte Autos.

Die Debatten am Sonntag beginnen um elf Uhr mit der Frage, wie ethische Gesichtspunkte die Mobilität der Zukunft tangieren. Es folgt ein Ausblick auf die israelische Mobilitätswelt und eine weitere Runde zur e-Mobilität. Die Konferenz rund um die Mobilität der Zukunft endet am zweiten Publikumstag mit einem Panel über die Rolle der Autos für unseren täglichen Transport.

Bild: New Mobility World (alle Rechte vorbehalten)

Peer-2-Peer Carsharing: Daimler gibt Croove an Turo ab und Beteiligt sich an dem Unternehmen

Das ging schnell, nach nicht mal einem Jahr verschmilzt die peer-2-peer Carsharing Tochter Croove aus dem Haus Daimler mit dem amerikanischen Marktführer Turo. Gleichzeitig beteiligt sich Daimler in der Series D Finanzierungsrunde, in der insgesamt 92 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, an dem Unternehmen. Die Runde wird angeführt von SK Holdings aus Südkorea, mit weiteren Investments von Liberty Mutual Strategic Investment Fund (Versicherung) und Founders Circle Capital. Existierende Investoren gehen ebenfalls mit.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Croove wird zu Turo

Turo ist einer peer to peer Carsharing Plattform, auf der Privatleute oder kleine Flottenbetreiber die Fahrzeuge einstellen und vermieten können. Daimler hat das Startup Croove, das mit einem ähnlichen Modell auf dem Markt aktiv ist, erst im vergangenen Dezember gestartet. Zuerst war das Angebot nur in München aktiv, ein paar Monate später folgten andere Städte, wie Berlin oder Hamburg. Nach dem Investment macht es für Daimler wenig Sinn, die eigene Marke weiterzuführen, deswegen wird das Angebot an Turo abgegeben. Die Markte Croove wird in den kommenden Wochen oder Monaten verschwinden und durch das Angebot von Turo ersetzt.

Strategische Investoren für Turo

Turo holt sich mit Daimler und Liberty Mutual zwei strategische Investoren an Board. Daimler könnte seine Händler dazu ermutigen, einige Fahrzeuge für die Plattform abzustellen. Liberty Mutual ist in den USA schon als Versicherungspartner für das Unternehmen tätig. Auch SK Holdings kann als strategischer Partner interessant sein. Das Unternehmen beliefert unter anderem eine Automobilhersteller und hat eigene Mobility Angebote gestartet. SK könnte dabei helfen, dass die Fahrzeuge einiger Hersteller schon gleich sharing enabled vom Band laufen außerdem ist die Unternehmensgruppe ein starker Partner für eine Expansion nach Asien.

Anscheinend haben mehrere Automobilhersteller Interesse an einem Investment in Turo bekundet. Daimler hat letztendlich den Zuschlag bekommen, da das Unternehmen schon mit einem eigenen peer-2-peer Carsharing Angebot aktiv ist. Das hat Turo gezeigt, dass das Unternehmen ein starkes Interesse hat, ein Model erfolgreich aufzubauen, das auf die geänderten Bedürfnisse der Kunden im Bezug auf Fahrzeugbesitz eingeht.

Peer-2-Peer in Deutschland schwer zu knacken

Das sich Daimler mit einem starken Player zusammentut, kann aber auch als Zeichen gewertet werden, dass der deutsche peer-2-peer Carsharing Markt schwer zu knacken ist. Mittlerweile gehören die vormals drei lokalen Anbieter ausländischen Unternehmen. Der französische Anbieter Drivy hat AutoNetzer und Nachbarschaftsauto übernommen, Tamyca aus Aachen ging vor ein paar Wochen an den Anbieter SnappCar aus den Niederlanden.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Live Stream: Mercedes-Benz Vans und Via verkünden Ausbau der Ride-Sharing Kooperation

Wie schon berichtet, beteilig sich Mercedes-Benz Vans an dem Shuttle Dienst Via aus New York City. Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz ab ca. 12:15 Uhr im Live-Stream.


Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

  • Mercedes-Benz Vans investiert 50 Millionen US-Dollar in neues Joint Venture mit Via und Daimler Mobility Services beteiligt sich zusätzlich als strategischer Investor an Via
  • Im Rahmen des Joint Ventures soll der On-Demand-Shuttle-Service von Via, der bereits in New York, Chicago und Washington D.C. erfolgreich ist, auch in europäischen Metropolen etabliert werden – Auftakt für gemeinsamen Mitfahrdienst noch in diesem Jahr in London
  • In Europa wird das Joint Venture auch mit Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs zusammenarbeiten, die das Via-Betriebssystem lizenzieren können, um ohne zusätzliche Infrastrukturkosten die Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren
  • Langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau von speziellen Vans mit Integration der Via-Software, Onboard-Sensorik und elektrischem Antrieb sowie autonomen Fahrfunktionen

Mercedes-Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Aufbauend auf der bisherigen Partnerschaft, die 2015 begann, wollen Mercedes-Benz Vans und Via ihre Kooperation deutlich vertiefen. Mit seinem On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der app-basierte Via-Algorithmus bringt mehrere Passagiere mit ähnlichem Ziel in Echtzeit zusammen und ermöglicht so eine gemeinsame Fahrt in einem Van – schnell, effizient und ohne lange Umwege.

Die Daimler Tochter arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Dynamischen Shuttle Diensten wird ein großes Potential eingeräumt. Manche Experten sehen darin das Betriebssystem der Zukunft für den innerstädtischen Verkehr. Unter anderem können durch den Einsatz die Kosten reduziert werden und ein System geschaffen werden, das sich dynamisch an den Bedarf der Nutzer anpassen kann. Via zählt zu den Anbietern mit der ausgereiftesten Technik. Das hat den Vorteil, dass das System effizient funktioniert und eine hohe Auslastung der Fahrzeuge erzielt wird.

Via kommt aus den USA und ist dort vor allem in New York City sehr erfolgreich. Auch in Deutschland gibt es aufstrebende Startups, die ebenfalls eine leistungsfähige Technologie für einen dynamischen Shuttle Dienst aufbauen wollen. In den Anbieter CleverShuttle hat sogar die Deutsche Bahn und auch Daimler investiert.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Mitfahrgelegenheit: Google fügt BlaBlaCar zu Google Maps hinzu

Die Google Maps App für iPhone und Android hat eine weitere Transportoption für die Langstrecke hinzugefügt. In den Ländern, in denen das Unternehmen für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar aktiv ist, werden die Fahrten als Alternative angezeigt. Die BlaBlaCar App kann direkt aus Google Maps geöffnet werden, um die Fahrten zu buchen.

Alternative zu Bus und Bahn

Für die BlaBlaCar Fahrten wurde kein neues Tab in der Google Maps hinzugefügt, stattdessen sind die Angebote im Tab mit den Bahn- und Busverbindungen. Neben den Kosten ist auch die voraussichtliche Dauer zu sehen. Die angegebene Dauer ist identisch mit der berechneten Zeit für eine normale Autofahrt. Bisher scheint das Angebot noch nicht in Deutschland aktiv zu sein. Da der Markt in Deutschland für BlaBlaCar ein bedeutender ist, wird es bestimmt nicht lange dauern, bis auch hierzulande die Fahrten über Google Maps angezeigt und gebucht werden können.

BlaBlaCar hat Mitfahrgelegenheit.de übernommen

BlaBlaCar ist eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten und wurde ursprünglich in Frankreich gegründet und hat in den letzen Jahren stark expandiert. In Deutschland hat das Unternehmen erst alleine eine Community aufgebaut, später wurde dann die führende Plattform carpooling.com/mitfahrgelegenheit.de übernommen, um den Markt zu konsolidieren. BlaBlaCar fokussiert sich seit Anfang an auf Mitfarhgelegenheiten für die Langstrecke. Die günstige Art zu reisen ist vor allem bei jungen Leuten beliebt und in Ländern mit schlechter Infrastruktur und geringem Einkommen. In Frankreich pilotiert das Unternehmen auch mit einem Ridesharing Dienst für Arbeitskollegen, die auf kurzen Strecken unterwegs sind.

Transport Alternativen seit 2014 in Google Maps

Google hat 2014 damit angefangen, Mobilitätsdienste mit einzubinden. Zuerst wurde das Ridesharing Angebot von Uber integriert. Später kamen lokale Anbieter, wie myTaxi oder Gett hinzu. Für jede Vermittlung über Google Maps zahlen die Plattformbetreiber eine kleine Gebühr an Google.

Bild: BlaBlaCar (alle Rechte vorbehalten)

GM will mit Maven Ridesharing Dienst starten

Bisher ist der Automobilhersteller General Motors als Dienstleister und Investoren für Ride Sharing Dienst in Erscheinung getreten. Unter anderem ist GM an dem Fahrdienst Lyft beteiligt und bietet über das Maven Carsharing Programm Autos zur Kurzzeitmiete an, Lyft und Uber Fahrer profitieren dabei von gesonderten Konditionen. Jetzt könnte der Automobilhersteller den nächsten Schritt gehen und einen eigenen on-demand Fahrdienst starten.

Mit Maven soll ein Ridesharing Dienst gestartet werden

Der Konkurrent zu Lyft und Uber könnte von der GM Sparte Maven gestartet werden. Maven wurde vor einiger Zeit gegründet, um die Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing zu bündeln und um Expertise für neue Dienste aufzubauen. Durch die eigenen Aktivitäten und das Wissen, das durch die Beteiligung an Lyft gewonnen wurde, sieht sich General Motors jetzt in der Lage, einen on demand Fahrdienst aufzubauen. Die Frage ist, ob Platz für einen weiteren Dienst ist. Außerdem müsste General Motors viel Geld in die Hand nehmen, um einen Dienst mit hoher Reichweite aufzubauen.

Seit Anfang 2016 mit Carsharing aktiv

Maven ist als Carsharing Dienst Anfang 2016 gestartet, hat sich dann aber stetig weiterentwickelt. Neben dem Service für Uber und Lyft Fahrer ist Maven mehrere Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Instacart und GrubHub eingegangen. In den letzten 18 Monaten wurden über Maven etwa 10.000 Fahrzeuge in Umlauf gebracht. Mit dieser Flotte wurden etwa 270 Mio. Kilometer zurückgelegt und 17.5 Mio. Fahrgäste bei Lyft und Uber transportiert.

GM und Lyft als Konkurrenten?

In der Vergangenheit wurde darüber berichtet, dass GM das Unternehmen Lyft komplett übernehmen möchte. Da daraus anscheinend nichts geworden ist, plant der Automobilhersteller seinen eigenen Service. Aus der ferne betrachtet scheint es so, als würden die Partnerschaft zwischen General Motors und Lyft Risse erhalten. Am Anfang wurde bekräftigt, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten möchten, jetzt entwickeln sich Konkurrenten. Ähnliches konnte zwischen Uber und Google beobachtet werden. Google ist groß bei Uber eingestiegen und am Anfang haben beide Unternehmen eng zusammengearbeitet. Mittlerweile bekämpfen sich beide Unternehmen vor Gericht. Mit Waymo und dem Ride-Sharing Angebot bei Waze hat sich Google zum Konkurrenten entwickelt.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Privates Carsharing Markt konsolidiert sich weiter: SnappCar übernimmt tamyca

Der peer-2-peer Carsharing Markt in Deutschland konsolidiert sich weiter. Zu Hochzeiten haben drei bis vier deutsche Anbieter Privatfahrzeuge an Nutzer vermittelt, mittlerweile wurden alle Anbieter von ausländischen Startups übernommen. In einem letzten Akt wird der peer-2-peer Carsharing Pioneer Tamyca von dem Anbieter Snappcar aus den Niederlanden übernommen.

Tamyca seit 2010 am Start

Tamyca hat sich seit dem Start im Jahr 2010 wacker geschlagen. Die Plattform ist in den letzten Jahren ohne großes Aufsehen kontinuierlich gewachsen. Fast 200.000 Carsharing-Mieter und -Vermieter waren zuletzt bei Tamyca registriert. Zwischenzeitig konnte Tamyca auch den Automobilhersteller Opel überzeugen. Opel hat die technische Lösung von Tamyca für den Carsharing Dienst CarUnity genutzt, der kürzlich still und leise wieder begraben wurde.

Snappcar kommt aus den Niederlanden

Snappcar hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und betreibt auch ein peer-2-peer Carsharing Angebot in Dänemark und Schweden. In Deutschland war Snappcar vor der Übernahme von Tamyca nicht aktiv. Snappcar wurde im Jahr 2010 gegründet und wächst rasant. Jeden Tag mieten fast 500 Mitglieder der SnappCar-Community ein Auto direkt in ihrer Nähe über die Webseiten. Fast 400.000 angemeldete Benutzer und knapp 45.000 Autos sind auf der Plattform registriert.

Nur noch zwei Anbieter auf dem deutschen Markt 

Mit der Übernahme setzt sich die Konsolidierung in Deutschland fort. In der Vergangenheit hat der Anbieter Drivy den deutschen Anbieter Autonetzer übernommen, der sich kurz zuvor das Netzwerk des Anbieters Nachbarschaftsauto einverleibt hat. Die Deutschen verleihen nicht gerne ihr privates Fahrzeug, außerdem stellt der teilweise komplizierte Prozess bei Anmietung und Rückgabe ein Problem dar. Größerer Beliebtheit erfreut sich in deutschen Städten das kommerzielle free-floating Carsharing.

Auch bei diesen kommerziellen Anbietern zeichnet sich eine Konsolidierung ab. Trotz der Auseinandersetzungen zwischen Daimler und BMW werden anscheinend die Fusionspläne von DriveNow und car2go weiterhin verfolgt. Noch zu Jahresbeginn wurden die Pläne von Sixt dementiert, jetzt ist es Erich Sixt persönlich, der angedeutet hat, dass eine Fusion bevorstehen könnte.

Bild: Snappcar (alle Rechte vorbehalten)