Archiv der Kategorie: Carsharing

Mobilitätsplattform: Uber setzt zusätzlich auf Bike Sharing, Carsharing und ÖPNV

Uber entwickelt sich weiter in Richtung umfassende Mobilitätsplattform. Auf einer Veranstaltung in Washington D.C. hat der Uber Chef Dara Khosrowshahi angekündigt, dass Uber eine Reihe von Mobilitätsdiensten in die App integrieren wird. Außerdem werden erhobene Daten über das Verkehrsverhalten und die Parkraumnutzung mit den Städten geteilt. Ziel ist den privaten PKW Besitzt zu reduzieren, auch wenn dadurch Ride-Sharing Fahren der Plattform kanibalilisiert werden.

Bike Sharing via JUMP

Uber wird mit der Integration von Carsharing Dienste, Bike Sharing und die Verknüpfung mit dem ÖPNV zu einer umfassenden Mobilitätsplattform. Die neuen Angebote werden nicht selbst aufgebaut, sondern entstehen durch Partnerschaften. In den vergangen Tagen wurde bekannt, dass Uber den Bike-Sharing Dienst JUMP für fast 200 Mio. Dollar übernommen hat. JUMP wird die Grundlage der des Bike-Sharing Angebots bei Uber werden. Bisher wurden die Räder nur in San Francisco unter dem Namen Uber Bike in der App angezeigt, jetzt kommt Washington D.C. dazu.

Peer-2-Peer Carsharing auch für Nutzer

Im Bereich Carsharing arbeitet Uber mit der Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround zusammen. In San Francisco können die Nutzer über die Uber App die Fahrzeuge von Getaround mieten. Der neue Dienst soll Uber Rent genannt werden und bei Erfolg in weiteren Städten in den USA ausgerollt werden. Uber und Getaround arbeiten schon länger zusammen, um interessierte Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Jetzt wird das Angebot auch den Nutzern zugänglich gemacht. Mit der Integration von Carsharing folgt Uber den Konkurrenten aus Asien, die bereits mit einem ähnlichen Modell experimentieren. Ob Uber Carsharing auch in anderen Ländern plant, ist noch nicht bekannt.

Tickets für den ÖPNV über die Uber App

Um sich enger mit dem ÖPNV zu verknüpfen, hat sich Uber mit dem Startup Masabi zusammengetan. Masabi entwickelt Lösungen für mobiles Ticketing für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die beiden Unternehmen arbeiten noch an den Details der Kooperation und an den Märkten, die zuerst angefangen werden sollen. Prinzipiell ist das Ziel, dass in der Uber-App Tickets für den ÖPNV gekauft werden können. Gut möglich, dass Uber den Ticketpreis mit dem Fahrpreis für die Uber-Fahrt verrechnet, falls die Nutzer Uber und ÖPNV auf einer Strecke nutzen.

Auf einer Goldman Sachs Konferenz hat Uber CEO Khosrowshahi angekündigt, dass sich das Unternehmen mit dem ÖPNV verbinden wird und dass sich die Uber App zu einer Plattform für Mobilitäts- und Transportdienste entwickeln wird. Jetzt fängt das Unternehmen an, erste Ergebnis dieser Strategie zu liefern.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Branchentreffen zur Zukunft der Mobilität: Wo Konstantin Sixt seine Mobilitätsplattform vorstellt

Das Hamburger Startup Wunder veranstaltet regelmäßig ein AutoTech Meetup, das nächste findet die dritte Ausführung statt.
Bei dem Branchentreffen stehen Vernetzung, strategische Kooperationen und die Zukunft der Mobilität im Fokus. 100 Entscheider von Automobilherstellern, Zulieferern, Transportunternehmen, Versicherungen, ÖPNV Anbietern, Startup Gründer und Forschungseinrichtungen folgen der persönlichen Einladung und diskutierten gemeinsam die Zukunft der Mobilität und wie Deutschland nicht nur dranbleibt, sondern vorweg geht.
Wunder Carpool, eines der unabhängigen Mobilitätsstartups in Deutschland, läd vierteljährlich zum Branchentreffen der etwas anderen Art im Unternehmenssitz in der Hamburger Hafencity. Statt Modellpräsentationen und Podiumsgespräche gibt es provokante Thesen und lebhafte Diskussionen über die Zukunft der Mobilität.
Zum dritten AutoTech Meetup gibt Konstantin Sixt Einblicke in die Mobilitätsstrategie der Sixt Gruppe. Es ist zu erwarten, dass sich die Strategie nach dem Ausstieg bei DriveNow verändern wird. Carlo Iacovini von Local Motors wird den Autonomen Bus Olli vorstellen und das Startup High Mobility erklärt seine Zukunftsvision der Connected Car API, die u.a. von Mercedes Benz benutzt wird.

Wunder vernetzt die Europäische AutoTech Szene

„Mit dem Meetup wollen wir einen zentralen Beitrag zur Vernetzung innerhalb der Branche leisten“, sagt Gunnar Froh, Gründer und CEO von Wunder Carpool. „Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie liegt in der Zusammenarbeit, davon sind wir überzeugt –weder werden Technologie-Startups wie wir zu Autobauern, noch werden die Automobilkonzerne ohne weiteres zu Technologieunternehmen.“

Wunder Carpool arbeitet als Technologiepartner mit verschiedenen Automobilherstellern und Zulieferern zusammen. Zudem ist das Startup mit seiner Carpooling-Plattform in fünf Millionenstädten mit hohem Verkehrsaufkommen in Schwellenländern aktiv und mit bisher zwei Millionen durchgeführten Fahrten eine der weltweit führenden Plattformen für urbanes Carpooling.

Teilnehmer kommen aus Führungskreisen von Mobilitätsunternehmen und Startups


„Mobilität steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Es entstehen fast wöchentlich neue Produkte und Angebote. Als Deutsche Bahn stehen wir mit allen Chancen und Risiken im Zentrum dieser Entwicklung“, sagt Kalle Greven, Beauftragter der Geschäftsführung Neues Geschäftsmodell bei der Deutschen Bahn. „Der Austausch und die Vernetzung mit Startups und Corporates aus der Mobilitäts- und Tech-Branche ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Auf dem Wunder AutoTech Meetup habe ich spannende Impulse bekommen und es sind vielversprechende neue Kontakte entstanden.“„Die Veränderungen in der Mobilität sind tiefgreifender und komplexer als viele noch vor wenigen Jahren gedacht haben“, sagt Paulin Demethon von Drivy. „Es gibt schon heute ein breites Spektrum an neuen Produkten und Anbietern und wir gehen davon aus, dass dies nur der Anfang ist.“
Folgende Unternehmen und Startups haben sich bereits für das kommende Meetup angemeldet:

Big players: Audi, Moovel /Daimler Buses/ Daimler, Volkswagen / MOIA, Sixt/ MyDriver, ioki/ Deutsche Bahn, Allianz Automotive, Munich RE, MyTaxi, Hamburg Hochbahn, Röchling, Hafencity GmbH, Local Motors, Hamburg Logistik, Marubeni, Bosch, Hamburg Logistik, UBER, DriveNow, Liil Ventures, Paravan GmbH, Fraunhofer IAO

Startups:

Ubeeqo, Commodule, Gett, Drover, Unu Motors, TravelCar, Drivy, High Mobility, Cargonexx, Kroschke Digital, Clevershuttle, Better Taxi, MVMANT, re2you GmbH, 25ways GmbH, Less.com, Emmy Sharing, Best Mile, MLove, Carledo, TaxiStartup, Voltlines, Enway, GetAWay, Urban Elektric, Kabee, Teraki, Spring Mobility
Die letzten verbleibenden Plätze können sich Interessenten gerne über die Website sichern.
Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Neuer Car-Sharing Dienst Oply startet in München

Trotz der der Stärke von DriveNow und car2go traut sich ein neuer Car-Sharing Dienst auf die Straßen in München. In einem ersten Schritt werden in München 100 Fahrzeuge von dem Unternehmen Oply bereitgestellt. Eine Expansion in weitere Städte soll im Laufe des Jahres erfolgen. Gesteuert wird Oply von dem luxemburgischen Mobilitätsanbieter ExaMotive, hinter dem der früherer CiteeCar COO Mauro Mariani steht. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem von chinesische Investoren, darunter der Automobilkonzern SAIC sowie das Investmentunternehmen Sailing Capital. Die deutsche GmbH wir von Katharina Wagner geführt, die zuvor bei car2go in leitender Position tätig gewesen ist.

Mischung aus free-floating und stationsbasiert

Vom Konzept her ist Oply Car-Sharing eine Mischung aus free-floating und stationsbasiert. Die Fahrzeuge sind jeweils einer bestimmten Nachbarschaft zugeordnet, wo sie nach der Mieter wieder zurückgebracht werden. Die Zonen sind in der Regel 500 x 500 Meter groß. Das sorgt für ein geringes Level an Flexibilität für den Nutzer und für den Anbieter werden kostspielige Re-Positionierungen der Fahrzeuge vermieden.

Flotte von Sportwagen bis Transporter

In München steht eine Flotte aus Ford Fiesta, Ford Focus Kombi, Mazda MX5 und Renault Trafic Fahrzeugen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Kategorien von Sportwagen bis hin zu Transporter ermöglichen aus Nutzersicht schon mal mehr Flexibilität als bei den meisten Mitbewerbern.

Zwei Preismodelle für Kurz- und Langzeitmiete

Bei den Preisen bietet das Car-Sharing Unternehmen zwei unterschiedliche Kategorien. In dem Preis sind Bestandteile wie Reinigung, Versicherung und teilweise auch Benzin bereits enthalten.

In der Kategorie FLEX zahlt der Nutzer eine Mietgebühr pro Stunde. Je nach Fahrzeugklasse sind die Preise unterschiedlich. Die City & Family Fahrzeuge kosten bei 6 Euro / Stunde, ein Transporter ist für 9 Euro / Stunde zu haben.

Mit der Kategorie PLAN werden Nutzer angesprochen, wie über einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Die minimale Mietdauer liegt bei 12 Stunden, maximal kann ein Fahrzeug 27 Tage gemietet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 35 bzw. 59 Euro für 12 Stunden, bzw. Auf 45 oder 75 Euro pro Tag.

Durch die Preismodelle, basierend auf Stunden- oder Tagespauschale zielt das Unternehmen eher auf Nutzer ab, die für einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Dank der günstigen Preise von 6 Euro / Stunde ist das Angebot aber auch eine attraktive Alternative zu den Anbietern DriveNow oder car2go, die minutenbasiert abrechnen. Ab ca. 20 Minuten Fahrzeit ist Oply trotz Stundenpreis günstiger als die Mitbewerber. Eine Fahrtzeit von 20 Minuten wird in Städten wie München schnell überschritten.

Alternative zum eigenen Auto

Oply sieht sich selbst als Alternative zum eigenen Auto und als Ergänzung zu den bestehenden Verkehrsangeboten bestehend aus ÖPNV, Mikromobilitätslösungen wie Free-Float-Carsharing oder Taxi und autofreiem Individualverkehr wie dem eigenen Fahrrad. ExaMotive Gründer Mauro Mariani ist der Meinung: „Oply ist für all die Fälle gedacht, in denen das Auto meist die beste Lösung ist. Damit ergänzen wir das städtische Verkehrsangebot aus Unsere Vision ist, dass innerstädtische Mobilität zukünftig ganz ohne das Privatauto auskommen wird. Die Kombination unterschiedlicher Mobilitätskonzepte wird es den Städtern ermöglichen, für jede Situation das passende Verkehrsmittel wählen zu können. Wir sind überzeugt davon, dass Oply hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten wird.“

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

General Motors will ins Peer-2-Peer Car-Sharing Geschäft einsteigen

Der amerikanische Hersteller General Motors plant den Einstieg in den Peer-2-Peer Car-Sharing Markt in den USA. Im Sommer soll es in einem Pilotprogramm losgehen, das Angebot soll bei der Car-Sharing Tochter Maven angesiedelt werden.

Damit baut GM seine Maven Marke kontinuierlich aus. Maven bietet in den USA ein klassisches Carsharing Angebot in 10 Städten an und hat mit Maven Gig ein attraktives Angebot für Fahrer von Ride-Sharing und Lieferdiensten geschaffen. Fahrer von Lyft, Uber oder Instacart nutzen die Maven Fahrzeuge, um damit Geld zu verdienen.

Vermittlung von Privatfahrzeugen

Beim Peer-2-Peer Carsharing können Autobesitzer ihre Fahrzeug auf der Plattform zur Verfügung stellen, Interessenten können diese dann anmieten. Aus Nutzersicht sind meistens die Mietpreise attraktiver als bei herkömmlichen Autovermietung wie Sixt oder Europcar. Die Fahrzeugbesitzer können ihre Fahrzeuge höher auslasten und Umsätze erzielen, um die Betriebskosten zu decken, ggf. wird auch ein Gewinn erzielt. Idealerweise sind die Fahrzeuge mit der nötigen Technologie für die Fahrzeugverwaltung ausgestattet, damit sich Vermieter und Mieter nicht persönlich treffen müssen.

Peer-2-Peer Carsharing in den USA erfolgreicher

In den USA scheint Peer-2-Peer Carsharing erfolgreicher zu sein als bei uns in Deutschland. Unternehmen wie Turo oder Getaround haben es jeweils geschafft, eine große Nutzerbasis aufzubauen. Turo wurde zuletzt mit 700 Mio. Dollar bewertet und hat Geld von Daimler erhalten. Nach eigenen Angaben sind mehr als 4 Mio. Nutzer in mehr als 5000 Städten in den USA und Europa registriert. Getaround konnte im vergangenen Jahr eine Finanzierung im mittleren zweistelligen Millionenbereich von Toyota einsammeln. Autohersteller wie General Motors haben Zugriff auf ein großes Netzwerk an Fahrzeugbesitzern und auch auf die Händler. Dieser Vorteil könnte strategisch genutzte werden, um ein attraktives Angebot zu schaffen, ohne hohe Kosten für eigene Fahrzeuge und Wartung in der Bilanz zu haben.

Bild: General Motors / Maven  (alle Rechte vorbehalten)

Bestätigt: BMW und Daimler vereinbaren Bündelung ihrer Mobilitätsdienste

Seit längerem wurde darüber spekuliert, jetzt melden beide Unternehmen Vollzug. Die beiden Automobilkonzerne Daimler und BMW legen die Mobilitätsdienste zusammen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Services für nachhaltige, urbane Mobilität aus einer Hand anbieten.

Strategischer Ausbau der Mobilitätsdienste geplant

Die Tochtergesellschaften und Beteiligungen in den Bereichen Car-Sahring, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität werden in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Das Portfolio soll in den kommenden Jahren gemeinsam weiter strategisch ausgebaut werden. Die Fusion der Dienste muss noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden freigegeben werden. Beide Unternehmen sollen jeweils fünfzig Prozent der Anteile an dem Joint Venture-Modell halten. Die beiden Unternehmen werden mit ihrem jeweiligen Kerngeschäft auch künftig weiterhin im Wettbewerb stehen. Wie das gemeinsame Unternehmen heißen wird und welche Markenstrategie verfolgt wird, wurde noch nicht kommuniziert.

Fünf Bereiche im gemeinsamen Unternehmen

Folgende Bereiche sollen in dem Joint-Venture vereint werden:

Multimodal und On-Demand Mobility mit moovel und ReachNow

Die intelligente und nahtlose Vernetzung von verschiedenen Mobilitätsangeboten – inklusive Buchung und Bezahlung – stellt einen großen Mehrwert für die Nutzer dar. Darüber hinaus bietet die multimodale Plattform Lösungsansätze für die Herausforderungen des urbanen Individualverkehrs. Unbekannt ist, ob beide Angebote verschmelzen werden oder parallel bestehen bleiben.

CarSharing mit Car2Go und DriveNow

Car2Go und DriveNow haben in Summe 20.000 Fahrzeuge in 31 internationalen Metropolen. CarSharing erlaubt, die Auslastung von Fahrzeugen zu erhöhen und damit zur Reduktion der Gesamtzahl von Fahrzeugen in den Städten beizutragen. Mehr als vier Mio. Kunden nutzen bereits diese CarSharing-Angebote. Ob einer der Marken verschwinden wird, ist noch nicht bekannt.

Ride-Hailing mit mytaxi, Chauffeur Privé, Clever Taxi und Beat

Mit Europas größter Taxi-App ganz einfach ein Taxi bestellen oder in Frankreich einen lizensierten Fahrer für eine Fahrt in den französischen Metropolen nutzen. Insgesamt 13 Mio. Kunden und rund 140.000 Fahrer nutzen heute schon die moderne, praktische und schnelle Art des Ride-Hailing mit mytaxi, Clever Taxi und Beat sowie dem Fahrdienstvermittler Chauffeur Privé. Innovative Angebote wie mytaximatch, bei dem sich unbekannte Menschen per Fingertipp ein Taxi teilen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens, indem zahlreiche individuelle Fahrten im urbanen Raum überflüssig werden.

Parking mit ParkNow und Parkmobile Group/Parkmobile LLC:

Ticket- und bargeldloses Parken am Straßenrand oder Suchen, Reservieren und Bezahlen von Parkplätzen in Parkhäusern. Der innovative, digitale Parkdienst reduziert damit Zeit und Zahl der Fahrten, die Menschen für die Parkplatzsuche aufwenden und verringert damit das Verkehrsaufkommen signifikant. Denn der Parksuchverkehr macht heute etwa 30% des Stadtverkehrs aus.

Charging mit ChargeNow und Digital Charging Solutions:

Einfacher Zugang (Finden, Laden, Bezahlen) zum größten Netz an öffentlichen Ladestationen mit mehr als 143.000 Ladepunkten weltweit. Zusammen mit privilegierten Parkplätzen in den Städten unterstützt dies den Ausbau der Elektromobilität. Es ermöglicht den Menschen, Elektromobilität leicht in ihre Mobilitätsbedürfnisse zu integrieren und diese Antriebsform besser kennenzulernen. Auch hier ist nicht bekannt, ob beide Angebote verschmelzen werden.

Beide Unternehmen verfolgen schon seit ein paar Jahren, einer der führenden Anbieter bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen zu werden. Bisher sind beide Konzerne aber weit hinter den führenden Anbietern wie Uber, Didi oder Lyft zurückgeblieben. Es ist zu hoffen, dass das Joint-Venture eine höhere Schlagzahl an den Tag legt, um die Zukunft der Mobilität ernsthaft mitgehalten zu können. Interessant auch, dass beide Unternehmen die Fäden für die Gestaltung der Zukunft aus der Hand geben.

Ganzheitliches Ökosystem an Mobilitätsdiensten

Die Partner planen, die Angebote besser zu vernetzen, um den Kunden ein ganzheitliches Ökosystem an Mobilitätsdiensten anbieten zu können. Die BMW Group und die Daimler AG wollen den Ausbau dieses neuen Geschäftsmodells gemeinsam nachhaltig vorantreiben sowie eine schnelle, weltweite Skalierung des Angebots ermöglichen.

Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG kommentiert den Zusammenschluss wie folgt: „Die geplante Bündelung unserer Mobilitätsdienste zu einem digitalen Ökosystem ist einzigartig. Mit dieser Allianz erleichtern wir unseren Kunden den Einstieg in die emissionsfreie Mobilität der Zukunft. Im Wettstreit um die besten Premium-Fahrzeuge bleiben wir Wettbewerber. Mit der geplanten Zusammenlegung unserer Mobilitätsdienste setzen wir ein Zeichen in Richtung neue Wettbewerber und bündeln unsere Kräfte“.

„Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht. Es wird zukünftig mehr Menschen als heute geben, die im urbanen Raum auf ein eigenes Auto verzichten, aber trotzdem sehr mobil sein möchten. Um ein einzigartiges, nachhaltiges Ökosystem für urbane Mobilität zu entwickeln, wollen wir unsere Expertise und Erfahrung bündeln“, sagte Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Daimler und BMW vor Einigung bei Fusion der Mobilitätsdienste

Die beiden Automobilkonzerne BMW und Daimler scheinen sich laut Manager Magazin auf eine Fusion unterschiedlicher Mobilitätsdienste geeinigt haben. Im Fokus wird die Fusion der beiden Carsharing Dienste DriveNow und car2go stehen, aber auch andere Dienste sollen von beiden Partnern in das Unternehmen mit eingebracht werden. Der Sitz des Gemeinschaftsunternehmens soll in Berlin sein.

Partner auf Augenhöhe im neuen Unternehmen

In das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne 50% halten werden, sollen auch die Dienste MyTaxi und Moovel von Daimler sowie ParkNow und ReachNow von BMW mit einfließen. Die genannten Unternehmen gehören zu 100% den jeweiligen Konzernen. Die Daimler-Beteiligungen, wie Blacklane, Chauffeur Privé oder CleverShuttle scheinen nicht mit in das Gemeinschaftsunternehmen zu wandern. ReachNow ist der Carsharing, bzw. Ride-Hailing Ableger von BMW in den USA und China.

Lange Verhandlung über Fusion der Mobilitätsdienste

Über die Fusion wird schon seit über einem Jahr spekuliert, so lange soll auch schon über Details verhandelt werden. In den letzten Wochen haben sowohl BMW als auch Daimler die jeweiligen Car-Sharing-Partner Sixt und Europcar aus den Unternehmen DriveNow und car2go herausgekauft. Diese Schritte wurden als Vorboten für eine bevorstehende Fusion gesehen. Zugleich nutzt der Autovermieter Sixt die gewonnene Freiheit, um eine eigene Car-Sharing und Mobilitätsplattform aufzubauen.

Mit ausreichend Schlagkraft in die Zukunft?

Wenn die Gespräche über eine Fusion schon so lange gedauert haben, ist fraglich, ob das neue Unternehmen eine hohe Schlagkraft entwickeln kann, oder durch Bürokratie und Verhandlungen ausgebremst wird. Daraus könnte sich ein Vorteil für die andere Markteilnehmer entstehen.

Durch die Fusion zu einer Plattform, wollen sich die beiden Hersteller gegen die dominierende Konkurrenz Uber, Lyft oder Didi Chuxing positionieren. Im Vergleich zu den genannten Plattformen ist auch das geplante Gemeinschaftsunternehmen ein Zwerg. Die Carsharing Anbieter kommen zusammen auf etwa 4 Mio. Nutzer. Die Zahl Nutzer aller Dienste zusammen, die in die Fusion mit einfließen sollen, dürfte bei unter 20 Mio. liegen. Plattformen wie Uber und Didi haben Nutzerzahlen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

E-Scooter Sharing Dienst Bird sammelt 100 Mio. Dollar ein

In den USA erfreut sich e-Scooter Sharing steigender Beliebtheit. Das Startup Bird sammelt nur einem Monat nach der Series A runde ein Series B in Höhe von 100 Mio. Dollar ein. In der Series A sind 15 Mio. Dollar in das Unternehmen geflossen. Die Finanzierung kommt von Valor Equity Partners und Index Ventures, mit Beteiligung von Craft Venture, Goldcrest, Tusk Ventures und Upfront Ventures.

Kleine Elektro-Kickboards im Einsatz

Bein den Elektro-Rollern handelt es sich nicht um e-Scooter wie bei Coup oder Emmy, sondern um kleine Roller, die eher an ein Kickboard erinnern. Die Nutzer stellen sich auf ein Trittbrett, einen Sitz gibt es nicht. Die Roller fahren etwa 25 kmh und können von einer Person genutzt werden. Zu beginn scheint es zu gefährlichen Situationen in Los Angeles gekommen zu sein. Als Antwort hat Bird eine Sicherheitskampagne gestartet, um die Nutzer aufzuklären. Gebucht werden die e-Scooter über eine Smartphone App, das Entsperren geschieht wie bei den Bike-Sharing Diensten per QR Code. Der Tarif für die Nutzung setzt sich aus einer Grundgebühr in Höhe von 1 Dollar und einem Minutenpreis von 15 Cent pro Minute zusammen.

 

Team hat voter bei Lyft und Uber gearbeitet

Mit den Fahrzeugen soll ein günstiger Service für die erste und letzte Meile aufgebaut werden. Gegründet wurde das Startup von dem ehemaligen Lyft und Uber Manager Travis VanderZanden. Bisher ist das Unternehmen in Los Angeles und San Diego aktiv, bis Ende des Jahres sollen die elektrischen Scooter in 50 Märkten ausgerollt sein. Die Rolle eines Head of EMEA ist auch schon besetzt, es ist davon auszugehen, dass wir die Roller demnächst auch in Europa sehen werden. In Santa Monica gab es Ende letzten Jahres Probleme mit den Behörden, der Disput wurde gegen eine Zahlung von 300.000 Dollar beigelegt.

Bike-Sharing Startups bringen e-Scooter in die Flotte

Neben Bird setzten auch andere Startups mittlerweile auf die Alternative zum Fahrrad. Die Bike-Sharing Unternehmen LimeBike und Spin haben in einigen amerikanischen Städten ebenfalls die kleinen elektrischen Roller im Angebot. LimeBike ist auch in Frankfurt aktiv und in Berlin soll demnächst eine Flotte an Rädern ausgerollt werden. In Berlin sollen wohl Elektrofahrräder aufgestellt werden, auf dem Mobile World Congress wurden für Europa auch die kleinen eScooter angekündigt.

Bild: Bird (alle Rechte vorbehalten)

Erfahrungsbericht: Mit Familie im Berlin – Mobilitätsdienste statt eigenes Auto

Der folgende Bericht soll einen kleine Einblick geben, wie man in Berlin mit Familie ohne eigenes Fahrzeug sehr gut zurecht kommt. Erfreulich ist, dass das Angebot an Mobilitätsdiensten stetig wächst. Das führt dazu, dass man immer weniger Komforteinbußen in Kauf nehmen muss, um mit Familie oder alleine ohne eigenes Auto mobil zu sein. Das Smartphone spielt dabei eine wichtige Rolle, alle Verkehrsmittel werden über die unterschiedlichen Apps gebucht und bargeldlos bezahlt.

Die Ausgangslage – Kids: 2 , Auto: 0

Als kleine Familie mit zwei kleinen Kindern wohnen wir im zentralen Stadtteil Prenzlauer Berg. Auf ein eigenes Auto wird verzichtet, da es die meiste Zeit ungenutzt stehen und dauerhaft Kosten verursachen würde. Um von A nach B zu kommen, wird ein Mix aus traditionellen und modernen Mobilitätsangeboten genutzt.

Eigenes Fahrrad als erste Wahl – gefolgt von ÖPNV

Bei uns ist das Fahrrad für die meisten Strecken die erste Wahl. Nachbarn, Freunde und Kollegen bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Kita oder Schule, obwohl die Strecke locker mit Fahrrad zurück gelegt werden kann. Wir fahren mit dem Fahrrad – wenn ein Kind dabei ist, kommt der Kinder-Fahrradsitz zum Einsatz, wenn beide Kinder dabei sind, wird der Fahrradanhänger von Thule genutzt. Nach dem Stop an der Kita geht es mit dem Rad gleich weiter zur Arbeit. Kurze Erledigungen und Termine werden ebenfalls mit dem Rad erledigt.

Der ÖPNV in Berlin ist häufig die Alternative bei schlechtem Wetter oder bei längeren Strecken. Die Voraussetzung muss erfüllt sein, dass lange Wartezeiten und mehrere Umstiege nicht Bestandteil der zurückzulegenden Strecke sind. Fehlende, defekte oder unterdimensionierte Aufzüge an den Stationen sind mit Kinderwagen eine Herausforderung.

Car-Sharing für Tagesausflüge oder große Einkäufe

Wir sind als Familie viel unterwegs, einige Ziele sind aber schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Entweder dauert die Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln viel länger oder ist mit zahlreichen Umstiegen verbunden. Free-Floating Carsharing Angebote sind dann meistens unsere Wahl, um von A nach B zu kommen. Die Fahrzeuge von Car2Go und DriveNow sind meist so geräumig, dass Kind und Kegel locker ins Auto passen. Was auffällt, meist steht ein Fahrzeug genau dann mehrere Minuten Laufweg entfernt, wenn man es schnell benötigt. Wünschenswert wäre die Verknüpfung mit weiteren Mobility Services, wie Bike- oder Scooter-Sharing oder die signifikante Vergrößerung der Flotte.

Die Kosten von etwa 90 Euro für eine Tagesnutzung schrecken erstmal ab, da sie transparent vermittelt werden. Denkt man genauer darüber nach, sieht die Geschichte anders aus. Die meisten Autobesitzer haben wahrscheinlich nicht im Kopf, was der Luxus eines eigenen PKWs kostet. Neben Kosten für Benzin oder Diesel, müssen auch Wartungskosten, Versicherung, Steuern, Parkgebühren und Wertverlust mit betrachtet werden. Die fehlende Transparenz führt dazu, dass Carsharing als eher teuer wahrgenommen wird.

Auch große Einkäufe werden mit den Fahrzeugen der Car-Sharing Dienste erledigt.

Scooter Sharing oder Bike Sharing für kurze Einfachstrecken

Wer kenn das nicht: Man muss für paar Tage auf Geschäftsreise und nutz den Fernzug vom nächsten Bahnhof. Das Fahrrad ist das schnellste und günstigste Verkehrsmittel, um zum Zug zu kommen. Das eigene Fahrrad möchte man ungern für ein paar Tage am Bahnhof stehen lassen. Für dieses Szenario werden bei uns die vorhandenen Free Floating Bike-Sharing Angebote genutzt. Die Räder stehen an fast jeder Ecke und die Nutzung ist kinderleicht. Die Kosten für kurze Fahrten belaufen sich auf maximal 50 Cent. Bike-Sharing ist natürlich nur eine Option, wenn man ohne Kleinkinder unterwegs ist. Als Alternative zum Bike Sharing wird das Angebot von Coup genutzt, mit den Elektrorollern kommt man auch schnell von A nach B.


Sichern Sie sich 5 Freifahrten für Mobike in Berlin und anderen Städten.

Registrieren Sie sich über den folgenden Link und genießen Sie die Mobike Freifahrten.


Ride-Sharing und Taxi 

In Berlin gibt es mit allygator und Clevershuttle bereits zwei Anbieter von Ride-Sharing Diensten. Soll eine kürzere Strecke zurückgelegt werden, für die das Fahrrad nicht geeignet ist, da Strecke zu lang oder er Anlass unpassend ist, sind die Shuttle Dienste die nächste Wahl. Die Dienste bieten einen guten Service bei attraktiven Preis. Außerdem werden im Idealfall mehrere Fahrgäste in einem Fahrzeug gepoolt, was hoffentlich dazu führt, dass die Zahl der Fahrzeuge auf der Straße weiter sinkt. Häufig ergeben sich auch nette Gespräche mit den anderen Fahrgästen.

Störend ist bei den Ride-Sharing Dienten die geringe Verfügbarkeit, die unter anderem von rechtlichen Rahmenbedingungen verursacht wird. Allygator Shuttle ist nur am Wochenende und dann auch nur abends verfügbar. Die geringe Größe der Flotte und die Tatsache, dass die Fahrten auf Grund der Kooperation mit dem ADAC nichts kosten, passen nicht mit der Nachfrage überein. Clevershuttle hat eine größere Flotte im Einsatz, die aber häufig auch nicht ausreicht, um attraktive Fahrtangebote zu unterbreiten. Eine Lockerung des gesetzlichen Rahmens wäre wünschenswert, damit die Shuttle Dienste ihr Angebot nach den Bedürfnissen der Kunden ausbauen können.

Sollte kein Shuttle verfügbar sein, gibt es immer noch die Möglichkeit, ein Taxi über myTaxi oder Uber zu rufen. Die Verfügbarkeit ist meist gut, auch wenn der Service häufig freundlicher sein könnte.

Wenn man mit Kindern im Taxi oder Ride-Sharing Dienst unterwegs ist, müssen Kindersitze meist mitgenommen werden, da keine passenden im Fahrzeug vorhanden sind. Am Anfang war es gewöhnungsbedürftig, mittlerweile hat man sich darauf eingestellt. Wünschenswert wäre ein kinderfreundliches Angebot.

Fazit

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Leben ohne eigenes Auto in einer Großstadt wie Berlin immer komfortabler wird. Dazu leistet die wachsende Anzahl der Mobilitätsdienste eine erheblichen Beitrag. Viele Fahrzeuge bei uns in der Straße sind Stehzeuge, da sie kaum genutzt werden. Baumaßnahmen mit einer Parkverbotszone, die sich über eine Straßenlänge von mehreren hundert Metern hingezogen hat, haben verdeutlicht, wie viel Platz frei werden kann, wenn mehr Einwohner auf das eigene Auto verzichten und die zahlreichen Alternativen nutzen. Der Platz kann für weiteren Wohnraum und Grün- oder Freizeitflächen genutzt werden. Davon würden alle profitieren.

Wünschenswert wäre eine bessere Vernetzung der unterschiedlichen Dienste. Ohne eigenes Auto ist man sowieso darauf angewiesen, unterschiedliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die Anbieter sollten sich in Partnerschaften enger zusammentun, damit man sich nicht für jede App extra registrieren muss. Als Vorbild können Plattform wie Didi Chuxing oder Grab gesehen werden. Die asiatischen Player haben erkannt, dass der Erfolg in einem Network of Networks liegt.

Viel Potential liegt auch in den Ride-Sharing Diensten, die Vorteile sind bisher nur im Ansatz erkennbar. Es ist Zeit dafür, dass die Gesetzeslage angepasst wird, damit die unterschiedlichen Player das volle Potential ausspielen können und bedarfsgerechte Dienste für Familien und andere Bevölkerungsgruppen getestet werden können.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing: Daimler übernimmt Anteile an car2go von Europcar – weiterer Schritt zur Fusion mit DriveNow?

Daimler Mobility Services übernimmt alle Anteile an der car2go Europe GmbH von Joint Venture Partner Europcar Group. Durch den Erwerb der car2go Europe Anteile wird Daimler Mobility Services alleiniger Eigentümer von car2go Europe, sobald die Genehmigung durch die zuständigen Behörden erfolgt ist. Einen ähnlichen Schritt hat kürzlich der Mitbewerber BMW mit DriveNow vollzogen. BMW hat dem Autovermieter Sixt alle DriveNow Anteile für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag abgekauft.

Weiterer Schritt zur Fusion mit DriveNow?

„In den letzten Monaten haben wir mit gezielten Investitionen in Mobilitätsdienste unser Portfolio erweitert und unser Mobilitäts-Ökosystem weiter verstärkt. Mit der kompletten Übernahme der car2go Europe Anteile folgen wir dieser Strategie“, erklärte Jörg Lamparter, Head of Mobility Services bei Daimler. Der Schritt kann als weiterer Vorbote für eine geplante Fusion von Mobilitätsdiensten der beiden großen Premiumhersteller gesehen werden. Gerüchten zufolge wollen beide Unternehmen eine Joint Venture gründen, in das Mobility Services wie DriveNow, PartNow, car2go und co. eingebracht werden sollen. Ohne Europcar und Sixt wird dieses Ziel einfacher zu erreichen sein.

Daimler baut Mobilitätsportfolio weiter aus

Offiziell heißt es, dass Daimler Mobility Services das Mobilitätsportfolio und die Kundenbasis weiter ausbauen will – gleichzeitig werden die Nutzer von der Bündelung von Mobilitätsprodukten weiter profitieren. Aus 24 Millionen Anmietungen allein im Jahr 2017 hat car2go wertvolle Erkenntnisse über die Wünsche der Kunden erlangt. Diese Erkenntnisse sind eine wertvolle Grundlage für die CASE-Strategie von Daimler, mit der sich das Unternehmen zu einem vollständig verbundenen, autonomen gemeinsamen Portfolio von Elektrofahrzeugen entwickeln möchte. car2go verfügt über Algorithmen zur Vorhersage der Mobilitätsnachfrage, die eine gezielte Steuerung der Flotten erlaubt. Das Know-how ist ein wesentliches Element für die Steuerung autonomer Fahrzeug-Flotten.

17,8 Millionen Kunden nutzen car2go, moovel und mytaxi

Zusätzlich zu car2go zeichnet Daimler Mobility Services für moovel und mytaxi verantwortlich: Die Mobilitätsplattform moovel bietet On-Demand-Zugang zu verschiedenen Mobilitäts-angeboten einschließlich Buchung und Bezahlung. mytaxi ist Marktführer unter den Apps für Taxibestellungen in Europa. Außerdem hält Daimler Mobility Services Minderheitsanteile an Blacklane, Careem, Flixbus, Turo und Via. Bei car2go, moovel und mytaxi mit ihrer Präsenz in über 100 Städten Europas, Nordamerikas und Chinas sind insgesamt 17,8 Millionen Kunden registriert

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text basiert auf der Pressemitteilung der Daimler AG

Konkurrenz für Automobilhersteller: Bosch wandelt sich zum Anbieter von Mobilitätsservices

Auf der Hauskonferenz Bosch ConnectedWorld 2018 in Berlin hat der Bosch-Konzern seine Pläne für einen eigenen Geschäftsbereich für Mobilitätsservices bekanntgegeben. Um die 600 Mitarbeiter sollen demnächst digitale Mobilitätsdienstleistungen entwickeln und betreiben. Die Vernetzung aller Dienste steht dabei im Vordergrund, ebenso die Entwicklung von Sharing-Angeboten und Mitfahrdiensten. „Vernetzung wird die Art, wie wir uns fortbewegen, grundlegend verändern und dabei helfen, die Verkehrsprobleme von heute zu lösen. Mit ihr wird unsere Vision einer emissionsfreien, stressfreien und unfallfreien Mobilität Realität“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung.

Mitfahrservice SPLT wird übernommen

Im Zuge der verkündeten Strategie wird das amerikanische Startup SPLT übernommen  Das Konzept hinter dem Startup erinnert stark an das Model von der deutschen App flinc, die kürzlich von Daimler übernommen wurde. SPLT hat eine Plattform entwickelt, mit der Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren können. Nach der Übernahme soll das Unternehmen als unabhängige Einheit erstmal weiter bestehen. SPLT wurde 2015 gegründet. Derzeit zählt das Angebot rund 140 000 Nutzer in den USA, Mexiko und Deutschland. Zuvor wurde das Startup von InMotion unterstützt, dem VC von Jaguar und Land Rover. In den USA versucht sich das Google Unternehmen Waze mit einem ähnlichen Dienst, in Asien ist Wunder recht aktiv und in Europa ist BlaBlaLines am Start.

Coup wird weiter ausgebaut

Bei dem Scooter Sharing Dienst Coup gibt es auch Veränderungen. Die eScooter Dienst wird im Sommer auch in Madrid ausgerollt, nachdem in den vergangenen Jahren zu erst Berlin und dann Paris hochgefahren wurde. Das Startup soll anscheinend auch enger an den Konzern herangeführt werden, hoffentlich geht dabei nicht die nötige Schnelligkeit verloren. Konkurrenten wie CityScoot sind mittlerweile auch finanziell gut ausgestattet und könnten die Schwachstellen von Coup ausnutzen.

Roboter-Taxen mit Daimler

Mit Daimler sollen Roboter-Taxen entwickelt und bei Mobilitätsservices eingesetzt werden. Es wurde kommuniziert, dass die beiden Kooperationspartner noch vor Waymo einen kommerziellen Dienst mit autonomen Fahrzeugen anbieten wollen. Ob sich das ausgeht, ist mehr als fraglich. Waymo hat bereits die Lizenz für einen kommerziellen Dienst erhalten und wird in den kommenden Wochen oder Monaten loslegen. Das Unternehmen kann auch eine mehrjährige Testerfahrung vorweisen, Daimler und Bosch bisher nur eine Ankündigung.

Bild: Bosch (alle Rechte vorbehalten)